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E_1928_Zeitung_Nr.044

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lft AUTOMOBIL-REVUE

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IV. Blatt Bern, 22. Mai 1928 il-Reime EMl^esA Pffn^stfahi*«»n chftUch Kennen Sit die Schweiz? — Aber stuitverständlich. Denken Sie an die Zehntausende von Kilometern, die ich schon hinter mir habe, kaum eine Strasse zwischen Bodensee und Leman, Rhein und Tessin, die ich nicht schon gefahren bin. Alles, was sehenswert ist, habe ich gesehen, darum fällt es mir auch so schwer, für Pfingsten eine Tour zusammenzustellen, die mir Neuland erschliesst. iMuss es denn immer Neuland sein? Hat nicht das eine oder andere Gebiet eine besondere Anziehungskraft für uns? Gibt es nicht Fahrten, die wir immer wieder unternehmen und auf denen wir immer wieder etwas Neues sehen? Wenn Sie an Pfingsten ausfliegen, dann wählen Sie ruhig wieder eine Ihnen schon lange bekannte Gegend. Man durchfahre sie in aller Beschaulichkeit und vor allem mit offenen Augen; man versuche vor allem einmal auf den altbekannten Pfaden Neues zu sehen, Dinge zum Beispiel, die uns erst als Geheimnisse der Natur erscheinen, bei näherer Betrachtung ?,ber keine sind, sondern in das grosse, wohlgeordnete System alles Naturgeschehens gehören. Genussreich wird eine Fahrt, wenn man auf alles achtet, was die Landschaft zu beiden Seiten der Strasse zeigt, und wenn man versucht, Zusammenhänge festzustellen, zum Beispiel zwischen der Oberflächen-^Gestaltung eines Landes und seiner Entstehungsgeschichte. Wie manher ist schon kreuz und quer durch den fi«l««fts Revue HDtomobüe Jura gefahren und wenn man ihn heute fragt, was ist das Typische an der jurassischen Landschaft und woher kommt die gleichförmig sich immer wiederholende Abweobslung zwischen Berg und Tal, er wüsste nicht Antwort. Fast parallel laufen die Bergzüge alle in der Form sich ähnlich und durch ebenfalls unter sich" gleichartige Täler getrennt. Woher dies wohl kommen mag? Man fahre durch eine der prächtigen Klüsen, wo zu beiden Seiten der Strasse mächtige Felsen aufsteigen, und man sieht vom Auto aus, wie diese Fels-Abstürze nicht regellos sich auftürmen, sondern wie ihre Schichten in fast geometrischer Form konzentrische Halbkreise bilden, harmonisch verlaufend mit der OberflächennGestaltung des Bergrückens. Die Klusen-Querschnitte durch das Gebirge geben uns den Schlüssel, um die Entstehung des Jura zu erklären. Gleich wie die Falten eines Tischtuches, das man zusammenschiebt, ist der Jura entstanden. Falte an Falte, Welle an Welle wurde aufgestaut durch den Druck gewaltiger terrestrischer Kräfte. Zwischen den Bergkämmen entstanden die Täler, nioht etwa als Spalten, wie oft angenommen wurde, sondern als die normalen Senkungen zwischen den Falten. So zeigt uns die kurze Strecke einer Klus schon die ganze Entstehung des Jura. Und fahren wir durch das fruchtbare und reiche Schweizerische Mittelland, so drängen sich uns auch hier wieder Schritt für Schritt andere erdffesohichtliche Fragen der mannigfachsten Art auf. Woher kommt wohl dieser oder jener so regelinässige Hügelzug, woher kommen plötzlich die Gneis- und Granitblöcke in den die Strassen begleitenden Mauern? Warum hat sich gerade hier oder dort einer der blauen Seen gebildet? Wenn wir versuchen, all diese Fracen etwas durchzudenken, so finden wir plötzlich eine grosse Aehnlichkeit zwischen den sanften Hügelzügen und den Moränen- Wällen, die wir vor und an den Seiten der Gletscher unserer Alpen gesehen haben, und es dämmert uns plötzlich die Erkenntnis an längst entschwundene Schulweisneit, die von einer einst riesigen Vergletscherung der Schweiz erzählte. Und richtig, die Hügel sind uralte, ganz überwachsene Moränen-Wälle und wenn uns die Strasse zufällig an einer offenen Kiesgrube vorbeifährt, so sehen wir dort Schuttmassen angeschnitten, die zum Verwechseln ähnlich sind dem Material der Alpen-iMoränenwälle. Nun verstehen wir auch plötzlich das Vorhandensein dieses oder jenes Sees, wie zum Beispiel des Zürcher, Hallwiler oder Baldegger-Sees, denn hier waren es auch Moränen-Wälle, die einen Riegel quer durch das Tal gelegt haben, hinter dem dann der Fluss zum See gestaut wurde. Und die Gneis- und Granit-Blöcke und die hellen Kalkbrocken, die wir sonst nur in den Alpen zu finden gewohnt sind, sie alle sind einst von den eiszeitlichen Gletschern in langer, langer Fahrt von den Alpen hinaus ins Mittelland getragen worden. Wenn uns das Auto aus dem Mittelland den Alpen zuführt, erst ins Gebiet der Voralpen an den Fuss der Rigi oder des Speer, so sind es die gewaltigen Nagelfluh-lMassen dieser Berge, die uns besonders auffallen. Man wird sich fragen: Woher diese gewaltigen, fest verkitteten Massen von Schutt? Der Vergleich mit den heutigen Ablagerungen unserer Flüsse wird uns aber gleich erraten lassen, dass wir hier in Jahrmillionen verfestigtes Geschiebe vor uns haben, das gewaltige Ströme aus den einst noch viel höheren Alpen nordwärts geführt haben. Wer zwischen Zugersee und Lowerzersee durchfährt, kommt durch ein gewaltiges Blockgewirr, die Trümmer des historischen Bergsturzes vom Rossberg. Und N« 4* IVme feuille Berne, le 22 mai 1928 wenn -wir hinaufschauen zum Rossberg, so lässt sich jetzt noch deutlich die Abrissnisohe der Felsmassen erkennen. Leicht erkennbar ist dieser Bergsturz, aber wie wenige wissen, wenn sie von Ghur nach "Fßms oder auf der Talstrasse über Reichenau-Versam nach Ilanz fahren, dass sie mitten durch das Gebiet eines Bergsturzes kommen, dessen Ausma,sse ungeheuer viel grösser sind als diejenigen am Rossberg. In prähistorischer Zeit sind diese Massen von den Höhen des Segnes-Passes ins Rheintal abgeglitten, aber heute noch kenntlich als Bergsturz dort, wo der Rhein sich tief eingefressen hat in diese zermürbten Felsmassen. Und so wird man in der ganzen Schweiz herum da und dort durch solche Gebiete hindurch kommen, die sich beim näheren Betrachten der Landschaft als uralte Bergstürze erkennen lassen und die damit Zeugen sind für die durch Jahrmillionen sich immer wiederholenden grossen Naturereignisse. Wenn uns die Fahrt an Pfingsten an den blühenden Gestaden des Vierwaldstättersees vorüber führt und die Axenstrasse entlang ins Urnerland, so schaue man auch einmal hinauf an die jähen Felsen des Axenberges. Zerknittert und verbogen, übereinander geschoben und zerquetscht, so steigen die Felsschichten steil ab an den See. Es sind nicht Spielformen der Natur, wie man leichthin annehmen möchte, sondern es sind die in seltener Klarheit daliegenden Beweise für die Entstehung unserer Alpen, die in mächtigem Schübe von Süd nach Nord übereinander getürmt und verfaltet wurden. Wenn wir weiter das Reusstal hinauffahren, so werfen wir links einen Blick hinein ins Schächental und hinauf an die hellen und schroffen Kalkwände der Sohächentaler Windgälle oder rechterhand auf die schaurigen Felsen des Gitsohen und des Blackenstockes. Geradeaus aber steht vor uns die formenschöne, harmonisch aufgebaute Pyramide des Bristenstockes. Auch CARROSSERIE GANGLQFF s. A. ZÜRICH 6, W i«Mnatr«SM GENEVE COLMAR RStanitlas mmmmm. Cjrrand (jarage JOurgernziel E. SCHMID BERN Tel. Bollwerk 31.84 (jondttite Inlciittarc avec Pcries «Standard ^revets