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E_1928_Zeitung_Nr.048

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ÄÜTOHOBTL-KEVUB

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N°48 N°48 II. Blatt El BERN, 5. Juni 1928 BERN, 5. Juni 1928 Ädac-Relchsfabrt 1928. Der allgemeine deutsche Automobil-Club veranstaltet vom 18. bis 24. Juni 1928 die siebente Adac-Reichs- und Alpenfahrt für Sportwagen. Die Veranstaltung, zu der auch Tourenwagen, •die jedoch bei der Wertung als Sportwagen betrachtet werden, zugelassen sind, ist als « offene » Prüfung anzusprechen. Das Programm der Fahrt sieht einen Itineraire von 3000 km zu sechs Tagesetappen vor: 18. Juni: Wernigerode—Görlitz (510 km); 19. Juni: Görlitz—Blauen (563 km); 20. Juni: Plauen—Ischl (437 km); 21. Juni: Rasttag in Ischl; 22. Juni: Ischl—Meran (617 km); 23. Juni: Me- *an—Luzern (435 km); 24. Juni: Luzern—Heidelberg (377 km). — Die Einteilung sieht zwei Gruppen vor: Gruppe I für die Kategorien bis 2000 ccm, Gruppe II für Fahrzeuge über 2000 ccm. Die Prüfung umfasst folgende Wertungen: gleichmässige Fahrt und Zuverlässigkeit der Fahrzeuge, Pünktlichkeit am Start, Tanken und Reparieren, Reparatur auf der Strecke, Parken, Lenkvermögen und Strassendisziplin. Für die einzelnen Tagesstrecken sind genaue Geschwindigkeiten vorgeschrieben. Preisträger ist der Fahrer. Massgebend für die Preisverteilung ist die Zahl der Strafpunkte. Fabriken können vor Beginn der Fahrt drei Wagen ihrer Marko als Fabrikteam anmelden. Erhalten die Fahrer dieser drei Wagen zusammen nicht mehr als 30 Strafpunkte, so erhält die betreffende Fabrik einen Teampreis. Erster K'ennungsschluss: 5. Juni, zweiter: 10. Juni, bei der Adac-Sportabteilung, München. Die Schweiz wird der Reichsfahrt, die auch durch unser Gebiet führt, ihr Augenmerk schenken müssen. Hierzu wird uns geschrieben: Es ist zweifellos, dass einer solchen Fahrt, richtig -angeordnet und zweckmässig durchgeführt, ein besonderer Wert zukommt; nur scheint uns aber, dass man bei dieser deutschen Reichs- und Alpenfahrt etwas weit über das Ziel hinausgeschossen ist. An den 6 Fahrttagen sind total 2839 Kilometer zurückzulegen, was einem Mittel von 473 Kilometer pro Tag entspricht Wenn man für eine Etappe Ischl-Meran, die über verschiedene österreichische und italienische Alpenpässe führt, eine Totalstrecke von sage und schreibe 617 Kilometer vorsieht und sich auch die Etappe Meran-Luzern mit 435 Kilometer (worin z. B. die Stilfserjochstrasse mit ihren zahlreichen Kehren figuriert), vor Augen hält, so muss man sich faktisch fragen, ob sich die Veranstalter der eventuellen Auswirkungen einer solchen Fahrt bewusst sind. Die einzuhaltende Durchschnittsgeschwindigkeit soll zwar, je nach Geländeund Strassenverhältnissen verschieden abgestuft werden, aber es dürfte wohl zum vornherein feststehen, dass eine solch ausgedehnte Fahrt auf eine arge Rennerei über die prächtigen Alpenstrassen herauskommen muss. Es scheint, dass dem ADAC nicht bekannt ist, welche Geschwindigkeitlimiten für unsere Alpenstrassen und auch sonst in der Schweiz bestehen, sonst hätte man nie auf solch grosse Tagesetappen kommen können. Dass dem Fahrer überhaupt kein Genuss bei einer solchen Fahrt verbleibt, versteht sich wohl von selbst. Man wird wohl gut tun, am 23. und 24. Juni die in Betracht fallenden Alpenstrassen zu meiden. Sache der Verbände des ACS und TGS ist es aber, den Allgemeinen Deutschen Automobil-Club bei Zeiten darauf aufmerksam zu machen, dass wir an der Durchführung solcher cRennen» auf unabgesperrten Alpenstrassen kein Interesse und auch nichts dagegen haben, wenn solche Veranstaltungen anderweitig abgehalten werden. Für unsere schweizerischen Verhältnisse könnten solche «Alpenstrassenrennen> äusserst ungünstige Auswirkungen zur Folge haben. Veranstaltungen dieser Art werden nur dazu beitragen, die an gewissen Orten noch bestehende Autophobie aufs Neue zu schüren. Kommt die Fahrt wirklich zur Ausführung, so ist wohl eine behördliche Ueberwachung derselben angezeigt. Die beste Lösung würde wohl aber die sein, wenn der ADAC für diese Zerreissprobe geeignetere Strassenstrecken im Flachland aufsuchen und unsere oft ziemlich schmalen und gefährlichen Alpenstrassen beiseite lassen würde. Man wird auch bezüglich der Oeffnung der in Betracht fallenden Alpenstrassen ein Fragezeichen machen müssen. Der vorgesehene Stilfserjoch wird am 23. Juni kaum fahrbar sein, auf alle Fälle sind zu diesem Zeitpunkt für das Befahren der noch nicht überall «apern> Bergstrassen besondere Vorsicht und reduzierte Geschwindigkeiten angezeigt, s. DER GROSSE PREIS VON INDIANAPOLIS, der am 30. Mai, am sogenannten amerikanischen «Memorial Dary > über 500 Meilen (804,670 km) zum Austrag gelangte, brachte eine grosse Ueberraschung. Wiederum war es ein Outsider, d. h. ein bisher völlig unbekannter Fahrer, welcher das Rennen für sich entschied. Unter den 29 startenden Konkurrenten (von 34 Gemeldeten) befanden sich die besten Rennfahrer der Staaten. Ray Keech, der gegenwärtige Rekordhalter, ging auf einem Stutz-Wagen des kürzlich tödlich verunglückten Frank Lockhart ins Treffen. Das Rennen selbst nahm einen reibungslosen Verlauf. Sieben Fahrer wurden zur Aufgabe gezwungen.. Bei der 350. Runde setzte ein heftiger Regen ein, der die Leistungen der Konkurrenten stark hatadicapierte. In diesem Moment hielt Glearson die Spitze mit einem Stundenmittel von 164 Kilometern und schuf damit einen neuen Rundenrekord. Der von Peter de Paolo auf Düsenberg aufgestellte Gesamtleistungsrekord von 4 Stunden 56 Minuten 39 Sekunden (162,75 Std.-Km.) blieb indessen unangetastet. Der diesjährige Sieger ist Louis Mayer auf dem amerikanischen Miller Special, welcher das Rennen in 5 Std. 01 Min. 33 Sek. zu Ende fuhr. Der Student George Sonders, dessen Ueberraschungssieg vom letzten Jahr noch in guter Erinnerung ist, landete mit einem 5 Minuten- Abstande als Dritter nach Lou Moore. Ray Keech musste sich mit dem vierten Platz begnügen. Die Klassierung: 1. Louis Macyer, auf Miller iSpecial, in 5 Std. 01' 33" (Stundemnittel 158,750 km); 2. Lou Moore, auf Miller Special, 5 Std. 02' 17" ; 3. George Sonders, auf F.A.I. Special, 5) Std. 06' 01": 4. Ray Keech, auf Stutz. Ein Kilometer-Lance in der Hard findet gemäss Komiteebeschluss der Autosektion Basel des T.C.S. am 7. Oktober für Wargen und Motorräder statt. Die Organisationsvorarbeiten werden grosszügig an die Hand genommen. v. Quer durch Italien. Ermutigt durch den beispielslosen Erfolg des diesjährigen Mille Miglia- Rennens des A.C. von Brescia, beabsichtigt der A.C. von Rom nächstes Jahr einen Giro d'Italia in sechs Tagesetappen über insgesamt 6500 Kilometer durchzuführen. Für dieses grossangelegte Rennen sollen 900 000 Lire ausgesetzt werden. v. Der Grosse Preis von Spanien 1928 ist nun ebenfalls den Weg aller grossen Rennen dieser Saison gegangen... das heisst, definitiv abgesagt worden. Nuvolari und Varzi, die beiden bekannten italienischen Rennfahrer, stehen gegenwärtig mit Delage zwecks Ankauf eines «Grand Pris.» Rennwagens in Verhandlung. v. Die Schönheitskonkurrenz der Mailändermesse sah die italienische Industrie in vorderster Front. Itala, Fiat, Isotto Fraschini, Alfa Romeo, Lancia und Ansaldo teilten sich in die ersten Plätze der Rangliste. Amerika plazierte einen erst prämierten Chrysler- und Frankreich einen Bugattiwagen. v. Der A. C. de Nie de France veranstaltet am 10. Juni zugunsten der Tuberkulösen ein Wohltätigkeitsfest, v. Der Genfer Concours d'EIegance, den die Zeitschrift « Le Mondain» am 2. Juni zur Durchführung brachte, wurde durch eine Revue von Veteranen-iAutomobilen eröffnet, unter denen ein Panhard-Levassor aus dem Jahre 1895 den Geburtsrekord hielt. Am eigentlichen Wettbewerb beteiligten sich 40 Wagen. Unter den Erstprämierten befinden sich ein Rolls-Royce, ein Hispano, ein Pakkard, ein Morris (diese drei letztern waren das Werk des Genfer Karossiers Francis Brichet), ein Renault, ein Erskine, ein Minerva und vier Victory- Six etc. Ein elegantes Publikum hatte sich zu der wohlgelungenen Veranstaltung eingefunden. v. Die Damen-Zuverlässigkeitsfahrt des deutschen Damen-Autom-obilclubs, von der wir bereits berichteten, hat am 2. Juni begonnen. Am Ende der ersten Tagesetappe, welche von Potsdam über Wittenberg, Erfurt, Arnstadt bis Oberhof führte, waren von 19 Gestarteten noch 18 « im Rennen >, wovon 13 strafpunktfrei. Die erforderlichen Durchschnittsgeschwindigkeiten konnten von den meisten Fahrerinnen, trotz den keineswegs idealen Strassenverhältnissen, eingehalten werden. v. Auch ein tschechisches Raketenauto! Wie die Prager Blätter melden, ist dem bekannten Opel-Raketenwagen in einem tschechischen Raketenauto ein Konkurrent entstanden. Das Fahrzeug, für dessen Erfindung ein Ingenieur Löwy zeichnet, besteht aus drei Teilen- einem am Vorderteil des Wagens befindlichen Benzinbehälter, einer Lenkvorrichtung in der Mitte und einem 40-PS-Spezialmotor am hintern Teil des Wagens. Im Prinzip unterscheidet 'sich der tschechoslowakische Wagen von demjenigen Opels darin, dass er nicht mit Dynamit, sondern' vermittels Benzin unter Verwendung einer grossen Menge komprimierter Luft angetrieben wird, und zwar so, dass die komprimierte Luft durch Benzin zur Entladung gelangt. Der tschechische Motor soll die phantastische Geschwindigkeit von 800 bis 1000 Stundenkilometer (!) erreichen und speziell für den Luftverkehr gebaut sein. v. Das Kilometer-Lance von Bon-Encontre (28, Mai) wurde von Parisot auf Bugartti in 26*/i» Sekunden (136,360 Std.-Km.) gewonnen. v. Ein Künstler-Rennen. Aehnlich wie die fran-< zösische Sport-Zeitung *L'Auto >, organisiert nun auch die «Gazzetta* dello Sport» ein Automobil- 1 rennen für Musen-Söhne und -Töchter auf dem Autodrom von Monza. Dieser « Gran Premio delle Arti > ist auf den 29. Juni angesetzt. v. Für die Steyr-Zielfahrt, die von den österreichischen Steyr-WeTken ausgeschrieben wurde* sind 190 Nennungen eingelaufen — eine Zahl, die sich die Organisatoren wohl nicht träumen Hessen. Die Verteilung zeigt folgendes Bild: Deutschland! 89 Nennungen aus 30 Städten, Oesterreich 69, Nordische Staaten (Schweden, Holland, Dänemark) 8, Frankreich 4. Der Rest verteilt sich auf Italien, Ungarn, die Tschechoslowakei, Jugoslawien und; Polen. v. Grosser Preis von Belgien. Bis zur Stunde ben sich vierzehn Wagen gemeldet, nämlich zwei Aries, ein Lancia, ein B.N.C., vier Georges trat, vier Chrysler und zwei Corre-La Licorne. v. Autokontrolle in Wittenbach (St. Gallen). Auf der Staatsstrasse zwischen KronbüM und Witteribach wird laut Mitteilung der Automobilverkehr mit Stoppuhren kontrolliert. Aus Industrie & Handel Der sensationelle Start des Opel-Raketenwagens zur Versuchsfahrt auf der Avus bedeutet einen Merkstein in der Geschichte der Technik. Der zahlreiche Besuch — neben den Spitzen der Behörden waren viele Tausende zugegen — zeigte, mit welch grossem Interesse man den Start erwartete. Der Start selbst und die Fahrgeschwindigkeit des Wagens rief allgemeine Bewunderung und Starunen. hervor. Die Veranstaltung ist in allen Teilen glän-> zend verlaufen. Die Bereifung des Raketenwagen« hatte bei dieser Versuchsfahrt eine nicht leichte Aufgabe zu erfüllen, Opel hatte hierfür den zuverlässigen bekannten Continentalreifen 1928 gewählt. Der Automobil-Club Polski organisiert vom 17.—* 24. Juni einen Concours international für Touren-* wagen, welcher über eine Strecke von 3000 Kilo-» metern in sieben. Tagesetappen von 400—500 Kilo- 1 meiern zum Austraig gelangt. v. I iljf m das hervorragende und meistverlangte Fabrikat in SKWS LASTWAGENREIFEN 6 Cyl. 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Diethelm, Amriswil Kanton Wallis Emil Faisant, Martigny Kanton Zug J. Elsener, Zug Kanton Zürich H. Heusser & Co., Zürich P. Glättli, Hedingen Titan A.-G., Zürich (General- Vertretung)