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E_1928_Zeitung_Nr.048

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U. Antwort auf Frage

U. Antwort auf Frage 6741: Ersparnis mit Vergaser. In der «Automoibiil-Ilevuo > Nr. 38 ist unter Nr. 0741 dio AnXrago gestellt worden, was der Grund sei, dass ein Auto 4-Zyl. 12 St.-PS. per 100 km 20 und noch mehr Liter Benzin brauche. Auf diese Anfrage anöchto ich mitteilen, dass ich einem 7,9 PS-Wagen Modell 2'i- besitze und früher ebenfalls 18—20 Liter Benzin per 100 km brauchte. Ich habe im Vergaser aLlcrdings eine abnormal grosso Düse, weil ich viel in gobirgiger Gegend fahre •und der Motor in diesen Gegenden besonders viol Kraft entwickeln muss, wenn ich im direkten Gang mo eh voThältnisimässig starke Steigungen fahren will. Iah hu.be dann Versucho mit einem Gassparftp parat gemacht, welcher am Kühlorauslaufrohr, durch welches die heisse, mit Daimipf vermischte Luft austritt, angeschlossen und mit der Benzinleitung vor dem Eintritt in den Vergaser verbunden wird, dadurch dass nun mit dorn Benzin heisse, mit Dampf vermischte Luft beigemischt wird, wird dio Benzin-, d. h. Gasimischung viel mehr mit Luft gemischt, wodurch das Benzin gespart wird. Der Motor zieht besonders dann viel besser, wenn das Wasser im Kühler bereits eine hoho Temperatur erreicht bat. Ich habe je nach dem Terrain, das befahren wird, eben oder hügelig, 30—10% Ersparnisse an Benzin gemacht. Das Eigentümliche an diesem Sparapparat ist, dass hol andern Autos wieder woniißor Ersparnisse erzielt worden. Ich habe beobachtet, dass bei Modellen früherer Jahrgänge, 1924 und zurück, besonders 'viele Ersparnisse mit dem Gassparapparat errreicht werden, während an den neueren Modellen weinig oder nichts eingespart wird. Der Gassparapparat wurde mir auf Probe geliefert, aber nachdem eißh dieser .so gut bewährt, werde ich die Fr. 00 —~ gerne bezahlen, Mit nähern Angaben slolio ich (rerno zu Ihren Diensten. E. G. in St. G. Frsfje 6777. Entrissen des Auspuffrohres mit A&tznafron. Ist es wahr, dasa man dio Auspuffrohre mit kaustischer Soda entrussen kann? Wio muss man dieses Mittel verwenden? II. J. in Z. Antwort: Man ksrnn sehr gut den Auspufftopf und das Auspuffrohr mit Aetznatron reinigen, sofern sie nicht aus Aluminium gebaut ßind, da dieses Metall sehr leicht von Aetznatron angegriffen wird. Um dieses Mittel anzuwenden, mischt man für je ein Liter Wasser 300 Gramm kaustische Soda bei. Ist sie im Wasser gut gelöst, taucht man das Frage 6779, Schlechtes Anspringen des Wagens. Mein neuor Wagein ist morsons dm kalten Zustande nur unter Schwierigkeiten in Gai)£ zm setzen.. Wenn er einanal richtig warm ist, springt er dagegen überrasdhend gut an. Die Startbatterie ist stets nach wenigen Versuchen erschöpft, obgleich nach bewährtem Brau oh allo Hilfsmittel (Startklappe, ßonziuveristäubung, Uebor.scbjwemmcn des Vergaisors, Aulfüllen heisisen Wiassens in den Kühler) angewendet wurden,. Erst wenn längere Zeit kräftig gedreht wurde, eirfolgen schiwacho Zündungen, Ibis der Motor naeih 'mehrmaliger Wiederholung dieöCiS Manöver® endlich in Gang kommt. Der Vertreter des Wagen© behauptet, der Ucbeletand werde sich nach 2500 kirn von selbst beheben. Kann ich daunit rechnen, dass der Motor hesser anspringen wird oder ist dieser Mangel für ventillose Motoren typisch? P. G. in J. Antwort: Schweres Ansprängen ist ein Mangel, den alle hochtouri'gßn Motoren mehr oder weniger besitzen. Bei solchen Motoren müssen die Zuieibimgsroihrc sehr weit sein, um genügend Gasgemisch durchzulassen. Dies© weiten Rohre haben a!bcr den IN achtel!, dass in ihnen dio Gaisgeschwinddgieit im niederen Drohzahlfaereich gering ist und der Brennstoff aus detr Luft leicht aTiskondenisdert und eich im Ansaugrohr niodersohlägt. Ist der Motor warm, so erwärmt sich auch die Saugleitung und der au-sfcondensiertiG Brennstoff vordajmpft. Dadurch bekommt der Motor im kalten Zustand« zu wenig Brennstoff, springt aber leicht an, wenn or warm ist Dieser Fehler verschwindet zum Teil, •wenn der Motor gut eingelaufen ist, weil dann der innero Reilrangswidoristaard. doT bei Schiehermotoren durch dio ^rossen Gleitflächon zunächst besonders gross ist, geringer wird. Der Starter vermag dann dorn Motor eine grösßore Drehzahl zu gehen. Die Gasgescihwindigkeit in der Saugleitung wächst somit; dabei wird mehr Benzin mitgerissen. Oh hei dem neuen Modoll, das Sie haben, das Einfahren so viel Vorteile Ibrinigt, dass der Mangel gänzlich oder nur zuim Teil behoben wird, können wir nicht beurteilen. Wir empfehlen Ihnoii, auf'jeden Fall dafür zu sorgen, dass Sio dio Einlauifstrecko von 2500 km Rohr und den Topf in die Flüssigkeit ein und lässt sie drei bis vier Stunden darin. Spült man dann mit sauberem, frischem Wasser ab, wird noch innerhalb der Garantiezeit erledigen. Sollte damit der Russ leicht weggeschwemmt. wlt. sich dann der Fohler nicht ausreichend gehosseTt halben, können Sie zwar den Wagen nicht zur Verfügung stellen, aber doch Behebung des Mangels Frage 6773, Waganheber «Atlantic». Hat ein Leser des Blattes die Freundlichkeit, mir dio Ad-fordernresse dea Generalvertreters für den Wagenheber schriftlich darauf aufmerksam, dass Sie den Man- Macheai Si& schon heute Ihren Vertreter •«Atlantic> mitzuteilen? Meines Wissens wird der gel beanstanden und unter Vorbehalt aller Ihrer genannte Wagenheber von einer Genfer Firma vertreten. A. R. in B. zurückkommen werden, Rechte nach der Einfahrzeit noch einmal darauf wlt. ÄUTOMOBIL-REVUß 1928 — IST" 48 Juristischer Sprechsaal Anfrage 634. Erneuerung der Verkehrsbewilligung. Ich habo vor einigra. Ta^on in Born von eineim Privatimann einen Occasionsiwagen gekauft, der ßoit 1. Januar nicht mehr benutzt wurde und für den infolgedessen die Steuer pro 1028 nidht gelöst war. Mehrere Tage vor Abholung des Wagens in Bern meldete ich denselben unter Vorlage der bernischon VerkehTsbowiMgunis: auf der Automobil- Kontrolle meines Heimiatkantonö an und löste auch die Haftpflicbt-Verisiöherunig. Die Autoanobil-Kontrolle erklärte mir jedodh, dass Polizeinummern für den Wagen erst dann ausgegeben würden, wenn er dem Automobilexperten meines Heimaitkantona vorigeführt und von diesem, fredgegeben sei. Auch eine provisorische Nummer für die Ueberführung des Wagens wurde mir trotz meines Ersuchens nicht ausgehändigt; es wurde mir vielmehr erklärt, dass die Ausgabe einer solchen provisorischen Bewilligung Sache des Kantons Bern eei. Der Verkäufer des Wagens veTsucibte daraufhin, in Bern eine provisorische Verkehrsbewillig'ung für einen Tag zu erhalten, wurde jedoch dort abschlägig beschieden mit dem Bemerken, es sei dies Sache meine® Heimaitkantons. So hätte ich noch längere Zeit zwischen den beiden Behörden bin und Hier pendeln können; um die Sache kurz zu machen, entlieb ich mir von einem Bekannten dessen Nummernschilder, brachte dieseüben an dem Wagen an und begann dann die Heimfahrt. Bei der Ausfahrt aus Bern wurde ich jedoch von einem Detadheiment der kantonalen Verkehrspolizei angehalten, die Nummernschilder wunden mir konfisziert und mir ausserdem eine Busse in Aussicht gestellt. Ich bitte nun um Beantwortung folgender Fragen: 1. Bin ich verpflichtet, den gekauften Wagen dorn Automobil experten. meines Heimatkantons nochmals vorzuführen, trotzdem derselbe bereits in Bern geprüft und £um Verkehr zugelassen ist? 2. War die Automobil-Kontrolle meines Kantons berechtigt, mir dio VerkebrsbewiUijrung und Nummernschilder pro 1928 für den gekauften Wiagen bös zu der Prüfung desselben durch den Experten zu verweigern, trotzdem ich die bis Ende 1927 in Kraft befindlich gewesene borni- 6ühe Verkehrsbewilligung vorwies? 3. Gibt es kein© Vorschriften, wonach die kantonalen KontroMbureaus gehalten sind, für derartig© Ueberführungon provisorischo Vorkeforsbewilligungen und Numimernschilder ausizuzug'eben und welcher von den beiden Kantonen war hiernach für die Ausgabe zuständig? 4. Ist der Kanton Bern unter den vorliegenden Verhältnissen zur Auferlegiung einer Busse berechtigt, nachdem ich nachweisen kann, dass der Wagen bei der Kontrolle meines Kantons zur Versteuerung bereits angemeldet und demnach nicht beabsichtigt war, die Automobilsteuer zu umgehen? 5. Welch© Schritte habe ich zu unternehmen, um der mir in Aussicht gestellten Busse zu entgehen? W. in M. Antwort: Die Verkelhnsbewillägung gilt für den Wagen. Sio musis gemäss Art. 2 des Konkordates, dem auch der Kanton Thurgau beigetreten ist, die Verikehnsbewilligung aUjährlich erneuern. Da Ihr Wagen von Bern weg kam, bevor pro 1928 die Vcrkchrsbewilligung erneuert worden war, mua? dieselbe deshalb in Ihrem Heimatkanton erneuert worden. Sie sind verpflichtet, auf Verlangen den Wagen vorzuführen, wenn die Behörde Ihres Wohn* eitzkantons dies verlangt, Sie ist-hierzu berechtigt* Was nun die Ueberführung von Bern in einen andern Kanton anbelangt, so Ihätto Ihnen das bernische Automobilbureau sicherlich ärgernd einen Aus« weis ausgestellt. Jedenfalls wäre es besser gewesen* ohne Nuimmerm zu fahren als mit falschen. Art. 72 •des Konkordates berechtigt die Kantone, hierfür Strafibestimimungon aufzustellen. Dio Konü'ollschil-' der sind nicht übertragbar, sondern persönlich. Sio werden daher gegen eine Busse nichts machen können. Andere wäro die Rechtslagto gewesen, wenn Sie ohno Nummer gefahren wären und den Tatbestand, wio Sie ihn geschildert haben.'dem Richter nachgewiesen hätten. Dann hätten Sio unter Umständen Reohtsyerweigerung geltend machen und: den staatsrechtlichem. Reikurs ans BmdesgeirScht ergreifen können. So wie dio Sachlage aber wegea Gebrauchs einer falschen Nummer ist. halten wir den Fall für Sie aussiohtslois. Wir wunden Ihnen deshalb envpfehksa, unter diesen Umständen die Busse zu beuablem. * Aus Industrie & Handel Eino interessante Garagetorsicherung. Wer bat sich nicht schon geärgert, wenn bei Einfahrt in dia Garage ein Wdndstosia plötzlich, die angelehnte Ga-» ragetür sprichwörtlich «vor der Nase» zuschlug? Wer hat sich nicht schon vergeblieb abgemüht, in der unmittelbaren Umgebung seiner Garage einem genügend grossen Stein zu finden, der als Stützpunkt für die geöffnete Tür dienen sollte? Die mei-< sten Automobilisten kennen gewiss die kleinen! Tücken der Einfahrt in die Garage bei ungesicherten Türen. Deshalb wird der von der Firma Ben-* der, Zürich, vortriebeno, patentierte Garagetorstellor als willkommene Neuerung gewertet werden. Beim Oeffnen der Türe schnappt ein gespannter Hebelarm, der in jeder beliebigen Höhe angebracht worden kann, automatisch in eino Sicherung ein und verhindert auf diese Weise jegliche Bewegung der Türflügel. Durch einen leichten Handdruck kann die Sicherung alsbald wieder gelöst werden^ Die einfache und sehr zweckmässlge Konstruktion wird gewisg weitgehende Verwendung finden, Z* Scintilla A.-G„ Solothurn. Dio außerordentliche Generalversammlung dor Scintilla A.-G. Solothurn, vom 30. Mai, die unter dem Vorsitz von National- 1 rat Schüpbateh in Solothurn stattfand, war von 1' Aktionären mit 5351 Aktien besucht. Sie konstatierte die Zeichnung und Einzahlung der Erhöhung des Aktienkapitals von 3 auf 4 Millionen Franken und nahm die hiedurch bedingte Revision der Statuten vor. In den Verwaltungsrat an Stelle des Herrn S. de Jong sei. wurde gewählt: Herr Mairque, Delegierter des Verwaltungsrates der Minerva! Motors, Antwerpen (Belgien). Die General Motors verkaufte im April 209.367 Wagen gegenüber 183.706 im Monat März, was damals schon einen Rekord darstellte Im April des Vorjahres waren es 180.106 Wateen. Die Zunahme beträgt also nicht weniger als 16.2%. v. 1 tobKä&äteLMS&Vtäti d© fcres heureuse maniere Ia Silhouette moderne de wotre auto, surtout si VOUB choisissex Ia m gsranfiie de chic, de soladli&j de föienfa c» ttsre et de leraerete csl Isx marque €h OEßALLAGE, ER/1 IVJAGAS IMAGE, IOE LAUSANNE — Täl&pihon® 32.59 HiMiSe de Geneve, S GR^ESER & Cic. Ef^JTREPOTS PUBLICS DE VERNO (0006118) i\it-ßlano d'aecessoirea et de pieces dötacfaees aux meiileures conditions. dans magasins spöeiaux a i'abri de äa poussiere. Preiswert zu verkaufen gebrauchter 5-Tonnen- Lastwagen S1URER durchrevidiert, mit oder ohne Kippbrücke. Offerten unter Chiffre Z 1108 an die Automobil-Revue, Zürich. Zu Camion Benz-Gaogenau auch ältere Typen Ersatzteile ab Lager goiieriUijäsei Tel. 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Besuch der Zeppelinwerft durch die ACS, Sektion St. Gallen-Appenzell. Das grosse Interesse an dieser Veranstaltung wird allein schon mit der Teilnehmerzahl von beinahe 600 dokumentiert. Die Kombination mit einem ACS-beflagten Extraschiff von Rorschach nach Friedrichshafen, wurde als angenehme Abwechslung empfunden. Dazu das heitere Wetter und die originelle Musikunterhaltung. Die Luftschiffbauunternehmung in Friedrichshafen hat mit den Besuchen des nun seiner Vollendung entgegengehenden Luftschiffes L. Z. 127 strenge Zeiten. Unter fachmännischer Führung wurden die Teilnehmer gruppenweise vertraut gemacht mit den bautechnischen Bedingungen des Luftschiffes. In seinem Querschnitt stellt das Schiff ein regelmässiges 28-Eck dar. Die Länge beträgt 236,6 Meter, die grösste Höhe 33,7 Meter bei 105,000 Kubikmeter Gasinhalt. Das Gerippe ist aus Duralumin hergestellt und mit einem leichten Baumrwollstoff, der mit Gellon überstrichen ist, überzogen. Auf den Meter kommt eine Bruchfestigkeit von 800 Kilo. Der elegant ausgestattete Speiseraum und der Aufenthaltsraum befinden sich im vorderen Teil. Die darauffolgende elektrische Küche ist eingerichtet zur Verpflegung von sechzig Personen. Es folgen zehn Wohnkammern mit je zwei Betten. Die Besatzung von 30 Mann hat ihre Räume im Innern des Luftschiffes, wo auch für Warentransporte Platz mit einem Fassungsvermögen von 15 Tonnen geschaffen ist. Von den bisher gebauten 117 Zeppelinluftschiffen ist dieses das grösste. Weite Reisen über Meer sollen die technische und wirtschaftliche Möglichkeit des transozeanischen Luftschiffverkehrs beweisen. Die Erforschung der meteorologischen Verhältnisse auf neu zu erschliessenden Luftverkehrswegen soll eine der vornehmen Aufgaben dieses neuen Luftschiffes werden. Für den Transport von Reisenden, Post, Gütern, kommt ein Radius bis zu 10 000 Kilometer in Betracht. Das Luftschiff kann eine eigene Geschwindigkeit bis 128 Kilometer-Stunden erreichen, bei normaler Dauerleistung etwa 117 Kilometer- Stunden. Mit den Probefahrten wird im Juli begonnen. Der anschliessende Besuch bei den Maybachwerken war unseren Automobilisten recht erwünscht. Im Vordergrund des Interesses standen die im L. Z. 127 zur Verfügung gelangenden Motoren. Die Maschinenanlage besteht aus fünf umsteuerbaren Maybach-Motoren von je 530 PS, also total 2650 PS in Einzelgondeln. Der Betriebsstoff ist gasförmig, bestehend aus Brenngas und Kohlenwasserstoff gas. Natürlich interessierten in diesen Werken auch die bestbekannten Motoren für Omnibusse und Autos. Für die grosse A. G. S.-Gemeinde war das Kurgartenhotel in Friedrichshafen wie geschaffen, es mussten aber diejenigen, die sich nicht rechtzeitig gemeldet hatten, in zwei weitern, anliegenden Hotels verpflegt werden. Für gute Unterhaltungsmusik war gesorgt, und die Tanzlustigen kamen auf ihre Rechnung. Spaziergänge am schwäbischen Bodenseeufer boten manche angenehme Abwechslung. Das für den A.G.S. bestellte Wasserflugzeug stand ununterbrochen in Betrieb. Die Rückfahrt erfolgte mit heiteren Intermezzi, und zahlreiche Teilnehmer waren dabei, den frohen Ausklang des Tages im Bad Hörn, bei Tanz und Unterhaltung, zu feiern. E. B. Ä.C.S. SEKTION AARGAU. Generalversammlung vom 2. Juni 1928. Die auf Samstag den 2. Juni nach Schinznach-Bad einberufene ordentliche Generalversammlung war sehr gut besucht. Wir lassen die Frage offen, ob die Wichtigkeit der Verhandlungsgegenständo oder die für den Abend in Aussicht stehenden Genüsse die grössere Anziehungskraft auf unsere Mitglieder ausübten. Der Souverän war gut gelaunt. Jahresbericht und Rechnung wurden unter Verdankung stillschweigend genehmigt. Der Mitgliederbestand ist auf 449 gestiegen. Der für die Sektion eingeführte selbständige Touristik-, und Triptykdienst bewährt sich und hat sich als ein Bedürfnis erwiesen. Hauptverhandlungsgegenstand war die General' revision der -Sektionsstatuten, die infolge der Revision der Zentralstatuten notwendig geworden waT. Sekretariat und Vorstand hatten einen Entwurf ausgearbeitet, der nach kurzer Erläuterung und Beratung mit unwesentlichen Aenderungen die Zustimmung der Generalversammlung fand. An die Generalversammlung schloss sich ein animiertes Bankett mit 130 Gedecken. Herr Sektionspräsident P. Müller-Brunner hatte nicht nur die Freude, diese zahlreiche Clubfamilie zu begrüssen, sondern auch die Ehre, Herrn Zentralpräsident Dufour und Gemahlin in unserer Mitte willkommen zu heissen. Bei Tanz, fröhlicher Unterhaltung und munterer Rede flogen die Stunden dahin, bis der dämmernde Morgen zum Aufbruch mahnte. ÄUTÖMOBIC-EEVUE A.C.S. SEKTION SCHWYZ. Der Vorstand hat beschlossen, die diesjährige Generalversammlung auf den 24. Juni anzusetzen. Eine Reihe von Umständen (Wahlen und andere Festlichkeiten;) haben es mit sich gebracht, dass diese Veranstaltung etwas hinausgeschoben werden musste. Der Versammlung voraus wird eine kleinere Regelmässigkeitsfahrt für die Mitglieder organisiert, eine Sternfahrt im Kleinen, die am Versammlungsorte Feusisberg, Hotel Frohe Aussicht, endigt. Die Mitglieder erhalten demnächst detaillierte Programm. Wir bitten diese, den 24. Juni zu reservieren. Der Vorstand. Entgegnung. Wir werden um Veröffentlichung folgenden Briefes gebeten: Eine Publikation im « Sport» Nummer 63 vom 29. Mai 1928, mit dem Titel «Der Basler Rekordtag und das Kilometerrennen >, veranlasst uns zu folgender Feststellung : Es entspricht keineswegs den Tatsachen, dass wir der basellandschaftlichen Regierung, um die Bewilligung zur Durchführung eines Rennens für Automobile und Motorräder zu erhalten, eine höher© Summe angeboten haben, sondern im Gegenteil eine bedeutend geringere, als diejenige, welche letztes Jahr der Motorsport-Club Basel offeriert und auch tatsächlich bezahlt hat Die Gründe, welche die basellandschaftliche Regierung veranlasst haben, uns dieses Jahr dem Motorsport-Club Basel gegenüber den Vorzug zu geben, könen somit keine finanziellen gewesen sein. Im übrigen ist es uns unerklärlich, wie überhaupt der Basler Rekord-Tag und das Kilometerrennen auf den 16. September vorgesehen werden konnte, da doch dieses Datum ausgerechnet mit dem Eidg. Buss- und Bettag, an welchem Tage bekanntlich in der ganzen deutschen Schweiz keinerlei sportliche Veranstaltungen durchgeführt werden dürfen, zusammenfällt. Wir empfehlen deshalb dem Gewährsmann des « Sport», mit der Weitergabe solcher tendenziösen Mitteilungen, die höchstens dazu geeignet sind, derartige sportliche Veranstaltungen zu diskreditieren, in Zukunft etwas vorsichtiger zu sein. Touring-Glub der Schweiz. Automobil-Sektion Basel. AUTOMOBILSEKTION WALDSTÄTTE DES T. C. S. Wir möchten nicht ermangeln, die Mitglieder und allfällige weitere Interessenten darauf aufmerksam zu machen, dass nächsten Freitag, den 15. Juni 1928 der Besuch der Sektion Waldstätte bei den Saurer-Werken in Arbon stattfindet. Die Strecke Luzern—Arbon misst zirka 150 km und erfordert zirka vier Stunden Fahrzeit. Wer gemütlich fahren will, hat im Verlauf des Donnerstag (Fronleichnam) genügend Zeit, in Müsse dorthin zu fahren; Frühaufsteher können auch Freitag morgens von Luzern abreisen. Beginn der Besichtigung morgens punkt 8 Uhr. Da die Anlagen ausgedehnt sind und räumlich ziemlich auseinanderliegen, sind vier Stunden hierfür in Aussicht genommen. Rückkehr nachmittags nach Belieben. Die Fahrt wird selbstverständlich nur ausgeführt, wenn sich genügend Teilnehmer melden. Anmeldungen sind womöglich schriflich bis Mittwoch, den 13. Juni abends einzureichen beim Aktuar. Dr. R. Z. » i m . ! i i i O Nebmt Rücksicht. Die Sektion Luzern des A. C. S. übermittelt nachfolgendes Schreiben, das sie vom Satthalteramt Sursee erhalten hatte. Der Brief stellt einen Rapport des Gemeindepolizisten von Neukirch an das genannte Statthalteramt dar. (Wir geben ihn wortwörtlich wieder.) «Seit einiger Zeit hat hier der Automobilverkehr in unheimlicher Weise zugenommen und wird dabei in solch unvernünftiger Weise durch das Dorf gefahren, dass täglich von an der Strasse wohnenden Bürgern geklagt wird, besonders bei der jetzigen staubigen Strasse. Es gibt wirklich auch viele anständige Fahrer und beklagen sich diese oft selbst über dieses Fahren. So war gestern Sonntag das Dorf zwischen 6 bis 7 Uhr abends in eine solche Staubwolke eingehüllt, dates selbst die Autofahrer nicht mehr die Strasse sahen. Seit Montag haben nun durch das Dorf die Korrektionsarbeiten begonnen und ist die Strasse teilweise nur 2K Meter breit fahrbar und es wure ein vorsichtigeres Fahren auch deswegen angezeigt. Ich wünsche daher den Vorschlag zu machen, Sie Herr Statthalter möchten bei den Redaktionen der «Automobil-Revue > und des « Motorrades » vorstellig werden und sie ersuchen, sie möchten eine diesbezügliche Warnung und Neuenkirch arla «. kontrolliertes Dorf » in die Liste aufnehmen. > Wie ersichtlich, haben wir die Bitte des braven Polizeimannes erfüllt. Sein faires Vorgehen wird von unsern Lesern sicher Anerkennung finden. Andere Gemeinden, die sich letzten Sommer einen Sport daraus machten, aus dem Hinterhalt darauflos zu kontrollieren, mögen sich daran ein Beispiel nehmen. Wir sind nicht diejenigen, die sich einer Bitte um Rücksichtnahme verschliessen. Eine unserer Pflichten ist es gerade, immer, und immer wieder die Rowdies der Strasse, die der grossen Mehrheit der anständigen Fahrer nur schaden, zur Ordnung zu weisen. Ja, wir nehmen auch davon Kenntnis, dass Neukirch unter die «kontrollierten» Dörfer einzutragen sei. Hoffen wir, dass nach der vorgenommenen Korrektion der Strasse die Staubplago endgültig beseitigt sei und dann auch die Abstopperei dahinfalle. Bis dahin ersuchen wir die Fahrer in ihrem eigenen und unser aller Interesse, die Vorschriften genau innezuhalten. xi. Ricken ! Jener Automobilist, der am 31. Mai die Freundlichkeit hatte, einer Dame, der in der Gegend des Ricken ein Unfall zustiess. den Transport nach dem Hotel « Schweizerhof > auf dem Ricken zu ermöglichen, ist gebeten, seine Adresse der « Automobil-Revue » mitzuteilen. Achtung! In Dagmersellen sollen letzten Sonntag, wie uns telephonisch mitgeteilt wird, 70 Wagen verzeigt worden sein. IIP fiutomoöii Fsnrep 5. Gebot: Du sollst die « Automobil-Revue > abonnieren, um mitzuhelfen, ein starkes, weitverbreitetes Organ au schaffen, das Eindruck bei Behörden und Publikum macht, weil hinter Wim üben 20000 Automobilisten stehen. Bezugspreis nur Fr. 5.— im halben. Jahr bei! zweimaligem wöchentlichem Erscheinen. In das Abonnement kann jederzeit eingetreten werden. 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