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E_1928_Zeitung_Nr.046

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•--•---.-.•= ' - - - • * • 18 AUTOMOßlL-REVUÜ 1928 — N°4Ö Im Auto durch Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlioh in O, R.Wagners Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. Kanton St. Gallen Von den Automobilisten bevorzugtes Haus. Autoboxen. • Bes.: Gebr. Sprenger. Kurhaus und Badtaotel .Tamina* An das Dorfthermalbad direkt angeschlossen' Erstklassig geführtes Restaurant, - Telephon 17 1. tf. tAPCRTE Erstes Haus am Platze. Thermalbäder im Hause Vornehmstes Familienhotel Ia. Ranges in schönster Lage Im Kurpark. fluto«Üarago. Eig. Thermalbäder im Hotel Garage. - Tel. 29 J. HleSlDeiW, Dir., Mitgl. d. JL G.8. selbst. Tel. 23. L. Lcef f ler, Direktor. Gtolf - *X*ex3LXxis» ÜCyrfiaus jakpbsbad Linie Appenzell-Urnäscfci-St, Gallen Neu renoviertes Restaurant. Altbekannt Gut soigniorte Küohe und Keller. Spezialität: Bach forollen. Gartenwirtschaft. Autpgarage« Tel. 8, Gonten. Bes. JOH. ELSER-DÖKIG; SPEZIALITÄT: 1. Kl., dipl. 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Kommt man von Kandern, so sind die drei Punkte bei der Wegtrennung Lipple-Aegerten heute freilich verschwunden, und man kann über die Sanatorien Luisenheim und Friedrichsheim hinausfahren. Aber auf der Aegerten wird einem Halt geboten, und von Badenweiler her ist die Auffahrt gleichfalls gesperrt. Auch dieser Zustand wird nicht andauern können. Als ich vor ein paar Tagen trotz dem Verbot zum Blauen-Hotel hinauffuhr, erfuhr ich vom Wirt Näheres über die unhaltbaren Verhältnisse. Der Wirt darf in seinem Automobil Gäste von Badenweiler abholen — für alle andern ist die Strecke gesperrt. Es gab allerdings einmal einen Sterblichen, der die Fahrbefugnis hatte; aber es war vor dem Krieg, als der bekannte Basler Automobilindustricllc, Herr Schlotterbeck, seine Familie im Blauenhaus einlogiert hatte und auf eine Eingabe an die Behörden hin Permiss erhielt. Dabei ist der Blauen in automobilistischer Hinsicht ein Juwel, auf 1065 m gipfelnd und bloss 40 km von Basel entfernt. In der heutigen Zeit ist das Blauengasthaus vereinsamt» während es zu einem erstklassigen Ausflugsort werden könnte. Gegen die Oeffnung der Strasse sträuben sich noch ein paar Gemeinden, die am Berge Waldbesitz haben. Eine der Gemeinden macht sogar weiter Opposition, trotzdem sie bei der Oeffnung der Strasse durch den Staat entlastet würde und weniger an die Kosten beizutragen hatte! Im Vertrauen sei übrigens beigefügt, dass man am Sonntag die Blauenfahrt riskieren kann, ohne in Busse genommen zu werden, während man an Wochentagen wohl von den Besitzern der Holzfuhrwerke aufgehalten würde. : Ein weiterer Uebelstand, der zwar bloss den Scliwarzwald/'ß/if/ betrifft, ist der unzulängliche Zustand der internationalen Strasse BaselnFreiburg auf der Strecke Efringen- Kalte Herberge. Wie dieses Winkelsträsschen seinen Funktionen genügen soll, ist jedem ein Rätsel, der schon einmal nach Freiburg fuhr. Da der Umweg über Kandern einen höchst zweifelhaften Ersatz bildet und die Eröffnung , der « Hafraba» zwischen ScMiengen und Basel im weitem Felde liegt, gäbe es nur eine praktische, weil mit wenigen Kosten verbundene Lösung. Das ist die Ausbesserung der direkten alten Poststrasse Kalte Herberg-Eimeldingen, die vor der Eisenbahnzeit derart belebt war, dass in der Kalten Herberge stets zweihundert Relaisund Vorspannpferde standen und ein Brief aus dem Unterland nach Lörrach adressiert wurde «bei Kaltenherberg». Der Unterbau ist vorhanden, die ganze, landschaftlich übrigens reizende Strecke ohne ein einziges Dorf, und die Steigungsverhältnisse bieten dem modernen Wagen nicht die mindesten Schwierigkeiten. Nach meiner Meinung würde es sich unbedingt lohnen, wenn der A. C. S. mit dem Freiburger Automobil-Club in Verbindung träte, um bei den Behörden auf diese Lösungsmöglichkeit hinzuweisen. Die «Hafraba» hat mit dieser Möglichkeit überhaupt nicht gerechnet, weil sie ein Steigungsmaximum von drei Prozent ansetzt — nach meiner Ansicht ein Fehler, auf den ich in der «A.-R.» schon früher hingewiesen habe. Frühlings-Fahrten. Noch sind die hohen Alpenpässe nicht go öffnet, die im Sommer eine so grosse Anziehungskraft auf die Automobilisen ausüben. Da entschliesse man sich einmal zu einer sicher genussbringenden Fahrt durch die Nordost-Schweiz. Schon ein ganz kurzer Ueberblick über die obige Karten-Skizze vermittelt Anhaltspunkte, wie man eine solche Fahrt zusammenstellen kann. Nehmen wir irgend einen Ort der Route als Ausgangspunkt; z. B. Zürich. Zuerst führt uns die Strasse hinauf auf den Zürichberg, mit prachtvollem Rückblick auf die Stadt, den See, das Limmattal und die Alpen, durchs liebliche Qlatt-Tal ereicht man dasjenige der Töss und damit Winterthur. Direkt nordwärts führt dann die Strasse, bei Andelfingen quert man die Thur und strebt weiter dem Rhein zu, an dessen Ufern Schaffhausen, vom Munot überragt, ein beliebtes Ausflugsziel ist. Man vergesse auch nicht dem Rheinfall einen Besuch abzustatten, denn unauslöschlich bleibt der Eindruck der gewaltig zur Tiefe donnernden Wogen des Rheins. Etwas vom Schönsten ist die Fahrt rheinaufwärts, vorbei an Diessenhofen und hinein nach dem altertümlichen Stein am Rhein, dessen Gassen fast vergessen lassen, dass man im 20. Jahrhundert und nicht im Mittelalter lebt. Ueber Eschenz-Mammern hat man den Untersee erreicht, fährt vorbei an Olarisegg und durch Steckborn, dessen Häuser sich in den klaren Wellen des Rheins wiederspiegeln. In bunter Reihe folgen sich nun all die Dörfer und Städtchen am Bodensee, wie Ermatingen, Kreuzungen, Münsterlingen, Romanshorn, Rorschach und immer geniesst man die Aussicht über den See, bis hinüber und weit hinein ins schwäbische Land. Bei Rorschach verlässt die Strasse den See und zieht sich über die Goldach zur alten Klosterstadt St. Gallen. Von hier nun fahre man hinein und hinauf ins liebliche Appenzeller Ländchen über Teufen-Gais nach der innerrhodischen Hauptstadt Appenzell. Ein Abstecher ins Weissbad lohnt sich, bevor man über Urnäsch hinüber nach Wattwil im 1 Toggenburg wechselt. An freundlichen Dörfern vorbei fährt die Strasse durchs Tal hinauf bis Wildhaus mit dem Geburtshaus Zwingiis und dann hinunter ins St. Gallische Rheintal,nach Grabsiiuul. Buchs und weiter Sargans, von stolzer Burg überragt und dann nach dem berühmten Badeort Ragaz. Doch nicht ins Bündnerlan'd, sondern wieder zurück westlich führt uns diesmal der Weg. Ueber Mels-Flums erreicht man Wallenstadt, die hübsch gelegene Garnison und fährt dann dem Ufer des tief zwischen die Felsen eingebetteten Walensee entlang bis Mühlehorn, steigt dann mit der Strasse hinauf auf den Kerenzerberg und kommt hinüber ins Glarner Land nach Mollis und Näfels, vorbei am Schlachten-Denkmal und; nach dem hübsch gelegenen Weesen, dem beliebten Aufenthaltsort für Frühling und Herbst. Durch die weite Ebene ist man in kürzester Frist an den Gestaden des Zürichsees, aber statt nun direkt Zürich zu erreichen, wage man noch den Abstecher in die Zentral-Schweiz. Schon die Fahrt hinauf nach RotentKurm und über den Sattel ist sehr lohnend. Ganz in den Obstbäumen drin liegt Schwyz mit seinen prächtigen Patrizier-Häusern. In' Brunnen sind wir mitten drin im berühmten Fremdengebiet der Zentralschweiz. Ueber den tiefblauen See grüssen die Ur- MODEENE RAUHE - IDEALE AUTO-HALTE STELLE Telephon 36 O. Kürsteiner. 963 m ü. M. App. A. Eh. 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ner und Unterwaldner Alpen und hell winken die grossen Hotelbauten von Seelisberg herüber. Wir aber fahren immer direkt dem See entlang, am Nordfuss des Rigi nach Gersau, das lange Jahrhunderte eine selbständige Republik bildete, heute zum Kanton Schwyz gehört und infolge seiner ausserordentlich geschützten Lage eine ganz südlich anmutende Vegetation besitzt. Man passiert Vitznau, die Talstation der Rigibahn, Weggis mit seinem Strandbad und erreicht Küssnacht, von wo sich noch ein Be such der Hohlen Gasse lohnt. Doch es lockt die Stadt und über Meggen vorbei an prächtigen Landsitzen und Parks erreicht man Luzern, das Fremdenzentrum der Zentralschweiz, mit seinen unvergleichlichen Anlagen am See und dem immer aufs neue bezaubernden Blick auf die Alpen. Für die Weiterfahrt wähle man das Seetal und fahre über Hochdorf nach Villmergen, dann durch das alte Städtchen Bremgarten und man kommt wieder hinüber ins Limmattal und strebt auf ausgezeichneter Strasse dem Ausgangspunkt der Tour, Zürich zu. Lr. Künstlerhonorare. ueber die Riesenhonorare einzelner bevorzugter Vertreter der freien Künste, aber auch über die Finanzsorgen weniger begünstigter Künstler, weiss das Wiener Journal folgendes zu berichten: Vor Einführung des gesetzlichen Schutzes geistigen Eigentums, der in den meisten Staaten erst um die Mitte des vorhergehenden Jahrhunderts erfolgte, war es nur natürlich, •dass die meisten Dichter und Komponisten eigentlich bloss «auf gut Glück» Einnahmen aus ihren literarischen oder musikalischen Werken erwarten konnten. Darum gingen ja auch so berühmte Männer wie Kleist, Grabbe und Mozart in bitterster Not unter. Auch Schiller hatte nur gerade das Nötigste zum Leben, während seine Erben aus seinen Werken bei Cotta noch etwa 250.000 Gulden Tantiemen bezogen. Lessing wieder musste bisweilen seinen Verleger Voss um Vorschüsse bitten, ohne sie jedoch ganz ausbezahlt zu bekommen. Aus seinen Werken schlug er so wenig Kapital, dass ihn der Herzog von Braunschweig, als er starb, auf Staatskosten beerdigen Hess. Nur Goethe, dem man nachsagte, dass er auch Verlegern gegenüber seinen Wert richtig einzuschätzen verstand, brachte es bei Cotta allein auf eine Tantiemenauszahlung von 233.969 fl., für seine gesammelten- -Werke «vollständige Ausgabe letzter Hand» Hess er sich mehr als 20.000 Thaler fix bezahlen. In unseren Tagen verdienen am meisten die englischen und amerikanischen Autoren. Das Vermögen, das sich Bernard Shaw aus seiner literarischen Tätigkeit erwarb, wurde erst kürzlich von der englischen Steuerbehörde (ohne Hinzurechnung des Nobelpreises) auf 600.000 Pfund geschätzt, sein Jahreseinkommen dürfte, da er der meistgespielte Dramatiker der Erde ist, 20.000 Pfund betragen. Ebensoviel an järlichen Einnahmen schreibt man dem fleissigen H. G. Wells zu, doch gehören diese Einkünste noch keineswegs zu den Rekorden. Die meistverdienenden Autoren der Welt sind unstreitig Sir Hall Caine, der pro Jahr 120.000 Pfund bezieht und Sir James Barrie, der jährlich 44.000 Pfund einnehmen soll. Von dem kürzlich verstorbenen amerikanischen Romancier Oliver Curwood heisst es, dass er ein Jahreseinkommen von ungefähr 20.000 Dollar bezog. Das Vermögen Gerhart Hauptmanns schätzt man mit 7 Millionen Mark nicht zu hoch ein, Sudermann dürfte, zumal da er jetzt wieder viele Freunde gewinnt und namentlich dadurch, dass er für die Verilmung seines «Katzensteg» 30.000 Mark erhielt und sich die «Frau Sorge» mit 40.000 Mark abkaufen Hess, sich in gleicher finanzieller Höhe halten. In Frankreich, wo man im allgemeinen nur schlechte Auskünfte über die Einnahmen der Dichter und Musiker bekommt, gehören trotzdem noch zwei Autoren zu den «Schwerverdienern». Dies sind Paul Geraldy, dessen Drama «Robert und Marianne», das im Januar 1926 erstmalig in der Comedie Francaise in Szene ging, sich als der grösste Kassenerfolg seit 20 Jahren erwies, und der stets entzückende Sacha Guitry, dessen kleines Theater Edouard VII, eine wahre Goldgrube darstellt. Aus Russland kommen ganz genaue Nachrichten, die fallweise in der Moskauer «Prawda» veröffentlicht werden. Deren statistischen Angaben zufolge gibt es 1312 russische Autoren, von denen allerdings 1061 nicht mehr als je 200 Rubel Einnahmen pro Jahr ausweisen können, bezeichnend für die Lebensverhältnisse der geistig Schaffenden im Reiche des Bolschewismus. 147 Autoren hatten einen Verdienst von 600 Rubel, 57 Autoren wiesen 1200 Rubel Honorar aus und 28 erreichten sogar eine Tantiemenhöhe von 4800 Rubel. Die wenigen, die noch darüber hinaus Geld aus ihren literarischen Produkten gewannen, gelten geradezu als Krösusse. Zu diesen zählt man den populären Dramatiker Romanschow, der 7600 Rubel Tantiemen ver-. diente. Alexei Tolstoi, der Sohn des Grafen Leo Tolstoi, und Tschegolev, die mitsammen ein Schlagerdrama «Die Verschwörung der Zarin » verfasst hatten, verdienten an diesem in einem Jahr 33,000 Rubel. Andere Bühnenautoren können nur 2000 bis 2500 Rubel buchen; ein gewiser Wolkenstein erhielt gar nur 100 Rubel. Autoren, die für die Arbeiterklubs Szenen verfassten, verdienten damit ungefähr 20 Rubel pro Jahr. Der einzige russische Komponist, dessen Namen in letzter Zeit nach dem Westen drang, Ipolitow Iwanow, wies eine Jahreseinnahme von 400 Rubeln auf. Unter den europäischen Komponisten steht selbstverständlich Richard Strauss an führender Stelle. Sein Vermögen wird mit fünf Millionen Schilling beziffert. Ernst Krenek, der vielumstrittene Autor von « Jonny spielt auf», bezieht angeblich 700 Dollar für jede Aufführung dieser Oper in Amerika — und dort beherrscht dieses Werk bekanntlich schon über ein Jahr ständig das Programm. Eugen d'Albert verdiente an seinen zwei erfolgreichsten Opern «Tiefland » und « Die toten Augen » bereits- eine Million Mark. Die Höchsteinnahmeziffer für ein Prosawerk dürfte der bekannte englische Dramatiker Hutchinson auszuweisen haben, dem allein sein Stück «Wenn der Winter seinen Einzug hält» 100,000 Pfund Tantiemen eintrug. Meyer-Förster bezog aus der Rührstimmung seines «Alt-Heidelberg» bereits über vier Millionen Mark. Franz Lehar heimste aus der « Lustigen Witwe » zirka 20 Millionen Schilling ein. Dagegen bedenke man, dass Shakespeare und Ben Jonson höchstens 20 Pfund Honorar für eines ihrer Dramen erhielten. Goethe wurden von den Kassen des unter Ifflands Direktion stehenden Berliner Nationaltheaters für seine «Natürliche Tochter » 126 Taler 16 Groschen ausgezahlt,, für die Bearbeitung des « Mahommed » von Voltaire erhielt er 97 Taler 12 Groschen, für die Bearbeitung von Shakespeares « Romeo und Julia» 600 Taler. Für seine eigenen Werke « Egmont », « Iphigenie » und « Tasso » aber erhielt er — nichts, « weil diese Werke schon lange vorher im Druck erschienen waren ». Unter den Sängern dürfte Schaljapin die höchsten Einnahmen erzielen, da er pro Auftreten 26,000 Mark verlangt. Battistini, Titta Russo und Michael Bohnen schliessen nicht unter 2000 Dollar pro Abend ab. In früherer Zeit erhielt das grösste Honorar der berühmte italienische Sopranist Caffarelli (1703 bis 1783), dem man für ein Auftreten 700 Dukaten ausbezahlte. Dadurch verdiente er so viel, dass er sich ein ganzes Herzogtum (Santo Dorato) kaufen konnte und von da an auch den Titel eines « Duce » führte. Später erhielt der Tenorist Rubini in Petersburg von Zar Nikolaus für einen einzigen Konzertabend 50,000 Rubel. In Schauspielerkreisen gilt Pallenberg als Meistverdiener (25,000 Mark pro Auftreten); ihm folgt Mme Bergner (1200 Mark), dann schliessen Moissi und Bassermann an, die je 1000 Mark für ein Auftreten verlangen. Der Hudson-Tunnel. Vor wenigen Wochen wurde der nach dem Erbauer benannte Holland-Tunnel, die sog. «Landstrasse unter dem Hudson» dem Verkehr übergeben und bereits sechs Wochen später hatten, wie ein Korrespondent der «Frankfurter Zeitung» berichtet, genau eine Million Automobile aller Art die New-York mit New-Jersey verbindenden Zwillingsröhren in östlicher und westlicher Richtung durchfahren. Damit war der Beweis geliefert, wie dringend notwendig eine raschere und sicherere Fuhr Werksverbindung zwischen den beiden Hudsonufern geworden war, wenn auch ein erheblicher Teil des Andranges möglicherweise aus Automobilisten bestand, welchen es lediglich um die Besichtigung dieses neuesten und grössten Wunderwerkes moderner Technik zu tun war. Da es keine Brücke zwischen New-York und New-Jersey gibt, war man sich seit vielen Jahren in steigendem Masse der Notwendigkeit eines permanenten störungslosen Verkehrsweges bewusst zwischen der Insel Manhattan und dem grossen Gebiet entlang des Westufers des Hudson, das als Haupt-Reservoir der Versorgung der Sechs- Millionen-Stadt mit Lebensmitteln und Werkstoffen gelten muss. Hier münden eine Anzahl der grossen transkontinentalen Bahnen, legen Schiffe aus allen Ländern der Erde an. Hier ist der Stapelplatz der für New-York und sein Nachbargebiet bestimmten Industrie- und Landwirtschaftsprodukte und von hier aus streben die Eigenerzeugnisse der auf vielen Betätigungsgebieten grössten Industriestadt nach allen Richtungen auseinander. Dem Personenverkehr hatte man seit Jahren Unterwasserwege erschlossen, der ungeheure Güterverkehr aber war noch immer auf die 14, New-Jersey verbindenden Fähren angewiesen und deren Fährlichkeiten ausgesetzt. Erst 1906 begannen sich die Nachbarstaaten von Amtswegen ernstlich AUTOMOBIL-REVUE i Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R.Wagners Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. Leisen tip Angenehmes Absteigequartier für Automobilisten. - Zimmer mit fliessendem warmem und kaltem Wasser. AUTO-GARAGE Benzin- und Oel-Station Telephon Nr. 8. Hans Cottier, Mitgl. d. T.C.S. Altbekannter Landgasthol mit vorzüglicher Küche u. Keller. Stets lebende Forellen, Schinken u. Hähneli. Rutogarage. Tel, Nr, 9. H. Stettler-Oberli. Gasshof z. LÖWEN An d. Route Thun-Konolf ingen, flltbek, Landgasthof.Yorz. gef.Küche u.Keller. Qrosser prächtiger Garten. SpezJ Stets leb. Forellen. Äuto-Garage. Benzin- u. Oel-Stat. Tel. 1 L. Schaf fer-Flückiger. Gutgeführtes Landgasthaus an der StrasseThun-Langnau,Erstklassige Küche und Keller. Spezialitäten: Forellen, Hähneli, Bernerplatten. Telephon Nr. 4. Bes.: G. 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