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E_1928_Zeitung_Nr.049

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8 AÜIOMÜbiL-KfcVüli JLtf&d — «ÄMISTR.I4 DER NEUE Einfache Anwendung! Grössfe Präzision gewährleiste*! Verlangen Sie Prospekt über das Hutfo- System vom Generalvertreter für die Schweiz ZÜRICH TELHOTt70.96/90 STANDARD SIX Modell 1928, 10/45 PS Er ist das Produkt der Beachtung aller neuzeitlichen Konstruktions-Ergebnisse und praktischen Erfahrungen. Der Wagen, der dem verwöhntesten internationalen Geschmack Rechnung trägt, der alle Nachteile bisheriger Marken vermeidet und alle Vorteile und letzten Errungenschaften im Automobilbau in sich schliesst. Die Arbeit genauester und höchstentwickelter Konstruktion hat ihn gezeitigt, die großzügige, von Grund auf durchgeführte Umstellung, bei höchster Präzision, ausnahmslose Verwendung vorzüglichen Materials ermöglicht. i Juristischer Sprechsaal Anfrage 635. Irrtum. Letztes Jahr kaufte ich mir einen neuen 6 Gyl.-Wagen, Mod. 1928. So stand es wenigstens auf dem Kaufvertrag. Als nun das neueste Modell 1928 herauskam, frug ich die Generalvertretung unter Angabe der Chassis- und Motornummer meines Wagens an, ob dies wirklich ein Mod. 1928 sei. Man erteilte mir die Antwort, dass mein Wagen Mod. 1927 sei. Ich möchte nun anfragen, was ich tun muss, da eine Unterredung mit dem Verkäufer ein negatives Resultat hatte. A. L. Antwort: Ein Irrtum beim Vertragsschluss ist dann ein wesentlicher, wenn derselbe einen bestimmten Sachverhalt betrifft, der vom Irrenden auf Treu und Glauben im Geschäftsverkehr als eine notwendige Grundlage des Vertrages betrachtet wird. Ein Iirtum über die Qualität der Sache kann zu den wesentlichen Irrtümern gehören. Sie haben nach dem Wortlaut des Kaufvertrages einen Wagen Modell 1928 erhalten. Es ist aus Ihrer Anfrage nicht ersichtlich, ob Sie damals tatsächlich ein Modell 1928 vom Verkäufer verlangten. Handelt es sich bloss um einen Verschrieb des Verkäufers, der Ihnen eigentlich ein Modell 1927 überlassen wollte, so können Sie keine Wandelung des Kaufes verlangen. Haben sie aber in der Tat ausdrücklich ein Modell 1928 gewünscht, und sind Sie imstande, das zu beweisen, so steht Ihnen das Recht zu, vom Verkäufer gerichtlich die Wandelung des Vertrages zu fordern. = Anfrage 636. Falsches Befahren einer Einbahnstrasse. Ich fuhr letzthin nach B. In der Stadt benützte ich die durch Fanions angedeutete Strecke. Es war ein furchtbar dichter Verkehr. Nach 14 Tagen erhielt ich Besuch von einem Detektiv, der ein rot, blau und schwarz beschriebenes Protokoll entfaltete und mir andeutete, ich sei in B. an genanntem Sonntag eine Einbahnstrasse falsch gefahren und habe trotz Zurufen des Polizisten nicht angehalten. Auf mein Befragen hin, sagte mir meine Tochter, die damals mitfuhr, das sei sicher jener Polizist, der im Gespräch mit Jemandem mein Signal überhört und erst nach Parsseren meines Autos hinten gewunken habe, was ich natürlich nicht sehen konnte; ich bin übrigens ganz fremd in B. Wenn es eine Verbottafel gibt an jener Strasse, so war sie jedenfalls durch die vielen Fanions unauffällig geworden. Ich war noch nie gebüsst worden, aber auf diese Art kann es natürlich passieren. Kann ich etwas dagegen tun? Bei meiner Personalaufnahme kam ich mir wie in Schwerverbrecher vor. loh ciusste als 48jähriger Mann angeben, wann mein Vater geboren wurde, wann meine Mutter, wie mein Varter hiess und wie meiner Mutter Mädchenname war. Das ist sinnlos. Es dünkt mich überhaupt, dass der Automobilist ein Freiwild ist, dem jedermann einen Fusstritt geben kann. Was halten Sie von diesem Fall? E. M. in Z. Antwort: Gegen die Aussagen des Polizisten lässt sich nichts machen,' da Sie nicht über die notwendigen Gegenzeugen verfugen. Die Busse für Befahren der Einbahnstrasse in falscher Richtung> kann daher nicht vermieden werden. Wir teilen Ihre Auffassung, dass die beschriebene Art der Personalaufnahme nicht nur von einer Schwerfälligkeit jener polizeilichen Organisation zeugt, sondern direkt den Eindruck erweckt, der Automobilist, der sich durch ein geringfügiges Versehen gegen eine Verkehrsregel einer ihm fremden Stadt vergeht, nehme in den Augen der Hermandecd die Rolle eines Schwerverbrechers ein. Dieser Fall beweist wieder einmal mehr, wie notwendig eine zielbewusste Vertretung der Interessen des Automobilismus in den Behörden und in der Presse am Platze ist. = Anfrage 637. Rauchen beim Benzinabfüllen. Bei der Benzinsäule einer Drogerie Hess ich in der letzten Zeit zweimal mein Benzinreservoir füllen und bemerkte, dass der Ladeninhaber bei dieser Qperation Zigaretten rauchte. Das erstemal bediente mich der betr. Inhaber selbst, das zweitemal hielt er sich nahe beim Wagen auf, immer rauchend. Auf meine Bemerkung, durch dieses Verhalten könne der Wagen, die Insassen oder sich in der Nähe befindliche Personen in Gefahr gebracht werden, musste ich mir Grobheiten gefallen lassen. Ich frage Sie nun zu meiner eigenen Orientierung höflich an, ob meine Bemerkungen unangebracht waren. So viel mir bekannt ist, wird in Garagen das Rauchen polizeilich verboten, ob ein solches Verbot während der obgenannten Operation auch besteht, weiss ich nicht. A. W. in Z. Antwort: Nach allgemeinen feuerpolizeilichen Vorschriften wird jedermann zur Pflicht gemacht, mit Feuerzeug, Feuer und Licht sorgfältig umzugehen. Darunter ist auch das Rauchen bei der Arbeit mit oder in der Nähe feuergefährlicher Stoffe, wie Benzin usw., verstanden. Sie finden darüber in den kantonalen feuerpolizeilichen Vorschriften genaue Bestimmungen. Mit Ihren Aeusserungen gegenüber dem Drogisten sind Sie aus feuerpolizeilichen Gründen im Recht. Das Rauchen bei Arbeiten in der Garage *# und beim Abfüllen von Benzin ist eine Unsitte. Der Rauchende bringt nicht nur sich selber, sondern auch seine Mitmenschen in hohe Gefahr. Wir empfehlen Ihnen, den Betreffenden auf die entsprechenden Vorschriften aufmerksam zu machen und, wenn das nichts nützt,.ihm anzudeuten, dass Sie im Interesse Ihrer Sicherheit allenfalls eine polizeiliche Anzeige zu Hilfe nehmen müssten. Andere Massnahmen stehen Ihnen natürlich auch zur Verfügung, die Ihnen vielleicht noch rascher Gehör verschaffen können. = SPRECH- Frage 6780. Zeichengebung bei Nacht. Aus alter Fahrer bin ich mich gewohnt, alle Richtungszeichen mit der Hand zu geben. Diese Methode hat aber im Vergleich zu den famosen Richtungszeigern einen bedeutenden Nachteil. Die Handzeichen sind bei Nacht für den Verkehrspolizisten' wie auch für die andern Strassenbenützer, die sich nach meinen Zeichen richten wollen, nur undeutlich oder meistens zu spät sichtbar. Nach meiner allerdings unmassgeblichen Auffassung wäre es doch sicher möglich, an der Karosserie eine Beleuchtungsvorrichtung anzubringen, die beim Zeichengeben die Hand beleuchten würde und gleichzeitig mit dem Arm betätigt werden könnte. Wenn mit der gleichen Armbewegung, die die Beleuchtung auslöst, auch noch das Signalhorn betätigt würde, so hätte nicht nur ich selber meine Freude daran, sondern vor allem auch der Verkehrspolizist. Können Sie mir über eine solche Vorrichtung Auskunft geben? Existiert bereits eine solche auf dem Markte? Gh. v. B. in B. Antwort: Eine Vorrichtung zur Beleuchtung der Hand bei der Zeichengebung, wie Sie sie sieb, vorgestellt haben, existiert bereits auf dem Markte und besteht aus zwei elektrischen Lampen. Die eine davon wird vorn am Rahmen der Windschutzscheibe, die andere ungefähr in der Höhe der Hand an einer geeigneten Stelle der Karosserie befestigt. Parallel mit der Oherfcacafce der Karosserie verlaufend, findet sich eine Komtaktplatte von ca. 11 om Länge. Beim Signalgeben legt man ganz einfach den Unterarm auf die Kontaktplatte und bringt dadurch die Lampen zum Aufleuchten und das Signalhorn zum Ertönen. Am hintern Ende der Platte findet sich ein Kontaktknopf vor zum Feststellen der Kontaktplatte. Die Lampen .können dank dieser Einrichtung auch beim Parkieren gute Dienste leisten. chlt. Frage 6781. Knallen im Auspuff. Ich besitze einen Sportwagem, an dem ich in letzter Zeit im Auspuff ein starkes Knallen höre. Das Knallen zeigt sich erst danw, wenn der Motor warm wird und ich. plötzlich das Gas wegnehme. Es zeigt sich auch beim. lAJbwärtsfaibire'n. Ich liess bereits neue Kolben einbauen, aber die Umänderung half dem Uebel nicht aib. Der Motor muss im Leerlauf hohe Touremzaihlen machen, damit sich die KnaHerei nicht stärker besmer3dbar macht. Können Sie mir Angaben machen, wo der Fehler liegen könnte? H. L. in M. Antwort: Das Knallen in Ihrem Auispufftopf e kann vom Benziamaaigel bei niedriger Tourenzahl herrühren. Ist der Motor waxnn, so knallt er mehr, da die Ladung Ibei wammer Luft geringer ist als bei kalter Luft. Der Breamstoffimangel ißt dana gerade so gross, d>a©s die Differenz ausreicht, um die ZündfäJhigkeit des Gemdsohes zu verringern oder gar zu verhindern. Bei voller LeAstamg ist die Ladung sowieso stark genug, der Unterschied macht sich daher nicht gemiigeaiid bemerkbar. Der Motor hat entweder zu viel Luft oder zu wenig Brennstoff. Reinigen Sie vorerst die Leerlaufdiise und das Benzinsieb vor dem Vergaser. Prüfen Sie dann, ob di© Dichtungen zwischen Vergaser und Motor keine Luft einlassen. Ist alle® in Ordnung, eo kommt vermutlich die überflüssige Neibenluft nur durch die Ventile herein. Es bestehen dabei zwei Möglichkeiten: Entweder scbüiesst das Auslass-ventil nicht vollständig dicht und muss nachgeschliffen werden, oder die Vetatilführun.gen sind ausgearbeitet und müssen durch neue ersetzt werden. wlt. Central-Chassis-Schmierunq, Hydraulische Vierradbremsen, von verblüffender Wirkung, Oelfilter Luftfilier, Thermostat etc. etc. alle mit Vierradbremsen JEDE GARANTIE AM ERIK, mit 12-14 Hp AMILCAR sind ausgez. gekühlt FAHRUNTERRICHT gratis Couianter SERVICE Wir beginnen mit der Verkaufs-Organisation beztrks- und kantonsweise und suohen tüohtfge, kapitalkräftige Alleinvertreterauf allen Plätzen der Schweiz. Man wende sloh direkt an ADLERAUTOMOBILE A.G., Zürich Telephon Sei. 97.46 Hainerstrasse Nr. 24 EAYON.VEKTEETER» BERN» Albert Peyor, ßobjmzenstftiSae 4. HBRZOQENBUOHSEEs Prltz Hastdi». DU BENDORF sE.Sotiaffroth. HEDINQEIM: P.QlättU. HERISAU: O. Erny, Garage. 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