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E_1928_Zeitung_Nr.050

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Grund, wenn heute zur

Grund, wenn heute zur Gründung eines Verbandes der Angehörigen dieser Truppe aufboten wird. Die Artilleristen, die Kavalleristen, die Sapeure, die Pioniere, die Funker, die Sanitätler haben ihre zweckentsprechenden Verbände, warum sollten sich nicht auch die Militärmotorfahrer zusammenschliessen? Als Mitglieder könnten Offiziere, Unteroffiziere und Motorfahrer aufgenommen werden. Der Zweck dieses Verbandes wäre die Ergänzung und Wetterführung der militärischen Ausbildung, die Förderung der technischen Ausbildung und des Autohilfsdienstes, die Organisation von Kursen über Autotechnik und über Verkehrswesen und die Durchfuhrung eigentlicher Fahrkurse. Ebenso könnte die Durchführung von Wettbewerben in Form eigentlicher Gebrauchs- und Wirtschaftlichkeitsprüfungen ins Auge gefasst werden. Je nach Entwicklung des Verbandes könnte früher oder später damit eine Stellenvermittlung und eine Auskunftsstelle verbunden werden. Dass im Verband gute Kameradschaft gepflegt würde, ist selbstredend. Wir hoffen, dass unsere Anregung auf fruchtbaren Boden fallen werde. Der Zeitpunkt eines Zusammenschlusses der militärischen Motorfahrer ist gekommen. Die Angehörigen der Motorwagentruppe werden aufgefordert, sich beim Initianten der Idee, Herrn Othmar Binzegger, eingeteilt Motorwagenkolonne 4/5, in Zürich, Schaffhauserstrasse 143, oder bei Oberleutnant Labhart, Redaktion der «Automobil-Revue» zu melden. Die Anmeldungen sollten derart einlaufen, dass innerhalb kürzester Frist eine Gründungsversammlung an einem zentralgelegenen Ort der Schweiz einberufen werden könnte. Oeffentliche Anfrage an den Erziehungsrat des Kantons Schaffhausen. Die Gesellschaftswagenbesitzer des Kantons Schaff hausen richten an den Erziehungsrat des Kantons Schaffhausen folgende berechtigte Anfrage: Unterzeichnete Gesellschaftswagen-Besitzer, unter Bezugnahme auf die am 26. Mai a. c. getroffene Verfügung betreffend Verbot der Schulreisen mit dem Automobil, ausgenommen Postautomobile, ersuchen den Erziehungsrat des Kantons Schaffhausen um den Nachweis, ob unsere Wagen, sowie die Chauffeure nicht dieselbe Sicherheit bieten* wie die privilegierten Postautos und deren Führer. Wir sind jährlich tausende von Kilometern gefahren, ohne bis heute den geringsten Unfall verursacht zu haben. Zudem bezahlen wir jährlich tausende von Franken für Automobilsteuern, Benzinzoll und sonstige Abgaben, wobei zu bemerken ist, dass die Postautos. keinerlei solcher Betriebskosten zu leisten haben. Deshalb erachten wir Ihren Erlass als grosse Schädigung und Misskreditierung unseres Gewerbes. Die Frage dürfte erlaubt sein: Ist der Erziehungsrat des Kantons Schaffhausen wirklich ermächtigt, eine solche Verfügung zu treffen, und sind die steuerzahlenden Eltern der Schulkinder mit dieser Verfügung einverstanden? Wir betrachten dieselbe als reinen Konkurrenzneid der S. B. B., Schiffahrtsgesellschaften und Postautos, und sollte die Verfügung nicht zurückgezogen werden, so würden wir zu weiteren Massnahmen geradezu gezwungen. Im Interesse der Allgemeinheit und des Autogewerbes bitten wir um öffentliche Beantwortung der obigen Fragen. komme morgen oder übermorgen zurück. Jetzt hole ich nur meine Tasche und fahre ab.» Er trabt© um die Ecke des Hauses, wo das rote Anto stand; als er es erblickte, entrang sich ihm ein Ausruf. Die Reisetasche lag wohl noch auf dem Sitz, aber von dem Handkofer, der hinten aufgeschnallt gewesen war, war keine Spur mehr zu sehen. Nähere Untersuchung zeigte, dass der Riemen dem schweren Gewicht nicht standgehalten hatte und gerissen war; somit war die .Hälfte von Mikes Gepäck entschwunden. «Verflucht!» kam es Mike vom Herzen. Von weitem drang eine klagende Stimme an sein Ohr: «Bitte, eilen Sie!» Mike packte seine Reisetasche und wandte sich, im Gehen rasch überlegend. Da er unmöglich wissen konnte, in welchem Punkt der Fahrt von London sein Handkoffer die Bande gesprengt und ihn verlassen hatte, wäre es offenbar der grösste Blödsinn gewesen, diese herrliche Gelegenheit, Miss Kents Bekanntschaft zu machen, zu versäumen, nur um seinem Eigentum nachzuforschen. Ausserdem war anzunehmen, dass der Nichts Erfreuliches ist aus Lausanne in die weite Oeffentlichkeit gedrungen. Die staatsrechtliche Abteilung des Bundesgerichtes behandelte in ihrer Sitzung vom 8. Juni die Rekurse, welche von einer Reihe von Automobilverbänden gegen das bernische Dekret vom 27. November 1927 eingereicht worden sind, Sie hat dabei im Wesentlichen folgendes entschieden: 1. Vollständig abgewiesen wurden die Rekurse, soweit sie sich gegen das Verbot des Fahrens von Lastwagen zu gewissen Nachtzeiten, das Verbot betreffend die Benützung von Eisenreifen und die Einführung von bestimmten Ruhezeiten für die Chauffeure richteten. 2. Wegen Verletzung des Grundsatzes der Rechtsgleichheit wurden dagegen gutgeheissen die Rekurse, soweit sie sich gegen die Dekretsbestimnrungen richteten, durch welche in bezug auf die Anhängewagen zwischen bernischen und ausserkantonalen Autobesitzern ein Unterschied gemacht werden sollte. Der zweite Entscheid über die Verletzung des Grundsatzes der Rechtsgleichheit war das äusserste Minimum, das man vom Bundesgericht erwarten durfte. Was das Nachtfahrverbot anbetrifft, so ist darauf hinzuweisen, dass bereits die Polizeidirektion des Kantons Bern bei der Auslegung des Artikels 40 Ziffer 3 des Automobisdekretes mit Einstimmung der kantonalen Baudirektion Bern zur Auffassung gelangt ist, dass in Camionetten umwandelbare Personenautos, sowie Camionetten selbst mit Pneubereifung und deren Tragkraft 1000 kg nicht übersteigt, nicht unter den Begriff Lastwagen im Sinne der erwähnten Bestimmung fallen und infolge dessen auch nicht vom Nachtfahrverbot betroffen werden dürfen. Die Rekurrenten behaupteten, dass die Vorschriften über die Einführung einer allgemeinen Strassensperre für gewisse Wagenkategorien während bestimmter Nachtstunden und über die Aufstellung eines Verbotes für eiserne Bereifung gegen das interkantonale Automobilkonkordat verstosSen, da dieses einerseits die Sperrung interkantonaler Strassenzüge erst nach Anhörung der benachbarten Kantonsregierungen erlaube und anderseits die eiserne Radbereifung unter ganz bestimmten Bedingungen ausdrücklich zulasse. Weiterhin wurde geltend gemacht, verstosse das neue Dekret ganz besonders gegen die Grundsätze der Gewerbefreiheit und der Rechtsgleichheit in der Bundesverfassung, indem durch die Nachtsperre die Ausübung bestimmter Gewerbe, wie des Milchhandels, unzulässig erschwert werde und dann im be r sonderen durch Artikel 51, Ziffer 5, eine.nn- Aus der deutschen Automobilstatistik. Im kürzlich erschienenen. Jahresbericht des Reichsverbandes der Automobilindustrie wird nach amerikanischem Muster eine sorgfältige Statistik über die Verhältnisse auf dem deutschen Automobilmarkt aufgestellt und über die Entwicklung im Verlaufe des Jahres 1927 gründlicher Aufschluss erteilt. Der Zusammenstellung ist zu entnehmen, dass am 1. Juli 1927 in Deutschland insgesamt 724,000 Automobile zirkulierten, was einer Zunahme von fast 27 % gegenüber dem Vorjahre bedeutet. Trotz einer eigenen blühenden Automobilindustrie ist die Einfuhr von ausländischen Wagen immer noch ansehnlich, wurden doch im Jahre 1927 11,400 Personenwagen und über 600 Lastwagen eingeführt. Immerhin hat die deutsche Automobilindustrie auch mit Erfolg für ausländische Märkte gearbeitet und im gleichen Zeitraum insgesamt rund 4100 Automobile jeglicher Art ausgeführt. Interessant ist die markante Zunahme an Kleinautomobilen bis zu 6 Steuer-PS., deren Zahl sich von 1925 bis 1927 verdoppelt hat, währenddem die gross dimensionierten Koffer schliesslich nach Kings Fortune gelangen müsse, denn Mikes Name war daran befestigt und er enthielt keinerlei Wertgegenstände, die Begehrlichkeit des Finders zu reizen. Also hiess es vorwärts und den Koffer der Obhut der Vorsehung überlassen. Mit dieser vernünftigen Entscheidung kam er in den Hof, packte seine Tasche mit einer kurzen Entschuldigung hinten auf den Wagen, kurbelte an und kletterte auf den Führersitz. Der sanfte Herr setzte sich neben ihn und das Auto fuhr ab. Mike winkte Mr. Hichs einen freundlichen Abschiedsgruss zu und schwenkte nach Norden ein. Eine Weile fuhr er in Schweigen versunken. Soweit, schien es ihm, war alles gut ausgefallen. Er hatte vor allem das blonde Mädchen wieder gefunden, jetzt galt es nur noch herauszubringen, wo und wie sie lebte und die Bekanntschaft würde sich schon weiter entwickeln. Dass seine Ankunft in Kings Fortune etwas verzögert wurde, war eher ein Grund zur Freude als des Bedauerns. Das Verschwinden des Handkoffers war ja ärgerlich, aber ausser einem altgediente und geliebten Rasierpinsel enthielt er nichts, dem Mike eine Träne nachweinte. Fortsetzung folgt. AUTOMOBIL-REVUE 1328 Bnndesgericht und bernisches Automobildekrei haltbare und ungerechtfertigte Bevorzugung derjenigen Besitzer von Anhängewagen stattfinde, die am 1. Januar 1928 eine bernische Verkehrsbewilligung besassen. Durch die Zulassung dieser Anhängewagen solcher Besitzer bis Ende 1932 und den Ausschluss der Anhängewagen anderer Eigentümer werde eine rechtsungleiche Behandlung der Schweizerbürger vor dem Gesetz geschaffen, die verfassungswidrig sei. In erster Linie werde dem Grossen Rat des Kantons Bern aus kantonalrechtlichen Gründen und dem Kanton Bern überhaupt aus bundesrechtlichen Gründen die Kompetenz zum Erlass von Bestimmungen über die Arbeitszeit und Ruhezeit der Chauffeure bestritten. Dem bundesgerichtlichen Entscheid werden sich die Lastwagenbesitzer fügen müssen. Dagegen ist zu betonen, dass in dem Momente, da von einer Zusammenarbeit zwischen Bahn und Auto gesprochen und von Seite der Bahn eine Gleichstellung mit dem Automobil verlangt wird, diese Gleichstellung auch im Nachtfahrverbot ihren Ausdruck finden muss und das Automobil in dieser Beziehung das gleiche Recht wie die Bahn, d. h. die Erlaubnis des Nachtfahrens für sich, beanspruchen darf. Die wesentlichen Bestimmungen des angefochtenen und nun endgültig in Rechtskraft erwachsenen Dekretes lauten : Höchstgeschwindigkeit für Pneu-Lastwagen und M'OtoramnLbusße: 30 Kilometer. Höchstgewicht für Einzellastwagen: 10 Tonnen. Höchstgswicht für Lastenzüge (Maschinenzug mit Einachser-Anhänger): 12 Tonnen. Für die Gewichtsbegrenzung der Lastenzüge wurde für gewisse Fälle eine Uehergangsfrist bis 1932 vorgesehen, die vom Bundesgericht — entsprechend einer vom bernisohen Regierungsrat bereits getroffenen Verfügung — auch auf aus>serkantonaile M'otorlajstwagenfoesitzer ausigedehnt worden ist. Weitere •wichtige Bestimmungen des Dekretes (Sind: Nachtfahrverbot für die Lastwagen und Personenwagen über 8 Sitzplätze: a) Vom 1. Mai ins 30. November: von 28 Ibis 4 Uhr. h) Vom 1. Dezember Ibis 30. April: von 21 bis 6 Uhr. Wichtig ßind auch die Bestimmungen für die Ruhezeit der Chauffeure: a) Die Fahrer soüea zwischen der Beendigung einer Tageisarbeit und dem Beginn der nächsten eine zusammenhängende Ruhezeit von wenigstens 10 Stunden geniessen können. b) Die Fahrer müssen spätestens nach 10 'Standen Dienst (Mittag- und Zwischenpausen bia zu zwei Stunden im Maximum eingerechnet), am Lenkrad abgelöst werden. c) Die Eigentümer der Wabern, und die ATibertigeibeir der Wagenführer sind fÜT die Inn ! eihaltattg die* ©er Vorschriften "verantwortlich. < K.. Personenwagen mit 18 Steuer-PS und mehr um ein Fünftel ihres Bestandes abnahmen. Fast die Hälfte aller zur Zeit im Reiche zirkulierenden Automobile gehört in Steuerklassen bis und mit 6 PS. Die zunehmende Automobilisierung des Landes illustriert am besten die Tatsache, dass vor Kriegsausbruch auf 700 Einwohner ein Motorfahrzeug entfiel, 1921 auf 500 Einwohner und 1927 bereits auf 87 Einwohner. Bezüglich der einzelnen Länder steht Preussen mit dem grössten Bestand an Motorfahrzeugen obenan und folgen Bayern an zweiter, Sachsen an dritter Stelle. Der Vergleich des Bestandes an Motorfahrzeugen in den einzelnen Städten ergibt, dass Berlin auf Ende 1927 mit 60,000 Motorfahrzeugen den ersten Rang belegte. An zweiter Stelle folgt mit einer bedeutenden Differenz Köln, das 15,600 Motorfahrzeuge nachweist. Verglichen mit andern Weltstädten ist die Motorisierung Berlins allerdings noch nicht allzu weit fortgeschritten, indem dort auf 66 Einwohner ein Motorfahrzeug entfällt, während in London jeder 30., in Paris jeder 12. und in Neuyork jeder 5. Einwohner ein Motorfährzeug besitzt. Man darf mit Interesse die Ergebnisse des laufenden Jahres erwarten. Z. Erziehung anstatt Straf massnahmen! • Man ist bereits vielerorts zu der glücklilichen Einsicht gekommen, dass eine flotte Strassendisziplin nicht erreicht werden kann, wenn sich Motorfahrzeugführer und Verkehrspolizei quasi als «feindliche Mächte> gegenüberstehen, sondern, dass es eines gegenseitigen verständisvollen Zusammenarbeitens bedarf. Die Strafmassnahmen, die in manchen Fällen wohl gerechtfertigt sind, werden, wenn schematisch angewendet, oftmals als Härte empfunden und die Verständüislosigkeit derartiger Urteile verfehlt dann meistens den beabsichtigten Zweck. Von dieser Auffassung geht wohl auch der preussische Minister des Innern aus, wenn er in einer Weisung an die konzessionierten Fahrschulen folgenden Standpunkt vertritt: «Mit der Steigerung des Motorfahrzeugverkehrs erhöhen sich auch die Anforderungen für eine glatte Abwicklung. Wenn es auch Aufgabe der Polizei ist, den Verkehr zu meistern, so kann zunächst hierbei auf die Hilfe der Motorfahrzeugführer nicht verzichtet werden. Die Bestrafung durch die Polizei ist nicht immer das geeignete Mittel, die Innehaltung der Verkehrsvorschriften zu erzwingen und Auswüchse zu bekämpfen. Die Motorfahrzeugführer müssen von sich aus Unsitten im Kraftfahrwesen bekämpfen. Obgleich sich die Verbände mit der Erziehung ihrer Mitglieder in dankenswerter Weise beschäftigen, kann heute noch täglich beobachte werden, dass sich Kraftwagenführer gegen andere Strassenbenützer und nicht zuletzt gegen andere Fahrer rücksichtslos benehmen und die anständigen Fahrer in Mitleidenschaft ziehen. Wir halten es für durchaus erwünscht, wenn die Fahrschulen im Interesse der Beseitigung der Unsicherheit im Verkehr auf ihre Schüler, soweit es in ihrem Machtbereich! liegt, erzieherisch einwirken. Die Schüler müssen in eindringlicher Form darauf hingewiesen werden, an der Regelung des Verkehrs mitzuwirken und jede Fahrlässigkeit zu unterlassen. Hierzu gehört höfliches Benehmen gegenüber den Strassenbenützern und eine stete Hilfsbereitschaft für andere Fahrzeugführer. > Wenn wir die obige Auffassung in bezug auf den Wert von polizeilich verfügten Strafen einigen schweizerischen Amtsstellen glei-, chen Charakters speziell zur Kenntnis brin J gen möchten, so seien aber auch diejenigen Fahrer, die es an der notwendigen Hilfsbereitschaft anderen Fahrern gegenüber und an der Rücksicht für die übrigen Strassen-* benützer fehlen lassen, ebenso eindringlich* darauf verwiesen, dass auch bei uns der Satz gilt, wonach alle an der Regelung des Verkehrs mitwirken müssen. Z. Internationale Alpenfahrt 1928 In verschiedenen Nummern der «Automobil* Revue» haben wir bereits auf die internationale Alpenfahrt dieses Jahres, die vom 12. im 17. Augusti stattfindet, hingewiesen. Die fünf Etappen haben: wir bekanntgegeben. Die Konkurrenten werden in zwei Grupen ein* geteilt. Die Gruppe I unofasst die Fabriken, deren Filialen oder autorisierte Vertreter, die an der Veranstaltung mit höchstens zwei Teams, beistehend au» drei Fahrzeugen, teilnehmen können. Die Gruppe II ist für alle im Besitze einer internationalein Lizenz der A. J. A. G. R. befindliche Konkurrenten offen* Für die Gruppe I sind serienmässige Touirenwageni zugelassen. Jedes an der Fahrt teilnehmende Fahrzeug musa die gleichen Hauptmerkmale wie die arn dem Wagen der Serie aufweisen. In der Gruppe H sind Serien/massig© Tourenwagen zugelassen, deren Modelle von der Sportkommission des zuständigen A. C. N. anerkannt ßind. Die Fahrzeuge werden nach Zylinderinihalt, Mindes'tigewictht des Wagens und Mindestzahl der Plätze in ßiefbeoi Klassen eingeteilt. Die Fahrzeuge dürfen» während der ganzen Veranstaltung von höchstens zwei Personen besetzt sein, die vom Start in Milano bis zum Ziel in Wien dieselben ©ein müssen. Die Fahrzeuge der Klasisen A, B und.C (8000 oem, 5000 bis 8000 com, 3000 bis 5000 com. Mindestgewicht 1800 kg, 1700 kg und 1450 kg) müssen ausserdem während der ganzen Veranstaltung 120 kg Sandballast in Säcken mitführen. Fahrzeuge, die nur vom Fahrer besetzt sind, müssen an Stelle der zweiten Person 60 kg. SandbaUast in einem Sack mitführen.. Start und Ziel in allen Etappen erfolgen in ge« scihlossenen Parkplätzen, mit Ausnahme von Wien, wo das Ziel auch auf der Strecke liegen kann. Der Start erfolgt an allen Orten, Milano inbegriffen, in deT Weise, dass der Funktionär den Konkurrenten das Fahrzeug mit stehendem Motor übergibt. Im Verlaufe der Fahrt sind Reparaturen und Betriebsstoffergänzunigen jeder Art gestattet, doch müs j sen die festgesetzten Merkmale der Fahrzeug© jederzeit unverändert bleiben-. Alle Fahrzeuge müssen, die ganze Strecke mit eigener Kraft und Hilfe der Besatzung zurücklegen. Jede fremde Hilfe, ausge- 1 nominen für die Betriebisstoffergänzung, ist strengstens untersagt. Der Konkurrent ist der Unterzeichner der Nennung. Die Konkurrenteoi bezeichnen die Fahrer. Der Konkurrent kann für jedes Fahrzeug einen Fahrer und einen Erisatzfahrer öden einen Mitfahrer ernennen. Die beiden erstem dürfen das Fahrzeug abwechselnd lenken. Keiner ist jedoch ersetzbar. Scheidet einer von ihnen aue, so musis das Fahrzeug die Veranstaltung mit einer einzigen Person an Bord beendigen. Ein Fahraeug, das in Mailand mir mit einer Person an Bord gestartet ist, muss während der ganzem Veranstaltunig von der gleichen Person gesteuert werden. Die Nennungen werden vom Tage der AusBdhrel- 5 bung alb bis zum 30. Juni 1928 mit einfachem Nenngedd, bdi9 zum 20. Juli mit doppeltem Nenngeld aufgenommen. Das Nenngeld beträgt Fr. 600.— für das Team und Fr. 250.— für jedes Fahrzeug der Gruppe II. Sollten beim letzten Nemminigasohlusi nicht mindestens 40 Fahrzeuge gemeldet »ein, eo behalten sich die organisierenden Clubs vor. die Ver j ainstaltung zu verschieben oder abzusagen. Die Wertung erfolgt aui Grund der Regelmässigkeit und der Durchschnittsgeschwindigkeit. Es sind festges^etzt für Serie I (die drei ersten Gruppen) 40 Kilometer Stunden-Mindestgeschwindigkeit und 90 Kilometer Höchstdurchschnittegesebwindigkeit, für Serie II (Wagen mit 2000 bis 3000 cem und 1500 bis 2000 com, 1100 und 900 kg Mindestgewicht), 38 km Stundenmindestdurchschnitts- und 47 Höchstdurchs'chnittsgeschwindigkeit, Serie III (Wagen mit 1100 bis 1500 cem und 750 bis 1000 ccm. 850 und 650 kg Mindestgewicht) 33 km Mindestdurchschnitts- und 42 km Höchstdurdhschnittsgesehwindigkeit. In Gruppe I (internationaler Alpenpokal für Marken-Teams) wird der Preis demjenigen Team zugeteilt, dessen drei Fahrzeuge in allen Etappen die Hochs tdurefoschnittsgeschwindigkeiten erreicht haben. In Gruppe II (internationaler Alpenpokal für Privatpersonen) erfolgt die Bewertung nadh Klassen, in jeder der Klassen nach der besten Ge j samtzeit. Erstes wird dasjenige, desisen Summe der Zeiten der fünf Etappen die kürzeste ist. Es ist erwünscht, dass die Fahrzeuge der Teamfl ün den Farben ihrer Länder gehalten sind. Alle Bewerber müssen Versicherungen abscHies-< sen zu Beträgen und Bedingungen, dio notfh später bekanntgegeben wenden. e-4-

50 - 1958 ÄUTOMOBTL-REVUE Sportliches Der grosse Preis von Rom. Bas Rennen, das letzten Sanntag in Rom auf einer Piste von 391 km ausgetragen wurde, zeitigte folgende Resultate: 1. Chiron (Bugatti) 3 St. 05 Min. 48,6 Sek. (.Stundenmittel 126,419 km); 2. Brffli Peri (Baigatti) 3 St. 10 Min. 23,2 Sek.; 3. Materassi (Talbot) 3 St. 15 •Min. 01,4 Sek.; 4. Minora (Bugatti) 3 St. 16 Min. 2 Sek.; 5. Favioü (Maserati) 3 St. 28 Min. 18 Sek.; 6. Letori (Bugatti) 3 St. 29 Min. 28,7 Sek. Die Gräfin Einsiedel hat bei der 25. Runde und Mirolari bei der 28. Runde aufgegeben. Das norwegische «Zapfenzieher-Rennen», wie das traditionelle nordische. Rennen seiner Eine amerikanische Automobilfirma hat kurvenreichen Piste wegen genannt wird, ein eigenes Wandertheater eingerichtet, das wurde von Isberg auf Bugatti in 2 Min. 14 3 von Zeit zu Zeit Tournees durch alle Städte / 10 Sek. erfolgreich beendet. Bei dender Staaten unternimmt. Die Schauspielertruppe führt revueartige Sketches auf, in Sportwagen siegten Torolo Qroseth auf Amilcar und Hesselberg-Meyer auf Bugatti, bei deren Mittelpunkt das Automobil im allgemeinen und die Marke der Fabrik im beson- den Tourenwagen Torleif Rasmussen auf Fiat. v. deren stehen. Ein glühender Verehrer entführt die schöne Mabel mit einem Wagen der 34 Nennungen sind beim ersten Meldeschluss für die deutsche Reichs- und Alpenfahrt eingegangen. Von den Fabriken sind am stärksten die Dixi- Werke und kann von den Verfolgern, die na- die Konkurrenzmarke benützen, Werke vertreten, es folgen Brennabor und Wan-türlich nicht derer. Als Einzelgänger seien genannt: Chrysler, Horch, Mauser, Mercedes, N.S.U., Pilot, Presto, Selve, Steiger und Studebaker. An der über 3000 Kilometer in schwierigem Gelände führenden Fahrt beteiligen sich auch Vertreter der deutschen Schutzpolizei, v. Budapest—Nyiregyhara. In die Lorbeeren dieser grossen ungarischen Touren- und Sportwagen-Veranstaltung teilten sich folgende Kategoriesieger: Taukocry auf Fiat (1100 ccm), Frau Maylath auf Steyr (1500 ccm), Sorogzi auf Magosis (2 Liter), Hetees auf Bugatti (3 Liter), Szinie auf A.D.M. (8 Liter). Im Verlaufe des Rennens wurden die besten Zeiten über eine abgesteckte Strecke von 10 km bei Rabramar kontrolliert. An erster Stelle placierten sich Szinie auf A.D.M. bei den Sportwagen und Worfner auf Steyr bei den Tourenwagen. v. Der Nürburg-Ring ist für Wagen die ideale Prüfungsstrecke im wahren Sinne des Wortes. Von den ersten Rennen her wusste man, dass er jedes Automobil in allen Bestandteilen aufs schwerste beansprucht, wenn er längere Zeit mit Hochtempo befahren wird. Die StreckenleLstung, die ein normaler Gebrauchswagen bei angemessenem Durchschnittstempo in ununterbrochener Dauerfahrt auf ihm zurücklegen könnte, schätzte man bisher in Fachkreisen auf höchstens 10 000 km. Die Probe aufs Exempel hat nun vor einigen Wochen eine Expedition der Daimler-Benz-Werke unter Führung des bekannten Ingenieurs und Rennfahrers Walb gemacht. Das in jeder Beziehung glänzende Ergebnis der Prüfungsfahrt war eine bei Tag und Nacht ohne Unterbrechung durchgeführte Dauerleistung von 20000 km. Um diese 20000 km richtig zu bewerten, muss man sich vergegenwärtigen, dass der Nürburg-Ring als Gebirgsstrasse sozusagen « alpinen » Charakter hat, dass im Verlauf dieser Fahrt rund 11900 Kurven durchfahren und 483000 m Höhenunterschied überwunden werden mussten! Das Rennen von Miramas musste mangels Beteiligung auf unbestimmte Zeit verschoben werden. SEKTION ST. GALLEN - APPENZELL DES T. C. S. Das Polizeidepartement des Kantons Sankt Gallen ist mit der Ausarbeitung einer neuen kantonalen Vollzugsverordnung über den Motorwagenund Fahrradverkehr beschäftigt. Da bis zum Erlass eines allgemeinen eidgenössischen Verkehrsgesetzes, wie es von der Verkeihrsinitiative angestrebt wird, noch (gerarame Zeit verstreichen wird, kommt der im Schaffen begriffenen kantonalen Verordnung erhebliche praktische Bedeutung zu. Es ist daher zu wünschen, dass sie mit der notwendigem Weitsicht und ^ Sorgfalt, welche die Sache erfordert, ausgearbeitet werde. Der leitende Grundgedanke wird die Verkehnsförderunig und Verkehrsregelung sein und anderseits besserer Schutz des Verkehrs gegen solche, die ihn boshaft oder sorglos stören und gefahren. (Korr.) — o AUTOSEKTION BERN DES T.C.S. Wir haben ibexeits in letzter Nummer der «Automobil-Revue» die Generaiversaimimlung angekündigt. Das Programm erfährt insofern eine Korrektur, als Herr Wiesmann von einem Referat über Verkehrstafeln und Signale abgesehen und dafür ein Referat über Autounfälle im Kanton Bern mit Projektionen halten wird. Zugleich wird der Film über die Durchfahrt der Berner in Zürich und Rapperswil anlässlich der AppenzeUerfahrt abgerollt werden. Anlässlich der Generalversammlung: des T. C. S. vom 23. Juni, die zum erstenmal nicht in Genf, sondern in Bern stattfindet, wird der Berner Jodlercl-ub die Tagung mit seinen Beiträgen verschönern. Der vor ums liegende Jahresbericht 1927 der Ajutosektion Bern zeigt, dass sich die Sektion in aufsteigender Kurve befindet. Ein flotter Zug der Entwicklung hat eingesetzt. So hat sich eine Ortsgruppe Thun mit Präsident G. Schneit er in Thun, sowie eine Ortsgruppe Oberhasli, mit Präsident Ftaesch in Meiringen, (gegründet. Leider ist im kantonalen Verbände des T. C. S. ein förmliches Statut noch nicht erreicht, trotzdem die drei Sektionen Bern, Seeland und Jura in enger Fühlung zueinander stehen. Unter der tüchtigem Leitung des Präsidenten Baumgartner ist auch der Mitgliederzuwachs in der Sektion Bern ein erfreulicher gewesen, zählte doch die Sektion am Ende des Jahres bereits rund 700 Mitglieder und dürfte der Mitgliederbestand heute das achte Hundert erreichen. Der von Präsident Baumigariner abgelegte Jahresbericht orientiert in knapper und leicht leserlicher Form über die wichtigsten Ereignisse des Vereinsjaihres und zeigt mit aller Deutlichkeit, wieviel brennende Probleme im Automobilwesen noch der Lösnins harren. —t. o .— AUTOSEKTION ZÜRICH DES T.C.S. Gymkhana-Konkurrenz vom 24. Juni 1928. Ende letzter Woche versammelte sich das ziemlich zahlreiche Organisationskomitee zu einer Plenarsitzung, um das endgültige Programm für den vorgesehenen Anlass festzulegen. Nach sorgfältiger Ausmessung des Ka- •ernenhofes wurde die Reihenfolge der einzelnen Dies -u.:n.cl Nach einer Zusammenstellung der Weltgeschwindigkeitsrekorde steht das Automobil mit 334 km an dritter Stelle. Vor ihm kommen das Wasserflugzeug mit 512,776 km und das Landflugzeug mit 448,171 km. Interessant sind in diesem Zusammenhang die folgenden Rekorde: elektrischer Schnellzug 125 km, Radfahrer 120,958 km (?), Motorboot 105,997 km, Vogel 100 km, Schiff 65,375 km, Pferd 57,140 km , und schliesslich der Mensch mit 34,615 km. mehr eingeholt werden, bis der Herr Pfarrer seine segnende Hand über so viel Liebe gelegt hat etc — Das Wandertheater soll von einer Auto-Wanderausstellung begleitet sein. * In Wien sind dieser Tage Probeflüge mit einem 80 cm grossen Raketenflug zeug-Modell unternommen worden. Trotz den widrigen Winden wurde ein Stundenmittel von 150 km erreicht. Die erfolgreichen Versuche brachten lehrreiche Erfahrungen für den weiteren technischen Sen- Ausbau dieser neuesten sation. An einer in Watford durchgeführten Schönheitskonkurrenz unter dem Motto: « Wer hat die schönsten Beine? > befanden sich unter den drei Siegenden — zwei Männer! Die beiden hatten sich den Spass erlaubt, angetan mit Seidenstrümpfen und Damenhalbschuhen, hinter dem bis auf Kniehöhe herabgelassenen Vorhang zu erscheinen. Au! Bei einem Bankett des Automobil-Clubs von Indianapolis wurden die Teilnehmer von bewaffneten Räubern überfallen und um Schmucksachen und Banknoten im Betrage von 200,000 Dollars gebracht. Der Signalstäb — und nicht der Befehlstab! — soll auf 20. Juni bei unseren Bundesbahnen zur allgemeinen Einführung gelangen. Prüfungen wie folgt festgesetzt: GarrefaliTea, Balkenfahren, Umschütten eines Wasserglases, Wippe, Ringistechen, Fahren zwischen Keigeln, Rückwärtsfahren auf einem Balken, Ballenwerfen und. endlich! während des Auslaufes Zusammensetzen einer gevierteiliten, Figur. Die einzelnen Unterkomitees werden sich noch gesondert besammeln, um über die Details ihrer Aufgaben noch alles zu beraten. Zur Belebung der festlichen Gemeinde und Hebuemg der Feststimmung hohes, farbiges Kirchenfenster, das die be-wirkanntesten Sportarten wie Football, Tennis, bekannte rassige Musik der Alten Garde verpflich- ein Büfett aufgestellt und wahrscheinlich die Golf und das Boxen etc. verherrlicht. — Jedes Land hat seine Religion. den Siegern recht gediegene Preise winken und den. tet werden können. Dem Gabenkomitee steht ein sehr ansehnlicher Kredit aur Verfüigumg, so dass meisten Teilnehmern noch eine Gabe verabfolgt werden kann. Zweifellos wird der Beschtes des Vor- Das Automobil ist in Indien bis hoch in den Himalaya und bis tief in den Dschungel heimisch geworden. Alle grössern Städte ha- überall mit Genugtuung ibegxüsst werdem. da die standes, von einer Gabensammlunig ganz abzusehen, ben ihre Taxis. Tankangelegenheiten, Ver- Vereinsbettelei noch nicht jedermanns Sache ist* Selbstverständlich, werden Ehrengaben dennoch gerne in Empfang genommen. Um eine gerechte Bewertung der GescMcklicbkeiit der konkurrierenden Fahrer erreichen zu können, werden diese mach der Art des gefahrenen Autos in drei Kategorien: offene, geschlossene und Die Hudson-Motor-Car- Company hat die grösste 6- Cylmder- Produktion der Welt und die besten Einrichtungen für Chassis- und Karosseriebau. — Sie ist deshalb am leistungsfähigsten und liefert vorbildliche Wagen zu erstaunlich niedrigen Preisen. Hudson- und Essex-Automobile sind das Beste, was in dieser Preislage je geboten wurde. HUDSON Vergleichen Sie: BASEL-ZÜRICH *BERN cletss Die vielumstrittene Scheibe wird vergrössert und nachts beleuchtet. An der gegenwärtig in New-York beendigten St. John's Kathedrale befindet sich ein kehrssignalisierung und -regelung stehen keineswegs weit hinter unseren Verhältnissen zurück. Der kleine Autobus ist zum beliebten Verkehrsmittel der Landstrasse geworden. Das Automobil hat, bedingt durch die Verkehrsdisziplin, eine völlige Gleichheit zwischen Weiss und Farbig herbeigeführt und damit den Weg zur Erfüllung einer kulturellen Aufgabe angebahnt. Die S. B. B. kündigen für das nächste Jahr einen Gütertarifabbau an. Es soll sich weniger Jim eine tief schürfende Tarifreform, als um eine ausgeprägte Anwendung von Ausnahmetarifen handeln. Im offiziellen Presse-Communique der Generaldirektion in der ständerätlichen Bundesbahnkommission lautet der Schlussatz: « Mit Rücksicht auf die immer noch wachsende Automoibilkonkurrenz scheint eine Tarifmassnahme im Güterverkehr unumgänglich.» — Wir können uns eines Kommentars in dieser Sache enthalten. In London hat sich eine Gesellschaft zur Herstellung von Strassenpflaster aus Gummi konstituiert. Man hofft dadurch nicht bloss einen dauerhaften Belag, sondern auch eine erhebliche Verminderung der Erschütterungen zu erzielen, die für die Gebäude einer stark frequentierten Strasse von beträchtlichem Schaden sind. Im schönen Appenzellerländchen spukt wieder einmal das Gespenst der Säntisbahn. Es sollen verschiedene Konzessionsbegehren eingereicht worden sein. — Merkwürdig, dass man in unserer Zeit über das Schicksal derart kostspieliger Bahnbauten nicht im Klaren ist. Man verschone das rührige Völklein mit einem zum vorneherein als Defizit- Unternehmen gestempelten Projekt und lasse den stolzen Berg seiner Freiheit! Sedan, 5 Plätze . 13,500.- Landau Sedan, 5 Pl. 14,500.- Victoria Coupe . 14,500.— Sedan, 7 Plätze . 16,500.- Fr. Coach, 5 Plätze 7450.- Sedan, 5 Plätze 7850.- Coupe, 2 Plätze 7650.- Torpedo, 5 Plätze 7450.— Super-SiX\ kleine Wagen eingeteilt. Da der Einsatz TOHTT.5.— sehr bescheiden ist, zweifelt das Orgamisiatioaiakomitee nickt, dasa recht zahlreiche Anmeldungen einlaufen werden. Sämtliche Anfragen üiber die Veranstaltung sind, an das Sekretariat der Sektion; zu richten. Z. •o- ZÜRICH T.C.S., Einsiedler-Fahrt der gruppe Rapperswil mit den Insassen des Waisenhauses Jona und des Bürgerasyls Rapperswil, Sonn-* tag den 3. Juni 1928. Es gibt wohl kaum ein bes-« seres Mittel, die Antipathie des sich auf uraltem, paradiesischem Verkehrswerkzeug, den Beinen, be-» wegenden Publikums zu mildern, als wenn man hie und da so einen heimlich Neidischen oder gar eine ganze Gruppe solch « Rückständiger > in die « Benne» einladet und den Zauber des modernen Vehikels in allen seinen Varianten: die offene Aussicht in die vorbeihuschende Gegend, das mollige Hocken mit zeitweiligem sanften oder kräftigen Hoppera kosten lässt (besonders beim Passieren des See-i dammes, Süidostbiaihngebiet!). Also beschloss der T^ G.S. Rapperswil, eine Bresche zu legen in dies« turmhohe chinesische Mauer der Vorurteile gegen unsern « Autler-G.-W.». Bei lachendem Sonntags-* sonnenglanz harrten am 3. Juni nachmittags auf dem Fischmarktplatz die bereits eingetroffenen' Joner Waisenkinder auf den Verlad der Asylinsassen, die zwar nicht mit dieser jugendlichen, stür-> mischen Freude in die Wagen flogen wie die jün-» gern Schicksalsgenossen, aber nicht minder ihr stil-i les Schmunzeln auf den runzeligen Gesichtern durchs leuchten Hessen. Vierzehn Wagen fuhren zirka halb 5 2 Uhr über den heute zur Sensation gewordenen Seedamm. Froh genossen sie den aussichtsreichen Kehr über die Schindellegi, und alsbald waren die Gäste an ihrem Bestimmungsort angelangt. Sie nahmen den Weg in die altehrwürdige und künstlerisch hochwertige Klosterkirche, um ihrer Andacht beim Marienheiligtum obzuliegen. Wir aber dispen-> sierten uns von einem Besuche und bogen links ah! gegen das idyllische Yberg, wo wir im bestbekannten Hotel «Rössli-Post» unser geistiges und leibliches Gleichgewicht in der prompten Erfüllung un-i serer verschiedenartigen Spezies Ton Äutlergatimeni suchten und trefflieh erledigt fanden. Auch für das Gemüt sorgte ein musikalisch veranlagte« Mitglied! durch seine künstlerisch empfundene Begleitung mil der grossen Kalbfelltrompete zu einem Phonogrtw phenstück € Bananes ». Inzwischen hatten eich, diö Autoschützlinge durch einen vom Touringclub gespendeten «Zabig» ebenfalls gestärkt, und zirkal halb 6 Uhr ging es über Hütten, Schindellegi, Wädenswil wieder dem heimeligen Seestädtchen zu, im Bewusstsein, einigen vom Schicksal stiefmütterlich bedachten Menschenkindern einen angenehmen Tag verschafft zu haben. Pf. Schweizerische Verkehrszentrale. Der 10. Jahre*« henioht der Nationalen Vereinigung zur Förderung des Reiseverkehrs, der den Zeitaum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 1927 umschliesst, gibt einen klaren Einblick in die Tätigkeit der Schweizer&sclien Verkehrszentrale, ihrer Behörden und Kommisado* nen, die sie leiten oder ihr zur Seite stehen. Im Jahre 1927 hat die Zahl der Mitglieder der Nationalen Vereinigung zur Förderung des Reise-« Verkehrs und diejenige der Beiträge im Vergleich zu früheren Jahren zugenommen, wtais als Beweis für das wachsende Interesse, das den Reiseverkehrs-» fragen entgeigengebracht wird, angesehen werden darf. Am Schluss des vergangenen Geschäftsjahre» gehörten dem Verband 168 Mitglieder und Subvenienten an, deren Beiträge eich auf Fr. 4ö0,950.— beHefen. Werden dazu weitere, von der Publizität herrührende Posten mitgerechnet, so steigt die Totalsumme der Einnahmen auf Fr. 570,000.— gegenüber Ausgaben in der Höhe von Fr. 571.000.—. Die Tätigkeit der Schweizerischen Verkebrszentrale im Jahre 1927 richtete sich vornehmlicili auf, die Durchführunig folgender Aufgabenc Verbreitung im Ausland des von der Vexkehrszentrale. dem Verkehrsvereinen und den Transiportunternöhmungen veröffentlichten Propagamidamiaterials; Lichtbildervorträge; redaktionelle Propaganda in der ausländischen Presse; Beteiligung an Ausstellungen und Messen; Kollektivreklame zusammen mit den Ver-* kehrsvereinen und Tranisportanstalten; Prüfung von Fahrplan- und Verkehrsfragen; Ausarbeitung von Reiseplänen; Förderung des Automobilverkehrs namentlich durch die Einführung der provisorischen Eintrittskarte von fünf Tagen; Tegelmässige Aus« gäbe eines Nachrichten-Bulletins; Aufstellung einer Fremdenverkehnsstiatistik der Schweiz usw. Trotz Autokonkurrenz gesteigerte Einnahmen. Die oberländischen Verkehrsanstalten^ wozu vor allem die Lötschbergbahn, die Berner Oberlandbahnen, die Montreux-Überlandbahn, die rechtsufrige Thunerseebahn nebst einer Anzahl kleinerer Bahnen gehören, verzeichnen nach einer Statistik der Volkswirtschaftskammer des Berner Oberlandes 19,5 Millionen Franken Einnahmen im Jahre 1927 gegenüber 17,9 Millionen im Jahre 1925. Die Einnahmesteigerung dieser Transportanstalten beläuft sich somit auf ca. 1,5 Millionen! oder 8,4 Prozent der Betriebseinnahmen* Wir finden in diesen Ergebnissen jenen Aus j spruch von Bundesrat Haab bestätigt, wonach das Auto besonders den Bergbahnen vermehrten Verkehr zuführe. lt