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E_1928_Zeitung_Nr.052

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« Auto-Interessen ».

« Auto-Interessen ». Es ist erfreulich, dass sich einige Zeitungen in Sondernummern öfters mit dem Automobil beschäftigen. Nicht alle tun dies in erster Linie aus Interesse am Automobilwesen, sondern weil der Automobilhandel zu einem der bedeutendsten Wirtschaftsfaktoren unseres Landes geworden ist, der seine Wellen — in diesem Falle gut bezahlte Geschäftsanzeigen — tief in die Tagespresse hineinwirft und logischerweise einen recht stattlichen Bestandteil der Einnahmen der Presse bildet. Dies ist durchaus in Ordnung und der Automobilist kann sich nur darüber freuen, wenn er immer wieder feststellt, dass das Automobil sich auch in dieser Richtung seine nicht aufzuhaltende Volksbahn bricht und ein Eckpfeiler der Volkswirtschaft wird, der nicht mehr aus dem Zusammenhang von Handel und Wandel unseres Landes wegzudenken ist. Auch die bäuerliche Presse passt sich diesem Gang der Dinge an; nachdem sich das Automobil dank seiner Vorzüge auch auf dem Lande immer mehr einbürgert, ist es erfreulich, wenn beispielsweise eine bernische Bauernzeitung unter dem Titel «Auto-Interessenten» seinen Lesern über die Kühlung des Motors und über, das Fahrenlernen spaltenlange Belehrung gibt und sogar seine Leser über die neueste Errungenschaft «Mit Raketenkraft ins Weltall» unterhält. Nur eines stimmt in diesem Kreislauf der Dinge nicht ganz. Derartige Blätter sind vielfach wenig konsequent, ihre Automobil- Interessen versagen vollständig, wenn es sich darum handelt, für den Automobilfahrer neue, schwere Gesetzeslasten zu beseitigen. Als vor einigen Monaten im bernischen Grossen Rat das neue Berner Dekret zur Behandlung kam, hatte man leider Gottes gerade in den Kreisen jener «Automobil-Interessenten» herzlich wenig Verständnis für die wirklichen Interessen des Automobilfahrers, denn just die bäuerlichen Grossrats- Vertreter und deren Presse waren diejenigen, die in erster Linie die Erschwerung des Automobilverkehrs befürworteten. Es ist also schön und gut «Auto-Interessen> zu entwickeln, wenn dieselben mit fetten Automobil-Inseraten umrahmt werden können; dieses Interesse sollte aber auch dann vorhanden sein, wenn es gilt das ureigentliche Interesse des Automobilverkehrs zu verteidigen, aber dort gilt dann häufig das alte Wort: «Ja, Schweizer-Bauer, das ist etwas anderes.» A Ahondanct AUTUMUbIL-KbVUC IDie Ooffrxxxxi.gr der Von den schweizerischen Alpenstrassen, von denen wir oben eine Skizze bringen, sind alle geöffnet, bis auf die vier folgenden, die infolge der abnormen Schneeverhältnisse immer noch nicht durchgehends befahrbar sirJ: 1. Grimsel, Oeffnung voraussichtl. Ende Juni. Auto und Schule. Intern Das Vorgehen des Erziehungsrates von Schaffhausen scheint Schule machen zu wollen. Natürlich findet es bei allen Gegnern des Automobilismus freudigen Anklang. Wie. gegen das Auto gehetzt wird, — wir können es nicht mehr anders nennen — zeigt eine Stimme aus dem Publikum im «Luzerner Tagblatt». Gegen diese Art Hetze gilt es, mit aller Entschiedenheit Stellung zunehmen, ansonst noch zu befürchten ist, dass in allen Kantonen Schulreisen per Automobil verboten werden und das Automobilgewerbe empfindlichen Schaden davonträgt. Geradezu lächerlich wirkt die Einsendung des betreffenden «besorgten Familienvaters», wenn er u. a. schreibt: « wie schon verschiedene kantonale Erziehungsdirektionen aufgeführt haben, schliefst besonders eine solch grosse Fahrt, wie die geplante, mannigfache Gefahren in sich. Bei euerem unbeständigen Wetter sind Witterungsumschläge zu erwarten und leicht Erkältungen und Krankheiten für gesundheitlich etwas schwächere; Schüler zu befürchten. Sodann sind Unglücksfälle durch Anprall, Um- und Absturz von Wagen gerade in letzter Zeit keine Seltenheit, und welch schwere Folgen entstehen könnten, kann sich jeder selbst denken. Dabei ist die Haftpflicht für Automobilunfälle lange nicht so stienge wie die Haftung der Eisenbahn. Diese 2. 3. 4. Tirano . A-lpenstrassen. Gotthard, Oeffnung voraussichtlich 22. Juni. Oberalp, Oeffnung voraussichtlich zwischen 20. und 24. Juni. Umbrail, Oeffnung voraussichtlich 22.—24. Juni. Punkte darf sich ein denkender Familienvater wohl erst vorlegen, bevor er sich entschliesst, seinen Sohn für drei Tage einem wohl gewisse Reize und Vorteile nicht entbehrenden, immerhin aber schwere Gefahren in sich schliessenden Beförderungsmittel anzuvertrauen. Mögen die zuständigen Organe sich die Tragweite ihres Beschlusses nochmals überlegen. » Wir unsererseits hoffen, dass die Kantonsschulprofessoren sich von diesen Argumenten nicht werden beeinflussen lassen; Erkältungen und Krankheiten kann man sich auch auf der Eisenbahn zuziehen, die auch nicht etwa gegen Unglücksfälle gefeit ist. K. Das Auto im Dienste der Wahlpropaganda London, Juni 1928. Die heutigen. Wahlmethoden stellen an einen Kandidaten mancherlei und grosse Anforderungen. In den letzten Wochen vor der Wahl» da die Wellen der Propaganda recht hoch gehen, sollte er tagtäglich an mehreren verschiedenen Orten in Wählerversämlungen auftreten, und vor allem mit einer unverwüstlichen und weitreichenden Stimme versehen sein. Ein konservatives Mitglied des englischen Unterhauses hat des- teck hab die Partei mit einem Geschenk bedacht, das die zukünftigen Kandidaten wohl recht schätzen werden. Die Gabe besteht nämlich in einem raffiniert eingerichteten Auto, das mli einer erstklassigen Lautsprecheranlage versehen und so gebaut ist, dass der Hinterteil des Wagens im Handumdrehen in eine Rednerplattform umgewandelt werden kann. So ist den Anwärtern auf Parlamentswürden die Möglichkeit gegeben, sich prompt von einem Ort zum andern zu begeben, ohne langwierige Vorbereitungen eine Versammlung organisieren und eine Rednertribüne erstellen zu können und ohne übermässige Beanspruchung der Stimmbänder allen Anwesenden laut und deutlich ihre Botschaft zu vermitteln. Unter dem zum Wagen gehörenden Material befindet sich auch ein Grammophon mit einer Serie auserwählter Platten, so dass den Zuhörern auch noch ein musikalischer Genuss geboten werden kann. Das in den Landesfarben gehaltene Auto fällt durch seine Bemalung in Weiss, Rot und Blau weithin auf und wurde zu Ehren des Ministerpräsidenten «Baldwin Nr. 1» bezeichnet. Nun brauchts nur noch einen gewandten Redner, ein gutes Programm und zahlreiche Zuhörer und der Partei kanns nicht mehr fehlen! Bi. Vermehrte Kontrollen im Kanton Appenzell A.-Rh. An der letzten Sitzung des Kantonsrates wurde bei der Beratung der für den Verkehr mit Motorfahrzeugen an Sonn- und Feiertagen im Sommer 1928 zu erlassenden Vorschriften das Begehren gestellt, die Polizeidirektion, möge einen abwechslungsweisen Kontrolldienst im Kanton organisieren, mit dem Zwecke, den wirklich groben und fahrlässigen Uebertretungen der Sonntagsvorschriften für Motorfahrzeuge möglichst wirksam zu begegnen. Gestützt auf die vorgenommene Prüfung dieses Gesuches beschloss der Regierungsrat im Hinblick darauf, «dass nicht nur im Kantonsrat, sondern auch sonst tatsächlich berechtigte Klagen über mangelhafte Beobachtung der Vorschriften über den Verkehr mit Motorfahrzeugen erhoben worden sind,» es seien die Gemeinderäte zur Anordnung einer vermehrten Kontrolle über den Verkehr mit Motorfahrzeugen, speziell an Sonntagen, durch ihre Polizeiorgane anzuhalten. Also, Autler, aufgepasst! Die Bussenzettel im Kanton Appenzell a./Rh. sind gerüstet! -t. DREI EMBLEME DES FORTSCHRITTES SIE SEHEN SIE TÄGLICH Immer und immer wieder treffen Sie diese Symbole angewandten techni sehen Könnens und ausgesuchten Geschmacks auf den Straßen unseres Landes. Sie sind Ausdruck einer neuen Epoche des Automobilismus. Der kleine der Motor weif.... Senior Six Victory Six Ihre Träger — Senior Six, Victory Six, Standard Six — bringen ihren Herstellern, DODGE BROTHERS, unvergleichliche Popularität. Der überlegene Luxus des großartigen Senior Six — das Behende, der Reiz und die echte Originalität des berühmten Victory Six — die erstaunliche Leistung und der tiefe Preis des Standard Six, sind Taten, die alle bisherigen Normen Automobilwertes veraltet erscheinen lassen. Dietrich, der Entwerfer des kleinen Aristokraten, gab ihm schöne, rassige Linie, Komfort und Luxus, welche selbst.beim Verwöhntesten Anklang finden. Studebaker gab dem Erskine Six höchste Leistungsfähigkeit, wie sonst nur grössere und teurere Wagen zu leisten imstande sind. Standard Six ••}.- Besichtigen Sie, probieren Sie diese Wagen . . . vergleichen Sie sie mit anderen . „ . Sie werden feststellen, daß Sie in Wert, Leistung und Aussehen keinen besseren Wagen in irgend einer der betreffenden Preisklassen kaufen können. S.A. FRAZAR, A.-G. Albert Schmidt A.-G. Stuber & Schmidt Albert Schmidt S. A. Widler & Hürsch Stuber, Schmidt & Co., A.-G. Glaus, Leuzinger & Co., A.-G. F. Hübscher, Rheingarage Alfred Sulser, Garage Aug. Mathey, Garage ZÜRICH Genf Bern Basel St Gallen Solothurn Aarau Schaff hausen Buchs (St. G.) La Chauxde-Fonds DODGE BROTHERS AUTOMOBILE 100 km. per Stunde; 10 Liter per 100 km. Beschleunigung von 8 auf 40 km in 8 1 /, Sek. 11% Steigung in der Direkten. Kleinste Kurve. MARCEL ADDOR AUTOMOBILES LAUSANNE — ZÜRICH — UTOQUAI 29 s>*

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