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E_1928_Zeitung_Nr.059

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12 AUTOMOBIL-REVUE

12 AUTOMOBIL-REVUE 1928 - No 59 I. Antwort auf Frage 6808. Sportphotographie. Für die Auto-Sportphotographie stehen heute ganz verschiedene, meist gut geeignete Modelle zur Verfügung. Die Zeiss-Ikron Gameras bieten darin zweifelsohne die grösste Auswahl und es ist durchaus nicht so leicht, für ganz besondere Zwecke das richtige zu wählen. Ich will versuchen, aus meiner Praxis die verschiedenen Richtlinien zu geben, wonach es Ihnen ermöglicht ist, unter ganz wenigen die Wahl zu treffen. Der Amateur von heute verlangt neben besten Septischen Leistungen geringste Abmessungen, ! schnelle Bereitschaft und einfachste Lademöglichkeit. Diesen Forderungen ist die Industrie dadurch gerecht geworden, indem Sie eine Rollfilmkamera für die Tasche herausbrachte und diese für grössere Ansprüche mit bester Optik ausstattete. Unter diesen hat sich ohne Zweifel das Format 6:9 am besten fcewährt, da grössere Rollfilmformate wieder gewisse Mängel aufweisen, kleinere Formate, wenn auch bestechend klein gebaut, bei, direkter Kopie kaum befriedigten. Obschon also ein Autofahrer genügend Platz für eine gröössere Kamera im Auto zur Verfügung hat, so gibt er bei nicht zu hohen Ansprüchen dieser Rollfilmkamera 6 :9 gern den Vorzug, da heute das Filmmaterial den Platten kaum mehr nachstehen dürfte. Der Sportphotograph dagegen bedarf immerhin einer andern Kameratype, meist grösser im Format und mit schnellsten Verschlussgeschwindigkeiten, was nur mit der Schlitzversehlusskämera möglich ist. Es kämen hier in Betracht: Nettel Deckrullo 6 :9 9 :12 oder 10 :15 mit Zeiss 3.5 oder 2.7. Auch die kleine Deckrullo wäre zu nennen (4J^ :6) mit Tessar 2.7. Hier müssten aber die Negative vergrössert werden, was ja heute leicht möglich ist. Alle diese Kameras sind neben Platten auch für Packfilm geeignet, wobei aber auch hier dem Format 6 :9 und darunter der Vorzug gegeben wird. Wenn auch gut verwendbar, so sind doch diese Deckrullo-Apparate für Landschaftsaufnahmen weniger beliebt, man arbeitet da lieber mit Zentralverschlüssen. Für Formate über 6 :9, also etwa 9 :12 käme dann eine Plattenkamera mit Optik 4:5 in Gompur in Frage. Zeiss Ikon, Ideal, Tropica etc. Für Landschaft und Sportphotographie zugleich käme schliesslich eine Zweiverschlusskamera in Erwägung, etwa die vorzügliche Plaubel Wara Modell 1137 9,; 12 mit Supra Anticomar 3.9 (ca. 330.— Fr). 1 A. K. in St. Frage 6819. Reinigung ohne Hydrant. In unserer Ortschaft befindet sich keine Hydrantenanlage, sodass mir zu der Reinigung meines Wagens nirgends ein scharfer Wasserstrahl zur Verfügung steht. Das macht besonders die Reinigungarbeiten an den unteren Teilen des Fahrzeuges sehr umständlich, da ich mit dem Schwamm nicht überall leicht zukommen kann. Können Sie mir einen Ratschlag geben, wie da die Reinigung vorgenommen werden kann? Oder kennen Sie ein technisches Hilfsmittel, wodurch vom Brunnentrog aus ein kräftiger Wasserstrahl erzeugt werden könnte? E. E. in D. Antwort: Zur Erhöhung des Druckes für das Wasser,, das Sie aus dem Brunnentrog beziehen können, verwenden Sie eine Pumpe, die durch einen Motor mit elektrischem Antrieb in Bewegung gesetzt wird. Sie finden in unserem Inseratenteil verschiedene derartige Apparate empfohlen. Der Anschaffungspreis ist nicht hoch zu nennen. Sie können auch einen stärkeren Wasserdruck mit einer Handpumpe erzeugen. Eine Handpumpe leistet Ihnen auch gute Dienste, aber der Druck entspricht wahrscheinlich nicht vollkommen Ihren Anforderungen. wlt. Frage 6820. «Tupfen» des Vergasers. Ich habe mit meinem Sportkollegen Meinungsverschiedenheiten über die Art und Weise, wie em Vergaser «getupft» werden soll. Ich behaupte, dass es keinen Sinn hat, fortwährend auf die Schwimmernadel zu schlagen oder sie dauernd auf- und abwärts zu bewegen, bevor man den Motor anlassen will. Dass man dadurch höchstens den Schwimmer beschädigt. Dass man noch schneller zum gleichen Ziel kommt, wenn man nur anhaltend auf die Nadel drückt, resp. an ihr zieht. Mein Kollege hält dem entgegen, dass durch das Klopfen oder Auf- und Abwärtsbewegen eine Art Pumpwirkung ausgeübt würde und hält Sehwimmerbeschädigungen für unmöglich. Welche Methode halten Sie für richtig?. H. I. in F. Antwort: Eigentlich keine von beiden. Denn ein Motor soll anlaufen, ohne dass man den Vergaser zum Ueberlaufen bringt. Tut er das nicht, so ist entweder der Vergaser schlecht eingestellt oder nichts wert, oder der ganze Motor überhaupt in sohlechter Verfassung. Wenn aber schon mal getupft werden soll, sind wir unbedingt Ihrer Ansicht. Das sinnlose Herumklopfen und Herumreissen an der Schwimmernadel ist häufig nur der Ausdruck der Ungeduld des Fahrers. Zweifellos sind die meisten Schwimmerdefekte auf eine solche Behandlung zurückzuführen. Die «Pumpwirkung» des Schwimmers ist ja nicht ganz ausgeschlossen; aber notwendig ist sie höchstens dann, wenn Wasser oder Luftblasen den normalen Zutritt des Benzins verhindern, also in aussergewöhnlichen Fällen. Hoffentlich fühlt sich nun Ihr Kollege durch unser Urteil nicht selbst «betupft». " M. Frage 6821. Einstellen des Magneten. Auf welche Weise kann ein Magnet eingestellt werden? P. F. in B. Antwort: Wir unterscheiden Motoren mit fester und Motoren mit veränderlicher Vorzündung. Ein Motor muss umso mehr Vorzündung haben, je schneller, er dreht. Die Vorzündung beträgt in der Regel */* bis V20 des Kolbenhubes. Hat ein Motor z. B. 8 mm Vorzündung, so muss der Funke in jenem Moment in das Gasgemisch des Zylinders überspringen, in dem er sich 8 mm unterhalb seines obern toten Punktes befindet. Die Manipulationen zum Einstellen des Magneten sind folgende: 1. Bestimmen Sie im ersten Zylinder den obern Totpunkt des Kolbens, d. h. die Fixstellung des Kolbens, wenn derselbe den Kompressionshub vollendet hat. Durch den Zischhahn führt man einen Draht ein, den man zu diesem Zwecke vorher gut zugerichtet hat und dreht hierauf den Motor bis sich das Einlassventil schliesst. Durch das Weiterdrehen wird dann der Draht vom Kolben hochgehoben. In dem Moment da der Draht stille steht, hört mau auf zu drehen und brngt an der Stelle, wo der Draht zum Zischhahn austritt ein Merkzeichen, sowie zweites, 8 mm weiter oben, wenn die Vorzündung des Motors dieser Zahl entspricht. Nachher dreht man den Motor in entgegengesetzten Drehsinne bis der zweite Merkstrich mit der Oberkante des Zischhahnes übereinstimmt. 2. Prägen Sie sich die Drehrichtung des Magneten ein. Sie brauchen sich einfach zu merken, dass sich das Unterbrecherhammers gezogen und nicht gestossen wird. 3. Der Magnetanker ist zu drehen bis die Kohle an der Verteilerwalze auf das erste Kontaktsegment zu stehen kommt. Dann dreht man sehr langsam weiter und hält wieder an, wenn sich die Kontaktschrauben des Unterbrechers voneinander entfernen. 4. Jetzt bringt man die Antriebsklauen der Ankerachse zum Eingriff und befestigt den Magneten am Motor. Bei veränderlicher Vorzündung vollzieht sich die Einstellung wie folgt: 1. Man stellt den Kolben des ersten Zylinders nur 2 mm unter seinen obern Totpunkt. 2. Der Drehsinn des Magneten ist festzustellen und zu vermerken. 3. Man verschiebt die Unterbrechernocken im Drehsinn des Magneten bis zu ihrem Anschlag und stellt sie somit ganz auf Spätzündung ein. 4. Der Anker wird solange gedreht bis die Kohle an der. Verteilerwalze auf das erste Kontaktsegment zu stehen kommt. 5. Der Anker ist vorsichtig solange zu drehen bis der Unterbrecher sich anschickt zu öffnen. 6. Die Antriebsklauen der Ankerachse werden zum Eingriff gebracht und der Magnet am Motor befestigt. wlt. Frage 6822. Der festgefressene Aluminium Kolben. Seit letzten Sommer fahre ich einen fabrikneuen Wagen. Im Herbst war das Auspuffrohr verstopft. Mein Reparateur bohrte die Schnecke weiter, und verlängerte das Rohr um den Schall besser zu dämpfen. Ausserdem setzte er, ohne meinen Willen, neue Leichtmetallkolben (an Stelle der alten Aluminiumkolben) ein. Bei den ersten Fahrten nach dieser Reparatur liefen bei grösserer Geschwindigkeit die Kolben fest, was, behauptete mein Reparateur, eine natürliche Folge des Einsetzens sei. Da die Kolben straff eingepasst werden müssten; nach 100 km würde das Uebel verschwunden sein. Jetzt bin ich aber schon bald 400 km gefahren, trotzdem läuft der Motor noch fest, wenn ich längere Zeit hohe Geschwindigkeit fahre. Allerdings kann ich nach einer Pause von 3 bis 5 Min. bereits weiterfahren und zwar mit derselben Schnelligkeit wie vorher bis er wieder heiss läuft. Dies macht auf die Dauer kein Vergnügen, und ich wäre Ihnen dankbar, mir einen Rat zu geben, wie ich das Uebel abstellen könnte.; Woran erkennt man richtige Oelung? Doch an dem blauen Rauch, der den Auspufftopf verlässt?, Ich fürchte immer die Zündkerzen und die Zylinder zu verölen, wenn ich soviel Oel in den Oelsumpf giesse, dass der Wagen qualmt 1 Bisher war es so, dass kurz nach Antreten im Leerlauf aus dem Auspufftopf ein ganz leichtes weis&blaues Wölkchen kam, das 'bei der Fahrt schwand. Ist die Oelung so richtig? P. G. in T. Antwort: Ihr Reparateur hat vollständig recht. Das Festfressen des Kolbens kommt daher, weil er noch nicht eingelaufen ist. Ein Kolben läuft aber nicht vor 200 bis 300 km. Fahrt ein. Sie müssen etwa 1000 km. im Tempo von 40 km fahren. Gehen Sie mit Ihrem Wagen weiter in der beschriebenen Weise, so werden die Zylinder bald beschädigt sein. Ueberölen ist besser, als zu wenig ölen. Wenn, im Leerlauf ein leichtes Wölkchen erscheint, das während der Fahrt verschwindet ist die Oelung richtig. wlt. Frage 6823. Die Vorderradbremsen lösen sich nicht vollständig. Bei meinem Wagen erfolgt das Bremsen nach dem beiliegend angegebenen Schema, Die Wirksamkeit aller vier Bremsen ist vorzüglich, nur haben die Vorderradbremsen den Fehler, dass sie sich beim Loslassen des Pedals nur unvollständig lösen. Wie kann ich mir in diesem Fall am einfachsten behelfen? G. F. in Br Antwort: Offenbar sind die Federn, welcha die Bremsbacken beim Lösen der Bremsen wieder! in die Ruhestellung zurückziehen sollen, zu schwach^ um auch die Reibung im Gestänge zu überwinden^ Sie bringen eine zusätzliche Feder am besten am Gestänge an und zwar direkt am Haupthebel der Vorderradbremsen, dort wo der Ausgleichhebel des Bremspedals angreift. Unsere Skizze veranschaulicht Ihnen wohl das Gesagte deutlich genug. Sollte aber auch diese Zusatzfeder noch nicht genügen, so müsste der ganze Mechanismus einmal gründlich mit Petrol gereinigt und dann neu geschmiert werden. Antwort 6808. Mehrere briefliche Mitteilungen wurden an den Fragesteller weitergeleitet. Jeden Sonntag nachmittags 4 Uhr TellSpielhailS Jeden Samstag J|L I *!• ^k ^^k V^ W* nachmittags 3 Uhr Sonntag, 15. Jnli, abends 8V 4 Uhr: ANDERMATT Auto - Zentrum: Luzem-Zürich-Interlaken-Lugano-Engadin A.O.S; DANIOTH'S QRAND HOTEL T.O.S. Anerkannt vorzügliche Verpflegung mit erstklass. Komfort zu massigen Preisen. Autos, Boxen, Reparaturen elektrische Luftpumpe. Tank. Wie leicht tuare ein Unglück da — wie gross derSchadenJ Sehen Sie sich auch für solche Fälle uor. ^^p^f^Der kleine Feuerlöscher ist Ihre beste i^rfftj?^^ Hilfe. Handlich und jederzeit betriebs- ""seä^i^V fertig ist er bequem in jedem Wagen anzubringen. 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Die stets steigende Auflage, welche im Jahre 1927 insgesamt 2 229 700 Exemplare erreichte, ist der beste Beweis für die Wertschätzung dieses ältesten schweizerischen Fachorgans. Der Inseratenteil der «Automobil-Revue» ist das Spiegelbild des schweizerischen Automobilwesens; zahlreiche freiwillige Anerkennungsschreiben beweisen die hervorragende Wirkung der Annoncen. Wer ein Automobil zu kaufen oder zu verkaufen sucht, wer irgendeinen Fachartikel dieser Branche rasch absetzen will, wer tüchtige Vertreter sucht, kommt nirgends rascher zum Ziel als durch einige Annoncen in der < Automobil-Revue ». Probenummern sind der beste Beleg für die volkswirtschaftliche Bedeutung des Blattes. Verlangen Sie solche gratis und franko von der Administration der „Aulomobil-Rßvuß" Bern Zürich Breitenrainstrasse 97 Löwenstrasse 51 TeL Bollw. 89.84. Tel. Selnau 70.23. r> i P.

tfo 59 — 1978 Unsere amüsante Seite Eigentlich war es nicht nur meine, denn auch Alf war dabei. Alf, ein Freund von mir. Netter und korrekter, junger Mann. Aber für mich war es doch meine. Begreiflich, erstens bin ich in gewissem Sinne eine Individualität, zweitens nicht frei von einer gesunden Dosis Egoismus. (Uebrigens — und dies betrifft auch Alfs Auto — gehören beide Begriffe zusammen.) An einem schönen Samstagnachmittag stoppte Alf seinen Wagen vor meiner Haus* tiire. Ich nahm meinen Rucksack aus der Ecke, umarmte eine dreimeterhohe Segeltuch- Migarre — das war das neue Paddelboot — und schleppte meine doppelte Last hinaus. Um die Wahrheit zu gestehen: Wir waren in Alfs Wagen schon oft zu Dritt gefahren und wir haben uns dabei nie über Platzmangel beklagt. Aber das ist doch ein Unterschied, ob man eine dreimeterhohe Segeltuchzigarre mit marklosen Knochen im Arm hat, oder eines jener Wesen, das sich als poetischer Impuls eines fröhlichquitschenden Kleeblattes fühlt. In jeder Kurve fluchte mein Freund, denn die Zigarre sank liebevoll an seine Schulter. Der Wagen machte dann jedesmal einen kleinen Sprung. Alf stieg die Siedehitze bis unter die Schädeldecke. «Du,» sagte er, «wenn das so weitergeht, gibt's an der nächsten Kurve eine Samariterübung. Dein Dingsda hat ein ganz unmögliches Format.» Ich war meiner Lebtag noch nie so gekränkt wie in jenem Augenblick. Natürlich entgegnete ich nur: «Kaufe du dir lieber einen anständigen Wagen. » Aber das Dingsda konnte ich ihm nicht vergessen. Sieben Wochen lang war ich jedem Zigarrenladen im Radius seines Duftes ausgewichen, um die erste Anzahlung auf den Tisch zu legen. Jawohl, es war Selbstverdientes, im Schweisse meines Angesichtes Selbstverdientes — dieses Dingsda! Und dann die Monatsraten...! In Thun vertraute Alf seinen Wagen einer Garage. Wir luden die Zigarre auf den Rücken und schleppten los. Meine Gedanken kamen unwillkürlich wieder auf das «Format » zurück. Es gibt nämlich eine reichhaltige Literatur über Uie Paddlerei. Der siebente Teil dieser Zurück-zur-Natur-Twmpetenstössen genügt, um zur Fleisch und Blut gewordenen Ueberzeugung seines Eseltums zu gelangen. Wie man sich nur bis, zur Stunde den Segnungen des Paddeins ver- ITIC-IMC- schliessen konnte?! Dieses Niveau! — Wie schwer aber ein Paddelboot auf den Rücken' markswirbeln liegt, darüber schweigen die Allwasserpoeten und Volksaufklärer. Indessen hatte ein hinterlistiges Lüftchen eingesetzt und eine pechschwarze Wolke über den See gerollt. Vom Niesen sah man nur noch die Richtung, in der er liegt. Ausserhalb der Badeanstalt, auf einer kielneu Insel im Schwemmland, schlugen wir unser Zelt auf. Ein hübsches Zelt, bewährt, doch nur für einen berechnet. Wie gesagt, wir waren zu zweit. Von unserem Bagage nicht zu reden. Doch davon später. Tatsch! Der erste Tropfen. Dann mehr. Immer mehr. Es regnete Dum-Dum-Tropfen. Jeder Spritzer ein Treffer. Mitten durch Windjacke und Hemd. Wir aber mussten nochmals ins Städtchen zurück, Einkäufe besorgen. In einer Stunde tippelten wie wieder unserem Lager zu. Quitsch machte der linke Schuh, quetsch der rechte. Die Lippen summten irgend ein verstaubtes Lied. Was macht der Mayer.., Regen, Regen und kein Ende! Das Zusammensetzen eines Faltbootes ist ein Kinderspiel, Bagatelle sozusagen. Besonders zum erstenmal. Entweder gehört das Stück, das man gerade aus dem dunkeln Schlund des Sackes gefischt hat, zum Bug, zur Lehne, zum Boden, Backbord oder Steuerbord, in den Luv oder Achtern! Wie gesagt, die Geschichte bereitet mindestens soviel Spass wie ein Kreuzworträtsel. Ali setzte das Boot zusammen, ich die Ruder. Nach Ablauf von zwei Stunden liefen meine Hosen rot an. Das Geld im Portemonnaie begann zu rosten. Fünf Minuten vor acht schwamm das Boot auf dem Wasser. Wir trugen es ans Land und kehrten es um. « Kleidermagazin », sagte ich. «Herrensalon», ergänzte Ali und verstaute seinen Taschenspiegel im Bug des Bootes. Im Bruchteil einer Minute teilten Kleider, Strümpfe und Schuhe die Gesellschaft des Taschenspiegels. Wir zogen das letzte trockene Kleidungsstück aus dem Rucksack: ein Paar Badehosen! Auf dem Bauch rutschten wir ins Zelt. Alf: « Geh 1 noch mal hinaus, ich möchte mich einpacken!» Ich: « Gut, aber nachher musst du wieder hinaus, bis ich meine Decke um die Beine geschlagen habe.» Alf: «Wenn du dich streckst, läuft das Wasser herein!» ÄtJTOMOBTL-REVTJE P hielt einen Vortrag über «Die neue Zeit» und a ass kalt. Alf wärmte sich an einer Pfeife... Ich: « Wenn du nicht leiser sprichst, fällt In Hilterfingen landeten wir. Dort baden das Zelt um!» Buben und Mädchen together. Aber die Alf: « Wollen wir nicht etwas essen? » Mädchen haben ein eigenes Floss. Wir waren natürlich ortsfremd und daher nicht orientiert. Ich: « Nein, sonst stösst der Bauch an die Zeltdecke.» Die Heimfahrt, der sinkenden Sonne entgegen, war wieder ganz Hors d'wuvre. — Stille. Ich glaube, Paddeln ist eine Leidenschaft. Alf: « Gott sei Dank, es blitzt. Nur ein Aber die Einmannzelte sind nicht für zwei. Gewitter.» Uebrigens verlangt jeder Sport seine Opfer: Ich: « Dann ist's morgen schön. Herrlich Wir brauchten am Montag beinahe eine Korb" wie das tröpfelt! Gute Nacht! » Hasche Olivenöl. Als ich zur Redaktionsstube Stille. emporstieg, hiess es, man hätte mich schon Alf: « Du, meine Füsse sind ganz nass!» eine Stunde lang gesucht. Doch das ist Privatsache. Vit. Ich: « Dass du noch so schwitzen kannst! » Vorsichtig, vorsichtig schlug ich das Tuch hinter dem Kopf zurück. Draussen war's evarte dunkel. Die Wolken schleiften ihren Saum im Wasser. Der See war wie elektrisiert von den Milliarden aufschlagender Tropfen. Drüben, bei Oberhofen, einige Lichter. Siechende Pünktlein in endlosem Grau. Schon zog die nasse Hand das Tuch zurück. Da lief es mir glutheiss über den Rücken. Der See um unser Inselchen stieg! Alf war eingeschlafen. Ich versuchte es mit Coue. Es geht immer besser von Tag zu Tag ...Es geht im... Irgendwoher hatte es Eins geschlagen. Ich lauschte, traute meinen Ohren kaum: Das Trommeln auf unserem Zelt war verstummt. Die Bäume über uns rauschten, ab und zu noch einen schweren Tropfen auf die Blache werfend. Ueber dem Niesen funkelten die Sterne. Vier Stunden später: Raus aus dem Leinwändetui. Boot klar. Erst vorsichtig. Uferfahrten sind ja auch schön! Dann mit vollem Schwung, Tropfen von den Rudern sprühend. « Alf!» — « Häl » Der Rest war Schweigen — ein Hors d'wuvre von Gefühlen. Um 9 Uhr war der Haushalt trocken — wir auch (ausgenommen hinter den Ohren). Um 10 Uhr in Thun, rund um die Schadauecke. Im Städtchen parlierte Alf nur noch Welsch, ich Englisch. Wir zahlten dann auch für ein Kilo Obst 3 Franken. Mittags den Kanal aufwärts. Motto: Wellenspiel und Muskelkraft. Und Bremen, Sonne, Hunger. Im Schadaupark nippte ein Mädchenpensionat Eishimbeer mit Mokka. Ich philosophierte über Klassenunterschiede ... Endlich — einen halben Liter Schweiss von der Schiffslände kochten wir zu Mittag in einer Bucht. Das heisst, wir wollten. Ich HUMOR DER NEUESTE FORD-WITZ. Henry Ford ist gar nicht böse über die vielen Scherze, dio man sich über ihn und seine Wagen erzählt und die er sorgfältig sammelt. Im Gegenteil, er fördert ihre Entstehung, wo er kann, und betrachtet sie als die beste Art von Gratisreklame. Als er im Britischen Automobilclub empfangen wurde, erwähnte einer der Redner in seinem Toast, dass man in England mit Befriedigung bemerkt habe, dass Henry Ford auf seinen Fahrten durch England einen Rolls-Royce benutze. « Das stimmt, » erwiderte Ford, « denn als ich in England ankam, waren meine Werke mit Auftragen so überfüllt, dass ich selbst keinen Wagen bekommen konnte. Es blieb mir also nichts anderes übrig, als den zweitbesten Wagen zu nehmen. » Amerikaner, als ein Schnellzug vorübersaust: « Und das nennt ihr einen Express ? > Stationsvorsteher : « Nein, das rangiert nur ein bisschen. Es wird gleich wieder da sein.» BERLINER WITZ. Nutte. Der junge Mann: «Ich zerbreche mir den Kopf, woher der Ausdruck ,Nuttö' kommen kann. » Das Fräulein am anderen Tischende: «Et kommt von ,nuttig' — soviel wie ,nett*. Wat kucken Se mir denn so zweifelnd an ? Ick muss et wissen — ick bin doch eene.» Zwillinge. Ein kleiner Junge von drei Jahren spielt zwischen den Strassenbahnschienen herum, ein grosser Junge von elf Jahren schaut ihm zu. Ich trete heran und frage den grossen : « Ist der Kleine da dein Bruder ? Ja ? Dann nimm ihn doch von den Schienen weg, der wird ja da überfahren ! » « Ach,» sagt der grosse Junge, « das macht nichts, wir haben zu Hause denselben nochmal! r Adel. «; Bist du ooch ,von' ? > — « JawoM. Mutter weees bloss nich von wem! > n LES BONNES HUILES POUß AUTOMOBILES dolvent ßtre limpides et transparentes, Ce sont les princlpaux indices de purete absolue, NTARL HUILES FRANQAISES, dorees, limpides. 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