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E_1928_Zeitung_Nr.059

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20 Für die Ferientage

20 Für die Ferientage «An Stelle der Stadt stand damals ein Dorf, an Stelle des Schnellzuges fuhr die Postkutsche und an meiner Stelle reiste mein Grossvater,» plaudert Emmerich Pressburger in der B. Z. im Mittag. «Eine junge Dame und ein alter Herr sassen ihm gegen* über. Der Mann schnarchte mit tiefen, keuchenden Atemzügen. Auf einem seiner dicken Finger glänzte ein Ehering. Die Dame las Gedichte. Grossvater liess sie nicht aus den Augen. Er wollte ein einziges Mal ihren Blick erhaschen, was eigentlich nicht viel bedeutet hätte, und doch,.— für Grossvater wäre es schon ein richtiges Abenteuer gewesen. So einen Blick konnte man weiterflechten, mit Phantasiebildeni besticken, und dann träumen davon, wenigstens bis zur nächsten Station. Plötzlich fiel eine Träne auf das Buch. Es war kein Irrtum, — die schöne Frau weinte. Der Mann an ihrer Seite schnarchte noch immer, die Räder hüpften vergnügt über die holperige Landstrasse, draussen lachte die Sonne, und Grossvater war damals noch lange nicht Grossvater. Er hatte sich vorgebeugt, und fragte sie flüsternd, ob sie. nicht wohl sei? Sie antwortete nicht, drückte nur zitternd und krampfhaft ein Tüchlein vor die Lippen, und hinter diesem Tuch wogte ein zurückgedrängtes Schluchzen wie hinter einer winzigen Schleuse der Ozean. «Kann ich Ihnen irgendwie helfen?» Hätte Grossvater zwei Leben besessen, so wäre er gern bereit gewesen, eines davon zu opfern, um das andere ihr anbieten zu können Endlich hob sie die Augen, und sie hauchte kaum hörbar: «Ich bin so unglücklich...» Dumpf schlugen die Hufe der Pferde auf einer Holzbriicke an, die ersten Häuser eines Dorfes erschienen, der Wagen musste in einigen Minuten halten. «Kommen Sie mit mir» — flehte Grossvater sie an, — «wir könnten die Kutsche unbemerkt verlassen!» Sie sagte nicht ja, sie sagte nicht nein, und die Beiden stiegen vor dem Postgebäude aus. Der andere Wagen, der die entgegengesetzte, nördliche Richtung fuhr, stand fahrbereit und bald dröhnten die Räder das zweitemal über die kleine Brücke. Der alte Herr mit dem Ehering fuhr indessen nach Süden. Er schnarchte noch immer, und noch lauter, so dass die zwei Studenten, die auf der letzten Station eingestiegen waren, ihn wecken mussten. Der eine fragte: «Haben wir Sie in Ihrem Schlaf gestört?» «Donnerwetter!» — rieb der Alte sich die Augen — «wo ist die Dame?» Die Studenten lachten aus voller Kehle und schauten unter die Bank. «Hatten Sie aber einen guten Schlaf!» — sagte einer von ihnen. «Es gibt nichts schöneres, als einen schönen Traum,» meinte der andere Der Herr aber flüchte, riss die Tür auf, sprang aus dem Wagen, und als er zu sich kam, stand er inmitten der staubigen Landstrasse, in einer fremden Gegend, hinter ihm eine dahinfegende Staubwolke, und vor ihm das Dorf, wo jetzt die Stadt steht, in die heute auch mich meine Wege führen.» Die Telephon stangen kamen uns hurtig entgegen, und die junge Dame, der ich dies alles erzählte, während der Schnellzug mit rhythmischem Pochen die weite Ebene durcheilte, sah mich fragend an: «Und die Pointe?» fragte sie, — «was ist aus den Flüchtlingen, und was aus dem Gatten geworden?» «Nichts Nennenswertes. Die Dame wurde meine Grossmama.» «Und der Gatte?» — drängte sie. «Er war doch ihr Vater. Die Kleine war ein sentimentales Ding» ... Die Frau lachte. «Und Sie fahren heute zum erstenmal in diese Stadt?» «Zum erstenmal.» «Wann kommen Sie an?» «In einer halben Stunde.» «Und Sie haben keine Angst, dass Ihnen etwas Aehnliches passieren könnte?» «Die Umstände sind leider heute ganz anders. Ihr Herr Gemahl schlummert nicht, und, — Sie lesen keine Gedichte» ... «Mein Mann ist allerdings im Speisewagen,» lächelte sie. «... und heute liest man keine Gedichte...» beendete ich den Satz. Dann drückte ich als Punkt einen Kuss auf ihre Lipppen. Dann noch einen, so dass es ein Doppelpunkt geworden ist. Draussen dunkelte es. «Wie schnell es im Sommer dunkelt,» sagte ich, «und wie lange Ihr Herr Gemahl ausbleibt.» Sie sah mich lustig an. «Der Zug hält gleich. Jetzt könnte sich das Schicksal wiederholen ...» «Ich zweifle daran. Heute fahren wir wohl schneller, aber wir handeln langsamer.» Sie machte keine böse Miene. «Damit auch unsere Geschichte eine Pointe hat,» sagte sie, «verrate ich Ihnen, dass ich auch keinen Mann habe. Er ist mein Freund!» «Dachte ich mir gleich. Verheiratete Frauen betrügen ihre Männer viel eher. Wir fahren schon den ganzen Tag zusammen, und Sie würdigten mich bisher keines Blickes. Erst meine Geschichte...» «Ihres Grossvaters Geschichte,» verbesserte sie. «Nein, nein. Es ist schon meine eigene Geschichte. Eine altbewährte, gute Geschichte.» Die Bremsen erwürgten die Räder. Ich hob meinen Koffer aus dem Netz. «Und die Stadt?» fragte sie. «Ich erzähle diese Geschichte von jeder Stadt.» AUTOMOBIL-REVUE 1928 — N° 59 Avent strassen la-yll Unschuld der vom Lande. Doch horch.. s Reisen heisst, den Staub von den Füssen schütteln, um sie frei zu machen für neuen Staub. Die wahre Erholung besteht in der Vorstellung vom Schwitzen der zu Hause Gebliebenen. Die überspannten Erwartungen, die wir im allgemeinen an Reisen knüpfen, erweisen sich in der Wirklichkeit gewöhnlich als Luft, die freilich meistens besser ist als diejenige, die wir zu Hause atmen. v^, ; . , . In gönne jedem Menschen von Herzen, eine Reise zu tun, nur darf er sich nicht für verpflichtet halten, was zu erzählen. (Gaudeamus) Hill, Himmel ;'s; Rrrretttiniir i MERCEDES 8/22 PS, 4—5-Plätzer, offen, mit elektr Licht , und Anlasser Bosch, prima Schweizer-Karosserie, neu lackiert. Fr. 4000.— . 7261 Mercedes - Benz - Automobil A.-G., Zürich Badenerstrasse 119. — Tel. Uto 16.93 ®9®«o«eoct#««c*«e««eo«Mo Er nimmt nicht mehr Platz ein Hausnummern Straßenschilder Wegweiser finden und lesen Sie des Nachts leicht mit dem Zeiss-Sucher. Ausgerüstet mit dem gleichen bewährten optischen System der Zeiss-Automobilscheinwerier, spendet er ein sehr weit reichendes, nach allen Richtungen hin lenkbares, helles Licht. 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N*59 Das — 1928 AUTOMOBIL-REVUE 21 ALurftomobäl Dr. W. F. Sowohl der Kraftwagen als auch das Motorrad nehmen heute im öffentlichen Rettungsdienst eine Stellung ein, die nicht unerwähnt bleiben darf, da von dieser Aufgabe der gesamte Automobilfahrzeugbau in seinen Konstruktionsgrundsätzen berührt wird. Wir wollen nur ganz flüchtig die Tatsache streifen, dass im deutschen Feuerwehrdienst im Jahre 1927 insgesamt 1200 neue Kraftfahrzeuge eingestellt wurden und weitere 2000 für das laufende Jahr eingestellt werden sollen; wir wollen sogleich zu einer Betrachtung derjenigen Aufgabe übergehen, für die die Verwendung von Kraftfahrzeugen aller Arten sich als dringende Notwendigkeit herausgestellt hat. Da ist zunächst der öffentliche Sicherheitsdienst in den Grossstädten, der ja aufs engste mit dem Rettungswesen verbunden ist. Sowohl Polizei- und Sanitätswachen werden in immer weiterem Masse mit Kraftfahrzeugen versehen, weil es sich bei der zunehmenden Ausbreitung der Stadtgebiete oft um Anwendung grösster Schnelligkeit handeln muss, wenn man mit dem Hilfs- und Rettungsdienst überhaupt nennenswerte Erfolge erziehlen will. Nachdem wir auch in Europa durch die Zeitverhältnisse • dazu gezwungen worden sind, überall in den Städten verstreut, sogenannte Sicherheitskommandos der Polizei einzurichten, war es natürlich eine allererste Bedingung, diese Kommandos mit zuverlässigen Fahrzeugen auszurüsten, die eine grosse Beschleunigung der Dienstbereitschaft ermöglichten. Wir wollen dabei nur erwähnen, dass beispielsweise London im polizeilichen Rettungswesen im Jahre 1920 noch nicht ganz 300 Automobile aufbrachte, heute aber deren 1857 Fahrzeuge besitzt, darunter 750 Motorräder für Eilstreifen des Sicherheits- und Wachdienstes. In Berlin ist die Zahl der im polizeilichen Sicherheitsund Rettungsdienst verwendeten Kraftfahrzeuge ebenfalls um rund 900 Fahrzeuge innerhalb der letzten sechs Jahre angewachsen, so- dass in Deutschland eine hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass auch in anderen Städten der öffentliche Rettungsdienst, soweit er die polizeilichen Aufgaben in sich schliesst, alsbald nach dem Muster der Reichshauptstadt durchweg automobilisiert werden wird. Dass diese Massregel für die Städte in ganz Europa eine dringende Angelegenheit geworden ist, das haben erst wieder die Reden auf dem deutschen Städtetag ••n Rettun^swesen bewiesen, sowie die Aeusserungen der leitenden Sicherheitsbeamten in Paris, Moskau, Rom, Madrid und Brüssel, die gerade in diesem Jahre besonders eifrig sich für die Verwendung des Automobils in ihren Mannschaftsbereichen ins Zeug legten. In London und Rom bestehen auch spezielle Kraftfahrschulen für solche Polizei- und Sanitäsbeamte, die sich später anusschliesslich dem ambulanten Sicherheits- und Rettungsdienst widmen wollen und hier ganz besondere Besoldungs- und Beförderungsvergünstigungen geniessen. Die hohe Nützlichkeit des Automobiles im Rettungswesen wird vor allen Dingen dadurch herbeigeführt, dass es der neuzeitlichen Konstruktion gelungen ist, Fahrzeugtypen zu schaffen, die in der praktischen Unterbringung der Rettungsgeräte und der nötigen Platzververteilung einfach nicht zu überbieten sind. Es kommt ja eben im Rettungswesen alles darauf an, den reinen Sinn für die Notwendigkeiten aus allen möglichen sich ergebenden Rettungsnotwendigkeiten in der Konstruktion zum Ausdruck zu bringen und dadurch jedes überflüssige Experiment zu unterlassen. Eine Automobilgruppe der Feuerwehr muss z. B. ebensogut und mit demselben Erfolg bei Feuergefahr in Erscheinung treten können, wie etwa bei Hauseinstürzen, Wasserdurchbrüchen, Ueberschwemmungen und Rohrbrüchen für Qasund Wasserleitungen. Es ist gar nicht so einfach, solche Vielseitigkeit der Verwendungsmöglichkeit ein und desselben Kraftfahrzeuges für alle geschilderten Fälle zu erreichen, und doch muss dieses Ziel das oberste Gesetz für die Konstruktion der hier beschriebenen Typen des Kraftfahrzeuges sein. Es ist dem- Automobilbau auch bereits gelungen, Kraftfahrzeuge dieser Gattung hervorzubringen, die fast das Ideal der geforderten Verwendungsmöglichkeiten darstellen, doch muss noch weiter versucht werden, eine weitestgehende Vereinfachung dieser Fahrzeuge zu erreichen. Schon die Beschaffungsfrage in Anbetracht des Kostenpunktes spielt doch hier eine grosse Rolle. Selbst grosse Gemeinden haben sich noch nicht durchweg des automobilistischen Rettungsfahrzeuges bedienen können, trotzdem die Notwendigkeit in vielfachen Reden und Presseforderungen immer wieder betont wurde. Wo aber noch ein vierteiliger Zug von Automobilen gebraucht wird, da stellen sich oft die Kosten viel zu hoch, als dass zahlreiche Gemeinden, die gerne wollten, sich des idealen Rettungsfahrzeuges auf automobilistischer Grundlage bedienen können. So muss denn immer mehr versucht werden, das einzelne Fahrzeug für alle möglichen Verwendungsfälle bereit zu machen, so dass ein einziger Alarm sofort alle Geräte, Apparate und Mannschaften mit einem einzingen Fahrzeug an Ort und Stelle bringt. Wenn wir nur daran denken, dass unser moderner Feuerwehrzug, der kaum über mehr als zwei oder drei Wagen verfügt, heute wesentlich mehr leistet, als früher der acht- bis zehnteilige Pferdelöschzug, so wissen wir, dass eine solche Verringerung des Fahrzeugparkes auch auf anderen Gebieten des Rettungswesens dringend notwendig geworden ist. Das territoriale Anschwellen der Grossstädte in ganz Europa hat zudem die Forderung geschaffen, dass die Zahl der vorhandenen Rettungsfahrzeuge, ganz gleich ob bei der Polizei, bei der Feuerwehr oder beim ambulantischen Sanitätsdienst, in umfangreichem Masse vermehrt werden muss. Der grösste Aktionsradius des einzelnen Fahrzeuges wird durch eine starke Erhöhung der Zwischenfälle und Unfälle noch in seiner Einwirkung auf die Rettungsarbeit des einzelnen Automobils noch verschlechtert, so dass in der Tat eine noch allgemeinere Verwendung dieser Fahrzeuge zum mindesten in den Grossstädten eine selbstverständliche Forderung ist. Aber auch in den Landgemeinden sollte das Rettungswesen nach den hier angegebenen Prinzipien ausgestaltet werden, denn hier s ist schon die Tatsache massgebend, dass durch die Erhöhung des allgemeinen Fahrverkehrs auf den Landstrassen auch eine viel grössere Möglichkeit der Verwendung besonderer Rettungsfahrzeuge automobilisfischer Art besteht. Wenn auch in Mitteleuropa die Entfernung eines Dorfes vom andern nicht übermässig gross zu sein pflegt, so ist es dennoch vorgekommen, dass Automobilisten, die nachts auf der Landstrasse einen Unfall erlitten hatten, einfach bis zum nächsten Morgen ohne jede Hilfe blieben, einfach weil eine Einholung der Verletzten wegen Fehlens geeigneter Gefährte sich nicht durchführen Hess. Man musste dann oft erst am nächsten Morgen aus der fernen Stadt einen Rettungswagen anfordern, wo dann die Rettungsmöglichkeit für die Betroffenen durch die lange Wartefrist oft recht vermindert war. Das Automobil hat im Rettungswesen zweifellos noch eine sehr bedeutsame Zukunft vor sich. Mit der Erhöhung des allgemeinen Verkehrs, mit der Stärkung der wirtschaftlichen Anspannung und schlieslich mit dem Ziel der Sicherung von Leben und Eigentum durch schutzpolizeiliche Massnahmen wird sich von selbst die Notwendigkeit ergeben, das Automobil in immer weiterem Masse in Anspruch zu nehmen: Der weisse Chauffeur. Vor Jahren sah man ihn in amerikanischen Filmen als ein im Dienste grau gewordenes Faktotum der Upper Thousands (ich glaube, 1 Harald Lloyd Hess zuweilen seine gläserlose Hornbrille hinter einem weissen Mantel durch die Broadways führen), zeigte sich dann in leibhaftiger Gestalt in jenen lautlos rollenden Wagen, die ein GB oder US neben der Nummer tragen und an denen alles gross und unendlich voll Staub ist. Und heute? Nun, heute ist er auch im Schweizerländchen heimisch, sagen wir Mode. Die Tage der grossen Hitze (lächerlich, wie man immer wieder darauf zurückkommt, wegen den paar gutgemeinten Sonnenstrahlen!) haben sie wie Pilze aus dem Boden gezaubert. '•' Langer, peinlich sauberer Glockenmantel schwarzer Kragen- und ebensolcher Aermelaufschlag, Gamaschen, gebrauchsangehauchte Wildlederne. Das Gesicht gebräunt, von achtunggebietender Langeweile durchtränkt, die Stirne beschattet vom Schild der weissschwarzen Chauffeurmütze. Ihr Charakteristikum ist die Unnahbarkeit. Man kann sich nicht vorstellen, dass sie irgendwie ein lautes Wort sagen oder eine heftige Bewegung ausführen könnten. Im Strassengetümmel bilden sie eine Oase souveräner Ruhe. Ich habe kaum einen am Volant gesehen. Meistens stehen sie neben ihrem Wagen vor irgend einem Laden der Hauptstrasse und warten auf die Einkäufe besorgende Dame oder thronen im Fond des Achtzylinders hinter Herr oder Herrin, die — la mode oblige — am Lenkrad sitzen. Könnt' ich doch einmal einen der weissen Chauffeure beim Beheben einer bösen Panne sehen! Wird wohl nie möglich sein... Denn — dann hat der graue nüchterne, aber so furchtbar praktische Overall den Platz des schneeweissen Mantels eingenommen, den eine besorgte Hand auf die Polster des Wagens gelegt... xi. Personen- u. Lastauto« «s- Verkauf Wir sind Weiterhin Abgeber von: Personenautos, 4—6-Plätzer, diverser Marken. Lastautos, 4—5T., Vollgummibereifung, diverser Marken. Personentransportwagen, geschlossen, 20-Plätzer, Berna, mit Weichgummibereifung, solche lassen sich auch leioht als Lastwagen umbauen. THUN, Telephon 789. Motorwagenpark Die Verwaltung. Zum europäischen Wagen Zum amerikanischen Wagen! Pneus- Vertretung Für den Vertrieb eines ganz erstklassigen Amerikaner-Pneumatiks wird die Vertretung rayonweise an kapitalkräftige Händler oder Garagen-Besitzer vergeben. 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