Aufrufe
vor 11 Monaten

E_1928_Zeitung_Nr.051

E_1928_Zeitung_Nr.051

AUTOMOBIL-REVUE -A."vrt

AUTOMOBIL-REVUE -A."vrt o s ek"fc±oxi. "\7tral *t»t"te des N*5 Die Sektion bei Saurer in Arbon. im Hafen von Friedrichshafen. AUTOMOBILSEKTION WALDSTÄTTE DES T. C. S. Die drei Ereignisse der letzten Wochen kann der Chronist in die Annalen der Geschichte unserer Sektion als erfolgreich eintragen: zunächst die originelle Rundfahrt auf dem Vierwaldstätterses in Verbindung mit unsern Schwestersektionen Zürich und Basel; über sie ist bereits so viel Gutes und Schönes berichtet worden, dass es schade wäre, noch weitere Worte darüber zu verlieren. Vielfache Anregungen bot uns am 28. Mai eine Fahrt mit dem zentralschweizerischen Pressverein nach St ürban und Willisau. Dem Aufruf unseres rührigen Präsidenten H. Otto Helmlin folgten zahlreiche Mitglieder und stellten gerne unsern Freunden aus der Presse ihre Wagen für diese Fahrt zur Verfügung, es blieben sogar viele Plätze freund konnten einige Wagen wieder entlassen wenden. Auf verschiedenen Wegen zog man bei herrlichem Reisewetter durch mehr oder weniger bekannte Gegenden nach der altehrwürdigen Kulturstätte an der Kantonsecke, jetzt leider ein Heim für die ärmsten unter den Kranken. Grosses Interesse erweckte das infolge seiner prächtigen Schnitzereien berühmte Chorgestühl, welches seiner Zeit ins Ausland verkauft und neuerdings von der Gottfried Kellerstiftung wiederum erworben und nach seinem ursprünglichen Standort zurückgebracht worden ist. Ein gemütliches Zobig vereinigte die zirka 70 Personen umfassende Gesellschaft in Willisau, bei welchem Anlass H. Weislogel im Na men der Presse d°r Sektion Waldttätte für ihre Freundlichkeit dem Dank aussprach. Eine in ihrem Wesen von den gewöhnlichen Veranstaltungen ganz verschiedene Ausfü^t war Her Besuch der Saurer-Werke in Arbon. Unter den liehen glänzenden Erfolge dieser Marke auf der Zuverlässigkeitsfahrt Paris-Nizza den Wunsch auf- Kommen lassen, der Geburtsstätte und Heimat dieses wichtigen und erfolgreichen Zweiges unserer nationalen Industrie einen Besuch abzustatten. Dank dem Entgegenkommen der Fabrikleitung konnte dieser Wunsch am letzten Freitag, den 8. Juni 1928 ausgeführt werden. — Einen ganzen Tag hiefür zu opfern, war zwar nicht jedermanns Sache, und zumai in Anbetracht des zu einer grössern Reise wenig einladenden Wetters war die Beteiligung nicht sehr gross, aber es fanden sich am Freitag morgen im Empfangszimmer der Fabrik Saurer doch um die 40 Personen ein. Mit lebhaftem Interesse durchwanderten wir unter der fachkundigen Leitung einiger Ingenieure die verschiedenen Abteilungen, wobei uns einigermassen zum Bewusstsein kam, wie ausgedehnt die verschiedenen Fabrikationszweige sind, und mit welcher Präzision jeder einzelne der 3000 Bestandteile bearbeitet wird. Besonderes Interesse erweckten die in Montage begriffenen Flugzeugmotoren, •'•owie die mit allem erdenklichen Luxus ausgestatteten modernen Gesellschaftswagen Freilich mochten bei diesem oder jenem Automobilisten Angstgefühle und Depressionszustände auftreten bei dem Gedanken, solchen «Sauriern» auf schmaler Bergstrasse zu begegnen So waren einige Stunden im Nu verflossen. Bei dem darauffolgenden, in Quantität und Qualität vorzüglichen Mittagessen im Hotel Bär dankte H Helmlin nochmals den Vertretern der Fa. Unter dem Einflüsse der grosszügigen Ideen des Vormittags wurde kurzerhand beschlossen, den Nachmittag zu einem Besuch der Zeppelinwerfte in Fried ricb&hafen zu verwenden. In einem grossen Motorboot gings in einer schönen flotten Fahrt über den weiten Spiegel des Bodensees üoer die Landesgrenze hinaus auf deutschen Boden. Wohl keiner wird zeitlebens den gewaltigen Eindruck -vergessen, welchen der im Bau befindliche Koloss von 236 m, Länge und 30 m Durchmesser auf ihn machte. * Aber nun galt es, mit Beschleunigung sich an den Heimweg zu machen, denn schon war es 5 Uhr abends und waren wir noch jenseits des Bodensees. Nach der Ueberfahrt wurden die Wagen fahrbereit erstellt und gegen 7 Uhr abends zogen die Luzerner in langer Kolonne von Arbon ab. Richtung St. Gallen, Ricken, der Heimat entgegen. In Rapperswil wurde noch ein kurzer Halt gemacht, und um die zwölfte Stunde waren alle wohlbehalten bei der heimatlichen Schwelle angelangt. Dr. R. Z. •O- AUTOMOBILSEKTION BASEL DES T.C.S. Die Sektion veranstaltet Samstag den 23. Juni 1928 einen Lampion-Corso durch das Stadtinnere mit anschliessendem Sommernachtfest im Solitude- Park. Das letztjährige Nachtfest auf dem Bruderholz hatte einen derartigen Erfolg, dass die Teünehmerzahl dieses Jahr sicher auch eine grosse sein wird. Den Mitwirkenden wird empfohlen, ihre Autos geschmackvoll mit Lampions zu dekorieren. Hiebei sind « Sujets» nicht ausser Acht zu lassen. Den Inhabern der gediegendst dekorierten Autos winken nette Barpreise. Die Besammlung der Wagen findet 20.45 Uhr auf der Strasse St. Jakobs denkmal-Wolfbahnhof statt. Die Flahrroute lautet: St. Jakobsstrasse, Aeschenvorstadt, Freiestrasse, Marktplatz, Eiserigarsse, Greifengasse, Clarastrasse, Bad-Bahnhof, Schwarzwaldallee. Solitude. wo die Wagen unter Aufsicht parkiert werden. Der Solitude-Park erhält eine gediegene Beleuchtung, nebst einem währschaften Tanzboden, wo die Tanzlustigen unter den Klängen einer rassigen Blechmusik sicher auf ihre Rechnung kommen werden. Den Baslern wünschen wir zu ihrem Unternehmen eine prächtige Sommernacht und guten Erfolg! —t Die Gründung eines Verbandes der Angehörigen einer Motorwagentruppe stösst auf starkes Interesse. Einer uns zugekommenen Zuschrift entnehmen wir: «Wir möchten Sie ermuntern, mit dieser Sache vorwärts zu machen. Es wäre sehr begrüssenswert, wenn es gelänge, etwas Positives zu unternehmen und ich gratuliere Ihnen zu diesem Gedanken». Ein anderer Wehrmann schreibt uns: «Mit Freuden begrüsse ich die Idee des Zusammenschlusses der Motorwagentruppe und möchte mich zum vornherein anmelden, eingedenk der schönen Stunden, die ich als Unteroffizier bei dieser Truppe erleben durfte.» Wir glauben, dass der Gedanke auf guten Boden gefallen ist und dass wir der Gründung dieses Verbandes mit Zuversicht entgenblicken dürfen. -t. Gemeinde- und Autopolizist. Die Automobilisten dürfen sich freuen. Die Gemeinde Silvaplana sucht für die Sommersaison «einen versierten Gemeinde- und Autopolizisten», der mindestens einer Fremdsprache mächtig ist. An Anmeldungen für diesen sicherlich angenehmen Posten wird es nicht fehlen. Irgendeiner wird herausgegriffen und in die Uniform gesteckt werden und darf damit als «Autopolizist» funktionieren. Ob der gute Mann daneben etwas vom Verkehrswesen und vom Automobilismus versteht oder nicht, scheint dem Gemeindevorstand von Silvaplana gleichgültig zu sein. -t. Die Nachfrage Steigt Stetig! Die grosse Beliebtheit beim Publikum und die gewaltige Nachfrage nach det neuen Graham-Paige-Serie sind allein der besseren Qualität zuzuschreiben. Automobilkäufer wissen schnell die ungewöhnliche Vereinigung von Kraft und Bequemlichkeit, Schönheit der Linienführung, und Wirtschaftlichkeit zu schätzen. Graham-PalgS -Wagen «!nd für alle Fahrtverhältnisse zu haben: Achtzehn Modelle auf fünf verschiedenen Chassis, mit Sechs- und Acht- Zylindern, und zwar ju Preisen, die fast jeder« mann die Anschaffung ermöglichen. DIESER KOLBEN gehört in Ihr Automobil. Er Erhöht die Motorleistung — Vermindert den Brennstoffverbrauch Vermeidet das Oelsteigen — Verhindert das Klappern Wollen Sie die Freude am Autoiahren erhöhen, dann zögern Sie nicht, in Ihr Auto die vorzüglichen (Modelt 619, FHhf3itzer.Sedqn,tF rViergaitg .Transmission, siebenfach gelagerter Kurbelwelle und hydraw lachen Vierradbremsen. einbauen zu lassen, deren Aasdehnung derjenigen eines Kolbens aas Gusseisen am nächsten steht, somit Ein baospie! derDiatherm- Kolben entsprechend gering und demjenigen von Grauguss wiederum am nächsten. Wir Ausschleifen von Motorzy lindern kompletten DIATHERM-KOLBEN Verlangen Sie sowie den ausführlichen Prospekt: Kolben Automobilisten sind nicht die schlechtesten Patrioten zu finden, ganz abgesehen von dem schönen Batzen, den sie Jahr für Jahr in Form von Spezialsteuern alier A r t in reichem Masse auf den Altar des Vaterlandes legen. Im besonderen hatten der Weltruf der Saurer-Lastwagen und die kürzgiessen Diatherm-Kolben in Coquillen ans Spezial-Siiumin (A;pax); dessen hohe mechanische Festigkeiten, Härte and grosses Wärmeleitvermögen sind gerade für den Leichtkolbenbau hervorragend prädestiniert. und Ausrüsten innert kürzester mit Zeit unsere Preisliste „Notizen über die Diatherm-Kolben". Schweizerische Metallurgische Gesellschaft Telegramme: Plomblei Muftenz bei Basel 1 '• Telephon Muttenz S. öüöü GENERALVERTRETUNG FÜR DIE SCHWEIZ: Automobiles PAIGE-Jewett a Bahnhofstrasse 94 ZÜRICH Tel. Selnau 5465

IST* 51 — 1928 A. C.S., SEKTION ZÜRICH. Die am 9. und 10. Juni 1928 ausgetragene Gremzbesetzumgsfahrt in den Jura der Sektdon Zürich des A. G. S. hat einen vorzüglichen Verlauf genommen. Am Samstag machten sich die 21 Automobile mit ihren 70 Insassen unter der Leitung von Hrn. Kantonsrat Gassmann, Zürich, auf den Weg, um an Hand eines vom Touiristikbureau der Sektion Zürich des A.G.S. ausgearbeiteten, ausifühirlteiheEt Itinerairea über Baden, Lenzburg, Kreuzstrasse, OJten. Oensingen, Ganstounnen, Mautier, Delsberg die Höhe von Les Rangiers zu erreichen, wo man beim Soldatendenkmal Halt machte. Nachher .ging's hinab über Gourgenay nach Pruntrut. Hier hatte Hr. Bippert, Direktor des Gaswerkes Pruntrut, als Vertreter der Sektion Les Rangiers des A. G. S. die Unterkunft der Fahrtteilnebmer aufs beste vorbereitet. Am Eingang des Städtchens standen Pfadfinder bereit, um die anfahrenden Automobilisten nasch zum Hotel und zur Garage zu geleiten. Nachdem man noch den Sehenswürdigkeiten Prantruts einen Besuch abgestattet hatte, fand man sich im Hotel «Terminus» zum gemeinsamen Nachtessen, wo Herr Gassunann die stattliche A. G. S.- Gemeinde begrü&ste, der Sektion Les Rangiers des A. G. S. die freundliche Aufnahme im schönen Jura verdankte und mal trefflichen Worten der ernsten Zeit der Grenzbesetzung 1914/18 gedachte. Die Grüsse deT Sektion Les Rangiers des A. C. S. überbrachte Herr Direktor Bippert; der Besuch der Zürcher Automobilisten habe in Pruntrut besten Widerhall gefunden. Ein gemütlicher zweiter Teil mit Musik und Tanz hielt die Anwesenden bis nach Mittennacht jbeisammen. In teilweiser Abänderung der Fahrtroute wurde am Sonntag noch den bekannten Grottes de Reclere, eineT besondern Sehenswürdigkeit der Ajoie, ein Besuch abgestattet. Dann ging's durch aus der Grenzbeisotzungszeit noch in bester Erinnerung stehende Dörfer und Weiler hinüber nach Gharmoille, wo man sich im Hotel du Cerf zu einem währschaften Berner Mittagessen fand. LeideT hatte sich nun auch Regenwetter eingestellt, eodass die Fahrt üiber Delsfoerg, Laufen, Aesoh nach Basel mit geschlossenem Verdeck absolviert werden musste. Für Basel war eine besondere Ueberraschunig vorgesehen, indem der an der. Fahrt teilnehmende Herr Scihlotterheck jun. Fahrer und Angehörige zu einer Besichtigung der neuen Gross-Garage Schlotterbeck eingeladen hatte. Mit Interesise wurde der mächtige Bau besichtigt, und die Fahrt der 20 Wagen die Rampen hinauf ziur obersten Etage bildete ein besonderes Ereignis für die Fah