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E_1928_Zeitung_Nr.056

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Die Unter all den Signalapparaten, die in tausend Klangfarben, vom tiefsten Bass bis zum hellsten Gekreisch, vom Wohllaut bis zum Geschnarr, sich vermittelst verschiedener Wellenlängen ins Ohr jener Mitbürger bohren, die für die Jahre ihres Erdenwallens das Zeitalter des Verkehrs erwählt haben, nimmt die Motorpfeife eine hervorragende Stellung ein. Den hartgesottenen Grossstädter, den professionellen In-der-Fahrbahn-Zeitungsleser mahnt sie in gleicher Weise zum Auf- oder Umsehen, wie ihr durchdringendes Tütütü- Tititi die Pferde des Landfuhrwerkes dazu bringt, ihr Heil im Strassengraben zu suchen. Dieser Nimbus kostet sie aber vielenorts den Kragen in Form schärfster polizeilicher Verbote. Sie wurde aus dem Gewinde in der Ventilverschraubung herausgedreht und durch eine Reserve-Zündkerze ersetzt, zum alten Eisen geworfen, sie, der beste, billigste und ohne speziellen Antrieb arbeitende Signalapparat. In X war das Verbot schon lange in Kraft. Nur der blosse Gedanke an sie verursachte den HH. Polizisten einen roten Kopf; keiner aber hätte es für möglich gehalten, dass an der wichtigsten, verkehrsreichsten Strassenkreuzung ein bodenständiger Lastwagenchauffeur, im Angesichte des Verkehrspolizisten seine Motorpfeife ertönen lassen würde. Notizbuch und Bleistift traten in Aktion. Und bald kam dem Sünder ein Bussenzettel ins Haus geflogen. Die Höhe des Betrages hätte jedem andern Menschen mit nur vierstelligem Jahreseinkommen eine Hühnerhaut über Automobil-Koffer Lager und Spezialanfertigungen Piknik-Körbe Leder-Kissen Alle übrigen Lederwaren und Reise- Artikel in grösster Auswahl AIFREDJCHMID FEIME LEDERWARENü. REISEARTIKEL ST.GAL1EN SPEISERGASSE 11 Sir Michaels Abenteuer. Roman von K. 0. R. Browne. Copyright 1928 by Georg Müller, Verlag, München (Portsetzung vom Hauptblatt.) «Ja, das ist alles,» sagte sie. «Als mein Vater vor zwei Jahren starb, stellte sich heraus, dass er versucht hatte, schnell reich zu werden — mit Hilfe der Börse. Leider war ihm das Gegenteil gelungen. Ich hatte keine Verwandten und musste arbeiten. Da ich keinen Befähigungsnachweis für etwas anderes erbringen konnte, versuchte ich es mit diesem Beruf. Es ist nicht der Himmel auf Erden, aber das bedeutet Wohnung und Essen.» Eine Weile schwieg Mike. Ihre einfache Geschichte hatte ihn bis ins Innerste erschüttert und er empfand bitteren Zorn gegen die Welt, die mit einem solchen Mädchen so umspringen konnte. Er schaute sie bekümmert an. «Aber — man behandelt Sie hier doch anständig, nicht? Ich meine, wenn das nicht der Fall ist, so brauchen Sie nur ein Wort zu sagen und ich —» Anne lächelte ihm zu; das Erzählen ihrer armseligen kleinen Geschichte hatte entschieden belebend auf sie gewirkt. «Natürlich, behandeln sie mich anständig. Ich sollte wirklich nicht murren, Mrs. James, es geht mir um vieles besser als einer 3VEotori>±oi±o Von Carl Hess. den Leib gezogen, nur unser Chauffeur behielt sein Phlegma, das ihn wie den ihm anvertrauten Lastwagen vorteilhaft von einem modernen Rennwagen und dessen Lenker unterschied. Er lenkte sein riesiges Vehikel vor das massige Gebäude des Polizeirichters, wo er unter Vorweis des Bussenzettels erklärte, dass er nie die Motorpfeife verwendet habe und der Motor zur Anbringung einer solchen gar nicht geeignet sei. Eine genaue Untersuchung an Ort und Stelle ergab die Richtigkeit dieser Behauptungen. Die Busse wurde zurückgezogen und die Anzeige für irrtümlich erklärt. Der so glänzend Rehabilitierte bestieg seinen Führersitz, grüsste verbindlich und sein Wagen bog um die Ecke. Da geschah das Unglaubliche: Wie ein letzter Gruss des Entschwindenden erzitterte durch das stille Gässchen ein höhnisches Tu'- tütütititi. Dass so etwas in einem Rechtstaate . . . : . Ueber die Treppe des sonst so stillen Amtsgebäudes stürmten drei Beinpaare hinauf, die nur gewohnt waren, gemächlich zu trotten oder unter dem Schreibtisch in verschiedene Stellungen zueinander gebracht zu werden,, ganz erstaunt über die Raserei der auf ihnen tronenden Rumpfe und Köpfe. Eine Türe flog krachend ins Schloss, dass es in drei Stockwerken keinen schlafenden Beamten, dafür aber einige Tintenklexe auf allerlei wichtigen Akten gab. Tags darauf stand der Lastwagen wieder vor dem Hause mit der finsteren Fa'ssade und der Chauffeur vor dem Polizeirichter. Währen auf der Strasse fachkundige Augen und Hände den Wagen untersuchten, den ''\^eg des treibenden Gases vom Ausgangsstutzen bis zum Auspuff loch, den Weg der Kraft von der'Kurbelwelle bis zur Radnabe und die* Irrwege des elektrischen' Stromes vorn Dyriämo bis ins Schlusshäusschen verfolgten, wusste der Angeschuldigte von gar nichts und trug eine Miene zur Schau, die man einfältig, unschuldig, pfiffig oder stockdumm hätte nennen können. Als das Gutachten der Sachverständigen in der Kanzlei vorlag, durfte er abermals als Triumphator die heiligen Hallen verlassen. Sein Wagen konnte weder durch die Explosionen, noch durch die Auspuffgase, auf mechanischem, elektrischem oder elektromechanischem Wege gepfiffen haben. Anod erat demonstrandum! Der Wagen bog um die Ecke — und wieder war es da, das Ungeheuerliche: die Motorpfeife schmetterte ein jubilierendes Tütütüti! in die Lüfte, das auch die geweihten Räume des Amtsgebäudes erfüllte, Wutausbrüche in den Zimmern der an der Sache beteiligten Amtspersonen, Lachsalven in den Klausen Menge anderer Mädchen. Mr. Bytheway ist ein lieber Mensch und Mrs. Bytheway ganz erträglich, wenn sie vergisst, etwas Besonderes vorstellen zu wollen — was allerdings, wie ich zugeben muss, nicht oft der Fall ist. Und Violet ist ein lieber Schatz. Ich habe mich wirklich über nichts zu beklagen. Es ist nur Brummigkeit von mir, wenn ich etwas sage. Aber jetzt genug von mir, bitte. Schauen Sie, wie die Sonne durch die Zweige scheint.» Aber Mikes männlicher Geist war weniger behend und er war noch nicht in der Stimmung, die Sonne hinter den Bäumen zu betrachten. «Erzählen sie etwas von diesen Bytheways,» bat er. Oh, sie sind nichts Aussergewöhnliches. Mr. Bytheway war früher Beamter, ein ziemlich unbedeutender, denke ich. Dann starb sein Onkel und hinterliess ihm ein Einkommen van zwanzigtausend Pfund im Jahr und diesen Besitz. Das war vor einem halben Jahr und er hat sich noch nicht davon erholt. Er ist eine gute Seele, aber etwas zerfahren und dieser plötzliche Wechsel hat ihn förmlich betäubt. Auch hat er eine Todesangst vor seiner Frau. Der ist das Geld arg zu Kopf gestiegen und sie bemüht sich sehr, in die gute Gesellschaft zu kommen. Sie zwingt den armen Mr. Bytheway, einen Zylinder zu tragen und in London im Charidge-Hotel abzusteigen — sie ist gegenwärtig mit Harald dort, Kleider kaufen — sowie ein Auto zu lenken, zu Tisch Toilette zu machen und einen Sekretär zu halten. Stellen Sie, sich Mr. Bythway mit einem Sekretär vor! O — verzeihen Sie!» der unbeteiligten Kollegen hervorrufend. Eine ad hoc einberufene Versammlung sollte unter Heranziehung gewiegter Kriminalisten entscheiden, was nun zu tun sei. Die gefassten Beschlüsse deuteten darauf hin, dass die Kriminalisten die Richtung gaben. Der brave Chauffeur war Anhänger jener medizinischen Grossen, die wissen wollen, dass nicht der Schlaf vor Mitternacht, sondern der am Morgen der gesündeste sei. Diese seine Ansicht gab er durch lautes Schnarchen kund, welcher Beschäftigung er bis knapp vor Beginn seiner Arbeitszeit obgelegen hätte, wenn nicht, statt der Weckerglocke, wesentlich früher die Türglocke zu Di ///. Blatt der „AutomoMiSteBwe Autler-Ausflu e Zufahrtsstrassen au« der ganzen Schweiz sind ersichtlich Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des rasseln begonnen hätte. Zwei handfeste Polizisten traten in die Wohnung, ohne sich ob ihres frühen Besuches zu entschuldigen und brachten den Mann ins Polizeigefängnis, Sie gaben ihm um sieben Uhr ihr Ehrengeleite bis'ins Amtslokal, wo in Anbetracht des interessanten Falles sich einige Häupter der heiligen Hermandat versammelt hatte. «Sie sind als Chauffeur bei der Firma Y. angestellt. Wann beginnt Ihre Arbeitszeit?» «Um acht Uhr morgens.» Alle Blicke wandern nach der elektrischen Uhr, die über der Türe angebracht ist «Wenn Sie nun ihren Dienst nicht antreten?» das lohnendste Ausflugsziel für Automobilisten! Veranden, schattige Gärten, Garagen, vorzügliche Küche, dipl Chef - Prospekte durch A. Schvnidlin, Mitgl. des A C.S. u. T.C.S. Knrhans u. Bad „Waldeg§£ in T. O. R. C.S. Prima Küche und Keller. Lebende Forellen. Spezial-Menus bitte vorausbestellen. Gelterkinden Nr. 44. Kur- und Erholungsbedürftige finden freundliche Aufnahme, mit Kalt- und Warmwasser. Pensionspreis Fr. 8—9.50. GARAGE, Benzintank. T. 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Wenn —» «Bitte, reden wir nicht mehr von mir,» sagte Anne. «Finden Sie nicht, dass Sie jetzt an der Reihe sind? Sind Sie schon lange Sekretär?» «Wie?», sagte Mike etwas nervös. «Ich? 0 nein, nicht lange.» «Ich dachte, Sie waren vielleicht der Sekretär von diesem netten Wirt,» sagte Miss Kent unschuldig, «und wollten sich verbessern, wie man zu sagen pflegt.» «Wie — von Hicks? O nein, sein Sekretär war ich nicht, ich war nur sein Kampfgegner.» «Ach so,» sagte Anne. «Einmal dachte ich, Sie wären ein Auto-Verkäufer.» Mike starrte sie verständnisvoll an. «Wieso, um alles in der Welt —» «Nun, dieses Auto, wissen Sie,» erklärte Miss Kent, «in dem Sie mich zum Bahnhof von Richmond brachten.» «Ach dieses. Hm — nein, das wollte ich nicht gerade verkaufen —» Zum Glück brachte jenes Schicksal, dessen Obsorge falsche Sekretäre anvertraut sind, in diesem Augebnlick willkommene Ablenkung. Die Auffahrt herauf kam unter der Führung eines verkümmerten Jünglings ein Fordwagen von so ehrwürdigem Alter und ausserordentlicher Gebrechlichkeit, dass er der erste seines Geschlechtes, sozusagen der Vater aller Fordwagen hätte sein können. Langsam und knarrend rollte dieses Operetten-Gefährt heran und hielt mit einem" wilden Kreischen der Bremsen vor dem Haustor. Seinem überfüllten Innern entstiegen nicht ohne Schwierigkeit verschiedene Personen. «Guter Gott!», sagte Mike. «Ist das der andere Wagen, von dem Mr. Bytheway sprach?» Anne kicherte. «O nein, diesen habe ich noch nie gesehen. Sie müssen mit dem anderen wohl zusammengebrochen sein, denke ich.» «Und wer ist das alles?», fragte Mike, indem er auf die kleine Gruppe beim Tor hinwies. «Die üppige Dame ist Mrs Bytheway, der magere Jüngling ist Harald und den anderen kenne ich nicht. Vermutlich ein Freund von Harald.» Mike blickte der Gesellschaft nach, die im Hause verschwand. «Zäh ausschauende Bande!» bemerkte er. «Der Unbekannte hat übrigens einen guten Geschmack in Wadenstrümpfen. Hallo —gehen Sie schon?» «Der Tee wird gleich bereit sein und ich muss dem Kind das Gesicht waschen.» «Um Himmelswillen,» sagte Mike' ängstlich, «stehen Sie mir zur Seite, Mädchen ! Lassen Sie mich nicht der Menge schützlos gegenübertreten!»