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E_1928_Zeitung_Nr.057

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10 AUTOMOBIL-REVUE

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N° 57 III. Blatt BERN, 6 Juli K28 No 57 III. Blatt BERN, 6. Juli 1928 Lehrkurs der Automobil-Revue. Bau- und Wirkungsweise des Automobils. Nach dem bekannten Werk von L. Razaud. adjndant-conterencier am Lyoner Militärzentram Bisher erschienen folgende Kapitel: 1. Der Motor. Allgemeines — Typen von,Motoren — Die verschiedenen Organe — Die vier Takte — Zweck der Voreüungen und Nacheilungen — Kühlung — Schmierung. 2 Der Vergaser- Prinzip des Vergasers -— Der Soiex-Vergaser — Der Zenith-Vergaser — Der Memini-Vergaser 3 Der Magnet. Beschreibung — Tätigkeit. Batteriezündung — Beschreibung. 4. Chassi s und Uehert r a sr u n g Das Chassis —' Die Kupplung — Das Wechselgetriebe — Das Differentialgetriebe — Kardanubertragtmg. Deberleitung aus dem Kapitel der letzten Lehrkurs-Nummer: In-Nr. 51 wurde mit der Besprechung der Störungen tm Motor selbst begonnen. Der letzte Satz lautete : Die Schuld liegt am Benzinzufluss zum ... 58. Blatt Fortsetzung au» N*, 51 169 Vergaser. Man schaue nach, ob der Benzinhahn vollständig geöffnet ist. Die Filter können teilweise verlegt sein: Bei normaler Fahrt entleeren sich dann die Leitungen nach und nach, bis der Motor stillsteht. Die Zeit des Anhaltens, des Aussteigens usw. hat aber genügt, damit sich die Leitungen wieder füllen konnten, und deshalb ist der Motor auch wieder angelaufen. Man reinige die Filter, und die Störung ist damit beseitigt. b) Der Motor läuft leicht an, aber nach einiger Zeit lässt seine Leistung nach, er. erstickt. Man hält an, untersucht, der Motor lauft, wieder leicht an und nach kurzer Zeit wiederholt sich diese Erscheinung: Die Schuld liegt am Auspuff. Die Auspuffleitung oder der Auspufftopf sind teilweise verstopft: Man reinige sie, und alles wird in Ordnung sein. c) Der Motor läuft gut bei langsamer und mittlerer Tourenzahl, erreicht jedoch nicht höhere Tourenzahlen. Die Ursache liegt am Unterbrecher des Magneten: Der Hammer des Unterbrechers wird von seiner Achse leicht festgeklemmt und hat bei höheren Tourenzahlen nicht Zeit, sich wieder auf den Amboss zu setzen. Man reibe die Achse des Hammers leicht mit Schmirgeltuch ab. Gleichzeitig überzeuge man sich von der genügenden - Spannung der Unterbrecherfeder. d) Im Auspufftopf entstehen.Explosionen: Eine Zündkerze entzündet nicht regelmässig. Man kontrolliere und reguliere, wenn nötig, die Elektroden der Zündkerzen und prüfe die Anschlüsse der Kabel nach. e) Der Motor „niesst": Diese Störung ist meist auf im Benzin enthaltenes Wasser zurückzuführen, das von Zeit zu Zeit in Tröpfchenform die Düse verstopft. Manchmal sind an diesen Verstopfungen auch Fremdkörper schuld, die im Benzin enthalten sind und sehr klein sein können. In beiden Fällen entleere man den Vergaser, reinige ihn gründlich und nehme, wenn möglich, dieselben Vorkehrungen im Benzinbehälter vor. Unterwegs genügt 170 es meist, wenn man den Benzirihahn öffnet und das Benzin eine Zeitlang ausströmen lässt, damit die Fremdkörper fortgeschwemmt werden. Das Fahren. Gut Automobilfahren heisst nicht einfach schnell fahren, Kurven in rasendem Tempo nehmen, rasch anfahren und plötzlich stoppen können. Eine derartige Führung kann im Gegenteil eher als Aufschneiderei bezeichnet werden. Gut fährt jedoch der, der seinen Motor, seine Reifen und alle sich bewegenden Organe zu schonen weiss; wer die Verkehrsregeln kennt, wer mit einem Wort seine Rolle als gewissenhafter Fahrer erfüllt und nicht die eines Kraftmeiers spielt. Das Inbetriebsetzen des Motors. — Beim Inbetriebsetzen sollen die nachstehenden Vorsichtsmassregeln unbedingt eingehalten werden:' 1. Man achte darauf, dass genügend Benzin im Behälter sich befindet. Wenn die Benzinzufuhr unter Gefälle erfolgt, so überzeuge man sich, däss das Luftloch in der Behälterverschraubung nicht verstopft ist; steht der Behälter unter Druck, so muss die Verschraubung dagegen vollkommen dicht schliessen, der Behälter muss sich durch die Handpumpe unter Druck stellen lassen. 2. Der Kühler muss gefüllt sein. Der Ausgang des vom Motor herkommenden Kühlwasserrohres muss überschwemmt sein; der Kühler ist so lange zu füllen, bis dass der Ueberlauf in Tätigkeit tritt. 3. Man überzeuge sich davon, dass genügend Oel vorhanden ist. Nach diesen Hauptkontrollen überzeuge man sich : Dass der Schalthebel auf Leerlauf steht; dass die Handbremse angezogen ist. Man bringe den Gashebel in die Langsamlaüfstellung und ^telle den Zündungshebel auf Nachzündung ein. 171 Man stelle den Zündungskontakt auf den Buchstaben M (marche). Man öffne den Benzinhahn, überzeuge sich, dass das Benzin zum Vergaser gelangt, bringe den Vergaser durch Betupfen oder Anheben der Schwimmernadel zum Ueberlaufen und schliesse die Oeffnung der Zusatzluft, die erst wieder geöffnet wird, wenn der Motor angelaufen ist. Der Motor ist jetzt bereit, um angeworfen zu werden. Man fasse die Andrehkurbel, drücke gegen den Motor zu, bis sie packt und setze damit den Motor in Drehung, wobei man die toten Punkte möglichst rasch überwinden soll. Das Anfahren in der Ebene. Man kupple bei langsam laufendem Motor aus, bringe die erste Uebersetzung zum Eingriff, löse die Bremse, trete leicht auf das Gaspedal und lasse das Kupplungspedal ganz langsam los; in dem Masse, wie sich der Wagen in Bewegung setzt, kupple man mehr und mehr ein und gebe gleichzeitig so lange Gas, bis der Motor bei vollständig eingerückter Kupplung eine normale Tourenzahl erreicht hat. Erst in diesem Moment gehe man in die zweite Uebersetzung über. Auf dieselbe Art wird die dritte Uebersetzung eingeschaltet und zum Schluss die direkte Uebertragung; man gehe aber erst dann von einer Uebersetzung auf die höhere über, wenn der Motor in der niedrigeren Uebersetzung seine normale Touren zahl erreicht hat. Das Anfahren am Berg. Das Anfahren am Berg ist etwas schwieriger als in der Ebene, da der Motor in diesem Fall, um den Wagen in Bewegung zu setzen, eine beträchtliche Mehrarbeit leisten muss. Wenn die, Steigung, auf der der Wagen anfahren soll, sehr stark ist, so ist es ratsam, Keile vor die Hinterräder zu legen, damit die.Bremsen nicht angezogen zu werden brauchen. Man kupple alsdann aus, gebe Gas, bringe die erste Uebersetzung zum Eingriff, kupple langsam ein, indem man dem Motor sukzessive mehr Gas gibt, damit er nicht stehen bleibt. Wenn Der vollständige Lehrgang ist im „Taschenbuch ttir Aofiomöbütahrer" (autorisierte deutsche Bearbeitung von L. VtirfUMm en) enthalten. 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