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E_1928_Zeitung_Nr.057

E_1928_Zeitung_Nr.057

leistung in Form einer

leistung in Form einer erneuten technischen Kontrolle darbietet. Gerade in diesem Zusammenhang taucht nun erneut die Frage auf, ob nicht anlässlich der alljährlich zu zahlenden Verkehrsbewilligung eine systematische Überprüfung der Motorfahrzeuge am Platze war. In einigen Kantonen wird diese Prüfung bereits in gewissem Sinne vollzogen. Die Organe der Verkehrspolizei halten bekanntlich die Fahrer unterwegs an, überprüfen vor allem Ordnung und Gültigkeit der Fahrausweise, dabei werden gewöhnlich die Nummernschilder kontrolliert, meist auch Bremsen und Beleuchtung. Jeder vernünftige Fahrer wird mit einer derartigen Kontrolle durchaus einverstanden sein, wir meinen aber, dass füglich ein Schritt weiter gegangen werden könnte. Die Polizeiorgane sollten unseres Erachtens zu diesen Kontrollen ihre fachmännischen Experten beiziehen, die in wenigen Minuten die wichtigsten Organe, deren richtige Instandhaltung für die Sicherheit auf der Landstrasse ausschlaggebend ist, überprüfen könnten. Die Experten würden hiebei diejenigen Fahrzeuge leicht ausfindig machen, welche der Sicherheit im Strassenverkehr nicht in allen Teilen genügen. Sie setzen dem Fahrer eine kurze Frist an, innert welcher er sein Fahrzeug derart instand setzen kann, dass dasselbe bei einer zweiten Vorführung den Sicherheitsvorschriften entspricht. Ist dies der Fall, so wird dem Besitzer eine- entsprechende Bescheinigung ausgestellt oder aber der Fahrer erhält eine nochmalige Frist zur Behebung weiterer Mängel. Es ist klar, dass die Gesamtheit der Fahrer ein grosses Interesse daran besitzt, dass sich auf der Strasse- nur solche Motorfahrzeuge bewegen, die verkehrstauglich sind, die untauglichen bilden nicht nur ein grosses Gefahrenrisiko für die betreffenden Lenker Ein Blick in die Zukunft Das Automobil ist von umwälzender Kraft. Was gestern noch für unmöglich gehalten wurde,ist heute möglich geworden. Das Automobil hat in durchgreifender Weise in unser Wirtschaftsleben eingegriffen. Es hat zur Dezentralisation unserer Industrie beigetragen. Es hat weiten Kreisen der in der Stadt tätigen Arbeiterschaft ermöglicht, ihren' Wohnsitz trotz Arbeitsstätte auf dem Lande zu belassen. Grosse Massen von Arbeitern hat es damit dem aufpeitschenden Leben der Stadt ferngehalten. Mehr als bis heute wird dies auch in Zukunft so sein. In vermehrtem Masse wird das Automobil dazu beitragen, einer sich ungünstig auswirkenden Siedelungsart Einhalt zu gebieten. Soziale und kulturelle Folgen werden sich im günstigen Sinne einstellen. Was der einzelne vielleicht an Kosten für Motor, Automobil oder Autobus aufzubringen hat, wird er durch eine besser© und natürlichere Lebensweise wieder einbringen. Volkskraft, Volksgesundung und ÄUTOMOBII^REVUB dingt an Boden gewinnt, zeigt auch die Neugründung der Aktiengesellschaft «Betriebsvereinigung für Warentransporte durch Lastwagen A.-G. , welche die Organisation und Durchführung einer Arbeitsgemeinschaft unter Lastwagenbesitzern der Schweiz und des Auslandes durch Abwicklung von Warentransportgeschäften, Beschaffung von Betriebsmaterial und eventuell eigenem Erwerb von Transportmitteln bezweckt, -t. Die Churer Tagung der Schweizerischen Sfrassenladunänner. Am letzten Samstag, Sonntag und Montag senverbände vertreten waren, während die beherbergte die Hauptstadt Alt Fry Rätiens Strassenfachleute, die doch ebensosehr wie die schweizerischen Strassenfachmänner. die übrigen an der Verkehrsregelung interessiert sind, fehlten. Die Kommission, bestehend Der Motorwagen hat blitzartig die Strassen erobert und sie zu ungeahntem Leben erweckt. Die Strasse ist nicht mehr das Aschen- und 4 Vertretern von Interessenverbänden, aus 5 Vertretern städtischer Polizeibehörden puttel. Der Königssohn hat sie zur Braut erkohren, und die grosse Schwester Bahn zitgen zu einer einheitlichen Verkehrsregelung hat das Resultat ihrer Studien in Vorschlätert und bangt um ihr Schicksal. in den schweizerischen Städten zusammengefasst. Gleichsam' um den Triumph des Automobils zu feiern, wurden dieses Jahr die Probleme Diese Vorschläge bestehen in einer Verkehrsordnung, verschiedenen bildlichen Dar- der Verkehrsumleitung und der Verkehrsregelung, die Fragen der Strassenanlagen und stellungen der Winkzeichen für Fahrzeugfüh- Strassenbeläge im Graubünden, dem Neuland, rer, Zeichen der Verkehrspolizei und Form Volkseinheit werden nicht unbedeutende erwogen udn beraten. der Orientierungstafeln, sowie einer das Förderungen erfahren. Für einige Tage spielte Chur Industrie- und Ganze betreffenden Denkschrift. Noch ist nicht jeder in der Lage, sich ein Grossstadt. Am Bahnhofplatz ratterten die Auf internationalem Gebiet haben sich zwei Motorrad oder gar ein Automobil anzuschaffen. Was der Einzelne jedoch nicht vermag, Motoren. Die Industrie hatte ihre technischen Der internationale Städteverband mit Herrn neuesten Maschinen und surrten die stärksten Instanzen mit der Verkehrsregelung befasst« bringt der Zusammenschluss zustande. So Produkte für den Bau und den Unterhalt der Dr. von Schulthess, Geschäftsleiter des taucht auch auf dem Gebiete des Automobilwesens der Gedanke der Genossenschaft mann geprüft, vom Laien bewundert. bund mit Herrn Prof. Delaquis, Vorsteher der Strasse ausgestellt. Sie wurden vom Fach- Schweizer. Städteverbandes, und der Völker- auf. Es ist dies eine Bewegung, die auch in Um Pionierarbeit zu leisten, rückten ca. Polizeiabteilung des Eidg. Justizdepartementes, als schweizer. Kommissionsvertreter. andern Wirtschaftsgebieten schon lange eingesetzt hat, nicht ohne Erfolg. Nicht nur in versammelten sich die Kantonsingenieure im Der Völkerbund hat durch seinen ständigen 1 300 Mann in Chur ein. Am Samstagvormittag Arbeiterkreisen, sondern auch in Kreisen der Hotel « Lukmanier»; die Vertreter der städtischen und Gemeinde-Bauverwaltung im Ho- Schrift allen Staaten «Empfehlungen über, Ausschuss für den Strassenverkehr in einer, Landwirtschaft, des Handels und des Gewerbes ist der Genossenschaftsgedanke auf tel « Sternen ». Kennzeichen »(Orientierungstafeln), «Zeichengebung der Verkehrspolizei und Fahrzeug- fruchtbaren Boden gefallen. Die Bauern haben ihre Produzenten - Genossenschaften; Herr Ingenieur Kirchhofer von St. Gallen führer» zur allgemeinen Anwendung übermit- 1. Bei den Kantonsingenieuren referierte Handel und Gewerbe haben sich gezwungen über «Die Strassensignalisierung und einheitliche Massnahmen zur Verkehrsumleimen empfohlen: Tafeln von Dreieckform, für telt. Für die Kennzeichen werden 3 Tafelfor- ganz besonders durch die hohen Frachten, ebenfalls in' Genossenschaften vereinigt, um Gefahr (ca. 70 cm Seitenlänge); Tafeln von selbst, sondern auch für jeden anderen Strassenbenützer. Vor allem könnte durch eine vielgestaltigen Probleme wurden meisterhaft tung». Diese ausserordentlich wichtigen und gemeinsame und deshalb billigere Einkäufe Rechteckform, für Geschwindigkeiten (ca. zu besorgen. 60 cm); Tafeln von Kreisform, für alle üb systematische Kontrolle im angedeuteten beleuchtet und behandelt. Die Lösung des Und da die Verkehrsfragen immer dringender werden und diese für unser Wirt- gen Angaben (ca. 60 cm). Sinne die Zahl der Unfälle beträchtlich vermindert werden, das «Versagen der Len- Strassenfachmänner haben sich ihrer ange- Die Orientierungstafeln von Kreisform dek- Problems ist eine internationale Frage; die schaftsleben von grundlegender Bedeutung kung», das beispielsweise sehr häufig als Ursache von Unfällen genannt wird, ist oft die mit voller Energie und tiefer Kenntnis an gen des Schweiz. Städteverbandes, die auch nommen und dafür Kommissionen eingesetzt, ken sich im Wesentlichen mit den Vorschlä- sind, greift diese Bewegung nun auch auf das Gebiet des Automobilismus hinüber. So nichts anderes als eine leichtsinnige Vernachlässigung wichtiger Organe. Auch die dieser Tagung wurde auch durch die Anwe- hat. Desgleichen die Winkzeichen der Ver- der Arbeit sind. Die internationale Bedeutung der internationale Städteverband akzeptiert; hat sich vor kurzem in Stüsslingen eine Auto-Genossenschaft Gugen gegründet, welche den Transport der in Schönenwerd in Versicherungsgesellschaften haben ein grosses Interesse daran, dass das «alte Eisen» kundet. So nahmen die Herrn Baurat Dr. also Aussicht, eine einheitliche Regelung auf senheit von Fachleuten des Auslandes bekehrspolizei und Fahrzeugführer. Es besteht Arbeit stehenden Arbeiter und Angestellten von der Landstrasse verschwindet. Immer Scheuermann aus Wiesbaden und Ing. W. internationalem Wege in allernächster Zeit von Stüsslingen nach ihrer Arbeitstätte und wieder werden Klagen laut über die hohen Markl aus Wien, als offizielle Vertreter der zu ermöglichen, was im Interesse der Sache zurück mit dem Auto zu vermitteln bezweckt. Ein Geschäftsgewinn ist nicht beab- Gebühren der Automobilversicherung; es deutschen Studiengesellschaft und der österreichischen Strassenfachleute an allen Ver- Die Aufgabe der Vereinigung Schweiz« zu begrüssen ist. ist naheliegend, dass verkehrsuntaugliche sichtigt. Soweit der Platz auf dem Transportauto ausreicht, können jederzeit neue Fahrzeuge die Versicherungsgebühren auf das handlungen teil. Strassenfachmännet hat sich vor ;pem* danach zu richten, auf eine zweetoässige Er Nachteiligste beeinflussen, denn Dutzende 2. Bei den Vertretern der städtischen und Mitglieder auf schriftliche Anmeldung, hin von Unfällen leichterer und schwererer Art Gemeinde-Bauverwaltungen wurden 2 Probleme behandelt: lassenen Vorschriften, sowohl in technischer gänzung der bereits vom Städteverband er- angenommen werden. Sollte sich die Mitgliedschaft rasch vergrössern, so ist die hängen vielfach mit vernachlässigten Fahrzeugen zusammen. a) Beiträge der Kantone an die Gemeinden als ästhetischer Hinsicht hinzuwirken, u. da-- Anschaffung weiterer Autos vorgesehen. Das für zu sorgen, dass die Mitarbeit der Strassenfachmänner beim Erlass und Vollzug von Jeder halbwegs gewissenhafte Automobilist wird in seinem eigenen Ineresse zum Anteil der Städte an den Automobilgefbühren. für die Kosten des Strassenunterhaltes und monatliche Fahrabonnement ist auf Fr. 15.— für das erste Jahr festgesetzt. Dieses Abonnement berechtigt zur einmaligen Hin- und Die vom Schweiz. Städteverband bzw. sei- Verkehrsordnungen gewahrt wird. Schutz von Leben und Gesundheit für sich b) Die Strassensignalisierung und Verkehrsregelung in Städten und Ortschaften. selbst, seiner Angehörigen und aller Strassenbenützer dafür Sorge tragen, dass auf- a) Herr Stadtingenieur Im Hof behandelte Rückfahrt Stüsslmgen-Schönenwerd für jeden Arbeitstag. Die Transportspesen komner Studienkommission erlassenen «Vortauchende Mängel an seiner Maschine jeweils rasch behoben werden, dass sein Fahr- stehen im engsten Zusammenhang mit der die erste Frage. Diese aktuellen Probleme men somit pro Tag auf ca. 60 Rp. zu stehen. schlage zur einheitlichen Verkehrsregelung in Der Gedanke solcher Auto-Genossenschaften weist sicher in die Zukunft. Wenn auch volle Anerkennung einer gründlichen Behand- den schweizerischen Städten» verdienen die zeug sich in einem möglichst betriebssicheren Zustand befindet; allein, mit der starken zunehmenden Bedeutung der Strasse haben noch unbereinigten Benzinzollfrage. Mit der jede Genossenschaft, wie alles auf der Welt, lung; der wichtigen Materie. Dieser Einsicht Zunahme des Automobilverkehrs wächst sich im gleichen Verhältnis die Bedürfnisse ihre grosseu Schattenseiten besitzt und für wird sich auch der schweizerische Strassenfachmaim nicht entziehen. Bei den Winkzei- auch die Zahl derjenigen, die aus Gleichgültigkeit und Leichtfertigkeit, vielfach auch anlagen und Strassenunterhalt vermehrt. und Lasten der Gemeinden für Strassen- das freie Gewerbe von nachteiliger Wirkung sein kann; wenn auch zuzugeben ist, chen der Fahrzeugführer und der Zeichen-, durch Sparmassnahmen am falschen Platz, Der Bund und die Kantone beanspruchen aber dass unser Wirtschaftsleben nicht noch mehr gebimg der Verkehrspolizei sollte man auf! mit Vehikeln im Lande herumkutscliieren, die Einnahmen aus dem Automobilverkehr. organisatorischer Fesseln braucht, so halten eine weitere Vereinfachung hinarbeiten und die alles andere als betriebssicher sind. Diesen muss das Gewissen geschärft werden, Benzinzoll wird an die Kantone für den Ein Teil der Einnahmen des Bundes aus dem wir doch dafür, dass aus bereits angeführten dieselben auf das Allernotwendigste beschränken. Die Anregungen technischer Na- Gründen die üenosserischafts-Idee auf dem vor allem müssen die Behörden ihre Aufgabe Strassenunterhalt zurückfliessen. Daneben Gebiete des Automobilverkehrswesens noch tur sind in der Denkschrift zu kurz gekommen. Auf diesem Gebiete kann der Strassen- ernst nehmen, wenn sie 20 und 30 Franken erheben die Kantone direkte Automobilabgaben; es ist daher recht und billig, dass die weiter um sich greifen dürfte. Das Beispiel alljährlich dafür fordern, dass ein Motorfahrzeug eine Verkehrsbewilligung für die näch- Kantone die neuen gasten, für den Strassen- von Stüsslingen zeigt, wie je länger je mehr fachmann die Vorschläge des Städteverbandes wertvoll ergänzen. das Automobil auch zum Volksverkehrsmittel wird, wie es imstande ist, wichtige Die Vorschriften der Verkehrsordnung gliesten zwölf Monate erhält, so können sie sehr bau und den Strassenunterhalt übernehmen wohl auch im Rahmen dieses Kostenbetrages ihre Experten zu einer Kontrolle des jerung wird allgemein anerkannt. Herr Ingen. und die Gemeinden entlasten. Diese Forde- Verkehrsbedürfnisse zu befriedigen, wie die dern sich in folgende Hauptabschnitte: heute erreichte Sicherheit und Bequemlichkeit des Autotransportes durch die neue mit dem Verkehr im Zusammenhang ste- a) Begriffe (Umschreibung aller wesentlichen weiligen Zustandes dieser Fahrzeuge verhalten. Jeder Strassenbenützer — nicht nur und mit der Aufstellung von Grundnormen Im Hof wird mit der Lösung des Problems Siedelungsweise, den Lebensstandart verringern und die Bahnen in vermehrtem Masse b) Verkehrsregelung durch die Polizeihenden Punkte); r

N**&7 — 1928 AUTOMOBIL-REVUß 4. Verwendung der Beleuchtung für die Verkehrsregelung; 5. Gestaltung von Plätzen und Kurven einmündender Strassen; ö^Aesthetische Rücksichten bei Ziff. 1—4. Im Einzelnen sei folgendes bemerkt: 1. Orientierungstafeln. Für Weisungen im 'Automobilverkehr und Sperrungen bei Neuund Umbauten von Strassen wurden bisher allgemein Tafeln von Dreieckform angewendet, die sich schon recht gut eingelebt hatten. Die Kommission des Städteverbandes schlägt nun Tafeln in Kreisform für alle Orientierungsangaben vor. Bereits haben eine Anzahl schweizerischer Städte diese neue Tafelform akzeptiert und kann man ihre praktische Anwendung beobachten. Für die Orientierungstafel ist nicht die Form derselben das Wesentliche, sondern eine einheitliche Anwendung, wenn immer möglich auf internationalem Wege. Jeder Wechsel in der Form muss in Zukunft im Interesse der Vertrautheit mit den Vorschriften unbedingt vermieden werden. (Schluss siehe Seite 4) Sportliches Einschreibungen zur Internationalen Alpenfahrt. Der Widerhall, den die Ausschreibung dei Alpenfahrt, dieser gross angelegten touristischen Dauerprüfungsfahrt, im In- und Auslande gefunden hat, berechtigt zu optimistischen Prophezeiungen. Täglich gehen dem von den vier beteiligten Landesverbänden Deutschland, Italien, Oesterreich und der Schweiz ernannten obersten Organisator, Hrn. Jules Decrauzat, Präsident der Sportkommission des A.C. S., Nennungen und Anfragen zu. Letzten Samstag lief die Frist für die Einschreibungen mit einfacher Nenngebühr ab. Die N'ennungslisten des A. C. S. und des A G. von Italien zeigten in jenem Momente folgendes Bild: Schweiz. Martini I Gaoon (Neuchätel) Martini II X , Martini III X... Ford I X... (Garage Oreli Füssli) Hupmobile I Gh. Nigg (Geneve) Hupmobile II X... Hupmobile III X .. Paige-Jewett I F. Reiber (Zürich) Adler I P. Dewald (Zürich) Talbot I Bally Hispano-Suiza I Wegmann Peugeot I Ryffel Chrysler I .. Heusser Victory 1 X... (Albert Schmidt) Victory II X... Victory III X... Lagouda I X.. Tschechoslowakei. Z... I (Sbrojovka) L. Karger (Brunn) Z... II (Sbrojovka) D. Fritz Soffer (Brunn) Z... III (Sbxojovka) D. Karl Sthanzal (Brunn) Italien. Lancia I Strazza Lancia II Radice Lancia III Vaccarossi Fiat I Mariani Fiat II Boerio Fiat III M.se Gornaggia O.M. I Masperi O.M. II Frate Ignoto O.M. III Mazier »X... Ganestrini X... Moretti. Die Listen des A. G. von Deutschland und des A. G. von Oesterreich stehen zurzeit noch aus. Einschreibungen mit doppelter Nenngebühr sind zu richten an die Sportkommission des A. G. S., 16. Rue du Mont Blanc, Genf. Unwiderruflien letzte Frist: 20. Juli. Nenngelder: Für eine Equipe oder ein Team (drei Wagen) 1200 Fr., für individuelle Beteiligung Fr. 500.—. v. KLomineiitarlos Die Folgen des überladenen Programms der ADAC Reichsfahrt 1928, die wir voraussahen, haben nicht auf sich warten lassen. Die Bündner Presse entrüstet sich mit Recht über das unbotmässige Tempo, das bei der Fahrt durchs Bündnerland grösstenteils innegehalten wurde, und in manchen Dörfern gegen 60 Stundenkilometer betrug. In Nr. 48 der A. R. wurde das Fahrprogramm der ADAC von kompetenter Seite kommentiert und dabei darauf hingewiesen, dass Tagesetappen von 3 500 Kilometer über Alpenpässe und durch (jebirgs- I landschaften viel zu stark übersetzt sind. Unser Mitarbeiter äussertc sich schon damals über d*as Projekt u. a. wie folgt: «Sache der Verbände ist es, den Allgem. Deutschen Automobil-Club darauf aufmeiksam zu machen, dass wir an der Durchführung solcher «Rennen» auf unabgesperrten Alpenstrasfon kein Interesse und auch nichts dagegen ha hon, wenn solche Veranstaltungen anderweitig abgehalten werden. Für unsere schweizerischen Verhältnisse könnten solche Alpenstrassenrennen äusserst ungünstige Auswirkungen zur Folge haben.> Wir begrüssen es sicherlich, wenn dar internationale Autotourismus der Schweiz Gäste und Besucher von nah und fern bringt und freuen wir uns insbesondere, wenn führende Automobilistenverbände des Auslandes offiziell Länderfahrten veranstalten, die den Teilnehmern auch Gelegenheit geben, von den Schönheiten unseres Landes so viel als möglich zu sehen und zu gemessen. Dass es sich unsere inländischen Organisationen in solchen Fällen nicht nehmen lassen, ihre ausländischen Kollegen kameradschaftlich zu empfangen und ihnen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten, bewies erst kürzlich die Aufnahme, d^e den Fahrern dej Automobil-Club von Deutschland (A vD) durch verschiedene Sektionen des A. C. S. zuteil wurde. Andererseits dürfen wir aber auch verlangen, dass den besonderen Landesverhältnissen bei derartigen Fahrten volle Rechnung getragen wird, ganz abgesehen davon, dass eine solche Hasterei den Gästen absolut keinen Genuss bieten kann und ihnen keinesfalls gestattet, sich von den durchfahrenen Gegenden ein rechtes Bild zu machen. Wenn wir die Proteste der Bündner unterstützen, so tun wir das in der be- ^ stimmten Erwartung, dass die verantwortlichen -*• Fahrleiter derartiger Clubveranstaltungen daraus eine Lehre ziehen, und für spätere Reisen ihr Proin Berlin stand dieser Tage ein Chauffeur wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht. Ausschlaggebend für die Urteilsfällung war die Fahrgeschwindigkeit. Die Zeugenaussagen sprachen durch das Band zu ungunsten des Angeklagten, wichen aber stark voneinander ab. Der Gerichtshof nahm einen Bericht der Sachverständigen entgegen, auf Grund dessen der Chauffeur, entgegen dem belastenden Zeugenmaterial, freigesprochen wurde. Letzten Sonntag kollidierte bei einem Bahnübergang in der Nähe von Martigny-Bourg ein Zug der Martigny-Chätelard-Bahn mit einem Lastwagen. Wagen und Fahrer wurden von der Lokomotive 15 Meter weiter- In Aubervilles zerstörte ein Grossbrand vier Schuppen einer Lagerhaugesellschaft, geschleppt. Der Automobilist kam mit ei-wobenem Armbruch davon, während eine mitfah- Der Sachschaden soll zwei Millionen Fran- 207 Taxi-Automobile mitverbrannten. rende Frau schwere Verletzungen durch ken übersteigen. Glassplitter erlitt. Die Barriere stand offen. Am 30. Juni hat die Innerrhoder Pferdepost zwischen Haslert und Appenzell ihre letzte Fahrt angetreten. Die Kurse werden nun durch das Postautomobil bedient. Am gleichen Tage fuhr das letzte Davoser Rösslitram — wohl der letzte Vertreter seiner Gattung in der Schweiz. Die Auto- gramm entsprechend abändern. Wir sind überzeugt, dass die massgebenden Organe unserer beiden Vorbände A. G. S. und T. C. S. bei der Ausarbeitung von Itinerarien, die den schweizerischen Strassenverhältnissen entsprechen, gerne behilflich sein werden Z Der deutsche Fahrer Stuck, der Sonntag das Zugerbergrennen fährt, ist Dienstag in Zürich eingetroffen und hat sofort in Zug Quartier bezogen. Er kam sieggekrönt vom Baden-Badener Automobilturnier, wo er bekanntlich im Bergrennen Baden- Baden-Plättig 1 einen neuen, um 20 Sekunden bessern Rekord aufgestellt hat. Stuck soll sich zwar wenig begeistert über die Aufnahme am Baden-Radener Turnier geäussert und auch der an ihn ergangenen Einladung für die Teilnahme am Grossen Preis von Deutschland vom 15. Juli auf dem Nürtburgring nidit Folge gegeben haben. Stuck wird indessen am Grossen Preis von Spanien in San Sebastian vom Start gehen. s. Schweiz. Automobilmeisterschaft 1928. Von den a,m Zugertbergrennen an den Start gehenden Fahrern sind noch folgende für die Meislerschaft eingeschrieben: Rouviere, Genf, Fiat; Galiey, Biel, Ceirano; ScheMer, Laupen, Fiat; Zeller, Zürich, Bignan; Buttikofer. La Ghaux-de-Fonds, Martini; Cigccri ' busse hatten bei der Verkehrsübernahme gleich am ersten Tage über 1000 Personen zu befördern. Die Abonnements fanden begehrten Absatz. Kavallerie-Oberstleutnant Bosshart berichtet auf Grund eingehender Versuche, dass die Betonstrasse von allen modernen Strassen für Ross und Reiter an angenehmsten sei. Ihr sei unbedingt gegenüber der Asphaltstrasse der Vorzug zu geben. (Die erste schweizerische Betonstrasse befindet sich beim Bad Schinznach.) Eine Hochschule für Vagabunden, die sich der Bildung" der fahrenden Gesellen widmet, ist in Washington gegründet worden. Der meist photographierte Mann Amerikas ist nach journalistischen Feststellungen Lindbergh. An vierter Stelle steht Präsident Coolidge. xi. Häfliger, Zürich, Martini; Schneider, Bern, Bugatti; Favre, Cernier, Alfa Romeo; Probat, Bern, Bugatti. s. Dem Grossen Preis für Sportwagen von Deutschland ist, wie aus nachstehender Nennungsliste hervorgeht, ein ausserordentlicher, der viel bejammerten Rennmüdigkeit spottender Erfolg beschieden. Sensationell wirkte die dieser Tage eingetroffene Meldung einer Bugatti-Equipe mit den bekannten Assen * Ghiron, Brilli, Peri, Cornelli und Minoia. Das am 15. Juli zum Austrag gelangende Rennen hat also nicht weniger als 45 Einschreibungen vereinigt. lieber 3 Liter: Kimpel (Mercedes Komp.), Carstens (Mercedes Komp.), Werner (Mercedes Komp.), O. Merz (Mercedes Komp.), Prilli-Peri (Bugatti Komp.), Conelli (Bugatti Komp.), Minoia (Bugatti Komp.). 2 Liter und 3 Liter: Junek (Bugatti Komp.), Von Kainein (Bugatti comp.), Mettenheimer (Bugatti Komp.), Tommassini (0. M.), Pierre Clause (Bignan), Kappler (Bugatti Komp.), Heusser (Bugatti Komp.), Modersohn (N.A ; G.)_, Momberger (Bugatti), Ed. Martin (Lancia), Scarfiotti (Lianca), Gomore (Itala), Louis Ghiron (Bugatti Komp.), Brilli-Peri Bugatti Komp.), Conelli (Bugatti Komp.), Minoia (Bugatti Komp.), 1100 ccm und 1500 ccm: Andrese (Bugatti Komp.), Urban-Emmerich (Talbot Komp.), Simons Boitcblcue FrröO'BoiterougcFrlr (Bugatti Komp.), Von Halle (Amilcar Komp.), Stumpf (Hag-Castell), Seibel (Bugatti Komp.), Bischoff (Chiribiri Komp.), Miche] Dore (B.N.G. Komp.), Siran (d'Yrsan Komp.), Simas (d'Yrsan Komp.), Marendaz (Marendaz), Burggaller (Bugatti Komp.), Kersting (Bugatti Komp.), Von Meister (Amilcar Komp.), Bittman (Bugatti Komp.), Gräfin Einsiedel (Bugatti Komp.), Von Morgen (Amilcar Komp.), Zimmermann (Pluto), Macher (Dixi Komp.), Christian (Lombard Komp.), Morel P. (Lombard Komp.). Y, Die ersten Nennungen des grossen Preises von Europa, welcher am 9. September in Monza stattfindet, sind soeben eingegangen. Es handelt sich um die vier Talbot-Grand Prix-Wagen, welche sich im Besitze italienischer Rennfahrer befinden. Als Fahrer stehen Materassi und Arcangeli fest und Divo, Benoist oder Wagner in Aussicht. Die am Gran' Premio beteiligten Marken können heute schon mit ziemlicher Sicherheit wie folgt bezeichnet werden: Talbot, Delage, Bugatti und Alfa-Romeo. Die Austragsformel des diesjährigen Rennens sieht keinerlei Limite für den Zylinderinhalt, sondern lediglich für das Gewicht vor. Die Wagen dürfen ein Maximum von 750 Kilo nicht übersteigen, ebenso wenig das Minimum von 550 Kilo passieren. v, Der grosse Sportpreis von Frankreich. Die Geschichte dieses grössten Austrages des A. C. von Frankreich ist bekannt: Mangels Beteiligung hatte der traditionnelle Schnelligkeitspreis abgesagt werden müssen. Der Sportwagenpreis sollte also die Lücke füllen. Williams absoluter Bugatti-Sieg — er startet in der Zweiliter-Klasse — konnten wir schon in unserer letzten Nummer melden. Am Starte waren 27 Konkurrenten erschienen, welche je nach dem Zylinderinhalt in fünf Untergruppen zerfielen. Gemäss dem Reglement gingen dem Final Ausscheidungsläufe voran, wobei sämtliche mit Kompressor ausgerüsteten Motoren mit 10 bis 15 Minuten handykapiert wurden. Ausser den Konkurrenten der 700 cm 3 Kategorie, bei denen sich De Rovin auf De Rovin in 3 h. 17' 29" mit einem Stundenmittel von 84,167 km. als Erster plazierte, beteiligten sich sämtliche in den Ausscheidungsläufen qualifizierten Wagen an einem Final, welcher über 263 km. des Circuits führte, was 10 Runden entspricht. Williams, welcher mit 32' 8" handykapiert als letzter startete, brachte es fertig, die aufdiktierto Startverspätung wettzufahren und, nachdem er beinahe Runde für Runde den alten Schnelligkeitsrekord geschlagen hatte, denselben auf 138,343 km anzusetzen — eine hervorragende Leistung. Resultate: 1. Williams (Bugatti) in 2 h 27' 40" %, Stundenmittel 106,857 km. 2. Rousseau (Salmson 1100 m 3 ) in 2 h 30' 4" %.. 3. Brisson (Stutz 5 Liter) in 2 h 31' 13". 4. Devaux in 2 h 38' 21" %, v. Der Motorsport-Tag des Bayrischen A. C. in Riem ist vom 8. Juli auf den 23. September verschoben worden. v. Absage, des Arlberg-Rennens, Wie wir noch kurz in letzter Nummer berichteten, ist das Arlberg-Rennen 1928_ definitiv abgesagt worden. Der Grund hierzu ist in der allgemeinen Interessenlosigkeit für internationale Veranstaltungen zu suchen« Die ganzen Kräfte sollen nunmehr auf das Semmering-Rennen konzentriert werden, welches im iSeptemiber unter allen Umständen zur Durchführung •gelangt. y* J Der Circuito della Val d'Elsa, ein letzten Sonntag erstmals ausgetragenes Rundrennen über 315 km^ für die höheren Kategorien und 189 km. für die 1100 cm 3 Klasse wurde von Presenti auf Alfa Romeo in 3 h 40' 31" % überlegen gewonnen. Zweiter des Generalklassements wurde Palestrero auf La Salle, Sieger der 1100 cm 3 Klasse Biondetti auf Salmson, v. Die englische Automobil-Tourist-Trophy. Wie wir schon früher mitteilten, ist auf den 18. August eine automobilistische Tourist-Trophy bei Ulster angesetzt worden. Nunmehr ist aber, wie wir erfahren, die Durchführung der Veranstaltung infolge des Zurückzuges der Nennungen von Mercedes und Bentley in Frage gestellt. Die beiden Marken galten als prominenteste Teilnehmer. Ihre plötzliche Absage wird durch einen der Ausschreibung nachträglich beigefügten Wertungsvermerk begründet, welcher die Wagen ihrer Fabriken gegenüber den andern Konkurrenten benachteiligt hätte. v. A. C. S. SEKTION SCHAFFHAUSEN. Sonntag den 8. Juli (eventuell 15. Juli) veranstaltet die Sektion eine Ausfahrt nach Heiligenberg, Salem, Hagnau am Bodensee. Freie Abfahrt von Schaffhatasen. Spätestens 9.30 Uhr Ankunft in Heiligenberg xund iSoMoiSsSbesichtigung, hierauf Weiterfahrt nach Salem und Besichtigung des Klosters. Dem Mittagessen, das in Hagnau eingenommen wird, folgt ein gemütliches Beisammensein und Tanz. Rückfahrt über Radolfzell und Stein. Die Ausfahrt wird bei schlechtem Wetter um 8 Tage verschoben. It. CHAUFFEUR-CLUB RHEINTAL. Nächste Versammlung findet Sonntag den 8. Juli nachmittags 13 Uhr im Restaurant z. Kreuz in Altstätten statt. Die Mitglieder werden ersucht recht zahlreich zu erscheinen, da wichtige Traktanden zur Erledigung vorliegen. Die Kommission. Ein ganz neues Projekt zur Lösung der Rheinbrückenfrage soll, laut Beschluss der Regierungskonferenz in Waldshut, ausgearbeitet werden, -ie. Die neue Aarebrücke bei Schönenwerd wird in den nächsten Wochen soweit gefördert, dass sie am 29. Juli eingeweiht werden kann. tl. t Beachten Sie; Ueber die verschiedenen Brennstoffen S. 9. Auto-Suggestionen S. 10. Zum Kapitel Schülerreisen aul Automobilen S. 13. Ich und der Bihlopping-Sport S. 22.