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E_1928_Zeitung_Nr.054

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14 AUTOMOBIL-REVUE

14 AUTOMOBIL-REVUE 1928 — 54 Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners Führer für Automobllfahrer, offizielle Ausgabe des T. C, S. ppobiepen pie die Achten '*H*4M*£ In eleganten Schachteln ä 15 Stück (Fr. 3 plus Porto) und 10 Stück (Fr* 2 plus Porto) allein zu beziehen vom Erfinder J. R e b O 1% Conditorei- Calö, Schaffhausen, Vordere. 21. Gasthof zum Kreuz bei SchaHhausen am Rhein Bauern-Spezialitäten. Herrlicher, schattiger Garten am Rhein. Reelle, hiesige Landweine. Telephon 672. H. Beyerle. mit seiner Auto-Park. •Schaffhausep %ungenf Vorzügliche Küche und selbstgekelterte hiesige reelle Weine. Grosser schattiger Garten und Vereinssäle. Grosser Autopark. Telephon 281. — H. ZUst-Meister. IEUHAUSEN- Rheinfall Motel Bellevue prachtvollen Aussicht und Terrassen. Telephon 548. Fam. Widmer. beim Bahnhof. Bürgerliches Haua. Zivile Preise. Grosser schattiger Garten und Verandas. Grosse Säle. Täglich Konzerte. Offene Biere. Gute Küche. Prima Weine. 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Ziegler-Amanii. f Baudirektor ein Pfeiflein an... Strahlenden Auges stossen Landammann und Landesstatthalter ihre Gläser an... Und weiter gehts — dem Klausen zu! In schlanken Kehren windet sich die Strasse empor in einen mächtigen Felsenkessel. Die Klus! Das Rattern* des Motors hallt an den jähen Felsbrüsten hin, von denen die Firnwasser wie Silberbänder glitzernd in die Tiefe flattern. Schneeluft umweht uns. In Eis gepanzert grüssen Qemsfayrenstock, Teufelsstock und Clariden hernieder. Eine flüchtende Nebelfrau schwebt hin. Schleife um Schleife zieht unser Wagen. Rings um uns her starrt die Felsenwelt. Jäh niederstürzende Wände, zerklüftete, wie von Gespensterhänden aufgetürmte Felsburgen, zu ihren Füssen riesige Trümmerfelder, gähnende Schlünde, Schneebrücken und tobende Wildwasser ohne Zahl. Einer riesigen, gelben Raupe gleich windet sich unser Alpenwagen in dieser Felsöde empor. Einmal gehts wie in einem weissen Schlauch durch haushohen Lawinenschnee. Immer höher, höher. Endlich gleiten wir über die Passhöhe. In kurzer Fahrt erreichen wir das Hotel «Zur Klausenpasshöhe», wo die Regierung von Uri und Vertreter der Presse uns freundlichen Willkomm entbieten. Eine kurze Weile noch betrachteten wir den strahlenden Alpenkranz. Alles ist in Glanz und Sonnenflut gebadet. Wir stehen mitten im Hochgebirge. Gipfel an Gipfel in blendendem Weiss. König Winter lässt einmal noch seine ganze strahlende Pracht aufleuchten. Ein überwältigendes Geflimmer und Gleisssen und Glitzern. Und von den Höhen und Hängen rieselts wie flüssiges Silber. Es ist, als ob über unsern Bergen immer und immer der Sonntag strahlte. Als ob hier selbst die Zeit ihren Atem anhalte... An alpenrosengeschmückter Tafel wird ein kleiner Einweihungsakt gefeiert, an dem die Regierungsmänner der Kantone Glarus und Uri, Vertreter der Postverwaltung und einige Presseleute teilnehmen. Der allezeit dienstbereite und liebenswürdige Luzerner Kreispostdirektor, Hr. Felber, hielt folgende kurze Ansprache: « Sehr geehrte Herren Vertreter der Kantone und der Presse! Im Namen der schweizerischen Postverwaltung entbiete ich Ihnen freundeidgenössischen Gruss! Die heutige offizielle Veranstaltung trägt einen ganz bescheidenen Charakter, wie es sich für unsere heutigen Verhältnisse geziemt. Es fehlen Frack und Zylinder, die Armbinden, die weiss gekleideten Jungfrauen, der Ehrenwein, Böllerschüsse, ein pompöses Bankett, die Blechmusik, bunte Fahnen und Wimpel usw. Trotzdem bot der heutige Tag für das Verkehrswesen nicht nur lokale Bedeutung, die Ersetzung der Postwagen durch Kraftwagen in verkehrsreichen Gegenden und auf Alpenrouten und mit heute auf der Klausenstrasse war eine Notwendigkeit, wollte die Postverwaltung den heutigen Verkehrsverhältnissen gebührend Rechnung tragen. Mit dem Verschwinden der Pferdeposten auf den Alpenstrassen geht allerdings ein herrliches Stück Poesie zu Ende. Es scheint mir aber, dass das Rattern der Motore, das Zischen, Pusten, Fauchen der Maschinen besser in die jetzige Zeit mit ihrem heutigen Gefüge passt, als die mit Poesie umgebene Postkutsche und der Schwager Postillon, der einst auf dem Bocke seine ernsten und heitern Weisen blies und so seinen innersten und innigsten Gefühlen Ausdruck verlieh. Die Volkslieder, die das so schön besungen, sind bereits auf dem Aussterbe-Etat; ich denke z. B. an Lenau's Postillon und an folgende Verse: Lieblich war die Maiennacht, Silberwolken flogen, Ob der holden Frühlingspxacht Freudig hingezogen. tem, köstlichem Eichenholz, der das bemerkenswerteste Möbel in der Bibliothek war, seinen Sekretär freundlich und guten Mutes an. «Sehen Sie», sagte er, «das ist alles. Hie und da ein Geschäftsbrief, obwohl ich mich wirklich in Geschäften nicht gut auskenne. Das heisst, eigentlich kenne ich mich gar nicht aus. Doch meine Frau sagt, ein Mann in meiner Stellung soll sich interessieren für — aber wo sie nur bleiben mag? Sie sagte ausdrücklich, sie würde zum Lunch hier sein, doch länger als bis halb drei konnten wir wirklich nicht mehr warten, wie? Ich glaube, die Köchin war schon — hoffentlich ist ihnen nichts zugestossen. Gehen Sie, Mr. James, mein Steckenpferd sind Briefmarken. Verstehen Sie etwas von Briefmarken?> «Nein», sagte Mike. Ein Strahl fanatischer Begeisterung leuchtete in Mr. Bytheways milden Augen auf. «Ein über alles fesselndes Studium, Mr. James! Ich habe meine Sammlung mit zwölf Jahren begonnen und habe wirklich eine prachtvolle — obwohl meine Frau sagt, ich solle lieber meine Aufmerksamkeit anderen Dingen — aber man braucht doch ein Steckenpferd nicht? Erinnern Sie mich, dass ich Ihnen meine dreieinhalb Penny —» (Fortsetzung folgt.) Rauher war mein Postillon, Liess die Geissei knallen, lieber Berg und Tal davon. Frisch sein Hörn erschallen. Und von flinken Rossen vier Scholl der Hufe schlagen, Die durchs blühende Revier Trabten mit Behagen. Heute müsste Lenau ganz anders dichten, wollte er den Kraftwagen und seinen Führer auf der Alpenfahrt verherrlichen. Er könnte ihn z. B. nicht in einer «Maiennacht» belauschen, da, wie Sie wissen, meine Herren, die Alpenpässe gewöhnlch nicht vor-Ende Juni geöffnet werden! Ich .stelle mir vor, wie vielleicht heute ein solches Gedicht eingeleitet würde: Hörst du des Postautos Geschnaube, Schon biegt es um den nahen Rank, Schnell, Wand'rer, mach dich aus dem Staube, Ist's dir geglückt, sag Gott Dank! Nun aber Spass beiseite. Der Kraftwagendienst der schweizerischen Postverwaltung tung bildet ein neues, kräftiges Glied unseres Verkehrsrades. Möge die Erwartung erfüllt und das erhoffte Ziel erreicht werden zu Nutzen und Frommen unseres gesamten Vaterlandes. •» Namens der Glarner 'Regierung sprach 1 der inzwischen verstorbene Landammann Blumer einige freundliche Worte an die Adresse der Postverwaltung und des Kantons Uri. Herr Blumer streift kurz die Entstehung der Alpenstrassen in der Schweiz und schildert dann die Entstehungsgeschichte der Klausenstrasse, dieser schönsten Alpenstrasse der ganzen Schweiz. Ein Werk def gemeinsamen Arbeit der Kantone Uri und Giarus und des Bundes, der Fr. 3,578,800 der Kosten übernommen hat. Glarus hat Fr. 210,000 (9 km)i beigetragen, Uri Fr. 351,000 (37 km). Es gibt in den gesamten Alpen, nicht bloss in der Schweiz, keine zweite Bergstrasse, die auf die verhältnismässig so kurze Entfernung von nur 25 km in der Luftlinie (die Strassenlänge beträgt 46,5 km) Tieftal mit Tieftal verbindet und zugleich in die Region der Gletscherwelt hinaufdringt. Der Bau des grossen Werkes hat die Kantone Uri und Glarus einander näher gebracht. Das haben wir vor allem dem damaligen Landammann der Urner, Muheim, zu verdanken, der mit dem Sprechenden zusammen die Initiative für den Bau dieses wichtigen Alpenverkehrsweges ergriff. Die Glarner haben heute auf dem Grabe dieses grossen Staatsmannes einen Kranz niedergelegt. In bewegten Worten antwortet Herr LWdammann Lusser, Altdorf. Die KJausenstrasse ist im Grunde das gemeinsame WeTk Blu-' mers und Muheims. Mögen die beiden Kantone auch in Zukunft in treuer Freundschaft zusammenstehen. Sein Schlusswort klingt aus in ein Hoch auf die Freiheit und Unab^ hängigkeit unserer herrlichen Heimat. Von den damaligen «inoffiziellen» Reden sei nur eine erwähnt: Ein Urner zählt einem Glarner die vielen Bergpässe seines Kantons auf. Da meint der Glarner mit heiterem : Augenzwinkern: «Ja, ja, wir haben es auch' so: zuviele « Pässe » und zu wenig ;« Tenöre »! In sicherer Fahrt sind wir am Talboden angelangt. Neben uns her braust und tost der Schächen. Bald sind wir in Bürgten. Das Heimatdorf Wilhelm Teils! Wir gleiten lautlos durch das schöne Dorf. Vorüber ant Gasthaus «Wilhelm Teil», das aus den Steinen des Teilenhauses gebaut sein soll« Und drunten am Schächen erinnere ein steinernes Kreuz an den Tod des 86jährigen Teilen, der einen Buben aus den reissendea Fluten gerettet habe. Den 1. Juli 1922 werde ich nicht so leicht vergessen. Dem Postführer drotien am Klausen: Alle* zeit gute Fahrt! Alte Bayerische Bierhalle Steinenvorstadt Prima Küche und Keller Mitglied des A. C. S am HauptDatinnof Tel. Nr. 30 HOTEL HOFER Neu renoviert. 50 Zimmer mit fliessendem Wasser« 75 Betten. Appartements mit Bad und W. C. | Garage. — Zivile Preise. Besitzer: A. R CUSTEK Rheinfelden Hotel Ochsen Solbad Restauration Bes.: F. Schmid-Bütikofer

N» 54 — 1928 ÄUTOMOBEC-REVUE Der Reiz der Reisevorbereitung. Der Vororientierung über die Fahrstrecke kommt namentlich bei Auslandsreisen eine grosse Bedeutung innerhalb den gesamten Reisevorbereitungen zu. Der kürzlich erschienene erste internationale Automobilführer Europa Touring, der neben einem trefflichen Kartenwerk (60 Länder-, Uebersichts- und Gebietkarten, 70 Stadtpläne) über einen Textteil von 225 Seiten verfügt, erweckt mit seinen kulturellen, touristischen, geographischen und industriellen Beschreibungen grosse Vorfreude auf die zu erwartenden Genüsse. Schon im Fauteuil sitzend, erleben Sie die Reise mit. Das Buch selbst aber ist Ihnen und den Ihrigen ein wertvoller Atlas Europas, den Sie für jeden Zweck als Nachschlagewerk benützen können. Die Anseharfungskosten sind gering (nur Fr. 12.—, für Abonnenten sogar nur Fr. 9.60). Bestellungen können dem Verlag « Automobil-Revue > eingesandt werden. Der/Automobilist. dem 4\uto ( so zu gleiten durch die wunderschöne Schweif dieses hat zu allen Zeiten ««^f, au» Sniff 'hat über Nacht seinen bis anhin unbestrittenen Nimbus einer Verkaufskanone eingebüsst. Er hat aber seither auch noch eine verbissene Wut aui alle Automobilfahrer. Diese Abneigung ist nun ganz ungerechtfertigt, und um Ihnen das gleich zu beweisen, will ich berichten, warum Sniff den Verlust seines Glorienscheines mit einer Antipathie für Automobilisten verbindet. Sitzen! wir, eine Anzahl Geschäftsreisende, eines Abends gemeinsam an der Bar des einzigen Hotels in einem etwas abseits von der Welthast liegenden Ort und diskutieren missgrämig, über einen Whisky gebeugt, den Lauf der; Geschäfte. Alle, mit Ausnahme von Sniff, der bereits selbstbewusst mehrere •«doubles» genehmigt hatte, beklagten sich über den flauen Tag. Keiner von uns hatte eine Order erzielt, alle hatten nur das zweifelhafte Vergnügen, über negative Bemühungen zu rapportieren. Einzig Sniff äusserte sich' lobend über das Tagesergebnis, und Während wir alle übereinkamen, morgen mit dem Frühzug ein aussichtsreicheres Arbeitsgebiet aufzusuchen, erklärte er, noch mindestens zwei Tage hier bleiben zu wollen, um die noch' ausstehenden Aufträge unter Dach bringen zu können. wSehti!» meinte er mit der notwendigen Würde, r« ihr müsst eben eure Verkaufsmethoden andern. Das Althergebrachte genügt nicht mehr. Man will nicht nur euer Sprüchlein komm, sondern durch Attraktionen, iTricks und moderne Verfahren sichert sich heute der gerissene Vertreter seine Kundschäfttund seine Aufträge.» «Die Methode [allein gibt nicht den Ausschlag,» meinte Smith, der alle vierzehn Tage den Artikel wechseltet, « es kommt vor allem darauf an, was man ^überhaupt anzubieten hat. So führe ich nun neuerdings eine automatische Luft- Schreckpastole, und mir wird keiner weissmachen, dass man diese Waffe jedermann mundgerecht machen kann. Was sollte zum Beispiel «in Steptänzer oder ein Milchmädchen mit ihr anfangen? Ich wette hundert zu eins, Sniff, auch du kriegst bei solchen Leuten diese Ware nicht los !» H Top, die Wette gilt,» gab Sniff dem überraschten Smith zurück. «Wenn du ein Muster da hast, wollen wir die Probe gleich aufs Exempel machen. Ich verpflichte mich, dem ersten Besten, den ich auf der Strasse treffe, die Pistole zu verkaufen.» Smith schlug, überlegen lächelnd, ein und holte, so rasch es seine Körperfülle erlaubte, ein Muster. So machten (wir uns denn auf die Strasse und bummelten gemächlich der Landstrasse entlang und erwarteten ungeduldig und gespannt das Opfer; des Sniffschen Verkaufsgenies. Da verkündete das unruhige Licht eines Scheinwerfers, dass ein Auto herannahte. «Aufgepasst,» rief Smith, «nun kommt der Kunde. Nun, Sniff, lass hören ! » Sniff ersuchte uns,, hinter dem Gebüsch am Weg ent- Amateur- Kinematographie Einfache Apparate für eigene Aufnahmen aus frelerHand, ohne Stativ, in allen Preislagen, ideales Kinotheater im eigenen Heim. Lassen Sie sich vom Fachmann beraten. Verlangen Sie ausführlichen Prospekt Kino 15 GANZ & Co., ZÜRICH Bahnhofstrasse 40 Telephon Sein. 97.73 VeB»l*ehi*sl*an€»n< Neue Verkehrsmethoden. lang zu verschwinden und kauerte selbst im Strassengraben nieder. Als der Automobilist in Hörweite kam, sprang Sniff auf, stellte sich ihm in den Weg, so dass der Mann am Steuer gerade noch Zeit genug hatte, den Wagen rechtzeitig zum Stehen zu bringen. Schon wollte er aussteigen, um zu sehen, was eigentlich los sei, als Sniff mit erhobenem Revolver auf ihn zuschritt und ihn mit dumpfem «Hände hoch» zum Stillhalten zwang. « Zum Teufel noch mal, was soll das bedeuten, > rief der Automobilist erregt.:« Nur ruhig,» entgegnete Sniff. «Machen Sie keinen Lärm und keine Bewegung, oder Sie sind im nächsten Augenblick durchlöchert wie ein Sieb !» Dann trat Sniff auf ihn zu, setzte ihm die Pistole auf die Brust und untersuchte gleichzeitig mit der linken Hand die Taschen des Ueberrumpelten, der während dieser Prozedur mit saftigem Flüchen und Drohungen nicht kargte. Sniff Hess sich keineswegs beirren, entnahm der Westentasche eine goldene Uhr, der innern Rocktasche ein wdhlgefülltes Portefeuille und ersuchte zu guterletzt den Fremden noch, den Wagen zu verlassen, da er ihn benützen werde, während der Besitzer eben zu Fuss sein; Heil suchen müsse. Als der so Geprellte sich gerade ans Aussteigen machte, änderte Sniff plötzlich seine ganze Haltung, machte eine reinrassige Verbeugung vor dem Automobilisten, erstattete ihm sein ganzes Inventar wieder zurück und erklärte dem höchst erstaunten Mann, es sei gar keine Veranlassung zur Beunruhigung vorhanden. < Wenn das ein Scherz sein sollte,»; brüllte der Automobilist, «dann... » «Oh, keineswegs,» meinte Sniff. «Es war nur eine praktische Demonstration, um Ihnen besser als mit Prospekten und Worten zu beweisen, wie äusserst hilflos Sie gewesen wären, hätte ein wirklicher Desperado Ihren Weg gekreuzt und Sie angefallen, wie ich dies nun in Szene setzte. Sehen Sie, nichts hätte mich hindern können, Sie bis auf das Hemd auszuziehen, um dann mit all Ihrer Habe, dazu noch in Ihrem eigenen Wagen das Weite zu suchen. Ich bin aber kein Wegelagerer, sondern ein Reisender für eine automatische Pistole und habe mir nur erlaubt, mit einer neuen Methode Sie auf die Notwendigkeit, bewaffnet zu sein, aufmerksam zu machen. Die von mir vertriebene Pistole ist nur eine Schreckpistole, wird mit Luft betrieben und ist absolut harmlos. Sie vermag aber jedem Uneingeweihten den grössten Schreck einzujagen, wie Sie dies nun aß sich selbst erfahren haben. Ich gestatte mir deshalb, Ihnen diese so wirkungsvolle und nützliche Waffe zum Verkauf anzubieten.» — Also bis hierher war die Sache glänzend verlaufen. Die Methode war neu, war originell, wirkte famos! Das mussten wir Sniff lassen, dass keiner von uns auf diese Idee gekommen wäre. Bereits bemitleideten wir den kleinen Smith, der zum erfolglosen Tag gleich noch hundert Silberlinge auf den Tisch legen sollte und für den Spott sicher nicht hätte sorgen müssen. Durch stumme Zeichen verständigten wir uns gegenseitig hinter der Hecke und waren eins in unserer Bewunderung für Sniff. Er schien im Begriff zu sein, seinen Namen als « Kanone > erneut zu festigen und einen neuen Ruhm Jn seiner Laufbahn zu erwerben. —« Nachdem der Fremde den Ausführungen von Sniff ruhig zugehört hatte, fragte er nach dem Preis der Pistole und erklärte sich mit dem Kauf einverstanden. «Also, geladen ist sie nicht, und absolut ungefährlich im Gebrauch, » fragte er noch zur Sicherheit, als er das Objekt an sich nahm. «Sie können sich darauf verlassen,» bestätigte Sniff, der uns triumphierend verstohlen zuwinkte. Der Fremde zahlte lächelnd den Betrag und stieg wieder in sein Auto ein, während Sniff ihm dabei behilflich war und ihn mit Komplimenten und Ratschlägen noch wohl versah. Derweilen durchstöberte der andere die an der Seitenwand des Wagens angebrachte Tasche und hielt ganz unvermutet Sniff einen Browning unter die Nase. Entsetzt folgte Sniff nun dem Befehl des Fremden und hielt Herrenhemden u. Pyjamas Fran Aber manchmal, im Gelände, fern von Hilfe ein Defekt und die allersdionsten Hände sind, wie man so sagt, bodrecfet. Cravatten Unterwäsche Untß wird vielfach von aner» kannt tüchtigen Lehrkräften erteilt, beharren Sie indessen bei Ihrem Lehrer oder ihrer Lehrerin darauf, dass Ihrem Unterricht die Methode von Prof. Grand zugrunde gelegt wird, sie bringt Sie am schnellsten in den vollständigen Besitz der franzosischen, englischen oder Italienischen Sprache. Verlangen Sie kostenfreie Probelektionen von Franzosisch, Englisch oder Italienisch (gewünschte Sprache genau angeben) dieser für Sie ausserordentlich wichtigen Unterrichtsmethode. Verlag: Hallwag A.-G. In Bern, Breitenrainstrasse 97. 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