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E_1928_Zeitung_Nr.054

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D£e Zuvdhe* Au#< Sieger-Equipe: Pilot Lieutenant Bachofner, Autoführer Fromm in 1 Std. 39 Min. 15 Sek. Die letztes ! Jahr erstmals von der Sektion hergesehenes ausgeschlossen, der Pilot fast Zürich des A. C. S., gemeinsam mit der zu jeder Minute genau wissen konnte, wo Gruppe Zürich der Avia mit Erlolg durchgeführten Autavia erlebte vergangenen Sams- war. Andere wieder, so die Equipe Pilot seine erdgebundene Hilfskraft zu suchen tag ihre zweite, verbesserte Auflage. Leutnant Bernus, Autoführer Reiber, der wir Schon die Nennungen waren zahlreicher als Wagenkommissär zugeteilt waren, hatte eingegangen und hätte die Zahl der Equipen nur einige Orte vereinbart, an welchen der aus technischen Gründen nicht auf 20 be-Automobilisschränkt werden müssen, so hätte man sohielt, um, nachdem ihn das Flugzeug gesich- zu einer bestimmten Zeit angar noch mit einer grösseren Teilnehmer- tet hatte, nach dem nächsten Treffpunkt Zahl rechnen können. Das Wetter war ge-weiterzufahrenradezu ideal und ermöglichte hauptsächlich natürlich so gewählt, dass sie sich als Lan- Die Rangliste ergab, dass die Siegesequipe Dabei waren diese Punkte den Piloten eine ausgezeichnete Fernsicht. dungsplatz geeignet hätten, sofern es demin der bemerkenswert kurzen Zeit von 1 Std. Der Flugplatz Dübendorf, auf welchem der Pilot geglückt war, den Posten ausfindig zu Start sich abwickelte, bot nach 1 Uhr mittags ein Bild. In Reih und Glied schön Autoführer weiterzugeben. Andere wieder machen und es nun ga'lt, die Meldung an den ausgerichtet und in der Sonne strahlend harrten die zwanzig Flugzeuge ihrer Piloten, die mittlerweile, über die Karte gebeugt, zusammen mit der ihnen zugeteilten Automannschaft den Schlachtplan entwarfen. Auch die Wagen, durch weisse Tücher und Bemailung zur besseren Erkenntlichkeit für die Piloten gekennzeichnet, waren startbereit. Rechtzeitig orientierte Herr Maior Rhyner die sich inzwischen im Theoriesaal versammelten Equipen über den Rayon, innert welchem der allen Teilnehmern unibekannte So fuhr nun jeder Automobilist entspre- der getroffenen Abmachung auf seine Komrhandoposten zu suchen war. Die ge-chenmeinsame Aufgabe von Pilot und Automobilist besteht bekanntlich darin, eine dringende eleganter Schleife dem blauen Aether zu- erste Etappe los, während die Maschinen in Meldung an diesen Posten zu leiten. Zu diesem Zweck sucht der Pilot, unterstützt von Lüften seinen Raub zu erspähen. Wenn auch, strebten, um gleich wie ein Adler aus den einem Beobacher, ein genau abgegrenztes um es gleich vorwegzunehmen, unsere Gebiet, in welchem der Kommandoposten Equipe nicht zu den glücklichen Findern gehörte, weil, gleich manchen Kameraden, Pi- sich befindet, ab und rekognosziert neben diesem auch noch die günstigsten Zufahrtsstrassen für das ihm zugeteilte Automobil. zipfeln, oder ausgerechnet demjenigen bei lot und Beobachter den heimtückischen Land- Ist der Posten, der durch ein grosses, ausgelegtes weisses Kreuz gekennzeichnet wird, schenkten, so machte die Fahrt, dank der prä- Koblenz, nicht die genügende Beachtung ausgekundschaftet, so hat der Flugzeugbeobachter den Standort dem zur Autoequipe ge- Auto, doch viel Spass. Fast mit Pünktlichzisen Zusammenarbeit von Flugzeug und hörenden Verbindungsmann mündlich mitzuteilen, zu welchem Zweck also eine Landung zeug jeweilen den vereinbarten Treffpunkten, keit nach Sekunden näherte sich das Flug- vollzogen werden muss. Die dem Automobilisten alsdann ausgehändigte Meldung ist nun Erde, und nachdem wir durch einfaches zog einige Kreise, näherte sich etwas der von diesem an den besagten Kommandoposten abzuliefern. Auf Grund der bereits letztes Jahr gesammelten Erfahrungen und dank des günstigen Wetters glaubte Herr Major Rhyner di© Aufgabe gegenüber dem ersten Wettbewerb erschweren, zu können: .und wählte deshalb ein bedeutend grosseres Gebiet, das ungefähr durch folgende Linie begrenzt war: Wattwil, Wil — der Thur entlang bis Mündung in Rhein — Rhein entilang bis Einmündung der Aare — Aare entlang bis Einmündung Reuss — Reuss entlang bis Mündung Lorze — Lorze entlang bis Cham — Zugersee — gerade Linie über Zürichsee nach Wattwil, was einer Gesamtfläche von rund 1500 Quadratkilometern entspricht. Die natürliche Abgrenzung durch Flüsse ergab an der Peripherie des Gebietes vielfach kleinere Landzipfel, welche die Tücke des Objektes bilden sollten. Einen solchen Zipfel, begrenzt durch die Ortschaften Klingnau, Rietheim, Koblenz hatte die Uebungsleitung nämlich als Standort des angenommenen Kommandopostens ausgewechselt. Genau war das Kreuz nordöstlich von Klingnau auf 'dem Nordhange einer kleineren Anhöhe inmitten einer grossen Waldlücke ausgebreitet, wo eine Anzahl Kommissäre und der Chronometreur ihrer Tätigkeit oblagen. Anlässlich der Befehlsausgabe in Dübendorf wurde den Automobilisten je noch ein Wagenkommissär zugeteilt, der festzustellen hat, ob die vorgeschriebene Landung tatsächlich vollzogen wird und die wichtige Meldung nicht etwa einfach durch Abwurf mittels Mddetasche dem Automobilisten zugestellt wird. Kurz nach 2 Uhr (14,04) war die Instruktion beendet und wurde der individuelle Start freigegeben. Die Methode nun, nach welcher Flieger und Automobilisten zusammenarbeiteten, war ganz verschieden und eine- Sache der gegenseitigen Abmachung. Einzelne Equipen hatten ein genaues Itineraire für den Automobilisten ausgearbeitet, nach dem er zu fahren hat, so dass, Unvor- Knien. Eine sanfte Stimme klang ihm entgegen. »Dies i'st auch herausgefallen.» ' Un,d Mr. Cherry sah, wie ihm die dicke Dame ein Kuvert /entgegen hielt .und dhn mit einem .merkwürdigen »Ausdruck ,von Ehr-! furcht betrachtete. -Er nahm den Brief und schrak etwas zusammen. Im nächsten Augenblick erschrak er noch viel mehr. «Ich wieiss .gar nicht, wie ich mich genügend entschuldigen soll, Sir Michael. , Sie hätten ja tot sein können und Ihr hübscher Koffer ist ruiniert. Sind Sie ganz sicher, dass Ihnen .nichts geschehen ,Ist, Sir Michael ?> (Fortsetzung folgt.) layia Hessen ihre Automobilisten in Dübendorf zurück, um sie dort wieder treffen zu können wenn die Auskundschaftung von Erfolg begleitet war. Bei dem grossen abzusuchenden Rayon schien uns diese Variante als etwas gewagt. Rationell für den Automobilisten war sie allerdings insofern, als, sofern man das aufzustöbernde Kreuz nicht finden konnte, er doch die Mühe und den Brennstoff erspart hatte, wobei dann zwar der sportliche Reiz der ganzen Sache auch ausblieb. Händewinken verständigt hatten, zog das Flugzeug wieder aus zu weiterer angestrengten Rekognoszierung, während der Fahrer meistens mit Konkordatstempo! auf den günstigsten Strassen dem nächsten Rendez-vous- Posten zustrebte. So hielten jeweilen für Se-, künden nur Automobil und Bugzeug stumme Zwiesprache um programmgemäss wieder je4! des mit Eifer der weiteren Verfolgung der Aufgabe oblag. So hatten wir uns zu verschiedenen Malen «getroffen», als plötzlich das Flugzeug zu kreisen begann, der Beobachter uns ein Zeichen gab und die weisse Meldetasche abwarf, die in nächster Nähe von uns auffiel und vom Verbindungsmann behende eingeholt wurde. Moment grösster Spannung! Haben die Beiden da oben wohl den Standort gefunden und wollen uns von der bevorstehenden Landung und dem improvisierten Landungsplatz in Kenntnis setzen? Eins zwei war der Umschlag, der die Meldung enthielt geöffnet, doch, ach er barg nur die lakonische Weisung uns nach Dübendorf zu begeben. Dort freilich trafen wir bereits eine Anzahl von Piloten die in der Zwischenzeit auch nach der Operationsbasis zurückgekehrt waren .... und meistenteils die Rolle mit unseren Fliegern teilte. So traf eine um die andere Equipe wieder ein, es begann ein Fragen und Erzählen und bald hatte es sich herausgestellt, dass nur acht Flugzeuge das Kreuz entdeckt, und nur sechs Autoführer innerhalb der vorgesehenen Zeit — der Kommandoposten blieb nur bis 5.30 abends an seinem Standort — die Meldung dort abgeben konnten. Wohl die meisten Piloten hatten sich auch jenem Koblenzer Zipfel genähert, vielfach aber gerade vorher, um zu schneiden, die Richtung geändert, einzelne flogen nur ein weniges zu viel südlich, andere hatten eine Beobachtung jenes Landspitzes gar nicht in ihrem Programm vorgesehen und zwar von der taktisch richtigen Auffassung ausgehend, dass eine Kommandostelle nie so weit vorn und kaum derart exponiert gewählt würde. Allein die grossen Taktiker sollen diesmal eben nicht 'Recht behalten. Freilich das muss zur Ehre und Anerkennung aller Beteiligten gesagt werden, das Ausbleiben des Erfolges Hess sich niemand verdriessen und alle blieben guter Laune und commentierten mit Interesse und Freude den Verlauf der Veranstaltung, für deren gutes Gelingen, neben manchen andern Mitarbeitern vorab die Herren F. Frey, der Sektion Zürich des A. C. S. und Major Ryhner von der Avia bürgten. Mit einiger Verspätung fand sich alsdann abends im Grand Hotel Dolder eine recht zahlreiche Festgemeinde ein, die durch die Anwesenheit der zahlreichen Flieger und Beobachtungsoffiziere in Uniform, und last not least durch die vielen reizenden Abendtoiletten der Damen, ein recht buntes Gepräge erhielt. «UTOMOBIC-REVUE 1928 — Herr Major Ryhner begrüsste die Anwesenden und bestätigte, dass von den zwanzig gestarteten Equipen sechs noch für die Preisverteilung in Betracht kamen, während weitere zwei, die zwar den Posten noch erreichten, aber nicht mehr in der vorgeschriebenen Zeit und deshalb noch durch besondere Erwähnung ausgezeichnet, im übrigen aber sich mit den 12 übrigen Equipen zu trösten hatten, deren Bemühungen auch zu keinem positiven Ergebnis geführt hatten. Dass die Aufgabe dies Jahr erheblich schwerer war, mag schon daraus hervorgehen, dass bei der ersten Veranstaltung von 16 Startenden deren 9 rechtzeitig den Standort des Kommandos erreichten. 39 Min. 15 Sek. die Aufgabe löste. Die an der zweiten Stelle rangierende Equipe benötigte 2 Std. 5 Min. VA. Sek. In kurzen Zeitabständen folgen sich die übrigen preistragenden Gruppen, wie dies aus der weiter unten aufgeführten Rangliste hervorgeht. Die Aufgabe der Automobilisten wurde noch erschwert dadurch, dass im 'Rayon Koblenz die Klauenseuche herrscht. Zahlreiche Wege sind deshalb abgesperrt und war es für den Fahrer kein Leichtes mit seinemWagen in unmittelbare Nähe des Kreuzes zu gelangen. Nach der Preisverteilung, die den bestplazierten Equipen recht schöne Preise brachte, sprach noch Herr Major Nabholz, Präsident Pilot 1. Preis: Lt. Bachofner 2. Preis: Oblt. Baumann 3. Preis: Oblt. Karnbach 4. Preis: Lt. A. Messin er 5. Preis: Oblt. Högger 6. Preis: Oblt. Meyer Ferner erreichten noch den Oblt. Bleuler Lt. Meyer Xl.a.xxgrliste zeitweise tropischen Sonnenhitze empfunden haben. Für die 117 Teilnehmer, welche starteten, galt es also mittels Absolvierung von neun verschiedenen Konkurrenzen ihre Geschicknigt hatte, die gesamte Organisation rechtzeitig und gründlich an Hand genommen worden war und über 100 Anmeldungen vorlagen. Der Kasernenplatz, weicher von den Militärbehörden in verdankenswerter Weise zur Verfügung gestellt worden war, eignete sich sehr wohl für eine derartige Veranstaltung und war genügend Raum vorhanden, der Zürcher Avia seine Befriedigung über die wohlgelungene Veranstaltung und die dadurch erzielte Festigung der Beziehung zwischen Automobilisten und Fliegern aus. Herr Dr. Bircher ergriff das Wort im Namen der Automobilisten und würdigte den Wert solcher Wettbewerbe sowie die erzielten Leistungen. Er überreichte der Avia eine von der Sektion Zürich des A. C. S. gestiftete Erinnerungsplaquette. In recht humorvoller Weise berichtete Herr Hauptmann Meyer, Chefarzt der Flieger über den Verlauf der Autavia und hauptsächlich über die mehr kulinarischen Genüssen gewidmete Arbeit des improvisierten Kommandopostens. Das glänzende Hausorchester vom Dolder übernahm dann das Scepter und verleitete bis zum frühen Morgen mit seinen rassigen Weisen eine grosse Schar Ausdauernder zu frohem Tanz. Nur ungern verliess man den geselligen Kreis und es soll noch solche gegeben haben, die" sich beim schönen Morgenwetter, das den Sonntag einleitete, ernstlich fragten ob es noch ratsam sei die Penaten aufzusuchen .... Summa summarum: eine flott verlaufene Sportveranstaltung, die Flieger und Automobilisten anregte und einander näher brachte. Hoffentlich wird die Autavia 1 nunmehr zu einer traditionellen Sache der beiden beteiligten Verbände. B. Beobachter Autoführer Verbind.-Mann Lt. Bächli H. Fromm E. Hurter Oblt. Hejtmanek H. Uhl J. Rieser Lt Bodmer H. Hürlimann H. Spörry Lt.' H. Bantli J. Merz Dr. Fischlin Hplrn. Magron Dr. Ghiodera Lt. Troller Major Glauscr W. Stocker Kt. Sandmeyer Posten, aber nachSchhiss der Konkurrenz. Oblt, Attinger H. Durst Oblt. Kramer Oblt. Jennny H. Nüssli Lt. Sprecher Zeit 1.39.15 2.05.07%i 2.28.38 3.04.19 3.05.10^ 3.06.57% Gymbhana der Sektion Zürich des T. C. S. N»54 Die Voraussetzungen für ein volles Gelingen der vorgesehenen Geschicklichkeitswettfahrt waren gegeben, nachdem das Organisationskomitee auf Grund der letztjährigen Erfahrungen das Reglement sorgfältig berei- 1. H. Baumstach, 41 Punkt, 2. Fre 45 Punkt, 3. Fuchs jun. 44 Punkt. (Photo Sohneder,i Zürioli) Wippenfahrt. (Photo Schneider, Zürich) lichkeit im Fahren, ihr Augenmass, ihre Geduld einer vielseitigen Probe zu unterziehen und dabei nach dem Leitsatz :«Nur dl« Ruhe kann es machen» auch ihr seelisches Gleichgewicht möglichst beizubehalten. Um eine einigermassen ausgeglichene Bewertung der Leistungen vornehmen zu können, wur* den die angemeldeten Wagen in drei Kate* um all die neun «Prüfstände» an zweckmässiger Stelle anzulegen, Wagen, Bureau, Fest- Wagen, die zweite, geschlossene Autos, und gorien eingeteilt, wovon die erste,^ offene wirtschaft, Musilc etc. jedes an seinem geeigneten Ort unterzubringen. Das Wetter hat zu 1100 cem umfasste. Zweifelsohne stellten die letzte, die Wagen mit Zylinderinhadt bis zwar zeitweilig etwas versagt, was den Besuch vielleicht beeinflusst haben mag. Imsenen Wagen grössere Anforderungen, re- einige der Uebungen an Fahrer in geschlosmerhin haben ca. 1200 Zuschauer ihr Interesse für die Veranstaltung bekundet und ges Lenken, wie beispielsweise das Fahren spektiv erforderten mehr ein •gefühlsmässl- manche mögen die verschiedenen Regengüsse als angenehme Abkühlung von derschliesslich waren ja alle Konkurrenten auf dem Balken vor- und rückwärts. Aber in

N° 54 - 1928 ein und derselben Kategorie einander gleichgestellt und diente die ganze Veranstaltung ia mehr der Unterhaltung von Fahrern und Zuschauern. Wohl mancher wird bei Absolvierung der Uebungen empfunden haben, dass die Kunst des Fährens richtig gelernt sein will und dass die Praxis des Alltags noch nicht genügt, um' den Wagen wirklich in jeder Nuance der Bewegung genau beherrschen zu können. Viele haben deshab auch die Anforderungen unterschätzt, die einzelne der Konkurrenzen an den Fahrer stellen, andere wieder steckten in hochgradigem Lampenfieber oder Hessen sich, durch die Aeusserungen des Publikums, das mit seinem Urteil vielfach nicht oft in genau reglementarisch verlangter Vollendung ausgeführt worden. Das Ringstechen schien sehr harmlos zu sein. Man hatte ja nur in der Vorbeifahrt möglichst viel Ringe herauszustechen und dann war die Sache richtig! Aber die Ringe sassen ordentlich fest im Gestell, und kaum hatte man sich versehen, war das Gauklerwerkzeug auch schon ausser Reichweite. Dass massive Manipulationen sich bei dieser Uebung sowieso nicht eignen, mussten einzelne erfahren, die mit Tempo und Schmiss die Ringe holen wollten, dabei aber jeweilen die gesamte Dekoration mitrissen. Das Passieren zwischen fünf übers Kreuz aufgestellten Kegeln war ebenfalls eine kitz- ÄUTOMOBID-REVUE langen Balken war besonders für geschlossene Wagen eine undankbare Sache, wenn nicht durch gutes Augenmass oder komplizierte Körpergymnastik beim Herauslehnen die genaue Richtung eruiert werden konnte, in welcher der Wagen auf den Balken auffahren sollte. Auch bei dieser Uebung hat es ordentlich Punktverluste abgesetzt. Das Ballwerfen, respektive die Treffsicherheit scheint noch sehr im argen zu liegen. Freilich sind die räumlich beschränkten Fensterausschnitte bei den geschlossenen Wagen nicht gerade geeignet, um mit Wucht zu dem Punkte verheissenden Wurf ausholen zu können; aber auch bei den Fahrern mit offenen nen recht gut abgeschnitten und wurden deshalb mit Damenspezialpreisen bedacht. Mit überraschender Pünktlichkeit wurde das ganze Programm abgewickelt, das dank der guten Organisation, an der nur Nörgeier etwas auszu-* setzen haben, alle Anwesenden befriedigen konnte. Bereits eine halbe Stunde nach Beendigung der Konkurrenz wurde mit der Preisverteilung auf den Terrasse der Off. Kantine begonnen, der ein stattliches Publikum beiwohnte. Dank den Bemühung gen des Gabenkomitees war der Gabentisch reichlich versehen und konnten über 90 Preise verteilt werden, wovon diejenigen für die Kategoriesieger einen sehr ansehnlichen Wert besitzen. Nach der Bewertung der verschiedenen: Uebun* gen ergibt sich eine maximale Zahl an Gutpunkten von 50. Die beste Leistung wurde in der Kategorie der offenen Wagen mit 45 Punkten erreicht, Es zurückhielt, beeinflussen. Freilich hätten sich die Betroffenen immer noch mit der alten Wahrheit trösten können, dass es leichter ist, Kritik zu üiben als selbst Vorbildliches zu leisten. Zwar haben die Zuschauer auch nicht mit dem Beifall gekargt, wenn es galt, die wohlbestandene Prüfung eines Teilnehmers richtig zu würdigen. Auf alle Fälle hat Uie Veranstaltung jedem Teilnehmer neben dem. sportlichen Vergnügen die Möglichkeit gegeben, sich über sein eigenes Können am Lenkrad und über seine Fahrtechnik ein gewisses Urteil zu bilden und mag die eine oder andere Uebung ihm doch ein Fingerzeig 1 gewesen sein, die verschiedenen Manipulationen in dieser oder jener Hinsicht noch etwas zu vervollständigen, zu kultivieren. Freilich spielt hier, wie anderswo, der glückliche Zufall auch mit und sollte jeder, dem die Tücke etwas zusetzt, sich in einem richtigen sportlichen Geist getrost damit abfinden, ohne die Sache allzu tragisch zu nehmen. Recht trügerisch war das abgesteckte Carre, in dessen Raum der Wagen, als erste Uebung, zu wenden war. Die zur Verfügung stehende Fläche wurde natürlich in jj^iem festgelegten Verhältnis zu den Ausmassen, je nach den Dimensionen des Fahrzeuges, geändert. So einfach die Sache aussah, so ist es doch manchen, die nicht sehr haushälterisch mit dem Platze umgingen, nicht gelungen, bei maximal achtmaliger Aenderung der Fahrrichtung wieder den Ausweg aus dem Carre zu finden. Die Grosse des Lenkungseinschlages mag einigen die Aufgabe speziell erleichtert haben, aber es bedurfte doch einer geschickten Aufteilung des zur Verfügung stehenden Platzes und eines sorgfältigen Abschätzens der Distanzen. Die anschliessende Konkurrenz der Balkenfahrt, bei welcher ein 10 Meter langer Balken mit den beiden Rädern einer Seite zu befahren war, wurde von den meisten gut absolviert. Wenn einzelne der geschlossenen Wagen liier trotz aller Mühe halbwegs vom Balken abrutschten, so war es andererseits wieder erstaunlich, wie oft Fahrer mit der grössten Sicherheit und sehr flottem Tempo den Balken befuhrem. In der Kunst des Langsamfahrens konnte man sich beim Wasserglas üben, wo es galt, von einem Gestell ein gefülltes Glas herunterzunehmen und es während der Fahrt in ein leeres Glas, das in einiger Entfernung stand, umzuschütten. Viele der Fahrer entledigten sich noch mit mehr oder weniger Geschick der Aufgabe, während andere infolge allzu raschen Tempos oder unsicherer Hand das entscheidende Nass restlos vergossen. Viel Beachtung fanden bei den Zuschauern die jeweiligen Evolutionen der Fahrer auf der Wippe, wo es galt, während 10 Sekunden die schwankende Bretterfläche im Gleichgewicht zu halten. Voraussagen über den wahrscheinichen Erfolg der Fahrer bei der Wippe waren absolut aussichtslos, da manchmal die vielversprechendsten Anfahrten in einem unerwarteten Ueberkippen der Wippe endeten. Obwohl aus höchst massiven Brettern und Balken gezimmert, schien die Wippe die Empfindlichkeit einer Goldwage zu besitzen, veranlasste doch schon die geringste falsche Bewegung des Wagens das Ueberschnappen •der Wippe, gegen das auch die verzweifeltste Körperakrobatik des Ausbalancierens nichts mehr half. Die Uebung ist wohl am wenigsten Kegelfahrt (Photo Schneider, Zürich). Wasserglas. (Photo Schneider, Zürioh) lige Sache und konnte nur bei grösster Sorgfalt und feinster Handhabung der Lenkung strafpunktfrei erledigt werden. Es war aber auch verzwickt und die klassische Fahrt Odysseus zwischen Skylla und Caryptis eine einfache Sache dagegen. Hatte man sich glücklich mit den Vorderrädern zwischen zwei Kegel hindurchgewunden und den dritten in der Mitte schon halb umfahren, so dass man das Interesse mehr den noch in Front stehenden Kegeln zuwandte, so konnte man fast mit Sicherheit damit rechnen, dass wie zumi Hohne ein Hinterrad einen der hintern Kegel anrempelte und erledigte. Bei der Kegelumfahrung kat sich wohl ein schöner Teil einige Punkte Abzug geholt. Das Rückwärtsfahren auf einem 10 Meter Die Hudson-Motor-Car-Company hat die grösste 6-Cylinder-Produktion der Welt und die besten Einrichtungen für Chassis- und Karosseriebau. — Sie ist deshalb am leistungsfähigsten und liefert vorbildliche Wagen zu erstaunlich niedrigen Preisen. Hudson- und Essex-Automobile sind das Beste, was in dieser Preislage je geboten wurde. HUDSON Fr. Sedan, 5 Plätze . 13,500.- LandauSedan,5Pl. 14,500.— Victoria Coupe . 14,500.— Sedan, 7 Plätze . 16,500.— Vergleichen Sie: BASEl^ZURJCH'BERU Wagen waren die Fehlschüsse in der Mehrzahl. Gut, dass es sich nicht jedesmal um einen Teilens chuss hätte handeln sollen. Zu guterletzt war endlich noch eine Figur, nämlich die des glückverheissenden Schweinchens, zusammenzusetzen, eine Klebarbeit, die nicht immer mit der notwendigen Geschicklichkeit ausgeführt werden konnte und bei manchen bedenklich trockene Zungen zur Folge hatte. Viel Spass machte auch die Fahrt von zwei Junioren, die mit der Selbstverständlichkeit der Jugend ihr Pensum mit durch Pedale betriebenen «Automobilen» erledigten und! dabei teilweise mehr Geschick und Ruhe bewiesen als verschiedene der Senioren. Die Beteiligung von Seiten der Damenwelt war leider nicht sehr zahlreich, doch haben wenigstens die wenigen mutigen Autosportamazo- Fr; Coach, 5 Plätze . 7450.« Sedan, 5 Plätze . 7850.- Coupe, 2 Plätze . 7650.« Torpedo, 5 Plätze 7450.- war ein Preis ausgesetzt worden, welcher d gen Ortsgruppe zufallen sollte, die den höcheten; Durchschnitt mit den drei besten Resultaten der betr. Gruppe erreichte. Zürich obsiegte mit 42,3 Punkten gegenüber 33,7 der Ortsgruppe Winterthur. Die Zürcher entschieden sich jödoclr einstimmig dafür, den Preis der Gruppe Winterthur abzutreten, um auch auf diese Weise die dortigen T. G. S.-ler zu einer weiteren regen Teilnahme an Veranstaltungen der Muttersektion zu ermuntern^ Am Abend vereinigte sich eine zahlreiche Gen Seilschaft in den Räumen des Hotel Baur en Ville; um bei angeregtester Unterhaltung und fröhlichem Tanz den wohlgelungenen Tag ausklingen zu laasen! JL Kategorie Geschlossene Wagen. 1. Steger Ph. 38 Punkte 2. Henggeler Jos. 37 » 3. Kündig 36 » 4. Senn P. 35 » 5. Hofmann W. H. 34 », Speziaipreise: Motorwagendienst: 1. Hofmann W s H. 34 Punkte Damenpreis: Frl. H. Baumgartner 24 Punkte 1. 2. 3. 4. 4a 5. 6. Rangliste. Kategorie Offene Wagen. Frei Hch. 45 Punkte Fuchs R. jun. 44 Baumstark H. 41 Kessler Hans 41 Bader Konrad 41 Döbeli Paul 40 Willy Gustav 40 Speziaipreise: Motorwagendienst: 1. Capecchi Marcel 37 Punkte Speziaipreis für Polizeifahrer: Polizeigefr. Kunzmann 24 Punkte Damenpreis: Frau Marie Brunner 29 Punkte Kategorie Kleine Wagen. 1. Locher Max 40 Punkt© 2. Scholl Fritz 38 > 3. Hug Hans 38 > 4. Schneider Chr. 37 » 5. Huber Hans 36 * Speziaipreis: Motorwagendienst: Kapp Louis 34 Punkte Gruppe der Junioren: 1. Fehr Hansli; 2. Martheli Scherz. Zum grossen Preis von Deutschland. Zu des bereife [veröffentlichten Meldungen zum Grossen, Preis von Deutschland für iSrjortwaeren, den dei Automobilclub von Deutschland am 15 Juli aul dem Nürburgring veranstaltet, sind weitere drei hinzugekommen, sodass sich die Zahl der Nennungen auf 38 erhöht, eine Zahl, die als hervorragend zu bezeichnen ist und Zeugnis ablegt von dem Wert, den man dem Grossen Preis von Deutschland im In- und Auslande beimisst. Neu gemeldet haben der französische Fahrer Marcha] für Wertungsgruppe drei und für die gleiche Gruppe Zimmermann-Limburg mit Pluto und Josef Müller, der bekannte Motorradmeister aus Düsseldorf mit einem neuen Sechszylinder-N.S.U.« Kompressor. Daf die Meldeliste erst am 29. Juni um 18 Uhr endgültig geschlossen wird, dürfte mit dem Eingang weiterer Meldungen zu rechnen sein. Der französische Fahrer Dore, der am letzten Sonntag die grosso französische Zuverlässigkeitsfahrt in seiner Klasse gewann, startet in, dei Gruppe drei. —t. Grosser Bugatti-Preis in Le Mans. Letzten Sonntag wurde auf der Rundstrecke von Le Mans mit einer Gesamtdistanz von 276,192 km der grosse Preis für Bugatti-Wagen ausgefahren. Als Erster klassiert sich Andre Dubonnet mit einem Stundenmittel von 124,300 km und einer Zeit von 2 Std. 13 Min. 11 Sek.; Philippi klassiert sich als Zweiter mit 2 Std. U Min. 41 Sek.; Delvert mit 2 Std, 15 Min. 33,2 Sek. t. Die Automobilprüfungsfahrt Rheineck—Walzenhausen, die auf den 22/Juni, dann auf den 8. Juli vorgesehen war, xnusste, zwingender UmsitändQ halber, auf Ende September verschoben werden* Es ist sogar mit der Möglichkeit zu rechnen, dass das traditionelle Rennen unter Umständen dieses Jahn überhaupt nicht durchgeführt wird. —QJ. Neuer 24 Stunden Automobilweltrekord. Auf der Automobilbahn von Le Maus stellte Barnato auf Renthley einen neuen 24-Stun.den-Weltrekoxd auf, indem; er 2.669,272 Kilometer fuhr, ^-U