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E_1928_Zeitung_Nr.060

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etten. Die Maschine

etten. Die Maschine selbst stürzte den Bahndamm hinunter. Personen im Zuge sind nicht verletzt. Der Autobus wurde bei dem Anprall herumgeschleudert und auf die Maschine geworfen. Drei Personen waren sofort tot. Von den übrigen Passagieren wurden 17 schwer, einer leicht verletzt. Einer von den Schwerverletzten, der Sohn des Besitzers der Autobusse, ist seiner Rückgratverletzung auf dem Transport ins Krankenhaus erlegen. Von den übrigen Schwerverletzten befinden sich noch mehrere in bedenklichem Zustand. Die Lehre, die aus diesen drei schweren Unglücksfällen gezogen werden muss, ist eindeutig genug. Die wachsende Verkehrssteigerung der Strasse formuliert die Forderung der vollständigen Beseitigung der Niveauübergänge schärfer denn je. Erst darin ist eine endgültige Lösung dieses vitalen Problems zu suchen. Was aber heute schon getan werden kann und soll, ist eine weitgehendste Sicherung der Uebergänge durch richtige Signälisierung; «Dass es in diesem Punkte noch ganz bedenklich happert, beweisen die vorliegenden Tatsachen. Besonders der Furka-Oberalpbahn darf es nahegelegt werden, in dieser Sache das Ihrige zu tun. Eine Fahrt von Brig nach Qletsch zeigt mehrere Uebergänge, die gefährlich genug sind, um eine bessere Signalisierung zu verdienen, als dies heute der Fall ist. v. Der gestaffelte Betriebsbeginn als tferkehrserleichterung Die Idee des gestaffelten Betriebsbeginnes, z Achtes Kapitel. . ! Jedem denkenden Kunstfreund, der die jährliche Ausstellung der Königlichen Akademie zu besuchen pflegt, müssen die Symptome eines seltsamen Wahns aufgefallen sein, der, von Zeit zu Zeit Menschen unbekannter Herkunft, gänzlicher Unwichtigkeit, aber mit grossem Reichtum gesegnet, befällt, welcher Wahn sich in die Form leidenschaftlichen Verlangens kleidet, ihre Züge auf Leinwand •— womöglich' zu bedeutenden Preisen — [verewigt zu sehen. Die Folge dieses unerklärlichen Zuges der menschlichen Natur ist, dass beliebte Porträtmaler hohe Steuern zahlen müssen, was Mr. Joseph Pargiter Moon denn auch — unter Protest — tat. Jedoch, als er am Morgen nach Mikes Abreise vor seiner Staffelei stand und Mrs, Smith-Saunders düster betrachtete, sich dieweil den Kopf zerbrechend, wie er ohne schwere Verletzung seiner Selbstachtung ihre Doppelkinne verbergen könne, "da fluchte er still in sich hinein. Denn er hatte eine Künstlerseele und für diese ist das Ma- ;len von solchen Geschöpfen wie Mrs. Smith- Saunders das reine Fegefeuer. Aber auch eine Künstlerseele hat Verwendung für einen hohen Scheck und so biss Mr. Moon die Zähne zusammen und arbeitete grimmig weiter. Nichtsdestoweniger freute er sich der Unterbrechung, die das geisterhafte Eintreten Shoesmiths hervorrief, der geräuschlos an die Seite seines Herrn glitt. (Fortsetzung siehe Autler-Feierabend) Leichte Zunahme der Einfuhr, Steigerung der Ausfuhr um das Vierfache. Der Motorfahrzeug - Aussenhandel der Schweiz zeigt im Monat Juni dieses Jahres, verglichen mit dem Vormonat, ein gewisses Abflauen. Der Gesamtwert in Franken steht über demjenigen des Monats Juni 1927, und zwar sowohl bei der Einfuhr, welche sich auf 8,738,372 Fr. beläuft, gegenüber 8,661,667 Fr. im Juni 1927, als auch bei der Ausfuhr, die ihrerseits mit 1,686,122 Fr. gegenüber 389,869 Franken im Juni 1927 um das Vierfache dominiert. Die Zahlen, welche sich hiebei auf die Wagen beziehen, stellen sich auf 8,113,340 Fr. (Juni 1927, 8,050,975 Fr.) bei der Einfuhr und 1,303,343 Fr. (360,431 Fr.) bei der Ausfuhr. Was die Stückzahl anbelangt, finden wir bei der Einfuhr 1663 Stück pro Juni 1928, gegenüber 1900 im Jahre "1927, und-bei der Ausfuhr 63 Stück gegenüber 32. Es ist natürlich nicht möglich, die Stückzahl mit dem in Franken ausgedrückten Wert zu vergleichen, da diese Statistik die gesamte Ein- und Ausfuhr umfasst, darin inbegriffen auch die Zubehörteile. Verteilt auf die zehn Bezugsländer veranschaulichen diese Kategorien folgendes Bild Deutschland Österreich Frankreich Italien unserer Einfuhr im Juni 1928: Stück 19 d 9 f g a 57 b c 33 d 135 e 27 8212 f g h iabode 40 97 f 1 len **: die aus Amerika stammt, ist auch bei uns nichts Neues. Allerdings wurde sie in der Schweiz nur in sehr beschränktem Masse in die Praxis umgesetzt. Mit gutem Beispiel ging bekanntlich die städt. Verwaltung der Stadt Zürich voran, die zur möglichen Entlastung der Verkehrsstosszeiten den jeweiligen Bureauschluss um eine Viertelstunde früher angesetzt hat, so dass die Arbeit bereits morgens 11.45 Uhr eingestellt wird. Dadurch ist den zahlreichen Beamten und Angestellten die Möglichkeit geboten, vor dem grossen Ansturm auf die versch. Beförderungsmittel und vor der Höchstfrequenz der Strasse ihre Wohnungen aufzusuchen, während anderseits die Beanspruchung von Verkehrsmittel und Strasse sich zur Mittagszeit und unmittelbar nachher entsprechend entlastet wird. Die Lösung scheint sehr einfach zu sein und glaubten auch die amerikanischen Verikehrsfachleute, welche die Idee propagierten, damit ein einfaches Mittel zur teil weisen Behebung der Verkehrsschwierigkeiten gefunden zu haben. Die Praxis hat nun allerdings gezeigt, dass diese Staffelung in der Arbeitszeit nur bis zu einem gewissen Grade durchführbar ist. In amerikanischen Städten setzt Abends zwischen 8 und 9 Uhr wiederum ein «Rush» ein, wenn die enorme Zahl der Theaterbesucher den Vergnügungsetablissements des Broadway zustrebt. Man hat deshalb die Direktoren der Theater ersucht, die Bemühungen betr. Verkehrsentlastung durch gestaffelten Beginn der Vorstellungen zu unterstützen. Man rechnet durch diese Maßnahme mit einer merklichen Vereinfachung des Verkehrs bei den Hoch-, Untergrundbahnen und Omnibussen. Einige Theaterleitungen willigten versuchsweise ein und so wurden die versch. Vorstellungen auf 8.00, 8.15, 8.30 Uhr etc. festgelegt, wodurch das Publikum aus den versch. Bezirken zu verschiedenen Zeiten nach dem Theaterzentrum strömte. Leider hat aber diese Massnahme beim Publikum nun nicht die nötige Gegenliebe und das erwartete Verständnis gefunden. Die Theab d c f g Holland a df 1 Grossbritannien a 273 b c 3 e 1 f g Spanien f Schweden a Verein. Staaten a 13 c 15 d 419 e 227 f 82 g i 4 qkg Wert in Fr. Total 31.396 877 8.248 145.100 54.290 33U.100 215 470 2.023 581.719 73.800 2.977 30 76.807 04.668 1.000 115.290 574.735 223.940 206.157 12.379 3.000 19.630 1.220.699 18.663 277 118.021 216.200 683.760 45.523 748 97.547 1.635 29.52 67 13.83 255.44 98.98 396.71 34 38 1.82 109.31 3.20 5 75.90 1.08 252.44 1461.70 402.45 290.87 19.69 11.15 37.89 14.73 24 257.02 406.37 1218.28 63.14 98 115.23 2.45 108.63 1.082.192 Frankreich 91 59.110 10 75.18 49.000 Italien 47.55 1.00 256.117 Belgien 7 3.20 Holland f 22.61 16.015 Grossbritannien a 394.75 f 15.25 Spanien a 17.00 bffffffaf 13.65 10.95 1.20 156 25.04 120.65 4570.86 3215.02 1753.32 2.78 85.24 48.325 500 105 3.300 12.610 374.665 10.204 9.100 18.000 7.396 1.100 204 90 24.005 44.800 1.986.355 1.791.209 1.203.470 1.606 32.619 420.465 204 90 terfreunde sind sich seit langen Jahren an eine ganz bestimmte Zeit gewohnt, möchten auf der Hinfahrt noch Freunde treffen, nach der Vorstellung gemeinsam mit Bekannten die vielleicht ein anderes Etablissement besucht haben, zusammenkommen, alles kleine Alltäglichkeiten, die durch diese Staffelung gestört wurden. Aber eben: das Leben setzt sich aus Kleinigkeiten zusammen und so mussten die Leiter der Vergnügungsetablissements von dem Versuch des gestaffelten Vorstellungsanfanges abgehen, wollten sie nicht eine weitere Unzufriedenheit ihrer Gäste und bedenklichen Rückgang im Besuch riskieren. Freiwillig ist hier also nichts zu machen. Dass es aber bei Zwang sehr wohl geht hat nun eine der führenden New Yorker Versicherungsgesellschaften bewiesen, die im Interesse eines geordneten Verkehrs eine Staffelung des Betriebsbeginnes in ihrem eigenen Unternehmen durchgeführt hat, so dass die ersten Angestellten morgens 8 Uhr beginnen, währenddem die letzten erst anderthalb Stunden später anrücken. Entsprechend verschiebt sich auch der Betriebsschluss. Da die Gesellschaft an ihrem Hauptsitz verschiedene Tausend Hände beschäftigt, so macht sich begreiflicherweise dieses System bei den sich in der Nähe befindlichen Stationen von Untergrundbahnen und Autoomnibussen bereits bemerkbar. Um jede Ungerechtigkeit bei der Einteilung der versch. Arbeitsgruppen auszuschalten wird periodisch gewechselt, so dass ein. jeder innerhalb eines bestimmten Zeitraumes einmal um 8 Uhr, dann immer eine halbe Stunde später bis um 9.30 die Arbeit beginnt, um dann wieder um 8 Uhr anzufangen. Das Beispiel wird sich kaum AUTOMOBTL-REVÜE 1928 - No 60 Unser Aussenhandel pro Juni 1928 1 14 5.084.064 Juni 1928 a 461 655.30 . 611.039 b 19.69 13.993 c 87 660.94 295.459 d 635 6915.51 3.057.600 e 364 5023.56 2.820.199 f 107 2588.50 1.865.762 g 2 26.04 16.578 h 1 11.53 3.470 i 6 124.95 54.272 1663 16026.02 8.738.372 Juni 1927 a 549 622.81 699.851 b 3 14.50 10.941 o/i 1348 15678.26 8.050.975 8.661.767 Zuhnahme der Einfuhren 76.605 An der Spitze unserer Lieferanten marschieren wie immer die Vereinigten Staaten. 58 % des Gesamtwertes unserer Einfuhr pro Juni 1928 sind auf ihr Konto zu buchen (sehen wir von den Motorrädern ab» so beläuft sich die Proportion sogar auf 61,8 %). Dieses Einfuhrkontingent bildet sich hauptsächlich aus Automobilen und Chassis, deren Gewicht zwischen 800 und 1200 kg variert und weiche schon einen Wert von nahezu 2 Millionen Franken repräsentieren, des weitern aus Chassis von 1200 bis 1600 kg im Gesamtwert von ca. 1,8 Millionen und schliesslich aus Automobilen und Chassis von über 1600 kg. Der gallische Hahn stolziert im zweiten Rang, Frankreich belegt 13,9 %. Das Klassement der Kategorien gemäss ihrem Werte unter sich ist das gleiche wie für die Vereinigten Staaten; an vierter Stelle sind die Automobile und Chassis von weniger als 800 kg zu nennen. Italien hält sich mit 12 % der Totaleinfuhr noch leicht oberhalb der Einmülionen-Grenze Deutschland ist an unsern Ankäufen mit nur 581,719 Fr. beteiligt, Grossbritannien mit 420,465 (wovon der Kanonenanteil auf die Lieferungen an Motorrädern, nämlich 384,869 Fr., entfallen), Belgien mit 256,117 Fr. (Motorräder 99,182 Fr.); es folgen Oesterreich, Holland, Spanien und Schweden. Unsere Ausfuhr im Juni 1928 verteilt sich auf 31 Länder, und zwar wie folgt: Stück q kg Wert in Fr. Total Deutschland a 8 306.01 90 ! d 1 10.00 19.17 g 12 331.085 Oesterreioh abf 5.22 5.20 30.73 46.621 8 14 48.91 bfafaf 1 25.92 101.492 Portugal Dänemark Norwegen Schweden Finnland Polen Tschechoslo w. a f Ungarn a 9 1 10 1.40 15.21 66 75.45 74 5.89 319.11 12.24 2.05 396.28 8.55 2.11 1.73 10.7.1 3.36 29 3.42 3.16 154.53 2.71 6.67 291.643 539 8.000 30.783 120 5.420 5,025 36:176 51.089 80 50.323 1.565 12.507 , 640 86.179 1.233 4.021 220.603 9.255 2.000 231.269 9.374 3.189 1.204 12.257 2.332 464 6.223 3.078 205.052 2.210 4.115 14.072 86.819 1.233 224.624 242.524 9.374 3.189 1.204 12.257 2.332 6.687 208.130 6.325 auf europäische Verhältnisse anwenden lassen, da eiüe derartige Abstufung der Arbeitszeit innerhalb der nämlichen Unternehmung nur schwe-r durchführbar ist. Es ist immerhin bemerkenswert, welche Mittel versucht werden, um dem Verkehrsproblem auf irgend eine Weise zu Leibe zu rücken. Z. cAutoführer». In einer führenden Tageszeitung ist kürzlich folgendes Inserat erschienen: «Wer beteiligt sich sofort finanziell an .der Herausgabe eines neuen - Schweizer 9.455.946 1.963.895 Zunahme Fr. 7.629.839. Wenn wir auch vorausschicken, dass" es immer mit einem gewissen Risiko verbunden ist, aus obenstehenden Ziffern jetzt schon seine Schlüsse für das ganze Jahr ziehen zu wollen, so darf man sich doch jetzt schon fragen, ob das Jahr 1928 nicht den vom Jahre 1926 gehaltenen Einfuhrrekord brechen wird. In der Tat wird die Einfuhr, vorausgesetzt dass sich unsere Bedürfnisse auf derselben Linie halten, Ende Dezember eine Summe von 83 Millionen erreichen (1926 waren es 80 Millionen, 1927 79 Millionen). Sollten die Anstrengungen unserer einheimischen Industrie den bisherigen Jahresex- treu bleiben, kann der Gesamt- Auto-Führers mit Versicherungen und da-porterfolgedurch alle anderen Führer übertreffend. wert pro Ende 1928 mit 18 Millionen eingesetzt werden, eine Zahl, die seit 1920 nicht Durch die überraschend grosse Zunahme der Auto- und Motorradfahrer als praktisches mehr erreicht werden konnte. Verkehrsmittel eine glänzende Rendite.» Dies sind jedoch, um es nochmals zu betonen, nur Folgerungen und Mutmassungen, Soweit der Wortlaut dieses Inserates; det kapitalsuchende Herr Autoführer, der alle anderen übertreffen will, dürfte zweifellos zu ersten Jahressemesters 1928 ergeben, rv. die sich auf der Basis der Resultate des jener Kategorie von «Führern» zu zählen sein, die im Verlaufe der letzten Jahre verschiedentlich einen Beutezug auf die Inserate der mit dem Automobil wesen in Zusammenhang stehenden Geschäftsleute und Hoteliers machten. Keiner dieser «Führer» hatte die geringste Existenzberechtigung, sie sind so schnell verschwunden als sie kamen; wir erinnern in diesem Zusammenhang, dass * wir letztes Jahr auf einen dubiosen «Automobilführer» hinweisen mussten, der Dutzende von Geschäftsleuten schädigte und in zahlreiche Prozesse verwickelt war; ein anderer erhielt wegen ähnlichen Machenschaften vom Bezirksgericht Zürich infolge schwindelhaften Gebahrens eine längere Gefängnisstrafe. Die Geschäftswelt handelt in ihrem eigenen Interesse, wenn sie jeden neuen «Automobilführer» mit grösster Vorsicht und sorg- Jugoslavien Rumänien .Aegypten Algerien Marokko Süd-Afrika Mesopotamien f Brit. Indien f Straits Settlem. f Niederl. Indien f Japan f Verein. Staaten f Columbien Brasilien Argentinien Juni 1928 Juni 1927 c/i 12 614.25 360.431 389.869 32 638.43 Ueberschuss der Ausfuhren 1.296.253 Wie aus der Tabelle ersichtlich ist, steht, was den Wert unserer Ausfuhr anbelangt, Deutschland an der Spitze, aber dieser erste Platz ist besonders auf den Ankauf von Motorrädern zurückzuführen. Unser bester Kunde für überzweirädrige Motorfahrzeuge bleibt Spanien, und auch dieses Mal sind es die Wagen und Chassis von über 1600 kg, welche, ebenso wie bei den Lieferungen an Grossbritannien, der Tschechoslowakei und Brasilien, die in der genannten Aufzählungsreihe nachfolgen, überwiegen. Frankreich belegt den sechsten Rang. Hiebei ist zu sagen, dass die Motorräder den Chassis von über 1600 kg die Stange halten. Brasilien, Belgien, Argentinien, Oesterreich, Japan» Rumänien, Italien, Britisch Indien und Schweden folgen schliesslich mit Beträgen von über 10,000 Fr., welche zum Grossteil der Kategorie von über 1600 kg, die bei unserer Ausfuhr insgesamt 76,7 % belegt, zu verdanken sind. Wir möchten unsern heutigen kurzen Ueberblick nicht schliessen, ohne die Ziffern für das erste Semester 1928 bekanntzugeben. Hiebei sei, soweit dies nach dem durch die in der Klassifizierung am 1. November 1927 eingetretenen Aenderungen möglich ist, ein Vergleich mit dem ersten Semester 1927 gezogen. Einfuhr. 1. Semester 1928 Einfuhr. 1. Semester 1927 Valeur en francs Valeur en francs a 5.162387 a 8.356.540 b 125.800 b 128.711 0 1.213.693 d 13.304078 e 13.108.673 f 8.630.097 35.829.706 g 61.502 h 39.544 1 190.874 41.836648 39.314.957 Zunahme Fr. 2.521.691. Ausfuhr. 1. Semester 1928 Ausfuhr. 1. Semester 1927 Valeur en francs a 2.095875 b 18.077 cde f gh f 85 816 816 b 2.22 2.368 f 9.34 22.935 25.303 ffafa 69 616 616 32 630 630 2 82 20 446 528 2 2.76 3.300 f 9 178 3.478 18.10 7.570 7.570 1 19.90 . 12.805 12.805 1 51 51 7.25 4.338 4.338 2 49.48 32.388 32.388 62.29 154.724 154.724 6 168 168 4 163.76 95.469 95.469 1 65.81 49.270* 49.270 a 38 389.27 372.767 b 6 10.38 10.012 d 1 10.00 8.000 f 18 1471.84 1.295.223 g 12 120 63 1881.61 1.686.122 a 20 23.89 29.234 b 29 204 30.000 15.000 7.268.789 28.205 Valeur en francs a 136.189 b 1.599 1.826.107 fältigster Prüfung aufnimmt. Mit «Führern» ist der schweizerische Automobilist genügend versehen, der CH Touring, die offizielle Ausgabe des Touring-Club, erscheint seit 25 Jahren, von seiner diesjährigen Auflage wurden innert wenigen Monaten ca. 10,000 Exemplare abgesetzt. Seit einigen ,ahren hat auch der A. C. S. einen offiziellen Führer herausgegeben. Auf diesem Gebiet ist jedenfalls keinem «dringenden Bedürfnis» abzuhelfen; für die seriöse Ausarbeitung und Herausgabe eines deartigen< Werkes braucht es umfassende Erfahrung mit den schweizerischen Verkehrsverhältnissen und ein grosses Kapital, letzteres müsste nach dem Inserat erst noch beschafft werden, ob ersteres vorhanden, ist mindestens zweifelhaft. A

N« 60 — 1928 Per Autotouring Ticinese auf \ Fahrt. Gletsch, den 14. Juli 1928. Einmal im Jahr rüstet der Tessiner Touring- Club zu einem ausgedehnten Zweitagsbummel. Letzten Sommer war es die Veltliner- und Engadinertour, heuer eine herrliche Dreipässefahrt: Gotthard, Fuika, Simplon. Letzten Sommer segnete der Himmel den Wagemut der tapferen Fratelli Ticinesi mit unversiegbarem Wolkennass, heuer zitterte die Hitze einer tropischen Sonne über der endlosen "Wagenkolonne. Beteiligung Ehrensache. Nicht weniger als 60 Wagen folgten dem Ruf der trefflichen Organisatoren. 206 Personen genossen die unvergessliche Fahrt über Gotthard und Furkar. Der Club führte, vorsichtig wie alle gutorganisierten Clubs, zwei Monteurwagen mit. Nicht umsonst, denn ein Motor gab richtig seinen Geist auf. Die Monteure taten ihre Pflicht, d. h. mussten den betreffenden Wagen in Reparatur geben, da sich der Schaden nicht innert nützlicher Frist beheben liess. Die Automobilisten benützten zur Weiterfahrt den Monteurwagen. Prompt wurden die also Geretteten mit « Gruppe Viglieri» getauft, der Monteurwagen « Krassin » genannt... ^ Der freundlichen Einladung der Tessiner Folge leistend, stiess ich in Gletsch zur Fahrgemeinde. Die hohen Hotelblocks in dem schroffen, wildschönen Tal waren bei der Ankunft des Postautos von einer festlichen Menge umlagert, die sich bei den Klängen der Blechharmonie von Naters. heute Touring-Glub- Festmusike, in der warmen Abendluft erging — warm, obwohl der Rhonegletscher seine eisige Zunge bis tief in die Talsohle streckt. Zwei Bürstenstriche übers Haar, ein Ruck an der Cravatte und hinunter gings in den freundlichen, festlichgeschmückten Saal. Welsche Herzlichkeit und Lebhaftigkeit belebte das Bankett, das der Kochkunst des Hotel « Glacier du Rhone» adle Ehre bereitete. Beim Aufrücken der tessinerfarbenbewimpelten Glace, erhob sich unter der Akklamation des Saales Herr Carlo Gensi, der rührige Präsident des Clubs, zu einer Ansprache. Diese Ansprache konnte es einem antun. Erstens war sie kurz, zweitens war sie witzig, drittens war sie autotouristisch von grundlegender Bedeutung, viertens kündigte sie an, die einzige des Abends zu sein. Die Jugend warte ja nur auf den Tanz und die älteren Semester — Gott die ! — schliesslich dürften sie doch nicht aus eitelster Eigenliebe den Kontakt mit der Jugend verscherzen. (Das ist zweifellos gut, sehr gut gesagt !) Herr Censis Dialektik wusste seine Leute mitzureissen, gleich immer am richtigen Ort. Die Junggesellen erfreute er durch die Tatsache, dass Eva Adam aus dem Paradies befördert habe — die Verheirateten und solche die es werden wollen, durch die nicht minder unumstößliche Tatsache, dass dies nicht das furchtbarste Unglück war, denn schliesslich sei die Ehe in Millionfällen nachgeahmt worden — etc. Ich denke, das Beispiel illustriert. Die Presse — worunter meine Wenigkeit als Vertreter der « Automobil-Revue » — wurde mit Komplimenten überschüttet. An ihr wird es sein zu verkünden, dass demokratischer, Partei- und von Konfessionsschranken freier Geist den Tessiner Touring-Club zu innerst beseelt. Ein Wort des herzlichen Willkomms galt Herrn Anastasi, dem Repräsentanten der Sektion Tessin des A.C.S. Mit ; Bedauern-, wurde davon Kenntnis genommen, dass die Delegation der Walliser Touring-Clübler zu der vorgesehenen Begrüssung in Gletsch nicht eingetroffen war, dafür aber in Brig zum Empfange gerüstet sei. Ein inständiger warm vorgetragener Wunsch echloss die mit donnerndem Beifall quittierte Rede: Fahret langsam, fahret vorsichtig. 206 Personen sind wir heil und ganz gestartet. 206 Personen müssen wir wieder zu Hause eintreffen, heil und ganz. Die Pässe haben ihre Tücken. Langsamfahren, Vorsichtigfahren, sind heute die dringendsten, unermüdlich zu betonenden Erfordernisse des Autotourismus. Darauf ergriff Herr Ruseae, die Seele der ga-nzen, aufs I-Tüpfli klappenden Organisation, das Wort, um einige allgemeinen Mitteilungen bekanntzugeben. Herr Rusca, der unermüdliche Sekretär des Clubs, hat in der Tat ein gutes Stück Arbeit geleistet. Es 206 Personen recht zu machen ist wirklich keine Kleinigkeit. Aber das südliche Völklein weiss es, fühlt sich auch nicht zu erhaben, Geleistetes aufmerksam und aufrichtig zu verdanken... Währenddem ich noch schreibe, dudelt und lärmt die Naterser Bergmusik ihre Walzer und Polkar. Früh — früher als man es bei den Ticinesi erwartet hatte, lichteten sich die Reihen der trotz dem auf dem Programm verkündeten « Touristendress » äusserst eleganten Tanzgesellschaft. Aber die Unentwegten, die herrliche Giovinezza voran, hält durch. Bravi! Vor mejnem Fenster rauscht die junge Rhone. Einen schmalen -Spalt nur lassen die Bergriesen offen, durchzuckt von Sternen. In der Tiefe des Tales blinken die Lichter des Belvedere. Dort, wo das Auge einen weissen Nebel zu ahnen wähnt, türmt sich in starrer Pracht das ewige Eis... Brig, den 15. Juli 1928. Ein vorwitziger Sonnenstrahl, pfeilgerade über die Felswände fallend, weckte mich aus kurzem tiefen Schlummer. Vor dem Hotel brandete schon der Lärm der anfahrenden Motoren. Blitzartig in die- Kleider, an den Frühstückstisch, dann hinaus in den strählendblauen Tag. Ein braver Fiatwagen mit dem grünen Pressewimpel führte mich in Begleitung vier lebhafter Tessiner Journalisten talwärts — Brig entgegen. Halbe Kreise beschrieb der Wagen in den Kurven, jach fallen die Stra&senhänge in die Tiefe. Kleine braune Dörfchen zogen vorbei mit fürstlichen hohen Kirchen, seltsam nartürlich hingestreut über diese halb bewaldeten, halb beackerten sat-tfarbigen Berghänge. Zur Linken glitt wie ein endloses Schlänglein das Zahnradband des Bähnchens dahin. Leute arm Weg, ernst und still, wie ihr Leben in dem herben Tal. Eine unvergessliche Morgenfahrt! Vor Brig, Gestaue der Wagen, T.CiS.-Wimpel, wartende schwitzende Gruppen. Der Einfahrtskorso kain nicht zustande, die drückende Hitze hatte eine zu überzeugende Parole geprägt: In die Höhe, zum Pass ! Luft! Noch ein letzter Harlt im Grand Hotel « Couronne et Poste », mitten im malerischen Brig, allwo die Herren Escher und Kaempfen, namens der Sektion Wallis des T.C.S. einen kühlenden Trank kredenzten. Die angekündigte und bereits verschobene Begrüssungsansprache unterblieb auch hier (Das Barometer stand auf 30° im Schatten). Die Motoren sprangen an, weisse Staubfahnen flatterten bergwärts, begleitet von den aufrichtigsten Wün- » sehen, die Fahrt so erfolgreich und glückhaft zu beenden, wie sie begonnen worden war. Dank, liebe Ticinesi, für die liebe, .herzliche Gastlichkeit l y. In Reisendenkreisen erzählt man sich gegenwärtig folgendes amüsante Geschichtchen: Kam da ein elegant gekleideter Sohn der Grande Nation in unser Schweizerländchen und benützte dajtu, wie jeder, der noch nicht im glücklichen Besitze eines Wagens ist, unsere Bundesbahnen. Da er landesfremd, war er über das Erfordernis der Zuschlagsbillette für Schnellzüge nicht orientiert uad auch nicht aufmerksam gemacht worden. Der Kondukteur bat den Reisenden pflichtgemäss, den Zuschlag nachzulösen, natürlich unter Zudiktierung des üblichen Strafobulus. Der Franzose weigerte sich mit dem Hinweis darauf, dass er auf diesen in der Schweiz herrschenden Spezialbrauch nicht zum voraus aufmerksam gemacht worden war, ia seinen AUTOSEKTION ZÜRICH DES T. C. S. Sonntag, den 22. Juli: Picknick-iFahrt auf di« Rigi; Samuniung 9 Uthr beim Bahnhof Rigiibahn in Arth- Goldau. ß • Jeden Mittwoch abend: Stammtisohztisamimenkunft im Metropol. ,... Jedem Aibend im Gorso-Theater und Palaie Mascotte: Vorstellungen ziu enmässigten Preisen für die T. G. S.-Mitglieder. Mitgliederkarte nicht vergessen! Gruppe Winterthur. Wahrend der Fahrsaison finden an Stelle des Glutbihociks jeden zweiten und vierten Donnerstag desMpnats kleinere Stammtisch- i AUTOMOBIL-REVUE Helvetisclier St£t£ttsffc>et:ri©"fc> ttrr .V.2.8. Beutel zu greifen. Kurz, der Kondukteur holte den Zugführer, der Zugführer beim nächsten Halt den Stationsvorstand des betreffenden Bahnhofes. Die Entrüstung des Galliers war indessen bis zur Siedehitze gestiegen, wobei er den Entgegnungen des Bahnbeamten immer wieder in höchster Erregung die Worte entgegenwarf: «Ce n'est pas logique, ce n'est pas logique!» — Das wurde unserem wackeren Eidgenossen mit der Zeit denn doch zu bunt. Er hieb mit der Faust energisch durch die Luft und schrie dem welschen Herrn mit schlechtverhehltem Ingrimm ins Gesicht: «Monsieur,» schrie er, «chez nous il n'y a pas de logique — chez nous, Monsieur, il y a des reglements!» v. ausfahrten zu den ausserhalb Winterthur wohnenden Mitgliedern statt. Die jeweiligen Treffpunkte werden im Gluibtblatt bekanntgegeben. Spezielle Einladungen erfolgen keine. Donnerstag, den 26. Juli a. c. Stammtisahaus- "fahrt zu Mitglied Heinrich Hatt. zum Bahnhof, Henggart. Treffpunkt von 8 Uhr an daselbst. Jeden 2. und 4. Donnerstag des Monats Stammtischzusammenkunft im Hotel «Ochsen», Winterthur. Gruppe Rapperswil. Jeden ersten und dritten Samstag des Monats: .Glubhocik im Hotel «Speer», Ra!fl,persiwil. * + f er neue fin Acht-Zylinder in Linie zum ise eines Exklusiver Import für die Schweiz: reis to GENCE St. GALLEN M ERICAIN ESA. GENF AARAÖ -Zylinder ZÜRICH Grosser Preis von Deutschland für Sportwagen. Die am Sonntag bei herrlichstem Wetter auf dem Nürburgring ausgetragene Veranstaltung brachte das zu erwartende spannende Duell zwischen Mercedes und Bugatti. In der Hauptklasse legte sich Caracciola, der hervorragende Mercedes-Fahrer in Rekordzeit an die Spitze. Vom Start weg lag der deutsche Meisterfahrer unablässig in Führung und schaffte im Verlaufe des Rennens mit einem Stundenmittel von 111,6 Kilometer die beste Rundenzeit. Damit war der Triumph Mercedes gesichert. In der Kategorie 1500 bis 2000 ccm war der Siegerplatz von Brilli Peri, Chiron und Minoia scharf umstritten. Schliesslich gelang es dem Bugatti-Fahrer Brilli-Peri, die Ehre an sich zu reissen. Der Rennverlauf war äusserst spannend. Es ereigneten sich zahlreiche Zwischenfälle, Pannen und Unfälle zwangen viele Fahrer zur Aufgabe. Ein tödlicher Unglücksfall ereilte bedauerlicherweise den bekannten Bugatti-Fahrer Viktor Juneck, den Gemahl der zur Zeit besten Rennfahrerin Elisabeth Juneck (Prag), die sich als Ersatzfahrerin für ihren Gatten gemeldet hatte. Der Wagen überschlug sich in einer Steilkurve, Juneck war sofort tot. Nachstehend die Resultate des über 500 km führenden Rennens: Kategorie I, über 3000 ccm. 6 Startende, 4 am Ziel. 1. R. Carraciola auf Mercedes-Kompressor 7068 ccm in 4:54:26,4 (Stundenmittel 103,9 Jan). 2. O. Merz auf Mercedes-Kompressor 7068 com in 4:56:02,5. 3. Christian Werner auf Mercedes-Kompressor 7068 ccm in 5:04:23.6. Kategorie II, von 1500—3000 ccm. 12 Startende, 4 am Ziel. 1. Graf Brilli-Peri auf Bugatti-Konvpressor 1976 ccm in 5:05:16,4 (Stundenmittel 100,1 km). 2. Louis Chiron auf Bugatti-Komipressor 1976 ccm in 5:17:26,6. 3. F. Minoia auf Bu^atti-Kompressor 2246 ccm in 5:23:08.8. Kategorie III, 750—1500 ccm. 15 Startemide, 2 am Ziel. 1. H. Simons auf Bugatti-Kompressor 1485 com in 5:42:42,6 (ßtundenmittel 87,4 km). 2. H. Kerstine auf Bugatti-Kompressor 1485 com in 6:02:01,2. v. Internationale Alpenfahrt. Die kürzlich in Zürich stattgefundene Besprechung der Delegierten an der internationalen Alpenfahrt soll auf Vorschlag des österreichischen Delegierten eine Abänderung der Strecke nun namentlich eine Verlegung des Zieles vorgenommen haben. Das Ziel der Alpenfahrt wäre dieser Meldung zufolge nicht mehr Wien, sondern München. Dafür soll ein weiterer Fahrtag in Italien festgesetzt werden. Als die beiden letzten Tagesetappen sind die Strecken Meran-Villach und Villach (über Katschberg und Tauern) München vorgesehen. Eine Aenderung der Fahrroute vier Wochen vor Startbeginn! Es beginnt sich so etwas wie ein Mysterium um die Organisation dieser Fahrt zu legen. Nach der von unserem Zürcher Korrespondenten zugegangenen Meldung war die in Zürich auf den 11. angesetzte Sitzung infolge Abwesenheit der Herren Mercanti und Fritsch auf den 14. nach Adenau verlegt worden — nun soll sie stattgefunden haben und sogar ein so wichtiger Beschluss gefasst worden sein. Offizielle Meldungen an die Presse liegen darüber keine vor. Man ist lediglich auf Gerüchte angewiesen. Diese florieren dafür um so üppiger. So soll laut «Sport > Herr Töndury seine Mithilfe an der Organsation der internationalen Alpenfahrt abgesagt haben, da die Vorarbeiten so wenig fortgeschritten sind, dass er die Verantwortung nicht übernehmen könne. Man sieht, Aufklärung tut not. Das Schweigen um den Tisch der Organisatoren ist nicht die beste Mitpropaganda. Man setze uns endlich in Kenntnis vom positiven Stand der Dinge! V. Doch ein Arlbergrennen. Die Durchführung des bereits abgesagten Arlbergrennens ist, immerhin nur als nationales Rennen, für den 26. August in Aussicht genommen worden. Es lässt ihm keine Ruhe... Nach neuesten Meldungen hat sich Campbell aufgemacht, um in Syrien nach Rekordversuchsstrecken für seinen Angriff auf den ihm von Ray Keech entrissenen Geschwindigkeitsweltrekord zu suchen. Er soll angeblich 350 km von Damaskus entfernt, eine Piste gefunden haben. Campbell beabsichtigt, im September seine Versuche aufzunehmen, v. Eine gufe Rendite wirft der seit 15. Mai eingexichtete Autabusibetrieb zwischen der Stadt Luaern und Horw und von Luzern nach dem Friedental durch die Städtische Trambahndireiktion ab. Den stärksten Verkehr weist die Route Luizem-Horw auf, die eine regelrechte Vorortsverbindung unterhält. Die gemachten Erfolge sind derart ermunternd, dass der Stadtrat nunmehr die Anschaffung eines zweiten Autobusses beantragt. Mit dem Ausbau des Strandbades wird notwendigerweise woih\ auch die Ausdehnung eines Autobus Verkehrs bis Seeburg bedingt werden. Der Am-schlus.s an die Gemeinde Meggen dürfte in diesem Falle nicht lange mehr auf sich warten lassen. + Für Ausland-Fährten siehe Seite 16.