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E_1928_Zeitung_Nr.060

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8 AUTOMOBTL-&EVUE

8 AUTOMOBTL-&EVUE 1928 — 60 Die Kra kommt aus der Standard=Pumpe, aus der Standard=Flasche die Sicherheit. STANDARD STANDARD macht Ihnen das Abfüllen des Benzins durch die. STANDARD Pumpe bequemer. Den zweiten Vorteil bietet Ihnen STAN- DARD dadurch, dass sein Motor Oil Ihnen in geeichten Flaschen zur Verfügung steht. Sie werden es, wie andere Automobilisten, vorziehen, das STANDARD MOTOR OIL aus der Flasche zu beziehen, die das geeichte Mass eines Liters enthält, deren durchsichtiges Glas Ihnen selbst die Kontrolle des Inhaltes auf Klarheit und Reinheit gestattet. Der lange speziell geformte Hals verhindert den Verlust des Oeles beim Eingiessen. Für jeden Motor gibt es ein passendes Oel. Reinlichkeit und Richtigkeit sind die Eigenschaften der STANDARD - Benzin Pumpen und der STANDARD MOTOR OIL Flaschen, und wo Sie immer die beiden Wahrzeichen der Kraft und Sicherheit sehen, sind Sie gut bedient, denn aus STANDARD Pumpen kommt Kraft, aus STANDARD Flaschen kommt Sicherheit. MOTOR OIL -BENZIN ***** •Bedeutet Schutz Bedeutet Kraft/»

N° 60 II. Blatt BERN, 16. Juli 1928 Soweit nicht billigste Wagen in Frage kommen, ist der Sechszylinder heute Favorit. Nach dreissigjähriger Dienstzeit gilt der Vierzylinder als überlebt, als nicht mehr zeitund standesgemäss. Der «Six» hat sich die Gunst aller erworben und der Achtzylinder folgt dichtauf. Dieses schnelle, stürmische Vordringen des Sechszylinders ist ja zu einem guten Teil Modesache. Die Zylinderzahl ist ein wesentliches Verkaufsargument geworden. Im kleinen Wagen, z. B. von 1,5 Liter Hubvolumen, ist noch keine Notwendigkeit gegeben, den Vierzylinder durch den Sechszylinder zu ersetzen: weder die Grosse der Maschine und der auftretenden Kräfte, noch die Drehzah- >len sind so hoch, dass ein Sechszylindermotor eingebaut werden müsste. Das eigentliche Anwendungsgebiet des Sechszylinders beginnt ungefähr bei zwei Liter Hubvolumen. Hier erst kommen die Vorteile der Aufteilung des Triebwerks zur Geltung:, ruhiger, erschütterungsfreier Lauf, verringerte Vibration, Elastizität und bessere Beschleunigung. Für den Gebrauchswagen, besonders den geschlossenen Wagen, sind diese Eigenschaften erwünscht, mehr noch: nötig, und hier zeigt sich, dass das Publikum mit seiner Modeforderung nicht ganz im Unrecht ist. Die Vorteile des Sechszylinders. Die Arbeitsweise des Automobilmotors ist bekannt: eine Anzahl von mehr oder weniger heftigen «Schlägen» dreht die Kurbelwelle, und die Drehung ist um so ruhiger und gleichmässiger, wenn die einzelnen Arbeitstakte nicht von Ende zu Ende einander folgen, sondern sich teilweise überschneiden, dass der zweite Zylinder gerade zu arbeiten beginnt, wenn der Arbeitstakt des ersten schon abklingt. Auf eine Kurbelwellendrehung des Sechszylinders kommen drei Arbeitstakte, während der Vierzylinder im gleichen Zeitmass nur zwei Arbeitstakte hat. Die Konsequenz: jeder Kraftimpuls des Sechszylinders hat nur zwei Drittel der Stärke und TJBGHJXTIK. 6- oder 8-Z5-yl.iixci©:r ? der Härte eines gleich grossen und starken Vierzylinders. Ein anderer wesentlicher Vorteil, der sich auch - nur bei stärkeren oder sehr schnell laufenden Motoren auswirkt, ist die Ueberlegenheit des Sechszylinders in bezug auf die Gewichte hin- und hergehender Massen. Hin- und hergehende Massen, das sind Kolben und — teilweise — Pleuelstangen, werden beim Sechszylinder in entsprechendem Masse leichter, und man kann sich den Effekt dieser Gewichtsverringerung vorstellen, wenn man sich vergegenwärtigt, dass der Kolben vom Totpunkt, wo er stillsteht, bis zur Mitte der Zylinderbahn erheblich beschleunigt werden muss — bei einem Motor von 150 mm Hub bedeutet das bei 2000 Umdrehungen pro Minute eine Kolbengeschwindigkeit von 9,9 m-Sek., um nachher wieder bis zum Stillstand abgebremst zu werden. Eine 7faoh gelagerte 6-Zyhnder-Kurbelwelle: 1, 2, 3, 4, 5, 6, Kurbelzapfen I II III IV V VI VTI: Lager Es ist von jeher das Bestreben der Konstrukteure gewesen, einen möglichst ausgeglichenen Motor zu schaffen, einen Motor, der die auftretenden Kräfte nach Möglichkeit auf einfachste Art selbst balanciert, so dass sie sich nicht als Vibration auf Fahrgestell und Karosserie übertragen. Es muss zugestanden werden, dass beim Vierzylinder, besonders beim kleinen Motor, dies in weitgehendem Masse erreicht ist. Dennoch: die beiden Kolbenpaare des Vierzylindermotors balancieren sich nicht vollständig aus, während sie arbeiten, obgleich sie von der Kurbelwelle und den Pleueln kontrolliert werden. An den Totpunkten z. B. sind die Massenkräfte der oberen Kolben grösser als die der unteren, und diese Differenz ruft Erschütterungen hervor, die mit der doppelten Häufigkeit der Drezahl auftreten. (Daraus erklärt sich übrigens, dass die Kurbelzapfen schnelllaufender Motoren an der Innenseite mehr angegriffen werden, als auf der Seite, die die Explosionsdrücke aufzunehmen hat.) Der überragende Vorteil des Sechszylinders ist nun, dass die bewegten Teile, in welcher Lage sie sich auch befinden, sich stets zu einem ausserordentlichen Grad ausbalancieren, so dass der Motor praktisch erschütterungsfrei läuft. Durch diesen günstigsten Ausgleich aller Kräfte übertrifft der Sechszylinder alle anderen Anordnungen — selbst der vielgerühmte Achtzylinder ist ihm nicht überlegen. Von der Kurbelwelle. Dieses Resultat wird durch die Kurbelzapfenversetzung erreicht. Während beim Vierzylinder die Kurbelkröpfungen je zu 180 Grad angeordnet sind, sich also genau gegenüberstehen, sind sie beim Sechzylinder um 120 Grad versetzt. Trotz dieses schönen Ausgleichs bringt die Kurbelwelle dem Konstrukteur eine Reihe schwieriger Probleme. Wenn auch, trotz der naturgemäss längeren Welle, durch mehrfache Lagerung in sehr starrem Gehäuse (besonders bei Motoren, die Kur'belgehäuseoberteil und Zylinderblock vereinigt haben) Durchbiegungen der Welle kaum eintreten, so bleibt immer noch der Einfluss der Explosionen, die die Welle zu tordieren versuchen, und wenn bei gewissen Drehzahlen diese Tendenz mit der natürlichen, kritischen Drehzahl der Welle zusammenfällt, können schwer zu beseitigende Vibrationen auftreten. Die siebenfache Lagerung der Welle gilt, da von einigen grossen : Werken geschickt als Verkaufsargument verwandt, als die einzig «mögliche» Lösung. In Wirklichkeit ist diese Frage nicht so einfach zu beantworten. Sieben Lager sind schön, sind gut, aber: sind sie absolut nötig? Ja und nein; je leichter die Kurbelwelle, ist, desto öfter soll sie gelagert sein. Besonders i leichte Sechszylinder, zwischen zwei und drei Liter Hubvolumen, können kaum der mehrfachen, meist siebenfachen Lagerung entbehren, ebensowenig wie grössere Motoren, bei denen aus besonderen Grüiiden 2-ümsehr gute BeschleütiigunsTzü N°60 II. Blatt BERN, 16. Juli 1928 erzielen — die Welle • ausserordentlich leicht gehalten ist. Dagegen kann bei der überwiegenden Mehrzahl der Motoren, die für Gebrauchswagen in Frage kommen, auf ein© mehr als vierfache Lagerung ohne weiteres verzichtet werden, selbst die dreifache Lagerung wird mit Erfolg angewendet. In der Werkstatt wird eine vierfach gelagerte Welle leichter und mit weniger Schwierigkeiten einzubauen sein als eine mit sieben Lagern. Wenn nämlich die sieben Lager nicht absolut fluchten, wird der Einbau eine mühselige und teuere Arbeit — von den Schereien, die im Betrieb auftreten können, ganz zu schweigen. Um Vibrationen nach Möglichkeit auszuschal- Eine 5 Lager-8 Zylinder-Kurbelwelle: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, Kurbelzapfen I n DI IV V: Lager ten, werden bei vielen Sechszylindermotoren Schwingungsdämpfer eingebaut am Vorderende des Motors, da dort die Welle ungleichmässiger läuft als am Schwungradende. Ein solcher Dämpfer besteht gewöhnlich aus einem verhältnismässig schweren Ring oder einer Scheibe, die mit der Welle durch eine Rutschkupplung verbunden ist. Bei einigen neueren Motoren ist der Schwingungsdämpfer zugleich als Antrieb für den Ventilator und die Wasserpumpe benützt. Der schwere Ring des Dämpfers hat die Tendenz, mit stets gleichbleibender Schnelligkeit zu laufen. Treten nun ganz plötzliche Schnelligkeitsschwankungen im Lauf der Welle ein, mit anderen Worten: Torsionsschwingungen, so tritt die Rutschkupplung in Aktion, die diese Vibrationen durch das Trägheitsmoment des Dämpfers bremst. Es ist dies im Grund ein ähnlicher Vorgang wie die Stossdämpfung der Achsen und Federn. Empfindlichkeiten des. Sechszylinders. Die ruhige Arbeitsweise des Sechszylinders führt dazu, dass jede Ünregelmässigkeü ^m infolge Aufgabe der Vertretung zu Vorzugs Standard six Master » » fabrikneu Coach 5pL, 2tüng „ Sedan 5pL, 2türig „ Ällwetter 4pl. Cabriolet Gangloff-Weymann „ Sedan 5pl., 4türig „ Sedan 7pl., 4türig einige sehr vorteilhafte Occasionswagen. NB. Unser grosses, kompl. Bestandteillager sowie der bekannte Buick Service wird in gewohnter Weise weitergeführt. Ä. G. Vertretung ÄGENCE ÄMERICÄINE Dufourstrasse, 21 — 25 ZÜRICH Seehofstrasse 16—18