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E_1928_Zeitung_Nr.061

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AUTUMOBIL-KHVUE

AUTUMOBIL-KHVUE 1928 —N ü »1 zylindermaschine zu versetzen. Dieser Motor erfordert sehr sorgfältigen Ausgleich durch Gegengewichte, was bei sorgfältiger Fabrikation wohl möglich ist. Der Achtzylinder-V- Motor mit 60 Grad Zylinderneigung weist eine unregelmässige Zündfolge auf, was aber von der herstellenden Firma als Vorzug angesehen wird, da dadurch ein «Aufschaukeln» vermieden werden soll. Tatsache ist, dass der Motor, der theoretisch bis zu einem gewissen Grad anfechtbar ist, durch hervorragende Präzision in der Fertigstellung durchaus erschütterungsfrei läuft. Sechs oder acht Zylinder? Diese Frage wird man in gewissen Grenzgebieten nicht absolut klären können. Dagegen kann man ungefähr feststellen: sechs Zylinder von 2 Liter Hubvolumen an, acht von drei Liter ab, soweit Normalbauarten (keine Renn- und Sportmotoren!) in Frage kommen. Der Sechszylinder wird sich durchaus in der Gebrauchsklasse halten, während der Achtzylinder, der konstruktiv wie fabrikatorisch mehr Schwierigkeiten macht als der Sechszylinder, dem Repräsentationsund Sportwagen vorbehalten bleiben sollte. wlt. Der Thomas-Rapson- Zweitakt-Motor. Dieser neue englische Motor wurde unter dem Gesichtspunkt entworfen, eine zuverlässige Hochleistungsmaschine bei geringem Gewicht pro Bremspferdekraft herauszubringen. Der Motor besitzt 16 Zylinder, von welchen Je 8 in. einer Reihe angeordnet und die beiden Reihen unter einem Winkel gegeneinander geneigt sind. Der Motor arbeitet im Zweitakt mit Kompressor; diese Arbeitsweise bedingt eine andere als die bei Zweitaktern üblichen Steuerung der Schlitze durch die Kolben, weshalb Schieber vorgesehen wurden. Die Anordnung ist so getroffen, dass die Pleuelstange auf eine gemeinsame Kurbelwelle angreifen, während die Schieber ebenfalls durch Pleuelstangen betätigt, und von einer etwas tiefer gelegenen zweiten Kurbelwelle aus angetrieben werden. Es sind zwei Kompressoren vorgesehen und zwar der eine für reine Luft, der zweite für das Gasgemisch. Der Arbeitsvorgang ist aus dem nebenstehenden Kurbeldiagramm ersichtlich, im höchsten Punkte des Kolbenweges erfolgt wie üblich die Zündung und expandiert das brennende Gasgemisch bis über die Hälfte des Kolbenweges nach abwärts. Bei einem Kurbelweg von zirka 120 Grad öffnet sich der Auspuffschlitz und Iässt die Auspuffgase ausströmen. Bei zirka 150 Grad strömt komprimierte Frischluft ein, welche die Auspuffgase vor sich hertreibt und die Zylinder «auswäscht». Etwas nach dem unteren Totpunkt schliesst die Auspuff Öffnung, einen kurzen Weg später wird die Frischlufteinströmung unterbrochen und gleichzeitig dem vorkomprimierten Gasgemisch der Eintritt freigegeben und vor Er- E Explosion, A Auspuff, L Luft, G Gemisch, C Kompression, Z Zündung, Ao Auspuff auf, AZ Auspuff zu, LA Frischluft auf, GA Frischluft zu und Gemisch auf, GZ Gemisch zu. reichung des halben Kolbenweges nach auswärts wieder geschlossen, worauf die Kompressionsperiode einsetzt. Beim Erreichen des oberen Totpunktes setzt der ganze Arbeitsvorgang mit der Zündung wieder von neuem ein. Es sind augenblicklich 2 Modelle im Versuch; bei dem einen Motor beträgt der Winkel den die beiden Achsen der Zylinderreihen miteinander einschliessen 157^ Grad; die Kurbelarme sind um 45 Grad gegeneinander versetzt und die Zündung erfolgt alternierend. Beim zweiten Modell beträgt der Winkel 135 Grad, die in der gleichen Ebene liegenden Zylinder greifen durch ihre Pleuelstangen am selben Kurbelzapfen an und zünden unmittelbar hintereinander. Dieses letztere Modell hat den Vorteil der einfacheren Kurbelwelle für sich, wird daher etwas leichter gebaut werden können und dürfte befriedigendere Resultate ergeben. Va. Ein neuer Kompressormotor. Mr. 0. W. Hult, ein Schwede, hat einen Kompressormotor konstruiert und ausprobiert, welcher sich insofern von den üblichen Formen unterscheidet, als das Gemisch im Kompressor abgekühlt wird, bevor es in den Arbeitszylinder gelangt. Das interessanteste ist der Kompressor; die Kurbelarme vom Kompressionszylinder und Arbeitszylinder sind gegeneinander um 180 Grad versetzt; das Saugventil des Kompressors, welches das Gemisch aus dem Vergaser einlässt, ist normal gesteuert. Der Kompressor ist wassergekühlt und besitzt am Kopfe einen besonders reichlich dimensionierten Wasserraum, in welchen eine dichte Reihe dünnwandiger Röhrchen hineinragt; diese Röhrchen sind gegen den Kompressionsraum zu offen, gegen den Wasserraum zu geschlossen. Das Gas wird bei der Kompression in diese Röhrchen hineingepresst und durch das umspülende Wasser gekühlt und kann infolgedessen auf einen viel höheren Kompressionsdruck, bis 13 Atmosphären, gebracht werden. Der Kompressor saugt Gas an, komprimiert es, dann expandiert es bis zum unteren Totpunkt des Kolbens, wobei es sich weiterhin abkühlt, und wird beim Aufwärtsgang in den Arbeitszylinder übergeleitet, wo es dann den normalen Weg des Viertakters durchläuft. Im ersten Augenblick hat man das Gefühl, •dass dieser Motor keinen Vorteil biete, da die erste Arbeit im Kompressionszylinder scheinbar umsonst geleistet wird; tatsächlich erlaubt aber die Expansion des gekühlten Gases im Kompressor und dessen weitere Abkühlung hiedurch eine bedeutend bessere Füllung und Kompression im Arbeitszylinder, so dass der Schlusseffekt höhere Leistung bei geringerem Benzinverbrauch, auf das Zylindervolumen bezogen, bedeutet. Wlt. (Fortsetzung des techn. Teiles auf Seite 12.) SÄ AI Frage 6824. Kinoapparat. Die Ausführungen und sachlichen Antworten, welche kürzlich im Sprechsaal wegen Anschaffung eines Sportphotoapparates erschienen sind, veranlassen mich, in folgender Angelegenheit Ihre Auskunft zu erjbitten. Ich mache häufig Auslaiidreisen im |Auto und möchte zu diesem Zweck als dauernde Erinnerung gute Kinoaufnahmen ausführen, die ich später im Familien- und Freundeskreis, event. auch bei bestimmten Anlässen vorführen möchte. Anstelle der kleinen Apparate, die im Handel sind, naochte ich etwas Rechtes anschaffen. Kann nach Ihrem Dafürhalten ein praktisch veranlagter Amateur derartige Kinoaufnahmen ohne allzugrosse Schwierigkeiten machen? Welcher ist der hierfür bestgeeignete Apparat? Welche Anschaffungskosten sind zu rechnen, wer besorgt die Herstellung der Filme und zu welchen Preisen? Ich bin überzeugt, dass manche Ihrer vielen Leser an einer ausführlichen Belehrung über diesen Gegenstand Interesse nehmen, da doch viele in ähnlichem Falle sind und von interessanten Reisen gerne eine dauernde, lebendige Erinnerung nach Hause bringen möchten« H. K. in Z. Frage 6825. Der Motor klopft. Seit einiger Zeit fängt der Motor meines 15-PS-Wagens an zu klopfen. Das Klopfen zeigt sich besonders, wenn ich anfahre oder eine starke Steigung in die Höhe nehmen muss. Da ich Selbstfahrer bin und dia nächste Reparaturwerkstatt von meinem Gute ziemlich weit entfernt liegt, erlaube ich mir als alter Leser der Automobil-Revue die Anfrage, woran das liegen kann, und ob und wie ich den Fehler eventuell alleine beheben kann. G. F. in R. Antwort: Es hat sich auf dem Kolbenboderi und im Verbrennungsraume Oelkohle abgesetzt, die entfernt werden muss. Wenn Sie etwas geschickt sind, können Sie den Fehler leicht alleine beheben.* Sie müssen den Zylinderdeckel abnehmen und die Oelkohle mit einem Schaber abkratzen. Wenn Sie einen Kolben abkratzen, müssen Sie die andern Zylinderbohrungen sorgfältig zudecken, damit keine Oelkohle hineinfällt. Nach dem Abkratzen müssen Sie Kolben und Zylinderdeckel mit ganz feinem Schmiergelpapier (Stärke 00) nachpolieren, bis aüfl Flächen ganz hlank sind. Dann setzen Sie den Zylinderdeckel wieder auf (gut auf die Dichtung achten !), und das Klopfen wird beseitigt sein. wlt. , Frage 6826. Reinigung von Kuhler und Wassermantel. Mein Motor neigt seit einiger Zeit dazu, sich bei längeren Fahrten zu überhitzen. Ich habe alles untersucht und glaube, dass die Schuld daran liegt, dass sich viel Kesselstein und Rost angesetzt hat, so dass die Kühlung nicht mehr richtig wirkt, Können Sie mir nicht sagen, wie ich den Ansatz am besten entfernen kann? E. K. in L. ^ntwoit: Wir empfehlen Ihnen folgendes: Lösen Sie im Kühlwasser etwa 125 g Ammoniaksalz auf und lassen Sie es etwa zwei Tage stehen* Dann löst sich Rost und Kesselstein auf. Hinterher müssen Sie sehr gründlich mit reinem Wasser nachspülen. Alles was Sie von einem guten Pneu verlangen: Hohe Kilometerleistung Absolute Sicherheit Elegante Ausführung ist vereint in dem Schweizer pneu! Ihr Lieferant vermittelt auch «PALLAS-CORD > Eigenfabrikat der AktiengesellscbaltR.&EcHuber Schweiz. Gummiwerke, Pfäffikon-Zürich CREDIT BANKS ZÜRICH Tet. 0(0 36 93 GENF: RueGeneral Dufour 11 Telephon Stand 13.31 BASEL: Bruderholzstrasse 12 Telephon Satran 13.00 E. 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