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E_1928_Zeitung_Nr.061

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ttZ3BE^SZ^ZEZBBZ^ZZ5BBr^Er^Z£^WSZ^^ VA TA AUTOMOBIL-REVUE 1928 — N°61 »••••••••••«••«•••••«•••»»«»«»•»«»«««»•»»«»•»••«»•»••«•••»•••«•••»»«•••»•••»«»•MI>«M»»»»«»«»M •••••«•••••••«••««»••••»•••••••»•••••••»•••««*•»«••••»•••••••«••»»•••••••«••«•«••»••••••••»< Europas •• im Urteil über «EUROPA TOURING» iVA als Monumcntalwerk internationaler Auto -Touristik Wie ein Europa Führer für Automobilisten beschaffen sein soll! Ob sich der Automobilist zu Kurund Erholungszwecken, aus geschäftlichen oder gesellschaftlichen Gründen ins Ausland begibt, ob er allein, mit seiner Familie oder mit seinen Freunden reist, sein erstes Trachten ist und wird stets sein, den kürzesten Weg zum Reiseziel zu finden. Hierzu wird er schon im Hinblick auf Benzin-,und Oelverbrauch gebieterisch gedrängt. Neben den Unterhaltungskosten steht aber bei Auslandreisen auch die Zeitfrage im Vordergrund. Wem für eine Reise nach Italien knapp 3 Tage zur Verfügung stehen, legt bei der Wahl der Durchgangsstrassen im ureigensten Interesse grossen Wert auf die Kürze des Zufahrtsweges. Auch muss er sich zum vornherein ein Bild darüber machen können, was er in der kurzen Zeit seines Aufenthaltes sehen will, was er innerhalb ihr fassen kann. Denn alles, was des Sehens wert wäre, kann er nicht besuchen, da müsste er schon Monate im Lande bleiben können. Ein automobilistisches Reisehandbuch muss also von jedem Land ein rascher Orientierung dienendes zuverlässiges Kartenwerk des Strassennetzes besitzen, muss aber auch über die heutige kulturelle und industrielle Bedeutung der bedeutenderen Städte Aufschiusa geben und ihre Sehenswürdigkeiten erwähnen. Ein gntes Reisehandbuch soll dem Fahrer Ueberlegenheit einflössen, soll ordnen, sichten, informieren können, mit einem Wort, auf jede touristische Frage eine zuverlässige, touristisch brauchbare Antwort geben können. Es muss sich namentlich klar und deutlich und auf authentischen Angaben hissend, über die Ein- und Durchreiseformali taten der einzelnen Länder aussprechen. Der Automobilist kann nicht planlos ins Ausland fahren, Mehrkosten und Verdriessliohkeiten t würden i die unausbleiblichen Folgen Lsein.-^ Besondeis wichtig für ihn ist die Möglichkeit, bei Programmänderungen, z. B. bei veränderter Witterung, sich zuverlässig und rasch umstellen und^ schon seine allgemeinen Dispositionen in diesem Bewusstsein treffen zu können. Die Seele des modernen Verkehrs ist das Automobil. Der «fahrende Mensch» ist der Held der Landstrasse des 20. Jahrhunderts. Ihn hat das uralte Sehnen des Menschengeschlechtes, der Drang in die Ferne, am mächtigsten gepackt, mit seiner Bewegungsfreiheit war er ja zum Pionier europäischer Touristik prädestiniert. Ein Hemmnis des Wollens, dem schon manch geplante Auslandreise zum Opfer fiel, war bis jetzt das Fehlen eines zuverlässigen Führers mit Aufschlüssen über Strassen und Formalitäten, über Land und Leute, Touristengebiete und Sehenswürdigkeiten. Dieses letzte Hemmnis ist nun durch O. R. Wagners «EUROPH TOURING» gefallen. Das anfangs Juni 1928 erschienene Buch befriedigt aber nicht nur ein Bedürfnis, sondern seine meisterhafte Ausführung ist Gegenstand der Bewunderung aller Nationen Europas. Dem Verlag gehen täglich mehrere Anerkennungsschreiben zu. Wir veröffentlichen im Nachstehenden einige Stimmen Italiens Per Schweizer Crzeusnlsse: Ich habe „Europa Touring" mit viel Vergnügen durchstudiert. Ihre Publikation scheint mir sehr gut abgefasst und mit «ehr Viel Sorgfalt ausgeführt zu lein. Sie irt -, steuerlich r, ein musreichende« Handbuch, um in fast ganz Europa damit zureiien. Mailand, 8. VI. 28. Touring Club Italiano, Der Generalsekretär; sie. R. Gerelli* Wh- sind überzeugt, dass der reiche Umfang und die Nützlichkeit der Notizen, die der Führer enthält, den Herren Automobilisten, welche Reisen durch Europa zu unternehmen gedenken» «thr behilflicb sein werden, da uns das Problem, In" einem nfcht sehr grossen Band eine ganze Bibliothek zu vereinen, annähernd gelöst erscheint. Rom, 20. VI. 28. Reale Automobile-Club d'ltaüa, Der General-Direktor: sig. P. Sommi Picenardi. EUROPA TOURING das erste Schweizer Autohandbuch für Europareisen ! Dieses Buch zeichnet sich sowohl durch sinnvolle Zweckmässigkeit der Anlage und praktische Uebersicht als genaue Ausarbeitung der einzelnen Orientierungsmittel aus. Als solche enthält es zunächst 23 Kartenblätter der europäischen Länder im Einheitsmassstab 1:1 Y2 Mill. Von den besonders hervorragenden Touristengebieten wie Alpen, Pyrenäen, Riviera, Venetien, Rheinland etc. sind 17 Spezialkarten im unter sich einheitlichen Massstab von 1: Yt Mill. eingefügt. Das ungeheure, mehrere Millionen Kilometer umfassende automobilistische Strassennetz Europas findet in diesen fünffarbig ausgeführten Karten eine meisterhafte Darstellung unter genauer Kilometrierung und übersichtlicher Beschriftung. Die Kartenblätter selbst sind leicht aufschlagbar, eine praktische Uebersichtstabelle dient leichtem Auffinden. In derartigen kartographischen und drucktechnischen Zweckmässigkeiten zeigt sich überall die planvoll arbeitende, erfahrene Hand des Meisters. Die Rückseiten der Kartenblätter sind Träger von Stadtplänen; nicht weniger als 70 europäische Hauptorte sind nach autotouristischen Gesichtspunkten bearbeitet worden. Eine ganz besondere Stellung in der autotouristischen Literatur nimmt der Textteil von * Europa Touring ^ mit seinen Städte- und Länderbeschreibungen ein. In französischer, deutscher und englischer Sprache geführt, gibt der 225 Seiten starke Textteil ausführliche Einreisevorschriften (Pass, Triptyk, Gebühren, Zoll) für jedes Land, Soäann Jttäbh allgemeinen Kapitelij Wie 1 ^'LäÄ^d^ü^l^'ößowie * Bewohner' »,J '> touristische Beschreibungen-der wichtigsten Landschaften und eine textliche Darstellung aller für den europäischen Verkehr in Betracht kommenden Städte mit ihren Sehenswürdigkeiten. PN Kl J I 35 Automobil-Club di Bologna Automobil-Club di Geuova Wir drücken Ihnen unser Lob über dieses wirklioh nützliche Werk • aus, das wir unsern Mitgliedern dienlich machen möchten. Wir können nicht umhin, unsere aufrichtige Bewunderung über Ihren. Europa \ Touring zum Ausdruck zu bringen. TA Die Zeusnismnipn aller europäischen Staaten schwellen täglich an. Jedermann darf überzeugt sein, im „EUROPA TOURING*' ein hervorragendes Werk zu erwerben. TA i Ein glänzender Wurf! EUROPA TOURING erfreut sich ähnlicher Wertgeltung in Europa wie CH Touring des gleichen Verfassers. Interessenten in Zürich können das Buch auf unserem Bureau Löwenstrasse 51 abholen. Sonst fülle man nebenstehenden Bestellschein aus und sende ihn dem Verein. Das Buch wird dann sofort per ag Nachnahme zugestellt. Aul dem Wege zum Ziel! Offizielle Ausgabe des T.C.S., unter dem Protektorat der Alllance Internationale de Tourisme stehend, wird Europa Touring von Mitgliedern der Automobil- und Touring-Clubs gleichmässig bevorzugt. Auf europäische Massenverbreitung eingestellt, beträgt der Preis von Europa Touring in eleganter, prächtiger Ausführung nur Fr. 12.- Abonnenten erhalten 20 % Rabatt! Bestellen Sie jetzt, damit Sie Müsse haben, Ihre nächste Auslandsreise gründlich vorzubereiten. Sofort ab Lager lieferbar! EUROPA TOURINQ ist zum Standardwerk eines automobhistischen Reisehandbuches bestimmt. im Rotleincn-Einbaud zum regulären Preise von Fr. 12.- *) zum Abonnentenpreis von Fr. 9.00 Name: , Bücherzettel Senden Sie sofort per Nachnahme: In offenem Couvert als Drucksache nur 5 Rp. Porto. 1 Expl. EUROPA TOURING JY l • ... . Ort, Adresse: :: ^1 Ll f •-•$ v \ •) Nichtzutreffendes streichen. ;; fj WA Verlag, Administration. Druck and Qicheri« ' HALL WAG A.-Q. Hallersche Buchdrnckerei und Wasnerseh« Verlatrsanstalu B«m

JP 61 II. Blatt BERN, 20, Juli 1928 NM1 II. Blatt BERN, 20. Juli 1928 6- oder (Schluss) Wie schon eingangs erwähnt, macht heute dierenden Kräfte beim Sechszylinder 67 und in gewissen Preis- und Grössenklassen bereits der Achtzylinder- dem Sechszylinder- Verringerung der Lagerdrücke zur Folge, beim Achtzylinder 51 Prozent. Das hat eine motor den Rang streitig. Nun, der Achtzylinder ist noch um einiges elastischer und... re- gleichen Lagerdrücken eine höhere Drehzahl bzw. — in umgekehrter Richtung — kann bei präsentativer, im Massenausgleich aber ist er erreicht werden. Durch die geringeren Dimensionen von Kolben und Ventilen wird dem Sechszylinder nicht überlegen, so dass einer der Hauptgründe für die Verbreitung auch die Kühlung einfacher und zuverlässiger. des Achtzylinders in seinem Verhältnis zum Ein änderer Vorzug des Achtzylinders ist Sechszylinder — nicht gegeben ist. Man betrachtet vielfach in Laienkreisen den Achtzy- die Ueberschneidung der Arbeitstakte 60 der ruhige Lauf. Beim Sechszylinder beträgt linder als eine Weiterentwicklung des Sechszylinders. Das stimmt indessen nicht, soweit so dass der Antrieb ausserordentlich ruhig Grad, beim Achtzylinder dagegen 90 Grad, Europa in Betracht kommt. Der Achtzylinder und gleichmässig erfolgt. hat durchaus seine eigene Entwicklungsgeschichte und leitet seine Abstammung gera- Betrachtet man dagegen den Ausgleich der arbeitenden Teile, so kann man hierin keine dewegs von den Tigern der Landstrasse her, Ueberlegenheit des Achtzylinders gegen den den Rennwagen. Bei den französischen «Grand Prix» der ersten Nachkriegs jähre traten mit einem Schlag die Achtzylinderreihenmotoren vor die Oeffentlichkeit und setzten sich so überraschend durch, dass dieser Motorentyp die Standardkonstruktion des Rennwagens für alle Jahre bis heute wurde. Der Sechszylinder wurde dabei — von ein oder zwei Ausnahmen abgesehen — völlig übergangen, man ging vom Vierzylinder unmittelbar zum Achtzylinder über. In Amerika wurden inzwischen eine Reihe von Tourenwagen mit Acbtzylindermotoren ausgerüstet, teils in V-Anordnung, zum grösseren Teil aber in Reihenaufstellung, und als gegen 1925 die Flut amerikanischer Wagen Europa erreichte, begann der Achtzylinder- Tourenwagen auch in Europa festen Fuss zu fassen. Der wesentliche Vorzug des Achtzylinders besteht darin, dass die beweglichen Massen noch leichter sind als beim gleichstarken Sechszylinder, so dass besonders in höhern Drehzahlen ein ruhigerer Lauf erreicht wird. Ausserdem ist dadurch die Beschleunigung und die Elastizität des Motors etwas besser. Nimmt man die Massenkräfte eines Dreiliter- Vierzylinders bei 3000 Umdrehungen pro Minute mit 100 an, so betragen die korrespon- TECHNIK as-y-liirdor 2 •WLJ»LO_JO|«U>|Q O)*LJ»£— Saugleitung eines 6 Zylinder-Motors. «Six» erblicken. Man kann mit einer' gewissen Kurbelanordnung den Ausgleich so. gut gestalten wie beim Sechszylinder — aber nicht besser. Vibrationen führen. Beim Achtzylinder der Anordnung 4—4 heben sich nun diese Kräfte auf, dagegen treten Kippmomente auf, die den Motor um seine Querachse zu drehen, versuchen. (Der Sechszylinder ist völlig frei von Kippmomenten.) Diese Kippmomente werden durch die Anordnung 2—4—2 vermieden. Bei dieser Kurbelwelle liegen die Kurbelzapfen 3—4—5—6 in einer Ebene, während die beiden äussern Kurbelpaare der geteilten zweiten Vierzylinderwelle entsprechen. Dieses System ermöglicht einen Massenausgleich, der so vollkommen ist wie der des Sechszylinders. Wenn dennoch die 4—4-Welle heute noch bei führenden Marken zu finden ist, so hat das den Grund, dass dieses System die Gemischverteilung erleichtert. Jede Zylinder- Vorderende. Trotzdem findet man, besonders der Kurbelwelle gleichmässiger ist als am gruppe kann als gewöhnlicher Vierzylinder bei amerikanischen Motoren, immer noch betrachtet werden, die Saugleitungen werden häufig den Vorderantrieb. Ein englischer Motor, der im Vorjahre auf der Olympia-Aus- kurz, auch in der Regel sind zwei Vergaser verwendet. Bei einem amerikanischen Wagen stellung in London zu sehen war, treibt die ist diese Vergaseranordnung auch auf denNockenwelle über eine Steigwelle von der 2—4—2-Achtzylinder angewandt worden, ein Vergaser versorgt die Zylinder 3—4—5—6, während der zweite Zylinder 1—2 und 7—8 speist. Aber gleich welches System im Einzelfalle beim 2—4—2-Motor zur Verwendung gelangt, auf jeden Fall sind lange Saugleitungen und damit Unregelmässigkeiten in der Gemischverteilung nicht ganz zu vermeiden. Um eine möglichst gleichmässige Vernebe- Iung des Brennstoffs zu erreichen, kommt man beim Achtzylinder in Linie ohne Gemischvorwärmung überhaupt nicht aus, und sionsverhältnisse am Vorderende bedeutend ungünstiger sind als 'beim Sechszylinder, so dass der Einbau eines Schwingungsdämpfers "fast zwingende Notwendigkeit wird. Auch die Nockenwelle, die ja ungefähr die Länge der Kurbelwelle aufweist, neigt bei vielen Achtzylindermotoren zu ungleichmässigem Lauf und beeinflusst dadurch natürlich die Steuerung der Ventile und damit den Lauf des Motors. Man versucht dem bei normalen Motoren dadurch abzuhelfen, dass man in die Nockenwellenlagerung eine Reibungsbremse einbaut, die wie ein Steuerdämpfer am Motorrad wirkt. Man geht ja jetzt mehr und mehr dazu über, die Nockenwelle vom Schwungradende aus anzutreiben, da hier die Drehung Kurbelwellenmitte aus an. Andere Anordnung der Saugleitung eines '6 Zylinder« Motors. Vergleicht man die Gewichte von Sechsund Achtzylindermotoren, so schneidet der selbst dann kann kaum für gleichmässige Zylinderfüllung garantiert werden. Achtzylinder etwas ungünstiger ab; er ist Für den Achtzylinder in Linie, der als beinahe immer schwerer als ein Sechszylinder gleicher Grosse. Regelkonstruktion hier zunächst genannt sei, Ein weiterer Nachteil des Achtzylinders gelten zwei Kurbelwellenanordnungen: die ist seine grosse Baulänge. Bei einem deut- Achtzylinder hat man sie so zu ver-noch von zwei amerikanischen Werken ge- Der Achtzylinder-V-Motor, der heute nur Folge 4—4 und 2—4—2. Die erste und ur-schesprüngliche Anordnung, die auch heute noch ringern versucht, dass die Wandungen je baut wird, vermeidet einige der Nachteile, die bei einigen Weltmarken in Verwendung ist, eines Zylinderpaares unmittelbar ohne zwischenliegenden Wasserraum aneinanderstos- die grosse Baulänge auftreten. Bei frühern bei der Achtzylirider-Reihenmaschine durch ist die Folge 4—4, das heisst, zwei Vierzylinderkurbelwellen sind im Winkel von 90 Grad; sen, ausserdem hat man den Motor langhubig Konstruktionen wurde eine um je 180 Grad aneinandergeschweisst. Die Kurbelkröpfungen 1—2—3—4 sind also alle in einer Ebene, sächlich verhältnismässig kurz wurde, besonlinder verwendet. Im Prinzip stellt also dieser gemacht: 1—1,81, so dass dieser Motor tat- versetzte Welle wie beim normalen Vierzy- ebenso die Kröpfungen 5—6—7—8, diese aber ders da die in zwei Reihen hängenden Ventile Motor eine vierfache Zweizylinder-V-Maschine dar, mit all ihren Vorzügen und Nach- um 90 Grad versetzt. Wie bereits vorher ausgeführt, sind die Massenkräfte erster Ord- Achtzylinder einwandfrei ruhig laufen soll, so teilen. Besser erscheint schon die neuere die Baulänge unbeeinflusst lassen. Wenn der nung beim Vierzylinder wohl ausgeglichen, *