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E_1928_Zeitung_Nr.066

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Fällen bei der

Fällen bei der Verhandlung der Schuldfrage davon abhängig gemacht, ob gehupt worden ist, und nicht davon, ob der weiter am Unfall Beteiligte die erforderliche Sorgfalt habe walten lassen. Es müsse deshalb für den Motorfahrzeugführer immer der Gedanke vorgelegte Jahresbericht des leitenden Ausschusses gibt ein ungefähres Bild von der massgebend sein, zuerst zu hupen und dann zu bremsen, während es vor allem darauf ankomme, ob der Mann das Fahrzeug genügend tigen englischen Automobilistenorganisation. Tätigkeit und der Bedeutung dieser gewal- in seiner Gewalt habe und die Geschwindigkeit massigen könne, um nachher Signale zu ten 38,705 neue Mitglieder aufgenommen wer- Allein im abgelaufenen Geschäftsjahr konn- geben. Deshalb wird es als die vornehmste den, so dass der Verband zurzeit 378,850 Clubisten zählt. Aufgabe des Gesetzgebers bezeichnet, in dieser Beziehung in der Rechtssprechung Wandel zu schaffen. Endlich werden die Erbauer Der glänzend organisierte Strassenpatrouillendienst wurde bedeutend ausgebaut von Strassenbahnen ersucht, ein Hauptaugenmerk bei der Konstruktion darauf zu richten, und durch Einstellung neuer Hilfskräfte erweitert. Insgesamt wurden dienstlich weit dass die kreischenden Geräusche beim Befahren von Kurven behoben werden können. über 22 Millionen Meilen von den Patrouillen Auch der Prager Polizeigewaltige redet afrf englischen Strassen abgefahren. Bekannt- stehen den Mitgliedern schalldämpfenden Strassenbelägen, vor al-lich Telephonkabinen lem imprägnierten Holzpflastern, das Wort und berichtet, dass der beträchtlichste Lärm von den Strassenbahnen stamme, weshalb nur die Stillegung des Betriebes im Stadtzentrum hier Abhilfe schaffen könne. Einheitlich wird von allen Seiten die Ausrüstung der Lastfahrzeuge mit luftgefüllten Pneumatik begrüsst und weiterhin das Verbot der Eisenbereifung für Anhängewagen gefordert. Die genannten Berichte werden den Teilnehmern an dem interessanten Ausschreiben schon zahlreiche Fingerzeige für Vorschläge liefern und ist nur zu hoffen, dass die besten eingehenden Ratschläge auch in zahlreichen Städten zur Anwendung gelangen. Z. Henry Ford 65 Jahre. Henry Ford, der sich schmeicheln darf, einer der populärsten Männer des zwanzig-, sten Jahrhunderts zu sein, feierte am 31. Juli seinen 65. Geburtstag. Der Mann, dessen Name im Geschichtsbuche des Automobilismus unauslöschlich eingezeichnet ist, erklärte den ihn feiernden Arbeitern: «Ich werde in den nächsten fünf Jahren mehr zustande bringen als in den letzten zwanzig meines Lebens. Männer über 65 Jahren sollten nicht zuviel laufen u. springen, aber sie können genau soviel u. mehr Kopfarbeit leisten als andere. — Wenn man alle Erfahrungen und das Urteil aller Menschen über 50 Jahren aus der Welt nähme, würde nicht mehr genug übrig bleiben, die Welt weiterlaufen zu lassen.» xi. Die bündnerischen Einnahmen aus dem Automobilverkehr im Jahre 1927. Ein lt. Korrespondent Ihres geschätzten Blattes berichtet über die- Verteilung der Nettoerträgnisse aus dem Motorfahrzeugverkehr und bemerkt dazu, dass es für den Automobilisten von Interesse wäre, zu vernehmen, wie diese Erträgnisse an den Kanton und die Gemeinden verteilt und wozu dieselben verwendet wurden. Darüber geben wir Ihnen postwendend und bereitwilligst Aufschluss. Die Einnahmen vom Jahre 1927 werden noch gemäss Art. 5 des Gesetzes über teilweise Zulassung des Automobils im Kanton Graubünden vom Jahre 1925 verteilt. Derselbe lautet wörtlich: «Die Einnahmen aus dem gesamten Automobilverkehr sind ausschliesslich für den Strassenunterhalt und die Staubbekämpfung zu verwenden. Von diesen Einnahmen entfallen 50 Prozent im Verhältnis zur kilometrischen Länge auf diejenigen Gemeinden, deren Strassen dem Automobilverkehr geöffnet sind, und zwar je zur Hälfte an den Verbindungs- und an den Kommerzialstrassen. Die restlichen 50 Prozent sind vom Kanton insbesondere zu Verbesserungen und Verbreiterungen der dem Automobilverkehr geöffneten Strassen zu verwenden.» Mit dem 1. Januar 1928 ist das neue Strassengesetz vom 20. Februar 1927 in Kraft getreten. Art. 8 desselben enthält folgende Bestimmungen. Für den Strassenunterhalt sind in erster Linie und ausschliesslich zu verwenden: 1. Die Beiträge des Bundes für die Offenhaltung der internationalen Alpenstrassen; 2. das dem Kanton zukommende Treffnis aus dem Benzinzoll; 3. die gesamten Einnahmen aus dem Auto* mobil- und Fahrradverkehr usw., sowie 4. die von den Gemeinde.il nach Artikel 6 zu leistenden Beiträge.» Chur, den 28. Juli 1928. J. Disch, Sekretär des kant. Bau- u. Forstdepartements. Die Bedeutung der engS. Automobile Association London, Juli 1928. Der anlässlich der 23. Generalversammlung zur Verfügung, die in bestimmten Abständen den Hauptdurchgangsstrassen entlang von der A. A. aufgestellt worden sind. Jedes Mitglied besitzt einen Schlüssel zu den abgeschlossenen Boxen und hat dergestalt die Möglichkeit, am Strassenrand, manche Kilometer von jeder Behausung entfernt, die eigene Familie, das Geschäft, eine Garage, Hotels etc. aufzuläuten. Diese Strassentelephons erwiesen sich derart praktisch, dass auch dieser Zweig der A. A.-Tätigkeit ausgedehnt wurde, indem an die hundert neue Kabinen rings im Lande herum errichtet wurden. Sttveckenptvofil r-5000 ^-2500 I-200O -T500 -500 AUTOMOBIL-REVUE I Dape,i Etappe H Etape,H Etappe Der Strassensignalisierung hat der Verband seit Jahren schon seine besondere Aufmerksamkeit zugewandt und ist unermüdlich dafür besorgt, die Signale zu erneuern und weitere Tafeln allüberall dort aufzustellen, wo es die Verkehrssicherheit erfordert. Um auch den Fahrern die Orientierung zur Nachtzeit zu erleichtern, werden nur noch solche Signale aufgestellt, die mit Kataphoten versehen sind und das Licht der Scheinwerfer auf grössere Distanzen wirksam reflektieren. An ganz abgelegenen Orten, wo jede Beleuchtung fehlt, eine deutliche Signalisierung aber unerlässlich ist, werden solche Strassenzeichen aufgestellt, die durch eine automatische Vorrichtung nach Einbruch der Dunkelheit selbst das notwendige Licht spenden. Laut dem Rapport stehen längs den englischen Strassen heute rund 65,000 Signaltafeln, die von der A. A. plaziert worden sind. Das Parkierungsproblem ist in englischen Städten zu einer brennenden Frage geworden, da infolge der vermehrten baulichen Tätigkeit und des dichten Verkehrs die freien Plätze, wo Motorfahrzeuge parkiert werden können, immer seltener werden und bereits schon derart überlastet sind, dass neue Parkierungsmöglichkeiten gefunden werden müssen. Im Verein mit den betreffenden Polizeiuud Städteverwaltungen ist es der A. A. gelungen, nunmehr in über 300 Ortschaften für genügend Parkierungsraum zu sorgen, welche Plätze alle durch das A. A.-Abzeichen kenntlich gemacht sind. Der Ausschuss verfolgt diese Aufgabe mit unvermindertem Eifer, um auch andernorts der zur Kalamität auswachsenden Platzmisere abhelfen zu können. Der Auskunfts- und Itinerairedienst wurde von den Mitgliedern rege benutzt. Ueber eine halbe Million Routen von über 200 Meilen Distanz wurden auf Wunsch von Mitgliedern ausgearbeitet, wobei man die Strecken immer so wählte, dass vom Verkehr bereits chronisch überlastete Strassen und Stadtviertel immer gemieden werden. Um die touristischen Verhältnisse in europäischen Staaten zu studieren, Vergünstigungen mit Hoteliers, Garagen, Erleichterungen im Grenzverkehr zu erreichen, wurden vom Komitee zahlreiche Länder bereist. Endlich ist auch ein permanenter Hilfs- und Auskunftsdienst am Zentralsitz in London eingerichtet worden, der jahraus, jahrein und zu jeder Tages- und Nachtzeit offen ist und den Mitgliedern wertvolle Hilfe leisten kann. de* I ntemali Boimafl. mEtape Bi Etappe Bekanntlich bekämpft die A. A. seit längerer Zeit die Besteuerung nach PS und verlangt eine Belastung durch eine Benzin- und Pneusteuer, da auf diese Weise jedermann nach Massgabe seiner Beanspruchung öffentlicher Strassen besteuert wird. Eine Riesenpetition, die dem Parlament eingeliefert wurde, hatte leider noch keinen Erfolg, doch wird der Ausschuss die Frage nicht ruhen lassen und weiterhin seine Forderungen gel-i tend machen. Die Regierung wird wohl kaum auf die Länge die berechtigten Wünsche einer Phalanx von über einer Viertelmillion organisierter Automobilisten unberücksichtigt lassen können. Der Vorschlag nach,einer Abstufung der Steuer nach dem Alter der Wagen, wobei von einem Betriebsalter von fünf Jahren an gewisse Taxreduktionen einzutreten hätten, wird gegenwärtig von der Regierung geprüft und scheint Aussicht auf Erfolg zu haben. So ist die A. A. zu einer für den englischen Automobilismus unentbehrlichen Institution geworden, die dank ihrer positiven Arbeit und vorzüglichen Organisation einer weitern bedeutenden Entwicklung entgegengeht, b'u Graubünden. Das Automobil macht in Alt Fry Rätien immer erfreulichere Fortschritte. Nicht nur nimmt die Zahl der zu vorübergehendem Aufenthalt einreisenden auswärtigen Automobile von Jahr zu Jahr zu, sondern auch der eigene Bestand an Motorfahrzeugen bewegt sich in den letzten Jahren in stets aufsteigender Linie, wie folgende Zahlen zeigen : Automobile Motorräder Total Motorfahrzeuge i. Jan. 30. Juni Zunahme 450 564 114 482 613 ' 131 932 1177 245 Automobillinie Liestal-Basel. Der Oiicrpostdireition wurde auf eine Anfrage um Konze&sionserteihing für eine Automobillinie auf der Strecke Liestal-Augst-Birsfelden-Basel in zustimmendem Sinne geantwortet. lt. • • ~296,6Km 1028 - NO 66 JLlpemffatBi'f: = 3 66,5 Km = 561,2Km «391,6 Km Der Autobusbetrieb der Stadt Zürich (Kraftwagenbetrieb) wurde am 8. August des vergangenen Jahres eröffnet und hat während 146 Betriebstagen Einnahmen von Fr. 108,569 zu verzeichnen. Der Ueberschuss beläuft sich auf Fr. 28,609. Der Benzinverbrauch stellt sich pro Wagenkilometer auf 0,557 Liter. Ein Garagechef und elf Fahrer bewältigen mit sechs Autobussen den Verkehr. li •§ I te.93 A I i* 345,7 Km

WJfiß - 1028 AUTOMOBIL-REVUE . _ _ ADAC-Bergrekord. Gegen 50000 Zuschauer umsäumten am letzten Sonntag dio über 12 km (800 m Steigung) führende, äusserst kurvenreiche Schauinsland-Landstrasse bei Freiburg i. Br., auf der die traditionelle Bergrekordsprüfung zum Austrag gelangte. Das kühle Wetter war auf die Leistungen von ungünstigem Einfluss. Der 1927 von Rosenberg auf Mercedes mit 10 Min. 10 Sek. geschaffene Streckenrekord wurde trotzdem nicht weniger als viermal gebrochen. Wieder standen sich auf einer deutschen Rennstrecke Bugatti und Mercedes gegenüber. Heusser auf Bugatti (Sportwagen-Kategorie) fuhr die beste Zeit des Tages. Caracciola (Mercedes) und Ghiron (Bugatti) teilten sich in die Lorbeeren der Rennwagen-Kategorie, wobei sich Ghiron von Caracciola um eine Sekunde schlagen lassen musste. Am Rennen beteiligten sich ehrenvoll Probst (Bern), Jenter (Zürich) und Strittmatter (Zug). Bei den Motorrädern siegten die Schweizer Franconi und Stärkle. Sportwagen. Kategorie bis 750 cem: 1. Maeher auf Dixi, 12' 58,6". Kat. bis 1100 cem: 1. v. Morgen auf Amilcar, 10' 47,4-". Kat. bis 1500. cem: 1. Burgstaller auf Bugatti, 10' 46,6". Kat. bis 3000 cem: 1 Heusser auf Bugatti, 9' 44,4" (74,009 km), beste Zeit des Tages. Kat. über 5000 cem: 1. Kimpel auf Mercedes, 10' 35,2". Rennwagen. Kategorie bis 1500 cem: 1. Prinz zu Leiningen auf Bugatti, 10' 42" (67,290 km); 2. Scholl auf Amilcar, 10' 43,6"; 3 Jenter (Zürich) auf Chiribiri, 15' 46". Kat. bis 2000 com: 1. Chiron auf Bugatti, 9' 52,4"; 2. Kappler auf Bugatti, 9' 55,4"; 3. Probst (Bern) auf Bugatti, 10' 41,8"; 4. Strittmatter (Zug) auf Bugatti, 11' 53". Kat.. über 2000 cem: 1 Caracciola anf Mercedes, 9' 51,4 (73,060 km). v. Internationale Alpenfahrt. 12. bis 17. August 1928. Dem Sekretariat des Automobilclubs von Italien sind noch folgende sechs Nennungen von Einzeliahrern zugegangen: Senator Crespi (S.A.M. 1100 cem). James Norman (Minerva 5954 cem). Keillet (Hispano-Suiza 6 Liter). Best Da-lison (Bentley 4 Liter). Bruce (A.C.). Da Cienski (Austro-Daimler 2994 cem). Die Zahl der Fahrer (Marken-Teams und Individueis) belauf sich heute somit auf 105 *— ein Nennungserfolg, den sich di© Organisatoren wohl nie träumen Hessen! v. Internationale Schönheitskonkurrenz für Automobile In Luzern Gewiss noch selten hat eine automobiUstische Veranstaltung im ganzen Lande herum bei privaten Automobilbesitzern sowie bei Karossoviefabrikanten und Markonvcrtretern ein so reges Interesse erweckt wie die am Samstag, den 11. Aug. 1928 in Luzern stattfindende Schönheitskonkurrenz. Dio Vorarbeiten für diese Veranstaltung sind denn auch in vollem Gange. Eine schöne Zahl Nennungen ist bereits eingegangen Bis jetzt sind oa noch meistens Wagen von privaten Besitzern, dio gemeldet wurden Die Markenvertreter und Karosseriefabrikanten, die, wie wir vernehmen, je mit mehreren Wager auffahren werden, sparen ihre Meldungen wie gewohnt auf den letzten Zeitpunkt/ Die neuere Einteilung in fünf verschiedene Gruppen findet guten Anklajig, ist doch damit eine klare Ausscheidung' der verschiedenen Wagentypen an einer glücklichen Weise gelöst. Zu den drei hübschen Speziaipreisen für den bestbeurteilten Wagen mit ausländischer und mit schweizerischer Polizeinummer sowie für den bestbeurteilten Wagen eines Mitgliedes der Sektion Luzern des A. C. S. gelangt nun auch noch ein vierter Speziaipreis zur Verteilung für den bestbeurteilten Wagen, der von einer Dame gefahren wird. Zufolge dea allseitig grossen Interesses darf wohl heute schon der Preisverteilung mit nachfolgendem Bai] im Grand Hotel National in Luzern eine starke Beteiligung vorausgesagt werden. Die Nennungsfrist ist gestern Montag abend abgelaufen. Das Meeting von Boulogne-sur-Mer und Touquet—Paris—Plage (9. September 1928). Wie alljährlich bringt der A. G. du Nord von Frankreich sein grosses internationales Automobilmeeting zum Austrag, in dessen Mittelpunkt die Coupe Boillot, Trophe National und Schnelligkeitsrennen für Tourenwagen stehen. Der Meldungsschluss ist dieser Tage bis 10. August verlängert worden. Zwei Marien haben ihre offizielle Vertretung zugesagt: Alfa- Romeo und Salmson Unter den Einzelfahrern finden wir folgende Namen: Coupe Boillot: X (Salmson), Ivanowski (Alfa- Roraeo), Marinoni (Alfa-Romeo), Malcolm Campbell (Bugatti), Lepicard (Donnet), Michel Dore (La Licorne), Wood (Amilcar), etc. Trophe National: Malcolm Campbell (Delage). X (Sima-Violet), Masse (Salmson), Gauthier (Bugatti), Burt (Frazer-Nash), Michel Dore (B.N.C.), Billiet (B.N.C), d'Havrincourt (Salmson), Tetaldi (Amilcar), Tersen (Bugatti). Die mit der Automobilwoche verbundene Sternfahrt zählt über 20 Meldungen und ist mit 50000 französischen Franken dotiert. v. Die Nennungen der englischen Tourist-Trophy. Das seit mehreren Jahren, wie wir in unserer letzten Nummer meldeten, erstmals wieder durchgeführte englische Strassenrennen, erzielte einen schönen Nennungserfolg. Mcht weniger als 56 Anmeldungen sind den Organisatoren zugegangen. Sie vertreten folgende Länder: Deutschland, England, Amerika, Oesterreich, Italien, Belgien und Frankreich. Nachfolgend die genaue Liste: Ueber 5 Liter: Mercedes (F. Thistlethwayte). 8—5 Liter: Ford (Connoly), Bentley (Rubin), Bentley (Cook), Stutz (Wright), Stutz (Watney). 2-—3 Liter: Austro-Daimler (Callingham), Austro- Daimler (P. Cyril), Austro-Daimler (Mason), Bugatti (d'Erlanger), Bugatti (Malcolm Campbell), Bugatti (Gurzon), Ford (right). 1500—2000 cem: O.M. (Oats), Alvis (J.-E. Record), Lagonda (d'Erlanger), Laganda (E. Hayes), Lagonda (Hall). 1100—1500 cem: Marendaz (Marendaz), Alvis (G. U. Dykes). Lea Francis (Kaye Don), Lea Francis (G. E. T. Eyston), Lea Francis (Newsome), Lea Francis (Sutton), F.N. (Hayward), F.N. (G. Thour), Alvis (Purdy), Alvis (Major Harvey), Alvis (L. Cusham), Alvis (Wilday), Frazer-Nash (P Ross), Frazer-N'ash (Plunkett Greene), Frazer-Nash (R. Mellor), Frazer-Nash (Aldington), Frazer-Nash (Jackson), Frazer-Nash (A. Frazer N'ash). 750—1100 com: Traota (H. S, Vasena), Gwynne (0. C. Strachan), Salmson (J. Martin). Amilcar CB. H. Wood), Amjloar (Veraon-Balls), Amilcar (W. B. Scott), Riiey (K. S, Peacook), RUey (P. 8, Brady), Riley (W. N. G. Phillips), Riley (W. P. Noble), Riley (Ian P. Macdonald), Riley (A. V. WilMnson), Salmson (X), Salmson (X), Salmson (X), Riley (E. Maclure), RUey (S. G. H. Davis), Riley (G. H. Staniland), Riley (R. G. Gallon). 500—750 cem: Austin (J. D. Barnes). v. Ein neuer Versuch Opels mit einem Raketenauto. Der Rak IV explodiert. — Ein weiterer Versuch wird vorläufig verboten. Letzten Samstag wurde in aller Morgenfrühe — unter Ausschluss eines weiteren Publikums — eine Versuchsfahrt mit dem jüngsten Raketenwagen, dem «Rak IV » unternommen. Fritz von Opel und Ingenieur Sander trafen in den letzten Wochen in aller Stille die Vorbereitungen für den Start zweier neuer Wagen «Rak IV > und «Rak V > auf der Versuchsstrecke Burgwedel—Celle. Der erste Wagen war mit 29 und der zweite mit SO Raketen von je 2 kg Pulverladung ausgestattet. Beide Auto zeigten ein Gewicht von 800 kg. Der « Rark IV » setzte sich nach dem Start im ersten Morgendämmern mit nicht allzu grosser Geschwindigkeit in Bewegung und rollte unter Getöse rund 50 Meter weit, worauf sofort eine zweite äusserst heftige Explosion, begleitet von einer strotzenden Rauchwolke und Flammenerscheinungen eintrat. Der Wagen flog 15 Meter in die Luft und endete 50 Meter vom .Startort zertrümmert auf den Schienen, während einzelne Bestandteile bis 100 Meter weit vertragen wurden. In weitem Umkreise waren noch geladene Raketen zu finden. Dank der Geheimhaltung der Versuche konnte eine Katastrophe vermieden werden. Man vermutet, dass ein Teil der Raketen nach dem Abbrennen der ersten, sich von selbst entzündet hat. Fritz von Opel wollte nach dem Fehlversuch des « Rak IV > ohne Zögern auch den « Rak V » in Bewegung setzen, was ihm a;ber von den Vertretern des Landrates und der Reichsbahndirektion, wegen der Gefährdung der Anwesenden, verboten wurde. Auch aus diesem missglückten Versuche werden die Konstrukteure für neue Modelle, eventuell auch für das geplante Raketenflugzeug, Erfahrungen ziehen können. Fritz von Opel spricht ßieb voller Vertrauen über die weiteren Versuche ans, die allerdings nur unter Absperrmassnahmen grossen Stiles stattfinden müssen. Die Pulverrakete mit ihren Nachteilen gilt als Uebergangsstadium. Schon in nächster Zeit sind neue Erfindungen zu erwarten, die der Ausnutzung der Raketenkraft energischer zu Leibe rücken und der technischen Entwicklung dieses Fortbewegungsmittels zum Durchschlag verhelfen werden. lt. Die Befonstrasse Arbon-Horn befindet sich gogenwärtig im Bau. Nach den Versuchsstücken bei Scbinznaclb wurden seither nur in Genf neue Betonstrassenstücke erstellt. Dio Vereinigten Staaten von Amerika sind im Botojistrassenhau noch immer führend und haben mit ihnen die besten Erfahrungen gemacht. Auch unsere Naohbartstatten erbauten in den letzten Jahron emsig Betonstra&sen. Schwierigkeiten beim Betonstrassenbatt bietet noch dio Verbindung der untern, grobem Sohioht von rund 10 ein und der obern, feinen Schicht von rund 6 om Stärko. Durch eine richtige Auswahl und Mischung des Material es lassen -sich; die üblichen Härtta'Ejrädo annähernd verdoppeln. Do.r„ Quadratmeter kommt 'auf Fr. 13 «a stehen und stellt sich damdt niedriger aila der Quadratmeter einer KJein'SteinpfJästeruaiig. lt. London, August 1928. Trotz energischer Opposition aus Kreisen, die den HeimatsdhutizibestTeb'Uiigen nahe stehen, hat die Stadtverwaltung von Brighton, dem bekannten englischen Badeort an der Südküste, einem Projekt für den Bau einer Rennbahn seine Zustimmung gegeben. Dieselibe soll in dem die Stadt unmittelbar umgebenden Hügelland errichtet werden. Die Behörde hofft, mit dieser neuen Attraktion weitere Gäste und Besucher anziehen zu können. Bereits 6ollen 3,5 Millionen Franken für die Finanzierung des Unternehmens gezeichnet worden eein. Die Initianten (beabsichtigen, eine Rundstrecke von ca. 10.5 km Länge auszubauen, die möglichst dem natürlichen Verlauf des Geländes folgen soll, wodurch verschiedene steile Anstiege und einige kitzlige Haarnadelkurven in die Strecke eingeiBochteai werden könnten. Auch ist schon der Weltrekordfahrer Captain Malcolm Campbell für die Uebernahme der Rennleitung begrüsst worden und soll dem Vernehmen nach nicht abgeneigt sein, den Posten anzutreten. Eine geräumige Tribüne, die einen möglichst weiten Uaniblick auf die gesamte Strecke gewährt, wird architefktoniseih möglichst der Umgebung angepasst, um den bereite laut gewordenen Klagen wegen Entstellung der Gegend weitgehend Rechnung am tragen. Die sportliche Oberaufsicht üiher die Remnbaihn würde ein Rennekub, ähnlich dem Club der Brooklandsbahn, ausüben. Die Strecke wird leihweise auch kleineren Clubs abgetreten, die für interne Anlässe Clubrennen veranstalten möchten. Die Bahn soll bis spätestens Ostern 1929 fahrbereit sein. bi. In der Tat... ein interessanter Fall! Ein Berner Automobilist meldet uns: «Ich befand mich ca. 3 Uhr morgens auf dem Heimweg von Interlaken, wo ich der Bundesfeier beigewohnt war. Mitten in Gunten, just dort, wo sich die Haltestelle des Tramways befindet, zeichnete sich plötzlich eine schwarze Masse im Kegel der Scheinwerfer. Augenblicklich drosselte ich das Tempo ab und fuhr langsam näher. In der Mitte der Fahrbahn lagen ausgestreckt zwei Individuen, deren Zustand und Verfassung zu beschreiben mir hier erspart sei. Der eine davon trug die Uniform eines Funktionärs der rechtsufrigen Thunerseebahn! Trotz wiederholter Aufforderung waren die beiden nicht dazu zu bewegen, die Strasse freizugeben und blieben auch nach meiner Abfahrt liegen! Es braucht wohl nicht hervorgehoben zu werden, in welchem Grade die beiden Kumpane den wegen des 1. August auch noch in früher Morgenstunde regen Verkehr und sich selbst gefährdeten. Man weiss ja über die Einstellung „gewisser Kreise bei Autounhaf Souplesse u, Geräuschlosigkeit des Amerikaners und sorgfältigste 9räzisionsarbeit des Suropäers.