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E_1928_Zeitung_Nr.069

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6 AUTOMOBIL-REVUE

6 AUTOMOBIL-REVUE 1928 — STAMPFENBACH-WEINBERGSTRASSE beim Central, eine Minute vom Hauptbahnhof Telephon Limmat 26.66 Neueste und modernst eingerichtete Grossgarage am Platze. Einfahrt sowohl von der Stampfenbachstrasse als auch von der Weinbergstrasse. Geräumige, mit Warmluft geheizte Hallen zum £ insteilen der Wagen im Abonnement oder tag- und stundenweise. Wagenaufzüge. DIE GARAGE IST TAG U. NACHT GEÖFFNET! Grosse, mit allen modernen Hilfsmitteln eingerichtete •• REPARATUR WERKSTATT Sämtliche Reparaturen und Revisionen von Wagen alter Marken werden prompt und gewissenhaft unter fachmännischer Leitung ausgeführt. SECHS BENZIN- UND BE SÄMTLICHE BEWÄHRTEN 0 PNEUS IN ALLEN DIMENSIO In den grossen Ausstellungsräumen unserer Verkaufsabteilung werden Sie stets die neuesten Modelle der von uns vertretenen Automobilmarken finden. lillllllllllllllll! = PRODUCT OF GENERAL MOTORS = n= Vtriag, Administration, Druck und Clicntew: HALL WAO A.-Ü. H allerlei» ßucüdrucfcaral and Wagnt*schö VertanMuuuUt. Bern.

N« 69 II. Blatt BERN, 17. August 1928 NO II. Blatt BERN, 17. August 1928 Zur Eröffnung der Grossgarage I Capitol, Zürich. Die Grossgarage, deren Bau und Betrieb uns bis vor kurzem nur aus Schilderungen amerikanischer Verhältnisse bekannt war, bürgert sich, als ein weiteres Wahrzeichen der Automobilisierung unseres Landes, auch in der Schweiz allmählich ein. Die kürzlich eröffnete Capitol-Qarage an der Stampfenbach-Weinbergstrasse in Zürich ist die erste Unternehmung dieser Art, die den Zürchern den Begriff des Garage-Grossbetriebes vermittelt, und ein kurzer Rundgang beweist, dass nicht nur in bezug auf Grosse, sondern auch was die Aufteilung und Ausnützung der Räumlichkeiten, die Verwendung der im Garagebetrieb notwendigen technischen Hilfsmittel und den gesamten Innenbau anbetrifft, amerikanisch anmutende Grosszügigkeit massgebend waren. Schon die eigenartige Niveaugestaltung zwischen den beiden den Neubau begrenzenden Strassen, wodurch das Parterre an der Weinbergstrasse dem 4. Stockwerk an der Stampfenbachstrasse entspricht, stellte die Bauherren und den ausführenden Architekten, Herr E. Zuppinger, vor eine heikle Aufgabe, die aber in allen Teilen vortrefflich gelöst worden ist. An beiden Strassen dienen die mit mächtigen Schaufenstern dotierten Parterreräumlichkeiten als Ausstellungshallen, wo dem verwöhnten Autoliebhaber und Markenkenner zahlreiche Modelle verschiedener langbewährter Marken gezeigt werden. Die Auto Import A.-G., welche den imposanten Bau für ihre eigenen Zwecke errichten Hess, vertritt bekanntlich die belgischen Minervawagen, die, ausgerüstet mit dem ventillosen Motor sowie allen übrigen technischen Errungenschaften, auch wegen ihrer formvollendeten und dem individuellen Geschmack gänzlich angepassten Karosserien sehr geschätzt sind. Die weiteren, der General Motors angehörenden Marken Oakland und Pontiac bedürfen ebenfalls keiner speziellen Einführung, haben sie doch als rationelle und leistungsfähige amerikanische Gebrauchswagen seit langem in der Schweiz Eingang gefunden. Endlich sei auch noch der Representant österreichischer Automobilbaukimst der Austro-Daimlerwagen, genannt, dessen neue konstruktive Besonderheit, wo ein Zentralrohrchassis den üblichen Rahmen mit Längsträgern ersetzt, auf den jüngsten internationalen Salons Aufsehen erregt hat. Die geräumige Einfahrt von der Stampfenbachseite her führt gleich in die Garageräumlichkeiten, die sich über nicht weniger als drei Stockwerke und die Kellerräume erstrecken. Auf den ersten Blick scheint die mehrstöckige Anlage,, welche Wagenremisen, Werkstättehallen verschiedener Art, Lagerräumlichkeiten und Bureaux birgt, ein eigentliches Labyrinth zu sein, in dem sich Kundschaft und Personal nur schwierig zurecht finden. Die ganze Gebäulichkeit ist aber so geschickt aufgeteilt und der Raum so raffiniert ausgenutzt, dass sich bald das System erkennen lässt, das für den Betrieb massgebend ist und damit auch für den Architekten wegleitend war. Zwei Warenaufzüge vermitteln den Güterverkehr zwischen den einzelnen Etagen, während für den prompten Transport der Wagen von einem Stockwerk ins andere zwei massive Lift von je 3000 kg Tragkraft Verwendung finden, deren Türverschluss und Kontaktschaltung so konstruiert sind, dass Unfälle irgendwelcher Art praktisch ausgeschlossen sind. Auf Schienen gleitende Schiebebühnen, sowie mächtige Drehscheiben, die in keiner Etage fehlen, gestatten ein rasches und sicheres Manövrieren der Wagen in jeder gewollten Richtung und schalten jedes Winkel- und Eckenfahren, das gewöhnlich ohne kleinere Beschädigung gen an der Karosserie oder den Schutzblechen nicht abgeht, völlig aus. Von der Weinbergstrasse her führt die Einfahrt nach dem Lichthof, in weichen auch die Montagehalle mündet. Die Werkstätten, welche zum Teil gallerieförmig um die Halle angeordnet sind, verteilen sich auf zwei Etagen. Dadurch konnte in diesen mit den modernsten Werkstattmaschinen ausgerüsteten Ateliers jedem Arbeitsvorgang ein gesonderter Platz zugewiesen werden und den Arbeitern ist an den Werkbänken die notwendige Bewegungsfreiheit gewährt, so dass ein rationeller und geordneter Werkstattbetrieb möglich wird. Unmittelbar neben diesen Arbeitsstätten finden sich die ausgedehnten Ersatzteillager, von wo durch Schalter das benötigte Material an das PersonaLabgegeben w wird. Der.Elek-dSs tro-Werkstätte ist ein separater Raum angewiesen worden, in welchem u. a. eine imposante Umformer- und Gleichrichterstation für den elektrischen Strom untergebracht ist. Von hier aus werden zahlreiche über die verschiedenen Wagenremisen verteilten Batterieradestationen gespiesen und kontoliiert. Diese «Ladefilialen» machen das Nachladen der Batterien ganz unabhängig von einem bestimmten Standort des Wagens, indem eben dank dieser Unterstationen in den verschiedenen Etagen zu gleicher Zeit mehreren geschwächten Energiereserven wieder aufgeholfen werden kann. Die nämliche Bequemlichkeit bietet sich auch für das Aufpumpen der Pneus. Durch zwei leistungsfähige Pumpenanlagen wird für eine reichliche Menge an Druckluft gesorgt, die mehreren, in den drei Stockwerken montierten Zapfstellen entnommen werden kann. Um das vom Lichthof stammende Tageslicht bis ins Parterre hinab leiten zu können, sind in allen Etageböden armierte Glasflächen eingebaut, die pro Quadratmeterfläche einem Gewicht bis zu 8 Tonnen wiederstehen und daher bezüglich Sicherheit nichts zu wünschen übrig lassen. Infolge dieser Anordnung weisen auch die im Zentrum des Gebäudeblockes gelegenen Hallen im Parterre noch reichlich Tageslicht auf. Damit auch für das Waschen der Wagen kein unnötiges Herumtransportieren der Fahrzeuge nötig wird und entsprechend der voraussichtlich grossen Zahl der fortwährend zu besorgenden Kundenwagen, sind gleich 5 Waschplätze in den drei Stockwerken untergebracht, wovon drei mit den neuesten Waschmaschinen und den hydraulischen Wagenheberanlagen ausgerüstet sind. Vom Kellerlokal bis hinauf ins dritte Geschoss ist der für Garagierung der Kundenfahrzeuge reservierte Raum genau abgegrenzt und der Standort eines jeden Fahrzeuges mit weissen, fortlaufend nummerierten Carres deutlich markiert. Es können bei reichlich bemessenem Platz für jeden Wagen an die 130 Fahrzeuge untergebracht werden, doch lassen sich bei Bedarfsfällen auch 200 Autos unterbringen. ; ; ; Der hygienischen Einrichtung der Baute wurde besondere Aufmerksamkeit gewidmet, grossangelegte Ventilatiönsanlage gewährleistet den ständigen Zutritt frischer Luft, die im Winter sogar vorgewärmt wird, während zahlreiche Schächte für den Abzug der verbrauchten Luft sorgen. In allen Räumen, wo Fahrzeuge untergebracht werden, sind Absaugrohre mit flexiblem Ende montiert, die, sofern der Motor weiterläuft, an das Auspuffrohr angeschlossen werden, wodurch die gefährlichen Abgase unverzüglich abgeleitet und die gut gelüfteten Räume nicht benachteiligt werden. Endlich sei auch noch der in unmittelbarer Nähe des Baues in den Grundfelsen eingelassenen Tankanlage gedacht, die über ein Fassungsvermögen von 35,000 Liter verfügt. Um jegliche Betriebsstörung, deren Möglichkeiten übrigens sehr minim sind, auszuschalten ist zur Vorsorge sogar noch eine Reservetank-Anlage mit 5000 Liter Inhalt eingerichtet worden, so dass es den verschiedenen Zapfstellen im Hause nie an dem für den Autobetrieb so wertvollen Nass fehlen wird. In gleich grosszügiger Weise ist auch für die Versorgung mit Oel das Nötige vorgekehrt worden. Für das Kannenöl ist ein besonders geeigneter, feuersicherer Lagerraum vorgesehen. So bietet denn die Zürcher Grossgarage dem Automobilisten jeden Komfort für den Unterhalt und die Pflege seines Wagens und gleichzeitig die Gewähr, dass dank der modernen und in reichem Masse vorhandenen tech. Hilfsmittel sowie einem geschulten Personal die Unternehmung auch allen Aufgaben in jeder Hinsicht vollständig gewachsen sein wird. n. Die baubeteiligten Firmen. Für die Ausführung des Baues standen der umsichtigen Bauleitung von Arch. Zuppinger eine Reihe von Spezialfirmen zur Seite, deren langjährige Erfahrungen in ihrer Branche es ermöglichten, die gesamte Anlage in jeder Hinsicht nach modernsten Gesichtspunkten auszubauen. Die umfangreichen Erd-, Maurer- und Betonarbeiten wurden von A. Baumann, Zürich, ausgeführt, deren Bewältigung innert nützlicher Frist angesichts der eigenartigen topographischen Lage des Bauplatzes keine leichte Aufgabe war. Bekanntlich liegt die eine der beiden, den Bau begrenzenden Längsstrassen, bedeutend tiefer als die andere, wodurch die Arbeiten für die Fundamentierung etc. recht kompliziert gestaltet wurden. Um den in den oberen Stockwerken gegen die Weinbergstrasse hin untergebrachten Wohnungen freie Aussicht zu gewähren, schliesst der Flügel gegen den Stampfenbach hin mit einer von Mey- Cabriolet ballon acier non decapotable, 2 et 4 pl. 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