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E_1928_Zeitung_Nr.062

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16 AUTOMOBIL-REVUE -

16 AUTOMOBIL-REVUE - REVUE AUTOMOBILE Fliessarbeit in der Schweiz. Wenn von Fliessarbeit am laufenden Band gesprochen wird, so ersteht gewöhnlich vor dem Blick die Vision mächtiger 'Fabrikhallen, in denen lange 'Reihen von Arbeitern in fieberhafter Tätigkeit Maschinenteile, Schrauben, Muttern in Bewegung setzen. Wohl wenigen Schweizern ist es bekannt, dass wir auch in unserem Lande Betriebe besitzen, welche in ihrer Art als mustergültig für die praktische Ausnutzung des laufenden Bandes angesprochen werden können. Einen solchen konnten wir, einer freundlichen Einladung folgend, kürzlich besichtigen, es handelt sich um den Flaschen-Abfüllraum der Mineralquelle Eptingen. Splittern und Krachen berstenden Glases empfängt uns beim Betreten der grossen Abfüllhälle. Als erstes fallen dem Blick des Beschauers die mächtigen Reinigungs- und Abfüllmaschinen auf,

1928 — No 62 AUTOMOBIL-REVUE — REVUE AUTOMOBILE Die lieben Autler. Was hört man doch immer Schlechtes über die Automobilisten sagen: sie fahren rücksichtslos, sie wirbeln Staub auf, sie sehen mit Verachtung auf den Fussgänger herab, das einzige, was sie verdienen sind Bussen usw. usw. Nun möchte ich zur Abwechslung heute einmal etwas Gutes sagen, denn es kommt ja viel seltener vor, dass das Gute weitererzählt wird. Hatte ich da neulich in einem Nest zwischen Bern und Thun meinen Zug verpasst und hätte nun in Geduld 3 Stunden auf den nächsten warten können. Was tun? Ich pilgerte also betrübt auf der Landstrasse daher, schon im Begriff, mich in mein trauriges Schicksal zu ergeben. Da kommen 2 Lastautosangefahren im schönenTempo. Ich hebe flehentlich meine Hand, wenn die mich mitnähmen. Und siehe da, die erhobene Hand hat wie ein Signal gewirkt. Prompt standen die beiden und ich klagte mein Leid in beweglichen Tönen. «Numme istiege» lautet die freundliche Aufforderung und beglückt klettere ich auf den hohen Sitz und wir rattern weiter. Im nächsten Dorf hatte der Chauffeur und ich auch einen Mordsdurst und so tranken wir friedlich zusammen ein «Bierli». Dann gings weiter nach Kiesen, leider war da Schluss und ich stand wieder auf der Strasse. Diesmal aber voller Hoffnung, denn da kam auch sdhon ein leerer Buick. Wieder die Hand erhoben, prompt wurde gehalten. Ich sagte mein Sprüchlein vom verpassten Zug und wurde freundlich eingeladen, bis Thun mitzufahren. Von dort aus begab ich mich auf die schöne Thunerseestrasse und siehe, da kam ein kleiner Citroen fröhlich auf der Strasse angetanzt, 2-Plätzer, und ein Platz war frei, bereitwilligst nahm er mich auf und nun gings bis zur Beatenhöhle. Dabei unterhielten wir uns sehr gut über Pannen und ihre Behebung. Er erzählte mir auch den schönen Witz, dass der Ford das älteste Auto "sei. Ich war starr. Na wieso denn, der ist doch ganz neu! Ach das steht doch schon in der Bibel: Adam und Eva sündigten in einem Ford! Erleuchtung!! Auch von der Berner Polizei gabs einen Witz, die immer so geschwind kommt, wenn einer jodelt. Viel zu schnell war die schöne Fahrt zu Ende u. nun gings zu Fuss weiter. Es war ein herrlicher Abend und der Spa ziprgang war .ein OtnusSi Aber Gott Lob, da hupte es nochmal. Diesmal kam eine gerammelt volle alte Karre an.« Na», dachte ich, «die nehmen dich bestimmt nicht mit, aber es ist schon spät, also Hand hoch und wags.» Schüchtern hob ich die Hand und schüchtern bat ich um Mitnahme, fügte gleich hinzu, «e$ gaht wohl nüt?> «A was* dös mttss ga» war die freundliche Antwort und so Quetschte ich mich denn noch hinein und kam so aufs angenehmste heim. Wer will nun noch auf die Autler schimpfen? Sie sind die nettesten, freundlichsten Menschen in der Welt. Man muss ihnen recht herzlich danken, was ich an dieser Stelle tun möchte. Zugleich möchte ich die, die noch nicht so entgegenkommend sind, freundlich ermahnen: «Geht hin und tuet desgleichen], so werdet ihr dem Auto Freunde werben. Die dankbare M. R. Das Himmelstor. Eine^ eigenartige Aufschrift ziert, nach der «Frankfurter Zeitung», während der Wintermonate das eine Eingangstor des kleinen Ortes Cheshire, unweit Knutsford in England. Ueber diesem Tore liest man zunächst: «Dies ist das Haus Gottes». Darunter steht: «Dies ist das Tor des Himmels». Ueberrascht blickt man dann aber auf ein Plakat, das während der Wintermonate an dem Tore selbst angebracht ist. Dieses lautet: «Während der Wintermonate geschlossen!» * tresundes Herz und starke PS erven Durch Jen G-eniiss des gewöhnlichen Bohnenkafl habe ick frühzeitig feststellen müssen, dass mir derselbe gesundheitlich nicht bekommt, da mein Herz- und Nervensystem stark angegriffen wurde und ich oft genug an Schlaflosigkeit zu leiden hatte. Meine sportlichen Erfolge verdanke ich hauptsächlich meinen gesunden Nerven, wozu Ihr Kaffee Hag mir in erster JLinie verholten hat. Es war für mich speziell nach der strapazierenden Zurücklegung einer über 5oo km langen Rennstrecke auf schlechtestem Pflaster eine Wohltat, als ich Ihren Kaffee Hag zu trinken erhielt. Der koiiemlreie JYaffee Hag ist bereits seit langer jCeit mein tägliches Getränk. Als dreimaliger Freistaatsmeister ist es mir heute eine besondere Genugtuung, Ihnen obiges mitteilen zu können. Ich kann und werde jedem Sportsmann Ihren Kaffee nur wärmstens empfehlen, denn nur durch ein gesundes Herz und starke Nerven kann man Höchstleistungen erzielen. JLJanzig, den 12. J uni 1928. Hochachtungsvoll: gez. Hans Roenr. KAFFEE HAG SCHONT S w% '*? 'v,.. •$?.-*¥"' »wl"M"g W loh Bohwärme für berühmt© Männer! „Ja, das trifft sich ja fein! Da finde ich gerade wieder eine Zeitungsnotiz, die auf mich Bezug nimmt. Da heisst es nämlich, im letzten Monat habe der städt. Omf'-aibus 15,780,560 Personen befördert und ich bin doch einer der täglichen Passagiere!" (Buen Humor, Madrid.) JKShia Arhenz z Dufourstrasse 24 Tel. Hott.25.22 DAS BESTE PREISWERTE AUTO-OEL FÜR aEDENWAGENTTP EIGENES FABRIKAT lANZ&CSBERN AARBERJQERÖASSE löt Teleph.BoUw.318d T&iarymSieOjßrie ti/faten immiimiiiiHiiiiiiiiiiiinimmiiiiiitimmimiiiiiiiiitmniii