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Campus Vorschau Frühjahr 2018

Das neue Buchprogramm von Campus im Frühjahr 2018.

In einer Welt, in der

In einer Welt, in der alte Gewissheiten prekär werden, ist Sicherheit zu einer zentralen Wertvorstellung geworden. Terroranschläge, Naturgefahren, Pandemien, Ausfälle vitaler Infrastrukturen und technische Störfälle führen immer wieder vor Augen, dass es »keine hundertprozentige Sicherheit« gibt. Als Alternative zum Versprechen von Sicherheit wird in jüngster Zeit verstärkt das Leitbild der Resilienz ins Spiel gebracht – die Fähigkeit, Risiken und Gefahren erfolgreich zu bewältigen. Dieses Buch untersucht die komplexe Sicherheitslandschaft der Gegenwart. Es befragt Praktiken der Sicherheit nach ihrer historischen Herkunft und ihren sozialen Effekten und versucht, unser Verständnis von »Sicherheit« zu verunsichern. Andreas Folkers, Dr. phil., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Universität Frankfurt am Main. Klingende Worte beschreiben die Zerstörung der Natur. Die Rede ist von Pestiziden, die Mensch und Tier vergiften, vom gestörten ökologischen Gleichgewicht, von erschöpften Böden. Die ökologische Krisenpublizistik hat Metaphern hervorgebracht wie Ackergift und Mutter Erde, Waldsterben und chemischer Tod, Giftwelle und Krieg gegen die Natur. Die Vergiftung der Erde ist nicht bloß ein toxikologischer Befund, sondern eine kulturelle Leitmetapher in ökologischen Diskursen. Was ist deren naturwissenschaftlicher Kern? Gründen diese politischen Metaphern gar in jahrhundertealten antijüdischen Stigmawörtern wie der Brunnenvergiftung? In einer faszinierenden Studie verbindet der Autor Aspekte der agrarischen Industrialisierung mit der Geschichte der politischen und religiösen Giftmetapher, der Naturwissenschaft vom Gift und der Geistesgeschichte organischer Erdmetaphern. Jan Grossarth ist Redakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Andreas Folkers Das Sicherheitsdispositiv der Resilienz Katastrophische Risiken und die Biopolitik vitaler Systeme Ca. 530 Seiten, kartoniert, 14 x 21,3 cm D 39,95 €, A 41,10 €, CH 48,70 Fr.* Warengruppe: 728 ISBN 978-3-593-50879-5 Auch als E-Book erhältlich Erscheinungstermin: 8. März 2018 Jan Grossarth Die Vergiftung der Erde Metaphern und Symbole agrarpolitischer Diskurse seit Beginn der Industrialisierung Ca. 450 Seiten, kartoniert, 14 x 21,3 cm D 39,95 €, A 41,10 €, CH 48,70 Fr.* Warengruppe: 728 ISBN 978-3-593-50881-8 Auch als E-Book erhältlich Erscheinungstermin: 7. Juni 2018

campus Sozialwissenschaften 62 63 International Labour Studies – Internationale Arbeitsstudien Herausgegeben von Klaus Dörre und Stephan Lessenich Der Gesellschaftstheorie ist die Arbeit und mit ihr die empirische Fundierung abhandengekommen, der Arbeitssoziologie die Theorie – aufgrund dieses Befundes wurde »Kapitalismustheorie und Arbeit« zum Standardwerk. Die Autorinnen und Autoren diskutieren nun in der aktualisierten englischen Auflage des Bandes die gegenwärtigen theoretischen Ansätze, um Kapitalismus und Arbeit wieder zusammenzudenken. Klaus Dörre ist Professor am Institut für Soziologie der Universität Jena. Nicole Mayer-Ahuja ist Professorin am SOFI der Universität Göttingen. Dieter Sauer ist Professor am ISF München. Volker Wittke (1957 – 2012) war Professor am SOFI an der Universität Göttingen. Immer mehr soloselbstständige Handwerker bieten ihre Dienstleistungen auf Internetportalen an. Für ihre Teilnahme am Arbeitsmarkt zahlen sie einen hohen Preis: unsichere Lebensplanung, radikale Marktabhängigkeit und Konkurrenzdruck. Sie kommen aus dem Niedriglohnbereich nicht raus und haben keine Aussicht auf eine staatliche Altersvorsorge. Das Ideal der Selbstverwirklichung verkehrt sich in sein Gegenteil. Letztlich bringt das postfordistische Produktionsmodell, wie Philipp Lorig in seiner Studie zeigt, ein neues Tagelöhnertum hervor, das auf längst überwunden geglaubte Arbeitsformen zurückgreift. Philipp Lorig ist Soziologe und hat an der Universität Trier promoviert. Wie kann die Verhandlungsmacht der Beschäftigten in Bangladeschs Bekleidungsindustrie gestärkt werden? Inwiefern ist relevant, dass über 80 Prozent von ihnen Frauen sind? Elisabeth Fink analysiert die Möglichkeiten und Grenzen der Mobilisierungsstrategie Transnational Social Movement Unionism im Kontext der Bekleidungsindustrie Bangladeschs erstmals unter Berücksichtigung der Beschäftigtenstruktur dieses Sektors. Mithilfe postkolonial-feministischer Theorien weist sie sowohl auf Fallstricke im Rahmen des gegenwärtigen transnationalen Aktivismus hin als auch auf das Potenzial geschlechtertheoretisch sensibler Studien für die Mobilisierung und die Kooperation. Elisabeth Fink ist Doktorandin am Institut für Politikwissenschaft an der Universität Frankfurt am Main. Klaus Dörre, Nicole Mayer-Ahuja, Dieter Sauer, Volker Wittke (eds.) Capitalism and Labour Towards Critical Perspectives Labour Studies, Band 16 In englischer Sprache Ca. 500 Seiten, kartoniert, 14 x 21,3 cm D 39,95 €, A 41,10 €, CH 48,70 Fr.* Warengruppe: 724 ISBN 978-3-593-50897-9 Auch als E-Book erhältlich Erscheinungstermin: 8. März 2018 Philipp Lorig Handwerk als prekäres Unternehmertum Soloselbstständige zwischen Autonomie und radikaler Marktabhängigkeit Labour Studies, Band 17 Ca. 320 Seiten, kartoniert, 14 x 21,3 cm D 39,95 €, A 41,10 €, CH 48,70 Fr.* Warengruppe: 724 ISBN 978-3-593-50889-4 Auch als E-Book erhältlich Erscheinungstermin: 8. März 2018 Elisabeth Fink Transnationaler Aktivismus und Frauenarbeit Social Movement Unionism in Bangladesch Labour Studies, Band 18 Ca. 350 Seiten, kartoniert, 14 x 21,3 cm D 39,95 €, A 41,10 €, CH 48,70 Fr.* Warengruppe: 724 ISBN 978-3-593-50893-1 Auch als E-Book erhältlich Erscheinungstermin: 12. April 2018

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