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E_1928_Zeitung_Nr.063

E_1928_Zeitung_Nr.063

len, statt hastiger,

len, statt hastiger, herablassender Geschäftlichkeit. Wir wagen den Vorschlag: Warum nicht « Quest of Switzerland», «Gast der Schweiz» ? Der fremde Automobilist kommt bei seiner Fahrt durch die Schweiz mit dem Lande in engste Berührung. Der Zettel auf der Windschutzscheibe seines Wagens erinnert jeden Schweizer seiner Pflicht und Ehre als Gastgeber. (Selbstverständlich ist der Zettel keine Prämie für sinnlose Raserei!) Das Ergebnis Ist, dass der Fremde sich innerhalb unserer Grenzpfähle wohl fühlt, von den kleinen Aufmerksamkeiten entzückt ist — und der Nutzen, nun, wenn durchaus vom Nutzen gesprochen werden muss, der fällt nur auf uns selbst, auf unsern ganzen Fremdenverkehr zurück. Vielleicht, dass sich die massgebenden Verbände unseres Vorschlages annehmen. V. Von der Grimselstrasse. Letzten Dienstag, den 24. Juli war die Grimsel-Route für den Wagenverkehr unterbrochen. Infolge schwerer Gewitter hat oberhalb Innertkirchen eine Bergrunse die Strasse derart mit Geschiebe überschüttet, dass es Fahrzeugen unmöglich war, darüber hinwegzukommen. Von Seiten des dort stationierten Wegmeister-Personals wurde das Möglichste sofort getan, um die verschüttete Strassenstrecke freizulegen, was aber trotz grösster Anstrengungen lange, harte Arbeit brauchte, die Strasse war erst anderntags wieder für den durchgehenden Verkehr frei. Auf Bergstrassen werden Naturereignisse immer wieder kürzere oder längere Unterbrechungen des Verkehrs zur Folge haben, dagegen ist nicht aufzukommen; bedauerlich ist es aber, dass in derartigen Fällen keinerlei Massnahmen getroffen werden, um die Automobilisten vom Eintreten" solcher Katastrophen sofort in der richtigen Weise zu benachrichtigen. Im Verkehr über die Grimsel ist gegenwärtig Hochbetrieb, es gibt Tage, wo diese wichtige Pass-Strasse von Hunderten von Fahrzeugen in beiden Richtungen benützt wird. Nach Eintreten der Sperre wäre es den Kontroll-Organen der betreffenden Gegend ein Leichtes gewesen, die Fahrer an der Aare-Brücke in Interlaken-Ost, an der Abzweigung der Brünigstrasse, sowie an der Grimselstrasse bei Gletsch durch auffallende Anschrift zu verständigen. Dies ist leider unterlassen worden; Dutzende von Fahrzeugen, die am letzten Dienstag die Grimselstrasse passieren wollten, konnten sich erst vor der Einbruchstelle bei Innertkirchen von der Unpassierbarkeit der Strecke überzeugen. Zunächst hiess es, die Strasse sei in einigen Stunden freigelegt, einzelne Fahrzeuge entschlossen sich zu stundenlangem Warten, da die Sperre jedoch sich gleichentags nicht mehr beheben Hess, entstanden nicht nur peinliche Zeitverluste, sondern viele Fahrer waren genötigt, Dutzende von Kilometern zurückzufahren oder ober- und unterhalb der Einbruchstelle sich nach Quartier umzusehen, um die Freilegung der Strasse am nächsten Tage abzuwarten. Für jedes Passieren der Grimsel-Strasse verlangt der Kanton Bern eine Kontrollgebühr für Personenautos von Fr. 5.—, für Motorräder Fr. 3.—. Diese Gebühr bringt dem Kanton alljährlich eine in viele Tausende gehende Summe ein. Mit telephonischer Benachrichtigung der betreffenden Amtsorgane an den vorgenannten Abzwei-, gungsstellen hätte der Staat mit einem Minimum von Kosten die zahlreichen Fahrer von dem Tatbestand unterrichten können, dadurch wäre vielen Fahrern am letzten Dienstag grosser Aerger, Zeit- und Geldverlust erspart geblieben. Wir meinen, es sei mit dem Inkasso der fünffränkigen Kontrollgebühr allein' nicht getan, sondern es erwachsen nach unserer Auffassung auch den Behörden bestimmte Rücksichten und Pflichten in der angedeuteten Richtung. Es wäre erfreulich, wenn die kantonalen Baudirektionen den Kontrollorganen unserer Alpenstrassen bestimmte Weisungen erteilen würden, damit, wenn sich Vorfälle wie der hier gemeldete wiederholen, auch sofort unverzügliche Massnahmen ergriffen werden, um den Automobilisten vor langen, nutzlosen Fahrten und Aufenthalten zu schützen. Ä alles gut. Jede Stunde sah ihn fester im Schosse der Familie Bytheway gebettet. Mrs. Bytheway versuchte gar nicht, ihre Ansicht, er sei ihr vom Himmel gesandt, zu verbergen. Mr. Bytheway hatte ihm seinen Zigarrenkasten und den Whisky zur freien Verfügung gestellt und Harald hatte den ganzen Nachmittag Poker mit ihm gespielt. Diesem letzten Umstand war nicht veaig von Mr. Cherrys guter Laune zu verdanken. Harald, der schon einige Male Poker gespielt hatte, war von seiner Kenntnis aller f enen Nuancen dieses Spieles durchdrungen srid Mr. Cherry, dessen jährliches Einkommen zu einem Drittel aus solchen Quellen floss, hatte sich sehr bemüht, den Jüngling in seinem Fahrer 1. Charles Nigg Beifahrer: A Marti 2. Joseph Kessler Beifahrer : Charles Forster 3. Hans Stuber Beifahrer: Charles Becker Engagero 1. Eduard Caspar Beifahrer : Louis Monard 2. Jean Büttikofer Beifahrer : Paul De Blasio 3. Jules Garcon Beifahrer: Louis Rees 1. Hermann Wegmann, Zürich Beifahrer noch nicht bestimmt. 2. Oskar Hauser. Basel Passagier: Frau K. Hauser 3. Mic Ryffel, Zürich Beifa-hrer : Henri A. Krämer 4. 0. F. A. Bally, Zürich Beifahrer : G. R. Schmidt 5. C R. Petley, Lausanne Beifahrer : E. C Petley 6. Guido Sabatini, Lugano Itala (Klasse E) 1993 ccm Die österreichischen Nennungen. Wie der Oesterreichische Automobil-Club bekannt gibt, sind bei ihm bis zum zweiten Nennungsschluss total 11 Nennungen eingegangen. Es handelt sich bei diesen 11 Anmeldungen um folgende Fahrer, von welchen Zsolnay und Hessel durch ihre Teilnahme am Klausen-Rennen Schweiz bekannt sind : Fahrer Wagen 1. von Bitzy, Wien Austro-Daimler A.D.R. 2. A. B. (Pseudonym) Citroen 3. Dr. Lettich, Graz Fisrt 503 4. Hoyos, Soos Saurer 2 B. H. 5. Koch, Wien Standard Six 6. Hessel, Wien Lancia*Lambda 7. Dr. Imhof, Böckstein Austro-Daimler A.D.M. 8. Schuh, Wien La Salle 9. Dr. Schmidt, Schloss Altenberg Talbot D.D. 10. von Zsolnay, Baden bei Wien Graf & Stift 11. Ada: Witzmann, Wien Grafri Sport S. A. Es scheint, dass durch die Uebertragung der Oberleitung der Fahrt an Herrn Castagnetto, vom Automobil-Club von Italien, die Organisationsarbeiten nun tüchtig vorwärts schreiten. Die Organisation wird nun in allen vier Ländern nach einheitlichen Richtlinien vorbereitet und durchgeführt. Ueber die getroffenen Anordnungen liegen folgende Angaben vor: Die Abnahme der gemeldeten Fahrzeuge erfolgt am 10. und 11. August 1928 in Mailand, und zwar: am 10. August, ab 8 Uhr morgens, die Markenteams, Gruppe I; am 10. August, ab 15 Uhr, die Einzelfährer, Gruppe II, Klassen ABC; am 11. August, ab 8 Uhr morgens, die Einzelfahrer, Gruppe II, Klassen D und E; am 11. August, ab 15 Uhr, die Einzelfahrer, Gruppe II, Klassen F und Q; Die Abnahme der Fahrzeuge umfasst folgende Arbeiten: Abwägen, Identifizierung der Fahrzeuge/ gemäss Zertifikat der Sportkommission des betref-; fenden Landes, Ueberprüfung der Lizenzen etc. Für verspätetes Eintreffen bei der Abnahme, wird ein Strafgeld von Fr. 100.— erhoben, das bei Nichtbezahlung Streichung der Nennung nach sich zieht. Bei der Abnahme sind auch alle Marchgebühren, Bergstrassentaxen etc. der Strasse von den Konkurrenten zu entrichten. Das Ziel befindet sich in Rammersdorf, eingangs von München. Die dort eintreffenden Fahrzeuge werden alsdann bei der Ausstellungshalle, in der Nähe der Theresienwiese, parkiert. Die Preisverteilung wird am 16. August im Clubhaus des Bayrischen Automobil-Club, im Preysing-Palais in München erfolgen. Besondere Aufmerksamkeit musste der Streckenbezeichunng geschenkt werden. Von der speziellen Bezeichnung gefährlicher Stellen wurde der eventuellen Konse- ; quenzen wegen (Verantwortung!) und im Hinblick' darauf, dass in den viel in Betracht kommenden Ländern die Strassensignalisierung zu einem grossen Teil durchgeführt ist, abgesehen. Im übrigen wird die Streckenbezeichnung mit Vierecktafeln, die auf blauem Grund einen gelben Pfeil mit der Fahrtrichtung tragen, vorgenommen. Das Zeichen ist derart ausgeführt, dass es mit ähnlichen anderen Signalisierungszeichen nicht verwechselt werden kann. Jeder Konkurrent erhält ein Bordbuch mit genauem Itineraire und Angaben des Fahrtprogrammes, sowie eine Tagesetappenkarte Die Unsere beiden Ferienbeilagen Seite 13 : « Touristik », Seite 14: « Sind Sie einverstanden ? » Glauben zu bestärken. Das Resultat war, dass Mr. Cherrys Tasche gegenwärtig nicht nur Haralds sämtliches Bargeld beherbergte, sondern auch einen ganz nettenScheck, sowie Schuldzettel auf einen Betrag, den Harald nie hoffen konnte zu bezahlen. Mr. Cherry war sehr zufrieden, denn solche kleine Erfolge bereiten einem oft mehr Freude als grosse Unternehmungen. Mr. Cherry, mit Haralds Geld in der Tasche klimpernd, hatte das Ende der Terrasse erreicht und blieb stehen, um die Landschaft mit wohlwollenden Blicken zu betrachten. Er strahlte noch immer Wohlwollen aus, ais eine Stimme an sein Ohr drang. (Fortsetzung folgt.) ÄUTOMOBTL-REVUC 192S — NO 63 Ixxtex* ionale -A^ljpoxxl fl.2. — ±7 August 19«*d) Die offizielle Nennungsliste der Schweiz (A. C. S.) Die letzten Meldungen. BEACHTEN SIE : I. TEAMS: Wagen Hupmobile-Team (Klasse C) durch Charles Nigg, Genf. Martini-Team (Klasse C) Zylinderinhalt 3000 com 1500 ccm 1500 ccm 5000 ccm 3000 ccm 3000 ccm 3000 ccm 5000 ccm 1500 ccm 8000 ccm 1100 ccm Bezeichnung der Fahrzeuge erfolgt durch eine weisse Nummer auf schwarzem Grund und durch ein Fanion mit der Startnummer, sowie den vier Clubwappen des A C von Deutschland, A. C von Italien, A. C. von Oesterreich und des A. C. S. Ausserdem erhält jeder Wagen hinten eine rote Tafel, mit der Aufschrift« Coupe Internationale des Alpes 1928». Der Start wurde für jeden der fünf Tage auf 5 Uhr morgens angesetzt, wobei jeweils zuerst die Fahrer der Gruppe I (Markenteams) starten und anschliessend die Fahrer der Gruppe II (Einzelfahrer), mit je 1 Minute Pause. Bei den Einzelfahrern starten am ersten Tage die stärkeren Wagen" zuerst, an den nachfolgenden Tagen ist die Reihenfolge der Ankunft massgebend. Für alle Fahrer wird eine Versicherung durch die Fahrtleitung abgeschlossen; ist letztere für die Stellung rt Zylinderinhalt Anonyme des Automobiles Martini, St. Blaise. IMDIVIDUELS: Hispano-Suizsr (Klasse B) Chrysler (Klasse C) Peugeot (Klasse D) Talbot (Klasse E) Lagonda (Klasse E) 4400 ccm 4400 ccm 4400 ccm 4380 ccm 4380 com 4380 ccm 6599 ccm 4730 ccm 2499 ccm 1999 ccm 1954 ccm auch in der ausserdem eines Einheits-Betriebsstoffes (Benzin und Oel) besorgt, wobei e.-. tllerdings jedem Konkurrenten frei steht, andere Betriebsstoffe zu gebrauchen. Die Leitung. Jeder der beteiligten vier Clubs ernennt einen Sportkommissär und einen Stellvertreter desselben, die Führung der Veranstaltung hat die Fahrtleitung inne. Das Fahrtleitungsbureau wird an jedem Etappenort speziell bezeichnet. Dio Chronomctrage erfolgt an jedem Etappenort durch die offizielbn Zeitnehmer der Clabs. Nach Ankunft werden alle teilnehmenden Wagen in einem bewachten Parkplatz aufgestellt, dem ein Parkchef vorsteht. Der Sanitätsdienst ist ebenfalls organisiert. Auf jeder Tagesetappenkarte dei Fahrer sind die eingerichteten Sanitätsposten und Spitäler bezeichnet, des weiteren wird 3. Etappe. Von Meran fährt die Kolonne das Vintschgau abwärts, dem Tale der Etsch folgend nach Bozen; die 30 km Wegs führen auf mit' telmässiger Strasse durch zahlreiche Tiroler Dörfer, durch gesegnetes Weinland in die schöne Hauptstadt Süd-Tirols. Von dort geht's auf prächtiger Strasse hinauf zum Mendel-Pass, die Steigung ist bequem, die Kurven liegen vorzüglich. Tief unten leuch tet der Kalterer-See herauf, von dem der berühmte Wein jener Gegend seinen Namen ableitet. Die schattige Waldeshöhe mit ihren herrlichen Hotels bietet einen grossartigen Rundblick hinüber zu den Dolomiten, ins Rosengarten-Gebiet und in die Felskämme der Marmolada. Die Strasse wird schmäler; sie steigt in zahlreichen Windun gen hinab ins Val de Pescara: von Westen herüber grüssen die Silbergipel der Adamello-Gruppe. Bei Male biegt die Kolonne von der Tonale-Passstrasse links ab ins Valle delle Selva. Die Fahrer kommen in das Felsengebiet der Brenta-Gruppe zum 1515 m hoch gelegenen schönen Kurort Madonna di Campiglio, am Fusse des Col d'Osa. In scharfem Gefälle schlingt sich die Strasse hinunter durchs Rendena-Tal nach Tione; die Landschaft nimmt südlicheren Charakter an; die Kolonne umfährt bereits die dem Gardasee vorgelagerten mächtigen Gebirgszüge. Bei Storo eine Linksschwenkung hinin ins Ampola-Tal, noch eine massige Steiung und dann hinunter zum Lago dfLedro. Bald taucht die Ostspitze des Gardasees auf, 1 die Fahrer erreichen das vielgerühmte RivaJ Aber auch hier gibt's kein langes Verweilen,; trotz Zypressen und Pinien-Hainen geht's weiter an schattenspendenden tropischen Ho-| telgärten und Villen vorbei über Arco durchs; Sarcatal um die Felsengruppe des Bondere; herum, hinunter ins Trentin. Selbst die schäumenden Fluten der Adda bringen Mitte August wenig Kühlung; man! ist froh, aus den Rebbergen von Süd-Etsch 1 herauszukommen, doch auch das Val Sugana wetteifert an südlicher Sonnenglut mit dem Tal der Etsch. Borgo-Primolano, die ganze Strecke glüht im Sonnenbrand der heissen, tiefgelegenen Talstrasse, die glücklicherweise gut im Stand und nicht allzu staubig ist. Bald ist Feltre erreicht und damit das im Weltkrieg heiss umstrittene Flussgebiet des Piave; die Strasse ist dort vielfach tief ins Tal eingeschnitten, herrliche Wälder wechseln mit prächtigen Felspartien. Endlich ist Belluno, das Ziel der 3. Etappe, nach 386 km, heisser Fahrt, erreicht. 4. Etappe. Dieser Tag ist wohl der hitzigste der grossen Alpenreise; am frühen Morgen geht's durch die schluchtartige Strasse ins Agordotal hinein, dessen prächtiger Hauptort mit seinem herrlichen Manzoni-Palast bald erreicht ist. Die Kolonne macht eine Links- Schwenkung, Richtung Cereda-Pass, das Strässchen ist schmal, die Kurven eng, aber gut erhalten, eines der abgelegensten Gebiete der Dolomiten, ein wunderbarer Höhenweg voll herrlichster Gebirgsromantik. Vom 1378 m hohen Cereda-Pass geht's in engen, scharfen Kurven rasch hinunter nach Fierai di Primiero. Die Strasse wird breiter, wir, sind auf der Hauptstrecke über den Rolle- Pass. Die zerschossenen Ruinen des ehemaligen San Martino di 'Caströlzza. tauchen auf, der jetzige Kurort ist einen Kilometer; weiter oben im Tal, mit prächtigen Hotels neu, aufgebaut. Die herrliche Strasse windet sich durch den breiten Waldhang höher; an den Felsen des Monte Pala-Gipfels entlang führt der Weg zur einsamen Passhöhe, die im Weltkrieg jahrelang mit wechselndem Glück bald von der einen, bald von der andern Macht gehalten wurde. Von der 1984 m hohen Passhöhe klettert die Strasse hinunter nach Predazzo, über Moena geht's dem Fassatal zu, linkerhand grüsst der gewaltige Dolomitenstock des Latemar, im Vordergrund der Strasse taucht die mächtige Sella- Gruppe auf, das ganze Gebirgsmassiv der Marmolada ist umfahren und nun beginnt der Anstieg zur Passhöhe des Pordoi. Die Strasse windet sich in prächtigen Schleifen mit vorzüglich ausgebauten Kurven die Höhe hinan, bei 2242 m ist das Strassen- Die Strecke (Siehe auch Automobil-Revue No. 62) denkmal auf dem Joch erreicht. Prächtige Ausblicke auf die interessantesten Felstürme im Schlusswagen ein Arzt mitgeführt. Für dioder Dolomiten liegen um uns, die Sellagruppo Fahrt werden keine Eröffnungswagen, sondern nur zwei Schlusswagen beigegeben. tritt in greifbare Nähe, der breite Gletscher Für die der Marmolada tritt in Erscheinung, Col di Zollpassagen Lana, Tofane und Monte Cristallo werden werden den Konkurrenten kurzfristige Triptyk sichtbar, vor uns jenseits der Strasse der zur Verfügung gestellt. Die Organisatoren haben auch Anordnungen für kleine, stille, österreichische Soldatenfriedhof als stummer Zeuge schwersten Weltgeschehens. Die Strasse führt in prächtigem die Verfilmung der Fahrt getroffen. Für den Verkehr zwischen Fahrtleitung und Presse wird als Funktionär der Fahrtleitung Abstieg hinunter nach Arabba ins ehemalige Buchensteintal, jetzt Livina Longo. Vom alten Dörflein gleichen Namens ist — abge- ein Pressechef bezeichnet, der den Pressevertretern täglich die offiziellen Mitteilungen der Fahrtleitung übermittelt sehen von der spitzgiebeligen Kirche — kaum An jedem Tagesetappenort steht ein Presselokal mit eine Hütte übrig geblieben, alles ist neu aufgebaut. Um die alte Ruine Buchenstein her- Telephonanschlusb den die Fahrt begleitenden Journalisten zur Verfügung. um ist ein malerischer Soldatenfriedhof an die Felsen gebettet. Bei Andraz, etwas unterhalb der Strasse, wieder einer jener grossen Soldatenfriedhöfe. Die Passhöhe des Falzarego fängt hier an, Kurve reiht sich an Kurve, es ist die schönste und modernste Do- Iomitenstrasse, die über den Falzaregopass führt, eine Kunststrasse erster Güte, von den Oesterreichern wenige Jahre vor Kriegsausbruch erbaut. Der Col di Lana mit der Fünffingerspitze tritt ins Blickfeld, beim Strassendenkmal in 2117 m ist die Passhöhe erreicht. Hier oben fanden Zehntausende tapfere Streiter ein ruhmvolles Ende; die Fahrt geht über eine der blutigsten Stellen des Weltkrieges. Der Abstieg nach Cortina im Ampezzotal vollzieht sich spielend auf dieser prächtigen Strasse, hier meist in Felsen und Tunnel gehauen. Die Ausblicke auf Tofano, Hexenfels und den Monte Cristallo bilden ein grandioses Amphitheater der Kletterfelsen der Dolomiten. Bald taucht Cortina aus dem breiten Talboden, schade, dass dort keine

po 63 -1928 längere Rast möglich ist, der Kurort ist bekanntlich das schönste Abstiegquartier für Dolomitenfahrten. Allein die Kolonne hat noch eine grosse Wegestrecke vor sich. Ueber Carbonin, dem ehemaligen Schluderbach, an ein paar grossen Militär-Friedhöfen vorbei zieht sich die Talstrasse aus dem Ampezzotal heraus nach Dobbiaco, dem alten Toblach, dort geht's durch das breite Pustertal fast ebenen Wegs ins Oesterreichische nach Lienz. Das hübsche im oberen Drautal am Zusammenfluss von Isel und Drau gelegene Städtchen ist eine bekannte Sommerfrische und in der Nähe befinden sich bedeutende Heilbäder. Dyautalabwärts führt dann die Strasse bis nach Oberdrauberg, hier biegt sie nach Süden ab, um über die Gailtaler-Alpen, den Gailberg-Sattel (970 m) das gleichnamige Tal bei Kötschach mit dem alten Serviten-Kloster zu erreichen. Rechts von den Karnischen Alpen begleitet, links der Reiskofi, so fährt man talabwärts nach Hermagor, bekannt durch die Schwefelquellen auf der Watschigger Alp. Immer der Talstrasse folgend, die bald am linken, bald am rechten Talhang sich hinzieht, gelangt man bis dorthin, wo die Gail die Ausläufer der Villacher Alpe quer durchschneidet und die Strasse ihr folgend hinein nach Villach führt, dem 4. Etappenort, dem Mittelpunkt des Kärntner Alpseegebietes. Wohl die anstrengendste Tagestour der ganzen Alpenfahrt hat hier ihren Abschluss gefunden, mehrere hohe Pässe, eigentlich die hauptsächlichsten des ganzen Dolomitengebietes, mussten befahren werden. Die letzte Etappe führt dann quer durch Oesterreich, ohne aber mehr schwierige Alpenstrassen anzutreffen. (Schluss folgt.) Die internationale Schönheitskonkurrenz für Automobile in Luzern Ermutigt durch die Erfolge und Beliebtheit, deren sich Autoschönheitskonkurrenzen im Auslande, namentlich an grossen und mondänen Kurorten erfreuen, hat sich die Sektion Luzern des A. G. S. entschlossen, die erste deutschschweizerische Schönheitskonkurrenz durchzuführen. Veranstaltungen dieser Art fanden in Genf schon verschiedentlich statt und erzielten jeweilen durchschlagenden Erfolg. Das Reglement der auf den 11. August 1928 anberaumten internationalen Schönheitskonkurrenz ist soeben erschienen. Die Einteilung der Fahrzeuge erfolgt in fünf Gruppen, nämlich: Sportwagen. offene Tourenwagen, schliessbare Wagen, Wagen mit weicher Bespannung und geschlossene Wagen und auch diese wiederum in je zwei Klassen für zwei. resp. vier und mehr Sitze. Die Veranstaltung besteht aus der am Vormittag desselben Tages stattfindenden Vorbeurteilung der Fahrzeuge durch die Jury und der Vorführung der besetzten Fahrzeuge am Nachmittag vor Jury und Publikum. In allen Gruppen sind Damen sowohl als Lenker als auch als Passagiere zugelassen, man weiss ja, dass bei Auto - Schönheitskonkurrenzen die Damenmode ihren grossen Tag hat. Die Wertung durch die Jury erfolgt nach folgenden Gesichtspunkten: 1. Ausserer Eindruck des Wagens in Bezug auf Schönheit, Linienführung und Farbenharmonie; 2. Zweckmässigkeit (Zweck in Bezug auf den Charakter des Wagens); 3. Bequemlichkeit; 4. Innenausstattung; 5. Kleidung der Insassen in Bezug auf die Anpassung zum Charakter des Wagens und schliesslich 6. Harmonie und Eleganz det> Gesamteindruckes. Die Nennungen sind zu richten an dit Sektion Luzern des A. C. S., Zürichstrasse 3, Luzern Erster Nennungsschluss. Montag, 6. August 1928 abends 6 Uhr Nachnennungsschluss gegen doppeltes Nenngeld bis Donnerstag, den 9. August 1928 mittags 12 Uhr. Das einfache Nenngeld beträgt Fr. 30 Als Preise sind vorgesehen: Goldene Plakette für den bestbeurteilten Wagen sämtlicher Gruppen. Für jede Gruppe und Klasse gilt als erster Preis: Eine silbervergoldete Plakette, als zweiter Preis eine sil berne Plakette und als dritter Preis eine bronzo- Plakette. Es gelangen drei Speziaipreise zur V teilung: 1. für den bestbeurteilten Wagen mit ai, ländischer Polizeinummer; 2. für den bestbeurteilten Wagen mit schweizerischer Polizeinummer (exclusive Wagen der Mitglieder der Sektion Luzern des A. C. S.); 3. für den bestbeurteilten Wagen eines Mitgliedes der Sektion Luzern des A. C. S. Die Preisverteilung mit Ball findet Samstag, den 11. August 1928 statt. Eine Autoschönheitskonkurrenz im Fremdenzentrum Luzern — das spricht für einen vollen Erfolg! v. Die Rennen vom Sonntag. Wie üblich, sind es unsere beiden Nachbarn im Süden und Westen, welche das sonntägliche Programm bestritten haben. In Italien gelangte das Trento Bondone-Rennen zum Austrag. Schwache Beteiligung, kein einziger der bekannten Asse im Feld, aber dennoch guter Sport, fielen doch sämtliche Rekorde Das heisst, um genau zu sein, in der Rennwagenklasse gelang es dem Sieger Pastore auf Maserati, den von De Sterlich im letzten Jahre aufgestellten Rekord auszugleichen, während in der Sportwagenklasse Gianferrari auf Alfa Romeo seine letztjährige Zeit um gut 1 Minute 40 % Sekunden verbesserte. Hervorzuheben ist, dass Pastore sein Resultat mit einem Maserati 1500 ccm erzielte, während De Sterlich seinerzeit auf einem Wagen mit höherem Zylinderinhalt startete. Resultate: Rennwagen 1500 ccm: 1. Pastore (Maserati), erledigte die 18 km in 22' 32^"; 2 Liter; 1. Serboli (Chiribiri), in 25' £%"; Sportwagen 1100 ccm: 1. Vanfretti (Marino), in 26' 2Q%" ; 1500 ccm: 1. Gianferrari (Alfa-Romeo), in 23' 20%" ; 3 Liter: 1. Mayer (Ansaldo), in 27' 35%". In Frankreich fand, organisiert durch den A. G. von Auvergne. das Bergrennen von La Baraaue statt. Das Rennen führte über 6.5 km und zeigte einen prächtigen Kam^f. Der Sieg sämtlicher Kategorien fiel Morel auf Amilcar zu. welcher mit 4 AUTOMOBIL-REVUE Min. 12% Sek. die beste Tageszeit erzielte. Resultate : Sportwagen 750 ccm : 1. Perol. 10' 58". 1100 ccm : 1. Foissotte (Amilcar), 5i' 44%". 1500 ccm: 1. Schleucher, 6' 21%". 3 Liter : 1. Hubert, 6' 53". Rennwagen 1100 ccm: 1. Dugat (Derby), 4' 41%". 1500 ccm: 1. Morel (Amilcar), 4' 12%" (Beste Zeit), Stundenmittel: 92,710 km; 2. Costes, 5' 27%". 2 Liter: 1. Rhodes (Bugatti), 4' 55%". V. Der Grosse Preis von San Sebastian. Letzten Mittwoch fand als Auftakt zum Meeting von San Sebastian der Austrag des Kriteriums der Asse (über 692 km) statt, zu dem, wie wir früher erwähnten, zwölf der besten Automobilfahrer des Kontinentes geladen worden waren. Das Rennen brachte insofern eine Enttäuschung, als Garacciola, welcher auf Mercedes hätte starten sollen, mangels genügender Zeit zum Training Forfait erklären musste. Die Fortsetzung des spannenden Duells Mercedes-Bugatti ist also ausgeblieben. Bourlier musste unmittelbar vor dem Start infolge Maschinendefektes aufgeben. Anfänglich lag Divo auf Bugatti in Front. Bei der zweiten Runde donnerten Lehoux (Bugatti) und Benoist (Bugatti) gleichzeitig an den Tribünen vorbei. In der fünften Runde stellte Chiron (Bugatti) mit 138 km einen neuen Rundenrekord auf. Obwohl der letztjährige Klausensieger in der elften Runde zu einem kurzen Halt gezwungen war, gelang es ihm, die Führung des Feldes an sich zu reissen, und in Rekordzeit übers Zielband zu jagen. Chiron hat sämtliche Rekorde des Circuit geschlagen. Sein Stundenmitte] beträgt 129.8 km (alter Rekord von Benoist auf Delage 129,590 km). Resultate: 1. Chiron, 5 h. 20' 30" (Bugatti 2 Liter); 2. Benoist, 5 h. 22' 56" (Bugatti 2 Liter); 3 Lehoux, 5 h. 33' 35" (Bugatti 2 Liter); 4. Zehender (Bugatti 2 Liter); 5. Biancas (Bugatti 2 Liter 300); 6. Torres (Bugatti (2 Liter). v. Schwerer Unfall des Rennfahrers Marchand. Der französische Rennfahrer Marchand ist anlässlich eines Weltrekordversuoh.es auf dem Autodrom von Montlhery bei einem Tempo von 203 km aus der Bahn geschleudert und schwer verletzt worden. — Folgen des Rekordfiebers. V. Alpenrennen oder Alpenfahrt? Unter einem in Anführungszeichnen gesetzten Titel Auslandpropaganda nimmt das «Berliner Tageblatt» vom 23. Juli 1928 ebenfalls Stellung zur Reichs- und Alpenfahrt, indem es unter Bezugnahme auf unsern Artikel in Nummer 61 mit der darin enthaltenen Auffassung vollständig einig geht. Nachdem das Blatt unsern Artikel zum grössten Teil abdruckt, kommt es ebenfalls zum Schlüsse, dass die A.D.A.C.-Fahrt der deutschen Sache im Ausland grossen Schaden zugefügt habe und dass die leitenden Kreise der Veranstaltung nicht daran gedacht hätten, wie schwer sie „durch unbedachte Ausdrücke «ein Volk beleidigte, SB das auf der ganzen Kulturwelt in höchster Achtung steht und das viele Tausende unserer Kinder und Kranken in Zeiten der Not zu sich nahm». Wie wir, gibt das «Berliner Tageblatt» seiner Meinung dahin Ausdruck, dass Alpenstrassen nicht das geeignete Trac6 wären, um ausgesprochene Rennen durchzuführen, -t. Die Solitude-Rennstrecke bleibt offen. Das Schicksal der bekannten Solitude-Rennstrecke bei Stuttgart war während der vergangenen Monate recht ungewiss Die Veranstalter der früheren bedeutenden Rennen auf dieser Strecke, die Solitude-Rennen G.m.b.H., geriet in finanzielle Schwierigkeiten und da es bis vor kurzem an einem Geldgeber mangelte, schien es als ob die Strecke geschlossen werden musste. Nunmehr hat sich die Stadtverwaltung von Stuttgart ins Mittel gelegt und auch der A. D. A. C half der Gesellschaft über die Schwierigkeiten hinweg sodass sie zur Zeit wieder schuldenfrei dasteht, und es sogar möglich wurde, die Strecke wieder neu herzurichten. Es soll deshalb noch in diesem Jahre eine grosse motorrad-sportliche Veranstaltung dort abgehalten werden und hat die oberste sportliche Instanz bereits den vorgesehenen Termin vom 2. September genehmigt. Ob im Verlaufe, dieser Saison auch noch ein grösseres Automobil-Rennen stattfindet, ist zur Zeit noch nicht bekannt. Z. Kle'ne Meldungen Autobus und Lastwagen in Amerika. Die Vereinigten Staaten bauten im Jahre 1927 im ganzen 487,653 Lastwagen, unter welchen 16 Prozent eine Nutzlast von weniger als 1000 Kilogramm, 65,7 Prozent eine solche von 1000 bis 1500 kg, und 5,9 Prozent eine Nutzlast von 1500 bis 2000 kg aufweisen. Am 1. Januar 1928 befanden sich total 2,896,886 Lastwagen im Verkehr. Sie verteilten sich auf folgende Arten von Besitzern: 82 Prozent Private, 11 Prozent Unternehmer und 7 Prozent Mieter. Der Bestand von Autobussen belief sich auf 85,636 Stück. Mit ihnen wurden total 266,079,948 Reisende transportiert. Die Reisendenziffer nahm seit dem Vorjahre um 66,439,384, d. h. rund 25 Prozent zu. lt. Das Postauto Baden—Turgi, durch das Siggental, zirkuliert schon einen Monat. Die auf das neue Verkehrsmittel gesetzten Hoffnungen haben sich erfüllt. Die Spedition der Postsachen geht auf diese Weise besser und rascher vor sich. Die Frequenz durch das Publikum war von Anfang an gut und an einer Zunahme der Frequenz ist nicht zu zweifeln, ey. Die Kantonssirasse durch das schwyzerische Dörfchen Lauerz ist in letzter Zeit wesentlich verschönert und verbreitert worden und für guten Wasserablauf wurden Strassenschalen erstellt. In diesem Jahr wird auch erstmalig eine gründliche Staubbekämpfung durchgeführt, die allgemein als Wohltat empfunden wird. ' —• ey. Der Weif grössfe Rennfahrer sichern ihre Gewinn-Chancen und ihre persönliche Sicherheit durch ausschliess ! ichen Gebrauch von Firestone fium Dippefl Pneus Mehr und mehr Wagen-Besitzer verlangen diese bessergebautenReifen. Lassen Sie sich eine Garnitur Firestone Pneus montieren. A.C.S. SEKTION THURGAU. — Schwarzwaldfahrt. Wie wir bereits in Nr. 61 gemeldet haben, wird die Schwarzwaldfahrt zwei Tage dauern: Sonntag, den 29. Juli und Montag, den 30. Juli 1928. Das Programm sieht keine Kolonnenfahrt vor, verlangt aber, dass die Mahlzeiten unbedingt gemeinsam eingenommen werden. Die Fahrt-Teilnehmer 'haben reichlich Gelegenheit, ihre Zeit nach freiem Willen zu verwenden. Die Leistungen sind verhältnismässig gering bemessen, sodass sich ein versierter Fahrer immer noch grössere Varianten erlauben darf. Zweck der ganzen Fahrt ist ein zwangloses Beisammensein unserer Mitglieder mit ihren Familien zum Genüsse der herrlichen Schwarzrwaldgegend. Organisatorisch besorgt der Vorstand und die Sportkommission alles bis ins Detail, damit sich die Schwarzwaldfahrer möglichst sorgenlos den Reizen der hübschen Landschaft hingeben können. Die offizielle Route beginnt in Singen; Grenzantritt beim Zollamt Kreuzliiugertor oder Steine Oehningen. Triptytks für die Ausreise nach Deutschland können beim Sekretariat bestellt werden, ebenso grosse Schwarzwaldkarten. Die Strassenverhältnisse im Schwarzwald sind durchwegs als-gute zu bezeichnen. Auch kleinere Wagen können die Tour, ohne besondere Strapazen mitmachen. lt. A. C. S. SEKTION THURGAU. Unser langjähriges Vorstandsmitglied und Präsident unserer Sportkommission, Herr Stxasseninspeiktor Leo Wild, ist von der Generalversammlung der «Vereinigung Schweiz. Strassenfachmänner» in Chur zum Ehrenmitglied dieser Gesellschaft ernannt worden. Das Schweiz. Fachorgan, dessen Gründer und erster Redaktor der Geehrte war, berichtet, dass Herr Wild auf diese Weise den wohlverdienten Dank der schweizerischen Vereinigung empfangen konnte für all seine uneigennützige Tätigkeit bei der Gründung derselben und als langjähriger unbezahlter Redaktor. Auch wir gratulieren. (-a-.) AUTOSEKTION GLARUS DES T. C. S. Mit einer Beteiligung von 12 Wagen, führte die Sektion Glarus des T. C. S. am Sonntag' und Montag seine zweitägige Fahrt ins Engadin aus. Am lieblichen Vazer- Seelein der Lenzerheide vorbei führte die herrliche Tour in gemütlicher Fahrt über die Albula-Strasse bis zum See zwischen Preda und Passhöhe, wo inmitten der grünen Matten am blaugrünen Wasser Mittagsrast gemacht wurde. Nachmittags ging dia Fahrt weiter nach Ponte hinunter, Samaden—Pontresina hinauf bis zur Bernina-Passhöhe (2330 m. ü. M.) Allen Teilnehmern wird der Blick in die gewaltigen Gletscher vom Rosegg und Morteratsch einen nachhaltigen Eindruck gemacht haben. Im Kurhaus-Grandhotel St. Moritz fanden die Fahrer freundliche Aufnahme und das Hotel-Orchester sorgte für Unterhaltung und Tanzgelegenheit. Der zweite Tag brachte uns nach Maloja, wieder vorbei an den schönen Engadiner Seen, hinauf zum Julierpass (2287 m. ü. M.), durchs Oberhalbstein hinunter durch die Schyn-Thusis-Chur unserer Heimat zu, begeistert von den Schönheiten unseres Nachbarkantons. Korr. AUTO-SEKTION AARGAU DES T.C.S. Wir machen nochmals auf die kommenden Sonntag, den 29. dies stattfindende Sektions-Ausfahrt nach Engelberg aufmerksam. Programm siehe letzte Nummer der «Automobil-Revue». — Bei zweifelhafter Witterung gibt die Telephonzentrale Aarau Sonntag früh. Auskunft über Ausführung oder Nichtausführung. — Wir hoffen auf zahlreiche Beteiligung. — Humor mitbringen! AUTO-SEKTION ZÜRICH DES T.C.S. Ein Picknick auf der Rigi, so hiess es im Cluib-Blättchen. Hei, wie verlockend das klingt. Wer wollte da zurückbleiben? Auf die Rigi, die uns immer so verheißungsvoll mit ihrem Gipfel grüsst, wenn wir Automobilisten gegen den Vierwaldstättersee fahren. Und wirklich, ich hatte mich in der Annahme, dass der Antrag auch von andern mit Jubel begrüsst würde, nicht getäuscht, denn als wir um 9 Uhr den Goldauer Bahnhof betraten, war dieser ganz von Clüblern angefüllt, denen allen die Freude aus den Augen leuchtete. Nicht lange ging's, so waren 2 Züge voll besetzt — um so länger mussten wir zwar auf ihre Abfahrt warten, die mit fast halbstündiger Verspätung stattfand. Da man sich unseren Club nun einmal nicht ohne Musik vorstellen kann, so wurde auch liierfür gesorgt und drei Musikanten mitgenommen, die uns auf dem Weg trefflich unterhielten. Langsam (7 kirn per Stunde), aber stetig ging's dem Gipfel zu. Von links grüsste uns die Scheidegg, während von oben Kulm und First uns zulachtem. Nach einer guten Stunde Fahrt -war der Gipfel erreicht, wo wir uns vor allem einer prächtigen Aussicht zu erfreuen hofften. Von Aussicht aber nirgends eine Spur! Wo waren auch unsere berühmten Schweizeralpen hingekommen, die man von der Rigi aus so wunderschön sehen sollte? Wir sahen umher, konnten aber nichts entdecken. Erfreulich war der Bliok aber auf die 3 Seen hinunter, die mitten in die Berg>welt malerisch eingebettet lagen. Aber all die Reize der Landschaft vermochten unsere Gesellschaft nicht dauernd in ihrem Bann zu halten, und bald strebte alles einem Ruheplatz an der Südhalde zu, wo sich bald angeregte Grup-pen bildeten, die mit Eifer dem Inhalt mitgebrachter Picknickkörbe zusprachen. Der berühmte Riesenball, welcher für die Gymikhana vergeblich so sehnsüchtig erwartet wurde debütierte nun inmitten der anmutigen Berglandschaft und mächte alt und jung viel Spass. Mit Begeisterung widmete sich die J'ungmaanschaft einem speziell für sie veranstalteten Sackgumpen. Diejenigen, die ihr Mittagsschläfchen absolviert hatten und vor der Sonne Schutz suchten, pilgerten entweder in das nahe gelegene Wäldchen oder dann mit Vorliebe ins Kulmhotel, wo ihr durch die Alpenluft angeregter Durst die ersehnte Labung fand. So unterhielt sich alles aufs vortrefflichste, und nur allzu früh führte uns das Bähnchen wieder der Ebene zu, wo abends 6 Uhr die frohe Gemeinde wohlbehalten und guter Dinge 'wieder beim Autopark in Goldau landete. Auf dem Heimweg wurde in Arth noch ein obligater Hook eingeschaltet, worauf die Fahrt durch die abendliche Landschaft heimiwäTtsgin«. - G. B.