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E_1928_Zeitung_Nr.065

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ständige Bürger, die

ständige Bürger, die stets die Gesetze und die Ordnung respektieren nicht wegen Bagatellen vor den Kadi zitiert werden sollen. Andere wieder erleiden durch die bei den Verhandlungen notwendige Anwesenheit eine Störung in ihrem Geschäftsbetrieb, die event. mit einem Einkommensausfall verbunden ist, nur um wegen einer alltäglichen Kleinigkeit verhört und abgeurteilt zu werden. Kläger und Beklagte sind sich deshalb auch darin einig, dass hier Ursache und Aufwand in keinem logischen Verhältnis mehr stehen. Es soll deshalb zukünftig jedem, der sich erstmals gegen eine der mehr technisch-formellen Verkehrsbestimmungen (unter welche auch geringes Ueberschreiten der vorgesehenen Maximalgeschwindigkeit fällt) vergeht, eine Warnung zugestellt, und damit der Fall als erledigt betrachtet werden. Wird freilich der nämliche Fahrer wegen der gleichen Angelegenheit wiederum zur Anzeige gebracht, dann wird die Sache an den Polizeirichter weitergeleitet und diese Instanz auch von einer vorgängig erfolgten, aber scheinbar unbeachtet gebliebenen Warnung verständigt. Die Motorfahrzeugführer begrüssen diese Neuerung ebenso sehr wie die überlasteten Richter und Polizeiorgane und man verspricht sich ein besseres Einvernehmen zwischen Polizei und Strassenbenützern, was bei der Regelung eines Riesenverkehrs sicherlich sehr wertvoll ist, denn nur bei gegenseitig gutem Willen kann positive Arbeit geleistet werden. Da die Beschlüsse der Londoner Polizei für die übrigen Polizeiverwaltungen Englands zwar nicht verbindlich sind aber doch in Praxis als wegleitend gelten, nimmt man allgemein an, dass weitere Polizeibehörden das nämliche, von kleinlicher Gehässigkeit freie System befolgen werden. bi. Englische Chronik. Es muss sehr heiss sein in London, unglaublich heiss sogar. Wenn die Hitze englische Tradition mürbe kriegt, dann kann in der Tat die ganze Themse-Metropolis nichts anderes als ein wahrer Backofen sein. Man stelle sich vor: den Londoner Omnibus-Kontrolleuren ist es erlaubt worden, ihren Dienst mit einem Schillerkragen zu versehen! — Ein Schillerkragen im Lande eines Prinzen of Wales, des grauen Zylinders, des Lackschuhs! Ergebnis: Die Arbeitsfreudigkeit der Kontrolleure soll durch diese Erlaubnis auf keinen Fall vermindert worden sein. Auch die Polizei hielt es in den eng geknöpften Jacken nicht aus. Donner noch mal — s'ist auch kein Vergnügen, stundenlang auf dem hitzerauchenden 1 Asphalt zu stehen! Man stürzte unzählige Whiskys mit Soda und brütete nach Abhilfe. Das Resultat: Tommy trägt heute Tropenuniform. Jawohl, die schneeweisse englische Kolonialuniform mit federleichtem Korkhelm! Nun ist das Armeschwenken ein wahrer Hochgenuss. (Man denke sich die feurigen Blicke der Damen nach den schneeweissen 1 Gentlemen...) Währenddessen unsere braven Schweizer Polizisten mit enggeschraubtem Kragen, kiloschwerem Käppi, Säbel und Revolver wenn möglich ! Beneidenswertes England! Das heisst — es ist doch nicht alles so rosig: die erste Amtshandlung des neuernannten Londoner Polizeipräsidenten war der Erlass eines Tagesbefehles, durch den sämtlichen Polizeibeamten der Kaugummi während der Dienstzeit verboten worden ist. Grund: es sei unter der Würde eines königlich britischen Policeman der Weltzentrale London etc. Folge: Für- und Widerdebatten, nicht etwa bei den Policemen, sondern im Publikum (natürlich!). Ein Leser der «Times» gab seinen Unwillen über das Verbot ungeschminkt Ausdruck. Gummi kauen trage im hohen Grade dazu bei, Energie und Kaltblütigkeit zu fördern (siehe Tom Mix). Er verlange von seinem Chauffeur bei jeder Ausfahrt, dass er Gummi zwischen den Zähnen habe. Und schliesslich, ist die Geistesgegenwart für einen Verkehrspolizisten weniger wichtig als für einen Chauffeur — he? Der erregte Streit ist noch nicht entschieden ... England ist ein sehr praktisches Land. Anlässlich des 80. Geburtstages des grossen englischen Politikers Balfour schenkten die Parlamentsmitglieder aller Parteien dem greisen Minister einen prachtvollen Rolls Royce. Nun, sie wissen drüben Wertvolles und Nützliches zu verbinden. — In der Schweiz würde man dem Jubilaren eine Marmorbüste (nicht unter Lebensgrösse) mit einer langen Widmung in Goldbuchstaben überreichen... xi. Vom Werdegang des Passagierpostautos. Die Postzeitschrift veröffentlicht in ihrer letzten Nummer unter anderem auch einen interessanten illustrierten Aufsatz « 22 Jahre P*5stautomobil». In demselben wird in Kürze der Werdegang der Passagierpostautos geschildert, deren erste Typen nach unseren Begriffen hässliche, plumpe Kasten waren, deren heutige Exponenten aber das Letzte an Eleganz und Gefälligkeit bieten. Wie lange wohl' ÄUTOMOBIL-REVUE Automobil und künstlerisches Schauen Kaum kann man sich noch jener Zeit entsinnen, da die Menschheit über das unerhörte Wunder von Fortbewegungsmittel die Augen aufriss und staunte über jenes eigentümliche Vehikel, das sich ohne Pferde ohne jeglichen sichtbaren Antrieb selbsttätig, sozusagen «automatisch», durch die Strassen bewegte, an die Zeit, da der Urtyp des Automobils erschaffen ward. Geradezu vorsintflutlich muten uns heute — wenn uns zufällig aus jenen Kindertagen des Automobils Bilder in die Hände kommen — die Gestalten dieser ersten, durch Dampf oder Benzin fortbewegten Fahrzeuge an, die so aussahen, als hätte man ihnen die Pferde ausgespannt. Diese drolligen Kutschen, auf denen weit vorn ein Mann gleich einem Käleschenlenker thronte und an Stelle der rosselenkenden Zügel ein rundes Steuerrad krampfhaft umklammerte, um damit sein Gefährt über das holprige Pflaster zu dirigieren. Wir lachen heute, da wir die .Linien und Formen unserer modernen Kraftfahrzeugein mehr pder minder vollendeter Schönheit täglich sehen und auf uns wirken lassen mit einem gewissen Spott und -einer ziemlichen Gedankenlosigkeit über diese unKünstlerischen Urformen aus den letzten 10 oder 15 Jahren des vergangenen Jahrhunderts, und sollten doch eben durch sie dazu angeregt werden, den ganzen weiten Werdegang die- Zur Luzerner Schön he ftskonkurrenz ser Entwicklung einmal ernsthaft zu verfolgen! Wenn wir uns die Mühe nehmen, kommen wir zu einer Reihe überraschender Ergebnisse! So zu der Erkenntnis, dass zwischen technisch vollendeter Form und Kunstform viel engere innere Zusammenhänge bestehen, als man allgemein und bei flüchtiger Betrachtung anzunehmen bereit ist. Jenes Wort von Albrecht Dürer: «Wahrhaft, die Kunst steckt in der Natur, und wer sie heraus kann reissen, der hat sie!» passt sonderbar gut für alle jene Schöpfer, die versuchten, Naturformen umzuprägen, dass sie sich den Bestrebungen der Technik: einer höchsten Zweckmässigkeit unterordnen. So können und müssen alle Werke der Technik Kunstwerke sein, wenn aus ihnen neben einem hohen Grundgedanken, einer grossen Idee das individuelle Gepräge eines schönen- Geistes zu uns spricht. Ich gebe ohne weiteres zu, dass durch Technik und Maschine da, wo diese Forderungen nach Idee und Gepräge fehlten, ein grosser Teil der in der Welt vorhandenen Hässlichkeit um ein Beträchtliches vermehrt wurde. Aber es steht anderseits ausser allem Zweifel, dass auch viel neue Schönheit durch Technik und Maschine in die Welt gebracht wurde, und zwar immer dort, wo die Dämonie der Technik an sich augenfällig In di© Erscheinung tritt, und dann auch in jenen Schöpfungen, in denen der Ausdruck reinlichsten, klarsten Denkens durch die Ueber- Windung der rohen, ziellosen Naturkräfte mittels des menschlichen Geistes und Genies verkörpert ist. Argus . . . . Die Spassvögel sind noch nicht ausgestorben. Einer unter ihnen hat letzthin in dei «Gotthard-Post» ein merkwürdiges Ei gelegt. Der Autoverkehr im Kanton Uri hat ihn interessiert und er kommt dabei zu folgenden Schlüssen: Die Polizisten hätten gegenwärtig landauf, landab alle Hände voll zu tun. «Die feineren Herrschaften» in den Autos gäben Arbeit genug. In Altdorf gehe es an einem Sonntag zu und her, wie an einem Klausen-Rennen, das man jedoch dieses Jahr und in Zukunft ganz gut vermissen könne. Ueber die Einnahmen an den verfassungswidrigen Einreisetaxen dagegen zeigt sich unser Manno sehr erfreut. Die Einnahmen seien so hohe, dass man sich kaum mehr getraue, die wahren Zahlen zu sagen! Eine genauere Kontrolle existiere keine und an zuständiger Stelle sei keine genaue Auskunft hierüber zu erlangen. Immerhin könne jetzt Im Zusamenhang hiermit ist es sehr gut verständlich, dass der Ingenieur mit dem Künstler das gemein hat, dass seine besten Leistungen auf Eingebungen beruhen, die weit über den Rang rein logischer, nüchterner Schlüsse hinausgehen und einer stark entwickelten Anschauungs- und schöpferischen Phantasie ihr Leben verdanken! So weiss ja doch jeder wahrhaftige Techniker ganz genau, wieviel Aesthetik in seinen vollkommensten Instrumenten liegt und wie diese Linien seiner Apparate und Maschinenteile zu Grundlinien seiner Seele werden! Schon das allein ist etwas Erhebendes, die ganze Vergeistigung des spröden, farblosen Stoffes, die Erfüllung toter Dinge mit Leben und Bewegung, wie sie allen technischen Grosstaten sich offenbart. Daher auch die Liebe der Erbauer vom Konstrukteur bis zum einfachen Arbeitsmann zu ihrem Kind aus Stahl und Eisen, die freudigen und melancholischen Blicke, wenn ihre Schöpfung, ihrer Hände Arbeit zum Tor des Werks hinaus ins Leben übertritt, wenn sie sich in der Welt bewährt. Bedeutet nicht die grosse Zweckmässigkeit in der gesamten Technik, von der ich sprach, schon Schönheit an sich? Das Automobil ist ein ganz vorzügliches Beispiel hierfür: man ballt die Kräfte zu geschlossener Form zusammen. Man spart an aufwendenden Kräften durch Ueberwindung und Weglassung lästiger Ueberflüssigkeiten, man bricht den Widerstand der hemmendem Luftströmung durch einen wissenschaftlich erforschten und gefundenen Stromlinienkörper. Und das letzten Endes aus all diesem gewonnen© Ergebnis erscheint in der Tat unendlich einfach, 'gediegen und schön. So triumphiert die Selbstverständlichkeit des Einfachen in der Mehrzahl der Fälle über die Anhäufung des Nur-Gigantischen. Heute sind nahezu alle Probleme von ehedem gelöst, sind Selbstverständlichkeiten. Und es erscheint kaum glaublich, dass erst in den letzten 15 Jahren diese Lehre, die zuerst in der angewandten Kunst und im Kunstgewerbe entstanden ist und die da lautet: dass sich aus «Zweck, Material und Aufbau» die äussere Form jedes Dinges ergeben muss, auch Einfluss auf den Automobilbau gehabt hat und die Formen der Automobile ihren besonderen Zwecken entsprechend gestaltete. Alle Typen, die wir heute zu sehen bekommen, vom einfachsten Sport- Kleinwagen bis zur schwerkarossierten Limousine sind durchaus «selbständige», organische Erzeugnisse, denen man rein empfindungsgemäss die Fortbewegung aus eigener Kraft glaubt und ansieht und die das Formengefühl des modernen Menschen fast ausnahmslos befriedigen. Dieser hohe Entwicklungsstand, der durch die Schöpfungen einer aus kleinen Anfängen entstandenen, heute aber eirien wichtigen Faktor im Automobilbau verkörpernden Karosserie-Technik erreicht wurde, muss rüekhaltlos anerkannt werden. + schon vorausgesagt werden, dass die Einnahmen dieses Jahres diejenigen vom letzten Jahre um ein Bedeutendes übertreffen werden. Und der Manno macht aus seinem Herzen keine Mördergrube, sondern versteigt sich zu dem bezeichnenden Ausrufe: «Ach, wenn es nur immer so bliebe». Allein, da die Befürchtung besteht, dass diese Einnahmen aus dem Automobilverkehr dieses Jahr zum letzten Mal fliessen, so gibt er dem heissen Wunsche Ausdruck, es möchten noch dieses Jahr recht viele Automobilisten das schöne Ländchen Uri besuchen!! Ohne dass er es wollte, hat uns der Spassvögel aus dem Ländchen Uri ein treffendes Situationsbildchen gezeichnet. Nach einer leider noch stark verbreiteten Auffassung ist der Automobilist heutzutage dasjenige Wesen, das man nach Herzenslust kontrollieren, schikanieren und letzten Endes rupfen kann. Leere Gemeinde- und Staatssäckel können mit Hilfe des gutmütigen Autlers mit Leichtig- N°65 keit gefüllt werden, auch wenn die erhobenen Taxen vollständig widersinnig und verfassungswidrig sind. Dagegen den Automobililisten ein Entgegenkommen zu zeigen, ihnen beispielsweise ein Klausen-Rennen zu gestatten, ist schon etwas ganz anderes. Es ist wahrlich gut und mehr als wünschenswert, wenn durch die neue Ordnung der Benzinzollverteilung ausgeprägte egoistische Kantönliallüren aus der Welt geschafft werden. -ei- Ein unbewachter Bahnübergang, ein bedauerlicher Unfall. Wiederum ist ein unbewachter Uebergang die Ursache eines bedauerlichen Unfalles geworden, der glücklicherweise jedoch keine Opfer an Menschenleben bedingte, dagegen einen wertvollen Hispano-Suiza-Wagen zertrümmerte. Letzten Sonntag stiess die Schwarzenburg-Bahn in der Nähe der Station Fischermätteli mit dem Vierplätzer eines Auslandschweizers, Herrn Leutenegger aus London, zusammen. Nur dadurch, dass der gewiegte Fahrer Geistesgegenwart genug besass und den Kopf nicht verlor, konnte ein grösserer Unfall verhütet werden. Es gelang dem Autolenker, der die Gefahr rechtzeitig erkannte, seinem Wagen im letzten Augenblick links abzudrehen, so dass er nur noch vom Trittbrett der Lokomotive erfasst und etwa 20 Meter weit mitgeschleppt wurde. Obwohl die amtliche Untersuchung erst im Gange ist und beim Niederschreiben dieser Zeilen noch nicht abgeschlossen, ein Verschulden des Autofahrers somit noch nicht festgestellt ist, hat die Bahn sofort Rechnung gestellt. Dieses Vorgehen mutet einem umso sonderbarer an, als ander; betreffenden Stelle der Zug, wie uns mitgeteilt wird, das zulässige vorgeschriebene Tempo überschritten hatte. Der Zusammenstoss beweist aufs Neue, dass auch die Bahn zur Sicherheit des Verkehrs das Ihrige beizutragen hat und dass es nicht angeht, durch Rechnungstellung die Schuld einfach dem Automobilisten in die Schuhe schieben zu* wollen. t Der gebüsste Fussgänger. Die Pariser Verkehrsregelung hat mit ihren letzten Neuerungen eine wirkliche Sensation gebracht: den wegen vorschriftswidrigem Verhalten gebüssten Fussgänger! Bekanntlich sind an allen Hauptstrassen der Seinestadt bestimmte Stellen bezeichnet, an welchen die Passanten die Fahrbahn überqueren sollen. Gleichzeitig wurde das Passieren der Strasse an andern als an den bezeichneten Orten strikte verboten. Aber wie bei so manch anderem kümmerten sich die Fussgänger herzlich we-, nig um diese Bestimmung und solange das Verbot nur auf dem Papier stand und weiter nichts zu riskieren war, wählte man sich eben selbst den geeigneten Platz, um das gegenüberliegende Trottoir zu erreichen. Zuerst haben die Polizeiorgane gemahnt, dann gewarnt und auf die Möglichkeit einer Bestrafung hingewiesen. Manches umsonst, denn Bussen für den Fussgänger: so was gab's doch nicht, das war nur für die Automobilisten! Nun hat die oberste Polizeiinstanz aus diesen Erfahrungen die einzig richtige Konsequenz gezogen und alle Polizeibeamten ausdrücklich angewiesen, die Passanten, welche gegen die Regeln des Verkehrs grobfahrlässig verstossen, anzuhalten, deren Personalien aufzunehmen und zwecks Einleitung des Verfahrens zu melden. Zuerst machte sich das Publikum über diese Verfügung lustig, in der Auffassung, dass man die ganze Sache nicht allzu ernst zu nehmen brauche. Als aber die ersten Fehlbaren verzeigt und. gebüsst wurden, da begann es unter dem Publikum zu dämmern, dass auch für sie die Verkehrsregeln mehr als nur platonische Bedeutung haben. Wir sind nun darob weder schadenfroh, noch wollen wir hoffen, dass der Fussgänger den nämlichen Schikanen betr. Bussen ausgesetzt werde, wie sie die Automobilisten oftmals zu schlucken hatten. Wenn einige wenige drastische Beispiele genügen, dann kann es auch den übrigen Strassenbenützern recht sein. Dass aber endlich eine feste Hand dazu gehörte, um die täglichen Verfehlungen gegen die bestehenden Vorschriften zu beheben, hat die Praxis ohne weiteres ergeben, denn heute sieht sich schon jeder nach der Tafel um, die auf den für Fussgänger reservierten Streifen in der Fahrbahn hinweist. In den schweizerischen Städten ist die Polizei bei den Ermahnungen an die Fussgänger angelangt. Sie wird auch noch alle Varianten des Misserfolges dieser Massnahme er> fahren müssen, bis sie zur Verwarnung undi dann zur Busse übergeht. Das Zürcher Polizeiinspektorat hat unseres Wissens letztes Jahr in einer Bekanntmachung an das Publikum einmal darauf hingewiesen, dass ein! unkorrektes Verhalten des Fussgängers ebenfalls strafbar sei. Wahrscheinlich wird dieser Hinweis auch erst dann ernst genommen werden, wenn in einigen krassen Fällen ein-< mal das Exempel statuiert worden ist. Z.

N°65 - 1928 ÄUTOMOBIL-REVUfi •«••••*««••••••••••••••••••••••••••••• Sportliches Die Rennen vom Sonntag. Caracciola siegt weiter. Das 9. Gabelbach-Bergorennen erfreute sich, eines gewaltigen Zuschauerandranges. 29 Wagen der Sport- und Rennwagen- .fclasse gingen vom Start. Die Attraktion des Tages rwax die mit Spannung erwartete (Fahrt Caracciolas auf dem neuesten Mercedes-Beniz-Typ, der unter der Beizeichnung ßiSK auf den Markt kommt und hier erstmals debütierte. Der deutsche Meisterfahrer brach den von Heusser gehaltenen •Streckenrekord um nicht weniger als 21 Sekunden. Heusser (Bugatti) unterbot seinen lefcztjährijjen Rekord ebenfalls, m'Uisste sich aber mit 2' 19%" als zweitschnellster 'Mann des Tages begnügen. Im Verlaufe des Rennens ereignete sich ein Unfall. Modersohn wurde durch eine quer zur Rennstrecke liegende "Wasserraste aus der Bahn geschleudert und rasierte vier Tannenbäume, wovon der eine eine Zuschauerin verletzte. Der Fahrer seihst zog sich heil aus der Affäre. Resultate: Sportwagen: bis 750 ccm: 1. Macher-Elberfeld (Dixi) 4:01,4; 2. Buschel-Gotha (DM) 4:53,8; 3. Höhn-Koburg (Dixi) 4:56; bis 1100 ccm: 1. v. Morgen-Berlin (Amilcar) 2:43,6; 2. Pix-Bayreuth (Amilcar) 3:44,6; 3. Somneck-Dresden (Amilcar) 3:58,8; bis 1500 ccm: 1. Kersting-Bremen (Bugatti) 3:07,6; 2. Andreae-Frankfurt a. M. (Bugatti) 3:12,6; 3. Schmidt-Jägerndorf (Bugatti) 3:28; bis 2000 ccm: 1. E. Karstens-Elmshorn (0. M.) 3:51,6; 2. Frau Metz-Hessen (Wanderer) 4:55,2; bis 3000 ccm: 1. H. Heueser-Kleinsdhmalkalden (Bugatti) 2:19,8; 2. Graf von Kalnein-Domnau (Bugatti) 2?36; 3. Dr. Fuchs-Nürnberg (Bugatti) 2:41,4; bis 5000 ccm: 1. Oesterreieh-Dresden (Elite) 3:30,8; über 5000 ccm: 1. E. Kar-stens-Elmsliorn (Mercedes-Benz) 2:27,8. Rennwagen: bis 1500 ccm: 1. Scholl-Berlin (Amilcar) 2:33; 2. Burggaller-Berlin (Bugatti) 2,39,8; 3. v. Einem-Halle (Bugatti) 3:02,6; über 1500 ccm: 1. R. GaraedoIa-iBerlin (Mercedes-Benz) 2:11,8 (schnellste Zeit des Tages). Auch das Bergrennen des Oberbadischen A. C. erzielte einen bemerkenswerten Zuschauer- und Nennungserfolg. Die Veranstaltung, welche auf der Strecke Binzen-Luoke zum Austrag gelangte, verlief ordnungsgemäss und ohne jeden Unfall. Resultate: Wagen Kat. I G: 1. C. Birkenmaier (Lörraoh) auf «Opel» in 1,26; Kat. F: 1. Birkenmaier (Lörrach) auf «Opel» in 1,27%:, Kat. E: 1. Brugger (Lörrach) auf «Wanderer» in 1,45%; Kat. D: 1. Krafft (St, Blasien) auf «Steiger» in 1,27%. Beste Zeit für Wagen und zugleich Clubmeister des OberbadAschen Automobil-Clubs für Wagen Carl Birkenmaier junior auf «Opel» in 1,26. Der Preis für die beste Fahrzeit wurde von der Sektion Basel des T.CS. gestiftet. Der Circuito von Rimini wurde eine sichere Beute des Fahrers Fagioli auf Salmson 1100 ccm, welcher, vom Starte weg führend, auch sämtliche höheren Kategorien geschlagen hat. Der Sieger beendete das Rennen über 250 km seiner Kategorie in 2 Std. 32' 42", um die Fahrt .alsogleich fortzusetzen und auch über 300 km die beste Zeit zu erzielen. Sein Stundenmittel -beträgt 97,792 km. Die zweitbeste Zeit erzielte Pirandello auf O.M. Einen neuen Rekord stellte Marinoaii auf Ansaldo an dem letzten Sonntag zum Austrag gelangten Biella-OTOipa-Bergrennen auf. Der Sieger beilegte die 11,126 km lange Strecke in 10 Min. 24% Sek. (Stundenmittel 63,540 km). Uebrige Klassensieg&r: 1100 ccm: 1. Strobino auf Fiat in 12' 53%"; 1500 ccm: 1. Bona auf Alfa Romeo in 10' 38%". Kessler startet nicht? Wir brachten in der letzten Nummer die offizielle Mitteilung, dass der Schweizer Kessler am grossen Preis von Europa auf Alfa Ron.eo starten werde. Einer offiziösen Meldung 1 euifolge «ollen sich nun die beiden Alfa Romeo- Fabrer — als zweiter Fahrer war Campari bezeichnet — zum Starte nicht ents-chliessen können, da angeblich keine Pneufabrik für die gelieferten Reifen die geforderten Garantien übernehmen wolle. Wie die bisherigen Rennen zeigten, stellen gerade die Alfa Romeo-Wagen an die Pneumatiks grösste Anforderungen. — Eine offizielle Bestätigung dieser 'Nachricht liegt allerdings noch nicht vor. v. Die Automobilwoche von San Sebastian. Wie iwrir schon berichtet haben, feierte der Franzose Ghiron auf Bugatti am Meeting von San Sebastian einen glänzenden Doppelsieg, der um so höher zu werten ist, als die beiden Rennen ausseist erbittert geführt wurden. Der von dem jungen Franzosen im Kriterium der Asse erzielte Rundenrakord erreicht ein Mittel von nicht weniger als 141,990 km. Der. eigentliclhe grosse Preis von Spanien erfreute sich grössten Interesses. Beteiligung und Publikum waren im wahrsten Sinne des Wortes international. Leider erwies ßich die Rennformel (sie war dem Reglemente des ©rossen Preises von Frankreich entnommen!) als durchaus unbefriedigend. Als Kuriosum ist (bekanntzugeben, dass an der Veranstaltung ein Fahrer startete, besser gesagt starten wollte, der des Fahren« überhaupt nicht kundig warl Selbstverständlich brauchte er für den nötigen Spott niiciht eu sorgen. Nachstehend seien die Resultate des grossen Preises bekanntgegeben, wobei wir dem Klassement der Ausscheidungsläufe der Vollständigkeit halber nochmals die Schlussklassierung folgen lassen: 1. Gruppe, über 3 Liter Zylinderinhalt, Handicap übeT 259 3cm 715 m: 1. de Vere auf Chrysler in 2:24:35. 2. Duray auf Aries. 3. Stoffel auf Chrysler. 4. Monreal auf Auburn. Die drei Ersten für das Final klassiert. — 2. Gruppe, weniger als 3 Liter und mehr als 1500 ccm. Handicap über 259 fern 715 an: 1. Burrie auf Georges Irat in 2:25:50. 2. 'Bouriamo auf Bugatti. 3. Mime Jennky auf Bugatti. 4. Reynarte auf Bugatti. 5. Williams auf Bugatti. 6. Andre 1 auf Georges Irat. 7. Chiron auf Bugatti. 8. Besaucele auf Bailot. 9. Carrizosa auf Bugatti. 10. de Maleplane auf Bugatti. Die zehn Ersten für das Final Sklassiert. — 3. Gruppe, 1100—1500 ccm, Handicap über 259 km 715 m: 1. Paus auf Bugatti in 2:37:40. 2. Delemer auf EHP. 3. Ballard auf Tracta. Die ersten beiden füT das Final qualifiziert. — 4. Gruppe, weniger als 1100 ccm, Handicap über 259 km 715 m: 1. ex aeguo Jourdan und Signoret, beide auf Salmson, in 2:37:40. 3. Benoist auf Tracta. 4. Moran auf Rally. 5. Larrinaga auf Rally. 6. Isaia auf BNC. 7. Christian auf Lombard. 8. Martinetti auf Salmson. 9. Sarasua auf Amilcar. 10. Gauthier auf Salmson. Die ersten neun Fahrer für das Final qualifiziert. Die Resultate des Finals, Handicap über 259 km 715 an: 1. Ghiron auf Bugatit, berechnete Zeit 2:25:00, gefahrene Zeit 2:02:43. 2. Bouriano auf Bugatti, berechnete Zeit 2:30:14, gefahrene Zeit 2:07:14. 3. Delemer auf EHP., berechnete Zeit 2:30:37, gefahrene Zeit 2:30:27. 4. Christian auf Lombard, berechnete Zeit 2:35:43, gefahrene Zeit 2:29:43. 5. Laly auf Aries. berechnete Zeit 2:35:51, gefahrene Zeit 2:19:51. 6. de Vere auf Chrysler, berechnete Zeit 2:36:24, gefahrene Zeit 2:20:34. 7. Stoffel auf Chrysler, berechnete Zeit 2:38:18, gefahrene Zeit 2:22:18. 8. Duray auf Aries. berechnete Zeit 2:41:35, gefahrene Zeit 2:25:35 etc. Die Englische Tourist Trophy in Belfast. Die Vorbereitungen für das seit mehreren Jahren wieder erstmals durchgeführte englische Strassenrennen, sind in vollem Gang. Bei Dundonald, westlich von Belfast, werden bereits die grossen Tribünen erstellt, von wo aus Tausende von Zuschauern dem Start und dem Finish folgen werden. Immense Zeittafeln werden das Publikum ständig über den Stand jedes Konkurrenten genau unterrichten und zahlreiche Lautsprecher sorgen dafür, dass kein Intermezzo während des Rennens den Besuchern unbekannt bleibe. Mit echt englischer Selbstverständlichkeit ist ein grosses Hindernis der Rennstrecke unschädlich gemacht worden. An einer Stelle des Circuit findet sich nämlich ein Niveauübergang der Bahn, der die Veranstaltung schon deshalb zu gefährden drohte, als während des Rennens verschiedene fahrplanmässige Züge geführt werden, müssen und die Stelle zu passieren hätten. Die Organisatoren konnten sich nun mit der Eisenbahnverwaltung dahin einigen, dass der Niveauübergang für den Zugsverkehr während des Rennens gänzlich gesperrt bleibt. Damit der Eisenbahnverkehr aber keinen allzulangen Unterbruch erleidet werden die Züge bis an die betreffende Stelle geführt, von wo die Passagiere mittels einer provisorisch erstellten Holzbrücke auf die andere Seite der abgesperrten Strassenstrecke gelangen, wo sie ein bereitzustellender leerer Zug aufnimmt und die Reise fortsetzt. Zudem werden die Erderhöhungen und Geleiseanlagen an jener Stelle nivelliert, sodass die Konkurrenten gänzlich ungefährdet diese Stelle passieren können. Bereits sind sämtliche verfügbaren Zimmer der Belfaster Hotels und Pensionen auf den 18. August, den Tag des Rennens, reserviert und das Quartierkomitee hat alle Hände voll zu tun, um die weiter einlaufenden Gesuche um Unterkunft bestmöglichst zu erledigen. Die Veranstaltung scheint zu einer der bestbesuchten der diesjährigen Saison zu werden. Z. .?' U L S T n Z R > e Monaqhan i Duhdalk'. Luzerner Schönheitskonkurrenz. (Samstag, 11. August.) Das Interesse für diese Veranstaltung steigt von Tag zu Tag; man darf heute schon mit einer zahlreichen Beteiligung rechnen. Der Vorstand der Sektion Luzern des A. G. S. hofft, dass sich alle Mitglieder zu dieser Veranstaltung melden werden. Die übrigen mögen ihr Interesse durch vollzähligen Besuch der Sohönheits-Konkurrenz bekunden, was die Organe, die sich für die Durchführung all dieser Anlässe hingeben, sicherlich freuen wird. Die Preisverteilung, die mit einem Balle verbunden wird, findet abends 9 Uhr im Hotel National statt. Der Vorstand erwartet auch zu 'diesem /Anlasse eine recht zahlreiche [Beteiligung der Club-Mitglieder mit ihren Angehörigen. Das Problem der Sustenstrasse soll endlich akut werden. Zu früh wäre es nicht. Aus verschiedenen Gründen, die wir in nächster Nummer näher auseinandersetzen wollen. Für heute nur so viel, dass seit einiger Zeit zwischen Interessenten des Berner Oberlandes und des Kantons Uri Verhandlungen stattfinden über die Frage des Ausbaues der Strasse über den Sustenpass zu einer Autostrasse. Es hat sich nun ein Initiativkomitee gebildet, dem Vertreter beider Kantone angehören und das die notwendigen Schritte einleiten soll. Strassenmarkierung in Neuhausen. Wir haben kürzlich darauf hingewiesen, dass an einer Strassenabzweigung in der Nähe von Neuhausen die Automobilisten leicht fehl fahren und infolgedessen gezwungen sind, später auf eine grosse Distanz wieder zurückzukehren. Die Sektion Schaffhausen des A. C. S. hat nun die betreffende Strecke besichtigt und die kantonale Strasseninspektion auf die Notwendigkeit von Orientierungstafeln an jener Stelle aufmerksam gemacht. Wie wir vernehmen, wird nun in nächster Zeit in der Der Schauplatz der englischen Tourist-Trophy. gccrettes Zur Frage einer Sustenstrasse. Newtownards Boitcblcue Frr80*Boite rougcFrlr einen Richtung die Tafel: Basel — Schweizerseite angebracht, auf der andern Tafel das Wort: Deutsche Seite. Damit wird einem dringend nötigen Orientierungsbedürfnis in bester Weise abgeholfen. L. A.C.S. SEKTION LUZERN. Nachdem dieses Frühjahr bereits eine Sonntagsfahrt nach Axenfela und das vorzüglich gelungene Schweizerische Bergrennen (Kriens-Eigenthal mit Ball und Bankett einen grossen Teil der Mitglieder zusammengebracht haben, besdhloss die letzte Club-Versammlung, als nächste Veranstaltung am Sonntag, den 5. August a. c. eine Prüfungsfahrt, verbunden mit einem Picknick, auf den Schallenberg auszuführen. Die Fahrt geht von Luzern über Wolhusen-Wiggen nach dem Schallenberg. Die Bedingungen, unter welchen diese Prüfungsfahrt ausgeführt wird, sind in einem von der SiportkommiS'Sion ausgearbeiteten Reglemente festgelegt. Den Siegerinnen und Siegern winken hübsche Preise. Die Organisatoren erwarten abeir zum Picknick selbstverständlich nicht nur etwa diejenigen, die sich an der Prüfungsfahrt beteiligen, nein, auch alle andern .Mitglieder mögen eich mit ihren werten Angehörigen und Freunden recht zahlreich zu diesem fröhlichen Anlasse auf dem Sdhallenberg einfinden. Ein gut gespickter Picknick-Korb begleite jeden Wagen. In der Nähe des Picknick-Platzes befindet sich ein Punkt, von wo aus die Herfahrt der konkurrierenden Wagen auf eine grössere Strecke gesichtet wenden kann. Sollte die Prüfungsfahrt mit Picknick zufolge schlechter Witterung am 5. August nicht abgehalten werden können, so müsste dieselbe auf später verschoben werden. Beginn des Picknicks nach Ankunft der konkurrierenden Wagen, ungefähr um 12 % Uhr. Musik und Humor werden zum guten Gelingen beitragen. Anmeldungen sind bis längstens Freitag, den 3. August, mittags, an den Präsidenten, Herrn C. J. Bücher, Luizern, zu richten. AUTOSEKTION ST. GALLEN-APPENZELL des T. C. S. Angespornt durch den Erfolg anlässlich der Pfingstfahrt ins Allgäa einerseits und verschiedenen Wünschen Rechnung tragend anderseits, beabsichitgen wir im September eine drei- bis viertägige Clubfahrt ins Tessin durchzuführen. Diejenigen Herren Kollegen, welche eicfh für die Fahrt interessieren, sind gebeten, ihre Adresse dem Siporbpräsidenten 0. Fierz, Waisenhausstrasse 15, St. Gallen, einzusenden. Zur Besprechung der Tour und Aufstellung eines Programmes werden die angemeldeten Interessenten im Laufe des Monats August zu einer Teilnehmer-Versammlung eingeladen. Die Tour, welche nicht in Kolonne gefahren werden, soll, wird nur bei genügender Beteiligung durchgeführt. Korr. AUTO-SEKTION AARGAU DES T.CS. Ausfahrt nach Engelberg! Infolge schlechtem Wetter konnte diese Ausfahrt am 29. Juli nicht stattfinden und musste auf Sonntag, den 5. August verschoben werden. Sammlung der Teilnehmer auf der Allmendstrasse in Luizern um 8V2 Uhr. Anschliessend Regelmässigkeitsfahrt Luizern-Engelberg. Picknick auf Gerschnialp, eventuell Fahrt mit Seilbahn nach Trübsee. Der Vorstand erwartet grosse Beteiligung. -o- AUTOSEKTION ZÜRICH DES T. C. S. In nächster Zeit finden folgende Veranstaltungen statt, die hiermit in Erinnerung gerufen seien: 1. bis 9. September: Auslandfahrt. 1. und 2. September: Zürcher Blumenfest. Jeden Mittwoch Abend: Stammtischzusammenkunft im Metropol. Jeden Abend im Corso-Theater und Palais Mascotte: Vorstellungen zu ermässigten Preisen für die T. C S.- Mitglieder. Mitgliederkarte nicht vergessen! -0- ; AUTOSEKTION ZÜRICH DES T. C. S., ORTS- GRUPPE RAPPERSWIL. Es war ein origineller Gedanke der Dramatischen Gesellschaft, ihren Mitgliedern in später, aber nicht zu später Anerkennung ihrer Mitarbeit an der vor drei Jahren stattgefundenen Aufführung des «Hochtouristen» eine Autofahrt, in die von eidgenössischer 1 ! Festluft geschwängerte Leuchtenstadt zu bieten, um ihnen damit den Besuch des Festspiels zu ermöglichen. Das lojale Entgegenkommen des Touring-Glubes erleichterte die löbliche Ausicht und so gondelte letzten Dienstag vor acht Tagen ein Dutzend Autos mit ca. 50 Teilnehmern aus beiden Gesellschaften nachmittags 4 Uhr über den sonnenüberglühten Seedamm nah dem festlichen Herzpunkt der Schweiz. Im Bahnhofbuffet SBB. wurde die staubige Kehle gereinigt und um 8 Uhr gings in das Festspiel des Eidgen. Turnfestes. Alle unsere Teilnehmer waren einstimmig in dem Lobe über das eindrucksvolle, allegorische Bild der «Erschaffung der Schweiz». Nach dem Schlüsse des Festspiels, ca. 10 Uhr, rottete sich die Rapperswiler Auto-Karawane allmählich zusammen und fand sich in der «Krone» in Sihlbrugg ein. So gegen 2 Uhr morgens in der Anlass seinen «dramatischen» Abschluss bei Papa Früh fand dann der gemütlich äusserst gelungene Kälin in der «Post». Korr. Die Fusion Chrysler-Dodge Brothers Inc. Wie uns telegraphiscth aus New York berichtet wird, haben vergangenen Montag die Aktionäre von Do dg© Brothers die Verträge betr. der Fusion genehmigt, wodurch diese nun formell als durchgeführt betrachtet werden kann. Dieser Zusammenschluss zählt zu den bedeutendsten Transaktionen dieser Art, die überhaupt auf dem amerikanischen Markte vollzogen worden sind. Damit sind diese vereinigten Unternehmen unter den Automobilindus triSlen an die dritte Stelle nach General Motors und Ford gerückt. Der Marktwert der an der Börse kotierten Papiere dieser beiden Marken wird mit 400 Millionen Dollars angegeben. Durch den Züsammenschluss hofft man die jahrlichee Produktion auf 700,000 Wagen steigern zu. können. Z. R, Kleine Notiz. Jenes Auto, das letzten Sonntag abend zirka 9 Uhr die Strasse Rapperswil-Eschenbaoh fuhr und den Verdecksack verlor, kann denselben abholen lassen im Hotel Speer, Rapperswil»