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E_1928_Zeitung_Nr.070

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22 ÄUT0M0BIL-REVU1!

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70 BERN, 21. August 1928 No n V. Blatt BERN, 21. August 1928 Typisch» Zur Frage eines Bahnüberganges. Ein Abonnent unseres Blattes erzählt uns von folgendem Vorfall : «Von Murten kommend, pflege ich wöchentlich mindestens einmal mit dem Auto den Weg über Riedbach zu benützen. Dasselbe war der Fall am Mittwoch den 18. Juli. Aus Richtung A kommend (vergl. Skizze), befand ich mich ca. 22.40 Uhr auf der Höhe der Ortschaft Riedbach, als ich in der regnerischen Nacht ein Zugsignal hörte. In Kenntnis der örtlichen Verhältnisse wusste ich, dass es sich nur um einen Zug der Strecke Bern-Neuenburg handeln konnte, weshalb ich mein Tempo mässigte, in der Voraussetzung, die Barriere geschlossen zu finden. Von A kommend steigt die Strasse gegen den Bahnübergang an, kurz vor demselben nimmt ein Gebäude jede Uebersicht, während das Bahntrace selbst bis kurz vor dem Uebergang in einem Einschnitt verläuft. Der Uebergang ist somit, wenn man aus Richtung A kommt, so unübersichtlich als möglich, zumal in regnerischer Nacht. Zu meiner Verwunderung fand ich die Barriere gegen alle Erwartung nicht geschlossen, glaubte mich deshalb in dem gehörten Zugsignal getäuscht zu haben und war im Begriff, meine Fahrt über den Uebergang fortzusetzen, als in diesem Moment der Zug durchfuhr. Die auf der Station Riedbach eingeholten Erkundigungen haben ergeben, dass die Barriere nach halb 22 Uhr bis am Morgen nicht mehr bedient wird; anderseits ist festzustellen, dass auch das geringste Signal oder irgend eine Warnungstafel zu beiden Seiten des Uebergangs fehlen. Die Situation, in der ich mich selbst als Ortskundiger befand, war so, dass jeder andere der Verhältnisse unkundige Fahrer, im selben Zeitpunkt zu dem Uebergang kommend, mit absoluter Sicherheit seinen Tod gefunden hätte. Das Fehlen jeglicher Warnungstafeln muss insbesondere deshalb als Skandal bezeichnet werden, weil gerade das Vorhandensein einer offenen Barriere zum Durchfahren auffordert. Und diese Barriere bleibt nicht aus Nachlässigkeit offen, sondern gemäss Vorschrift der Direktion!» » Im oben angeführten Sinne teilte der be-' treffende Automobilist den Vorfall der Direktion der Bern-Neuenburg-Bahn mit, indem er ihr nahelegte, in allerkürzester Frist bei dem in Frage stehenden Uebergang durch entsprechende Warnungstafeln dafür zu sorgen, nicht länger und auf unverantwortliche Weise Menschenleben leichtsinnig aufs Spiel zu setzen. Acht Tage später erhielt er von der Direktion der Bahn folgendes Schreiben, das wir im Interesse der Allgemeinheit nicht umhin können, vollinhaltlich zu veröffentlichen. Es lautet : « Wir nehmen höflich Bezug auf Ihre Zuschrift vom 26. Juli a. c. und beehren uns, Ihnen mitzuteilen, dass der Uebergang bei der Station Riedbach tatsächlich von 21.40 Uhr abends bis 5.40 Uhr morgens, d. h. für die Durchfahrt der letzten Abend- und ersten Morgenzüge, nicht bewacht wird. Diese Beordnung ist im Einverständnis mit dem Eidgenössischen Eisenbahndepartement getroffen worden und bildet eine Folge der immer mehr überhandnehmenden Automobilkonkurrenz. Denn diese zwingt die Eisenbahnver-, waltungen dazu, angesichts der stetig zurückgehenden Einnahmen (als*'direkte Folge; der Autokonkurrenz) Mittel, und Wege zu sü- ; eben, um auch die Betriebsausgaben nach- Möglichkeit zu verringern. Zu diesem Zwecke; ist die Barrierenbedienung zeitlich wesentlich• eingeschränkt und namentlich auch auf der Linie Berh-Neuenbiirg für die Früh- und Spätzüge sistiert worden. Das Lokomo'tivpersonal hat Auftrag, bei der Annäherung, gegen unbewachte Uebergänge ein kräftiges Pfeifensignal mit der Lokomotivpfeife abzugeben. Dieser Weisung wird g^w4s^ehhafi?nachgelebt, was durch das von Ihnen am 18. Juli 1928 bei Annäherung gegen den Uebergang in Riedbach gehörte Pfeifensignal bestätigt wird. Ueberdies erfolgt die Fahrt gegen solche Uebergänge mit grösster, Vorsicht, bei unsichtigem Wetter sogar mit ermässigter Geschwindigkeit, um vor einem eventuellen Hindernis möglichst rasch anhalten zu können. Die lokalen Verhältnisse in Riedbach sind übrigens nicht derart, dass ein vorsichtiger Autofahrer Gefahr läuft. Die Oeffentlichkeit selbst ist s. Z. durch bezügliche Publikationen über die veränderten Verhältnisse und die zeitweise Nichtbewachung der in Frage kommenden Uebergänge aufgeklärt worden. Zum Schlüsse möchten wir nicht unterlassen, darauf hinzuweisen, dass Art. 3 des Bahnpolizeigesetzes vorschreibt, dass Bahnübergänge beim Herannahen eines Zuges von Fahrzeugen nicht befahren werden dürfen. Es darf daher vorausgesetzt werden, dass jeder Autoführer, wenn er sich einem Bahia!k:rgang nähert, diejenige Vorsicht walten labst, die durch die Umstände und die örtlichen Verhältnisse geboten ist, um beim Passieren des Ueberganges Unfällen vorzubeugen. Die Anbringung besonderer Warnungstafeln können wir der Kosten halber nicht in Erwägung ziehen. Nicht die Bahn hat die veränderten Verhältnisse herbeigeführt, sondern der immer dichter werdende Autoverkehr.» Die Antwort der Bern-Neuenburg-Bahnverwaltung ist für die Mentalität gewisser Bahnkreise typisch. Wir wissen wohl, dass sich die Einstellung der Bahn zum Automobil da und dort geändert hat, die aus dem Briefe sprechende Geistes rieht ung aber ist direkt verblüffend und zeigt mit aller Schärfe, mit welch kleinlichen Mitteln, die sich jederzeit zu schwerwiegenden Folgen auswirken können,, man den Automobilismus heute noch . glaubt unterdrücken zu dürfen. Am 3. August, da die Veröffentlichungen der Halbjahresabschlüsse der Eisenbahnen schwarz auf weiss bewiesen haben, dass durch eine verbesserte Wirtschaftskonjunktur die Bilanzen der Eisenbahnen sich in erfreulicher Weise gewaltig bessern, wagt man immer noch, von den stetig zurückgehenden Einnahmen als direkte Folge der Autokorikurrenz zu sprechen! Wir glauben, dass bei einem zunehmenden Bettriebseinnahmenüberschuss (bei der Bern-' Neuenburg-Bahn stiegen die Betrieseinnahmen im ersten Halbjahre 1928 um 24000 Fr. gegenüber 1927) es der Direktion möglich sein könnte, den Uebergang bei der Station Riedbach auch für die letzten Abend- und ersten Morgenzüge bewachen zu lassen, bevor ein schwerer Unglücksfall doch zur Einführung der unbedingt notwendigen Barrierenbedienung zwingt. Entgegen der Auffassung der Bahn sind nämlich die lokalen Verhältnisse in Ried-- bach derart, dass auch ein vorsichtiger Autofahrer Gefahr laufen kann. Im übrigen ist es mit einer Publikation in irgend einem Blatte über die zeitweise Nichtbewachung der Uebergänge nicht getan, da der Automobilist füglich besseres zu tun hat, als täglich a'l-e amtlichen Anzeigen auswendig zu lernen. Zudem wird auch die Direktion der Bern- Neuenburg-Bahn den nichteinheimischen Automobilisten vor einer Ueberquerung des Riedbach-Ueberganges nicht noch rasch das Durchstöbern der amtlichen Publikationen zumuten wollen. Die Quintessenz der ganzen Antwort liegt jedoch im Schlusssatze des bahnamtlichen Schreibens und wo betont wird, dass nicht die Bahn die veränderten Verhältnisse herbeigeführt habe, sondern der immer dichter werdende Autoverkehr. Sehr einfach, nicht wahr. Mit andern Worten: Die Bahn war zuerst da, du, Automobil, bist ein unangenehmer Emporkömmling, der einem das früher ruhige Leber nur sauer macht und der das Wäglein, das so gemach und friedlich auf alten Geleisen durchs Land rumpelte und sich dabei nach niemanden zu richten hatte, eben aus diesen alten Geleisen geworfen hat. Gegenüber dieser antiken Auffassung gilt es allerdings erneut mit aller Entschiedenheit zu betonen, dass auch die Bahn den neuen Ver-« kehrsverhältnissen Rechnung zu tragen hat und dass es eine ihrer elementarsten Pflichten ist, mitzuhelfen, Verkehrsunfälle auf ein Mi' nimum zu reduzieren. In einem Augenblick, da der Motorfahrzeugbestand der Schweiz gegen 100,000 ansteigt, sind Begründungen wie « Die Anbringung besonderer Warnüngs-' tafeln können wir der Kosten halber nicht in Erwägung ziehen » nicht nur grotesk, sondern mehr als hinfällig geworden. t. CARROSSERIE Une reference GANGLOFF S. A. ZÜRICH GENEVE COLMAR Une de mes clientes, Madame R. C, Chemin Sautter ä GENEVE, me communique les faits suivants: Partie de Geneve, le 7 courant ä 9 heures du matin avec ma 8 CV. Amilcar je me suis rendue ä Berne oü je suis arrivee im peu avant midi, de Berne ä Lyss oü j'ai dejeune. Je suis allee ensuite ä Bienne, Soleure, oü je suis montee au Weissenstein. De la j'ai continue ma route sur Zürich, oü j'ai passe la nuit. Je suis repartie le lendemain de Zürich sur Fluelen, oü j'ai dejeune, ensuite je suis montee au Sommet du Gothard. La j'ai pris le the, puis suis redescendue sur Hospenthal, pour passer la Furka, puis le Grimsel et coucher ä Brienz. Le lendemain, je suis repartie de Brienz a 8 heures du matin, sur Interlaken, Spiez, Gstaad, le Pillon, Aigle et enfin Geneve. en 3 etapes j'ai fait environ 900 kilometres SANS LE M01NDRE ENNUI THEO SARBACH, GENEVE METROPOLE-GARAGE Zürich, E. Baumberger, Löwenstr. 17 Berne, Fankhauser, Lagerweg 12 ßäle, Paul Haas, St. Johannring 133 Lausaime, Maison Jan, Terreaux 10 Ainsi dono et cela par la plus forte chaleur. Agent general pour la Suisse: 6, rue d'ltalie, 6 Tel.: Stand40.22 Reprösentants: Locarno, American Auto, via B. Luini Blartigny Leon Ramony Düdingen, Ernst Walter Cortaillod. S. A. Vega Oranges, H. Fasler TOIT OUVRABLE adaptable en quetques jours sur toute voiture CONDUITE INTERIEURE Nouveau modele CABRIOLET SPECIAL ent/erement decapotable automatiquement brevete dans tous pays type „VILLE et CAMPAGNE" LIGNE QUAUTE CONFORT