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E_1928_Zeitung_Nr.070

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26 Das Automobil In

26 Das Automobil In Afrika. Als aus Südafrika die Nachricht kam, dass sich dort die Eisenbahn durch den steigenden Automobil-Personen- und Lastenverkehr ernstlich in ihrer Rentabilität bedroht fühle, dachte man an die- besonderen Verhältnisse in der Union, die das Auto begünstigen. Südafrika besteht aus stufenförmig sich aufbauenden Tafelländern, mit Wüsten-, Steppen- und höchstens noch Buschcharakter. Tropischer oder subtropischer Wald, dieses grösste Verkehrshemmnis für Automobile in erst teilweise durch Strassen erschlossenen Ländern fehlt vollständig. In der Tat ist es in Südafrika so, dass erst durch das Auto entfernte Punkte zeitlich einander nahe gerückt, ganze Gebiete erst wirtschaftlich erschlossen werden konnten, Indes die Eisenbahn mit ihrem starren, für ewige Zeiten festgelegten Schienenweg Wirtschaft und Verkehrsbedürfnis riesenhafter Landstriche unberücksichtigt lassen musste. Inzwischen kommt die Kunde, dass auch Im wald- und buschreichen tropischen Ostafrika der Eisenbahn im Automobil ein so ernsthafter Konkurrent erwachsen ist, dass sie beispielsweise in Kenya und Uganda bereits Bahnfrachtermässigungen vornehmen musste, um konkurrenzfähig zu bleiben. Nun sind die afrikanischen Bahntarife mit t von den höchsten der Welt, allerdings bedingt durch die überaus teure tropische Personalhaltung und der immerhin meist schwachen Volksdichte der von ihr gefahrenen Gebiete, so dass ein Massenverkehr, wie unsere Bahnen ihn als Goldquellen wenigstens zeitweilig zu verzeichnen haben, nie vorkommt. Auch wollen die hohen Gestehungskosten der tropischen Bahnen amortisiert werden, so dass die aufblühende Wirtschaft in diesen Ländern, ob sie will oder nicht, durch unmässig hohe Bahnbenützungskosten zur Geste des Leidtragenden gezwungen ist. Die Monopolstellung der Eisenbahn ist nunmehr zu gunsten von Handel und Wirtschaft erschüttert. Gebiete, die vielleicht noch nicht einmal in einem Menschenalter Bahnanschluss bekommen hätten, sind heute durch das Auto erschlossen und wirtschaftlich nutzbar gemacht worden. Hunderttausende von gequälten, meist gewaltsam zum Dienst gepressten menschlichen Lastträgern sind von ihren Leiden erlöst, sie können ohne Furcht als freie Menschen wieder ihrer Scholle leben. Die menschenmordenden Karawanenreisen durch feuchfheiase. oder wasserlose Riesenstrecken gehören der Vergangenheit an, Entfernungen, zu denen man früher Monate brauchte, legt man heute in ebensoviel Tagen zurück. Der früher so enge Wirkungskreis des Arztes in diesen primitiven, krankheitsverseuchten Ländern dehnt sich ins Uferlose, der früher hilflose, dem Tode verfallene Kranke braucht heute die Hilfe des im Auto schnell reisenden Arztes nicht zu missen. Es ist somit nicht weiter verwunderlich, dass im einstigen Wild-Afrika in gewissen Gebieten bereits jeder erwachsene männliche Weisse sein eigenes Automobil besitzt, was selbt im Lande des Dollars noch nicht erreicht wurde. Nach einer neuen Statistik trifft in U. S. A. auf jede fünfte Person, in Frankreich auf jede vierzigste, in Grossbritannien auf jede einundvierzigste, in Deutschland auf jede hundertsiebenunddreissigste Person ein Auto. — Es ist zu wünschen, dass der in Uganda und Kenya von der Regierung zu gunsten der Eisenbahn ernstlich erwogene Lizenzzwang für alle dem öffentlichen Verkehr dienenden Autos so bald nicht zur Wirklichkeit wird. J. V. Verkehrsunterricht in der Schule. Wenn in meinem ersten Artikel allgemein auf die Notwendigkeit eines planmässdgen Verkehrsunterrichts in den Schulen Gewicht gelegt worden ist, so soll im Nachfolgenden kurz auf den Inhalt des angegebenen Handbuches /von Hanner und Trarmm eingegangen werden. Der Verkehrsunterricht soll bezwecken, «durch planmässige Belehrung den Einzelnen zur denkenden Einordnung in das Verkehrsleben zu erziehen, um einmal das Menschenleben zu schützen, und zum andern das Verkehrsleben fördern zu helfen.> Dieses Ziel soll erreicht werden durch Belehrungen über Verkehrsanstand und Aneignung der wichtigen Verkehrskenntnisse. Die Unhöflichkeit im allgemeinen und besonders im Verkehrsleben muss ein Allerweltsfehler unserer Jugend sein, den es in erster Linie zu bekämpfen gilt. Die Rücksichtslosigkeit, mit der unsere grossen und kleinen «Buben> um die Wette durch öffentliche Strassen rennen und sorglos von Neben- in Hauptstrassen einbiegen und um unübersichtliche Ecken pfeilen, ist geradezu eine Verkehrsgefahr geworden und sollte von den Polizeiorganen viel strenger geahndet werden. Aber auch jedem Lehrer sollte das Recht zugestanden, wenn nicht zur Pflichtsache gemafcht werden, soleh' rücksichtslose Fahrer zur gebührenden Bestrafung zu ziehen. Dasselbe gilt auch von der Verkehrssauberkeit. "Wieviel Unfälle haben sich nicht schon ereignet durch unüberlegtes Wegwerfen von Fruchtresten aller Art! Abgesehen, davon ist eine solche Unsauberkeit vielfach die Quelle gesundheitlicher Schäden. So bildet dieses Gebiet nicht nur Anlass zu Belehrungen über Anstand, sondern es ist auch ein wichtiges Kapitel in der praktischen Gesundheitelehre. Aber auch über die Verkehrswege AUTOMOBIL-REVUE 1928—N° 70 -zeiten und -preise jeder besondern Verkehrseinrichtung sollten die jungen Leute unterrichtet werden, was eine wesentliche Erweiterung des Heimatkundeunterrichts zur Folge haben musste. Zu den wieitern Kenntnissen des Verkehrs gehören ferner die bekannten Fragen der Verkehrsklugheit, Wie schütze ich mich gegen Unfälle? Wie spare ich Zeit und Geld? Wie sorgen die Behörden für Sicherheit, Beschleunigung und Beauemlichkeit im Verkehr? Durch Beantwortung dieser Fragen erhalten die Kinder einen Einblick in die Sicherheit und Wirtschaftlichkeit des Verkehrs und eignen sich die so notwendige Verkehrseinsicht und dsrs Verkehrsverständnis an. Ein richtiger Unterricht auf diesem Gebiet kann zudem der Staatsbürgerkunde vortreffliche Dienste leisten, wird doch alles, was heute von oben herab diktiert wird, von vielen Menschen als Ghikane und gegen sich selbst gerichtet, empfunden, auch wenn die Anordnungen der Behörden zweifellos immer das Wohl der Gesamtheit bezwecken. In einem weitern Abschnitt zeigt das Handbuch, wie fast alle Unterrichtsfächer, in den Dienst des Verkehrsunterrichts gestellt werden können. Selbstverständlich verlangt ein solcher Unterricht ein weises Masshalten von Seiten des Lehrers, dass nicht immer und überall vom Verkehr gesprochen würde; aber durch gelegentliche Hinweise über Sicherheit und Verkehr könnten den Kindern wichtige Tatsachen für das praktische Leben übermittelt und zudem der Unterricht belebt werden. Es würde zu weit führen, hier auf beschränktem Raum all' die verschiedenen Möglichkeiten verkehrsunterrichtlich durchgehen zu wollen. Jedoch möchte ich auf ein Massenschriftchen, «Deutsche Jugend-Verkehrswacht!» hinweisen, das zu billigem Preis durch Wort und Bild als Klassenlektüre auch in schweizerischen Schulen gute Dienste leisten könnte. In einem besondern Abschnitt wird gezeigt, wie Sicherheitsunterricht nicht betrieben werden darf, nämlich nicht so, dass rein negativ immer nur die Furchtbarkeit der Unfälle schrecklich Ausgemalt wird, wodurch im Kinde übertriebene Furcht und Angstvorstellungen erweckt werden, sondern es soll vielmehr der positive Weg beschriften werden, der dazu führt, wie man sich vor Unfällen, die nun einmal mit dem besten Willen nicht ganz aus der Welt geschafft werden können, sichert und schützt. Es soll nicht eine Generation von Angsthasen, wohl aber eine solche von Kindern, die den Gefahren des Lebens zu trotzen wissen, erzogen werden. Dem methodischen ersten Teil folgt ein praktischer zweiter, der in ausführlichen Lektionsentwürfen, immer unter dem Gesichtswinkel der Verkehrshöflichkeit, ^Sauberkeit und -Klugheit, darlegt, wie sich der Fussgänger-, der Radfahrer-, der Fuhrwerks- und Kraftwagen- und der Strassenbahnverkehr abwickeln sollten. «Sei anständig in Worten, Taten und Kleidung! Sei rücksichtsvoll gegenüber deinen Mitmenschen! Sei hilfsbereit! Sei ehrlich!» diese altbekannten Forderungen ziehen sich wie ein roter Faden durch das vielgestaltige Gebiet des Strassenverkehrs. Auch dem Eisenbahnverkehr, der Post, dem Verkehr aruf dem Wasser und in der Luft sind spezielle Abschnitte gewidmet, voll von interessanten Anregungen und praktischen Belehrungen. Ein Kapitel «Verkehrspraktische Aufgalben» setzt sich zum Ziel! «durch wiederholtes Lesen von Bestimmungen, Tarifen, Karten, Verzeichnissen usw. grössere Fertigkeit und Sicherheit im Gebrauch aller aufklärenden Verkehrshilfsmittel zu erwerben. Auch regen sie zu scharfem Beobachten drarussen im Verkehrsleben an.» Z. B.: Zeichne den nächsten Weg von deiner Wohnung zur Schule, zum Bahnhof, zum nächsten Postamt usw.» oder: «Welche ortsüblichen Verkehrsbestimmungen muss ich als Radfahrer beachten?» «Woran erkennt man den höflichen Fahrgast bei den einzelnen Bahnen?» «Aufstellen eines Reiseplans mit genauer Zeit- und Kostenberechnung.» «Mein nächster Briefkasten und seine Leerungszeiten.» usw. Interessante Ausführungen. Teich mit Hlustra:- tionen versehen, bietet schliesslich der letzte Abschnitt des ungemein gehalt- und wertvollen Werkchens «Geschichtliche Entwicklung des Verkehrs»< «Von der Schleife bis zum Auto», «Das Fahrrad», «Die Pferdebahn», «Die elektrischen Bahnen», «Das Schiffahrtswesen», «Das LuftverkehrSwesen», «Die Post», sind die Kapitel, die kurz und bündig dacs Wesentliche aus der Verkehrsentwicklung enthalten. Wenn es mir gelungen sein sollte, durch vorstehende Ausführungen, die allerdings recht Iückenund skizzenhaft sind, das Publikum, das heute vielfach noch teilnahmslos, wenn nicht garr feindlich, der Entwicklung des modernen Verkehrslebeng gegenübersteht, für den Verkehrsunterricht zu interessieren, so haben sie den Zweck erreicht. Nicht «Verkehrsnaseweise oder gar Verkehrsbeamte» wollen wir aus unsern Kindern machen, aber «es soll statt der Verkehrsängstlichkeit freudige und gewandte Verkehrsbejahung die Jugend beseelen.» R. Seh. Verkehr und Gerichtsbarkeit. Ein Fahrer übermittelt uns zur Veröffentlichung einen Brief an ein Richteramt, worin er folgendes ausführt: «Nachdem ich im Juni durch die hiesige Polizei dreimal telephonisch wegen des in Ihrer Stadt begangenen Deliktes, am 28. Mai beim ... tos einen .unrichtigen Durchgang gewählt zu haben, interpelliert wurde, und einige Tage später während meiner Bureauzeit von ihr vorgeladen rjnd mit einem Zeitverlust von ca. 1 Stunde einvernommen wurde und dabei die formelle Erklärung abgeben konnte, an jenem Tage mit meinem Wagen Nr. 308 überhaupt nicht in B. gewesen zu sein, glaubte ich die Angelegenheit erledigt. Zu meinem Erstaunen erhielt ich eine vom 22. Juni datierte Bussenverfügung der städtischen Polizeidirektion von Fr. 5.—, deren Anerkennung ich mit Schreiben vom 25. Juni verweigerte, wobei ich gleichzeitig als Zeugen meiner Nichtanwesenheit in Bern an bewusstem Tage den Stadtpräsidenten von T. aufgab. Besagte Instanz 'scheint sich nicht die Mühe genommen zu haben, den in Frage kommenden Zeugen einzuvernehmen, sondern diese Angelegenheit an Sie weitergeleitet zu haben, was aus Ihrem Strafmandat mit Fr. 10.— Busse plus Fr. 5.— Staatskosten hervorgeht. Auch Sie werden von mir diesen Betrag nie zu sehen bekommen. Ich verweigere dessen Bezahlung und behalte mir vor, Sie für meine Umtriebe. Kosten und Zeitverluste haftbar zu machen, falls Sie es angezeigt erachten sollten, diese lächerliche Angelegenheit noch weiter zu verfolgen. F. L. in Z. Rieh. Filsinger, Ingenieur & Cie. 9 Aarau - Tel. 1070 Wir liefern: VOGEL-TACHOMETER JURID-BREMSBELAG BERU-FABRIKATE ISOLIER-SCHLÄUCHE ZÜND- und LICHTKABEL WONDER-MIST IBfflBflBnnHHHHHBBHH Zu verkaufen § 4-5 Plfltzsr-Auf omoMl m H mit Brücke, sehr stark gebauter Wagen, mit H nur 12 Steuer-PS, ausgerüstet mit elektr. H Licht und Anlasser Bosch, öfach bereift, voll» n ständig durchrevidiert und neu lackiert, ! Fr. 3500.— S MERCEDES-BENZ-AUTOMOBIL A.-G„ 5 ZÜRICH, Badenerstrasse 119. TeL üto 16.93. iBBeiBBBieBHIIIIIlllll BB MARMON 1922 Torpedo, 4/5-PL, elegant, Sportkarosserie, rassig und mit jedem Luxus versehen, billig zu verkaufen Offerten unter Chiffre 368191 an die Automobil-Revue, Bern. Pßziäiangß i? 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N° 70 - 1928 AUTOMOblL-KüVUfc 21 Der Automobilkauf auf Abzahlung in Zürich. Der Ausweis der Statistischen Nachrichten über die Abzahlungsverkäufe mit Eigentumsvorbehalt in der Stadt Zürich ergibt für das erste Vierteljahr 1928 eine Zunahme der Geschäfte. Verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres sind 12 Verträge mehr, insgesamt 102 Kaufverträge abgeschlossen worden. Interessant ist nun die Tatsache, dass der Forderungsbetrag trotz der erhöhten Zahl der getätigten Geschäfte zurückgegangen ist, wie folgenden Angaben zu entnehmen ist: Zahl der Verträge für Personenautos Forderungsbetrag 1. Quartal 1927 65 Fr. 543.300.— 1. Quartal 1928 81 Fr. 458.300.— Es ist dies darauf zurückzuführen, dass in den Preiskategorien bis zu 5000 Fr. eben entsprechend mehr Verträge abgeschlossen wurden währenddem sich die Abschlüsse mit Kaufpreisen über 5000 Fr. nur um zwei auf 41 erhöht haben. Zu erwähnen ist auch die geringere Höhe der dieses Jahr geleisteten Anzahlungen. Während in den ersten drei Monaten 1927 noch 29% der Kauf summe durchschnittlich bar erlegt wurden, gingen die Barzahlungen pro 1928 auf 21,4% bei den Personenwagen zurück. Bei den Lastund Lieferungswagen war die Anzahlung ebenfalls um 5% geringer, beziffert sich aber im Durchschnitt immerhin noch auf 25% der Kaufsumme. Es ist möglich, dass die bis anhin gemachten günstigen Erfahrungen die Verkäufer bewogen den Interessenten culantere Konditionen zu offerieren. Wahrscheinlich ist dieser Rückgang aber auch auf ein Ueberangebot an Occasionswagen zurückzuführen, wobei der Lieferant eben mit einer geringeren Anzahlung zufrieden sein musste, nur um ein Geschäft tätigen zu können. Eine Anzahlung von 21% scheint verhältnismässig gering zu sein, galten doch bis anhin 25% als üblicher Ansatz für die erste Zahlung. Auf alle Fälle sollte die erste Rate nicht mehr geringer werden, wenn das Geschäft noch auf gesunder Basis durchgeführt werden will. Die Abzahlungsverkäufe mit Automobilen machen nach wie vor einen sehr beträchtlichen Teil der eingetragenen Forderungen aus. Die Zahl der abgeschlossenen Verträge ist zwar im Vergleich mit der Summe aller registrierten Abmachungen gering, die damit zusammenhängenden Forderungen entsprechen aber beinahe einem Drittel sämtlicher ausstellenden Beträge. Z. Die Frage der Korrektion der Seetalstrasse beschäftigt immer weitere Kreise. Dieser Tage wurde sie auch, anlässlich der Generalversammlung des Verkehrsvereins für das See- und Oberwynental, besprochen. Auf eine diesbezügliche Anfrage hin, erklärte Herr Amtsstatthalter Dr. Schmid (Hochdorf), dass die Akten gegenwärtig in Bern liegen und dass hoffentlich in nicht allzu ferner Zeit von den luzernischen Behörden ein Finanzdekret darüber erlassen werde. Es bestehe die Aussicht, dass noch dieses Jahr mit der Korrektion begonnen werde. Das Teilstück Hochdorf-Gelfingen werde jedenfalls zuerst in Angriff genommen, da die Zustände dort am bösesten seien. Es wurde beschlossen, in einem besonderen Schreiben des Vorstandes die dringende Notwendigkeit der Korrektion zu betonen. Betreffend dio Strasso Mosen-Aesch, die heute zu Rundfahrten um den See immer mehr benützt wird, wurde mitgeteilt, dass gegenwärtig Unterhandlungen im Gange seien, diese Strasso als Kantonsstrasse zu erklären. Der Verkehrsverein wird sich auch für dio Korrektion der gefährlichen Kurve vorwenden, -ey. Verkehrsvorschriften auf der Klönthalerstrasse. Die Strasse Netstal-Klönthalersee ist nur in der Bergfahrt über Biedern—Staldengarten—Klönthalersee erlaubt, die Talfahrt erfolgt über den Rhodanenberg- hint. Sackberg (Schwammhöhe)- Sackberg. Die Strasse Glarus—Schwammhöhe— Klönthalersee ist in beiden Richtungen fahrbar, es empfiehlt sich aber die Hinfahrt über Riedern— Staldengarten zu nehmen, um die Fahrt zu einer lohnenden Rundtour zu gestalten. Das linke Seeufer ist bis Vorauen fahrbar, etwas schwierig ist der Verkehr auf der Schlusstrecke Vorauen-Bad Richisau. Diese letztere Strecke ist, entgegen früheren Meldungen dem Verkehr mit Motorfahrzeugen erschlossen, der schmalen Strassonanlage wegen vorläufig nur für Personenwagen bis 8 Sitzplätze fahrbar. •JluS DEM LESERKREIS Wattwil (St. Gallen). Man schreibt uns: Am Sonntag den 12. August, wurde vom Schreibenden bei der Bahnüberführung in Wattwil beim Bahnhof, Strecke Altstätten-Ricken ; eine Pflichtvergessenheit des Barrierenwärters konstatiert, die leicht schwere Folgen hätte haben können, und die im Interesse der Autofahrer hier nicht unerwähnt bleiben darf. — Um 10.45 Uhr vormittags war ich per Zufall bei diesem Uebergang und verfolgte den Verkehr; ein mit 7 Personen besetztes Auto passiert den Uebergang, ebenfalls ein Töff und unmittelbar nachher wollte eine Gruppe von 5 Kindern das Geleise überschreiten. In diesem Moment saust ein Zug, nicht einen Meter von den Kindern entfernt, vorbei — bei geöffneter Barriere. Erst als der Zug vorbei war, kam der Wärter gerannt und Hess die Barriere hinunter! !! Von mir über die Ursache dieser Pflichtvergessenheit befragt, erklärt dieser, der Nachrichtendienst sei nicht richtig, der Zug hätte statt auf Geleise 4 auf einem andern einfahren sollen. Nachdem ich dem Manne, erklärlich machen wollte,- dass dies kein Grund für ihn sei, die Barriere nicht zu schliessen, wenn er wisse, dass um diese Zeit ein Zug die Stelle passiere, äusserte er sich, das sei schon öfter vorgekommen. Die Aeusserungen dieses Angestellten erweckten den Eindruck, dass dieser verantwortungsvolle Posten nicht von einem mit der nötigen Auffassungsgabe versehenen Beamten besetzt ist, dass derselbe entweder die Signale nicht versteht oder die nötigen Instruktionen entbehrt. — Also Vorsicht bei Durchfahrt dieser unübersichtlichen Ueberführung. Muss vorerst ein Unglück passieren, bevor dieser Posten von einem zuverlässigen Manne besetzt wird? — Ein Bahnhofvorstand sollte sein Personal genau kennen! Auch auf ihm lastet ein gut Teil der Verantwortung! Höflichkeit. Ein Abonnent schreibt uns: Ich war mit meinem «Fiat» und einem Freund in.«preussisch» Berlin. Den Freund erwähno ich deshalb, weil er diese Ausführungen unter Eid nimmt, wenn meine Aussagen eventuell nicht glaubhaft sein sollten. Die Berliner Schutzleute sind von einer Liebenswürdigkeit, wie ich sie in keinem anderen Lande je angetroffen habe. (Ich kenne die Schweiz, Italien, Frankreich, Österreich, Norwegen, Schweden, Dänemark u. a. m.) Im grössten Verkehr fuhr ich über den bekannten Potsdamerplatz — natürlich — ganz falsch, sodass der Verkehr gestört und sogar einige Passanten fast zu Schaden gekommen wären. Ein Schutzmann rief auch sofort «stopp» ... machte mich auf meinen Fehler aufmerksam und sagte, ich solle aufpassen, dass so etwas nicht wieder vorkomme. Er erklärte mir die verschiedenen Zeichen usw. ohne dass meine Nummer etwa aufgeschrieben wurde. Ich fuhr ohne jeden weiteren Zwischenfall weiter ... bis ich in eine «Einbahnstrasse» einbog, die ich aus Versehen in entgegengesetzter Richtung fahren wollte. Wieder kam ein Schutzmann, hielt mich an — und machte mich in höflichster Art und Weise mit einem gewinnenden Lächeln auf diesen meinen Irrtum aufmerksam. Er stoppte solange den ganzen Autoverkehr ab, bis ich aus dieser Sackgasse wieder kehrt machen konnte. In einem anderen Stadtviertel, wo es noch keine Lichtzeichen gab und wo sich verschiedene Strassen kreuzten, waren 4 Schutzleute, die den Verkehr regelten. Hier trat ein «Schupo» an mein Auto und sagte wörtlich: «Warten Sie bitte noch einen Augenblick — so jetzt können Sie weiter fahren, bitte.» Dies alles in einem Ton, der einfach entzückte und mir die Berliner Schutzleute lieb gewann. Ich fuhr 6 Wochen in ganz Deutschland herum, in grossen und kleinen Städten, und bin sicher, dass ich nicht immer streng nach den gesetzlichen Vorschriften gehandelt habe noch handeln konnte, ich hatte nirgendwo den geringsten Anstand, noch erhielt ich den geringsten Verweis oder gar «Busse». Bis ich in Zürich landete und der grossen Hitze wegen meinen Wagen in der Zollikerstrasse, wo doch weiss Gott kein Verkehr ist auf die Schattenseite links stellt, vielleicht 15 Minuten, es können auch 20 gewesen sein, aber nicht länger. Ich sah einen Schutzmann an mir langsam vorbeischlendern, ich sah auch, wie er die Autonummer ansah und dachte mir nichts dabei. Einige Tage später dachte ich mir aber schon etwas mehr, denn eine polizeiliche Vernehmung klärte mich auf, dass der Wagen auf der falschen Seite stand.. 5 Lenk-lffigenalp. (Korr.) Lenk ist der Endpunkt detr Bahn aind Autostrasse im Simimental. Einige Gasthöfe und Hotels bieten dem Touristen Unterkunft. Von Mer fühnt «in schmales Strafsachen, eum, imposanten Simimenfall öbei Oberried. 5 fcmhinter» Lenik. Die Leute von Ofoerried haben sich. s. Z. ge-* wehrt wie die Henker, man solle ihr Strässchen förf Personenautos nicht freigeben. es sei SSVL sdhmal t umd die Autos geben Staub. Und itetute? Heute stellen diese Leute das Begehren, man solle auch den 1 groseen Autocans die Benützung der Strasso Ins zum Simm eMail freigeben. Aehmkohe Meinungen wie damals gibt es nun gegenwärtig hier .in Lenik wegen der Raiwilstrasse; das ist das Stra&senstücik von Lernt bis auf die Hügenalp (10 ikm). Von Iffigenalp geht dio IFahrstrasso in 'einem 1—VA m foxeitea Fussweg über und heisst nun Raiwilpass. Es ist belkannt, dass das Rawälodor Sanetsohprojeikt noch vor wenig Wochen viel zu reden gaib. Da die Lenker im allgemeinen kein größtes Interesse an einer Rafwilstrasse haben, worden die Leute von Gsteig mit ihrer Sanetsühstrasso •weit maur Erfolg (haben auf Verwiriklichung. Dies nutr nebenbei. — Das Strässchen von Lenk bis nacli Iffigenalp ist ßtaatsstrasse und darf nur von Fuhrwerken und Motorvelos befahren werden. Der Kutschestarif beträgt FT. 30.— für 3-—4 Personem und Fr. 45.— für 5 und mehr Personen. Automobile, welche gleichiwohl durühfahren, werden mit Fr. 15.— gebiisst. Nun handelt es sioh. darum, dieses Strässchen dem Automoibikerikehr freizugeben,' Der Gemeinderat von Lemlk will dais Land für eine Verfareitemng der Strasse freigeben, damit die Autos ungehindert zirkulieren können, und der VorkehrsiveTein von .Lenk hat dem Regierungsrat desi Kantons Bern das Begehren gestellt, man möchte nur den ortsansässigen Automobilisten gestatten, die iStrasse mit ihren Autos eu benutzen!! Dieses Begehren mutet einem schon ein wenig sonderbar an., Glaubt man in Lenk" twirOdich, eine Staatsstrasse sei nur vom 1—2 Familien eu benutzen? Unseres Wis j sens existiert gegenwärtig in Lenk ein einziger, aus dem Jahr 1913 stammender Opelwagen, der bei Sonnenschein oder Regen Tag für Tag auf den 1 Bahnhof ifährt, um Gäste abizuholen. Allerdings wollen dann verschiedene Lenker auch Autos anschaffen, wenn die Strasse nach Iffigenalp vom Re-> gierungrsat freigegeben wird. Es gibt in unserem; Lande zahlreiche schmale Strasschen. welche für den lAutonrei&eiar offen sind. Von Oey-Diemtigeni auf die Grimmialp führt ein prächtiges Strässchen auf sonnige Höhe, und auf die Iffigenalip könnte man das ebensogut, man brauchte nur eu wollen. Man kann doch die Fahrzeiten beschränken, wenn man nicht Ausweichstellen schaffen •will. z. B. Bergfahrt von 6—9 Uhr und 1—4 Uhr. Talfahrt von' 10—12 und 6^-7 Uhr. Es ist gar nicht einzusehen, warum man dies nicht machen könnte, wird doch von Lenik bis Iffigenalp keine Bahn konkurrenziert, und wer ein; Auto hat, fährt bis Lenik nicht mit der Bahn, und weT kein Auto hat, fährt vielleicht gleichwohl nie nach Lenk. Könnte nicht der Regierungsrat vor-* suichisfweise, sofern er sich nicht definitiv entschlicssen kann, einen Sommer die Strasse Lenk-lffigenalp zu oben genannten Zeiten freigeben? Die Strass« könnte für Autos mit maximal 6 Sitzplätzen mit ibeischränikter Geschwindigkeit gut freigegeben werden, und wir eind überzeugt, dass nach Oeffnung der Strasse sogar der Verkehi^verein Lenk sich dem Gsmeind&Tat mit Begeisterung ansohliessen: kann, AUTO-GARAGEN 6 cylindres, coupö luxe, 2-4 placea aveo Spider, confortable, modele 1927, neuve, n'a roule quo 4800 km. 6 cylindres, touring 4-5 places, double pare-briso, modele 1926, 4tat parfait garanti, derniers perfectionnements. S'adresser: 7561 Place Chauderon, 26. 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