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E_1928_Zeitung_Nr.072

E_1928_Zeitung_Nr.072

schlürfte im sausenden

schlürfte im sausenden Rauschen des Wolkenbruches ein Schiedsrichter, den Eversharp zwischen den Zähnen, durch die Wasserpfützen. Dem Toben der nassen Elemente folgte eine Atempause, die mit untätigem Wartenmüssen verbracht wurde. Endlich ein berittener Polizist. Elektrische Lampen flammten auf, zahllose Streichhölzer ertranken in patschnassen Laternen. Los! Mit sieben Kilometer (-ein Tempo, das den hochpotenten Sportwagen recht schlecht bekam!) rollten die Wagen durch die festliche Stadt, die in einem Meer von Licht schwamm. In den Lauben, in den Fenstern, auf Wagen und Kisten und Leitern drängte sich das Volk, dichtgemauert, zu Tausenden und Tausenden. Ausrüstung: Trench, Schirme, Galoschen. Der Spitzenwagen mochte beim milchbeleuchteten Zytgloggen sein, als Petrus ohne Erbarmen mit der bildhübschen Tessinerin als lebende Kühlerfigur und den hauchartig beschleierten Türkinnen seine Schleusen öffnete. Die Korsoteilnehmer hatten sich im allgemeinen mehr auf das Dekorieren als auf das Verkörpern einer Idee geworfen und dies mit mehr oder minder glücklicher Hand durchgeführt. Es gab da Künstlerisches neben Reklame (womit nicht gesagt sein will, dass sie das Künstlerische ausschliesst!) und Geschmacklosem. Viele Wagen waren als erster tastender Versuch zu werten. Dazu das Regen-Handicap. Die venezianischen Gondolieri waren in ihrem Element, auch wenn Papa Hofstetters Laternen nur im Scheine elektrischer Bogenlampen zur Geltung kamen und der schönen Gondoliera des Ritz- Tours-Wagens (ob es das wohl je gegeben hat in Italien, das jede öffentliche Schaustellung der Frau verpönt? Horcht auf, ihr Saffafrauen!) das seidene Kostüm tropfnass vom Leibe hing. Unentwegt leuchtet Herr Hilfikers Rokoko-Blumenstrauss in sprühenden Farben (kein Wunder-Magneti Marelli!). Eine gewaltige rote Laterne mit lebensgrossen, geschmeidigen Frauengestalten, Symbolik heutiger Girlromantik («Wer von beiden ist die Tochter, wer die Mutter?») löste freudigen Beifall aus. «Vive la femme,» das schlug ein am Ehrentag der Saffa! Die Laterne war auf den prachtvollen, offenen Stutzwagen der Firma Schlotterbeck harmonisch aufgebaut, die Entwürfe und Ausführung stammten aus der Werkstatt des Zeichners der «Automobil-Revue». Weiter fielen auf ein rotes Haus, Ceresoles Saffawagen, die blauen Lampions. Das andere war nasses Fahnentuch, .'triefendes Papier, quietschendes Gestänge. Auf dem Schänzli, wo die Zytglogge-Gesellschaft ein venezianisches Nachtfest (oh an Romantik armes Helvetien!) mit zwei Orchestern, Bands, der Hochdramatischen vom Zürcher Stadttheater, Sketchs, viel Lärm und verheerendem Platzmangel inszeniert hatte, nahm Herr Präsident A. Baumgartner, assistiert von Herrn Vizepräsident Oberstlt. Ruegg, den beiden verdienten Organisatoren, die Preisverteilung vor. Herr Baumgartner feierte den ersten bernischen Automobilkorso, trotz der unheilvollen Sintflut, als Erfolg. Ich bin gleicher Meinung. Dass der Korso allen Unbillen zum Trotz zur Durchführung gelangte, zeugt von einem einzigdastehenden Schneid. Die Entscheidung der Jury — wir lassen dio Resultate nachfolgen — war gerecht. Sie tat gut daran, ein Ohr für die spontane Meinung der Massen zu haben. 1. Preis (Fr. 250.— und Ehrenpreis der Saffa): Ritz-Tours-Gondel. 2. Rokoko-Blumenstrauss (Fr. 150.— plus Ehrenpreis). Wagen von Herrn Hilfiker. 3. Laterne «Vive la femme» (Fr. 100.— iiervereins). Wagen von Hr, Schlotterbeck. 4. Rotes Haus (Fr. 50.—), 5. Venezianische Gondel. 6. Blaue Lampions. 7. Saffa. 8. Bauernhochzeit. Es gelangten insgesamt 15 Preise zur Verteilung, v. Wann kommt die Prageistrasse? Aus Glarus wird uns geschrieben : Mit freudiger Zustimmung hat man im Glarnerland den Leitartikel in Nr. 70 Ihres Blattes « Wann kommt die Prageistrasse ? » gelesen. Das Glarnerland wird mehr und mehr zu einem Fremdengebiet. Seine schönen Kurorte haben dieses Jahr eine ausgezeichnete Saison zu verzeichnen, ganz enorme Ziffern erreichte der Durchgangsverkehr. Besonders der ausländische Reisende gab seiner Bewunderung über die Naturschönheiten des Glarnerlandes Ausdruck. Die vielen holländischen Gruppen, die von Linthal aus die herrliche Höhenkanzel Braunwald, oder von Glarus aus Elm oder das Klöntal besuchten, äusserten sich begeistert. Der Fremdenverkehr im Glarnerland steht im Zeichen des Aufstiegs. Wir haben in letzter Nummer der «Automobil-Revue» die Gelegenheit wahrgenommen, uns kurz über den Bericht des Bundesrates an die Bundesversammlung über das Volksbegehren betreffend den Strassenverkehr zu äussern. Herr Bundesrat Häberlin hatte die Freundlichkeit, einem Vertreter unseres Blattes gegenüber seine Auffassung noch genauer zu präzisieren. Eine Frage dahingehend, ob er nicht glaube, dass mit dem Versuche, alle Strassenbenützer in den Aktionsradius des Art. 37 bis hineinzuzwängen, sich die gleiche Opposition in den Räten erheben werde, die schon vor drei Jahren das Gesetz zu Fall brachte, glaubte der Vorsteher des Polizeidepartementes mit dem Hinweise beantworten zu können, dass sich in der Zwischenzeit die Opposition stark gemildert habe. Sollte jedoch die Majorität von damals gegen alles Erwarten in den Artikel 37 nur die Automobile und Fahrräder einbeziehen wollen, so wären wir bereit, den Verfassungsartikel im Sinne der Initianten und des T. C. S. zu modifizieren, ohne in allen Teilen in den Forderungen so weit gehen zu können. Nach Ansicht des Bundesrates genügte übrigens Artikel 36 des bundesrätlichen Entwurfes, der den Verkehr auf den den Fussgängern vorbehaltenen Wegen für Motorwagen und Motorräder verbietet und die Fussgänger auffordert, die Fahrbahn der Strasse soweit als möglich für Fahrzeuge frei zulassen. Daraus würden sich die Ausführungsbestimmungen von selbst ergeben. Herr Bundesrat Häberlin bemerkte, dass er in der Unterredung mit den Delegierten des A. C. S 4 und T. C. S. diese ausdrücklich darum bat, sofern die Fassung des Art. 36 ihnen nicht genügen würde, sie zu erweitern und zu vervollständigen. Bis heute ist von Seite der Verbände leider nichts eingegangen, trotzdem wir am Vorabend der Diskussion der Verkehrsgesetziniative stehen und es wünschenswert wäre, wenn ge- Und es ist gut so. Denn auf eine weitere Ausdehnung der industriellen Unternehmungen ist nicht zu zählen; wir wollen froh sein, wenn die bisherigen Werke erhalten werden können. Gewerbe und Landwirtschaft haben auch keinen leichten Werktag. Da bringt jeder neue Verkehr so oder anders neuen Verdienst. Wer das Erwerbsleben fördern, will, muss in erster Linie den Verkehr fördern helfen. Aus diesen Gründen haben die glär«- nerischen Verkehrs- und Gewerbeverbäude vor zwei Jahren die Initiative neu ergriffen und alle interessierten Kreise zum Bau der Prageistrasse aufgefordert. Glarus ging mit der Gründung eines kantonalen Initiativkomitees voran, an seiner Spitze steht der kantonale Baudirektor Hefti, ein energischer Befürworter der Verkehrsförderung. Der ersten Pragelkonferenz in Pfäffikon, an der Verkehrsmänner aus den Kantonen Luzern, Glarus, Schwyz, Zürich und Graubünd;n teilnahmen, folgten Volksversammlungen in Glarus und Schwyz, sowie eine Reihe von Besprechungen mit Verkehrsführern verschiedener Kantone. Landamman und Regierung des Kantons Glarus haben sich wiederholt zugunsten des Baues der Prageistrasse ausgesprochen. Die kantonale Baudirektion, die mit Eifer an der Verbesserung der glarnerischen Strassen arbeitet, sucht die Verwirklichung des bald ein Jahrhundert alten 1 Planes ebenfalls zu fördern. Das Glarnerland ist also für den Bau gerüstet! Auch die Mittel wären aufzubringen., Leider aber ist man im Kanton Schwyz noch nicht soweit. Das Haupthindernis liegt hierin der finanziellen Schwierigkeit. Es ist zwar nicht daran zu zweifeln, dass der Bund dem Kanton Schwyz eine ganz bedeutende Subvention bewilligen würde; auch würden die Glarner ihren Nachbarn sicherlich in irgend einer Weise entgegenkommen, um den Bau ermöglichen zu helfen. Dass selbst die Kantone Luzern und Graubünden am Bau dieser direkten Verbindung ein grosses Interesse haben, braucht wohl nicht näher begründet zu werden. Auch Zürich — die rapid wachsende Grossstadt — muss eine Verbindung Wäggital-Klöntal, die im neuen Pragelprojekt vorgesehen ist, -unbedingt zu fördern suchen. Die Bedeutung der Prageistrasse liegt schliesslich nicht nur in der dauernden Durchleitung eines Fremdenverkehrstromes, sondern ganz besonders auch in der wirksamen Belebung des lokalen Verkehrs. Der Pragel würde nicht nur eine Tourenstrasse für den Autoverkehr im Sommer werden, sondern auch eine Geschäftsstrasse, die im Gegensatz zu den meisten andern Bergstrassen weitaus die längste Zeit des Jahres offen wäre. Wenn das ganze Projekt des Ausbaues nicht sofort in Angriff genommen werden kann, sollte wenigstens das noch fehlende Verbindungsstück Richisau (Klöntal)— Muotathal fahrbar gemacht werden. Damit wäre schon enorm viel gewonnen. e\v. AUTOMOBII^REVUE 1928 - No 72 Zum kommenden Sfrassenverkehrsgesefz Ein Interview mit Bundesrat Häberiin. rade über diesen Punkt Einigkeit bestünde. Die ganze Frage dreht sich darum, ob die Behörden und die Automobilisten sich auf eine gemeinsame Formel einigen und diese durch die Räte annehmen lassen könnten. Die Frage, ob es nicht besser gewesen wäre, zuerst die Volksabstimmung über die Initiative u. die Abstimmung in den Räten über die Benzinzollverteilung vor sich gehen zu lassen, wurde von Herrn Bundesrat Häberlin verneint, denn gerade von einer möglichen Einigung zwischen Behörden und Verbänden hängt die Politik des Bundesrates und diejenige der Räte inbezug auf die Initiative ab. Mit dem Berichte über die Strassenverkehrsinitiative haben wir zugewartet, bis gewisse Punkte im Beschlüsse über die Verteilung des Benzinzollviertels geregelt waren; so z. B. die Rückerstattungsgebühren an die Kantone, die Oeffnung der grossen Durchgangsstrassen usw. Ueber diese Punkte herrscht in den Räten heute erfreulicherweise Einmütigkeit. Die übrigbleibenden Fragen sind, auch wenn sie in der nächsten Session nicht erledigt werden könnten, von sekundärer Bedeutung für das uns gegenwärtig beschäftigende Problem des Strassenverkehrs. Die Gerüchte, die in den letzten Monaten über ein neues eidgenössisches Gesetz herumgeboten wurden, das mit den Strassenbenützern gemeinsam ausgearbeitet worden wäre, beruht auf Irrtum. Das kommende Gesetz werden wir selbst ausarbeiten. Dagegen ist es selbstverständlich, dass wir bei der Ausarbeitung der Rechte und Pflichten der Strassenbenützer diese zur Meinungsäusserung herbeiziehen werden. Herr Bundesrat Häberlin hält auch dafür, dass die Vorschriften punkto Haftpflichtversicherung von den automobilistischen Kreisen in Zukunft ruhiger gewertet werden. Die Frage dürfte im Zusammenhange mit der Strassenverkehrsgesetzgebung von sekundärer Bedeutung sein. Das Projekt der ersten englischen Autostrada. London, August 1928. In London wurde jüngst die Gründung einer Gesellschaft bekannt, welche sich den Bau von ausgesprochenen Autostrassen zum Ziele setzt. Gleichzeitig erfuhr man auch, dass ein vollständig ausgearbeitetes Projekt für den Bau einer ersten Autostrada zwischen London ;und Brigthon bereits vorliegt. Die Mehrzahl der interessierten Gemeindebehörden stehen dem Vorschlag wohlwollend gegenüber, so dass bereits in der kommenden Herbs'tsession die Konzession vom Parlament nachgesucht werden wird. Die anfänglich erwartete Opposition von Seiten der Gesellschaft der südenglischen Bahnen dürfte sich kaum geltend machen, nachdem die Bahngesellschaften ' nunmehr das Recht haben, auf eigene Rechnung Strassentransporte durchzuführen. Die neue Gesellschaft rechnet im Gegenteil die Bahn zu ihren besten Künden zählen zu können, da bei Benützung der Autostrasse der Gütertransport nach dem Süden sehr stark beschleunigt werden könnte. Sofern die Konzession genehmigt wird, hofft man, zu Beginn des Jahres 1929 mit den Bauarbeiten beginnen zu können, deren Kosten auf 75 Millionen Franken veranschlagt sind. Das Baukapital ist nach den Aussagen von Lord Askwith, dem Präsidenten der neuen, Gesellschaft, bereits gesichert, so dass die Auflage eines öffentlichen Anleihens nicht notwendig wird. Die Strasse wird sämtliche Städte und Dörfer umgehen und alle Kreuzungen vermeiden. Zu diesem Zwecke werden drei Tunnels unter der Eisenbahnlinie und rund 60 Strassenunter- oder -Überführungen erstellt werden müssen. Kurven sollen möglichst vermieden werden und die Strasse wird durch eine Grasbank in ihrer Längsachse in zwei Abschnitte für den Verkehr in jeder Richtung getrennt. Durch Nebenstrassen, unter möglichster Ausnützung der bereits vorhandenen Routen, soll der Verkehr aus den einzelnen Ortschaften der Strada zugeführt werden. Ueber die Gebühren zur Benützung dieser direkten Nord-Südverbindung liegen noch keine endgültigen Vorschläge vor, doch rechnet man mit einer Taxe von ca. 2,5 Rappen pro Meile für Personenwagen und pro Tonnenmeile der Lastwagen. Der Bau wird ungefähr 2% Jahre Zeit beanspruchen. Es sind ferner noch Vorstudien für die Anlage weiterer derartiger Strassen zwischen London und Portsmouth und deren Verbindung mit Southampton unternommen worden, welche Projekte ebenfalls zur Ausführung gelangen dürften, sobald die Eisenbahngesellschaft und das Parlament sich zugunsten des ersten Planes ausgesprochen haben, bi. Die Sdiönheifs- Konkurrenz in Sf. Moritz Mit der am 26. August auf dem Kurhausplatz in St. Moritz-Bad abgehaltenen Schönheitskonkurrenz für Automobile ist auch der Weltkurort St. Moritz neben Wiesbaden, Nizza, Baden-Baden, Cannes, Monte-Carlo, etc. in die Reihe derjenigen Freindenzentreii eingerückt, die durch Abhaltung grosszügig angelegten autotouristischer und autosportlicher Veranstaltungen in der Automobilwelt eine Rolle spielen. Zu diesem Schritte mag wohl St. Moritz durch das gute Gelingen der Luzerner Schönheitskonkurrenz 1928 besonders ermutigt worden sein. Die Ortsgruppe St. Moritz des A. C. S. hatte die Sache rasch an die Hand genommen und den Wurf, gewagt. Wenn man sich bewusst ist, wie vortrefflich alle St. Moritzer Veranstaltungen ohne Ausnahme organisiert und durchgeführt werden, so konnte es einem um das Gelingen dieser ersten Engadiner Schönheitskonkurenz kaum bange sein. Herr Hans Bon hatte mit Herrn Christoffel, Dr. Zahnd, Dir. Roffler, Lareida, Conrad, Badrutt etc. ein Komitee bereit gestellt, das rasch ganze Arbeit leistete und zusammen mit den Herren Präsident Wunderly, Ing. Brüderlein und Dr. Schmidlin von der Sektion Zürich des A. C. S. für eine reibungslose Abwicklung des Programmes verbürgte. So bot denn der Kurhausplatz am Morgen des 26. August ein prächtiges, farbenfrohes Bild von schnittigen Karosserien, eleganten Toiletten. Die St. Moritzer Schau trug, trotz der geringen Zahl der eingegangenen Anmeldungen, einen bedeutend internationaleren Stempel als die Luzerner Veranstaltung. Von den angemeldeten 43 Konkurrenten stellten Frankreich 3, England 3, U. S. A. 1, Italien 3, Deutschland 7, Tschechoslowakei 2, Holland 1, Spanien 1, Griechenland 1, Rumänien 1, Ungarn 1, Oesterreich 1 u. die Schweiz 18, während bezüglich den vertretenen Wagenmarken die Schweiz leider keinen Repräsentanten verzeigen konnte. Die 43 Wagen verteilten sich auf folgende Herkunftsländer: Frankreich8, England 3, U. S. A. 15, Italien 7, Deutschland 4, Belgien 2, Oesterreich 3 und Tschechoslowakei 1. Das Hauptkontingent stellten somit erwartungsgemäss die U. S. A. Was die St. Moritzer-Schau aber noch besonders interessant machte, war, dass die Serienkarosserien der Aütofabriken nicht vorherrschten, sondern die Spezialkarosserien der bekannten europäischen Karosseriewerke dominierten. Es waren so prächtige Fabrikationsprodukte italienischer, französischer, deutscher, englischer und belgischer Karosserie firmen vertreten, so dass die aus den Herren H. Wuuderly-Volkart, S. W, Hilles (U. S. A.), Marquis de la Romana* (Spanien), Marquis de Pons (Spanien), Comte des Brunes (Frankreich), General Fowke (England), G. Ponzoni (Italien), Marchese Theodoli (Italien), Marchese Cavriani (Italien), A. Brüderin, O. Christoffel und P. Conrad bestehende Jury, der Herr Präsident H. Wunderly- Volkart, Zürich, als gewandter Obmann vorstand, keine leichte Nuss zu knacken bekam. Die Fahrzeugewaren eingeteilt in: 1.Sportwagen, 2. Tourenwagen, 3. schliessbare Wagen, 4. geschlossene Wagen. Die Beurteilung durch die Jury erfolgte nach folgenden Punkten: 1. Aeusserer Eindruck des Wagens in feezug auf Schönheit, Linienführung und Farbenharmonie. 2. Zweckmässigkeit. 3. Bequemlichkeit (Raurneinteilung). 4. Innenausstattung. 5. Harmonie und Eleganz des Gesamteindruckes. Die Kleidung der Insassen wurde nicht mit- . bewertet. 9.30 Uhr stellten sich 40 der angemeldeten 43 Fahrzeuge, die um die Palme rangen, der Jury, die in drei Gruppen eine genaue Prüfung der Wagen vornahm. Diese erste Betrachtung zog sich bis gegen Mittag hin. Zu der Vorführung der Wagen hatte sich nachmittags eine zahlreiche mondäne Zuschauermenge von gegen 2500 Personen eingefunden, die mit Interesse das Vorfahren der einzelnen Wagen verfolgte. Das genaue Klassement erfolgt nachstehend. Ergänzend sei hier nur festgehalten, dass diese erste St. Moritzer Schönheitskonkurrenz einen sehr erfreulichen Verlauf genommen hat, so dass dieser Anlass wohl zu einer traditionellen Veranstaltung des Weltkurortes St. Moritz werden wird. An der Preisverteilung abends im Palace- Hotel gab der Obmann der Jury, H. Wunderly-Volkart, folgende Rangliste bekannt: Resultate. Punkte A. Sportwagen. 1 E. Siebenschein, Zürich (Grofri; 23,75 B. Tourenwagen. Klasse II (über 2 Plätze): 1. M. M. Sapira, Suvretta House (Packard) 9,75 2. G. Zarifi, Athen, Suvretta Houso (Packard) i3,5O 3. Sir Pomeroy Burton, Palace (Hisp.-Suiza) 16,25

N° 72 - 1928 AUTOMOBIL-REVUE C. Schliessbare Wagen. Klasse I (2—3 Plätze): 1. F. Gerstel, Palace Hotel (La Salle) 11,25 Klasse II (vier und mehr Plätze): Kategorie A: 1. Mme. E. Sauer-Faber, Gr. Hotel (Talbot) 11,25 Kategorie B: 1. A. L. Volz, Waldhaus Sils-M. (Isotla-Fr.) 7,00 2. Franz Graf Wimpffen, Sils (Hisp.-Suiza) 13,50 3. M. Blin, Belvedere (Fannan) 15;25 D. Geschlossene Wagen. Klasse I (bis 4 Sitze): 1. ex aequo: G. Misrachi, Suvretta House (Isotta-Fr.) 11,00 H. Christoph, Zürich (Minerva) 11,00 2. Gh. Freuler, Zürich (Cadillac) 16,00 3. K. Stahl, St. Moritz (Hupmobile) 19,00 Klasse II (über 4 Sitze): 1. Dr. Lilienfeld, Sion, Carlton (Rolls-Royce) 9,00 2. ex aequo: Hans Schmid, Suvretta (Packard) 12,00 G. Groppi, Rovio (Chrysler) 12,00 3. Schraemli Cenci, Palace (Lancia) 12,35 Speziaipreise: Bester Wagen mit ausländischer Polizemummer: A. W. Volz, Waldhaus Sils-Maria, auf Isotta-Fraschini, 7,00. Bester Wagen mit schweizerischer Polizeinummer: H. W. Christen, auf Minerva, 11,00. Bester Wagen mit bündnerischer Polizeinummer: H. Schmid, Suvretta House, auf Packard, 12.00. SPORTLICHES Der Grand Prix von La Baule wurde am 23. August von 20 Wag-en bestritten. Schon in der ersten Runde lieferten sich Blacque-Belair auf Bugatti und Wentzel-Mosau auf Mercedes ein erbittertes Ringen, gefolgt von Gauthier (Bugatti), Scaron (Amilcar), Bassaud (Salmson), Brunet (Bugatti), Mmo Schell (Bugatti) etc. Mit abwechselndem Glück lagen bald dnr Mercedes, bald der Bugatti in Front. Das Rennen blieb bis zur letzten Runde unentschieden. Schliesslich gelang es Blacque-Belair, mit knappem Vorsprung als Sieger einzukommen. Die Resultate: 1. Blacque-Belair (Bugatti), 48' 7%" (Stundenmittel 124,677 km, neuer Rekord); 22. von Wentzel- Mosau (Mercedes), 48' 10%"; 3. Gauthier (Bugatti), 54' 5%"; 4. Scaron (Amilcar), 54' 53%"; 5. Bassaud (Salmson), 55' 38%"; 6. Jeuffrain (Amilcar), 56' 26%"; 7. Crosse (Bugatti), 58' 7%"; 8. Mme Schell (Bugatti), 58' 9%"; 9. Brisson (Stutz), 58' 15%"; 10. Turenne (Amilcar), 1 St. 8' 7%"; 11. Pichon (B. N. C), 1 St. 11' 14%"; 11. Mme Despres (E. H. P.), 1 St. 12' 51"; 13. Masureau (Bugatti), 1 St. 16' 39%"; 14. Bouthmy (Tracta), 1 St. 24' 46%". Letzten Mittwoch fand anlässlich des automobilistischen Meetings von La Baule ein Kilometer Lance statt, das Herr Von Wentzel-Mosau auf Mercedes in der neuen Rekordzeit von 10,4 Sekunden, was einem Stundenmittel von 176,5 km entspricht, für sich entschied. V. Noch drei Rennen auf dem schweizerischen Sportkalender. Unsere diesjährige Sportsaison, dio sich, wie man sich der Lamentiercrei aus dem Frühjahr noch erinnern wird, recht schlecht anliess, leistet sich den Spass, nach dem unbestreitbaren Erfolg der Alpenfahrt mit zwei neuen Veranstaltungen aufzurücken : Dem am 9. September in Genf stattfindenden Kilometer Arrete von Gf'and Saconnex, organisiert durch die Sektion Genf des A. C S., und dem auf den 7. Oktober angesetzten und grosszügig angelegten Rennen auf der neuen Hardstrecke, organisiert durch dio Sektion Basel des schweizerischen Touring-Clubs. Das dritte Rennen, dessen Durchführung einige Zeit lang ebenfalls problematisch schien, ist das Bergrennen Rheineck-Walzenhausen-Lachen vom 30. September, dessen Organisation, wie alljährlich, in den bewährten Händen der Sektion St. Gallen-Appenzell des A. C. S. liegt. Ueber das Kilometer-Bergrennen von Grand Saconnex seien noch folgende Einzelheiten bekanntgegeben : Meldeformulare können bezogen werden von der Sektion Genf des A. C S., Rue du Rhone, Genf. Erste Nennungsfrist bis 3. September, zweite Nennungsfrist mit doppelter Gebühr bis 6. September. Die Wagenabnahme findet am Sonntag den 9. September, 6.30 Uhr statt. Die Strecke weist einen Höhenunterschied von 47,42 Meter auf. Minimale Steigung 4,75%, maximale Steigung 5,7%. Neben dem Wagenrennen kommt ein Motorradrennen zum Austrag. In Rennfahrerkreisen soll man, wie verlautet, etwas ungehalten darüber sein, dass bis zur Stund« noch nicht entschieden worden ist, welches der beiden vom A. C. S. veranstalteten Rennen (Grand Saconnex und Walzenhausen) als vierle obligatorische Konkurrenz für die schweizerische Meisterschaft anstelle des ausgefallenen Dornach-Gempen- Rennens bestimmt worden ist. Man lässt in diesen Kreisen durchblicken, dass die Durchführung der schweizerischen Meisterschaft für das nächste. Jahr mangels Beteiligung in Frage gestellt sein könnte, wenn auf die Konkurrenten bezüglich Zeitdisponierung von den leitenden Stellen nicht mehr Rücksicht genommen wird. V. Das Schwabenberg-Rennen ist auf den 8. Oktober verschoben worden. Eine Autostrasse Wien-Gratz-Klageniurt. Am 30. Juli hat in Klagenfurt eine Sitzung der Vertreter der kärntnerischen und steyrischen Landesregierung stattgefunden, in der der Ausbau der Packstrasse besprochen wurde. Die Strasse ist die günstigste Strasse zwischen Gratz und Klagenfurt und ist gegenüber der jetzt einzig möglichen Verbindung über Brugg-Leowen um 60 km kürzer. Man darf also bestimmt damit rechnen, dass Oesterreich längstens in zwei Jahren eine den modernsten Ansprüchen gewachsene Autostrasse Wien, Wechsel, Gratz, Pack, Klagenfurt besitzen wird. Im «Neuen Wiener-Journal» lesen wir im Zusammenhange mit der Frage den bedeutungsvollen Satz: «Freie Bahn dem Motor, das ist der Schlüssel zu Oesterreichs Zukunft, das über so viele herziehe Naturschönheiten verfügt.» lilt dieser Ausbruch nicht auch für die Schweiz und wann gedenkt man bei uns, ihn u verwirklichen? -t. Brückenzölle an der schweizensch-vorarlbergischen Grenze. # Vom s. gallischen Rheintal nach dem Vorarlberg führen noch 4 Brücken, für deren Überschreitung sowohl Fussgänger wie Fahrzeuglenker bei jedem Uebergang Brückenzölle zu entrichten haben. Für die Automobilisten beträgt die Ueberfahrt einen Schilling. Sowohl diesseits wie jenseits des Rheines werden immer wieder Anstrengungen gemacht, die Brückenzölle abzuschaffen. Den Bemühungen der Sektion St. Gallen-Appenzell des A. C. S. gelang es, die bei der Rheinbrücke St. Margarethen-Höchst erhobene Maute seit Juni 1925 abzuschaffen. Weitere Bemühungen zur Abschaffung der sonst noch erhobenen Brückenzölle blieben leider bis jetzt ohne Erfolg. Ohne Brückenzölle sind passierbar nebst der genannten Brücke St. Margarethen-Höchst die Brücken: Rheineck- Gaissau; Widnau-Lustenau. Die Entrichtung von Brückengeld ist dagegen vorgeschrieben für die Brücken zwischen: 1. Au (Oberfahr)-Lustenau; 2. Au (Mohnstein)-Lustenau (Rheindorf); 3. Kriesseren-Mäder; 4. Montlingen-Koblach (Meiningen). Die Brücke Au (Mohnstein)-Lustenau- (Rhemdorf) wurde gemeinsam von den Gemeinden Au und Lustenau erbaut, wogegen die obere Brücke Au (Oberfahr)-Lustenau von der Gemeinde Lustenau allein erstellt worden ist. Diese beiden Brücken werden von den Gemeindeverwaltungen unterhalten. Die weiter oben gelegenen Brücken 3 und 4 werden von einem sog. Konkurrenzausschuss mit Sitz in Vorarlberg, in welchem auch interessierte schweizerische Gemeinden vertreten sind, verwaltet. Da nach schweizerischem Gesetz keine Mauten erhoben werden dürfen, wird dies von österreichischer Seite besorgt. Die Mauten oder auch Brückenzölle genannt, sollen dazu dienen, einen Fond von 40.000 Fr. für jede Brücke zu erlangen. Der Fond für die Brücke Au (Mohnstein)-Lustenau ist längst vorhanden. Die auf dieser Brücke erhobenen Brückenzölle werden jetzt zur Aeuffnung des Fondes der Brücke Au (Oberfahr)-Lustenau verwendet. Aus Verträgen, die vom 7. Mai 1878 stammen, und abgeschlossen wurden zwischen der Regierung des Kantons, St. Gallen und der österreichischen Regierung, dem Land Vorarlberg und den Gemeinden Au und Lustenau, über die Einhebung der Brücken-Maute auf den beiden Brücken zwischen Au. und Lustenau geht klar hervor, dass die st. gallische Regierung damals die Einwilligung zur Erhebung der Brückenzölle gegeben hat, nachdem man sich österreichischerseits damit einverstanden erklärt hatte, dass die zuerst eingehenden Fr. 40.000.— der Gemeinde Au als Baufond übergeben werden, und die nächsten Fr. 40.000.— der Gemeinde Lustenau zufallen würden. Die Gemeinde Au besitzt also ihren Fond schon seit Jahren und die Gemeinde Lustenau wird noch mehrere Jahre warten müssen, bis sie ebensoweit ist. Es wurden von der Gemeinde Lustenau schon verschiedentliche Versuche gemacht, Staatssubventionen zu erhalten, damit endlich der als lästig empfundene Brükkenzoll wegfallen könne. Die erwarteten Subventionen blieben bis jetzt aus, dagegen hat die Vorarlberger Regierung einen namhaften Betrag an die Kosten der vollständigen Erneuerung der Brückenpfeiler in Aussicht gestellt, sofern die Gemeinde Lustenau die Mittel nicht aus dem Brückenfond schöpft. Um diesen Fond nicht schwächen zu müssen, werden die Reparaturen nun aus Gemeindemitteln bestritten. In der Rechnung der Gemeinde Au figurieren seit 1904 keine Einnahmeposten mehr aus Brückengeldern. Bei den andern schweizerischen Gemeinden, die an den Brücken 3 und 4 interessiert sind, sind ebensowenig derartige Einnahmeposten zu finden, weil ein Konkurrenzausscliuss die Verwaltung besorgt. Die Verhältnisse bei der Brücke St. Margarethen-Höchst, wo der Brückenbau abgeschafft werden konnte, liegen ganz, anders. Die frühere alte Holzbrücke mit einer Länge von ca. 120 Meter wurde nach dem Rheindurchstich (1910) verkauft und aus dem Erlös die nur ca. 20 Meter lange Eisenbetonbrücke über den alten, stark aufgefüllten Rhein erstellt. Ein Baufond ist für diese Brücke nicht erforderlich,'die bis 1925 erhobenen Brückenzölle haben anderweitige Verwendung gefunden. Obschon die Bewohner der Gemeinden Lustenau und Au von jeher keine Brückenzölle zu bezahlen hatten, weil die Brücken aus Gemeindemitteln erstellt worden sind, würde man es namentlich in Lustenau sehr •begrüssen, wenn eine Subvention erhältlich, gemacht werden könnte zur Erreichung des angestrebten Baufondes. Man würde : es . na-j türlich auch schweizerischerseits gerne sehen, wenn die österreichische Regierung einem Subventionsgesuche zustimmen könnte. Vielleicht wird dann auch die Schweiz für einen Beitrag zu haben sein. E.B. les Kohlen tßiifßl« t\«rnh STTFT T 1 Der gefährliche Kohlenteufel wollte ün« heil anrichten. Shell-Oel und Shell-Benzin haben den Teufel verhaftet. Er ist unwirksam geworden. Die ShellJProdukte sind stets auf der Jagd nach diesem unheilvollen Gesellen, dem KohlenteufeL Wenn Sie Shell-Produkte verwenden, werden Sie nie sehen, daß sich in Ihrem Moto? Kohlenrückstände.bildenJ3eshalb m Zukunft zur Schonung und Leistungsverbesserung Ihres Autos J0k jM EL & BENZIN Klein«» rflattf^alun^^n Eine neue Vorlage für das Automobilgesetz. Unter dem Vorsitze von Ständerat Sigrist, Luzern, hat die ständerätliche Kommission für die Motion Bratschi beschlossen, dem Rat in Zustimmung zum Nationalrat die Erheblicherklärung dieser Motion zu beantragen, in der Meinung, dass der Bundesrat eine neue Vorlage für das Automobilgesetz ausarbeiten und die in der Motion Bratschi enthaltenen Anregungen in derselben verwerten soll. Zum Verkehrsunterricht in den Schulen. In den stadtzürcherischen Schulen sollen in Zukunft die Bulletin der Stadtpolizei von Lehrern und Schülern gemeinsam besprochen werden, um daraus Lehren zur Vermeidung von Unglücksfällen zu ziehen. Des weitern wurde der Lehrerschaft empfohlen, dio Berichte der Tagespresse als Unterragen zu benützen. Man wird diese Neuerung, welche neben die blosse Theorie das Beispiel aus der Praxis stellt, lebhaft begrüssen (wenn man auch in Automobilkreisen leider nicht gewohnt ist, die Unfallberichte der Tagespresse immer als objektiv betrachten zu 'können). Wie sehr ein systematischer Verkehrsunterricht nottut, beweisen erneut zwei sich dieser Tage in Bern ereignete Unfälle, bei denen in beiden Fällen ein kleines Kind achtlos in die Fahrbahn und damiit unter die Räder der glücklicherweise langsam fahrenden Wagen sprang. Der Geistesgegenwart der beiden Fahrer ist es auch zu verdanken* dass beide Unfälle glimpflich abliefen. Falsche Fremdenpropaganda. In Spanien werden die Automobilisten inskünftig laut Verordnung der Regierung gezwungen sein, ausser der Einreisegebühr eine der Dauer des Aufenthaltes entsprechende Ausreisegebühr zu berappen. 80.000 Automobile zirkulierten Ende August in Berlin. Im Juni 1927 waren es noch 60.000, im Juni dieses Jahres bereits 70.000. Beim Lesen dieser Zahlen kann man sicli einen Begriff von der beispielslosen Entwicklung des Motorfahrzeugverehrs machen. Leider ist die stetige Zunahme der Motorfahrzeuge auch von einem Anwachsen de* Unfälle begeitet. Die Aarebrücke Döttingen wird wegen Verstärkungsarbeiten ungefähr ab 20. September auf die Dauer von 5—6 Wochen für jeglichen Fahrverkehr gesperrt. Schon seit dem 15. August kann dio Brücke nur noch einspurig befahren werden. — ey. AUTOSEKTION ST. GALLEN-APPENZELL. Gruppe St. Gallen-Stadt des T. C. S. Zur Ausführung unseres Sommerprogrammes hat dio Sportkommission unserer Gruppe beschlossen: Sonntag den 9. September, ab Mittag 13 Uhr, ciati Schnitzeljagd mit gemütlichem Intermezzi izu veranstalten. Programm. Start: Sonntag Mittag, ab 1 Uhr, vom Blumenbergplatz. Preisverteilung (Naturalgaben): am Ziel. Anmeldung bis spätestens 5. September beim Gruppen-Präsidenten: E. Gross, Marktplatz 8, woselbst auch das Nenngeld per Postcheck 9/387 oder gegen bar zu entrichten ist. Einsatz Fr. 5.— für Gruppe, Fr. 8.— für Sektions-Mitglieder. Gestartet wird in .der Reihenfolge nach Eingang der Anmeldungen. Nach derselben wird Startkarte zugesandt mit Angabe der Zeit der Abfahrt. Der Fahrer braucht.,also nicht auf dem Platze zu .warten, bis die Reihe an ihn kommt. Verspätete fahren am Schluss. AUTOSEKTION BERN DES T. C. S. Asylfahrt, Samstag den 8. September 1928, 1.30 Uhr nachmittags, mit den Insassen der Rochi-Stiftung und des Greisenasyls, Wabern. Wie vor zwei Jahren veranstaltet die Sektion Bern mit den Insassen der Rcchi-Stiftung und des Greisenasyls in Wabern einen Nachmittagsausflug und zwar diesmal auf dio Mcosegg. Sammlung von 1.30 Uhr an im Hof bei der Anstalt in Wabern. Abfahrt um 2 Uhr. Die Hinfahrt geht über Bern, nach Gümligen, Worb, Enggistein, Biglen, Arni, Moosegg, woselbst ein bescheidenes «z'Vieri > vorgesehen ist. Dia Rückfahrt geht von Worb über Beitenwil, Rubigen, Hunzikenbrücke, Belp, Kehrsatz Wabern. Ankunft in Wabern zwischen 5 und 6 Uhr abends. Die Fahrt wird nur bei schönem Wetter ausgeführt. Bei schlechtem Wetter müsste sie um eine Woche verschoben werden. Für die ca. 80 in Betracht fallenden Insassen werden ca. 30 Wagen benötigt. Dia Anmeldungen sind erbeten baldmöglichst an unser Office, Ritztours A.-G., Hauptbahnhof Bern, Tel. Bollwerk 47.85. AUTOSEKTION ZÜRICH DEST. C. S. Blumenfest. Eine Anzahl Gärtner unseres Clubs hat sich in zuvorkommender Weise bereit erklärt, eine Gruppe Kinderautos und einen T. G. S.-Wagen für das Blumenfest zu besonders günstigen Konditionen zu schmücken. Wir benötigen dazu aber eine Menge Blumen und richten darum an alle unsere Mitglieder die höfliche Bitte, unser Werk durch Lieferung von Blumen zu unterstützen. Am besten eignen sich Zinnien, Astern, Dahlias und Tagetes (stinkende Hoffert). Die Blumen sind wenn immer möglich bis Don-« nerstagabend, den 30, August, an Herrn: J. Ulr* Bietenholz, Voltastrasse 9, in Zürich (bei der neuen! Kirche Fluntern), abzuliefern: oder eventuell zu Hause bereitzuhalten, damit wir sie abholen können« In letzterem Falle erbitten, wir um telephonischg Meldung an unser Sekretariat Selnau 90.50 bis Mitt* woch abend. Wir hoffen, dass unsere Bitte reichlich erfüllt werde und danken allen Spendern zum voraus bestens. H. F.