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E_1928_Zeitung_Nr.072

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 1928 - NO 72 Sa Monasix 8 CV Sa Vivasix 15 CV Prix: Chassis nu tourisme • * • * • Torpe*do luxe . Conduite inte*rieure rigide, luxe • Cabriolet decapotable, 2—3 places • Fr. Fr. . Fr. • Fr. 5200. 6900. 7375. 7750. Prix: Chassis im • • « • • « • • • Fr. 9100. ~ Torpedo, 5 places Fr. 11800.- Conduite intdrieure, 5 places, rigide Fr. 12750.— Cabriolet decapotable, 2-3 places'V A Fr. 13000.— Conduite intdrieare, 7 places, rigide Fr, 15400« — Berlln€^5 places l^J&k 15150.- L'essai £ ait loi •, " HHHB^^^^H^BHHHBIBHHHDHBIHHBBHHiHBH^IBilHHBBI^^^UHHIi Si le sort ne vous a pas encore fait asseoir au volant cTune 6 cylindres Renault vous ignorez un des charmes de la vle. C'est sur la route au cours «Tun essai difficile que vous les eomparerez et pourrez constater les qualites primordiales d^une voiture de tourisme qui sont les Services qu'elle rend et le bien etre qu^elle procure. Le losange garantit Vexcellence de fabrication A. poiir la Vente des Automobiles Renault en Suisse 6, Avenue de Secheron, Geneve

NO 72 — 192S Zur kantonalen Praxis In Automobilstrafsachen. Wir werden um Aufnahme folgender Erwiderung gebeten: Der Aufsatz von Advokat Lutz, Flawil, in Nr. 70 der Automobil-Revue enthält einen strafrechtlichen Irrtum, den ich hier deshalb berichtigen möchte, weil die betr. Vorschriften im Kanton St. Gallen für den Automobilisten ein bedauerliches Interesse bieten. Die Strafkammer des Kantonsgerichtes St. Gallen hat am 6. Dezember 1927 nicht, wie Herr Adv. Lutz meint, entschieden, dass grobe Fahrlässigkeit immer dann vorliege, wenn eine Körper- oder Sachbeschädigung auf eine Uebertretung der Konkordatsvorschriften zurückzuführen sei. Das konnte das Kantonsgericht nicht entscheiden, das steht im Gesetz. Das st. gallische Strafgesetz bestimmt, dass grobe Fahrlässigkeit bei Körperverletzung oder Sachbeschädigung immer dann vorliege, wenn eine obrigkeitliche Vorschrift verletzt werde. Dazu gehört auch das Konkordat. Der Vorwurf, das sei in dieser Form zu weitgehend, ist sicher berechtigt. Er gilt aber dem Gesetz, nicht dem Gericht. Unrichtig ist weiter die Folgerung, die Herr Lutz aus dieser Rechtslage zieht: als gelte überall, wo irgend eine Konkordatsbestimmung bei einem Unfall missachtet worden sei, was bei allen vorkomme, der Unfall als durch grobe Fahrlässigkeit verschuldet. Vielmehr kommt es darauf an, ob die vorgekommene Konkordatsübertretung auch Ursache des Unfalls war. 'Jeder Jurist weiss sodann, dass für die ja nicht auf den Kt. St. Gallen beschränkten Versicherungsverträgen die uralte Praxis des Zivilrechts den Begriff der groben Fahrlässigkeit bestimmt und nicht ausgerechnet die erwähnte absonderliche Vorschrift des st. gallischen Strafrechts. Wäre es umgekehrt, so hätten sich die Anwälte der Geschädigten bisher wohl gehütet, dann, wenn sie die Versicherung zum Zahlen bewegen wollten, auf den Nachweis einer strafrechtlich groben Fahrlässigkeit zu dringen, denn wäre diese identisch mit dem zivilrechtlichen Begriff, so hätten sie nach den bisher gültigen Klauseln mancher Gesellschaften ja gerade das Gegenteil, die Kürzung des Versicherungsbetrages, auch gegenüber dem Geschädigten, fürchten müssen. Der von Rechtsanwalt Emil Lutz zitierte Entscheid der st. gallischen Strafkammer vom letzten Dezember ist in anderer Richtung erstaunlich. Nach unserem Kecfit sind nämlich deichte Körperverletzungen f,feun& Sachbeschädigungen nur auf Antrag des Geschädigten strafrechtlich zu verfolgen, — es sei denn, das Verhalten des Schädigers bilde zugleich eine «öffentliche Gefährde», d. h. sein Verhalten hätte ebensogut auch anderen Personen oder Sachen Schaden bringen können. Weil das bei Verkehrsunfällen meist zutrifft, konnte also bei Verkehrsunfällen meist eine Strafuntersuchung auch ohne Antrag angehoben werden. Eine durchaus nicht lächerliche, durchaus nicht bureaukratische, sondern recht segensreiche Vorschrift. Davon bin ich überzeugt, seit ich einmal im Auftrag innerschweizerischen Behörde einen Unfall an der Gotthardstrasse ein Jahr nach dem Ereignis untersuchen helfen sollte, weil es der nachträglich belangten Versicherungsgesellschaft erst da einfiel, dass ihr Klient ja gar keine Fahrbewilligung gehabt habe. Offenbar waren die Urnerbehörden nicht berechtigt gewesen, ohne Antrag und rechtzeitig zu untersuchen, oder hatten von ihrem Recht nicht Gebrauch gemacht. Diese Vorschrift aber hat nun das Kantonsgericht kurzerhand dahin ausgelegt, dass öffentliche Gefährde bei jeder Konkordatsverletzung vorliege. Nicht mehr im pflichtgemässen Ermessen der Untersuchungsbehörde soll es stehen, ob sie von Amteswegen einschreiten will. Bei jeder noch so geringfügigen Sachbeschädigung sollen sie, sogar gegen den Willen des Geschädigten einschreiten müssen, sobald z.B. eine Geschwindigkeitsüberschreitung im Spiele ist. (Ob als Geschwindigkeits-Grenze dabei die gesetzliche oder die tolerierte gelte, ist ein beliebtes Ratespiel.) In dieser Allgemeinheit geht der kantonsgerichtliche Entscheid zu weit, und die Praxis wird ihm kaum folgen. Jedenfalls ist daraus ersichtlich, dass nicht Herr Emil Lutz allein vorschnell verallgemeinert. Dr. 'A. Wegelin, Untersuchungsrichter, St. Gallen. Der Bahnübergang und die nicht funktionierende Signalvorrichtung. Am letzten Donnerstag morgen, gegen neun Ruhestellung, was bedeutet, dass die Durchfahrt frei ist. In dem Momente .aber, < wo der Chauffeur mit seinem Wagen das Geleise überfahren wollte, hörte er einen Pfiff der heransausenden Zuges und es gelang > ihm glücklicherweise, den Wagen zu stoppen. Gleichwohl aber erfasste die Lokomotivi des im ca. 70 km daherkommenden Eisenbahn zuges die Törderräder dee Automobils und ris diese weg.. Die Lokomotive konnte erst nach einer ganz bedeutenden Strecke anhalten. Da der .Kurswagen, in dem sich Jn diesem Moment „zum Glück keine Passagiere befanden. ordentlich, schwer ist, fiel er nicht um, arber es hätte den noch ein schweres Unglück^passieren müssen', wenn der WagenlenKer nicht ein ganz geschickter. und vor allem auch, ruhiger »Fahrer wäre. .Durch, den Zusammenstoss wurde die Lokomotive unbrauchbar gemacht und es musste zur Weiterleitung des Zuges eine Ersatzmaschine ? aus Lyss herbeigeholi werden, so dass der Zug eine Verspätung von eine: Stunde erlitt. Schon seit langem ist dieser an einer sehr verkehrsreichen Strasse gelegene Uebergang als gafnz ungenügend gesichert bekannt und es wurde schon oft von vielen Seiten die Beseitigung der grossen Gefahr verlangt. Aber bisher ohne jeden • Erfolg! Man hat zwar eine elektrische Signalvorrichtung installiert, die aber — trotzdem sie eletktrisch ist, — keine Sicherheit bietet, weil sie nicht immer funktoniert. Da bei dem bei den Automobilisten und anderen Strassenbenützern als äusserst ge^ fährlich bekannter Bahnübergang auch noch Hau ser stehen, wird jede freie Uebersicht genommen, und so passierte es auch diesem Chauffeur, dass er mit seinem Wagen daherkam und das nich funktionierende Signal offen fand, auf die Schie^ nen und in die grösste Gefahr hinein fahren müsste Zum grossen Glück hat man in diesem Fal kein Menschenleben zu beklagen... aber man denke sich mal die ganze Sache aus und stelle sich vor, was passiert wäre, wenn der Wagen vollbesetzt und ein Stoppen desselben nicht mehr möglich gewesen wäre l... Es dünkt einen, dass die Bahnverwaltung diesen unhaltbaren Zuständen unmöglich weiterhin gleichgültig zuschauen kann, sondern unbeding sofort für eine Sicherung des Verkehrs bei dieser Todesfalle sorgen muss. Wer eine grosse Gefahr kennt und nicht für deren Beseitigung sorgt, der macht sich eines schweren Vergehens gegen die öffentliche Sicherheit schuldig! Wann beseitigt man wenigstens die gefährlichsten Uebergänge durch Unter- oder Ueberführungen? Und wann geht die Bahnverwaltung energisch dahinter, wenigstens dort bessere Zustände zu schaffen, wo der Tod so leicht seine Opfer unter den Motorfahrzeuglenkern holen kann. Aus gemachten bösen Erfahrungen sollte maii doch etwas lernen und für bessere Zustände sorgen-! ... Man darf die Bahnverwaltungen wirklich fragen: quousque tandem — wie lange noch ? . .. R. "" A. C S. SEKTION 5 tfEftN. Jlerr Thommen, der .!^ünfige^;Spörts-fKQttinT:Ms§,i!:, dör. Sektion, hat dieser Tage mit einer zahlreichen Hilfsmannschaft einen interessanten Plan ausgeheckt: am 15. September wird eine Autayia stattfinden; 20 Flugzeuge stehen für diesen hochinteressanten Anlass zur Verfügung, 40 Automobile werden mit den Flugzeugen zusammenarbeiten. Die Berner Automobilisten des A. G. S. tun gut, sich diesen Samstag Nachmittag für den hochinteressanten Sports-Anlass frei zu halten. Aber auch der Abend steht noch im Zeichen der Autavia; der zweite Teil, die Preisverteilung und was drum und dran hängt, wird ins Berner Kasino verlegt, woselbst Meister Lüthi eine lauschige Ecke reservieren wird, damit nach des Nachmittags Hetze hinter den Flugzeugen her der gemütliche Teil noch extra gemütlich ausfällt. A. C. S. SEKTION LIECHTENSTEIN. Am 2. September a. c veranstaltet die Sektion Liechtenstein A. G. S. eine gemeinsame Tourenfahrt auf folgender Strecke: Vaduz, Landquart, Prättigau, Davos, Flüela, Zernez, Sils Maria, Julier, Thusis, Ghur, Vaduz. Abfahrt von Vaduz: 6K Uhr morgens. Start: am Ortsausgang gegen Triesen. Es ist den Teilnehmern freigestellt, event. schon am Samstag den 1. September, nachmittags, auf die Fahrt zu gehen und in Zernez zu übernachten, woselbst am nach sten Tage das Zusammentreffen mit den am Sonn tagmorgen gestarteten Fahrern stattfindet. Die in Zernez übernachtenden Teilnehmer haben Gelegenheit, am Sonntag, morgens, dem Ofenpass einen Besuch abzustatten. Die Gesamtlänge der Tourenfahrt beträgt ungefähr 250 km, ohne die Ofenpassstrecke. Anmeldungen bis Donnerstag den 30. August an Postfach 11.802 Vaduz. Die Fahrt wird nur bei gutem Wetter unternommen. Telephonische Anfragen über Stattfinden der Fahrt können am Sonntagmorgen, 2. September, beim Postamt Eschen erfolgen. A.C.S. SEKTION ST. GALLEN-APPENZELL. Das Vergnügungskomitee der Sektion St. Gallen- Appenzell des A. G. S. steht im Begriffe, eine Clubfahrt zu organisieren, und zwar für Sonntag den 9. und Montag den 10. September. Der erste Tag wird über den Arlberg, Landeck, Imst, Lermoos, nach dem oberbayerischen Eibsee führen. Bei schönem Wetter soll eine gemeinsame Fahrt auf die Zugspitze den zweiten Tag eröffnen. Die Rückreise führt über Füssen-Immenstadt. Diese Voranzeige erfolgt mit der Absicht, die Interessenten jetzt schon auf die genannten Daten hinzuweisen. Die Einladung mit genaueren Angaben wird in den nächsten Tagen den Mitgliedern zugehen. Die Internationale Alpenfahrt im Lichtbild. Herr Debrit, der Chefredakteur der französischen Ausgabe der «Automobil-Revue» wird in der Sektion Bern des A. C. S. anlässlich der nächsten Mitglieder-Zusammenkunft am Montag, den 3. September, 20 Uhr, über die Internationale Alpenfahrt in Wort und Bild berichten, die er von Mailand bis München als Vertreter unseres Landes mitmachte. Die Alpenfahrt ging durch die schön- Uhr, hat sich beim Bahnübergang in der sog. c Leinern «, zwischen Lyss und Aarberjr. zwische°n dem Kursauto Lyss-Aarberg und dem Bahnzug ein sten Gebirgsgebiete Europas, über die berühmtesten Pässe und die schönsten Tal- ^usanimenstoss ereignet, von dem man wirklich fragen muss, dtrss er — gnädig abgelaufen ist, weil er keine Menschenleben kostete. schaften. Die Fahrt im Geiste mitzumachen Das Kursauto Lyss-Aarberg, das auf der Rückfahrt nach Aarberg begriffen war, fand das elek- früher oder später einmal in- oder ausländi- wird für alle diejenigen interessant sein, die trische Htfltungvvignal beim Bahnübergang in sche Teilstrecken jener Fahrt besuchen. ÄUTOMOBIL-REVUn Medrige Bauart, Tveidie W Sei donne par une personnalite dont la competence en automobile n'est pas discutee: TTiitder •BBHHHHHHHBHBaBBHHHBK^HHi, Negliger absolumentFavis d un ami qui vous conseille «Fessai d'une b.ougie remarquable ». Employer uniquement (es bougies montees sur la voiture au moment de la livraison par la rnaison Voisin. Tous les 1000 kms. vermer le bon etat des bougies, et ne pas dire: „Je n'ai pas regarde mes bougies depuis un an." Cette reference conduit tout droit ä la reparation. (Extrait de la notice d entretien de la 14 GV Voisin.) II est superflu d'ajouter que Voisin a choisi pour equiper ses voitures la Bougie Celle qui repond toujours le mieux aux exigences les plus grandes. En vente partout. Agence generale pour la Suisse: GEN EVE: 8, Av. Hotet de Roohemont ZÜRICH: 32, Talstrasse BERNE: 33, Schauplatzgasse • : ; H BBBBBBBBBBflBBBflBBBBBBBBBflflflflBBflflB m e