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E_1928_Zeitung_Nr.079

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§ ÄUTOMOBIL-REVUE

§ ÄUTOMOBIL-REVUE 1928 — N°79 Die (grösster Gummikonzern der Welt, 40,000 Arbeiter, über 5,000,000 Hektar eigene Kautschuk- Plantagen und eigene Baumwollpfianzungen) lanciert ihren weltbekannten und bestbewährten in;?.! »):>»'• na :< xi.xi.xxxxxeli.j? axxolx £LTX± c3Loixx CHS^>T^% TX7"#^"i V7^tf=2kT* ÄdCarltt Dieser erstklassige Reifen mit der allein zweckmässigen flachen Lauffläche und dem geschmackvollen, äusserst wirksamen Gleitschutz-Profil verdankt seinen glänzenden Weltruf einzig seinen in jeder Hinsicht überragenden Leistungen, gewährleistet durch die Anwendung neuester, grundlegend verbesserter Fabrikationsmethoden (Latex-Spritz-, Web-Cord-, Flachband- Aufbau-Verfahren) und die überreichliche Verwendung reinsten Gummis. Absolute Zuverlässigkeit. Grösste Haltbarkeit. Höchste Kilometerleistung. Erhältlich in allen guten Garagen und Spezialgeschäften Generalvertretung für die Schweiz: Telephon 1080, 1081, 1082 — Dornacherstrasse 10 in Basel I Albanvorstadt 42 Telephon Safran 58.57 Verlast. Adrcnimiraüon. Druck and Oicb^ri« HALLWAG A.-G. Hailer«che Buchdruckerei und Wagner sehe Vertaasanstalt Bern.

N° 79 II. Bflatf BERN, 21. September 1928 Ein grosser Teil der Brennstoffenergie, die mehr als Kühlmittel, sondern bloss als einem Explosions- oder Verbrennungsmotor zugeleitet wird, verwandelt sich in nutzlose oder gar schädliche Wärme, d. h. sie wird nicht von den Kolben als treibende Kraft aufgenommen. Ein grosser Teil der durch die Explosion erzeugten Wärme muss abgeleitet werden. Die Ableitung macht bei stationären Motoren keinerlei Schwierigkeiten, da die Kühlvorrichtung einfach an das fliessende Wasser angeschlossen wird. Bei Automobilmotoren muss man aber die überschüssige Wärme wegleiten, wenn man nicht den Motor durch allzustarke Erhitzung zu Schaden kommen lassen will. Ueberhitzte Motoren Wärmeleiter. Die Luft ist hingegen bei allen mobilen Motoren letzten Endes das Kühlmittel. Mit zwei oder drei Ausnahmen verwenden alle Automobilmotoren die Wasserkühlung, während die Motorräder mit wenigen Ausnahmen durch Luft gekühlt werden. Zur Luftkühlung wird die Fläche des leitenden Metalles — gewöhnlich die Wandungen der Zylinder — durch Kühlrippen vergrössert. Die Luft nimmt dann die überschüssige Wärme direkt ab. Bei luftgekühlten Automobilmotoren werden die Zylinder an Stelle des Wassermantels mit einem LuftkühlmanteJ verse- arbeiten unwirtschaftlich, neigen zum hen, der an den Seiten des Zylinderblockes Klopfen und schliesslich bleiben bei ungenügender Schmierung noch die Kolben in den wie sie unsere Abbildung zeigt, presst eine offen ist. Bei einer solchen Konstruktion, Turbine den Luftstrom durch die Kühlung in den Kühlmantel, wo derselbe an den Zylindern vorbeistreicht, die überflüssige Wärme aufnimmt und wieder nach aussen entweicht. Die Turbine nimmt bei solchen Motoren immer den Platz ein, den sonst der Kühler bei andern Motoren beanspruchen würde. Ein «falscher Kühler» gibt diesen Wagen den Anblick eines wassergekühlten Wagens. Bei der Wasserkühlung kann das Wasser auf zwei Arten in Zirkulation gebracht wer- Ein luftgekühlter Motor. Links unten die Turbine, die eine rasche Luftzirkulation be"wirkt. Zylindern stecken. Bei grösserer Hitzeentwicklung dehnen sich die Metallteile ungleichmässig aus, die Kerzen kommen zum Glühen und entzünden die komprimierten Gase von selbst, so dass der Motor bald ausser Betrieb gesetzt werden muss. Zur Kühlung verwendet man in erster Linie die Eigenschaft der Metalle, die Wärme zu leiten. Die Wärme wird vom Metall an die Luft oder an das Wasser abgegeben. Das Wasser seinerseits dient, sobald der Motor dasselbe einmal erwärmt hat, auch nicht Eine Viertelstunde Technik Kühlung von Explosionsmotoren IAWfi?51 Die zwei gebräuchlichsten Kühlertypen: Links die Lamellenkühlung, bei der das "Wasser durch die senkrechten Röhrchen hinunterfällt und die Luft zwischen den Röhrchen hin durchstreicht. Rechts: der Bienenkorbkühler: die Luft streicht durch die wagrechten Röhrchen und das Wasser fliesst in Kanälen zwischen den Röhrchen hinunter. den: 1. durch die Thermosyphon- oder Rückkühlwirkung und 2. durch die Wirkung einer Pumpe. Bei der Thermosyphonkühlung ergibt sich die Zirkulation von selbst, indem das Wasser, das an den Zylinderwandungen vorüberstreicht, sich ausdehnt — bei gleichem Volumen leichter wird — und einen Auftrieb erhält. Wenn das Wasser hingegen durch den Kühler gerieselt ist, erhält es durch die Rückkühlung bei gleichem Volumen ein höheres Blick in das Innere eines wassergekühlten Motors mit Thermostat und Schraubenrad. Das Schracubenrad sitzt auf der Ventilatorwelle. Gewicht und verursacht eine Strömung nach unten. Es entsteht also von selbst ein Kreislauf. Für hochtourige und hochkomprimierte Motoren ist die Kühlung noch nicht genügend, da der Wasserumlauf zu langsam erfolgt. Die grosse Wärme kann dabei nicht so abgeleitet werden, wie es notwendig wäre. Daher wird bei allen diesen Motoren durch Zwischenschalten einer Pumpe eine zwangsläufiger Umlauf des Wassers hergestellt. Die Pumpe wird fast regelmässig zwischen den untern Teil des Kühlers und den Zylinderblock eingebaut, und durch den Motör angetrieben. Das Wasser erhält durch N°79 II. Blatt BERN, 21. September 1928 die Pumpe — die fast ohne Ausnahme als Zentrifugalpumpe ausgebildet ist — zwangsläufig eine grössere Umlaufsschnelligkeit. Die Kühlwirkung ist daher energischer. Das Innere einer Zentrifugalpumpe. Bei manchen Motoren findet man auch an Stelle der Wasserpumpe ein Schraubenrad, wie dies unsere Abbildung darstellt. Es wird von der gleichen Welle angetrieben wie der Ventilator und besitzt einen geringern Wirkungsgrad als die Zentrifugalpumpe, vermag aber die Wasserumlaufgeschwindigkeit in bescheidenem Masse zu erhöhen. Von grosser Bedeutung für die Kühlung ist der Ventilator, der die Bestimmung hat, die Luft durch den Kühler zu ziehen. Je höher die Tourenzahl des Ventilators und dte Geschwindigkeit der Luft und je grosser der Durchmesser des Ventilators ist, umso besser gestaltet sich die Kühlwirkung. Der Ventilator wird in der Regel von einem Riemen oder durch Zahnräder angetrieben. Einige Der Thermostat ist ein Apparat zur Regelung Kühlwasserumlaufes. Er gibt den Kühlwasserum lauf erst frei, wenn da-s Wasser eine betrieb« günstige Temperatur erreicht hat. Üersehen mit roerden Sie ohne Besorgnis und Befürchtungen kreuzen moderner nach amerikanischem Muster denn der „9aradoc" strahlt seitlich und rückroärts einen ßichtstrahl aus, der gegen Zusammenstoss die beste Garantie ist.