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E_1928_Zeitung_Nr.073

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ÄÜTOMOBIL-REVUE 1028

ÄÜTOMOBIL-REVUE 1028 — NO 73 Ein Automobil' für jeden Geldbeutel Ein Automobil für jeden Zweck Neu auf jedem Gebiet — Ausgenommen 30*jähriger Tradition 1 Schnell, ausdauernd, zuverlässig dieser erstaunliche Schnellastwagen erhöht Ihren Gewinn durch Verminderung Ihrer Transportkosten o mancher Geschäftsmann könnte höheren Gewinn erzielen, S wenn nicht die Kosten für die Beförderung seiner Waren so hoch wären. Und trotz hoher Kosten ist der Transport unpünktlich, unzuverlässig, langsam. Kluge weitblickende Geschäftsleute haben ihre Transportschwierigkeiten dadurch überwunden, dass sie einen Chevrolet-Lastwagen in Dienst stellten. Jetzt können Sie schnell liefern, pünktlich und zuverlässig. Jetzt können Sie ihre Kunden zufriedenstellen. Hunderte von solchen klu« gen Geschäftsleuten in dieser» Lande — Fabrikanten, Landwirte, Bäcker, Schlächter, Händler, Hoteliers, Zeitungsverleger — gemessen! bereits die Vorteile, die der schnellej ausdauernde, zuverlässige Chevroleff ihnen bietet. Der Chevrolet bedeutet für Siei schnelle Arbeit, zufriedene Kundschaft, erhöhten Umsatz und aras Jahresende erheblichen Mehrgewinn, CHEVROLET LASTWAGEN Chassis von Fr« 5.300 an Schon in 1897, während der ersten Jahre der Automobil* Industrie wurde der erste Oldsmobile — u der Wagen ohne Pferd"— dem Publikum angeboten WAHREND dieses dreissig-jährigen Zeitraumes sind viele andere Marken ausgekommen. Das Publikum, das immer streng war, ist noch begehrlicher geworden — immer mehr verlangt es Eigenschaft und sorglich verbesserte Ausführung. Darum sind soviele Marken nicht mehr auf dem Markt. Der Oldsmobile jedoch ist geblieben, er behielt seine alten Freude und jedes Jahr kamen neue dazu. Ein ganz neues Modell ist jetzt von Oldsmobile herausgestellt und damit lässt sie die Konkurrenz in derselben Preislage hinter sich. Betrachten Sie die reizvolle Fisher Karrosserie. Probieren Sie den kraftvollen Sechszylinder- Motor, er ist wunderbar geschmeidig, lautlos und leistungsfähig. Sie werden von dem ausruhenden Behagen der breiten, weichen und ungewöhnlich bequemlichen Polstersitze überrascht sein. Sie können Ihre Vorzugsfarbc bekommen — so ausgedehnt ist die Wahl. Der Preis dieses neuen Oldsmobile ist ausserordentlich niedrig. Nur General Motors ist im Stande dem Publikum einen derartigen Wert anzubieten. Olds Motor Works benutzen die unermessliche Hilfsquellen des gigantischen General Motors Konzerns, sie haben die Vorteile des Massa-Einkaufes, der Ergebnisse von Forschungen mit acht anderen Marken in den General Motors Laboratorien und auf dem General Motors Prüfgelände. Ehe der 1929 Oldsmobile-typ zum Verkauf gebracht wird, hat er 1.800.000 Kms. auf dem Prüfgelände gefahren. Machen Sie auch eine Probefahrt. Der General Motors Vetreter an Ihrem Ort wird sich freuen eine Gelegenheit zu haben Ihnen zu zeigen was mit dreissig-j ähriger Tradition im Bau von Oldsmobile-Wagen erreicht ist. Einige Technische Details : OLDSMOBILE Motor Sechszylinder mit seitlichen Ventilen j Zylinderkopf abnehmbar $ Motor, Kupplung und Getriebe ein Ganzes. Aufhängung in 4 Punkten. Zylinder Speziel neu entworfen, erhöhte Kompression, ohne dass der Brennstoffbedarf zugenommen hat. Kurbelwelle Vierfach gelagert, statisch und dynamisch ausgeglichen. Vergaser Schebler. Verstellbare kleine Düse und Sparer. A. G. Luftreiniger. Oel- und Brennstoff-Filter Brennstoff-Standmesser Bremsen Fuss : Mechanische Vierradbremsen, von aussen zusammenziehend auf die Hinterräder, von innen ausdehnend auf die Vorderräder wirkend. Hand : Von aussen zusammenziehend auf die Vorderräder wirkend. 4 Lovejoy hydraulische Stossdämpfer. Rahmen Längsträger aus gepresstem U-Stahl. Fünf Querträger. Stossfängern Vorne und hinten. Ungestüme Lebensfreude, vorwärts* drängende Kraft in jeder Linie das ist der Wagen, der die Sehnsucht junger, moderner Menschen erfüllt IN langer, tief am Erdboden E dahingleitender Schatten, trägt er junge, lebensfrohe Menschen OAKLAND SIX von Fr* 9.300 an weit hinaus in die Natur. Sicher liegt der langgestreckte, graziöse Bau in den Kurven — ein steiler Berg — andere bleiben weit zurück — in diesem Oakland Six überholen Sie mühelos schwere, kostspieligere Wagen. Ein anderes Bild — dichtes Gewühl ungeduldig wartender Automobile im Innern der City — ein« Lücke bietet sich — aus der Reihe löst sich der wendig-bewegliche Oakland-Six — nützt die willkommene Gelegenheit. Eine leichte Be-i rührung der Hebel genügt — diesen lautlose, auf schalldämpfenden' Gummi neuartig federnde Motor gehorcht willig, bedingungslos zu? verlässig. Ihr sehnlichster Wunsch ein grosser Wagen erfüllt in diesem überaus preiswerten Wagen KRAFT und Geschwindigkeit, die Ueberdies ist der Chevrolet dS Ihnen erlauben Ihre Geschäftsfahrten geeignete Wagen für den Selbst-* schnell zu erledigen, den Genuss gewähren mit Ihrer Familie jede freie Stunde in der Natur zu verbringen. fahrer, weil die Bedienung de^ kugelgelagerten Lenkung lächerlichj einfach und leicht zu erlernen istj — auch eine Eigenschaft grosserj Wie lange haben Sie sich nach dem wirklich grossen starken Wagen gesehnt, der Ihnen dies alles ermöglicht und dennoch preiswert und wirtschaftlich ist. teurer Maschinen. CHEVROLET von Fr. 6.100 an GENERAL MOTORS CONTINENTAL S. A. ANTWERPEN Verlag, Administration, Druck und Cliche'rie: HALLWAG A.-G. Hallcrsche Buchdruckerei und Wagnerscbe Verlagsanstalt, Bern.

73 wn II. Blatt BERN, 31. August 1928 J\ VTOTECHlViJ* CM/E Skizze 1 rechts und Skizze 2 links dargestellt ist. Das verwendete Qummimaterial nimmt in jedem seiner Abschnitte, bei einer Beanspruchung durch Stoss, welche eine Durchbiegung des Gummis von 25 cm zur Folge hat, eine lebendige Kraft von 1800 Meterkilogramm auf, d. h. vernichtet diese beim Zusammenstoss auftretenden Kräfte. Gummistossstangen. Zurzeit werden in Deutschland Versuche mit Stossstangen aus Gummi gemacht, die nur noch der Form nach der jetzigen Metallstange gleich sind, in ihrer Konstruktion aber wesentlich davon abweichen. Wie den, dem •Technischen Blatt» entnommenen Skizzen zu entnehmen ist, weist die neue Stange keine starre Verbindung mit dem Wagen auf, wodurch die Kraft des Stosses in keiner Weise mehr auf den Wagen übergeleitet wird. Die Vollgummistange wird zu diesem Zweck durch vier Klauen gehalten, und zwar so, das sie in vier ungefähr gleich lange Teile abgegrenzt wird. Die K Iauen sind an vier Scherenarmen befestigt, die paarweise am Chassisrahmen montiert sind. Durch diese Anordnung wird bei einem Stoss eine scherenartige Wirkung der Arme ausgelöst. Die festgespannten Klauen ziehen dabei den Qummi auseinander und infolge dieser Dehnungsarbeit werden die Stosskräfte absorbiert. Auf diese Längsdehnung der Vollgummistange beruht also eigentlich die Schutzwirkung der neuen Einrichtung. Nur wenn der auftreffende Stoss genau in die Mitte des zwischen den Scheren befindlichen oder in die Mitte der innerhalb einer Schere Da aber mit fortschreitender Dehnung höhere Spannungen auftreten, deren Wirkung rechnerisch kaum festgestellt werden kann, nimmt man an, dass in der Gummistange noch eine erhebliche Kraftreserve vorhanden ist. Wenn 5000 Meterkilogramm-Kräfte vernichtet werden, belaufen sieh die im Innern der Stange sich bildenden Spannungen auf rund 40,000 Kilo. Um sich die Bedeutung der Meterkilogramm richtig vorstellen zu können, sei erwähnt, dass bei einem Zusammenstoss eines mit 30 km fahrenden Wagens mit einem Baum, Kräfte von ungefähr 5000 Meterkilogramm entstehen. Wie berichtet wird, sind bis anhin vielversprechende Resultate bei Prüfungen erzielt worden. Zwei Automobile fuhren mit 25 km Tempo gegeneinander, wobei beide, dank der Gummipuffer, nur sehr geringfügigen Schaden nahmen. Bäume wurden mit Tempi bis zu 45 km angefahren, ohne dass Insassen oder Wagen benachteiligt worden wären. Weitere praktische Betriebsergebnisse werden zeigen müssen, ob die Gummistossstange in allen Fällen die Leistungen liegenden Qummistücke auftrifit und seine aufbringt, welche von ihr auf Grund der ersten Versuche erwartet werden dürfen. Z. Kraftrichtung senkrecht zur Längsachse der Gummistange gerichtet ist, erfolgt eine Dehnung des Gummis in der rechts in' Skizze 2 angedeuteten Weise. In allen übrigen Fällen, welche in der Praxis viel häufiger sein werden, spreizen sich die Scherenarme wie auf Weder Stahlfeder noch Gummi und doch gefedert! Ein Franzose, Bertrand, hat eine neue, sehr originelle Abfederung konstruiert, welche insofern interessant ist, als sie zeigt, wie viele Möglichkeiten noch in der Automobilkonstruktion bestehen, auch dort, wo man bereits glaubte alles Erdenkliche erschöpft zu haben. An den vier Enden des Chassisrahmens sind Auglager angebracht, an wel-' chen kurze, einarmige Hebel drehbar montiert sind. Diese Hebel sind mit den Achsstummeln der Räder verbunden; zwischen diesen beiden Lagerpunkten eines jeden Hebels ist noch ein dritter Drehpunkt vorgesehen, an welchem ein Stahlrohr angebracht ist. Dieses Rohr verbindet den Hebel eines Vorderrades mit dem eines Hinterrades, ist also so lang wie der Achsstand. Das Rohr ist also nicht ganz gerade, sondern leicht durchgebogen. Wenn unter dem Einfluss einer Bodenerhöhung das Vorderrad und damit dessen Achse gehoben wird, so teilt sich diese Hebung dem Stahlrohre mit. Dadurch erhält das Rohr einen Druck, der sich in der Richtung gegen das Hinterrad fortpflanzt und im Drehpunkte des Stahlrohres auf den Hebel einwirkt. Da das Hinterrad fest mit dem Boden in Berührung steht, so kann dessen Achse ebenfalls nicht ausweichen, infolgedessen wird der Hebel den Chassisrahmen etwas heben, jedoch weniger, als der Hub der Vorderradachse beträgt. Diese Bewegung wird insofern noch weiter verringert, als das Rohr zufolge des Druckes weiter durchgebogen wird. Der ungünstigste Fall entsteht, wenn gleichzeitig die beiden gekuppelten Vorder- und Hinterräder beide einen Stoss nach aufwärts oder beide nach abwärts empfangen; in diesem Falle erhält das Rohr Druck von beiden Seiten und wird sich also am stärksten durchbiegen müssen um die beiden Stösse zu, paralysieren. » II. Blatt BERN, 31. August 1928 Wenn auch ein Teil der Federung durch die Elastizität des Stahlrohres entsteht, so wird doch der Hauptteil des Stosses auf die sechs Gelenkpunkte erzielt. Va. Ein leicht herstellbarer Zündkerzenprüfer. Jedem Motorfahrer ist es schon vorgekommen, dass eine Kerze im Motor aussetzte, bei der Probe ausserhalb des Motors aber ganz gut funktionierte. Es ist eben ganz etwas anderes, ob der Funke beim geringen Widerstand der freien Luft überspringen kann oder unter dem Kompressionsdruck von vier und mehr Atmosphären. Einen kleinen, einfachen Apparat zur Prüfung der Zündkerzen unter Druck kann sich jede Reparaturwerkstätte selbst herstellen und damit ihren Kunden Geld und Aerger ersparen. Der Apparat bestellt aus einem quaderför- -migen Metallstück, welches durchgebohrt wird; am oberen Ende ist ein Gewinde eingeschnitten, in welches man die zu prüfende Kerze einschraubt. Das untere Ende erhält ein Aussengewinde mit einer Ueberwurfmutter, wie eine Hölländermutter; seitlich wird unterhalb, des Gewindes für die Kerze ein Loch gebohrt und ein gewöhnliches Pneuventil eingelötet. Mittels der Ueberwurfmutter wird eine Glasplatte zwischen zwei Gummiringen als Schauglas luftdicht an das Gehäuse gepresst. Um die Kerze zu prüfen, wird sie in das Gehäuse eingeschraubt, mittels einer Pneupumpe Luft eingepresst und dann wie gewöhnlich geprüft; das kleine Gehäuse kann ganz leicht mit der Kerze, wie üblich, auf den Motorkopf gelegt werden. Auch das Glasplättchen kann man sich selbst herstellen, indem man ein Stückchen dickeres Glas auf die Bohrmaschine legt, anstatt eines Bohrers spannt man in das Klemmfutter ein dünnwandiges Stahlrohr vom gewünschten Durchmesser ein. Auf die Glasplatte presst man eine Wulst aus Glaserkitt, von grösserem Durchmesser als das Rohr, und giesst eine Mischung von Schmirgelpulver und Terpentinöl hinein. Dann lässt man die Maschine mit dem langsamsten Gang laufen, wobei man das Rohr schwach an das Glas andrückt; die scharfen Kanten nach dem Ausschleifen bricht man mit einem sehr stark angefeuchteten gewöhnlichen Schleifstein. Für Ihren Sie erwarten sicher von Ihrem Chevrolet eine einwandfreie Arbeitsleistung. Sie wissen, dass dieser Wagen bei geringster regelmässiger Pflege in jeder Beziehung tadellos funktionieren wird. Der wichtigste Faktor in der Pflege eines Wagens ist unzweifelhaft die Schmierung. Ihr Einfluss auf die andern Unterhaltskosten und ihre Wirkung auf die Arbeitsweise und die Abnützung des Motors sind derart, dass allein das vollkommenste Schmiermittel verwendet werden soll. Mit einem gewöhnlichen Oel wird man rasch die Wahrheit des bekannten Sprichwortes: "Nichts ist teurer als das Billige" konstatieren können. Durch Verwendung von MoBiloil "A' (Arctic im Winter) werden Sie neben dem einwandfreien und regelmässigen Gang des Motors eine Verminderung des Brennstoff- und Oelverbrauchs sowie der Abnützung konstatieren. Mobiloil ist die Vervollkommnung auf dem Gebiete der Schmierung, Ergebnis von 63 Jahren Studium der Schmiertechnik. Nachdruck verboten konsultieren Sie unsere Schmieröltabelle.