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E_1928_Zeitung_Nr.074

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20 AUTOMOBIL-REVUE

20 AUTOMOBIL-REVUE 1928 74 Se non e vero e ben trovato. Eine hübsche junge Kölnerin war am Postamt eines Städtchens am Niederrhein als Telephonistin tätig. Es erschien ein junger Bankier, der ein dringendes Gespräch mit Berlin anmeldete und darauf hinwies, dass ihm sehr viel daran liege, die Verbindung baldigst zu bekommen, da unendlich viel auf dem Spiel stehe. Mit einem sonnigen Lächeln und einem bestrickenden Augenaufschlag sagte die Beamtin: «Ich werde mir alle Mühe geben.» Der Bankier bemerkte hierauf: «Dann verspreche ich Ihnen etwas.» Gleich darauf meldete die Kölnerin, dass der Berliner Teilnehmer zur Stelle sei. Nachdem das Gespräch stattgefunden, sagte der Herr lachend: «Nun können Sie sich etwas wünschen, mein Fräulein.» Und schlagfertig antwortete die Kölnerin: «Ich wünsche mir einen guten Mann.» Hierauf bemerkte der Herr: «Dann werde ich mir erlauben, Sie heute abend am Amt abzuholen, um das Nähere zu besprechen.» Das geschah. Kurz darauf fand die Verlobung statt, und heute ist das Kölner Mädchen glückliche Gattin des Bankiers, bewohnt eine herrliche Villa-, Garten, hat ein Auto und reist an die Rivier» .. . Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. ppobiepen Sie die ächten 5chaffhausep> %un (53412 Schweiz. Markenschutz) EinJtösiliches Gebäck für jung und alt.' In eleganten Schachteln ä 15 Stück (Fr. 3 plus Porto) und 10 Stück (Fr. 2 plus Porto) allein zu beziehen vom Erfinder J.Reber, Conditorei- Cafe", Schaffhausen, Vordere» 21 lüüuHllulGII"'uGlluillidllSull liüiilllllillliüiiüliiiiiiliiiiiiiülüiiiiiiiiii Vorzügliche Küche und selbstgekelterte hiesige reelle Weine. Grosser schattigen Garten und Vereinssäle. Grosser Autopark. Telephon 281. — H. ZUst-Melster. Gasthof zum Kreuz bei Schaffhausen am Rhein Bauern-Spezialitäjfcen. Herrlicher, schattiger Garten am Rhein. Reelle, hiesige Landweine. Telephon 672. H. 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Fortsetzung) Äew/rseN «Ich muss zu arbeiten anfangen,» sagte Tony. Reggie starrte ihn mit ungeheucheltem Erstaunen an. « Was anfangen? » wiederholte er. «Arbeiten. Ich vermute, dass dies sehr schwer und unbehaglich ist, aber ich sehe keinen anderen Ausweg.» Ein Ausdruck, gemischt von Schreck und Bewunderung, verbreitete sich über Reggies Antlitz. , « Was kannst du denn eigentlich? » fragte er atemlos. «Ich kann ein Auto führen,» entgegnete Tony hoffnungsvoll «Im Augenblick fällt mir nichts anderes ein.» Reggie tat einen tiefen Atemzug- « Du bist ausgezeichnet, Tony, du erinnerst mich an Roosevelt, Aber das ist natürlich Wahnsinn. Du musst dich mit irgend einem reichen Mädel verheiraten. Es gibt ja eine ganze Menge solcher, die dich mit offenen Armen nehmen würden.» Tony schauderte. «Wenn ich bedenke, eine Frau trachtet nach mir,» sagte er melancholisch, «da komme ich mir wie ein neuer Hut vor.» « Na, du bist ein schlechter Hut,» gab Reggie lachend zurück, «aber ernst gesprochen, lieber Tony, man kann dich nicht so ohne weiteres untergehen lassen, London würde nicht mehr London sein. Das wäre ebenso schlimm, wie wenn Romanos abbrennen würde. Du musst dich verheiraten, natürlich. Welche Freude hat man davon, der populärste Mann in London zu sein, wenn man sich nicht mit einer reichen Frau verheiraten könnte, wenn man es wollte.» « Nun gut, schlag' mir jemand vor-» Reggie dachte einen Augenblick nach. « Warum nicht Mrs. Rosenbaum? » Tony stäubte ein verirrtes Fädchen von seinem überaus gutsitzenden blauen 'Anzug. « Um geistreich zu sein, Reggie, braucht man durchaus nicht unangenehm zu sein.» Reggie seufzte. «Ich tue mein Bestes.» erklärte er. « Nun also Musette? Sie hat deutlich den guten Geschmack, dich zu schätzen, und sie scheint reich zu sein.» Tony lachte ein wenig gezwungen. «Vielleicht will sie mich gar nicht heiraten. » « Welche Frau überhaupt würde dich nicht heiraten, wenn du sie schön darum bätest- Du hast eine so verführerische Stimme.» Tony richtete sich plötzlich auf. « Nein, ich will mich nicht mit Musette verheiraten! » sagte er. « Das wäre eine ewige Schande.» Und dabei schritt er quer durch das Zimmer und drückte auf den Klingelknopf. Reggie sagte nichts. Den Kopf ein wenig zur Seite geneigt, rauchte er gedankenvoll seine Zigarette. Das Schweigen wurde durch Ropes Eintritt gebrochen. «Ist das Auto vor gefahren? » fragte Tony. « Das steht schon seit genau zwanzig Minuten unten, Herr,» erwiderte Ropes, ohne seine Miene zu verziehen. «Ich habe den Lunchkorb und drei Flaschen Champagner hineingestellt. Alles ist in Ordnung.» « Gut,» sagte Tony und nahm einige Goldstücke vom Toilettentisch' «Ich will nun den Mantel anziehen, Ropes.» Der Diener mit dem unbeweglichen Gesicht ging in die Diele und kam nach einem Augenblick mit einem prächtigen, astrachanbesetzten Mantel zurück, in welchen Tony schlüpfte. « Wenn jemand nach Ihnen fragen sollte, mein Herr,» spurte Ropes fragend. Tony setzte seine Mütze auf- « So sag' ihm, dass geben seliger ist denn nehmen.» «Jawohl, mein Herr,» antwortete Ropes ernst. Drei Minuten später rollte der grosse Rotts- Roycewagen mit Tony am Steuer und Reggie, behaglich im Innern ausgestreckt, lautlos von Piccadilly weg. Welche Mängel Tony auch haben mochte, eines war sicher, er verstand ein Auto zu führen. Er bahnte sich Wege durch den Verkehr mit einer Festigkeit, die beinahe an Poesie grenzte, glitt um die Ecke des Park Lane und verschwand in der Richtung auf Curzon Street, direkt vor einem dahinrasenden Autobus, ehe dessen wütender, bremsender Chauffeur ein einziges der *) Dem unterhaltsamen Julilieft von Bonnicrs Situation angepasstes Wort gefunden hatte. Vor einem kleinen, vor kurzem frisch bemalten Hause hielt er an, und wandte sich um. «Ich werde klingeln. Bemüh' dich nicht mit Aufstehen.» « Daran habe ich auch keinen Augenblick gedacht,» antwortete Reggie munter. In Wirklichkeit war die Anstrengung unnötig, denn gerade als Tony im Begriff war, auszusteigen, öffnete sich die Haustür und ein grosses Mädchen von angenehmem Aeussern und zierlich in ein blaues Cheviotkostüm gekleidet, trat heraus. Tony sprang heraus und zog die Mütze, während Reggie sich höflich erhob und seinem Beispiel folgte. Das Mädchen lächelte ernst- «Ich fürchte, Sie haben eine schlechte Nacht gehabt,» sagte sie, «Sie sind nur zwanzig Minuten verspätet.» « Das war meine Hand, die ihn aus seiner Höhle zog, Miss Gilbert,» sagte Reggie phlegmatisch. « Ohne mich wäre "er noch im Bade.» Das Mädchen sah ihn an. « Das ist sehr nett von Ihnen, Mr. Seton, * sagte sie leise. «Ich habe gehört, dass Sie selbst gewissermassen Sachverständiger sind und klar werden, wenn Sie Wasser über den Kopf bekommen.» Tony lachte. « Bravo. Musette, ins Schwarze getroiien! Wenn Sie fortfahren wollen, wie Sie angefangen haben, so sagen Sie jetzt, dass Sie drinnen im Auto sitzen wollen.» Musettes Augen funkelten. «Aber natürlich!» rief sie, «wo sollte ich sonst sitzen?» Reggie, der immer noch stand, sah sie flehentlich an. «Sie sind ja schon früher mit Tony gefahren und kennen die Gefahren. Der Tod ist viel leichter auf dem Vordersitz. Ausserdem wünsche ich, Gwendolines Hand zu halten.» «Ich finde absolut nicht, dass das passend ist», sagte Musette streng. «Es ist ja nur die linke Hand», verteidigte sich Reggie. «Ach so, das ist etwas anderes», meinte Musette und setzte sich ohne weitere Einwände neben Tony. Fünf Minuten Spiel mit dem Tode brachte das Auto nach Portmann Mansions, wo Gwendoline, eine entzückende Mischung von Dresdener Porzellan und Paquin, graziös in den Wagen schwebte. Dann ging es an Euston und King's Cross vorbei, durch Pentonville, hinaus auf die Broxbourner Chaussee.'Einmal draussen aus dem allgemeinen Verkehr, begann Tony sich zu freuen. Während der ersten, von der Polizei überwachten zehn Meilen glitt der grosse Wagen in gleichmässiger Fahrt von fünfundzwanzig Meilen dahin, doch später, wo die Gebäude spärlicher wurden und sich zu beiden Seiten der Strosse grüne Felder erstreckten, stieg der Zeiger des Geschwindigkeitsmessers in raschem Tempo. Musette, die über ausserordentlich gute Nerven zu verfügen schien, beobachtete ihn mit unverhohlenem Interesse. Sie machte keinen Versuch zu sprechen, und die Unterhaltung beschränkte sich hauptsächlich auf geistreiche Bemerkungen Tonys über das ungewöhnlich reiche Vorkommen tauber und lahmer Fussgänger. Abgesehen von einem kleinen Missverständnis mit einem Bauernkarren an der Grenze von Cambridgeshire, das Tony mit einer entwaffnenden Entschuldigung und einem Goldstück ordnete, ereignete sich nichts Hinderliches mehr während des Restes der Fahrt. Es schlug gerade halb zwei, als das Auto das Weichbild Newmarkets erreichte. Durch die breite, graue Hauptstrasse mit ihren vereinzelten Rennpferden und ihrem Gedränge gamaschentragender, glattrasierter Männer steuerte Tony besonnen und rücksichtsvoll. Die Stadt war voll Rennbahnbesucher, und beinahe jeder zweite der vorbeikam griff entweder nach der Mütze oder warf ihnen einen muntern Gruss zu. Musette lächelte. «Es hat den Anschein, als wären Sie die bekannteste Person Londons, Tony», meinte sie. «Ich glaube, ich bin es bei der Polizei», antwortete Tony. Die frühere Spannkraft (Fortsetzung und Arbeitsfreude kehren nach mehrwöchigem Gebrauch von Haemacithin-Pillen folgt.) zurück. Die Folgen beruflicher Üeber« arbeitung, also Schlaflosigkeitt Nervosität, Neurasthenie, Kopfweh, Migräne, werden verbindert durch Haemacithin- Fillen. Dieses ärztlich verordnete Nährund Kräftigungsmittel hat sich in sehr vielen Fällen bewährt. Ein Glas mit 100 Haemacithin-Pillen Fr. 5.—; ein Glas mit 400 Pillen, ausreichend für eine Kur, Fr. 18.— franko Nachnahme. Man verlange die kostenlose Broschüre. Victoria-Apotheke Zürich H. Feinstein, vorm. C. Haerlin, Bahnhofstr. 71 Tel. Sei. 40.28. ZuverL Stadt- n. Postversand

NO 74 — 1928 AUTOMOBIL-REVUE 21 Die verblüffende Antwort. Der kleine Peter lügt manchmal. Mama will ihm das abgewöhnen. «In deinem Alter habe ich niemals eine vLüge gesagt!» belehrte sie ihn. — «Wann hast du angefangen, Mama ?» fragte Peter. Wenn eine spätere Zeit den Menschen unserer Tage kulturell seziert, wird die Diagnose lauten: Geistige Blutarmut, — Bizeps überernährt. Es ist ein unschädliches, sicher wirkendes Mit- tel gegen Verda 1 jeder Art, Appetitlosigkeit, isonmerzen, krampf, Uebelkeit, Erbrechen, ten, Magendrücken, Sodbrennen, Blähungen, Aufstoasen, übelriechenden Atem« Preis pro Sohaohtel Fr. 3.-—. Machen Sie einen Versnob, und Sie werden von dessen Güte, wie schon Hunderte andere Kunden, Überzeugt sein. Einzig erhältlioh bei der Apotheke zur Taube, Schaffhausen 7. ßßHNHOFSTR. 52 / ZÜRICH Die Fahrerin dem Fahrer überlegen? (Wir veröffentlichen nachstehend zwei Einsendungen über unsern Artikel in Nr. 70.) Diese Frage ist überhaupt mit keinem glatten Ja oder Nein zu beantworten. Wer führt denn heutzutage ein Auto ? Nehmen wir die Herren zuerst: 80 Prozent aller Fahrer fahren aus Notwendigkeit, d. h. weil sie beruflich dazu gezwungen sind, nicht weil besondere Lust oder besondere Fähigkeit zum Fahren sie ans Lenkrad ruft. Dass unter diesen 80 Prozent manche sein müssen, die zum Fahren nicht eben besonders geeignet sind (selbst Herren mit künstlichen Gliedern sitzen notgedrungen am Volant) ist sonnenklar, denn Geschicklichkeit und Nerven, Geistesgegenwart und rasche Entschlussfähigkeit sind nicht über alle Menschen gleichmässig verteilt. Nun die Damen: Welche Dame fährt, weil ihr keine andere Wahl bleibt? Ich glaube, wir kommen nicht auf ein einziges Prozent, gegenüber 80 Prozent bei den Herren. Also die Damen, die wir heute am Volant sehen, rekrutieren sich nahezu ausschliesslich aus denjenigen, die besondere Lust > und besondere Eignung zum Fahren in sich fühlen und grossenteils auch tatsächlich besitzen. Das Heer der übrigen Damenwelt, all die zagen, ängstlichen, hypernervösen oder sonstwie zum Fahren unfähigen, bleiben weg vom Volant, die sehen wir nicht. Diese Gegenüberstellung dürfte wohl zur Genüge beweisen, dass Vergleiche einfach nicht gezogen werden können. Um einen gerechten, einwandfreien Vergleich ziehen zu können, müsste man einmal wahllos eine gleich grosse Anzahl Damen und Herren irgendwo herausgreifen, das Fahren lehren und dann: Dann möchte ich nicht auf ein Ja zugunsten der Damen wetten. Dass die Frau dem Manne in vielen Dingen überlegen ist, dass sie köstliche Eigenschaften besitzt, die dem Manne völlig abgehen, dass sie im Ertragen von Leiden wie überhaupt auf seelischem Gebiete durchschnittlich stärker ist als der Mann, wird kein Gerechter bestreiten wollen. Aber: non omnia possumus omnes, einige Qualitäten wird die Frau dem Manne doch zugestehen müssen Ihm in allem und jedem Ding© die Ueberlegenhelt abzustreiten, mag ein bisschen modern sein, geistvoll sicher nicht. Welche hauptsächlichen Fähigkeiten iüa.6. zum Autofahren notwendig? In erster Linie Konzentration. Nun, so jemand behaupten wollte, dio Frau besitzo mehr Konzentrationsfähigkeit als der Mann, würde er sich gründlich blamieren. Viel eher könnto das Gegenteil behauptet werden. Weiter sind zum AutofaViren notwendig: rasche Entschlusskraft, Geistesgegenwart und in mancher Situation auch Mut. Durch Jahrtausende zählen diese Eigenschaften zu den männlichen Tugenden. Sollten sie heuto wirklich gänzlich dahin und zum Privileg des weiblichen Geschlechtes geworden sein? Dann kommt noch dio Geschicklichkeit in der Handhabung und Führung des Wagens: Die Wagen von heute haben eine solche Vollkommenheit erreicht, dass sie eben auch von einer Dame ohne Kraftaufwand gelenkt werden können, und punkto reiner Geschicklichkeit steht die Dame dem Herrn allerdings nicht nach. Aber dio Lastor der Herren: das Trinken, das Rauchen! i' Nicht jeder Herr trinkt und raucht und erst recht nicht jeder Herr trinkt und raucht, wenn es ans Lenkrad geht. Dagegen gibt es auch unter den Damen, auch unter den Autolenkerinnen solche, die recht gerne ins Glas schauen. Und wenn einmal durch irgendeine prominente Fahrerin das Rauchen am Volant modern geworden sein wird — und dies kann schon morgen geschehen —, dann doch ich will nicht bösartig werden und in Modesachen ist mit dem weiblichen Geschlechte nun einmal nicht zu rechten. Was die Statistik über Unfälle, durch Damen bewirkt, betrifft, so lese man die Tageszeitungen. Engelgasse 9 I. stock Fischstube zum WEIS8EN KREUZ Toggenburger Stil ButterkOche Spezialität: Lebende Bachforellen, Hechte Fischlilet und Blaufciohcn. Thomas Mtyar-Funk, sind äusserst unangenehm. Dieselben verschwinden aber nach kurzer Zeit beim Gebrauch von Columba Magenpulver. im Mich dünkt, was da jewoilen zu levsen ist, genüge vollkommen, wenn man den Prozentsatz fahrender Damen und Herren berücksichtigt Schlimmstenfalls hat keines dem andern etwas vorzuwerfen Manchem Zusammenstoss entgeht manche Dame manchmal auch nur dadurch, dass im andern Wagen ein Herr am Volant sitzt. Aus eigener Erfahrung könnte ich manch Beispiel anführen: Die Dame am Lenkrad lacht und schwatzt mit ihrer Nachbarin und biegt so am belebtesten Platze der Stadt scharf links in die Kurve. Ein Wunder und ein brutaler Stop verhüten den Zusammenstoss. DL Dame am Lenkrad fährt schneidig und in flottem Tempo in die enge Passage, die auf der einen Seite durch Strassenumbau, auf der andern durch eine stehende Dampfwalze gebildet ist. Die Dampfwalze befindet sich auf der Fahrbahn der Dame so dass der von der andern Seite kommende Herr das Rocht gehabt hätte, die Passage zuerst zu passieren. Aber nichts davon, die Dame saust einfach los und überlässt es getrost dem Herrn, mit sämtlichen Bremsen, und halb in den Pflästerungsarbeiten ebenso abzustoppen, dass ein Zusammen^ stoss im letzten Augenblicke noch vermieden wird Sie selbst drosselt keine Spur ab, sondern fährt lächelnd weiter und drauflos als überlegene Fahrerin. Was kann sie dafür, dass der Herr so unhöflich war, ihr nicht den Vortritt zu lassen! Verkehrsregeln? — Schon gut, aber zuerst kommt die schuldige Höflichkeit. Dieses, wenn schon einmal über die Titelfrago gesprochen und zu ihr Stellung genommen sein soll. Im übrigen fährt doch jeder Automobilist (von Anfängern ist hierbei nicht die Rede) individuell d. h. seiner Eigenart und seinem Temperamente angepasst. Hierbei von besserem oder schlechterem Fahren zu sprechen, wird mitunter recht schwierig sein. Die Hauptsache ist und bleibt ja auch, dass der Fahsir oder die Fahrerin das nötige Verantwortungsgefühl besitzen und so fahren, dass nie mand "and nichts dabei zu Schaden kommt. Eitelkeit tut nie gut, und mit dem Ernst und der Verantwortung des Autofahrens lässt sie sich nur schlecht in Einklang bringen. Doch ist die Frage einmal gestellt worden, und wenn man in den Wald ruft, dann hallt es wider. Nur klingt der Widerhall meist anders. W. W. " A Zu Ihrem interessanten Aufsatz «Die Frau am Volant», der inhaltlich den Tatsachen entsprechen wird, also auch die Aeusserung «böser Zungen», wonach weibliche Logik nicht an die Notwendigkeit von Fahrbestimmungen glaube und sich deshalb absolut nicht daran kehre usw., bringt mich auf den Gedanken, die Frage aufzuwerfen, was böse Zungen wohl zu beanstanden hätten, wenn ausschliesslich nur Frauen chauffieren würden? Würden dann die bestehenden Verkehrs- Verordnungen, ganz abgesehen von ihren jetzigen Mängeln, noch genügen oder wären sie gar — überflüssig? Vielleicht können darauf die Damen selbst die beste Antwort erteilen? V. M. in S. Säemann wider Willen. Dio segensreiche Tätigkeit unserer Feldgrauen. Joder Bergsteiger weiss Schweizer Schuhnägel sehr zu schätzen, sofern diese Schuhnägel richtig in seinen Schuhsohlen sitzen. Aber wenn sie «bodenständig» auf der Strasse zum Grossen St. Bernhard herumliegen, so lernt der Automobilist, im richtigen Sinne des Wortes, die Kehrseite dieser Nägel kennen. «Schuhnägel, auch wenn es Schweizer Qualitätsware ist, gehören in die Schuhsohlen, nicht in die Pneus,» so räsonnierte mancher gestrandete Automobilist am Wegrand. Nur auf den Stockzähnen lächelnd, fuhren wir an Unzähligen vorbei, die an unrichtig placierten Nägeln zogen. Wir unterdrückten die Teinste aller Freuden, die Schadenfreude, um der Tücke des Geschickes zu entgehen. Umsonst, kaum hatten wir unser Lächeln in ein teilnehmendes zurechtgerichtet, fing auch unser Fahrzeug zu wanken an, ein Ersatzrad war zur Stelle, und fort fuhren wir weiter, nach 20 Meter aber neigte sich das Auto auf die andere Seite, und nun sassen auch wir am Wegrand. Es war die « Nagelfolge». Zu allen Zeiten lächeln junge Mädchen lieblich verschämt unseren Soldaten nach, noch schmelzenderen Blicks, noch zärtlicher der ö'aragist. Denn er weiss, so und so viel Nägel gehen auf den Fernmärschen wieder verloren. Der Feldgraue säet, er erntet. Wie sollt er sie da nicht lieben? *•••••••••••••••••••••••••>*•••••••••••>•••••••• Kreuz und quer über die Alpenpässe führt Sie niemand besser als CH Touring, der Führer für Automobilfahrer. •••••••>••••••>•••••••••••••••«••*••(••••••*•••• WEGGISmih PILATUS Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O, R, Wagners Führer für Automobilfahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. Vtz nt-J 4 ,Tel .27 Vitzna&serhot v Tel. 15 HoteB Kreuz. Tel. 5 i Hotel msu Tel 4 Nähe Rieibahnstation. — Hotel Alpenras©» Tel. 20 Den Herren Automobilisten ist Gelegenholt geboten, während dem Besuche des Rigi ihre Autos In bahneigener, geschlossener Garage, unter Aufsicht, einzustellen! Schöne Veranda, gr. Garten, direkt am See. Garage. Spezialität in Fisch. Geflügel. Musik. Freundl. Zimmer, massige Preise. Telephon 12. Bes.: Trutmann-Siegwart. 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