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E_1928_Zeitung_Nr.076

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22 AUTOMOBIL-REVUE

22 AUTOMOBIL-REVUE 1928 — N° 78 Auüer-Ausflugsziele aus der Mtielschweiz TOURISMUS Die Zufahrtsstrassen aus der ganzen Schweiz sind ersichtlich in O. R. Wagners Führer tür Automobiltahrer, offizielle Ausgabe des T. C. S. das lohnendste Ausflugsziel für Automobilisten! Veranden, schattige Gärten, Garagen, vorzügliche Küche, dipl. Chef. - Prospekte durch A. Schmidlin f Mitgl. des A.G.S. u. T.C.S. Hotel Ochsen Tel. 59 Hotel Zugerhof Tel. 104 Hotel Löwesi Tel. 73 Besuchen Sie das reizende »Idyllisch gelegene Muofathal MUOTATHAL GASTHAUS z. POST Altbekanntes und bestgeführtes Haus mit prima Küche und Keller. Fremdenzimmer. Tel.5. Peter Gwerder. GASTHAUS z. HIRSCHEN Empfehlensw. Landffasthof,prima Fischküche. Sehensw. Münzsammlung u. Altertümer. Geschw. Betschard. GASTHAUS z. OCHSEN Metzgerei, gute Küche und Getränke. Gastzimmer Gesellschaftssaal. Karl Heinz«. GASTHAUS SONNE Fremdenzimmer. Gute Verpflegung. Grossen neuer Gesellschaftssaal. Alois Imhof. 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Seit jeher durch ihren vorzüglichen roten Wein berühmt, spielte das meerumspülte Stückchen Land im 19. Jahrhundert zweimal eine wichtige Rolle. Wir mussten bis nach Spalato fahren, denn nur von hier aus war es möglich, einen Dampfer zu benützen. Wir durchflogen auf vortrefflicher Strasse echtes Karstland und staunten über die vielen «Dolinen», das sind Vertiefungen, mit welchen das Land übersät war. Am Qrunde dieser oft sehr tiefen Kessel war zuweilen ein Weingarten, der nur aus wenigen Stöcken bestand. Felder, Wiesen oder kleine, unscheinbare Qehölze waren mit lose zusammengefügten Steinen begrenzt, die Dorfhäuser aus Stein, ohne Anwurf, selbst die Dächer bestanden nicht selten aus Steinplatten. Kahle, im Sonnenschein weissglänzende Bergdome türmten sich bis 1500 Meter empor, und da sie ihren Fuss oft ins Meer tauchen, so ist diese Höhe eine sehr achtunggebietende. Den Anblick des azurblauen Meeresspiegels genossen wir wiederholt; die Inseln, sowie der schmale Küstensaum zeigten ein recht farbenreiches Bild im grellen Gegensätze zu der Kalkfarbe des Inlandes. In Spalato besichtigten wir vor allem den alten Palast Kaiser Diocletians. Er gab der Stadt, welche von den Slawen «Split» genannt wird, den Namen, ist aber nur wenig sichtbar, weil in seinen Säulenhallen Wohnhäuser eingebaut wurden. Vom Monte Mariano, einer vorgebirgsartigen Halbinsel, bietet sich eine grossartige Fernsicht dar, doch wendet man seine Blicke lieber dem Meere und der lieblich anmutenden Inselwelt zu. Am nächsten Tage verluden wir unseren Kraftwagen auf einen Küstendampfer, der uns in wenigen Stunden nach Lissa brachte. Schon von weitem grüsste uns der 600 m s|eil aus dem Meere emporsteigende «Hum», von welchem aus ein optischer Telegraph während der Beschiessung der Insel durch die Italiener vom 18.—20. Juli 1866, die Befehle an die Inselbesatzungen entsandte. Wir liefen in den vorzüglichen Hafen von San Giorgio (1. Dschordscho) ein, an dessen Ufer auch noch die Ortschaft Kut (Winkel) liegt. Beide Ansiedlungen, etwa 4000 Einwohner Zählend, zeigen die Kennzeichen jener Gemeinwesen, die den bearbeiteten Stein billiger verkaufen als das Bauholz. Man sieht mehr als des ersteren, und selbst in den Oliven- und Feigengärten sieht der Boden wie zerspaltener Fels aus, wenn auch zwischen dem Kalkstein üppiger Graswuchs möglich ist. Der dortige rotbraune Humus füllt nämlich die Sprünge viele Meter tief aus und die Wurzeln bohren sich leicht ein, eine ganz unglaubliche Länge erreichend. Auch zahlreiche Weingärten, fast durehgehends terrassiert, liefern den Lissanern keine schlechte Einnahme, das Meer bietet aber die Hauptnahrung; dass die männliche Jugend Verdienst im Auslande suchen muss, ist begreiflich, denn die nur 100 km 2 grosse Insel ist mit 8000 Seelen zu stark bevölkert. Auf Fremdenverkehr ist das Ländchen nicht eingerichtet und wir hatten uns daher mit Proviant genügend versorgt. Die Ankunft eines Dampfers ist für die Insulaner immer ein freudiges Ereignis, als aber unser Auto ausparkiert wurde, da schwoll die Zuschauermenge auf etliche hundert Köpfe an, denn wenn auch Viele schon in andern Ländern das moderne Beförderungsmittel kennen gelernt hatten, so war es doch für die meisten Leute etwas Neues. Kinder kamen soeben aus der Schule und liefen eiligst herbei. Mit Mühe konnten wir uns Platz verschaffen und absolvierten zuerst, sozusagen, einen Höflichkeitsbesuch, indem wir dort, wo es die schmalen Gassen erlaubten, ein wenig herumtöfften, selbstverständlich mit grösster Vorsicht. Die Ueberbleibsel der einstigen Batterie «Madonna» wurden besichtigt, die sich anno 1866 erfolgreich des Angriffes dreier Panzerschiffe erwehrt hatte und so glücklich war, nur einen einzigen Mann zu verlieren, da die Italiener zu übereilt schössen und beim Verlassen des Hafens sogar die Ankerkette eines Schiffes den Verteidigern als Beute überlassen mussten. Wir fuhren die'alte Strasse hinauf und besuchten die Reste des Wellington- und Bentinckturmes, sowie der Batterie Smith. Diese Befestigungen stammen aus der Zeit 1811 bis 1815, als die Engländer die Insel besetzt hielten, nachdem sie vorerst dort die französische Flotte besiegt und sämtliche Handelsfahrzeuge versenkt hatten. Die Berghänge an der Küste sind ziemlich dicht mit Gestrüpp bewachsen, das infolge der Beschie*ssun2 anno 1866 an zahlreichen Stellen zu brennen begann. Auf einer Hochfläche, die zum grössten Teile mit Weingärten, Gestrüpp und mageren Weiden bedeckt ist, fuhren wir an der einstigen Batterie «Max» vorbei nach «Gomisa», der zweiten geschlossenen Ortschaft der Insel. Sie liegt sehr malerisch und macht mit ihren sogar zweistöckigen Häusern den Eindruck eines recht stattlichen Gemeinwesens. Auch hier gab es einen Menschenauflauf wie ihn die ältesten Leute nicht erlebt hatten. Wir fuhren daher mehrere- Male am Quai hin und her, um dann wieder auf die Hochfläche zu gelangen. Holder Friede herrschte auf der Insel, die hoffentlich nie mehr von Befestigungen verunstaltet werden wird; auch mögen ihr moderne Kurorte fernbleiben, auf dass die Bewohner in der bisherigen Einfachheit weiterleben. Wir lenkten unser Fahrzeug vorsichtig zum Gipfel des Hum, um hier den Sonnenuntergang zu erwarten, der ein unbeschreiblich schönes Bild bot durch das farbenreiche, blendende Widerspiegeln in der leicht bewegten Flut, auf welcher zahlreiche Segelboote zum nächtlichen Fischfang auszogen. Noch herrschte tiefe Stille in der Natur, nur die Brandung rauschte und Abendglockenklang mahnte, der Allmacht zu gedenken. Später aber schrieen die Sing-Zikaden ihre misstönenden Liebesarien als Schlummerlied. Wir beschlossen, die Nacht lieber hier oben in der blauen Luft zu verbringen, machten es uns im Wagen bequem und schliefen ungestört, um rechtzeitig bei Sonnenaufgang zu erwachen und wieder ein herrliches Naturschauspiel bewundern zu können. Schwer trennten wir uns von unserer aus-: sichtgewährenden Warte, fuhren wieder nach San Giorgio, wo wir die beiden Denkmäler, die für die gefallenen Seesoldaten und Artilleristen errichtet worden waren, besichtigten* Wenige Tage vor dem verhängnisvollen Fürstenmorde in Sarajewo waren die Zöglinge der Militärunterrealschule dieser Stadt als Ausflügler auf Lissa erschienen; sie waren die letzten Oesterreicher, die den Mannen der in treuer Pflichterfüllung gefallenen Helden eine Ehrung erwiesen. Wir ratterten noch eine Weile auf der Uferstrasse herum und schafften dann unser Fahrzeug, dem eine Menge Leute das Geleite gab, auf das Dampfboot, das uns zuerst nach Lesina, dann nach Brazza und endlich wieder nach Spalato brachte, von wo wir eine interessante Fahrt nach Kroatien antraten.' Ein pfiffiger Gläubiger. Ein Cafebesitzer in Rotterdam hat, wie das zu gehen pflegt, neben Kunden, die ihre Zeche prompt bezahlten, auch solche, bei denen die Zahlung etwas lang auf sich warten Hess. Eines schönen Tages nun veranstaltete der Cafetier eine Lotterie. Hundertfünfzig Lose wurden ausgegeben, welche zum Preise von 1 Centime für das Los Nr. 1, von 2 Ct. für Los Nr. 2 usw. an seine Gäste verkauft wurden. Als einziger und Hauptpreis winkte ein nagelneues Fahrrad. Im Handumdrehen waren die Lose verkauft, und bald erhielt einer def Stammkunden eine Karte mit der erfreulichen Nachricht, dass das in seinem Besitz befindliche Los gewonnen habe. Guter Dinge zog der Mann in sein Stammlokal, um den Preis in Empfang zu nehmen. Aber damit hatte es noch einen Haken. Der glückliche Gewinner sass nämlich beim Wirt noch mit 15 oder 20 Gulden in der Kreide, und dieser erklärte, dass er das Fahrrad erst herausgebe, wenn die Schuld beglichen sei. Was blieb dem Manne übrig, als bei Bekannten den Betrag aufzutreiben und seine Schulden zu bezahlen? Als er aber danach das Fahrrad forderte, erklärte ihm der Wirt zu seiner nicht eben angenehmen Ueberraschung, dass nicht sein Los, sondern ein anderes den Preis gewonnen habe, und dass der Wirt ihm die Mitteilung nur gemacht habe, um auf diese Weise zu seinem Geld zu kommen. Der unglückliche Lotteriespieler wollte sich an die Polizei wenden und eine Klage wegen Betruges'anhängig machen. Damit drang er nun zwar nicht durch, aber auch der pfiffige Wirt muss sich jetzt wegen Uebertretung des Lotteriegesetzes verantworten.

76 — 1928 AUTOMOBIL-REVUC 23 Touring-Antworten. Antwort zu T. F. 184. Reise München—Merän. Der Flexenpass ist sehr eng und nur an den eigens dazu ausgebauten Stellen kann ein Kreuzen stattfinden. Sie müssen sich also damit vertraut machen ovent. hundert Meter oder mehr rückwärts zu fähren. Wenn Sie also eine Limousine haben, so würde dies event. zu unangenehmen Situationen führen können. Von München würde ich Ihnen folgende Route empfehlen: München. Starnbergersee, Ganniseh, Lermoos, Fernpass, Imst, Innsbruck, Brenner, Jaufenpass, Meran. Meran, Engadin, Stilfserjoch, Tirano, Berninapass dürfte bedeutend schönere Ausicht bieten. Vergessen Sie nicht vom Berninahospiz mit der Bahn nach Alp Grüm zu fahren. T. A. 192. La Baute. Von der Schweiz nach La Baule führt die beste, obwohl nicht die kürzeste Route, von Genf über St-Julien, Bellegarde, Nantua, Bourg, Mäcon, Gharolles, Bourbon-Lancy, Moulins, Nevers, Gien, Orleans Blpis, Tours, Nantes und St-Nazarire. Auf dieser Strecke treffen Sie nur wenige Kilometer schlechte Strassen an und zwar, kurze Teilstücke zwischen Bourg und Mäcon, bei Digoin und einige Kilometer nach Bourbon-Lancy. Von Moulins wog fahren Sie alles auf schönem M-aikadam Ibis kurz vor St-Naizaire. wo der Eingang in die Stadt miserabel ist. Von St. Nazaire bis La Baoi'le nehmen (Sie die Stnasse. die teilweise der Küste folgt, ja nicht die direkte durch das Innnere, die sehr schlecht ist. Von Nantua nach Bourg lohnt es sich, den kleinen Umweg über Pont d'Ain zu machen, da besser und weniger Kurven. Von Nevers aus können .Sie auch über Bourges, Vierzon, Orleans fahren, werden dann aber die ersten 30 Kilometer gehörig zusammengeschüttelt. nachher glatte Strasse. Von Vierzon direkt dem Cher entlang nach Tours zu fahren ist mir von Einheimischen ganz abgeraten worden, und nach meinen gemachten Erfahrungen verzichte ich gerne auf schönere Landschaft, den Insassen und dem Wagen zuliebe. Aus dem gleichen Grunde rate ich nicht, die wohl kürzere Strecke über Pontarlier nach Nevers zu machen; dort wird das Fahren zum Martyrium. Genf, Orleans, La Baule sind ca. Ö30 km in 3 Etaippen gut zu bewältigen. Dr. K. in Th. T. A. 195. Lausanne—Florenz. Für Ihre vorgesehene Reise bieten sich zwei Möglichkeiten, die als direkter Weg darzustellen sind. Der eine über den Simplon nach Mailand, Bologna, Florenz (ca. 662 km), der andere über den Grossen St. Bernhard, Turin, Genua, Pisa, Florenz; 732 km. Ich empfehle Ihnen aber letzteren nicht, der Strassenverhältnisse wegen. Erstgenannte Route würde also folgendermassen lauten: Lausanne, Brig, Simplon (2040 m), Sesto, Galende, 284 km (hier benutzen: "Sie die bekannte Autostrada), Mailand; 50 km/. Von Mailand queren: Sie die Po-Ebene, kommen, nach Piacenza, Parma, Modena, Bologna und Florenz, 328 km, zusammen 662 km. Für die Rückreise glaube ich Ihnen einen interessanten Vorschlag zu machen, indem ich Ihnen folgende Reise empfehle: Florenz, Pisa, dann längs der Mittelmeerküsto über Genua nach Nizza. Hier wählen Sie die «Petite Route des Alpes» (Nizza, Digne, Col de la Groix-Haute 1132 m, Grenoble, Aix-les-Bains, Genf, nach Lausanne, 993 km. F. S. in L. T. A. 196. Adrla und Dolomiten. Für Ihre Tour empfehlen wir Ihnen folgende Rundreise: ' Genf, Brig, Simplon (2040 m), Domodossola und Sesto-Galende, von wo aus Sie die Auto-Strada bis Mailand fahren, ca. 400 km. Von Mailand fahren Sie über Treviglio und Brescia nach Rezzato, von wo unbedingt der Abstecher an den Gardasee über Salö nach Gardone-Gargnano gemacht werden sollte; dann wieder zurück nach Desenzano auf die grosse lombardische Strasse und nach Verona, Vicenza, Padova und Mestre (Garagieren des Wagens), Venedig; 335 km. In Mestre-Venedig werden Sie sich entschliessen, ob Sie die Reise längs der Adriaküste weiter ausdehnen wollen oder ob Sie direkt nach Norden abbiegen wollen, Richtung Dolomiten. Die Fahrt längs der Adriaküste würde folgendermassen auszuführen sein: Venedig, Treviso, Gervignano, Triest und eventuell bis Fiume; 173, bzw. 247 km. Zur Rückfahrt wählen Sie dieselbe Route bis Cervignano; 49, bzw. 123 km, von wo aus Sie 24 km nach Udine fahren, um dann über Codroipo und, Pordenone nach Gonegliano (79 km) zu gelangen. Die direkte Route von Venedig nach den Dolomiten trifft nach 48 km in Gonegliano mit obengenannter zusammen. Von Gonegliano fahren Sie über Ponte-nell'Alpi und Pieve di Cadore ins Ampezzo-Tal nach Gortina d'Ampezzo (107 km), über den Falzarego-Pass (2117 m) nach Andraz, dann über den Pordoi-Pass (2242 m) nach Campitello, Vigo di Fassa, Costalunga-Pass (1752 m) nach Welschnofen und Bozen (109 km). Von Bozen das Vintschgau hinauf über Meran nach Spondigna (79 km), von wo entweder links über den Ende September bisweilen schon verschneiten Stelvio (2756 m) und Umbrail (2505 m) nach Santa Maria (44 km) oder von Spondigna geradeaus über Sluderno und Glorenza nach Sta. Maria (25 km), dann über den Ofen-Pass (2155) durch den National-Park nach Zernez. Engadinaufwärts über' St. Moritz, Silvaplana und den Julier-Pass (2287 m) nach Tiefencastel. und Ghur (150 km); alsdann rheinaufwärts über den Oberalp-Pass (2052 m), Andermatt, Furka-Pass (2431 m) nach Gletsch, Brig und Genf (390 km). Die Fahrt führt Sie durch sehr interessante Städte wie Mailand, Venedig, Triest. In den Dolomiten sind besonders hervorzuheben Cortina d'Ampezzo und Bozen, im Vintschgau Meran. Zu Ihrer bevorstehenden Reise empfehlen wir die beiden touristischen Werke «Europa Touring» und «Dolomitenfahrten», die in unserm Verlag erschienen sind. Kurze Zusammenfassungen sowie erstklassiges Kartenmaterial werden Ihnen zahlreiche Anregungen geben und Ihre Fahrt recht genussreich gestalten. T. A. 197. Köln. Ich fuhr Anfang August über Basel, Todtnau, Freiburg, Offenburg, Karlsruhe, Bruchsal, Heidelberg, Weinheim, Darmstadt, Mainz, Bingen, Koblenz, Bonn nach Köln. Die Strassen sind iihfirn.ll Rp\\r tn-it. ZwisrliOTi TijirTrietjirlt nnrl Mainz gibt es eine Umleitung über eine ziemlich gute Nebenstrasse durch interessante Bauerndörfer. Die Rückreise erfolgte über Aachen nach Lüttich, Huy, Namur, Givet, Vireux, Mezieres, Sedan, Verdun, Commercy, Toul, Epinal, Nancy, Thillot, Ballon d'Alsace, Beifort, Porrentruy. Also das Rheintal hinunter und das Maastal herauf. Von Köln bis zur belgischen Grenze ist die Strasse ebenfalls fcehr gut, von der Grenze bis Lüttich schlecht bis mittelmässig. Von Huy bis gegen Namur ist die Strasse dem rechten Ufer entlang gesperrt, der Umleitungsweg am linken Ufer mag bei trockenem Wetter ordentlich sein, bei schlechtem Wetter gibt's kleine Seelein zu durchfahren. Von Namur weg sind sowohl die belgischen wie die französischen Strassen sehr gut. Von Vireux aus fährt man die interessante 40 km lange Strasse durch den Ardennenwald nach Charleville. Die ganze Tour misst von Bern aus 1645 km und kann in 7 bis 8 Tagen ohne Hast gefahren werden. A. P. T. A. 197. Köln. Zu Barer Reise an die Pressa nach Köln geben wir folgende Routen 'bekannt, die beide direkteste Verbindung darstdlen. Hinreise: Genf, Morges, Gossonay, Neuenburg, Aarau, Basel, Freiburg, Karlsruhe. Mannheim, Frankfurt, Mainz, Koblenz, Köln. Rückreise; Köln, Bonn, hier aufs rechte R'heinufer über Neuwied bis Mainz, Mainz, linkes Ufer, Woraus, .Ludwigshafen, Strassiburg, Markolsheim, Basel, Genf. Diese beiden Itinerarien weisen somit ziemlich dieselbe Distanz auf; der Hinweg führt üiber die ausgezeichnete internationale Strasse und der Rückweg üiber gute .Strassen 1. Klasse. T. A. 198. Bretagne. Zu Ihrer Frage betreffs Reise Neuemburg-Brest möchte jeh Ihnen folgenden Vorschlag machen: Sie fahren von N©ueniburir nach Pontarlier, Dole, bis Dijon auf der internationalen Strasse, biegen dann nach Westen aib in der Nähe von Dijon, um über Avallon-tAuxer-re-St. Fangeaiu, bei Bonny s. Loire die Route Nevers-Paris zu kreuzen. Alsdann fahren Sie durch Chäteauneuf nach Orleans. Ueber Fr&eval-ßt. Galais gelangen Sie nach Le Mans. Hier benutzen Sie die grosse Durchgamgsroute, fahren über Laval-RennesiSt. Meen-Rostrenen bds Brest. Ich glaube, dass Ihnen diese Reise viel Freude bereiten wird, besonders, wenn Sie sich Zeit lassen, um die Schönheiten und Eigenarten des Landes geniessen zu können. H. D.. in B. T. A. 199. Grosser St. Bernhard. Zu Ihrer Anfrage betreffend einer Fahtt auf den Grossen St. Beirmharil bernierke ich Ihnen folgendes: Die Strasse kann wohl als gut bezeichnet werden; bis auf einige kleine Partien ist deren Un texhalt befriedigend. Allerdings stimmt Ihre Unterrichtung nicht ganz genau; die Strassen-Aniage ist sehr gut, allein besonders * im untern Teil ist sie sehr schmal. In den Dörfern ist gerade Platz für knappe Passage. Die Kurven sind im allgemeinen eng und unübersichtlich, hingegen können Sie mit Ihrem Wagen (Fiat 509) ohne Manöver&eren "überall vombeikomimen. Im obern Teil des Tales gewährt die Sfcraßse gute Uabersioht, auch, ist sie etwas bueitec Was Ihre Falhrkenntoisse anbelangen, kann ich mir nicht igenügend Rechenschaft geben, was Sie unter «Neuling» in Ihrem. (Fall verstehen. Ich kann Ihnen hingegen mibig sagen, dass die ßtrasse keine Virtuosität von Seiten des Fahrers verlangt. So Sie langsam und vorsichtig fahren umld überzeugt sind, dass Ihre Bremsen gut arbeiten, können Sie diese Fahrt ohne weiteres unternehmen. Was beim Bengstrassenbefiähien besonders zu bemerken ist, ist das Kreuzen der grossen Postautomobile. Das Herannahen eines Postautomobils wird mittelst dem «DreMang-Signal» beikanntgeeben. Es ist sehr emipfehlenswert beim Nahen der PostanitoiS an engen Stelen anzuhalten. Am Grossen St. Bennihard weichen Postautomobiie rechts aus, d. b. nadh KonkoTdatsbestimimung. 0. W., in G. T. A. 200. Biarritz. Da ich eben von Biarritz komme, bin ich in der Lage, Ihnen nachstehende Route eu empfehlen. Genf, Annecy, Aix-les-Bains, Ghambery. Les Echelles, St. Laurent du Pont. St. Julien, Voiron, Moirans, St. Marcelin, Valence, Montelimar, Orange, Avignon, Nimes, Lunel, Pezenas. Beziexs, Narbonne, Garoassonne, Toulouse, St. Gaudens, Tartbes, Pau, Orthez, Bayonne, Biarritz. Von Genf bis Voiron ist die Strasse etwas ausgefahren, dies besonderis nach St. Laurent du Pont. Nachher haben Sie aber bis Biairritz eine wunderbare Strasse. Man könnte natürlich, noch etwas abkürzen, aber wenn Sie auf eine noch nicht reparierte Strasse kommen, sind Sie gezwungen im 20 km-Temipo zu fahren. K. PL, in Z. T. A. 200. Biarritz erreichen Sie von Genf aus am besten folgendermassen: Genf, Lyon, Glermont-IFerriand, Limoges, Angouleme, Bordeaux, Bayonne. BiaTritz. Diese Route führt Sie nur über Str-assen internationaler Bedeutung; es ist dies das empfehlenswerteste Itinerax, das Sie auswählen können. P. R., in G. Touring-Fragen. T. A. 201. Bern-Antibes. Können Sie mir eine gute Route bekanntgeben, die mich bequem von hier aus nach Antibes führt? Wieviel Zeit wird wohl diese Reise in Anspruch nehmen, und sind Ihnen vielleicht die französischen Strasisenverhältnisse bekannt? K. I. in B. T. A. 202. Lugano-Lyon. Als Leser Ihres Blattes möchte ich Sie anfragen, ob Sie mir eventuell ein Itinerair von hier aus bis Lyon bekannt geben können. Ich möchte so gut als möglich das Befahren von italienischem Gebiet vermeiden. B. G., in L. T. A. 203. Vevey-Grenoble. Welche Strasse empfehlen Sie mir, um von hier aus nach Gxenoble zu fahren? Kann mit dieser Fahrt vielleicht ein interessanter Abstecher verbunden werden, der nicht zu viel Zeit in Anspruch nimmt ? M. S. in V.' T. A. 204. Reise nach der Auversne. Ich habe im Sinne, in nächster Zeit mal eine Reise nach der Auvergne zu unternehmen. Können Sie mir mitteilen, welche Route sich dazu am besten eignet? Was für interessante Orte sind in dieser Gegend zu finden? Wenn ich mich nicht täusche, so ist /•Ina T.fi.nd T.ioim 1ii/»'Vi Kowriirr T S im fr L 'air des sommets En jouir est chose iacüe a l'automobiliste suisse. La vitesse de son vehicule supprime les distances au point que Pon peut aisemcnt passer son week-end 011 simplement son dimanche dans Ia montagne, de quelque point de la Suisse que Pon parte. Des centaines de voies d'acces et un grand nombre de magnifiques routes alpestres conduisent aux paysages les plus grandioses des Hautos Alpes. Mais la condition de ces joies est que Pon ait pu d'avance etudier son itineraire et que l'on puisse ä tous moments s'orienter sans peine en cours de route. Les frontieres de la Suisse sont devenues depuis longtemps trop etroites a rautomobiliste. in Hüll Notre ntfuveile carte routiere pour automobile LA Sül et contrees limitrophes dressee par O. R Wagner, r