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E_1928_Zeitung_Nr.076

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Brilli Peri in 20' 25",

Brilli Peri in 20' 25", Borzacchini in 20' 35" und * Chiron in 20 : 42" zurückgelegt. Währenddem in der siebenten Runde Brilli Peri die Führung an sich gerissen hat, gefolgt von Nuivolari, Brivio, Varzi, Chiron, ist das Klassement am Ende der zehnten Runde (100 km) folgendes: 1. Brilli Peri 38'57"; 2, Nuvolari 38' 57,4"; 3. Varzi 39' 03"; 4. Chiron 39' 03,6"; 5. Arcangeli 39'20". Die Durchschnittsgeschwindigkeit von Brilli Peri hatte bis jetzt 154,043 km betragen. Am Ende der 15. Runde (150 km) zeigt sich ein total anderes Bild. Nun liegt Varzi mit 57'26,6" an der Spitze. Seine Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt 156,77 km. Chiron hat mit 57'30,2" den zweiten Platz belegt. Nuvolari steht mit 57'34" an dritter Stelle. Ihm folgt Arcangeli mit 57' 37" und Materassi mit 58'49"; Bei-Beginn der 17. Runde ereignete sich der schwere und schreckliche Unglücksfall Materassis, von dem wir weiter unten noch ausführlicher berichten werden. Am Ende der 20. Runde hat sich Chiron den ersten Platz gesichert. Schon in der 18. Runde vermochte er sich an die Spitze zu setzen. Er hat die 200 km mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 158,003 km in 1 h. 15' 56" zurückgelegt. Ihm folgt Varzi mit 1 h. 15' 58,8". Den dritten Platz belegt Nuvolari mit 1 h. 16' 42,4", an vierter Steile steht Borzacchini mit 1 h. 19'26" und an fünfter Stelle Droüet mit 1 h. 19' 52". Das Rennen geht in gesteigertem Tempo weiter. Zwischenfälle kommen erfreulicherweise nicht mehr vor. 25 Runden — Chiron fährt mit bemerkenswerter Regelmässigkeit und gesteigertem Tempo an der Spitze der ganzen Meute. Die 25 Runden hat er in 1 h. 34'20" durchsaust. 159,01 km betrug seine Durchschnittsgeschwindigkeit. Varzi ist dicht aufgeschlossen; er brauchte für die 25 Runden 1 h. 34' 29". An dritter Stelle folgt Nuvoäari mit 1 h. 36' 16". Chiron führt. 300 km, d. h. 30 Runden, sind durchflogen — Chiron führt unbezwingbar. Er hat die 30 Runden in 1 h. 54'51" zurückgelegt. Eine Minute hat er durch Anhalten an der Boxe infolge Kerzendefektes verloren. Sein gefährlichster • Gegner Varzi büsst jedoch infolge gleichen Defektes zwei Minuten ein und muss deshalb Chiron die Spitze überlassen. Er steht mit 1 h. 55' 05" an zweiter Stelle. Nuvolari hat an der Boxe den Verlust von. drei Minuten zu beklagen und hat deshalb für seine 30 Runden 2 Ü. 02' 20" zu buchen. Den vierten Plafö jb^lgt'iDr^etj^^en,fünften/Ttfäggi: Auch Böriajcchinr ist ^ohi : Unglück ^verfolgt. In der 26; Runde V: hat er 'an beider Hinterrädern Reifendefekte. Neuerdings werden die Zuschauer aufgeschreckt, indem der Fahrer einen Augenblick die Herrschaft über die Steuerung verlierend, den Boxen entlangfährt und zirka 20 Meter Barrieren zerreisst. In gesteigertem Tempo vermag der Spitzenfahrer Chiron die noch übrigbleibenden Runden zu bewältigen. Nach 45 Runden hat er einen Durchschnitt von 158,061 km erreicht. Die Spannung unter der Zuschauermenge wächst von Minute zu Minute, da Varzi Chiron dicht aufgeschlossen folgt. Während Romeo 3 Std. 47'29" (Durchschnitt 158,253 km). 3. Nuvolari auf Bugatti 3 Std. 59' 27,6" (Durchschnitt 150.33S km). 4. Drouet auf Bugatti 3 St. 59' 37,8" (Durchschnitt 150,231 km). 5. Maggi auf Maserati 4 Std. 10' 29" (Durchschnitt 145,023 km). 6. Maserati auf Maserati bei 550 km mit 4 Std. 10' 28" gestoppt. 7. Bouriat auf Bugatti 550 km in 4 Std. 11' 10", dann aufgegeben. 8. Foresti auf Bugatti 540 km in 4 Std. 10' 17", aufgegeben. Probst auf Bugatti und D'Ahetze auf Bugatti werden aufgehalten und wegen Ueberschreitung der Maximailzeit nicht klassiert. Chiron, der Sieger verschiedener grosser Rennen. Der Sieger. Der Sieger des Tages, Chiron, fuhr auf einem Wagen von 2000 ccm und 705 kg Gewicht, mit Bosch-Magnet und Dunlop-Reifen. Ohiron, der die Strecke in 3 Std. 45' 08,6" mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 159,898 zurücklegte, hat einen neuen Rekord aufgestellt. Der alte war vom 1925 tödlich verunglückten Ascari mit 3 Std. 47' 13" gefahren worden. Aber nicht nur der Rekord, sondern auch die Bahnrekorde über 300, 400 und 500 km sind verbessert worden. Die schnellsten zehn Kilometer fuhr Williams auf Bugatti mit 3' 37,6". Sicher ist das Rennen vom letzten Sonntag um den Grossen Preis als eines der interessantesten zu buchen. Die neue Formel nach dem Maximalgewicht hatte die ersten Rentier. des*Automobilsportes anden Start gebrashfes Da^penn^frSeiB^T'e'hd^iT'ä^dfle'ir-TiitimiJto für Öugatti. Der Unglücksfall. Leider ereignete sich beim Rennen ein furchtbares Unglück, indem der italienische Rennfahrer Materassi auf der geraden Bahn vor den Tribünen aus noch nicht ganz aufgeklärten Gründen plötzlich die Führung über seinen Wagen verlor und mit einer Geschwindigkeit von über 180 km mitten in das Publikum hineingeschleudert wurde, Materassi auf Tal bot hatte schon in der zweiten Runde ein Rad gewechselt. Er hatte bis zu seiner verhängnisvollen 17. Runde den fünften Platz be- SUTOMOBTL-REVUE 1928 — 76 Materassi selbst ist im Spital seinen Verletzungen erlegen. Materassi darf füglich zu den hervorragendsten italienischen Automobilrennfahrern gerechnet werden. Er war Inhaber der italienischen Meisterschaft für das Jahr 1927. Auch diese Saison hat ihm bereits verschiedene Siege eingetragen. So ging er im Ren- Der stehende 76. Kilometer von Grand Saconnex in 6enf. Die Konkurrenz der Tourenwagen. Zuerst starteten die Motorräder, und diese Konkurrenz wickelte sich' interessant und ohne Zwischenfall ab. Dann folgte sofort der Wettkampf der Automobile. Zwei Fiat eröffneten den Reigen der Tourenwagen. In der IlOO-^-1500-ccm-Klasse führte Fräulein Sarbach ihren Amilcar mit der respektablen mittleren Stundengeschwindigkeit von 57,69 km zum Ziel. Der Experte Scheibler, der bekannte Fiat-Fahrer, machte die beste Zeit dieser Kategorie in 54,4 Sekunden. inen ftta» mobilmeislevschafl^. Die sportlichen Veranstaltungen der Sektion Genf des A. C.S. scheinen unter einem guten Stern zu stehen; das prachtvolle Herbstwetter verhalf dem zweiten diesjährigen Renn-Ereignis zu einem glänzenden Erfolg! Eine stattliche Zuschauermenge verfolgte das spannende Kilometer-Rennen, das dank mustergültiger Organisation der Genfer-Sektion des A. C. S- und des « Moto-Club des Päquis» einen g>latten Verlauf nahm und gewiss ermunternd wirkte für spätere ähnliche Anlässe. Das Training erweckte Interesse. Gewisse "'Stunden am Donnerstag, Freitag und Samstag waren für die Probefahrten reserviert. Schon hier wurden gute Zeiten gefahren, die auf noch grössere Schnelligkeiten hoffen Hessen. Leider ereignete sich dabei ein bedauerlicher, schwerer Unfall, dem der sympatische Motorradfahrer Paul-Arthur Marti zum Opfer fiel. Die Rennstrecke befand sich in tadellosem Zustand: die 1000 Meter weisen eine Höhendifferenz von 47,42 Metern auf, was einer mittleren Steigung von 4,75% entspricht. Die Geschwindigkeitsentwicklung bei stehendem Start und bei Steigung erfordern sowohl vom Fahrer als auch von der Maschine grosses Können resp. beste Präzision. Das Strecken-Komitee hatte seine Aufgabe richtig erfasst: eine beidseitige Einzäunung der Strasse bot den Fahrern vermehrtes Gefühl von Sicherheit. In aller Frühe des Sonntags herrschte in Petit-Saconnex emsiges Leben. Schon die Abnahme der Wagen ^lockte zahlreiche Be- nen «Rund um Mugellot», in der Bergprüfungsfahrt von Montenero, sowie im Rennen «Rund um Allessandria» als Sieger hervor. Von Florenz gebürtig und im Alter von 39 Jahren stehend, hat ein tragischer Unglücksfall diesem Leben ein zu frühes Ende bereitet. K. 5000—8000-ccm-Klasse. Goy, auf Delage, erreichte mit 49 das Stundenmittel von 73,47 km und fuhr somit die zweitbeste Zeit der Tourenwagen. Die Konkurrenz der Sportwagen. Dumpfes Heulen der Motoren drang durch die Luft und eine allgemeine Spannung ging durch das Publikum, als schon der erste Sportwagen vorbeiflitzte. Es war die forsche Fahrerin Fräulein Sarbach, auf Amilcar, die mit grosser Sicherheit fährt und die beste Zeit der Damen mit 52.4 (68,70 km) erreichte. Strittmatter, auf Bugatti, in der 1500—2000-ccm-Klasse durchfuhr das Ziel mit 40.4. In der 2000—3000-ccm-Klasse fiel der Sieg G. Duval, auf Bugatti, zu, und Frau Mange nahm einen ehrenvollen 2. Platz ein. Noch einmal war es der Amateur R. Duval, auf Chrysler, der in der 3000—5000-ccm-Klasse in rassigem Tempo das Zielband überfuhr. Mit 45.8 sauste der bekannte Fahrer Risch auf seinem sieggewohnten Packard in der 5000—8000-ccm-Klasse durchs Ziel (Stundenmittel 78,60). In der 8000-ccm-Klasse gelang es Blättler, auf Mercedes-Kompressor, mit 35.6, Stundenmittel 101,12, sich den Rekord der Sportwagenklasse zu sichern. — Das Geheul des Kompressors wirkte eindrucksvoll auf die vielen Zuschauer. Die Konkurrenz der Rennwagen. Die Spannung wuchs, als die Klasse der Rennwagen an die Reihe kam. Wie ein Pfeil durchflog SarfjftpHfck der* x:,y.•>H- i7,rm Kf\ 1 Scheibler auf Fiat, der Sieger in Klasse F (Tourenwagen). cherte. — Sein Mitfahrer bewies grosse Kaltblütigkeit, indem er auf dem unsichern Notsitz des halbkarossierten Chassis einen wenig beneidenswerten Platz innehatte. Kurz nach Rennschluss versammelten sich die Teilnehmer, Organisatoren und die Herren Zentral-Präsident Dufour, Vizepräsident des 'Zentralkomitees, Dr. Mende und Herr Imhof, Präsident der Sektion Basel, im Restaurant Perruet in Grand-Saconnex, um die Rangliste bekannt zu geben. Ein reichgeschmückter, prächtiger Gabentisch harrte der Fahrer. Herr Guillermin, 1. Vizepräsident der Sektion Genf des A. C. S., richtete einige Dankesworte an die Versammelten und speziell an die Genfer-Behörden. Herr Cuendet, Präsident der Sportskommission der Sektion Genf des A. C. S., nahm xr,Ai« die Preisverteilung

N° 76 - 1028 ÄUTOMOBIL-REVUC Resultate des stehenden Kilometers von Grand Saconnex. Klasse 6, 1100 com: Klasse F, 1500 ecm: Klasse E, 2 Liter: Klasse D, 3 Liter: Klasse C, 5 Liter: Klasse B, 8 Liter Klasse G, 1100 ccm: Klasse F, 1500 ccm: Klasse E, 2 Liter: Klasse D, 3 Liter: Klasse C, 5 Liter: E 1 Klasse B, 8 Liter: A 1 Klasse A, mehr als 8 L.: E 1 E 1 Klasse 6, 1100 ccm: Klasse F, 1500 ccm: Klasse C, 5 Liter: A 1 E 1 A 1 E 1 23 A 1 A 1 2 E 1 A 1 2 E 1 23 E 1 2 A 1 A 1 A 1 A 1 2 Mme. PL Carfagni A. Carfagni T. Sarbach A. Scheibler J. Galley Blano & Paiche Dr. E. Famer G. Reschowsky MUe. M. Breslauer V..Gibelsaco R. Duval F. Haefliger A. Segard J. Büttikofer Blanc & Paiche A. Goy P. Stammbach T. Sarbach Dr. Avondet G. Strittmatter G. Duval Mme. B. Mange Blanc & Paiche "R. Duval W. Risch A. Schmidt T. Sarbach A. Scheibler W. Escher Mme. X. E. H. Rouviere & Mlle. Sarbach A. Scheibler J. Galley W. Blanc, fils Dr. £. Farner G. Rcschovrsky Mlle. 31. Breslauer A. Finaz R. Duval F. Haefliger A. Segard J. BUttikofer W. Blanc A. Goy P. Stammbach Mlle. Sarbach Dr. Avondet G. Strittmatter G. Duval Mme. B. Mange W. Blanc, fils R. Duval W. Risch A. Blaettler Geneve Geneve Geneve Bern Seeland Geneve T. C. S. Geneve Geneve T. C. S. T. C. S. Zürich Waadt Mont. N. Geneve Geneve Aargau Geneve Geneve Zug T. C. S. Geneve Geneve T. C. S. Zürich Geneve T. Sarbach Geneve A. Scheibler Bern W. Escher Zürich Tourenwagen Fiat Fiat Fiat Fiat Ceirano Bugatti Ansaldo Chrysler Chandler Chrysler Chrysler Martini Panhard Martini Chrysler Delage Mercedes Sportwagen Amilcar La Perle Bugätti Bugatti Chandler Bugatti Chrysler Packard Mercedes Kompr. Rennwagen Amilcar Fiat Bugatti Kompr 6D Bohrung Hub Klasse Konkurrent Fahrer Sektion Marke Zylnder- Inbalt zahl Zeit Mittel Bemerkungen r^ Touren- 4 57 97 990 3500 1 1.11,8 50.84 4 57 97 990 3500 1 1.03,8 56.42 4 60 110 1250 3000 2 1.02,4 57.69 4 65 110 1460 3500 2 54,4 66.17 4 65 110 1460 3200 2 55,6 — 4 69 110 1495 4000 2 58,8 — 4 70 120 1850 3000 3 1.14,4 48.38 6 76 107 2910 2900 4 ' 1.01,2 58.80 6 73 108 2700 2500 4 1.16,0 — 6 76 107 2910 2900 4 1.01,2 58.80 6 82,5 127 4077 2900 4 49,4 72.87 6 88 120 4380 3000 4 53,6 — 4 105 140 4828 3000 4 45,8 78.60 6 88 120 4380 3000 4 50,2 — . 6 82,5 127 4077 2900 4 53,2 — 6 95 140 5962 2800 4 49,0 73.47 6 105 140 7277 1800 4 51,0 — 4 60 95 1097 3500 1 52,4 68.70 6 60 88 1480 4500 1 l;00,0 60.00 Rekord geschlagen. Rekord geschlagen. Beste Zeit der Tourenwagen, Rekord geschlagen. Rekord geschlagen. Gewinnt den Damenpreis. 8 60 88 198 4500 2 40,4 89.11Rekord geschlagen. 8 69 100 2990 3400 2 50,0 72.00 6 73 108 2700 2500 2 1.12,2 — Rekord geschlagen. 8 69 100 2990 3400 2 50,6 71.14 Rekord geschlagen. 6 82,5 127 4077 2900 2 46,6 77.25 Aufgestellter Rekord. 8 89 127 6320 3200 2 45,8 78.60 6 98 150 6800 2900 2 35,6 101.12 Xl,3 6 56 74 1097 5000 1 36,0 100.00 4 65 110 1460 4000 1 48,8 73.77 8 65 100 2646x13 5000 1 34,4 104.65 fä Beste Zeit der Sportwagen, gewinnt den Preis der „Automobil-Revue", schlögt den Kategorie-Rekord und stellt den Klassenrekord auf. Aufgestellter Rekord. Aufgestellter Rekord. Beste Tageszeit, neuer Bergrekord. Die nationalrätliche Kommission für das neue eidgenössische Strafgesetzbuch tagte unter Vorsitz von Nationalrat Dr. Seiler in Alls Rennchef waltete an dieser Veranstaltung Herr B. Pierrehumbert, Mitglied der Nationalen Sportskommission und Präsident der * Sektion Neuchäteloise des A. C. S. — Als Delegierter von der Nationalen Sportskommission waren Herr Devaud, Mitglied des Zen-Wengetralkomitees, und weiter als Delegierter des Eingabe des Schweizerischen Touring-ClubSi und behandelte hauptsächlich die Zentralkomitees Herr R. Cuendet, Präsident die, wie unsere Leser wissen, gewisse automobilistische Interessen berücksichtigt haben der Sportskommission der Genfer Sektion, als Direktor der Finanzen, anwesend. O.E. möchte. Erfreulicherweise hat der Nationalrat bereits durch Aenderung wesentlicher Dfe drei Schweizer Champions. Nachdem das Saoonnex-Rennen hinter uns liegt, gehen von den 9 im Frühling eingeschriebenen Konkurrenten drei als schweizerische Champions hervor. Es sind dies: Rouviere auf Fiat in Kategorie und Klasse G, 1100 cem-Tourenwagen, der beim Kilometer-Lance Eaux-Mortes einen Strafpunkt, beim Kriens-Eigenthal-Rennen "zwei, beim Zugerbergrennen zwei und beim Saconnex 'einen, total also 6 Strafpunkte erhielt. Scheibler auf Fiat in Klasse F, 1500 cem- Tourenwagen, der bei den vorgenannten vier Rennen je einen Strafpunkt, total vier erhielt und Büttikofer auf Martini, der in Klasse C, 5 Liter-Tourenwagen beim Kriens-Eigenthal-Rennen einen, beim Zugerberg einen und beim Saconnex Rennen drei Strafpunkte, total also 6 auf sich vereinigte. Die sechs anderen Fahrer sind ausgeschieden, sei es, dass sie die gefürchteten 7 Punkte erreicht oder überschritten,, ihren Wagen beschädigt oder von sich aus aufgegeben haben. Den drei Siegern unsere herzlichsten Glückwünsche. —t. Das Feldbergrennen in Oesterreich hat unter guten Auspizien statgefunden. Schon längst war man auf das Zusammentreffen von Stuck und Caracciola gespannt. Auf der 3,5 km langen Rennstrecke trug Stuck auf Austro-Daimler über Caracciola den Sieg davon, indem er die Strecke in 3' 24,2" zurücklegte, währenddem sein Gegner auf Mercedes hiefür 3' 27,2" brauchte. Stuck erreichte eine mittlere Stundengeschwindigkeit von 61,76 km. 7. Die bestbekannte Rennfahrerin Miss Bruce hat letzten Samstag im Motorboot die Strecke Dover- Calais in 30 Minuten durchfahren und ohne zu landen den Rückweg im 47 Minuten znirücikgelegt. Damit hat sie einen neuen Kanakekord aufgestellt. —ei— Das Automobilrennen in Boulogne um die Coupe Boiliot, das letzten Samstag nach der Handicap- Formel ausgetragen wurde, wurde von Ivamowsky aui AMa-Romeo gewonnen. —ei— Das Direktionskomitee des A. C. S. Das Direktionskomitee des A.C.S. tagte letzten Donnerstag in Bern, um verschiedene laufende Fragen zu erledigen und um Stellung zu nehmen zum jetzigen Stand des Automobilgesetzes und der Initiative. Wie es scheint, hat man die Passivität der Strassenverkehrsliga ziemlich scharf kritisiert und sich vorbehalten, betreffend Vorschläge an das eidi^enössische Justizdepartement selbst die Initiative zu ergreifen. -ei.- Vom neuen Strafrecht. 4-..M-V -;••'-. -, CliAINft A NEIGE M.K.R SBSfO-BffiNS WESUNGHOUSC EPURMEDR5 D'AIR PILTRES ESS&C&HU1UE GENEVE 104, Rue du Rhone Telephone St. 47,08 •M» ! ,i Punkte den Wünschen der Automobilisten Rechnung getragen. So wurde das Minde$tmass der Gefängnisstrafe von acht auf drei iTage herabgesetzt und die bedingte Verurteilung auch bei Bussen zugelassen. Die Kommission hat nun auch die namentlich für Berufschauffeure erschwerenden Bestimmungen Jn Artikel 114, Absatz II, und 112, Absatz II, betreffend fahrlässige Tötung und fahrlässige Körperverletzung gestrichen. Anderseits je- PHÄRINTTO BESNARD AlYHMIHATPniX DININ BOU6IESAC. ROULEMENTS ABILLft SMG POMPES D£ MAFA PA&CHOCS •ARSÄ* ZÜRICH 38, Neumühlequai Telephone Hott. 22.51 doch hat sie die Strafe für das Imstichlassen Verletzter nicht mehr mit Haft und Busse belegt, sondern auf Gefängnis verschärft. K. Konferenz der aargaufschen Gemeindevertreter. Das Berner Dekret auch für den Aargau vorgesehen. Der Gemeinderat Wohlen hatte auf letzten Sonntag Nachmittag eine Konferenz von Vertretern sämtlicher Gemeinden des Kantons einberufen, um zur Frage schützender Massnahmen gegen den zunehmenden Automobil- und Motorradverkehr Stellung zu nehmen. Üeber 150 Gemeindeamtmänner waren zur Tagung erschienen. Nach einem einleitenden Referat von Fürsprech Dr. Irmiger, wurde fast einstimmig eine Resolution gutgeheissen, die grundsätzlich die Anwendung des neuen Berner Verkehrsdekretes auch für den Aargau verlangt, d. h. sofortiger Erlass eines Nachtfahrverbotes für Lastwagen,. Motorräder und Automobile mit über acht Sitzplätzen, in der Zeit von 11—4 Uhr für die Sommer- und von 9—6 Uhr für die Wintermonate. Somit wird eine schärfere polizeiliche Kontrolle der Motorräder im Sinne der konkordatlichen Bestimmungen verlangt, im 'weitern eine polizeiliche Kontrolle aller Fahrzeuge, speziell der Lastwagen, wobei für ausrangierte Lastwagen keine Fahrbewilligung mehr erteilt werden soll. Als einstimmig sprach sich die Versammlung für den Erlass eines allgemeinen Verbotes für sämtliche Wagen aus." Ein weiteres Postulat ging dahin, der Staat solle alle vom Automobilverkehr stark benutzten Strassen als Staatsstrassen erklären und dementsprechend die Instandstellung« und den Unterhalt dieser Strassen übernehmen gegen eine entsprechende Abfindungssumme durch die Gemeinden. B. KU-; n