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E_1928_Zeitung_Nr.081

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trolle gewarnt und wurde

trolle gewarnt und wurde deswegen gestützt auf ein kantonales Polizeigesetz aus dem Jahre 1866, wegen «Störung der vorgeschriebenen Ordnung des Geschäftsganges» vom Polizeikommando mit 10 Fr. Busse bestraft. Sein Rekurs wurde zunächst von der Polizeiclirektion abgewiesen, worauf er beim Bundesgericht einen staatsrechtlichen Rekurs einreichte, indem er die Bestrafung als eine willkürliche Anwendung des Gesetzes hinstellte. Seine Warnung, machte er geltend, habe die Polizei nicht an der Durchführung der Geschwindigkeitskontrolle verhindert, sie habe höchstens einigen Uebertretungen von Fahrvorschriften und damit der Verhängung von einigen Bussen vorgebeugt; die Busse sei aber nicht der Hauptzweck, sondern nur ein fiskalischer Nebenzweck der Kontrolle. Das Bundesgericht (staatsrechtliche Abteilung) hat indessen den Rekurs einstimmig abgewiesen, die Busse also wiederum als bundesrechtlich zulässig erklärt. Ueber den mit einer Geschwindigkeitskontrolle verfolgten Zweck hatte es sich schon in dem erwähnten Entscheid vor zwei Jahren ausgesprochen und legte diese Ausführungen seinem heutigen Urteil zu Grunde. Danach verfolgte die Kontrolle nicht nur den Zweck, festzustellen, ob auf der kontrollierten Strecke die Vorschriften über die zulässige Geschwindigkeit überschritten worden seien. «Durch eine solche geheime Kontrolle sollen die Automobilfahrer hauptsächlich dazu gebracht werden, beständig — wenigstens in Ortschaften — mit der polizeilichen Ueberwachung der Geschwindigkeit zu rechnen und sich deshalb stets an die hiefür bestehenden Vorschriften zu halten». Wer eine solche Kontrolle verrät, vereitelt damit den Hauptzweck derselben und erschwert die Aufgabe der Polizei, welche über die Sicherheit der Strasse zu wachen hat; er verhütet also nicht nur einige Bussenurteile. Indem er übrigens die Feststellung strafbarer Uebertretungen verhindert, ermutigt er auch unvorsichtige Fahrer dazu, sich über die bestehenden Vorschriften hinwegzusetzen, sobald sie sich wieder ausserhalb des Bereiches der Kontrolle und daher sicher von jeder Bestrafung wissen. Die Durchführung einer Kontrolle kann nun ohne Willkür als «vorgeschriebene Ordnung des Geschäftsganges» im Sinne des Zürcher Gesetzes betrachtet werden und die Warnung vor der Kontrolle kann ebenso zwanglos als Störung dieses Geschäftsganges beträchtet werden. Die ausgesprochene Busse bildet deshalb keine willkürliche Anwendung des zürcherischen Gesetzes. A.W. Aus den eidgenössischen Räten. 20 Redner haben im Nationalrate über die Hilfsmassnaliimen für die Landwirtschaft gesprochen. Wenn wir gut unterrichtet sind, hat keiner der Herren eine Hilfsmassnahme hervorgehoben, die unbedingt berücksichtigt werden sollte und auf die erfreulicherweise im Ständerate hingewiesen wurde. Es ist zweifellos, dass unsere Bergbauern heute diö ärmste Bevölkerungsklasse der Schweiz darstellen. Was sie verdienen, reicht nicht aus, um die Bedürfnisse ihrer Familie zu bestreiten. Die Not ist in den Bauernstuben unserer Bergtäler wirklich vorhanden. Diese Leute leiden nicht nur an zu hohen Produktionspreisen, sondern vor allem daran, dass sie ihre eigenen Produkte nur mit der allergrössten Mühe absetzen können. Ihr Heimetli allein vermag sie jedoch nicht mehr zu ernähren, deshalb sind sie auf Nebenverdienst angewiesen. Woher aber diesen herbeischaffen, wenn man durch ungangbare Wege von der Mitwelt abgeschlossen ist? Die von den beiden Räten gutgeheissenen Hilfsmassnahmen sind ein vorübergehendes Palliativmittel. Was dringend not tut, ist, dass der Bauer wieder aus eigener Kraft sich seinen Lebensunterhalt zu verschaffen weiss. Grundlage für den Bergbauem bildet dazu die Strasse. Ohne fahrbare Strassen fehlt dem Aeusserung riss Mike aus der Art Betäubung, in die er durch die Enthüllung des Dieners verfallen war. Mr. Bytheway ohne Förmlichkeiten beiseite schiebend, wendete er sich an den unbewegten Stooply. «Sie sagen, Sie haben diese Sachen in meinem Zimmer gefunden?» «In der oberen Lade der Kommode,» sagte der Schicksalsbote, in einen Socken gewickelt.» «Ach Unsinn!» sagte Mike. «Ich habe», fuhr Stooply ruhig, feierlich und unbarmherzig fort, «eine Zeugin. Miss Keut ging zufällig an der Tür vorbei, als ich die Entdeckung machte. Da ich es für im Interesse aller hielt, weitere Zeugenschaft zu erlangen, nahm ich mir die Freiheit, Miss Kent wird es mir bezeugen.» Sogleich wurde Miss Kent zum Mittelpunkt des Interesses. Sie errötete peinlich, warf einen unglücklichen Blick auf Mike, bewegte die Hände hilflos und nickte sehliesslich widerstrebend. (Fortsetzung folgt.) ebirgbauer die Möglichkeit, seine Produkte abzusetzen. Wir gehen deshalb mit dem Vertreter Obwaldens, Herrn Ständerat Amstalden, vollständig einig, wenn er darauf hingewiesen hat, dass ein bedeutsames Mittel zur bessern Beschäftigung der Gebirgsbevölkerung in einer ausserordentlichen Krediterteiung an den Bundesrat zum Zwecke der Erhöhung der Subventionen an Ameliorationen von Bergstrassen und Wegen von 50 auf 60 Prozent läge. Es ist ohne weiteres klar, dass durch Erstellung neuer und Instandstellung alter Bersgstrassen Kulturwerke und Arbeitselegenheit für das Gewerbe und die Bergbevölkerung geschaffen würden. Wir betrachten es deshalb als wünschenswert, dass sich der Bundesrat mit dieser Anregung Amstaldöns näher befasst. K. Zur Ueberlastung der Brienzerseestrasse. Von allen Seiten hört man Klagen über das Ungenügen der Brienzerseestrasse für den gegenwärtigen Strassenverkehr. Die Brienzerseestrasse wurde Ende der 50er und anfangs der 60er Jahre mit einer Breite von 5,5—6 Meter erstellt, zu einer Zeit also, da niemand an einen derartigen Verkehr dachte wie er heute besteht. Am 12. August dieses Jahres wurden in Ringgenberg von morgens früh bis abends 988 durchfahrende Motorfahrzeuge gezählt. Von 11—12 Uhr mittags waren es deren 102. Die amtliche Autokontrolle in Brienz, die während 14 Tagen durchgeführt wurde, zählte deren durchschnittlich 800 pro Tag, aut Mitteilung. Der Autoverkehr ist derart angewachsen, dass sich ein Fahrzeug an das andere reiht. Unfälle sind schon mehrere zu verzeichnen. Wer ist haftpflichtig? Offenbar in diesem Falle der Staat Bern. Mit freiwilligen Beiträgen der Gemeinden sind zwar diemeiten Dorfstrecken heute gewalzt und geteert worden. Aber die Strecken zwischen den Ortschaften sehen ganz bös aus. Nicht nur hängt eine Staubwolke an der andern, sondern auch der Strassenkörper ist arg mitgenommen, teilweise schon heute ruiniert durch den rapid zunehmenden Auto- und Lastwagenverkehr. Man denke ja nicht, nach dem Ausbau der Oberhasli-Kraftwerke nehme der Verkehr auf unserer Brienzerseestrasse wieder ab. Nein, der Lastwagenverkehr mag etwas zurückgehen, aber dafür wird der Verkehr mit Personen-, Gesellschafts-.: und Qe*' schäftswagen weiter steigen und diesem Verkehr soll die schmale Brienzerseestrasse weiter genügen? Sämtliche Ortschaften am Brienzersee sind vom Fremdenverkehr abhängig, aber die Fremdenzimmer gegen die Strasse zu werden wegen dem Lärm gemieden. Ebenso sind die Privatwohnungen an der Strasse nicht mehr begehrt. Es muss also bereits eine Wertvermiiiderung der an der Strasse stehenden Objekte festgestellt werden. Schreiber dies befuhr letzthin die alte; Bernstrasse nach dem Waadtland. Dieselbe' ist 8—9 m breit und fast durehgehends gewalzt und geteert. Der Verkehr Bern-Freiburg (11. September 1928) War 50 Prozent kleiner als auf der Brienzerseestrasse noch am heutigen Tag (19. September) und trotzdem in Bern Wochenmarkt war. Ein grosser Fehler wurde zuständigenorts begangen, dass man die Brienzerseestrasse als Strasse 3. Klasse (Bergtrasse) bezeichnete. Man nahm die Strasen beim Klassement nach der Breite, aber nicht nach der zunehmenden Frequenz. Selbstverständlich kamen dann bei den Renovationsarbeiten Drittklassstrassen nicht an erster Stelle. Eine genügende Verbreiterung durch die Dörfer Brienz und Ringgenberg ist der Kosten halber kaum durchführbar, und die Gemeinden des rechten Seeufers sind viel zu stark belastet, um dem Staat Bern weitere namhafte Beiträge hieran zu leisten. Es bleibt, will man der Sache gerecht werden, neben dem Ausbau der rechtsufrigen, der Bau der Iinksufrigen Brienzerseestrasse. Man spricht so schön von der Not und der Hilfe für die Bergbevölkerung und das Gewerbe des Oberlandes; möge der Grosse Rat seine Hilfsbereitschaft auch für uns Anwohner oberhalb dem Krattiggraben erzeigen durch Gewährung der Mittel zum Ausbau der rechtsufrigen und zum Bau der Iinksufrigen Brienzerseestrasse. Erst dadurch wird sich eine befriedigende Lösung finden. v. B. Wir gehen mit obiger Darstellung im «Oberländer Volksblatt» vollständig einig. Die Brienzerseestrasse genügt den Anforderungen des modernen Verkehrs nicht mehr. Sie ist zu schmal und, was noch unerträglicher, in miserablem Zustand. Schon einmal haben wir in der «A.-R.» die Frage einer sofortigen Instandstellung aufgegriffen. Bauprogramme sind ja ganz recht. Ueber dem Programm jedoch steht das pulsierende Leben. Dass es auf der Brienzerseestrasse wirklich vorhanden, beweisen die Zahlen unseres Einsenders. Wir sind deshalb der Auffassung, dass mit dem Ausbau der Brienzer- AUTOMOBIL-REVUE 1928 — N°81 seestrasse so rasch als möglich begonnen werden sollte, damit diese für den eminent wichtigen Fremdenverkehr von einer Strasse bloss 3. Klasse in eine solche 1. Klasse vorrücken könnte. Es wäre dies gewiss nicht zum Schaden der bernichen Volkswirtschaft, die dem Staate Bern seine Auslagen doppelt zurückbezahlen könnte — und durch Steuererträge auch zurückbezahlen müsste. t. S •* Das Kilometer-Lance in der Hard. Mit grosser Spannung wird von allen Sportkreisen das von früheren Jahren bestbekannte Automobilrennen in der Hard 1 b. Basel erwartet, das, wie wir schon eingehend berichteten, organisiert durch die Sektion Basel des T. C. S., am 7. Oktober stattfindet. Wertvolle Preise in grösserer Zahl stehen der Jury zur Verfügung; jeder klassierte Fahrer wird mit einem Preise bedacht werden. Die gesamte Rennstrecke soll mit Seilen in einem Abstand von 5—6 Meter vom Strassenbord abgesperrt werden, um das Publikum an dem Betreten der Gefahrzone zu verhindern. , Vom Start zum Ziel stehen zwei von einander vollständig unabhängige Telephonleitungen zur Verfügung, welche der Ghronometrage zur Uebermittlung der erforderlichen Mitteilungen der den Start- und Zieldienst versehenden Funktionäre dienen werden. Für den Parking stehen verschiedene ausreichende Plätze zur Verfügung. Sie werden von Securitas-Wächtern gegen eine bescheidene Gebühr bewacht. Velos dürfen auf der ganzen für das Rennen reservierten Strasse keine aufgestellt werden. Es soll hierfür ein besonderer Parkplatz errichtet werden. Das Rennen bildet schon seit einiger Zeit Gegenstand von ganz besonderem Interesse. Es sind alle Massnahmen getroffen worden, um die zu erwartende Rekordzahl von Zuschauern bequem zu placieren. Wir machen darauf aufmerksam, dass im Ansehluss an das Kilometer-Lance-Rennen in der Hard am 7. Oktober, im Stadtkasino in Basel, 14 Uhr, ein Bankett stattfindet, zu dem unsere Mitglieder (mit Dame) höflich eingeladen sind. Preis pro trockenes Gedeck Fr. 5.—. Nach dem Bankett wird die Preisverteilung vorgenommen, mit ättschliessend gemütlicher Ulfierhaltung -Und Tanz. Anmeldungen zum Bankett müssen bis längstens Freitag, 5. Oktober 1928 im Besitze unseres Sekretariates, Freiestrasse 111, Basel, Tel. Saffran 45.77, sein. Spätere Anmeldungen können nicht mehr berücksichtigt werden. Die Sektion Schaffhausen des T. C. S. brachte letzten Sonntag ein Klub rennen zum Austrag, dem sowohl in sportlicher wie auch in organisatorischer Hinsicht ein schöner Erfolg beschieden war. Die herrschende frühwinterliche Kälte konnte es nicht verhindern, dass sich eine recht ansehnliche Zuschauerschaft längs der Piste eingefunden hatte. Das Rennen wurde für Motorräder und Automobile gesondert ausgetragen. Insgesamt meldeten sich an die 80 Konkurrenten dem Starter. Obwohl die Strecke ihre zahlreichen Tücken hat, wurden rassige Tempi vorgelegt. Fräulein Eberle, die einzige Vertreterin des Saffa-Geschlechtes, bewies eine ausserordentliche sportliche Fitheit: trotz Koliision mit Strassenbord und Bäumen, leichter Verletzung, beschädigtem Wagen und begreiflichem Schock brachte sie ihren Wagen unentmutigt ans Ziel. Die Herrenfahrer gingen sowohl in der Tourenwagen- als auch in der Sportwagenklasse scharf ins Gefecht. Die Trennung der einzelnen Kategorien war nach bester Möglichkeit vorgenommen worden, sicherte also einen annähernd ausgeglichenen 1 «Kampf mit gleichen Waffen» — wie das neueste Schlagwort des Automobilsportes lautet. Ueber die einzelnen Leistungen gibt die Rangliste Auskunft. I. Kategorie: 1. Meyer, II. (hors concours) 4 :00. — II. Kategorie: 1. Giger, Joseph 5 : 23; 2. Hübscher, Fritz (hors concours) 5:51. — III. Kategorie: 1. Wäffler, Gottfried 5 :20,6; 2. Meier, Eduard 5 :23,8; 3. Vetter, Fritz 6:00. — IV. Kategorie: 1. Zahnd, H. 3:57,8, beste Zeit der Automobile; 2. Gebr. Bührer 4:14,6; 3. Diebold 4:20,6. — V. Kategorie: 1. Spleiss, Albert 4:05,6; 2. Baidinger, Friedr. 4:16,4. I C Das Opfertshofen-Bergrennen. Eine Schneckenpriifuiig veranstaltete dieser Tage der A. C. die Ile-de-France auf der Bergrampe von Montmartre. 66 Konkurrenten traten zu der originellen Langsamfahrt an, wobei es galt, weder den Motor abzustellen noch die Bremsen zu bedienen. Den Vogel schoss Annet-Badel auf Buick, der in Paris als Automobiladvokat bekannte Sportmann ab; er fuhr für die 800 Meter des Parcours eine Zeit von 35 Minuten heraus! v. Dlvo startet für Bugatti. Wie man aus Frankreich erfährt, soll es dem Konstrukteur der weltbekannten Molsheimer Werke gelungen sein, den grossen Champion Albert V. Dlvo pro 1929 für Bugatti zu verpflichten. Die Nachricht kommt keineswegs so überraschend, startete Divo doch schon an der Targa 'Florio siegreich für die berühmte Marke. Das Engagement des einstigen Deage-Fahrers — einer der besten Fahrer überhaupt — eröffnet vielversprechende Perspektiven für die nächstjährige Rennsaison. y % Die Chevrolet-Expedition, die im März dieses Jahres in Kapstadt zu einer Durchquerung Afrikas bis nach Kairo gestartet ist, erreichte dieser Tage nach der Traversierung von ganz Afrika und Asien, Saloniki, Die Leitung der Expedition liegt in den Händen von drei Amerikanern, dem Journalist©» Pikbess, dem Radio-Telegraphisten Wilson und dem Oberchef Lassey. Die drei Amerikaner befinden sich auf einem Welt-Tournei In Afrika studierten sie die Möglichkeit des Baues einer Betonstrasse, zwischen Kapstadt und Kairo. Darauf durchquerten sie Syrien und die Türkei. Ihre Fahrroute sieht nun die Berührung folgender europäischer Städte vor: Bukarest, Belgrad, Mailand, Paris, London, Antwerpen, Berlin, Kopenhagen und Stockholm. In Nummer 79 der «AutomobiHRevue» sind aktuelle Aufnahmen von der Fahrt Kapstadt- Kairo erschienen. v. Dem neuen Rennreglement der A.I.A. C.R. entgegen. Anlässlich unseres Kongressberichtes der Internationalen Sportkommission meldeten wir, dass sich die A. I. A. C. R. veranlasst sehe, auf Grund der in dieser Saison vorgekommenen schweren Rennunfälle und aucW wegen der teilweise schwachen Beschickung der Rennen zu prüfen, ob nicht das Reglement für die Veranstaltungen des nächsten Jahres auf eine neue Formel zu bringen sei. Wie nunmehr verlautet, soll beispielsweise für die Zweipiätzer-Karosserie eine Mindestbreite von einem Meter, sowie ein Total- Brennstoff- und Oelverbrauch von 12 Kilo pro 100 Kilometer vorgeschrieben werden. Die Sonderkommission ist bekanntlich ferner beauftragt worden, Vorschläge für den! Grand Prix d'Europe 1929, sowie (für dio Automobil-Weltmeisterschaft pro 1929 auszuarbeiten. A.C.S. SEKTION BASEL Die Sektion sah sich in ihrer letzten Vorstandssitz'ung zu einer Aende-s rung des früher bekannt gegebenen Herbstprogrammes gezwungen. In Verbindung mit der Sektion Basel des Schweizerischen Aero-Clubs sollte eine Ballonfuchsjagd durchgeführt werden. Als Terrain konnte aber einzig noch der 20. Oktober in Betracht fallen. In so später Zeit ist das Risiko für das Gelingen jedoch zu gross, so dass man sich darhin einigte, die Veranstaltung fallen zu lassen, resp. auf das nächste Jahr zu verschieben. Dafür wird nun der auf den 17. November vorgesehene Herbstball vorgeschoben auf den 3. NCH vember. Eine in Erwägung gezogene Verlegung nach den Lokalitäten der Mustermesse wird nicht Verwirklichung finden, sondern der Ball nach alter Tradition in den heimeligen Räumen des Clubhauses Hotel Savoy-Univers stattfinden. Für eine tadellose Durchführung bürgt der Name des Herrn Max Böhmer, der auch diesmal in verdankenswerter Weise die Orgamisation in die Hände nimmt. Ebenfalls im Univers wird am 8. Dezember das übliche St. Nikiausessen abgehalten, dem der traditionelle Lichtbildervortrag folgt, während die Generalversammlung auf den letzten Samstag im Januar angesetzt ist. ^ A.C.S. SEKTION LIECHTENSTEIN. Mit der Zunahme der Mitgliederzahl der Sektion hat sich immer mehr das Bedürfnis gezeigt, den Mitgliedern in Gestalt eines eigenen Clublokals einen Sammelpunkt zu bieten, zumal die bisherige Einrichtung, wonach den Mitgliedern zwar 2 sog. Glublokala aber nicht ein eigenes Zimmer zur Verfügung stehen, sich in keiner Weise bewährt hat. Es verlautet, dass die Schaffung eines eigenen Clublokala nunmehr beschlossene Sache ist, und dasa bereits dio Vorarbeiten seit kurzem in Gang sind. Wie wir hören, ist die Schaffung des neuen Clubheims nicht zum wenigsten dorn grossen Entgegenkommen von Herrn Arnold Thöny in Schaan, Besitzer des Gasthauses «zur Linde», zu verdanken, in dessen Hause sich das Clublokal befinden wird. Das neue Lokal soll gleichzeitig als Lesezimmer eingerichtet und ein Zeitungsdienst zu diesem Zwecke eingerichtet werden. Ausserdem soll touristisches und Kartenmaterial in grösserer Auswahl dort zur Einsichtnahme offen liegen. Die Verbindung des Clublokals mit dem Wirtschaftsbetrieb des Gasthauses «zur Linde» wird ein besonderer Vorzug der neuen Einrichtung sein. Das Clublokal soll allen Mitgliedern des A. C. S.' offen stehen, darüber hinaus heisst es, dass auch Nichtmitglieder gegen Lösung einer beim Sektionsvorstand erhältlichen Gästekarte Zutritt haben werden. Man hegt bei der Sektion die Hoffnung, dasa auch die Mitglieder der Nachbarsektionen Graubünden und St. Gallen von der neuen Einrichtung Gebrauch machen werden, und dass auf diese Weise das Clublokal auch einen engeren Kontakt zwischen den Rheintalermitgliedern des A. C. -SH herbeiführen wird. Das Datum der Eröffnung des Clublokals war noch nicht zu erfahren, doch schoint man zu hoffen, Anfang November den Betrieb zu eröffnen. Die Ausführung der Einrichtungsarbeiten liegt in den bewährten Händen des Sektionsmitgliedes Herrn Augustin Hilty in Schaan. t-st.j

N»8l — 1928 .A/ULtOtOXX xer AUTOMOBIL-REVUfi XIXX mer St lon Klein-Auto-Rennen in der Kurve. Die Quadrille, die vom Damen-Automobil-Club gefahren wurde. A. C. S. SEKTION LES RANGIERS. Letzten | Samstag fand im Hotel Terminus, unter Vorsitz von Herrn A. Peter, eine Komiteesitzung statt, welche die angestauten, laufenden Geschäfts erledigte. Es wurde beschlossen, am 30. September nächsthin in Pruntrut, anlässlich der Ausstellung, einen A. C. Sj.-Tag zu organisieren, mit Rendsz-vous im Hotel Terminus. — Bei den Behörden sollen Schritte unternommen werden, da sich die Klagen über Autofallen in letzter Zeit in Aufsehen erregender Weise vermehrt haben. Das Komitee erklär sich bereit, dem Projekt einer Autostrasse Bern— Thun die volle moralische Unterstützung angedeihen zu lassen. Das Winterprogramm sieht heute schon einen Ausflug mit den Waisenkindern, am 10. Oktober, und einen Vortrag von Herrn Präsident Peter über Verkehrsfragen vor. :-: A. C. S. SEKTION GRAUBÜNDEN. Die Sektion hielt letzten Sonntag in Sankt so werden bei einer Wiederholung der Veranstal- diese kleinen Schwächen leicht zu meiden Moritz ihre übliche Jahresversammlung ab. Estung war, zum ersten Male, beabsichtigt, die Ver-seinsammlung mit einem grösseren automobilistischen Alles muss gelernt sein! und gesellschaftlichen Anlasse zu verbinden und Das Tournier wurde durch einen Schönheitswettbewerb eingeleitet, an welchem sich 64 Privat- nach Erledigung des geschäftlichen Teiles eine Fahrt auf Bernina-Hospiz und abends eine gemütliche Zusammenkunft in den gastlichen Räumen des lichkeitsprüfung sprengte in gewisser Beziehung und 67 Fabrikwagen beteiligten. Die Geschick- Hotel Bernina in Samadon zu veranstalten. Der den strengen Rahmen einer automobilistischen Prüfung. Eine berlinerische Zeitung kommentiert hier- trübo und kalto Regensonntag gab die Durchführung dieses Prograinmes nicht zu, und so be-zu aufrichtig: tMan hat schon Besseres in der Pro- schränkte sich die Tagung auf die Behandlung der üblichen Geschäfte; daran schloss sich an ein kurzer Besuch der Berninahäusor, sowie der Ortschaften Pontresina und Samaden. Der Besuch der Versammlung war, speziell unter Berücksichtigung des ungünstigen Wetters, befriedigend. — Der vom Sekretariat Terfasste Jahresbericht konstatierte einen durchwegs guten Verlauf des letzten Vereinsjahres und eine ordentliche Zunahme des Vereinsvermögens; er berührte im übrigen die hauptsächlichsten Ereignisse und aktuellen Fragen auf dem Gebiete des bündnerischen Automobilwesens. Der Bericht soll sämtlichen Mitgliedern und der Presse, sowie den Behörden zugestellt werden. Der Mitgliederbestand hat sich in erfreulicher Weise entwickelt und gestattet unserer Sektion, nunmehr vier Vertreter an die Delegiertenversammlung des schweizerischen Gesamtverbandes zu entsenden. Den Haiiptberatungsgegenstand bildeten die neuen Statuten, die nach der kürzlich vorgenommenen Statutenrevision des A. G. S. abgeändert und ergänzt werden mussten. Der vom Vorstand vorgelegte Entwurf wurde sozusagen ohne jegliche Abänderung gutgeheissen und in der Abstimmung einstimmig angenommen. Die Zahl der im Kanton eingeschriebenen Automobile (inkl. Lastwagen) beläuft sich dermalen auf 618, diejenige der Motorfahrräder auf 679; entsprechend gross sind die Steuereinnahmen, sowie die Durchfahrtsgebühren, durchwegs Ziffern, die man vor wenigen Jahren noch für unmöglich und unerreichbar gehalten hätte. Es wurde mit Befriedigung davon Kenntnis genommen, dass die Frage der Benzinzollverteilung endlich ihre Erledigung gefunden hat; dabei wurde allseits der Wunsch geäussert, es möchte nunmehr mit der Instandstellung des bündnerischen Durchgangs-Strassennetzes Ernst gemacht und systematisch und gegründet auf anderorts gemachte Erfahrungen vorgegangen werden. Die Verbesserung unseres Strassennetzes ist eine Grundbedingung für die weitere Entwicklung von Hotelerie, Handel und Verkehr, und damit auch für den Absatz der ßodenprodukte und die gesamte wirtschaftliche Weiterentwicklung im Kanton Graubünden. -i. A.C.S. SEKTION ZÜRICH. Um ihren Mitgliedern Gelegenheit zu sportlicher Betätigung zu geben, veranstaltet die Sektion Zürich des A. G. S. Sonntag den 7. Oktober, bei ungünstiger Witterung Sonntag den 14. Oktober, eine Geschicklichkeitspriifung für Automobile auf dem Kasernenplatz in Bülach. An derselben können die Sektionsmitglieder, sowie deren Angehörige teilnehmen und sind zur Konkurrenz alle Personenautomobiltypen mit Verbrennungsmotor, welche eine handelsübliche Karosserie besitzen, zugelassen. Die Gymkhana der Sektion Zürich des A. C. S. wird sich dadurch auszeichnen, dass in dieselbe verschiedene Konkurrenzen aus dem praktischen Verkehr miteinbezogen worden sind. Der Start erfolgt zu Fuss zu einer abgeschlossenen Garage, wo der Wagen steht. Die Garage ist alsdann mit einem Schlüssel zu öffnen, den der Teilnehmer am Start erhält. Es folgt das Ingangsetzen des Motors, die Ausfahrt aus der Garage, das Schliessen derselben, Abgeben des Schlüssels und Weiterfahrt im Bogen zur Wippe. Diese muss so befahren werden, dass es dem Fahrer möglich ist, während 10 Sekunden den Wagen im Kippunkt anzuhalten. Hieran echliessen sich weitere Geschicklichkeitsprüfungen dieser Art. Die Bewertung der Konkurrenz erfolgt nach Punkton, Sieger ist derjenige Fahrer, der die geringste Punktzahl erreicht. Es gelten: V:l>lT"rr>it- 1 Snl-nnrlo 1 13111-11-* ; •J wbslkonkuvvenz Das grosse deutsche Stadion in Berlin-Grunewald stand letzten Sonntag im Zeichen des Automobilismus. Der Automobil-Club von Deutschland veranstaltete erstmals eine Herbstkonkurrenz, die in ihrem Ausmass und ihrer Originalität kurze Erwähnung verdient. Dem Tournier, die als gesellschaftliches Event ersten Ranges angesprochen werden darf, wohnten gegen 6000 Personen bei — eine bescheidene Zahl für die Hunderttausende fassende Arena, ein schöner Erfolg indessen, wenn man bedenkt, dass die Veranstaltung durchaus neu war. Die Organisation hatte sich jede erdenkliche Mühe gegeben. Wenn da und dort die erwartete Wirkung ausblieb oder irgend eine Konkurrenz das Mass des Fesselnden durch ihre Länge überschritt, vinz gezeigte Einen äusserst glücklichen Wurf hatte die Regie mit dem Blumenkorso gemacht: über zwei Dutzend Bewerber beteiligten sich daran. Die ungewöhnlich hohen Motorleistungen der neuen grossen und kleineren 8-Zylinder-Packard erregen, zusammen mit dem bekannten geräuschlosen Gang, die Bewunderung der Kenner. Die ideale Federung mit.Packard neuen hydraulischen Stossfängern gewährleisten ganz stossfreie weiche Fahrt bei jeder Geschwindigkeit, selbst auf schlechtesten Strassen. Der Preis des kleineren 8-Zylinders ist nahezu gleich wie derjenige des bisherigen 6-Zylinders. Besondere Vorteile zur Verfügung der Packard- Besitzer : Komplettes Ersatzteillager, einzig in seiner Art dastehend, prompter, billiger Service durch Spezialpersonal. Neumühlequai 30134 dei Das Gebotene stand künstlerisch auf hervorragender Höhe. Der erste Preis erhielt ein Wagen, dessen Ausschmückung das Motiv «Die Libelle in ihrem Blumenreiche» zugrunde lag, den zweiten Preis gelbe Astern- und Dahliengirlanden, den dritten ein Arrangement von schweren Weintrauben und herbstreifen Früchten. Zwischen hinein ergötzte ein Komiker das Publikum mit einem scheinbar allein fahrenden Wagen. Unter dem Gelächter der Arena verschwand der Fahrer, um während der Fahrt plötzlich aus dem Autokoffer zu kriechen. Sportlich interessierte das angekündigte Rennen mit kleinen Autos, das aus drei Vorläufen und einem Endlauf bestand. Es handelte sich hiebei um einen Wettbewerb, bei dem sämtliche Rennfahrer mit zwölf ganz gleichen Wagen vom Starte gingen. Umso erstaunlicher waren die erzielten Zeitunterschiede — ein Beweis, welche Bedeutung der Fahrgeschicklichkeit eines Konkurrenten beizumessen ist. Den ersten Vorlauf gewann Kappeier, den zweiten Sander. Im dritten Lauf siegte G. Burggaller, der bekannte deutsche Fahrer. Im Endlauf, bei dem Sander, von Guillaume und Baier hart ins Treffen gingen, wurde sohliesslich von Sander entschieden. Die Vorführung der neuen Kasko-Gummipuffer, sowie der Quadrillen des deutschen Damen-Automobilclubs fanden ungeteilten Beifall. V. Her Triumph modernsier AutemoiWuiisi Werner Risch, Zürich seit Jahren ausschliesslich auf Packard spezialisiert Wippe: bei 10 Sekunden Anhalten 0 Punkte, bei 5—9 Sekunden Anhalten 20 Punkte und unter 5 Sekunden Anhalten 30 Punkte. Parkieren: Anfahren des Trottoirs 10 Punkte, Anfahren eines Wagens 30 Punkta. Ballwerfen: Nichttreffen der Figuren je 5 Punkte. Ballonschieben: Vorbeischieben des Ballons am Goal 30 Punkte. Balkenfahrt: Abgleiten vom Brett 20 Punkte. Der Sieger harren hübsche Preise, u. a. ein Speziaipreis für die beste Dame und ein Spezinlpreis für den besten Senior. Das Nenngeld beträgt Fr. 10.—. Die Anmeldungen sind dem Sekretariat der Sektion Zürich des A. G. S. bis zum 3. Okt. 1928, 18 Uhr, auf dem offiziellen Anmeldeformular einzureichen. Die ganze Veranstaltung spielt sich nach folgendem Programm ab: 10 Uhr: Abnahme der gemeldeten Fahrzeuge auf dem Kasernenplatz in Bülach. 10 Uhr 30: Beginn der Gymkhana. 12 Uhr 30 bis 13 Uhr 30: Picknick. 13 Uhr 30: Fortsetzung der Gymkhana. 17 Uhr: Schluss der Gymkhana. 20 Uhr: Preisverteilung im Grand Hotel Dolder in Zürich, mit Ball. ä. AUTOSEKTION BERN DES T. C. S. Die Sektion Basel des T. C S. Übermacht uns eine spezielle Einladung zu ihrem Kilometer Lancö in der Hard, zwischen Birsfelden und SchweizerhalL Alle Mitglieder des T. G. S., also auch diejenigen unserer Sektion, die sich für das Rennen interessieren, sind dazu eingeladen. Eine Anzahl Reglemente und Anmeldeformulare liegt auf unserm Office, Ritztours A. G., Hauptbahnhof Bern, zur Verfügung; auf Wunsch werden sie den auswärtigen Mitgliedern zugesandt. Telephon Bollw. 47.85. AUTOSEKTION SOLOTHURN DES T. C. S. Der Vorstand hat in seiner Sitzung vom 3. ds. beschlossen, einen ganztägigen Herbst-Ausflug an den. Murtensee, am 7., ev. am 14. Oktober a. c. auszuführen. Wir gestatten uns, Sie zu dieser vielversprechenden Clubfahrt höflichst einzuladen. Route. Ölten, Solothurn, Buren a. A., Lyss, Aarberg, Kerzers, Murten, Ins, Erlach, Täuffelen, Nidau. Brügg, Lyss, Grossaffoltern, Wengi, Bätterkinden, Koppigen, Herzogenbuchsee, Ölten. Distanz ca. 195 km. Offizielle Abfahrt: Bahnhof platz, 8 Uhr morgens präzis. Fahrordnung: Freie Fatirt, jedoch werden die w. Mitglieder ersucht, sich möglichst an das Programm zu halten; Sormtagsfahrverordnung nicht vergessen und besonders sich zum gemütlichen Teil im Hotel zur «Krone» einzufinden. Zwischenhalte: Buren a. A., Hotel Bären. In Murten: Ankunft ca. 10% Uhr. Besichtigung der altertümlichen Ringmauern. Mittagessen: 12 Uhr gemeinsam im Hotel Krone, Murten (reservierter Saal). Menü ä Fr. 4.— (bzw. Fr. 3.— exkl. Vorspeise). Der Name des Hotels bürgt für sehr gute Bewirtung. Nach dem Mittagessen gemütliches Zusammensein. Begrüssung durch den Präsidenten. Tanz, Tombola etc. Rückfahrt; ca. 15.30 Uhr. Zwischenhalte: In Lyss, Hotel Kreuz Schlussakt: Clublokal Hotel Emmental, Ölten. Ankunft ca. 19 Uhr. (Auch hier erwartet der Vorstand strikte Kollegialität.) Um über die Teilnehmerzahl orientiert zu sein, belieben die Mitglieder, sich bis spätestens Donnerstag, den 4. Oktober, beim Präsidenten, Herrn Walter Wyss, Ringstrasse 14, Ölten, anzumelden. Daselbst kann am Sonntag morgen bei zweifelhafter Witterung auch telephonisch angefragt werden, ob die Tour stattfindet. Dänemarks Motorfahrzeugverkehr im Jahre 1927, nach der amtlichen Statistik, wies im Jahr 1927 folgenden Motorfahrzeug-Bestand auf: 59,126 Personenwagen, 920 Autobusse, 13,357 Lastwagen mit Luftbereifung, 2191 .astwagen mit anderer Bereifung und 21,191 Motorräder. Die Zahl der Personenwagen vermehrte sich in den letzten drei Jahren um 22,000, wogegen die Zahl der Autobusse nur um etwa 100 gestiegen ist. Dagegen stieg der Gesamtbestand an Lastwagen um beinahe 6000 Stück oder etwa 60 Prozent, -ei-