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E_1928_Zeitung_Nr.084

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AUTOMOBFl^REVUE

AUTOMOBFl^REVUE 1928 — NO m 1A OTlf*^1i QQI^k erraschung Modell „65" Modell „75" Besuchen Sie unverbindlich den neu eröffneten Ausstellungsraum Bahnhofstrasse 10 Direkte Fabrikvertretung: E. Wolfensberger & Co., Bahnhofstrasse 10, Zürich, Telephon Uto 67.16

JflJ°84 - 1928 Vom Sfrassenwesen Norwegens. Von A. Baalsrud, Direktor des Strassenwesens. (Schluss) Das für den Kraftw&genverkehr best© Gerät ist ein schneilaufender Pflug (auf einem kräftigen Automobil gebaut, welcher den Schnee schnell zur Seite wirft. Die Pflüge werden ursprünglich hier konstruiert und sind mehrere Jahre in Gebrauch gewesen. (Siehe Bild!) Der Kraftwagenverkehr. . Norwegen hat ein Gesetz für die Strassen, ihren Bau und ihren Unterhalt und ein besonderes Gesetz für den Kraftwagenverkehr. Die für die städtischen sowohl als für die Landstrassen gemeinsamen Verkehrsregeln sind von diesen beiden Gesetzen abgeleitet. Diese, das ganze Land umfassenden Verkehrsregeln, sind ein bedeutender Faktor in der Erleichterung des Verkehrs und dessen Ueberwachung. Die Administration ist folgendermassen verteilt: Die Leitung des erwerbsmässigen Verkehrs auf dem Lande ist den provinzialen Strassenbauausschüssen direkt unterlegt und wird durch die Oberingenieure ausgeübt. Die technische Kontrolle von Kraftwagen und Führern usw. wird von 40 besonderen sachverständigen Kontrolleuren ausgeführt. Die tägliche Kontrolle des Strassenverkehrs und die Bestrafung für Uebertretungen usw. ist Sache der Polizei. Das Ministerium der öffentlichen Arbeiten ist die letzte Instanz in bezug auf den Strassenverkehr. Es entscheidet wichtige Fragen und leitet die Gesetzgebung sowohl bezüglich der Strassen als des Kraftwagenverkehrs. Der Wegebaudirektor ist der Helfer des Ministeriums in allen diesbezüglichen Fragen. Die Polizei unterliegt dem Justizministerium und einige Fragen werden in diesem Ministerium entschieden. In Norwegen wie in andern Ländern sind früher die Automobile hauptsächlich als Luxus angesehen worden. Diese Auffassung ist aber grösstenteils verschwunden, weil u. a. die Landbevölkerung in den letzten Jahren in steigendem Umfang Automobile benutzt— am meisten kleine Autos— für die Beförderung ihrer Waren. Ebenfalls sind die Personenlinienautos von grossem Nutzen für die AUTOMOBIL-REVUE Landbevölkerung. Die Abstände im Lande sind gross und Kraftwagenbeförderung wird dadurch oft billiger als die Beförderung durch Pferde. Als Massstab für die Kosten der Beförderung mit Kraftwagen kann erwähnt werden, dass die Linienautos im allgemeinen eine Taxe von 15 Rappen pro Personenkilometer erheben. Die Taxe kann mitunter höher liegen, ist aber oft niedriger, so z. B. zehn, ja sogar sieben Rappen. Die entsprechende Taxe für Warenbeförderung ist verhältnismässig hoch, im allgemeinen etwa 60 Rappen pro Netto-Tonnenkilometer, kann aber bis zu 40 Rappen heruntersinken. Die bedeutenden Vorteile der Kraftwagen für billige und schnelle Beförderung haben auch bei uns zu Schwierigkeiten mit anderen älteren Beförderungsmitteln wie Eisenbahnen und Dampfschiffen geführt. Die Eisenbahnen gehören hier fast alle dem Staate, während Dampfschiffe und Kraftwagen fast ausschliesslich privat, zum Teil kommunal betrieben werden. Hoffentlich wird auch diese schwierige Fragenach und nach gelöst werden können. Alle sind sich heute klar über den grossen Nutzen der Kraftwagen, so dass sich der Streit wesentlich darum handelt, wie das Land am besten Nutzen daraus ziehe. Für die Korrektion der Wynentalstrasse. Letzthin tagte im «Bären» in Unterlkulm eine imposante Volksversammlung: es galt, die berechtigten Interessen des Wynentales in der baldigen Korrettion der Wynentalstrasse zum Ausdruck zu bringen' Mit kräftigen Worten begrüsste der Tagespräsident, Herr Grossrat Berner von Unterkulm, die zahlreichen Anwesenden, die beide Säle im «Bären» bis auf den letzten Platz füllten und setzte in sachlicher Weise den Zweck dieser Tagung auseinander: die Wynentalstrasse wird im zweiten kantonalen Bauprogramm nicht berücksichtigt, was man in der ganzen Gegend nicht verstehen könne und als eine krasse Zurücksetzung auffassen müsse. Gerade auf der Wynentalstrasse habe der Verkehr stark zugenommen und weil auf dieser viel benützten Strasse zu allem noch eine Bahn verkehrt, sei es nötig, dass den Unzulänglichkeiten, welche jetzt schon verkehrshemmend wirken, rechtzeitig gesteuert -werde. Bei richtiger Beurteilung der Verhältnisse dürften sowohl die. .Regierung als auch der Grosse Rat die ganze Sache nicht weiter hinausschieben, sondern es sei dringende Pflicht, für eine baldmögliobe Korrektion zu sorgen. Dann verbreitete sich Herr Grossrat •Gautschi von Reinach eingehend über die notwendige StrassenkorrektioD und stellte fest, dass die unerwartet starke Venkehrsentwicklung auch eine ungewöhnlich starke tMehrbeanspruchung der Strasse mit sich gebracht "haibe. Der Staat habe zwar eingesehen, das» die Strassen diesen grösseren Anforderungen ge- ; mäss ausgebaut werden müssen und schon Annoi 1924 habe die Regierung ein Strassenbauprogramm aufgestellt, dessen Durchführung bis heute 6,400,000 Franken gekostet habe. Das neue Strassenbauprogramm zeige, dass in- j den nächsten zehn Jahren wieder 11 Millionenj Franken für Strassenvenbesserungen budgetierti seien. Aus den Motorfahrzeug- und Fahrräderge-- bühren erwartet man eine jährliche Einnahme von mindestens hunderttausend Franken. In der Tatsache werden die Erträgnisse aber noch grössera sein. Also dürfe man annehmen, dass die 11 Millio-^ nen Baukosten schon in 7 Jahren gedeckt würden.* An solche Gebühren leiste aber auch das Wynental seinen Teil und seine zunehmende Industrio trage dem Staat ebenfalls beträchtliche Summen ein. Es sei daher einfach unverständlich, wie man das Wynental so stiefmütterlich behandeln könne und die Wynentalstrasse nicht, "wie versprochen, in das zweite Bauprogramm aufgenommen habe. Früher habe die Wynentalstrasse den Anforderungen des Verkehrs genügt, aber bei der inzwischen eingetretenen gewaltigen Verkehrssteigerung' sei das ganz anders geworden. Heute liegen die Verhältnisse ausseist ungünstig und die Möglichkeit von Unfällen ist sehr gross. Nur eine richtige Korrektion könne hier Abhilfe schaffen und diese Arbeiten könnten durchgeführt werden, wenn man die Summe des zweiten Strassenbauprograimms um eine Million vergrössere und die Periode umi ein Jahr prolongiere. Zudem hätten die Zementfabriken des Kantons Aargau der Regierung bereits vor anderthalb Jahren eine günstige Offerte gemacht, in welcher sie sich zum Bau von Betonstrassen zu iFr. 13.50 pro Quadratmeter bereit erklärten. Auch würden sie; eine Garantie von zwanzig Jahren 'übernehmen, so dass sowohl der Unterhalt als auch die Reparaturen der Strassen erst nach dem Ahlauf von zwei Dezennien auf Kosten des Staates durchgeführt werden anüssten. So hatte der Staat die Möglichkeit, die Baukosten dnnerthalb zwanzig Ja.hren zu tilgen, Nach einer rege benutzten Diskussion, an welcher sich u. a. die Herren Direktor Roos. Schmidheiny junior, Gemeinderat Steiner, Brönnimann Schlossrued, Gautschi, Gontonschnvil, Hediger, Unterkulm und Gemeindeammann Bern er beteiligt hatten, wurde folgende Resolution einstimmig genehmigt: «Eine am 30. September 1928 im «.Bären» in ; Unterkulm stattgefundene Volksversammlung hat -; nach Anhörung eines Referates von Grossrat Gaut- \ schi, Reinach, und nach gewalteter Diskussion loI- : gendes beschlossen: 1. Gegen die Hintansetzung des' Wynentals, das auch im zweiten Strassenbaupro-j gramm wiederum unberücksichtigt gelassen wurde,! wird energisch Protest erhaben. 2. Es sei die In-j Standstellung und Korrektion der ganzen Wynental-! strasse bis Reinach-Menziken ins zweite Strassen- 1 ibauprogramm aufzunehmen und mit Rücksicht" auf die Tatsache, dass diese Strasse von der Wynentalbahn befahren wird, und deshalb der grosse Verkehr imd das Publikum sehr .gefährdet ist, in der ersten Hälfte der Bauperiode durchzuführen.» Es wäre erfreulich, bald vernehmen zu können, dass der aargauische Grosse Rat den berechtigten Wünschen der Wynentaler zu entsprechen bereit ist! R. Damen und Herren am Steuer, Bedienen Sie sich, sofern Sie Dodge fahren, unserer Service* Organisation im Lande; wir geben Ihnen jede Auskunft. Die Inhaber der betreffenden Stellen verfügen über Ersatz* teile und über die besondere Praxis. Sagen Sie bitte Freunden und Bekannten, was Sie von Ihrem Dodge halten, und welche Erfahrungen Sie gemacht haben. Namentlich, wenn Sie einen VictorpSix besitzen, wird man Ihnen später danken. ^ Generalvertreter von DodgesBrothers für die Schweiz S. A. FRAZAR A.G., Zürich, Dufourstraße 4 iiiiihiiiiiimiiii