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E_1928_Zeitung_Nr.083

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8 AUTOMOBIL-KtVUE

8 AUTOMOBIL-KtVUE reicher Luft nicht mehr von unmittelbarem Erfolg begleitet ist. Plötzlich auftretende Uebelkeiten pflegen sofort in das Stadium der Bewusstlosigkeit überzuleiten, wodurch es dem Betreffenden fast immer unmöglich wird, Hilfe herbeizurufen. Die in Preussen im Vorjahre fetsgestellten 242 Todesfäle in Qaragen sind zu 85 Prozent auf das Auftreten der von uns hier erwähnten Giftgase durch die Auspuffabsonderungen der Motorwagen verschuldet. Es ist interessant, zu hören, dass in den Grosstädten Berlin, Hamburg, Kölji, München und Leipzig die Einlieferungen von erkrankten Einwohnern in Kliniken und städtischen Krankenanstalten mit Krankheiten der Atmungsorgane besonders aus den Gegenden zugenommen hat, die einen reichen Automobilverkehr entwickeln. Wenn wir uns jeweilig für diese genannten Grosstädte auf die vier hauptsächlichsten Autostrassen beschränken wollen, so tritt für Berlin eine Erhöhung der Einlieferungszahlen von 7K Prozent gegen das Vorjahr ein, für Hamburg sogar eine solche von 11^ Prozent, für Köln eine solche .von 4K Prozent, für München von 2 X A Prozent und für Leipzig von 6% Prozent. Man hat auf Grund dieser Erfahrungen im amerikanischen und englischen Automobilbau bereits Versuche unternommen, durch chemische Beeinflussung der Auspuffgase die Schädlichkeit für die Einatmung aufzuheben oder mindestens herabzusetzen. Ein durchschlagender Erfolg ist den bisherigen Versuchen leider vorenthalten geblieben, doch muss es im neuen Wirtschaftsjahr eine der obersten Aufgaben auch der deutschen Automobilerzeugung bleiben, die Erhöhung der Autoonobilisierung des allgemeinen Verkehrs dadurch zu fördern, dass man die gesundheitlichen Voraussetzungen für einen solchen Grossbetrieb schafft. Im allgemeinen genügt zum mindesten für Besitzer und Fahrer der Motorfahrzeuge, dass man zunächst eine gründliche Aufklärungsarbeit betreibt, eventl. müsste man sogar vor Strafbestimmungen bei Uebertretung bestimmter Forderungen nicht zurückschrecken. Ebenso wie es heute polizeiliche Vorschriften gibt, die das Offenlassen der Auspuffrohre beim Verkehr in den Strassen, der Städte auf ein Mindestmass beschränkt, so muss es auch Verordnungen geben, die die Einrichtung und die Behandlung der Garagen im Interesse der Motorfahrzeugführer regelt. Man hat früher oft angenommen, dass durch Verdampfungen von Benzin und anderen Betriebsstoffen diese Erkrankungserscheinungen zu erklären sind. Wenn auch eine dauernde Beeinflussung der Atmungsorgane durch Benzindämpfe und Raucherscheinungen im Automobilbetrieb allmählich nachteilig werden kann, so ist doch die hier entstehende Gefahr viel geringer als die durch Auspuffgase verursachte. Vor allen Dingen sollte man sich vorsehen, bei Arbeiten, die an der Karosserie oder am Chassis in gebückter oder liegender Stellung am Boden auszuführen sind. In Garagen, in denen mehrere Wagen verschiedener Besitzer oder Führer untergebracht sind, hat man niemals die Garantie, dass ein Leerlauf des einen oder des anderen Motorfahrzeuges vermieden worden ist. Da nun die abgesonderten Kohlenoxydgase, die, wie wir nochmals besonders betonen wollen, vollkommen geruch- und geschmacklos sind, schwerer als die Luft sind, so sammeln sich natürlich diese Gase vorzüglich in den unteren Luftschichten der Garagen an. Es ist gänzlich ausgeschlossen, dass man die Einatmung dieser gefährlichen Giftgase zu einem Zeitpunkt schon bemerkt, wenn eine Beeinflussung der Herz- und Atmungstätigkeit noch nicht erfolgt ist. Diese Art der gebückten oder liegenden Arbeit am Motorwagen sollte daher in der Garage stets mit allergrösster Vorsicht und, wenn möglich, nur in Gegenwart einer zweiten Person ausgeführt werden. Die Behandlung einer durch Giftgase erkrankten Person erfolgt, natürlich am besten durch die reiche Zufuhr von Sauerstoff. Wenn der Betreffende bereits bewusstlos geworden ist, so lasse man den Sauerstoffapparat der nächsten Rettungsstation sofort in Tätigkeit treten und rufe auf alle Fälle eine Arzt herbei. Daneben sollen künstliche Atmungen schon vor Eintreffen des Sauerstoffapparates unternommen werden, wobei der Vergiftete im Freien in horizontaler Lage glatt auf den Boden zu betten ist. Erfolgt die Wiederbelebung oder die Wiedergewinnung des Bewusstseins noch vor Eintreffen des Arztes, so kann man versuchen, der betroffenen Person klares Wasser oder 'auch einige Tropfen Milch einzuflössen. Da die Erkrankungserscheinungen durch Giftgase im Automobilbetrieb sich von Woche zu Woche mehren, so sollten die wichtigsten Daten und Bemerkungen unserer heutigen Ausführungen jedem Automobilbesitzer und Automobilfahrer ebenso wie der breiten Oeffentlichkeit nachdrücklichst zu Gemüte geführt werden. Dr. H. A1/ ra TJECtfWiS CtBE. Die Suche nach neuen Betriebsstoffen im Automobilbetrieb. Wie das technische Komitee des Königl. Automobil Ckib von England bekannt gibt, sollen unter seiner Leitung im kommenden Frühjahre umfangreiche Versuche mit alten jenen Brennstoffen gemacht werden, die nicht unter die Gruppe Benzine oder Benzol fallen. Man hat dabei vor allem Versuche mit solchen Motoren im Auge, die mit Petrol, Rohöl oder selbstproduzierten Oasen angetrieben werden. Um möglichst reichhaltiges Material sammeln zu können, wird auch das Ausland zur Beteiligung an diesem Experiment eingeladen. Den direkten Anstoss zu diesem Beschluss gaben die in England mit grösstem Interesse verfolgten dortigen Probefahrten eines Fünf- Tonnen-Mercedes-Benz-Lastwagens, dessen Motor nur mit Oel als'Betriebsstoff gespeist wird, weshalb die Betriebskosten natürlich wesentlich billiger gehalten werden können. Die vorgesehenen Probefahrten sollen nun ergeben, ob Aussicht besteht, solche Konstruktionen, die eine billigere Betriebsweise •ermöglichen, auch Aussicht auf grössere Verwendung in der Automobilfabrikation haben. Z. üi«am«i^ä Bfnscr&ustfvii*» nur bezüglich der gelieferten Bekleidungsartikel, sondern auch in ihrer Reklame Geschmackvolles und Vorbildliches zu leisten. Der PKZ-Boy, der den Leser durch den ganzen Katalog begleitet, wird wohl überall willkommen sein. 2. Zum Neubau der Automobilwerke Franz A.-G., Zürich. Die Firma Franz A.-G., die in der schweizerischen Automobilwelt wohlbekannt ist und zu den ältesten Spezialfirmen der Branche zählt, hat sich zufolge der ständigen Zunahme an Aufträgen veranlagst gesehen, auf ihrem Areal an der Badenerstrasse-Zypressenstrasse umfangreiche Erweiterungsbauten vornehmen zu lassen. Von den bestehenden älteren Gebäuden werden eine ganze Anzahl niedergelegt und sollen durch grössere, modern eingerichtete Arbeits- und Montagehallen ersetzt ,.werden. Diese befinden sich zum Teil schon im Bau 83 und werden neben Werkstätten auch Wagenremisen' mit zahlreichen Einzelboxen, Ausstcllungslokale, grosso Waschanlagen etc. beherbergen. Zurzeit umfassten die Gebäulichkeiten bereite eine Flächenausdehnung von 7000 Quadratmeter, wovon die Grosswerkstätten für Autoreparaturen und Fabrikation von Ersatzteilen, welche im ganzen Lande bekannt sind, den grössten Raum einnehmen^ Besondere mechanische Einrichtungen, wie neuzeitliche Kranen und Reparaturgruben, ermöglichen es, jeden Wagen auf « Herz und Lunge» zu prüfen und selbst die schwierigsten Reparaturen in kurzer; Zeit auszuführen. Die neuesten Werkzeugmaschinen, eine grosse Dreherei, eine interessante Schmiede für Lufthammer, eine eigene Spenglerei und autogenische Schweissanlage stehen dem tüch-i tigen Personal zur Verfügung. Die elektrisch hetriebene Benzinanlago und Pneumatikpumpe sind ganz neuzeitliche und überaus zweckmässige Einrichtungen, die gleich wie die ausgedehnte Batterien Ladestation für den Automobilisten geradezu unentbehrlich geworden sind. Eino Spezialabteilung, die immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist die Elektrowerkstätto für Re-* paratur, Revisionen und Installationen von autoelektrischen Anlagen und Apparaten. Hier kommen die Anlasser, Lichtmaschinen, Magnete. Batterien etc. in zuverlässige und fachkundige Hände. An den technischen Einrichtungen, an Hilfsmaschinen und Apparaten fehlt es nicht — ebenso wenig auch am Personal. Es sind alles technisch durchgebildete und erfahrene Leute, die zum Teil seit vielen Jahren in der Firma tätig sind. 60 erprobte Arbeiter und ein schöner Trupp flinkes Hilfs-Personai sind unermüdlich am Werke und werden durch eingehende Kontrolle eines bewährten Chefs zu Höchstleistungen angespornt. Nichts verlässt die Werkstätten, was nicht durchaus einwandfrei ist und auch den ausführenden Arbeiter befriedigt. 25 Angestellte bewältigen die Arbeit in den Bureaux, wo der Kundendienst ebenso gepflegt wird, wie in den technischen Abteilungen. Alles, was dem Automobilisten dient — unter dieser Devise wird in dieser Grossfirma gearbeitet. Dazu gehört natürlich auch ein gutorganisierter Der PKZ-Katalog. Genau wie der kürzlich eröffnete Zürcher Gesehäftssitz der Firma, so hatNachtzeit werden verunfallte Autos auf Telephon- Hilfsdienst bei Auto-Unfällen. Zu jeder Tages- und auch der letzte Katalog ein modernes, gediegenes anruf mit speziellen Schlepp- und Kranenwagen von Aussehen erhalten, das allgemein Anklang finden der Unfallstelle prompt abgeholt. wird. Die Unternehmung, deren Qualitätsartikel im In grossen, geräumigen Magazinen befindet sich ganzen Lande herum einen bewährten Ruf gemessen, hat es sich stets angelegen sein lassen, nicht standteile. Da ist alles was zum Auto gehört, sodann das Lager der Auto-Accessoires- und Be- übersichtlich geordnet vorhanden, um durch den gutorganisierten Speditionsdienst rasch versandt zu werden. Die Marken Fiat, Graham-Paige. Presto und Franz sind durch komplette Bestandteillager versorgt. Wer je in Verlegenheit ist, wenn ihm an seinem Wagen älteren Datums oder gar einer Marke, die vielleicht nicht mehr fabriziert wird, ein Bestandteil fehlt — der findet bei der Franz A.-G, rasche Hilfe. Mechanische Auto-Bestandteile jeglicher Art werden nach Muster oder Zeichnung rasch und preiswürdig fabriziert. Durch die Neubauten soll nun dieses ganze Gefüge einer sorgfältig durchdachten Organisation ergänzt und erweitert werden, um mehr als je in der Lage zu sein dem Kunden alles ias bieten zu können, was der Amerikaner unter dem Begriff «service», Kundendienst in wahrem Sinne des Woti tos, zusammenfasse Z. F. I HIHIHI nnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnpnnnnnnnpnnnnnnn Oceaüionii Une FIAT, type 5O3, Cabriolet 4pi., conbtruit en Suisse ;:;;.. Fr. C55OO Une FIAT, type 5O3, Cond. int. 4pl., comme neuve .....;;;.. Fr. 58OO Une FIAT, type 5O9, Torpedo •4pl., ä Wtat de neuf .;.;;;:: Fr. 2SOO Une FIAT, type 5O9, Spider 2/3pl., peu route Fr. S6O© Une FIAT, lype 505, Torpedo 6pl., repeinte Fr. 45OO üne DÜLAGE, 11 CV, Cond. int., de luxe 6pL Fr. 55OO Une FIAT, type 15,20, Torpedo 6pl. . : . , ; . : ; ; Fr. 28O© Essais et renseignements sans engagement seront fournis par le &RAN1» GARAGE JDU PREBARRJGAU, Neucliätel LJUUUUUUUUUUUUUULJUUULJUUUUIJLJUULI Telephone 16.38 veiidre DIESER KOLBEN. gehört in ihr Automobil. Er Erhöht die Motorleistung — Vermindert den Brennstoffverbrauch Vermeidet das Oelstefgen — Verhindert das Klappern Wollen Sie die Freade am Autofahren erhöhen, dann zögern Sie nicht, in ihr AQDO die vorzüglichen Kolben einbauen zu lassen, deren Atisdehnimg der- anessen Di&tberm-Kolben in Ooqoülen aus jemsen eines Kolbens ans Gusseisen am Spezial-Siiomin (Aipax); dessen tiohe mechanisube Fastiukeiten, Harte and itroeses nächsten steat, somit Einbaospiei Kin hfl nsnißl der Diaiherm- Diät,! 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81 1!>?8 AOTOMOBTL-RFVUE T«*d*n Si»B*«^«I* jMElJBi 1 Frage 6926. Reparatur an AJuminiumgehäusen. Wir haben schon mehrmals die Beobachtung gemacht, dass beim Schweissen eines kleinen Risses in einem Aluminiumgehäuse sich weitere Risse bilden, welche dann auch wieder geschweisst werden müssen, so dass es leicht vorkommt, dass a*s ^ner kleinen Ausbesserung eine sehr grosse und fcpstspielige Reparatur entsteht. Dieselba verurs/cht eine ganz beträchtliche Nacharbeit, ganz abgesehen davon, dass sich das Gehäuse so verzieht, dass dejssen weitere Verwendung in Frage steht. Diese Nachteile sind dem Umstand zuzuschreiben, dass bei der autogenen Schweissung das ganze Stück &eb? stark erwärmt werden muss, wobei öfters im Stüfck vorhandene Spannungen sich aasgleichen und so das Verziehen des Stückes bewirken. Wir hörten nun neuerdings von einer Legierung « Tialit », mit welcher schadhaft gewordene Stücke aus Aluminium so gelötet werden könner, dass sogar fehlende Teile aufmodelliert werden können. Die Bruchfestigkeit der Reparatur soll nachher wieder die gleiche wie die des Aluminiums sein. Der Vorteil soll hauptsächlich darin liegen, dass die Reparatur bei relativ sehr niedriger Temperatur vorgenommen wird, wodurch die meisten Nachteile wegfallen. Welches sind nun die Erfahrungen, welche mit diesem Lötmittel gemacht wurden? Vielleicht kann uns jemand aus dem Leserkreis darüber Aufschluss geben. Zum Voraus bestens Dank. B. in B. Frage 6927. Toter Gang in der Lenkung. Was versteht man technisch unter dem «taten Gang» in der Lenkung? Welche Bedeutung ist dieser Erscheinung in der Prscxis zuzumessen? R. W. in B. Antwort: Was unter dem «toten Gang> zu verstehen ist, erläutert Ihnen ein verläufiges Gutachten des Fachausschusses eines deutschen Automobilverbandes: Unter «Toter Gang» versteht man die Summe des Spiels in sämtlichen Teilen der Lenkung. Dieses Spiel kann durch die Konstruktion, durch Herstellungsungenauigkeiten und Abnutzungserscheinungen bedingt sein. Der. Fachausschuss hält für B C "d 1. Für Motorwagen bis 2,5 To. Gesamtgewicht (Eigengewicht plus zul. Belastung), erreichbare Geschwindigkeit über 60 km/St.: 20 Grad; 2. mittlere Motorwagen bis 5,5 To. Gesamtgewicht (Eigengewicht plus zul Belastung), Geschwindigkeit 30 bis 60 km/Std.: 25 Grad; 3. schwere Motorwagen über 5.5 To. (Eigengewicht plus zul. Belastung), Geschwindigkeit bis 30 km/Std.: 30 Grad. Bei Motorwagen, die dem Gesamtgewicht nach in die 2. oder 3., der Geschwindiekeit nach jedoch in die 1. oder 2. Klasse fallen, gilt der Satz der der Geschwindigkeit entsprechenden Klassen. Nicht zu verwechseln mit «Toter Gang» ist die Nachgiebigkeit der Lenkung als Wirkung von konstruktiv beabsichtigter und im Material begründeter Elastizität. Der Mechanismus einer links am Rahmen angeordneten Lenkung: A Lenkstock, B Lenkstockhebel, G Lenkschubstange, D doppelter Lenkschenkel, E Spurstange, F Achsschenkel, gabelförmig endende Vorderachse. Aus der Abbildung sind die Gelenke ersichtlich, bei denen durch Abnützung ein Spiel auftreten kann. Das Messen des «Toten Ganges erfolgt, während das Fahrzeug im Stand auf den Rädern ruht. Der «Tote 'Gang» umfa^st die lose Winkelbewegung des Lenkrades, dio beiderseits durch einen leicht fühlbaren Widerstand, nicht aber durch den Beginn des Ausschiagens der Vorderräder begrenzt wird.» wlt. Frage 6928. Umbau eines Chassis. Um eine nach eigenen Plänen konstruierte Karosserie bauen zu können, kaufte ich mir ein Chassis. Nachträglich erwies sich aber das Chassis für den Aufbau der gewünschten Karosserie als zu kurz. Ich fragte nun den Vertreter der Marke an, ob ein Umbau oder eine Verlängerung des Chassis ohne besondere Schwierigkeiten zu machen sei. worauf mir derselbe erwiderte, ich könne einfach die hinteren Chassisarme absägen und durch längere ersetzen lassen, an die entsprechende Stützen und Verstrebungen kräftig angebaut werden können. Kardanwelle und Radstand neben andern Teilen müssen natürlich dabei verlängert werden. Ich möchte Sie nun anfragen, ob eine derartige Verlängerung technisch ratsam ist und ob für den Betrieb des Wagens eberiragung der Lenkradbewegungen auf daskeine wesentlichen Nachteile entstehen ? enkgeetänge: links eine Spindellenkung, rechts F. G. in H. eine Schneckenradlenkung. Bei langem Gebrauch Antwort: Ein Chassis ist inbezue auf dio tritt hier durch Abnützung ein Spiel auf. Motorgestaltung und die Motorleistung immer genau angepasst. Wir raten Ihnen dringend davon iflie Bemessung des Spiels die Bezeichnung in iWinkelgrarden, festgestellt am Lenkrad, für techjiisch richtig Als «zulässig» erachtet dar Fach- rungen vorzunehmen. Die Verlängerung der Kar- ab, selber an einem Chassis irgendwelche ^ Aende- •jjiusöp'Jttis» folgende Werte, deren Ueberschreiten als danwelle ist gefährlich, weil Sie dadurch in kritische Schwingungszahlen kommen können, die »fahrlässig» zu bezeichnen wäre: vorher nicht leicht zu berechnen sind. Sie können sich möglicherweise die Fahreigenschaften vollständig verderben, ohne den Schaden wieder rückgängig machen zu können. Ausserdem ist ein durchschnittenes Chassis nicht mehr riss- und bruchfrei und dadurch zum Weiterverkauf meistens entwertet. Ein durchschnittenes Chassis erreicht nur dann noch die ursprüngliche Festigkeit, wenn es von einem Spezialisten umgeändert wird, der mit einer raffinierten Technik, das Chassis so ergänzt, dass es zum mindesten die gleichen Eigenschaften hat, wie das frühere kurze Chassis. Wir empfehlen Ihnen unbedingt, den Rat einer Spezialwerkstätte einzuholen, die Ihnen mit reichen Erfahrungen zu Dienste stehen kann. wlt. Frage 6929. Ausschlagen von Beulen. Ich kaufte soeben einen alten Cccasions-Wageu, der einen guten Motor hat, aber sonst nicht mehr gerade ästhetisch aussieht. Wie kann ich am leichtesten die Beulen aus den Kotflügeln entfernen? Gh. v. B. in B. Antwort: Wenig Wag3n durchlaufen ihr nützliches Dasein, ohne einmal einen Kotflügel beschädigt zu haben. Ein verbogener Kotflügel sieht nicht nur hässlich aus, er bringt, was schlimmer ist, den Besitzer des betreffenden Wagens in die Gefahr, als Neuling angesehen zu werden. Jeder Automobilist trachtet deshalb darnach, solche Zeugnisse unliebsamer Berührungen möglichst rasch verschwinden zu machen. Jede nicht allzu starke Stauchung eines Kotflügels kann, wenn zweckmässig behandelt, ausgeglichen werden. Das Ausbeulen: Ein Holzblock wird gegen die Beule gepresst und diese von der andern Seite mit einem Holzhammer herausgetrieben. Am besten treibt man die Beulon durch einige wohlgezielte Schläge mit einem Holzhammer heraus, wobei die Aussenseite des Kotflügels mit einem konkaven Holzklotz gestützt wird. Man benutze unter keinen Umständen einen Matallhammer, weil dadurch im Blech Kerben und Buckel, im schlimmeren Fall auch Risse entstehsn können, die nachher nur schwer zum Verschwinden zu bringen sind. wlt. . Frage 6930. Stationieren auf geneigter Strasse. Ich wohne an einer steilen Strasse und muss meinen Wagen öfters vor dem Hause parkieren. Welche Massnahmen sind zu treffen, um den Wagen zu sichern ? P. Fl. in B. Antwort: Wenn ein Wagen auf einer geneigten Strasse stehen gelassen wird, müssen unbedingt Vorsichtemassnahmen dagegen getToffen werden, dass er sich von selbst in Bewegung setzt. Bas blosse Anziehen der Handbremse genügt keineswegs, auch wenn man von ihrer zuverlässigen Wir- kung überzeugt ist; denn es ist bekanntlich nie ausgeschlossen, dass Kinder sich am Wagen zu schafr fen machen, und wenn dabei die Handbremse gelöst werden sollte, kann leicht grosser Schaden entstehen. Viele Fahrer sichern ihren Wagen auf geneigten Strassen noch dadurch, dass sie einen kleinen Gang einschalten, und zwar soll am Gefälle der erato Vorwärtsgang und an Steigungen der Rückwärtsgang zum Eingriff gebracht werden, damit bei versehentlich eingeschalteter Zündung der Motor nicht anlaufen kann, wenn der Wagen aus irgendeiner Ursache doch in Bewegung käme. Eine weitere Sicherung besteht darin, dass man vor eines der Räder einen genügend grossen Stein legt. Nie sollte aber vergessen werden, die Vorderräder so einzulenken, dass der Wagen bei eventuellem Abwärtsrollen gegen die Bordschwelle oder die Hangseite liefe. wlt. Frage 6931. Neue Servobremse. Ich besitze einen: Sechszylinderwagen mit hydraulischen Vierradbremsen. Diese bremsen aber im Rückwärtsgang nicht, ebenso nicht wenn der Motor stille steht. Auch sanst funktionieren sie manchmal trotz genügender Oelfüllung unrichtig, indem sie zwei Räder, zu früh blockieren. Ich möchte nun ein anderes Bremssystem einbauen oder die bestehende Bremse umändern lassen. Kann irgend ein. Leser mir einen Rat geben? B.L. Frage 6932. Autofahrt und Herztätigkeit. Ein Autofahrer, der bei Bergfahrten jeweilen die Herztätigkeit beobachtet, erzählt mir, dass er bei *Passühergängen regelmässig starken Puls habe. Kürzlich aber sei der Puls in ganz unerklärlicher Weise — -während des Aufenthaltes auf der Passhöhe — auf 45 zurückgegangen, etwas später stieg er dann plötzlich auf 76. Der sonst gesunde Fahrer kann Eich diese Pulsschwankungen nicht erklären Es wäre wohl für den einen und andern Fahrer interessant zu vernehmen, ob andere schon ähnliche Beobachtungen gemacht haben. -ew- Aus *Mcw Fahvpvax » - • • - " - ••••••• - - - - - - -••' - - - - - - ' • > • - " - ^ i Anfrage 102. Widerrechtlicher Gebrauch eines Reparaturwagens. Ich hatte diesen Sommer meinen Wagen bei einer Garage in Reparatur. Nachträglich musste ich vernehmen, da38 der Garagebesitzer damit eine Taxifahrt von 28 km gemacht hat und dafür Fr. 14.— verlangte. Ich nehme nicht an, dass er etwa das verbrauchte Benzin ersetzte. Ich möchte Sie nun höflich anfragen, ob der Garagebesitzer das Recht hat, mit meinem Wagen, in Ermangelung eines eigenen, Taxifahrten zu machen. Er wird natürlich zur Ausrede haben, er habe den Wagen probieren müssen. Ist eine solche Ausrede stichhaltig? B. in V. Antwort: Ein Garagebesitzer hat nicht das Recht, mit einem Wagen, der ihm' zur Reparatur anvertraut ist, ohne Erlaubnis Taxifahrten zu machen. Die Ausrede des Garagebesitzers, er habe den Wagen nur probieren wollen, brauchen Sie gar nicht gelten zu lassen. Sie haben ja den Beweis, dass er sich für die Fahrt entschädigen liess^ Steilen Sie daher dem Garagistea Rechnung für Wagenmiete und Benzinverbrauch und ersuchen Sie ihn, den Betrag im Interesse eines guten Einvernehmens und der Wahrung des Geschäftsrufes zu begleichen. — .•«^•»»«••••«••••»••••••••••••••••••«••••••••••«••••••••••••••••••••••••••••«••••••••••»••••••••••••••••••••"••••••••••••• utomo es or an en Bienenkorb - Kühler, Hauben u. Haubenhalter, Laternen, Benzinheber, Hahnen, Bolzen, Gergovia-Winden, Cicca-Hupen, O. S.-Zähler, Uhren, Benzinmesser, Kühlerdecken, Schmierung Stat. FELIX-Motoren, 3—24 HP. Bootsmotoren. Schiffsschrauben •••••••••»••••••••••••••••••••••«•••••••••«•••«•••••••• •••«••«••••••••••••••••••••••••«•••••••»••••••• Alles was Sie von einem guten Pneu verlangen: Hohe Kilometerleistung: Absolute Sicherheit Elegante Ausführung ist vereint in ' dem Schweizerprieul Ihr Lieferant vermittelt auch «PALLAS-CORD Eigenfabrikat der Aktiengesellschaft R. & E. Huber Schweiz« Gummiwerke, Ptättikon-Zürich DerStoßdäempiert T ufomobile jeden "ßbrikäis General-Vertretung: Autometro, Zürich MERCEDES 8/22 PS. •—6-Plätzer. offen, mit elektr Licht and Anlasser Bosch, prima Schweizer Karosserie, neu lackiert, 7261 Fr. 4000.— M ERCEOESBENZAUT0M0BI ZUR ICH Badenerstrasse 119. Tel L A.-G H Oto t«93 '•iL. 11 für leben Slutomobiltften iffc ber Hbjdjtufc einer unb @te Qcwcfytt ein $apttal für bie %a$e be§ 2Ilter§ jotuie für bett tsotsetttger (Srtt)erb»uniäf)igfeit unb letftet ben Slngefjörigett für beti fommen£au£faU (Srfa#, wenn ber 93erftd^crte öorgettig abberufen mixt) 3um