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E_1928_Zeitung_Nr.086

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AUTOMOBIL-REVUE 192«

AUTOMOBIL-REVUE 192« — No 86 /tntrieb: Auf Gummi gelagerter Siibcrdom-Motor mit Ausgleich- Vorrichtung der taktmässigen Erschütterung. Geschwindigkeit: Von 5—95 km pro btunde in der Direkten. Bremsen: Hydraulische Innen« backen-Vierradbremsen. Wagen^orm: Lang und niedrig gebaute Karosserien; ebenfalls neuer, schmaler Kühler mit schlanker Motorhaube. Fliessende Linien der Kotflügel Touring, Roadster, Coupe, Coach, Sedan, 4[5pl. Fr. 7700.- 2/4pl. „ 7800.— „ 7gso.- 4/5pl. „ 7950.— 4/5pl. „ 8300.— In seiner Preisklasse konkurrenzlos! Direkte Fabrikvertretung: E, Wolfensberger & Co., Bahnhofstr. 10, Zürich, Tel. Uto 67.16 UNTER-VERTRETER: Kanton Aargau: WILLY LÜTHY, ZOFINGEN. Luzern und Innerschweiz: E. SENN, Garage Kronenberg, LUZERN

- 1928 AUTOMOBIL-REVUE Zuverlässigkeitsfahrt vom 7. Oktober des A. C. S., Sektion Thurgau. Die herrlichen Sonnentage der letzten Woche zeigten mit aller Bestimmtheit, dass auch der denkwürdige 7. Oktober ein «es war ein Sonntag hell und klar» sein müsse. Obschon das Barometer ein «©ohön» verkündete, machte der Himmel am, Sonnlag Morgen eine saure Miene. Die telephonischea Anfragen im Lande herum verkündeten morgens 6 Uhr «strömenden Regen». Die Sportsikorn.rnis.siou entschied aber wagemutig für Abhalten und waihrlich, man hatte es nicht zu bereuen. Die angemeldeten Fahrer stellten sich richtig zum Start, worauf ihnen die ausgelosten Startnummern übergeben wurden mit der verschlossenen Route und als Beigabe den «verschwiegenen» Kommissär. Jedem Fahrer war eine halbe Stunde vor Abfahrt in seinem Wagen unter strenger Beobachtung Gelegenheit geboten, die Route auf der übergebenen topographischen Karte zu studieren und nun ging's los, in Intervallen von 5—10 Minuten. Der Kilometer-Lance' zwischen hinein aim Ruetschiberg gab die erste Knaoknuiss. und schon der zweite Wagen hatte das Pech, an der ersten Kurve zu wenig rechts zu fahren und plötzlich lag der Wagen auf der linken Grabeniseite. Hilfe war rasch vorhanden aus dem Publikum und mit Holzetämmen und einem Cadillac-Vorspann gelang es, den Wagen unversehrt aus dem Graben zu ziehen. Glücklicherweise kamen die Insassen mit dem Schrecken davon und der weitere Verlauf wurde dann nicht mehr gestört. Ueber die Höhe ging's auf Feld- und Nebenwegen über das hügelige Tannzapfenland nach Fischingen und schMe&slieh an das Endziel Lichtensteig. Die ausgewählte Route hat bei allen Teilnehmern groß'Se Freude bereitet und die grosse, organisatorische Arbeit der Sport&kommission hätte tatsächlich eine bessere Frequenz verdient. Im Hotel «Krone» in Lichtensteig vereinigten sich sämtliche Fahrer wieder zum Einnehmen des Mittagessens. Dasselbe war trefflich zubereitet und die ausgestandenen Strapazen wurden dadurch reichlich entschädigt. Der Besitzer des Hotel «Krone». Herrn Sutter, legte mit seiner flotten Küche und Keller alle Ehre ein. Unser Präsident, Herr Dr. med. J. Rietmann, Ibegrüsste sodann alle Anwesenden, vorab die Konkurrenten und dann noch den grösseren Teil unserer Mitglieder, die sich erst für den zweiten Akt in Lichtensteig zusammenfanden. Es wurde dabei der Freude Ausdruck gegeben über den flotten Ablauf der Veranstaltung, die Dank der guten Organisationsarbeit seitens der Sportkommission reibungslos vorlief. Mit besonderer Froudo wandte der Vorsitzende seinen Blick auf den herrlichen Gabentempel, der durch die Opferfreudigkeit von sportliebenden Kollegen derart bereichert wurde, dass jedem der Konkurrenten ein prächtiges Geschenk nebst einem Becher verabfolgt werden konnte. Ein spezieller WiJIkommgruss wurde dem Vorstandsmitglied Herrn Weiermann-Toiiler in Lichtensteig entboten, der als Vertreter unserer Nachibarsaktion St. Gallen-Appenzell unter uns •weilte. Ein •weiterer Wülkommgruss galt der Vertretung unserer Konstauzer-MitgLieder Herrn Bürgermeister iFritz Arnold, der sdcb bereits am 20. März vorigen Jahres durch sein treffliches Referat über die Autofähre Staad-Meersburg bekannt machte und durch das Mitmachen an der Zuverläss-igkeitsifahrt wiederum seine Sympathien unserer Sektion gegenüber beweist. Herr WcdeTtnann verdankte in (herzlichen Worten die Einladung und gab seiner besonderen Freude Ausdrucik, die Sektion Thurgau einmal auf St. Gallischem Boden begrüssen zu dürfen. Er hofft auf • •weitere, freundschaftliche Beziehungen untereinander und auf ein [baldiges Wiedersehen. Und pun folgte mit gespannter Aufmerksamkeit die Bekanntgabe der Rangliste und dio Preisverteilung. Sportlich ging der Kampf am meisten um die S.iegespalmo des Kilometer-Lance. Unter den An-wäirtern befand sich auch unser Präsidium, das es sich nicht nehmen Hess, das Rennen «hors concours» mitzumachen, um den Mitgliedern den Beweis zu erbringen, was aus einem «rassigen Ga/rdemer» heraus zu holen ist. Die Rennstrecke an und für sich bot betreffend Steigung und Kurven keine geringen Anforderungen und wir stellen mit gros- •ser Freude fest, dass unser Präsident mit 1:10% die beste Zeit fuhr. Den Speziaipreis im Kilometer- Lance errang Herr G. Ringold, Matzingen, mit 1:13. Der Spezial-Damenpreis fiol "Frau Doris Griesser- Baiter. Aadorf. zu. Die Zuverlässigkeitsprüfung ergab folgende Rangordnung: Punkt 1. Herr J. Eigenmann. Frauenfeild 4.4/10 2. > Harns Müller, Ermatineen 6 9/10 3. > Karl Riickstuhl. Sirnach 12.3/10 4. » Conrad Rmsjold. Matzinsren 13 3/10 S'olg'© Strafmandat und Unannehmlichkeiten. ^Vblxilfe : Einbau des 5. Herr Jules Müller, Sirnach 15 6. T> Bürgermeister F. Aronld. Konstanz 25 7. » {Eugen Ruokstuhl. Aadorf 27.4/10 \ 8. » Karl Heinrich. Aadoxf 9. Frau Doris Griesser-dJaÄter. Aadorf 10. Herr Eduard Halter-BreschMn. MülUiekn 11. » F. B&ggeustoss, Roman-shorn Zum Schlüsse dankte der Präsident der Spotrtskommission, Herr Strasseninspektor L. Wild allen Mitarfoei+ern sowohl in der Kommission als auch seitens, des. UnteroffdzierOTereins, Frauenfeld, der in verdankenswerter Weise sämtliche Kommissäre stellte. Der Dank galt auch sämtlichen Konkurrenten, die die Aufgabe fast durch wegis richtig lösten. Es bleibt noch die Hoffnung, ähnliche Veranstaltungen •wiederum durch resge Anteilnahme zu unterstützen. Inzwischen lachte dio warme /Herbstsonne und das saubere Städtchen Lachten steig zeigte sich im prächtigen Glänze. Eine flotte Tanzmusik bot -willkommene Abwechslung und schuf durch den prächtigen Tropfen eine Stimmung, wobei in bunter Abwechslung Witze und cKaiauer» zum Besten gegeben «wurden. Das prächtige Wetter veranlasste verschiedene Teilnehmer, auf Umwegen den Nachmittag noch auszunützen zm einer kleinen Spazierfahrt. Ein Teil traf sich noch in Wil und wieder andere in Frauenfold zu einem Schlusschoppen. S. K. Wohltätigkeifsfahrt der Sektion Luzern des ACS. Altem Brauche getreu folgten am letzen Samstag dem Rufe des Vorstandes über 12 Prozent unserer Mitglieder. Sechzig Wagen führten die Kinder der beiden Anstalten Rathausen und Sonnenberg mit samt der Vorsteherschaft und der Lehrerschaft durch das Klein-Emmental hinauf über Malters und am historisenen Werthenstein-Kloster vorbei, nach Wolhusen. Von da ging die Fahrt ins Hinterland unseres Kantons, das durch die Napftäler einerseits und durch die Schötzer Ebene anderseits charakterisiert ist. Wenn es schon am Anfange leicht regnete, so blieb darob die Freude der Kleinen ungetrübt und als es dann aufheiterte, jubelten die Herzen der munteren Schar glücklicher Menschenkinder ob den Naturschönheiten unserer Heimat und ob den Sehenswürdigkeiten, die sie alle bis ins Kleinste betrachteten Die alte Ruine Kastelen und das Schloss bildeten schon von der Ankunft in Willisau Gegenstand des Hauptinteresses als historisches Wahrzeichen alt luzernischen Rittertums. Von 15 Uhr an rollten die ersten Wagen unter dem Beifalle der Bevölkerung ins alte Städtchen Willisau. Nach kurzem Besuch im Rathause und in der Blutkapelle, versammelten sich die Kinder mit ihren Vorgesetzten und Gönnern im grossen Sallo des Hotel Mohren zu einem währschaften Zobig mit Schokolade, Butter und Konfitüre. Zur Freude der Veranstalter griffen die munteren Kleinen wacker zu. Nachdem die Sonnenberg-Knaben ein rührendes und stolzes Lied zugleich gesungen hatten, ergriff der Vizepräsident Herr Dr. Oskar Hübscher das Wort zur Begrüssung aller Anwesenden. Er sprach ganz besonders den versammelten Kindern zu Herzen, wenn er sie crmahnte, strebsame und tapfere Eidgenossen zu werden, ihrer Vorfahren würdig. Namens der Anstalt Rathausen verdankte Herr Direktor Schnyder von Wartengee die den Kindern zuteil gewordene herrliche Fahrt mitten durch unsern Heimatkanton. Schliesslich erhielten die überglücklichen Kinder je ein Päckchen WUlisatter^' ringli, worauf sich dann die lange ./Kolonne allmählich wieder in Bewegung setzte, Richtung Ettiswil-Kottwil, zum Städtchen Sursee und von da dem Fusse des Ruswilerberges bzw dem malerischen Sempachersee entlang über N'ottwil zum dritten alten luzerner Städtchen Sempach. Etwas schneller &)s die einstigen geharnischten Ritter und ohne Gluthitze gelangten die Autos bequem zum Schlachtfeld hinauf, Dort zeigten die Lehrer ihren Schülern die Schlachtkapelle und das Winkelrieddenkmals worauf Herr Dr. Boesch in einer weihevollen Ansprache die historischen Ausgangspunkte der Schlacht und deren Verlauf schilderte, sowie die Folgen für Freiheit und Unabhängigkeit dor Waldstätte und damit der nach und nach gewordenen Schweiz von 22 Orten oder Kanionon Er gedachte auch der während des Aktivdienstes (1914—1919) fürs Vaterland zahlreich verstorbenen luzerner Wehrmänner, deren Namen auf der Erinnerungstafel der Nachwelt überliefert sind. In patriotischer Begeisterung beschlossen die glühenden Jungen mit dem Sempacherlied die schlichte Feier. — Uebor Rothenburg gelangte man gerade noch vor dem Einnachten wieder zurück nach Sonnenberg bzw. Rathausen. Jung und AU war von der Fahrt beglückt, die Kinder um eine eindrucksvolle Erinnerung reicher und ihre Begleiter und Gönner erfüllt vom Danke der vielen unendlich glücklichen Kinderherzen. Das Neuenburger Winzerfest brachte melhr als 3000 Automobile an den herrlichen Neuenburgersee. Der grosse Festzug zeigte unter anderem prächtig dekorierte Automobile, die das besondere Gefallen des dicht spalierbildenden Publikums fanden. Das Winzerfest nahm, wie alljährlich, einen prächtigen Verlauf. :—: v*Raoea*nas»aaaBBaaaBBa»saaaaaaaBBaaaeaaBaaaBaBBaBaaa.BaaanaaBaaanBOBDaBiiaBSBaaaa*es < ihr SchSuss icht brennt nicht! Die rührt von der Tatsache her, dass fast alle grossen Konstrukteure ihn auf ihren Gross- Serienwagen montieren und cltlSS liCln Motor existiert, in den er nicht eingebaut werden kann. Hier ist er auf einen Motor „Renault Iloiiasix' montiert. i>* i Montage bei allen Garagisten. Volkstttmlic DES VERGASEES £ Patent 123,252. — Dieser kleine und gefällige Apparat zeigt Ihnen jede Störung der Schlusslampe zuverlässig an. X5Lo@*texx: Fr- 16.—. Ein einziges Strafmandat erspart und der Apparat hat sich schon bezahlt gemacht. «i£Ll©O: Zögern Sie nicht mit Ihrer Bestellung. Bitte, Batterie-Spannung anzugeben. In jeder Garage erhältlich. General-Vertrieb: HENRI BÄCHKIANN, BIEL Tel. 8.42 md 8.82 Place dos Eaux-VIves 6 E N F Telephon Mt.-Bl. 56.41 General-Agent der SCIMOIZ: eieone delloitalß!) Tel. 8.42-8.82 Mt-Bl