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E_1928_Zeitung_Nr.082

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AUTOMOBID-KEVUE —

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Concoura Winterkalt streicht der Biswind durch "die belaubten Bäume. Der Verkehrspolizist steht im Huppenkonzert eines bernischen Saffa-Nachmittages. Sonntägliches Volk in den alten Lauben, verfrorene Gesichter, hochgeschlossene Trenchs, die ersten Wintermäntel. In Neufeld trotzen 7000 Turnerinnen in leichten Höschen und Leibchen dem frühwinterlichen Vorstoss. Die Trams der weissen Linie führ ren die Besucher des Concours hippique. Vom grünen Wall am Ende der Kornhausbrücke grüsst das Schänzli, Schauplatz des Samstagballes, der die Spitzen des Reitsportes vereinigen sollte — und den Cabaretsaal, nicht aber den Tanzsaal zu füllen vermochte. Konkurrenz der Saffa? Zu schüchterne Propaganda? Die Reiter zogen es vor, fit zu sein — Pferde reagieren schlecht auf durchtanzte Knochen... Ein Polizist, der freundlich den Weg weist. Ein Kassier, der von Pressekarten keine 'Ahnung hat. Offiziere, Bereiter, Stallknechte, nervöse Pferde. Salutieren, Hacken zusammen, Anmelden, Abmelden, gnädiges Nicken. 'Auf Wagen, Bänken, Tribünen und Einzäumungen willige Zuschauer — keine Massen, aber gut gesäet. In manchem Knopfloch steckt ein A. C. S oder T. C. S.-Abzeichen* Im Wagenpark stehen die feudalsten Wagen, ihre Besitzer fehlen an keinem Event gesellschaftlichen Ranges. Da stehen sie die vierzig, sechzig, siebzig und achtzig PS. im metallenen Glänze, haben ihre Herrin und ihren Herrn hergebracht, um dem Muskelspiel einer einzigen Pferdekraft zu folgen! Seltsame Welt! Das ach so unmoderne, schlecht und recht trottende Rösslein, das auf offener Landstrasse im Sechzigertempo überholt wird, nach dem die Insassen der hellsausenden Limousine keine Wimper zucken — steht hier im Mittelpunkt der tonangebenden und mondänen Klasse, ist Ursache für die oft stundenlange Fahrt! Idylle im Zeitalter des Motors? Vom Geist des brutalen Vernunftmenschen aus — ja. Vom Gros der Zeitmenschen aus, der nicht immer nach fassbaren Werten-fragenden, der Schönheit um ihrer selbst, ihrer innerer Befreiung willen dienenden — den «Gemüt- Besitzenden, wie das so schöne Wort heisst — : Nein ! deutsche Der Mann an der Starttafel hat kurzweilige 'Arbeit. Name um Name wird vor den starren Gesichtern der Jury gemeldet. Glockenklang. Braune Pferdeleiber schnellen über weisse Hürden. Die Musikkapelle spielt gut vaterländisch. Zur Abwechslung galoppiert ein refusierendes Pferd Karussel oder trägt seinen heftig zappelnden Reiter in schlanken ventre ä terre ausser Sehweite. Die Stehplätze grinsen, dass es schallt. Begreiflich: Lachen wärmt. Es ist ja unprogrammässig kalt. Aber auch einige Offiziere lachen. Nur auf den Stockzähnen allerdings, denn sie 'haben nicht kalt... Bereiter reiten eine hohe Schule. Einer stürzt, erhebt sich blutüberströmt. Man holt h'lBpaiepue die Bahre. Der Mann steht auf seinen Fassen und gibt keinen Laut von sich. Sein Pferd setzt mit leerem Sattel über die Hindernisse. Irgendwoher aus dem Publikum heftet sich ein struppiger Köter an die Hufe eines Vollblüters. Ein junger Bursch in Feldgrau wirft ihm eine Nummernscheibe in die Weichen. Ueber mindestens fünfzehn Meter — eine geradezu olympische Leistung. Der Köter zeigt seinen immer kleiner werdenden Hintergrund. • Die Stehplätze wiehern wieder, aber diesmal klingt auch der Diskant der vornehmen Tribüne hinein. Und jetzt lachen sogar die Bronzengesichter der Jury... Modegourmets kommen nicht auf ihre Rechnung. Das Winterlüftchen sorgt für geschlossene Vorhänge. Ausser Pelzmänteln und blaugefrorenen Nasen, dem Mann mit steifem Hut, Pfeife und Zeiss (X 12): die alltägliche Parade der Strasse. Bedauernswert. Der Autopark versprach etwas... Was Wunder, dass aller Augen an den Uniformen der Herren Offiziere hängen. Soldati schmeisst den neuesten italienischen Schnitt. Zwischen Stiefeln und Käppi keinen Streifen Leder. Dafür knirscht es bei den andern in aristokratischer Torilage. Schlussmarsch. Preisverteilung. Stallknechte mit gelben Schuhen nehmen die ermüdeten Pferde in Verwahrsam. Im Wagenpark surren die Motoren. Man eilt, ellbogt, flucht und drängt höflich hinaus. 0 Sehnsucht nach heissem Tee! Vit. Der Tag der Frau. Nicht nur die Herrenfahrer, auch die Amazonen des Volant wollen heute ihre grossen Auto-Tourniere. Der äusserst aktive Damenautomobil-Club des A. v. D., von dessen wohlgelungenen Prüfungsfahrten in unserem Blatte schon mehrheitlich die Rede war, veranstaltete letzten Sonntag im grossen Berliner Stadion einen Damentag mit Blumenkorso, Quadrillen etc., der in den Worten der bekannten Sportlerin Paula von Reznicek (B. Z. am M.) eine ebenso treffliche, wie amüsante Wiedergabe findet: Die Anziehungskraft der Frauen stellt unwahrscheinlichste Rekorde auf. Gestern gelang es ihr, trotz sibirisch kalten Herbstwehens, aus Logen und Steinbänken des berlinischen «Colosseums» an der Heerstrasse eine Premierengalerie zu zaubern. Dabei galt es nicht Bohnen oder Tauber, — son^ dem das gesellschaftliche Debüt des Fortschrittwahrzeichens : Auto! Was sich da alles zusammendrängte: ein Viertel der Offiziellen, der halbe Golfkiub, Dreiviertel der Tennisgemeinde, die gesamten «Cocktailparties» und «Bridgekränzchen». Auf der Haupttribüne herrschten die Getreuen des A. v. D., unter ihnen Präsident Flinisch, Konsul Fritsch. Sehr besucht das versteckte Kognakzimmer, — gut, dass es hinter Gittern lag. Fast waren die Zwischenspiele auf der leider nur so benamsten «Sonnenseite» wesentlicher als die Vorgänge auf der Rasenarena — und zwischen allem das mondäne Bindemittel: die Theater- und Filmstars samt Pudeln und Pintschern als Aushängeschild. Treppauf, treppab geht der Strom. Auffallend gesehen und genannt werden ist stilles Ziel... Kornblumblaue Smokings abgehärteter Autoladies markieren sommerliche Atmosphäre auf der Startbahn. Eine hübsche Idee, diese Quadrille der vier Kadres in Braun, Grau, Beige und Blau. Zu Vieren, Acht, Sechzehn nebeneinander und gegenüber wie im Tanzlokal von einst. Dazu ein «maitre» mit Kommandosignal. Nur selten wird man unsere Damen widerspruchsloser «nach der Pfeife tanzen» sehen! «Nice looking girls», meint der amerkanische Zeppelin-Kommandeur Rosendahl. Vier Minuten Fuchsjagd auf Motorrädern! In den Rängen hätte man es bequemer gehabt — ein Schritt und Griff nach fast jedem Frauenrücken würden genügen. Internationale FuchsauFStellung. Die besten Witze macht der Lautsprecher, der z. B. zur «Geschicklichkeitspaarung» statt «Prüfung» aufruft. Als Konkurrenz die XLiO^jik. £LULS Im Kinde spiegelt sich ein Stück Urgeschichte der Menschheit, sein Blick ist noch ungetrübt und frei von den Einflüssen der Kultur. Dort, wo es selbständig denkt und arbeitet, ist es schöpferisch und genial. Sein Blick bohrt sich in die Seele aller Dinge und es besitzt dadurch jene wunderbare Gabe persönlicher Einstellung, die uns Grossen längst abhanden gekommen ist. Aus dieser Tatsache erklärt sich auch die Zerstörungswut vieler Kinder, die ihre Puppe, ihr Schaukelpferd oder ihr© funkelnagelneue Eisenbahnlokomotive schon nach kurzer Zeit in ihre Urbestandteile zerlegen, um darin nach der «Seele» ihres geliebten Spielzeuges zu forschen. Zum Beweis für die manchmal geradezu verblüffende Logik vieler Kinder mögen folgende Beispiele, die wir einer Sammlung von J. Ch. Inger in der wienerischen Presse und von Lotte Zavrel in der «Vossischen Zeitung» entnehmen: Die kleine Melly, ein fünfjähriger Fratz, geht mit ihrer Mama unlängst am Friedhof vorüber. Sie guckt neugierig durchs Gitter und fragt: «Was ist das?» «Ein Friedhof,» antwortet Mama. «Ein Friedhof? Was ist das?» «Weisst du, wenn die Menschen sterben und tot sind, werden sie hier eingegraben.» Damit war der Fall vorläufig erledigt. Zwei Tage später wandern sie beide durch die Stadt. Am Gürtel (Stadtteil in Wien) bleibt die Kleine plötzlich vor einem Grabsteinlagerplatz stehen und ruft: «Schau, Mama, ein Friedhof!» «Nein,» sagt Mama, das sind nur Grabsteine. Wenn jemand stirbt, werden sie hier von den Leuten gekauft und kommen dann auf den Friedhof hinaus.» Verdutzt starrt sie die Kleine an, stemmt die beiden Händchen ans Eisengitter und schaut nachdenklich hinein. Nach einer Pause ruft sie wie nach einer grossen Erleuchtung: Programmverkäufer, dank der Verlosungswagen ä la hausse gestimmt, mit ihren An* feuerungsrufen: «Hier noch ein Kleinauto zu 1 Mark, zwei zu 2 Mark — fahren garantiert bis zu Hause!» Höhepunkt — Blumenkorso. Wie immer ein apartes Bild. Die Meinungen sehr geteilt — über Geschmack lässt sich scheinbar doch streiten, desgleichen über Juryentscheidungen. Die nichtprämiierten Markusplatzstäubchen erhalten Sonderapplaus. Dafür war der siegreiche Orchideenwagen kostbarer, wozu ein Zaungast bemerkt: «Für die lila Blumen kauf ich mir lieber ein kleines Landhaus!» Nizzas Vorbild sollte geschlossene Wagen fernhalten. Reich geschmückte Limousinen erinnern an «pompe funebre». Für gute Laune sorgen Hanni Köhler unter gelbem Dahlienbaldacliin und ein als Kleinflugzeug echt verkleidetes Motorrad. Herbstliche Blumenfinale auf der Heerstrasse. «Letzte Rosen des Sommers» geben den heimkehrenden Teilnehmern des Autoturniers des A. v. D. ein stimmungsvolles Geleite. JESLi:ra_des:rxx «Ach so, also das sind dann nur — die Möbel vom Friedhof!» Ein andermal sitzt sie beim Klavierunterricht. Wie eine Häckelrnaus folgt sie deiß Vortrag ihres Lehrers. «Siehst du, wenn ein Kreuz vor der Note steht, dann wird sie um einen halben Ton erhöht. Was haben wir das letzte Mal gelernt? Was geschieht, wenn ein «B» vor der Note steht ?» Prompt antwortet der kleine Strick: «Dann wird sie um einen halben Ton — veruntert.» Beide Fälle legen ein beredtes Zeugnis für die unglaublich feine Beobachtungsgabe sowie auch für die meist richtige Schlussfolgerung des Kindes ab, die es aus seinen täglichen Erlebnissen zieht. Traudel war mit ihren Eltern im Tiergarten. Kurze Zeit darauf besucht Mama mit ihr eine Freundin, die soeben Zwillinge bekam. Das Mädel war* allerliebst, der Bub aber ausnehmend hässlich. Traudel bringt ein riesiges Zeitungsblatt und bittet die Dame, ihr einen Säugling einzuwickeln. Sie will eine lebende Puppe haben und meint, zwei wären ja ohnehin zu viel. Die Zwillingsmutter sagt scherzhaft: «Na, such' dir eines aus!» Traudel gustiert eine Weile, zeigt dann auf das Bubi und sagt: «Den will ich haben!» Die zwei Grossen wundern sich darüber, warum sie nicht das unvergleichlich schönere Mädchen wählte, und die Dame fragt sie: «Ja, warum willst du denn nicht das Mädchen?» Worauf die Traudel zum grössten Entsetzen ihrer Mama ganz schlagfertig herausplatzt: «Weil das Bubi wie ein Affe aussieht!» * Thomas, der am Gardasee wohnt, guckt mich sehr ernst aus grossen, dunklen Augen an: «Weisst du schon, dass übermorgen mein sechster Geburtstag ist? Ich gebe ein grosses Fest.» Pelz- Spezial- Haus Fr. Jul. Heintze A.-G. Zürich, am Weinplatz 2 78 Jahre Pelz- Geschäft ist die beste Garantie für eine reelle, fachgemässe Bedienung Wir erbitten uns Ihren unverbindlichen Besuch zur Besichtigung unserer neuesten Modelle Massarbeit Reparaturen Umarbeitungen