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E_1928_Zeitung_Nr.088

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14 ÄTJTOMOBTL-REVUE

14 ÄTJTOMOBTL-REVUE !SP>*8 hohe Leistungsfähigkeit des Motors und auserlesene Schönheit in der äussern Gestaltung des Chassis nachgerühmt. Die Ausarbeitung aller Teile des Chassis darf man schlechtweg vollendet nennen, denn Saurer versteht sich nicht nur darauf, die besten Konstruktionen nach praktischen Gesichtspunkten zu wählen, sondern auch das Modernste und das Schönste zu würdigen, ohne dabei von der Tradition der Zuverlässigkeit abzuzweichen. Eine hübsche Sammlung an Photographien verkündet in bleibender Art von den Eigenschaften und Taten der Fahrzeuge Saurers. Jeder Interessent wird gerne eine geraume Viertelstunde dabei verweilen, um sich ein umfassendes, Bild von der Bedeutung der Saurerwagen zu machen. Dodge Senior Line. Neben der Victory Six, den Dodge als markante Neuheit der Sechszylinderkonstruktion auf den Markt gebracht hat, führt Dodge auch den Senior Line weiter, der als Tourenwagen mit einer Leistung von 74 PS an der Bremse den Anforderungen unserer Bergstrassen entspricht und allen nötigen Komfort bietet, den man von einem Tourenwagen seiner Klasse erwarten darf. Isotta-Fraschini. Die ialienische Marke Isotta-rraschini war die erste unter den grossen europäischen Luxusmarken, die einen Achtzylinder in Linie auf einem grosschmensionierten Chassis europäischer Konstruktion auf den Markt brachten. Die Isottawerke haben mit ihrem Modell bei den Kennern erstklassiger Achtzylinder so sehr Anklang gefunden, dass sie seit vielen Jahren mit wenig Aenderungen das gleiche Chassis herstellen. Der obengesteuerte Isotta - Achtzylinder - Linienmotor besitzt bei einer Bohrung von 95 mm und einem Hub von 130 mm einen Zylinderinhalt von 7,3 Liter. Er leistet 100 PS an der Bremse. Magnet und Batterie werden zur Zündung kombiniert verwendet. Der Motor ist mit Druckschmierung und Pumpenkühlung versehen. Die Vierrad-Servobremse System I. F., die erst vor wenigen Jahren eingebaut worden ist, zeigt in ihrer Konstruktion Eigenheiten, die darrials unter den Servobremsen durchaus neu waren. Der Wagen leistet bei einem Gewicht von 1600 kg rund 160 km in der Stunde, was so recht seine ganz aussergewöhnliche Leistungsfähigkeit dokumentiert. Isotta hat auf den Bau des Motors und des Chassis nicht nur die höchste Leistungs- • fähigkeit und Dauerhaftigkeit im Auge behalten, sondern auch die technischen Formen überaus schön gestaltet und die Zugänglichkeit aller Organe so leicht als irgend möglich angeordnet. Der Motor ist in seinen Formen bezaubernd schön konstruiert. Isotta Hess sich auch von dem Prinzip leiten, die Krafi seiner Motoren möglichst unsichtbar und unhörbar zu machen und legt alles unter Gehäuse. Isotta-Fraschini stellte im Pariser Salon vier Wagen mit prächtigen Karosserien, die alle in eigenen Werkstätten hergestellt wurden und eine Krönung der Automobilbaukunst von Isotta darstellen. Neben einem Innenlenker, dessen Motorhaube in einem leuchtenden Gelb und dessen Dach und Türen in einem intensiven Blau gehalten waren, erblickte man ein faux Cabriolet mit weissem Rumpf und schwarzen Kotflügeln, einen dunkelgetönten Innenlenker und zuletzt noch eine Art Torpedo, bei der nur die beiden hintern Plätze bedeckt werden können. Sie alle verkünden eindringlich genug von der Kunst der Isotta Ingenieure, die sowohl im Bau des I Ein Blick in die Olympiahalle in London vor dem Eröffnungstage. Motors als in der Gestaltung der Karosserien und der Wahl der Zubehörden ihre höchste Aufmerksamkeit verwendeten. Pirelli.

m 928 fendirnensionen aufgenommen, damit sie allen Anforderungen an spezielle Reifen Genüge leisten können. Pirelli stellt neben den jederzeit sehr gebräuchlichen und gangbaren Reifen noch einen «Halbpneumatik» her, den sogenannten «Pirelli-Luftkammer-Riesenreifen». Die innere Luftkammer ist aber im Gegensatz zu anderen Konstruktionen hermetisch abgeschlossen. Im Grunde genommen, stellt dieser Reifen einen Luftschlauch dar, der auf einer Vollgummimasse läuft. Zahlreiche Versuche durch offizielle Experten haben erwiesen, dass der Reifen den Luftkammerreifen durchaus ebenbürtig ist. Der Reifen kann ferner, was ihm als Vorteil angerechnet werden kann, nur solange abgefahren werden, bis die Luftkammer zum Vorschein kommt. Citroen. Die Marke Citroen hat im Pariser Salon, an dem sie zwei neue Modelle vorgeführt hat, airren grossen Zuspruch gefunden. Citroen gehört zu den populärsten europäischen Marken, da sie sich durch eine Preiswürdigkeit ihrer Modelle auch bei den bescheidensten Autobesitzern beliebt gemacht hat. Nach seinem Modell B 14 bringt Citroen nun noch ein Sechszylindermodell, C 6, mit 14 Steuer-PS und ein Vierzylindermodell C 4 heraus, das nach den Konzeptionen des Mo delles C 6 erbaut wird. Der neue Sechszylinder vermag bei einem Gewicht von 1250 kg ein Stundenmittel von 105 km zu erreichen. Dieses Zweizylinderchassis verbindet eine respektable Leistung mit einem äusserst niedrigen Preise. Die mittlere Geschwindigkeit im direkten Gang erfordert eine relativ bescheidene Tourenzahl von 2000. Zur Zündung wird das System Delco verwendet. Das Modell weist eine sehr zweckmässige Ausrüstung an Zubehör auf. Der Vierzylinder C 4, der im Handel zum gleichen Preise wie das Modell B 14 zu haben ist, wurde in zahlreichen Einzelteilen den Konzeptionen des Sechszylinders angepasst. Citroen beweist damit wiederum seine führende Stellung im europäischen Kleinwagenbau. Amilcar. Im Stande der Amical-Werke befanden sich verschiedene Cabriolets, ein Chassis und ein Innenlenker, die geeignet waren, die Marke Amilcar in jeder Beziehung würdig zu repräsentieren. Amilcar stellt drei Vierzylindermodelle mit Zylinderinhalten von 890, 1100 und 1260 ccm her, sowie ein Sechszylindermode6 Tonnen, Fr. 1500.—: sowie ein PIC-PIC R II, vollständig revidiert, mit 4 neuen Pneus. 2 Reserverädern, in Kotflügel eineehaut, Kristallsrlas-Seitenteile. neues Verdeck, neue, echte Lederpolstenm?,- frisch gestrichen, öplätzig eleganter, rassiger Wauen, ev Tausch an 2- od. 4-Plätzer. 6-ZyL-Luxus-Chassis. Photo zu Diensten 3 "572 Georges Genhart, Wagen- und Karosseriebau, Luzern. S