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E_1928_Zeitung_Nr.089

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10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1928 —KT» 89 Die untenstehende Tabelle zeigt uns den konstanten Fortschritt des internationalen Autotourismus im Laufe der letzten Monate, verglichen mit den entsprechenden Monaten der Vorjahre. Monat Prov. Panavant Triptyk Total Karte Januar . . Februar . . . . . . . . März . . . . . . . . . April . . . . . . . . . Mai Juni. Juli August . . . . . . . . September Oktober November Dezember . Total Total Ende September 209 213 332 585 715 1402 2894 4879 3019 1041 583 305 16177 14248 1925 145 136 252 515 539 616 781 816 621 288 224 192 5125 4421 133 122 267 740 1015 1473 3026 4607 2435 767 334 159 15078 13818 Der Aufstieg des 487 471 851 1840 2269 3491 6701 10302 6075 2096 1141 656 36380 32487 Total auf EndeMonat 487 958 1809 3649 5918 9409 16110 26412 32487 34583 35724 36380 Karte 305 434 575 1360 1704 1958 4024 7117 4676 1698 1138 727 25716 22153 In die Schweiz eingefahrene Tourenwagen: Patsavant 188 227 246 538 553 637 677 713 559 359 255 208 5160 4338 1926 Total tut Prov. Triptyk Total EndeMonat Karte Pattavant 137 220 438 1064 1492 1899 3887 5296 3106 972 392 268 19171 17539 630 881 1259 2962 3749 4494 8588 13126 8341 3029 1785 1203 50047 44030 ^A.xxtotoxxi'isixxxis 630 1511 2770 5732 9481 13975- 22536 35689 44030 47059 48844 50047 473 546 974 2425 2638 5040 7409 12936 6937 2961 1966 1123 45428 39378 175 218 271 356 609 525 767 556 469 385 848 535 5714 3946 1927 Total auf Pro». Triptyk Total EndeMonat Karte "jHtA'llitl 206 256 608 1373 1671 2913 5487 7812 4412 1859 717 448 27762 24738 854 1020 1853 4154 4918 8478 13663 21304 11818 5205 3531 2106 78904 68062 854 1874 3727 7881 12799 21277 34940 56244 68062 73267 76798 78904 959 1154 1801 3337 3882 5379 9463 15157 305 280 270 554 523 529 887 615 1928 Triptyk 379 486 950 2811 2891 4181 8150 11117 Total 1643 1920 3021 6702 7296 10089 18500 26889 50359 4410 37170 91939 Total auf EndeMonaf 1643 3563 6584 13286 20582 30671 49171 76060 Tourismus. Im Monat September 1928 er-regeben sich, verglichen mit dem gleichen Mo- aufgeteilt, dass neben jeder Boxe ein beque- Logis gewähren. Das Gebäude ist so nat im Vorjahre, folgende Zahlen für Automobil© mit ausländischer Polizeinummer, Wird. Daneben ist ein geräumiges Ersatzteilmer Schlafraum für den Fahrer eingerichtet welche unser Land besucht haben: lager, modern eingerichtete Reparaturwerkstatt und Waschanlage vorgesehen. Nach den 1928 1927 Mit provisorischer Eintrittskarte 9227 6937 vorläufigen Berechnungen werden sich die Mit Passavants 447 469 Mit Triptyks oder Carnet depassage 6205 4412 Logierkosten für Mann und Wagen pro Nacht Total 15 879 11818 auf rund 50 Tschechenkronen (ca. Fr. 7.50) stellen. Z. Das grossstädtiscfoe Autohotel. In Prag soll demnächst der Bau eines Autohotels in Angriff genommen werden, dessen Errichtung von einem ausländischen Automobilkonzern finanziert werden wird. Der Bau soll für etwa 250 Autos Unterkunft bieten, daneben aber,., auch den dazugehörigen Chauffeu- Reklame-Wettbewerb des Genfer Salons. Das Komitee des AiutomoMiLsakras 1929 schreibt einen Pliakatwetitfcewerb aus, der allen in der Schweiz ansässigen Künstlern und im Ajuislande tätigen Schweizer Künstlern offen steht. Die Preisrichter verfügen über eine Summe von Fr. 2600.—. Die nähe-, ren Bedingungeoi sind dutroh das Sekretariat des .Automobilsaikyn», Pilace du Lac 1, Genf, zu beziehen. Wer hilft? Unsere Automobilisten haben vielleicht vom Unglücke gelesen, das sich vor einigen Wochen in Meiringen zugetragen hat. Das Schicksal hat dabei einen Mann getroffen, der es verdient, dass ihm weitergeholfen werde. Herr Fritz Lehmann. Reichenbach bei Meiringen, fuhr mit seinem Automobil, das er sich aus den letzten Mitteln seiner Barschaft zur Gründung eines eigenen Geschäftes gekauft hatte, mit Lebensmitteln auf den Markt nach Meiringen. Da am genannten Tage an diesem Markte nicht viel zu verdienen war, wollte Lehmann sein Einkommen durch Personenfahrten erhöhen. Der Tag war regnerisch, und die Leute benutzten gerne die Gelegenheit, in gedecktem Wagen nach Hause zu fahren. Nachdem Lehmann zweimal die Route nach Wyler bei Innertkirchen zurückgelegt hatte, verlangten einige Bauern, dass er sie nach Nessenthal im Gadmental fahre. Da das schmale Strässchen bei Regenwetter sehr gefährlich zu befahren ist, weigerte sich Lehmann zuerst, Hess sich dann aber schliesslich überreden. Auf der Strecke jedoch kam der Wagen ins Rutschen, die Böschung liess nach, und der Wagen überschlug sich seitwärts dreimal. Glücklicherweise konnte der Wagen von einem Stein angehalten werden, ansonst er in den Gadmenbach hinuntergekollert wäre. Die Insassen kamen mit kleinen Verletzungen davon, währenddem der Wagen vollständig zertrümmert wurde. Da er nicht versichert war, auch nicht völlig bezahlt, ist die Familie Lehmann mit ihren vier kleinen Kindern vollständig ruiniert. Die « Automobil-Revue » sieht davon ab, im gegenwärtigen Augenblick eine öffentliche Sammlung durchzuführen, ersucht jedoch ihre Leser, die Familie nach Kräften unterstützen zu wollen. Vielleicht steht in irgendeiner Garage ein alter Wagen, der dem beklagenswerten Fritz Lehmann, der auch vom Pfarramt Meiringen gut empfohlen ist, gute Dienste leisten könnte Airolo GARAGE TENCONI Bahnbofstr&sse Auto Reparatur-Werkstätte Benzin - Benzol - Mobiloil Pneu Stock - Bedarfsartikel Autotaxi-Dienst. Tel. 40 Altdorf Einzige mech. Reparatur- Werkstatt« am Platze. Garage, Taxameter. Fabrikvertretg. Chevrolet Franz Gisler Tel. 3 Hotel Schlüssel ABTH a. See Centralgarage Wild ifoc I iiwi>n Q7RR7 MERCEDES Fr. 4000.— G. Wer. Eisen n. ilalle, Lnzeni Telephon 19.76 Sentimattstr. 15 Ufer Orioinalzeugnlsse eigene Verantwortung. Chauffeur Ein 19 Jahre alter 37620 sucht Stelle, arbeitsam u. solid, mit langer Ausbildung in Autogarage. Kleiner Lohn, würde nebenbei auch andere Arbeit verrichten. Reutimann, Postfach 1, Marbach (St. G.)- Junger, tüchtiger Militär-Chauffeur u. gel. Mechaniker, 23 J. alt, mit guter Fahrpraxis auf Saurer- u. Berna-Wagen, sucht Stelle auf Lastod. Luxuswagen. Prima Zeugnisse u. Referenzen stehen zu Diensten. Off. unt. Chiffre 37655 an die Automobil-Revue, Bern. Chauffeur I Junger, tüchtiger Mann, 32 Jahre alt, sucht Stelle auf Luxus- od. Lastwagen, mit sämtl. Reparaturen vertraut, Ia. Zeugnisse stehen zu Diensten, event. persönl. Vorstellung. Gefl. Offerten an Ed. Graber, Chauffeur, Wauwil (Luz.). CHAUFFEUR sucht sofort Stelle als Handl. in Reparaturwerkst, od. auf Luxus- od. Lieferungswagen. Zeugn. steh, zu Diensten. Tücht., zuverlässiger Fahrer. Gefl. Offerten an: Hans v. Bergen, bei L. Noeglen, Früchte u. Gemüse, Courrendlin (Berner .TUT«.'* 37RM

Die neue Mexphalt-Strasse Schinznach-Bad Wildegg. (Eingesandt.) iAuf den 5. Oktober a. c. hatte die Vereinigung 1 schweizerischer Strassenfaehmärmer die Mitglieder der letzteren zu einer Besichtigung der sich im Gange befindlichen Strassenarbeiten auf der Kantonsstrasse zwischen Bad Schinznach und Wildegg eingeladen. An dieser Besichtigung nahmen über 60 Strasr senffachleute teil. Die Arbeiten umfassen die Neuinstandstellung der bestehenden Fahrbahn dieser Hauptdurchgangsstrasse. Wir begrüssen sehr, dass diese Arbeiten vorgenommen wurden, die um so dringlicher waren, als der auf der Strecke Brugg-Wi!degg-Olten sich abwickelnde Verkehr, der schon immer ein starker war, in den letzten Jahren bedeutend zugenommen hat. Als Strassenbelag, der sich für den schweren Verkehr am besten eignete, wurde hier wiederum der Mexphalt-Belag gewählt. Herr Kantonsoberingenieur Wydler teilte der Versammlung mit, dass dieser Strassenbelag zwischen Fr. 8.— und 9.— per Quadratmeter, fertig verlegt, kostet, und dass mit einer Lebensdauer von jedenfalls 20 Jahren bei ganz minimem Unterhalt gerechnet werden könne. Diese Annahmen beruhen auf der Tatsache, dass die ältesten Mexphalt-Beläge in der Schweiz vor zirka 14 bis 15 Jahren nach den damaligen, noch primitiven Methoden in Zürich erstellt wurden, welche Beläge bis heute in ganz gutem Zustande geblieben sind. , Herr Ing. Wydler fügte hinzu, dass die Stadt Luzern, welche die grösste Quadratmeterzahl Mexphalt-Beläge aufweise, bis heute noch keinen Franken für deren Unterhalt ausgeben musste. Auf der Baustelle hatten die- Fachleute Gelegenheit, die Einzelheiten des Einbaues des Belages eingehend zu studieren. Eine Mannschaftsgruppe von 15 bis 16 Mann breitete das in Meterbennen von Traktoren zugebrachte Mischgut mittelst heisser Schaufeln aus und ebnete dasselbe mit heissen Eisenrechen in einer durch Holzrahmen genau eingehaltenen Stärke von 9 cm ein. Die Fläche, auf welche das Mexphalt- Mischgut aufgetragen wird, ist nichts anderes als die alte, bestehende Schotterstrasse, welcher vorher sorgfältig planiert wurde. Diese Planierungsarbeiten bestehen im Aufreissen der Fahrbahn-Oberfläche mit dem sog. Aufreisser oder einfach mit dem Pickel, wenige Zentimeter tief und dem Wiedereinwalzen einer neuen Schotterlage, welche aus dem sortierten Aufreissmaterial, unter eventueller Zugabe von frischem Schottermaterial besteht. Das eingebaute, heisse Mischgut wurde dann sofort mit einer leichten Motorwalze von 2—3 Tonnen vorgewalzt, worauf die definitive Einwalzung des Belages mit einer schweren Walze von 7—8 Tonnen erfolgte; dies wird so lange fortgesetzt, bis der Belag sich nicht mehr komprimieren lässt und kalt geworden ist. Irgend welcher anderen Bearbeitung bedarf der Belag nicht; er ist fertig erstellt und kann sofort dem Verkehr übergeben werden. Mexphalt ist das Shell-Bitumen, das seit geraumer Zeit speziell für Strassenbauzwecke hergestellt wird. Splitt und Sand, von der Firma Max Fischer & Co., Wildegg, geliefert, werden in einer gegebenen Mischung, welche nach dem Gesetz des Hohlraum-Mindestmasses aus bestimmten Prozentsätzen verschiedener Körnungen besteht, in die Mischmaschine eingeführt, dort in einer Heiztrommel geheizt und getrocknet, wonach sie dann unter Zugabe von) zirka lOproizentigem heissflüssigem Mexphalt in den Mischer kommt. In letzterem werden Splitt, Sand und Mexphalt gut miteinander vermischt Das SO' erhaltene Mischgut, das eine Temperatur von ca. 180 Grad C. besitzt, ist fertig zum Einbauen und wird so auf die Baustelle transportiert. Sämtliche Arbeiten werden von der Stuag, Schweizer. Strassenbau-Unternehmung A.-G., ausgeführt und stehen unter der fachmännischen Leitung des Herrn Ing. Affolter, Filiaüleiter, und Herrn Ing. Balmer. Die tägliche Leistung hat in gewissen Tagen 800 Quadratmeter fertigen Strassenbelages überschritten. Ueber die Mexphalt-Beläge möchten wir noch kurz folgende Angaben machen: Ein Walzasphalrbelag, den wir bei uns meistens als 'Mexphaltbelag bezeichnen, ist ein fugenloser, plastischer, ausgezeichnet fahrbarer Strassenbelag, Er bedarf zu seiner Herstellung einer staubfreien Unterlage, weshalb er sich gerade für unsere schweizerischen Verhältnisse —' wie übrigens auch für die Stadt- und Ueiberlandstrassen der andern Länder Europas — vorzüglich eignet, wo doch die meisten Fahrbahnen seit Jahrzehnten fest eingefahrene Schotterstrassen sind, die zum Einbau eines Mexphalt-Belages keiner weiteren Behandlung bedürfen als gerade der vorerwähnteni Planierung. Die ersten Mexphalt-Beläge wurden vor zirka 35 Jahren in den U. S. A. erstellt. Heute ^mv^ Brems- und KuppiunosDeiag B ^ ist allen auf dem Markte sich befindenden Marken mindestens ebenbürtig, einem grossen Teil aber beträchtlich überlegen. — HYD ATOXY ist kein Nachahmungsfabrikat, sondern ein erstklassiges Band, da von Grund auf aus dem Urstoff Asbest hergestellt unter Auswahl wirklich zweckentsprechenden Rohmaterials. — Zu beziehen durch Autoreparaturwerkstätten und den Generalvertreter: I. ITI-a»#4, ZJÜRwwdla, Seefeldstr. 98, Tel. Hott. 26.58. zeigen uns die Statistiken, dass dort in den meisten Städten 60 bis 70 Prozent der gesamten Strassennetzifläche Walzasphaltbeläge sind. Von Amerika aus sind die Wazasphaltbeläge nach England gekommen, wo sie für viele städtische Strassen (wie z. B. die Shaftsburry Avenue, eine der meistfrequentiertesten Strassen Londons mit zirka 40,000 Tonnen Tagestrafik) und einem: ganzen Netze der wichtigsten Ueberlandstrassen verwendet werden. Aus verschiedenen, amerikanischen Statistiken ist zu ersehen, dass der Unterhalt der früher verlegten Beläge sich bis heute auf zirka 5 (Rappen im Mittel pro Quadratmeter und Jahr stellt, währenddem die Unterhaltskosten von später nach modernen Bauverfahren eingebauten Belägen kleiner geworden sind. i Die momentan hier und dort viel diskutierte Frage der Schlüpfrigkeit moderner Strassenfoeläge und speziell des Asphaltes, worunter, genau genommen, eigentlich nur Stampfasphalt zu verstehen ist, lässt sich für Mexphalt-Böläge leicht beantworten. Bei der Herstellung werden feine wie grobe Sande, sowie Hartsplitt verwendet. Diese mineralischen Bestandteile verleihen der Fahrbahn sowohl für Pferde- wie Miotorffahrzeugverkehr eine sehr gute Griffigkeit, welche trotz der Abnützung durch den Verkehr bestehen bleibt. Die Wölbung der Fahrbahn'kann ausserdem so flach gehalten werden, dass die ganze Breite derselben mit der gleichen Leichtigkeit und Fahrsicherheit in Anspruch genommen werden kann. Das Bitumen verleiht den Mexphalt-Belagen eine gewisse Plastizität, welche die Kräfte der Zugtiere ausserordentlich schont und die Betriebs-Amortisationskosten der Fahrzeuge auf ein Minimum reduziert. Diese gleiche Plastizität des Belages macht ihn geräuschlos, weshalb er sich für Innerortsstrecken sehr gut eignet. Für das schwyzerische Strassenwesen. Die vom .Kantonsrat gewählte Strassenkommission trat letzter Tage zum erstenmal, unter dem Vorsitz des neuen Bauchefs, Hrn. Regierungsrat Bettschart, zusammen. Es wurde erfreulicherweise allseitig anerkannt, dass unbedingt auch im Kanton Schwyz mit dem bisherigen System der blossen Strassen- Flickarbeit nicht mehr weitergefahren werden soll, da dieses System nicht nur teuer ist, sondern dazu auch wenig nützt. Auf diese Weise wurde das Geld sozusagen auf die Strasse geworfen ! Nun wurde beschlossen, durch eine Expertise Bofotnt die nötigen telefonischem Grundlaffaa iztu sethafifen, wie alle dem Durchgangsverkehr dienenden mon Kantons-, Bezirks- und Gemeindestrassen auszubauen seien und wie noch die Auslagen, dafür zu stehen kommen. Der neue Bauchef gab das Versprechen ab,, der ganzen Angelegenheit sein Interesse zu schenken, so dass zu hoffen ist, dass in absehbarer Zeit auch die schwyzerischen Strassenverhältnisse bessere sein werden. -ey. Keine befahrbare Strassenbrücke über den Rhein gibt ©s zwischen Lauifenburg 1 wind! Hheiniheiim-ZuriZiach, also aniif eine Distanz von über 26 Kilometer! Fast unveiretändllicb. seiheinit es, «diaes an einer so geeigneten Vetrkehirisistelle, wie es .num ©incaal die Aaremündrang! ist, sich. n