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E_1928_Zeitung_Nr.091

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Sonntag vor acht Tagen, früh morgens, wurde ich telephonisch angewiesen, denkleinen Citroen für eine lange Fahrt bereit zu machen; das gab nicht viel Arbeit, denn meine Wagen sind immer bereit. Ich nahm nur mein gesamtes Werkzeug in den Wagen, und ausser dem vollen Tank noch drei Tins Benzin und ein Tin Wasser, sowie eine Vierliterkanne Oel. Die Behälter waren alle im Rücksitz untergebracht. Obenauf lag der Koffer, Fressalien und Trinkwasser. Um 1 Uhr war die Kolonne endlich beisammen: Ein Fordwagen mit dem hiesigen Schweizer Zahnarzt, der nebenbei Spezialist in Wüstentouren ist, ein Brennabor mit einem deutschen Ehepaar, ein kleiner Citroenwagen mit einem Schweizer und unser Citroen. Wir wurden weidlich ausgespottet, dass wir mit den kleinen Fünfpferdern losziehen wollten; die Erfahrung lehrte aber, das s wir fast gleich schnell waren wie die andern und in schwierigen Sandpassagen am besten durchkamen. Wir fuhren westlich über Mex nach Mariouth. Die Strecke bis dahin kannte ich ungefähr. Von Mariouth führt eine Strasse südwestlich; der folgten wir. Zu meinem grossen Erstaunen tauchte auf einmal ein verlassenes englisches Fliegercamp auf. Die Anlage ist massiv, alle Gebäude aus Stein, nur sind die Fenster ausnahmslos eingeschlagen. Von hier aus war noch eine kurze Strecke ausgefahrener Weg; niedere, vereinzelte Grasbüschel, die letzteVegetation, dabei einige Beduinenzelte mit Schafen. So ging es etwa eine halbe Stunde, dann war auch der letzte Rest Wachstum verschwunden und es folgte die eigenartigste Fahrt, die ich je erlebt habe. Das Land ist ganz leicht gewellt, hie und da ine Kuppe mit Geröll, sonst nur Sand und darüber der Himmel mit seiner strahlenden Sonne. Aber es ist nicht eintönig, es ist herrich schön, ich möchte diese Tage immei wieder erleben. Der Ford fuhr voraus, weil sein Lenker die Richtung kannte, und wir fuhren als Letzte, da ich der einzige Mechaniker der Gesellschaft war. Zweimal musste ich dem Brennabor die Düsen putzen, er hatte Putzfäden im Benzin. Und der andere Citroen kochte häufig, da er keinen Ventilator hatte und wir in Windrichtung fuhren; schliesslich nahm ich ihm die Haube ab und packte sie dem Brennabor auf den Buckel, dann ging es besser. Unser Wagen fuhr einwandfrei. Wir hielten immer etwas zurück und sahen unsern Vordermann nur als Punkt, der von Zeit zu Zeit in einer Falte verschwand. So ging es Stunde um Stunde. Wir wechselten ab im Fahren, hie und da — bei schweren Sandstellen — sprang der zweite Mann ab und rannte hinterher. Das ist eigentlich das Feinste bei so kleinen Wagen: man kann sich immer selbst helfen; läuft der Wagen dann wieder selbst, so springt man wieder auf. Man kann fahren wie und wo man will, ohne Signal zu geben, ohne Armaufheben. Nur schalten muss man können ; denn sowie man zu langsam wird, sitzt man im Sande fest. An der Farbe des Bodens kann man schon ungefähr sehen, wo man am besten fährt. Jede Stunde hielt der Erste, bis alle aufgeholt hatten, dann wurde eine Zigarette geraucht und das Fahren begann von neuem. Eigentümliche Luftspiegelungen tauchten fortwährend vor uns auf. Immer wieder glaubte man — keine 100 Meter entfernt — einen See zu sehen, und auf einmal war er weg und erschien in grösserer Entfernung. Gegen 4 6 Uhr abends sahen wir dann einen wirklichen See, einen Salzwasserbinnensee, der unter dem Meeresspiegel liegt. An seinem Rand befindet sich eine Oase mit einer Fabrik der Salt and Soda-Company. Der Ort liegt etwa 80 km westlich von Kairo und heisst Wadi-natroun. Eine Privat-Schmalspurbahn führt von da zur Kairobahn zum Transport der Produkte und des Feuerungbedarfes. Hier machten wir halt und schlugen die Zelte auf. Beim letzten Rest des Tageslich tes konnte ich noch ein gebratenes Huhn ver zehren. Dann kam die Nacht, o welch' herr liehe Nacht! — Eine unendliche Stille, in der man immer ein fernes, feines Klingen zu hö ren glaubte. Gegen 8 Uhr kroch ich ins Zelt wickelte mich in zwei Decken und schlief schlecht und recht. Einmal wurde ich von einem trompetenartigen Schrei aufgescheucht •••••&••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••••• II es war aber nur ein Esel, der sich veranlasst ia \i: a a kxxufön SXe Brief eines Schweizers aus Aegypfen. fühlte, unser Zelt anzugröhlen; ein zweites Mal von einem Beduinen, der mir mit seiner Dreckpfote über das Gesicht wischte; ich brüllte ihn an, worauf er sich verzog und man wieder seine Ruhe hatte. Gegen Morgen wurde es bitter kalt und ich konnte mich trotz der Decken nicht mehr warm halten. Als die Sonne kam, war alles wieder gut. Morgenarbeit: Auffüllen, schmieren, sorgfältige Prüfung, alle Pneus nachpumpen. Dann kam wieder ein Brahthuhn mit Brot und Wasser dran, Zigarette*n und Zufriedenheit, j Um 8 Uhr machten wir uns fertig zu einer Exkursion. Vier Araber brachten uns auf einem Rollwagen der Industriebahn in die Ebene hinaus. Von dort aus machten wir uns auf die Füsse; ziemlich entfernt, auf zwei kleinen Kugeln, liegen — wie zwei Festungc« in der Einöde — zwei koptische Klöster. Sie sind etwa ein Kilometer von einander entfernt. Der «Weg» führt durch Sand und Geröll. Das Gehen war beschwerlich. Die Sonne eistete natürlich ihr Bestes, aber die Hitze war angenehm, weil die Luft ganz trocken war, im Gegensatz zu Alexandrien, wo man mmer das Gefühl hat, der Wind wische einem mit nassen Fetzen im Gesicht herum. — Nach 1 % Stunden standen wir endlich vor dem einen Kloster. Nach längerem Klopfen kamen einige Mönche zum Vorschein. Wir wurden nun in das «Empfangszimmer» geschleppt und mussten Mandelmich trinken. Normalerweise hätte man das Zeug jedenfalls verschmäht, nach der Fussreise war uns aber die Erfrischung willkommen. — Dann wurden wir von einer Kapelle zur andern geführt, ins Refektorium, die Bäckerei und in allerhand unheimliche Höhlen. Jedes Kloster hat ungefähr zwanzig Insassen, welche sich verpflichtet fühlen, alles was ihre Vorgänger vor Jahrhunderten gechaffen haben, verderben und verlottern*" ^ lassen. In der Bäckerei und der Hall herrschte eine unglaubliche Schweinerei. — Die Mönchskutten leben nur von Brot, Zwiebeln, Wasser und Milch. In der Hall sind Schalen von Tausenden von Zwiebeln angehäuft; keiner der Insassen lässt sich herbei, den Mist zu beseitigen! In jedem Kloster erhielten wir Brot geschenkt. Ich verzog mich jedesmal unauffällig vor der Verteilung. Eigentümlich ist, das jedes der Klöster noch seinen festen Turm mit Brunnen, Kapelle und Zugbrücke besitzt. Dorthin zog sich in alter Zeit die Besatzung in höchster Not zurück. (Die Klöster stammen aus dem vierten und sechsten Jahrhundert n. Chr.) Um 3 Uhr machten wir uns schliesslich wieder auf die Heimfahrt, der Brennabor wühlte sich einmal so tief in den Sand ^'* dass wir grosse Mühe hatten, ihn wieu^ flott zu bekommen. Nach l 1 /^ Stunden Fahrt begann meine Kupplung zu rutschen. Dabei war sie so heiss geworden, dass man sie nicht berühren konnte. Schliesslich goss ich Benzin in die Kupplung, um den Belag zu entfetten, und nachdem ich diese Prozedur noch einmal wiederholt hatte, ging es wieder leidlich. — Der Ford blieb einmal zurück und als wir eben kehrt machten, um ihm zu helfen, kam er angeklappert. Er hatte Pneudefekt gehabt. Mittlerweile waren wir aus der Wüste auf die Spur gekommen. Der Brennabor hatte einen Plattfuss, ich wechselte sein Rad, es war aber auch fast luftleer und beim Weiterfahren riss der Schlauch. Ich musste einen Reserveschlauch einziehen, aber auch dieser hatte ein grosses Loch. Zum Glück besass ich in meiner »Hausapotheke » einen Vulkanisierapparat. Da es Nacht wurde, stellten wir die drei Wagen mit den Laternen gegen den invaliden Brennabor. So machte ich mich ans Flicken. Zwei Stunden später ging es ohne Störung bis Alexandria, wo wir vor 10 Uhr anlangten. H. Er: Wie frech der Kerl mit seinem Lastwagen um die Ecke rum saust! Sie: Ja, er hätte es eigentlich verdient, wenn wii ihn angerannt hätten! (Table Talk, Melbourne.) BflHNHOFSTR. 62 > ZÜRICH «Mutti, darf ich mit Paul Schmidt spielen?»' «Nein, du weisst doch, dass wir mit Schmidts böse sind!» «Darf ich dann hingehen, und ihn Mutti?»

No 9 — 1928 ÄÜTOMOBIL-RBVUE 47 Touring-Fragen. T. A. 235. Sofia. Sie können es solbstvorständlich wagen, per Auto von Zürich nach Sofia zu fahren, allerdings geht es nicht so leicht, als wenn Sie von Zürich nach Paris fahren würden, aber mit einigor Geduld, einem guten Wagen und der Fähigkeit, sich auch unangenehmen Verhältnissen leicht anpassen zu können, sollten Sie ohne weiteres die Fahrt wagen dürfen. Jetzt im Spätherbst oder anfangs Winter möchto ich Ihnen folgondo Routo empfehlen : Zürich, Winterthur, St. Gallen, Lindau, Memmingen, München, Linz, Wien, Györ, Komarno, Duna Földvar, Szekszard, Osijek, Mitrovica, Beograd, Smedcrovo, Krusevac, Nis, Sofia. Die ganze Strecko misst 1841 km, sollte sich also in 6—7 Tagen zurücklegen lassen. Als Etappen kämen in Betracht München, Wien, Budapest, Osijek, Beograd, Sofia, eventuell könnte zwischen den letzteren zwei Städten noch in Nis Station gemacht werden. Etwas variieren liesso sich die Tour dadurch, dass man von Budapost aus nicht nach Beograd fährt, sondern über Szeged, Timisoara, Orsova, Craiova, Pitcsti nach Bukarest und dann über Giurgiu, Ruschuk, Plewna, Orbanjo nach Sofia. Allerdings bedeutet dies einen Umweg, die Fahrt ist aber diesen Sommer unternommen worden und zwar ohne dasa der betreffende Automobilist nur dio geringste Panne oder Unannehmlichkeit >während der ganzen Fahrt gehabt hätte. Gerade für Reisen m Bulgarion eignet sich der Herbst vorzüglich, die Landschaft ist in ihren bunten Herbstfarbon äusserst reizvoll und die klimatischen Verhältnisse sind die denkbar günstigsten, denn im Sommer ist es unerträglich heiss, von Mitte Dezember an bis Ende Januar ist es wieder grimmig kalt. Ratsam ist es allerdings, wenn man für Reisen in Bulgarien selbst Reparaturen an seinem Wagen vornehmen kann, denn gelernte Mechaniker sind vor allem auf dem Lande sotten, währenddem In Sofia und den übrigen giöiSS'Cam Städten solche vorhanden, sind. Ganz gewaltig hat sich in den letzten Jahren in Bulgarien der Auiomobilismus entwickelt, und wenn man vor fünf Jahren in Sofia noch keinem einzigen Autotaxametor begegnet ist, so wird man ^•staunt sein, heute keinen Pferdedroschken, sonuern nur noch Autotaxis zu begegnen. Auch die paar 'B&xupfcstrassexL, 'die. Bulgarien durchziehen, sind in ganz gutem Zustand. Am wenigsten gut sind Bio gerade in der Umgebung der Hauptstadt, was auf die Kriegsjahre mit ihrem grossen Verkehr zurückzuführen ist, in welcher Zeit eine Wiederherstellung der Strassen natürlich nicht in Frage kam. Heute wird aber auch daran gearbeitet und in kurzem wird auch Bulgarien sein Strassennetz demjenigen der zentral- xmd westeuropäischen Verhältnisse angepasst haben. R. H. in F. T. A> 236. Salsomaggiore. Dieses berühmte Bad liegt ca. 115 km südöstlich von LMjaiiland, zwischen Piacenza und Parma. Das Städtchen ist von Weinbergen, Mais- und Tabakfoldcrn umrahmt und liegt am Nordhang der Bcrgo des oraüianischen Apennins. Gerado im Herbst bietet diese Landschaft ein wunderbar farbenprächtiges Bild. Die ala die stärksten Europas geltenden jodhaltigen Quellen kommen aua 750 m Tiefo und sind hervorragend heilkräftig (Gicht, Rheumatismus, Ischias, Gelenkr',nochenerkrankungßn, Ohren-, Nasen- und Hals- Krankheiten). Auch gesellschaftliche und sportliche Unterhaltung ist reichlich geboten, Saison bis Ende November. Von Freiburg aua ist ala nächster Wog zu empfehlen die Fahrt über Bulle, Montreux, Aigle, M-arfcigny, Brig, Simplonpaiss (noch schneefrei), Mailand, Piacenza, Fiorenzuola, Fidonza; hier rechts ab von der Heorstrasso nach Salsomaggiore; ca. 500 km- Rückweg eventuell über don St, Gotthard (noch fahrbar! wenn bis dahin verschneit, in Airolo einladen bis Goeschenen) and via Luzern-Bern nach Freibursr. ca. 520 km. foB T. A., 237. Stettin, Die Fahrt Winterthur-Stettin, ob Bahn oder Auto, hängt in erster Linie mit der Mission Ihres Besuches und der dazu zur Verfügung stehenden Zeit zusammen. Für die Hin- und Rückreise werden Sie reit ziemlich genau 2200 km zu rechnen haben, also bei einem Tagesdurchschnitt von 400 km ca. sechs Tage. Wenn Sie Deutschland noch nie befahren haben, wäre diese Fahrt gewiss sohr interessant, wenn Sie nicht mit zu schlechtem Wetter rechnen müssten. Als beste Fahrroute nenne ich Ihnen : Winterthur, Schaffhausen, Tuttlingen, Ulm, Nürnberg, ©ayrouth, Hamen, Gera, Leipzig, Wittenberg, Berlin, Eberswalde, Stettin, und auf dem Rückwege Stettin, Frankfurt a. 0-, Leipzig und Nürnberg, Ulm, Schaffhausen. Sie werden zuerst in Bayern sehr schlechte Stirassen treffen, aiuch die grossen selben Wegweisungen fehlen noch fast vollständig, so dass es für den Fremden mitunter schwer hält, sich zurecht zu finden. Sehr gute Strassen treffen Sie um Leipzig und speziell gegen Berlin. Es Hesse sich über diese Strecke noch sehr viel sagen, donn Sie streifen prächtige Städte, die einan Aufenthalt rechtfertigen würden; dann müssen Sie jedoch für diese Fahrt mindestens 2—3 Wochen in Aussicht nehmen. Seit April d. J. habe ich auf deutschen Strassen ca. 40 000 km zurückgelegt, bin von Zeit zu Zeit mit dem Flugzeug nach Hause und wieder herausgefahren und habe in den letzten drei Wochen für kurze Besuche mit grösserer Entfernung die Bahn und das Flugzeug benützt. Sie ersehen daraus, dass man weder an das eine noah das andere gefesselt ist xmd das Verkehrsmittel benützt, das für den vorliegenden Fall am geeignetsten erscheint. Für die vorgerückte Horbstzeit würde ich Ihnen die Fahrt nach Stettin mit Flugzeug und dia Heimfahrt mit Bahn empfehlen. Fahren Sie jedoch mit dem Wagen, so reisen Sie nicht ohne Wagners Europa-Touring. Guto Reise ! 0. R, in L. T. A. 238. St. Gallen-Cette. Zu Ihrer Frage betreffs Reise St. Gallen-Cette möchte ich Ihnen folgenden Vorschlag machen : Als boste Verbindung in bozug auf Distanz und Strassenzustand kommt die nachfolgende Route in Betracht: St. Gallen, Zürich, über Nouonburg oder Bern nach Lausanne, Genf, Bellegardo, Nantua, Lyon, Valcnce, Avignon, Nimes, Montpellier, Getto. Die ganze Reise können Sie in zwei starken Tagen zurücklegen und ich würde Ihnen empfehlen, am ersten Tag bis nach Genf zu fahren, was eine Distanz von 367 km ist. Am nächsten Tag können Sie dann Gette erreichen, das in einer Distanz von ca. 400 km liegt. H. S. in W. Nachschrift der Redaktion: Der Name Cette existiert heute eigentlich gar nicht mehr, indem der Stadtrat unter Zustimmung des Generalrate von He"rault zu Anfang dieses Jahres beschlossen hat, dio Stadt in Sefe umzutaufen. Begründe! wurde dieso Neuerung oder Abänderung damit dass die Stadt schon zur Römerzeit als Sitium.oder Sitius mons bekannt gewesen sei. Noch bis ins 17. Jahrhundert schrieb man Seto oder Sotto. Dieso Schreibweise hatte auch noch Gültigkeit, al der bekannte französische Ingenieur Paul Riquot, durch Golbcrt und Ludwig XIV. ermutigt, den Bau des Ganal du Midi unternahm, der ja dann die eigentliche Ursache zum gewaltigen Aufschwung Setes geworden ist. T. A. 239. Lausanne-Greifswald. Für Ihre Reise nach dorn Norden Deutschlands glaube ich Ihnei am besten zu dienen, wenn ich folgendes Itinerar das mir zum Teil selbst bekannt ist, unterbreite Von Lausanne fahren Sie über Bern, Zürich Schaffhausen, Donaueschingen, Rottweil, Baiingen, Hechingeh, Tübingen nach Stuttgart. Nach Stuttgart nehmen Sie die direkte Richtung Nürnberg Loipzig, Berlin; dieso Fahrt führt Sie folgendermasson : Stuttgart, Hall, Ansbach, Nürnberg, Bayreuth, Plauen, Zeitz, Leipzig. Von Loipzig gelange« Sie über Bitterfeld, Wittenberg, Potsdam nach Berlin. In Berlin nehmen Sie die Vorbindung Gransee, Neustrelitz, um nach der Ostsee und Greifswald zu gelangen. P. B. in B. T. A. 240. Winterthur-Pau. Ich habe unlängst nachfolgende Route gefahren, welche auch für Ihro bevorstehende Fahrt in Betracht kommen kann. Von Zürich aus fuhr ich über Bern, Lausanne nach Genf, wo ich übernachtete. Am darauffolgenden Tag ging's dann weiter über Nantua naoh Lyon, wo ich mich ziemlich lange aufhielt, so dass ich am selbigen Tag nur noch St. Etienne erreichte Der dritte Tag führte mich über Lo Puy, Mende Milau nach Albi. Hier hielt ich Nachtquartier. Dex vierte Tag brachte mich dann an mein Ziel Pau. das ich folgendermassen erreichte: Albi, Toulouse. St. Martory, Lannemezan, Tarbos und Pau. Ich habe die ganze Reise in 4 Taigen zurückgelegt, habe allerdings eine «emütüiche Forienfaihr! unternommen, weshalb da© Tempo seihr massig war Die Reise kann in weniger Zeit ohne weiteres durchgeführt werden. iBiarritz liegt ca. 100 3cm von Paiu letttfeaint, uac Säe 'können- eine (Fahrt dahin becruem in einem Tag ausführen. F. s. in. Z. T. A. 241. Balmbera-Weissenstein und Grenchener Stierenberg. Der Zustand der iBatoibe hat sich noclh niebt geändert. Der Anstieg über Welschenrohir ißt 3>ei®ser. Aus Stresse für einen schönen Ausflug in den Joiira äst isie jedoch tin.geeigmet. 'Die Auffaibrit Gänsbrunnen^Weissenstein. ist heute 1 bedeutend verbessert, so dass diese Romte empfahlen werden kann. Die Piaisaiwasnigisbriaisiso ist naoh -wie vor schjeeiht. Momentan ist ein Projekt auim Ausbau dieser Sferasso in Airibeit, iund es ist zu tooffen. dais-s •oa. 3 Jahren dieser Uehexgajig' gefa'hrlO'S