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E_1928_Zeitung_Nr.093

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14 Ein ergötzliches

14 Ein ergötzliches Stücklein leistete sich dieser Tage ein Automobilist aus Heiden, der seinen Protest gegen eine im Kanton Bern aufgebrummte Busse in die unsterblichen Verse der Schillerschen « Glocke» kleidete. Der Clou des Ganzen ist indessen die herrliche Tatsache, dass sich die Richter und die Polizei nichts schuldig bleiben Hessen und ebenfalls in poetischer Form antworteten. Wir geben nachfolgend die absonderlichen Akten, die der «Landschäftler» veröffentlichte, wieder und freuen uns ob so guten und frohen Geistes vor den richterlichen Schranken. Vorspiel: 1. Rapport an das Regierungsstatthalteramt Burgdorf. Angeschuldigter: Sonderegger Hans Konrad, Dr. jur., Heiden. Anzeiger : Stark und Bieri, Landjäger in Bern. Verge- Ihr erster Gedanke. hen: zu schnelles Fahren. Tatbestand: Die Unterzeichneten konstatierten, dass der oben Angeschuldigte am Samstag, den 15. September 1928, um 14 Uhr 40 Minuten mit dem Personenautomobil Pölizeikontrollnummer 5150 C durch die Ortschaft Höchstetten Richtung Herzogenbuchsee fuhr. Derselbe durchfuhr eine Strecke von 200 Metern in 12,3 Sekunden, was einer Schnelligkeit von 57 km pro Stunde entspricht. Bern, den 17. September 1928. Stark, Landjäger, Bieri, Landjäger. a; fall« Pe^ai»us und \utofi egger in Heiden, und deponiert nach Vorhalt und Ermahnung zur Wahrheit: Ich angeklagter Advokat Verletzte scheints das Konkordat Betreffend Fahren auf den Strassen und werde angebrachtermassen Hierriit darüber einvernommen, Wie das Delikt zustand gekommen, Das Stark und Bieri, jene zwei Vertreter hoher Polizei Nacliachtlich ihrer strengen Pflichten Mit scharfem Brief nach Bern berichten: Wohl gefügt steht auf der Erden Unser Wagen, kraftentbrannt. Heute muss die Fahrt uns werden; Frisch, Gefährtin, sei zur Hand. Wird der Kühler heiss? Niemals; denn ich weiss: Wasser, Oel und Brennstoff sorgen Für die Fahrt. Wir sind geborgen.. Mann (auf der Schweizerreise): „Sieh doch dieses prächtige Alpenglühn!" Sie: „Ach, so eine Bluse! So eine Bluse!" Von Bern zieht wundervoll die Strasse Nach Zollikofen und so fort. Man fährt in stark beschränktem Masse, Sobald es heisset: Innerort. Dies umsomehr, als rasch durch Zeichen Ein Fahrer den Kollegen warnt Und Bern sich niemals lässt erweichen, Vielmehr den Fahrer jäh umgarnt. Doch schneller gehts, man darf es sagen, Sobald die Strecke leer und frei. Vom Städtchen reisst sich stolz der Wagen Und niemand denkt an Polizei. Sieh den glatten Strassenstreifen, Eigens für uns hergestellt. Lauft, geliebte Ballonreifen, Freudig durch die schöne Welt. ÄUTOMOB!L-REVUE Rassiger Motor, Wirf die Brust hervor, Stürme zu des Meisters Freude Rasch vorbei an Feld und Heide. Doch mit des Geschickes Mächten Ist kein ew'ger Bund zu flechten, Nah beim Himmel ist die Höll, Und es gibt kein Glück, das dauert. Wenn der Wagen fährt zu schnell Und im Hintergrunde lauert, Böse, wie die schwarze Tat, Das Konkordat. Und es packt dich, eins, zwei, drei, Die Polizei. Konkordat und Polizei Kommen jedem Fahrer bei. Polizei und Konkordat Stürzen sich auf jede Tat. Auf schnurgerader, freier Strecke, Wo niemand an Kontrolle denkt, Taucht ein Gendarm aus dem Verstecke, Der seinen Arm zum Himmel renkt. Ich halte an auf sein Verlangen. Wie ein Gebild aus Himmelshöh'n Mit züchtigen, verschämten Wangen Seh ich den Wachtmann vor mir stehn. Errötend folg ich seinen Spuren Und bin von seinem Gruss beglückt. Doch denk ich : auf so weiten Fluren Erscheint mir die Kontroll' verrückt. Ich tat ihm Unrecht; denn er wollte Nur meinen Führerschein besehn. Der war in Ordnung, und so rollte Ich fort, als wäre nichts geschehn. Heil'ge Ordnung, segensreiche Himmelstochter, die das Gleiche Frei und leicht und freudig bindet Und die Hinterlist erfindet, Die zur argen Busse führt. Wer dir ahnungslos vertraut und auf deine Güte baut, Ist lackiert. Die grade Strecke geht zu Ende, Bald naht die Tafel: Innerart. Zur Bremse greifen meine Hände Und Langsamfahren wird mein Sport. Höchstetten heisst das Dorfgebilde, Dem Fahrer ahnungsvoll bekannt... Man bändigt rasch der Räder Wilde Und schleicht mit Tempo zehn durchs Land. Jedoch die Sorge war vergebens : Kein Polizist ist weit und breit. Von neuem freut man sich des Lebens Und glaubt an die Gerechtigkeit. 0 schöner Glaube, süsses Hoffen, Zu allem Edlen stets geneigt: Wer dir vertraut, der ist be — trunken. Hier liegt der Wisch; ich bin verzeigt. Vor dem Dorf, auf grader Strecke, Und nicht innerhalb der Mark Liegt in sicherem Verstecke Hier der Bieri, dort der Stark. Zweimal hundert Meter messen Sie für eines Wagens Spur Und, was ja nicht zu vergessen : Einer hält die arge Uhr. Leicht ist's so zum Ziel gelangen, Der Erfolg ist wunderbar: Wer da kommt, bleibt sicher hangen, Samstags eine ganze Schar. Und man merkt in seiner Müsse Dieser Absicht Ziel und Art: WX* _ N» 93 Was man will, das ist die Busse Und nicht etwa zahme Fahrt. Alle sollen zahlen, alle. Vornehm, wie Frau Berna ist, Wendet an sie Tück' und Falle, Hinterhalt und Hinterlist. Sobald der Fahrer die Kontrolle Auf freier Strecke hat passiert Und, was sie denn bedeuten solle, Bei sich vergeblich ausstudiert, Fahrt er in frohem Mute weiter Und denkt: die hohe Polizei Samt Stundenuhr und Streckenieitcr Die ist ja glücklich nun vorbei. Vergnügt drückt er das Gas herunter Und fährt bis an das Dorf heran, Lacht mit der Frau und steuert munter, Weil ja nun alles abgetan. Jedoch der Gendarm auf der Strecke Eilt rasch zu seinem Telephon, Verkündet Bieri im Verstecke : Pass' auf, Kolleg, jetzt kommt er schon. Und gibt dabei, der schlaue Hummer, Dem andern des Bedrohten Nummer, Die er, als man bei ihm gewesen, Heimtückisch-listig abgelesen. Und Bieri, vor des Dorfes Marken, Verborgen hinter Holz und Mist, Verständigt rasch Kollege Starken, Worauf der Türk geraten ist. Die Strecke wird zum Dorf gezählet, Obwohl sie vor dem Dorfe liegt, Der böse Fahrer hat gefehlet, Die heil'ge Ordnung hat gesiegt. Dass wir auf freier Strecke fuhren In raschem Tempo, das ist klar. Jedoch dass durch das Dorf ich raste, Bestreit' ich, denn es ist nicht wahr. Ich hab' in Ordnung mein Gewissen, Doch menschlich ist's, dass man sich trügt,; Drum möchf ich aufs genauste wissen, Wo die gemess'ne Strecke liegt. Jedoch im Lande der Dekrete Weiss jeder Automobilist: Hier hilft nicht Schiller und nicht Goethev Weil einfach zu bezahlen ist. Hört ihr's wimmern hoch vom Turm ? Ist das Sturm ? Nein, es ist bloss eine Stimme, Die halb spassig, halb im Grimme Fragt von dort, von irgend her; Ist das fair? Einen Blick Nach dem Grabe Seiner Habe Sendet noch der Mensch zurück. Seine Franken, seine lieben, Sind verschwunden. " Doch ein Trost ist ihm geblieben : Denn er hat Ganz getreu nach Konkordat Hm, Gerechtigkeit gefunden. Laut erhebt er seine Triller Und verkündet frei nach Schiller : Zieht den Beutel, hebt, Denn die Busse klebt! Freude sei in Bernas Hallen : Wieder einer reingefallen. Vorgelesen und bestätigt: H. K. S. Wohl dem, der frei von Schuld und Fehde Bewahrt die kindlich reine Seele... 2. Vor dem Polizeiposten Heiden wird ais Beklagter einvernommen: Dr. H. K. Sonder- Pelz- Spezial- Haus Fr. Jul. Heintze A.-G. Zürich, am Weinplatz 2 78 Jahre Pelz- Geschäft ist die beste Garantie für eine reelle, facligemässe Bedienung Wir erbitten uns Ihren unverbindlichen Besuch zur Besichtigung unserer neuesten Modelle Massarbeit Reparaturen Umarbeitungen Woglerne Schirme in grojserßuju/abl AUTOMOBILISTEN kaufen ihre Kameras, Feldstecher etc. und lassen die Photoarbeiten besorgen im Vertrauenshaus HeME y Stifter, Dasei Steinenvorstadt 53 Mitglied A.C.S. 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fJP 9S — 1928 Er ruft die Menschen an, dio Götter, Sein Flehen dringt zu keinem Retter... 3. Da sich der Dichter sehr beklagt, Man hab zu Unrecht ihn geplagt, So geht vorläufig sein Gedicht An Stark und Bieri zum Bericht. Burgdorf, 11. Weinmonat 1928. Der Polizeirichter : Blumenstein. So jagen wir ihn ohn' Ermatten, Versöhnen kann uns keine Reu'.. » 4. Bericht. Betr. beiliegende Anzeige. Dieselbe ist richtig. Die Geschwindigkeitskontrolle wurde mit Telephonapparaten und Stoppuhren im Zentrum der Ortschaft Hochzeiten ausgeführt. Bern, den 15. Oktober 1928. Stark, Landjäger. Bieri, Landjäger. Man reisst und schleppt ihn vor den Richter, Die Szene wird zum Tribunal... 5. Die beiden Häscher treten fest auf ihre Hinterhacken Und lassen keinen Kilometer sich von dem Rapport abzwacken. Drum muss ich trotz Gedicht und heitern Faxen Den Doktor Sonderegger jetzt verknaxen: Nach Berner Richtermääss für solchen Spurt Wird er zu vierzig Franken Buss verknurrt. Dazu sind noch die Kosten des Gerichtes zu begleichen. Es tut mir wirklich leid, dass es grad Sie muss « preichen ». Ich bitte Sie: ertragen männlich Sie die Pein, Und grüssc mitleidsvoll: der Richter Blumenstein. Und lauter immer wird die Frage, Und ahnend fliegt's mit Blitzesschlage ... 6, Schwer drückt auf mein Gemüt die Pflicht Zu leiten diesen bösen Bericht An Dr. S. 5 sonst so bekannt Als Langsamfahrer hier zu Land. Trogen, den 23. Oktober 1928. Der Verhörrichter : Z. Und schwer getroffen sinkt er nieder... t.i 7. An das Verhöramt in Trogen. Die Akten send ich hier zurück. Ich find das Urteil etwas dick. Mir vierzig Franken abzuknöpfen Nenn ich nicht Bussen, sondern Schröpfen. 'Jedoch was will der Fahrer tun ? Er lässt die Sach' am besten ruhn, Steckt seine Busse schweigend ein, Mit Qruss an Richter Blumenstein Und schwört bei allen Aktentischen : So lass ich mich nicht mehr erwischen ! Jedoch zur Warnung der Kollegen, Die sich in Richtung Bern bewegen, Sowie, dass die sich freuen können, Die mir die Busse herzlich gönnen, Schick ich den Fall der Zeitung ein. Es wird doch ziemlich selten sein, Dass so Verhöramt, Opfer, Richter Den Fall behandeln wie ein Dichter. Wo noch Humor lebt in der Welt, Ist's doch nicht gar so schlimm bestellt, Und krieg ich Zeilenhonorar, So zahl' ich meine Busse bar. //. K. S. Der Autokauf. Frau Huflattich: „Wenn Du nur ein bisschen Energie besässest, hättest Du Dich schon längst entscheiden können!'* — Herr Huflattich: „Wenn ich ein bisschen Energie besitzen würde, hätte ich Dich zu diesem Handel gar nicht mitgenommen!" -A/ULtO \ **» Die Zeit der Dämmerung, die Zeit der Heimkehr, ist die Stunde der Dichter. Edmund Erpf besingt im «Sport im Bild» die Stunde zwischen Tages- und Nachtgleiche in den Strassen einer lärmerfüllten Stadt. Feierlich, ein wenig pathetisch, bricht der Abend herein: noch zerreissen keine zuckenden, verwirrenden Lichtreklamen die langsam hereinbrechende Dämmerung. Der letzte herbstliche Trumpf roter Blätter breitet sich zitternd gegen das abendliche Grün eines sanften Himmels und über die grosse Schlagader des Verkehrs, die breite, erregte Strasse mit ihrem Augenblickswechsel willkürlicher Energien. Der silbrige Duft des späten Herbsttages lässt eine nüchterne Deutung nicht zu — eine Orgie farbiger Auflösung verleiht den vorüberschiessenden Silhouetten Empfindung und Bedeutung. In Rhythmus der Bewegung, die hier natürlicher Lebenszweck ist, erkennt man inmitten der heranbrausenden Masse der Wagen die distinguierten Träger einer alten, hochgezüchteten Kultur, einer kultivierten Schönheit. Mit einer weichen Eleganz setzen sie sich unaufdringlich, unhörbar, aber überzeugend an di© Spitze der lärmenden Durchschnittsmenge. Di© Kraft ihrer acht Zylinder, mit der sie spielen, erhöht den Scharme, der von ihnen ausgeht. Und selbst ihre Sprache, die man selten hört, versteht in ihrem selbstbewusst diskreten Ton sich sofort Geltung zu verschaffen. Auf dem zarten Lack ihrer Epidermis, empfindlich gegen jede Berührung, fangen sich sprühend die letzten Reflexe des Tages. Das Oeffnen und Schliessen der Türen ist wie ein Rauschen und Knistern seidener Roben, das zärtliche Empfindungen weckt: es resultiert AUTOMOBIL-RFVUE 15 HPlxysiojyxxo ©XL daraus die leichtherzige und fröhliche Feststellung, dass selbst moderner Sinn diese Lebensgefährten nicht in die nüchternen Formen starrer Sachlichkeit zu zwingen vermochte. Und dass bei allen praktische^ Erwägungen uns ein letzter Schimmer von Romantik und vom ewigen galanten Abenteuer erhalten blieb. Die Gewohnheitsflaneure' dieser Strasse kennen einander und kommen mit den glitzernden Stossdämpfern wie mit ausgebreiteten Armen aufeinander zu, gleiten mit massvoll begrüssendem Hupen einander vorbei — so wie es die temperierte Höflichkeit zwischen Kavalieren vor den kritischen Spiegelscheiben der grossen Schaufenster erfordert! Und ihre Lenker verrichten den Dienst wie eine feierliche Handlung. Nonchalanter, temperamentvoller, mit leidenschaftlichen Herzen ist das Wesen der Vorbeieilenden, die betont ihre sportliche Wesensart dokumentieren. Eigentlich sind sie auf den freien Landstrassen und den Rennstrecken zu Hause, aber einmal hier, verleugnen sie ihre Eigenart keineswegs. Etwas Mitleid haben sie mit den würdigen Herrschaften ihrer Gesellschaftsklasse umher und ihrem konventionellen Gebaren; — Raffinement, Nervenkitzel und plötzliche Ueberrasehungen sind ihnen selbst eigen — und ihr unentbehrliches Narkotin ist Tempo und leichtfertiges Riskieren. Wie lichte, fliegende Erscheinungen tauchen die reizvollen Ausartungen ihrer Körper auf — der verkehrsregelnde Beamte aber schätzt sie lediglich als ziemlich verdorben und zuweilen strafwürdig leichtsinnig ein, wenn sie nachtschwärmend durch die stillen Strassen dahinjagen. Ein wenig altmodisch und manchmal seltsam eckig oder betont behäbig im Profil sind die Porträts der geruhsam vorübergleitenden -Gefährte, die den Sonntagsstolz Arrivierter aus Weltstadt oder Provinz repräsentieren. Ihr ganzes Wesen strömt inneren Frieden und Biederkeit aus. Zuweilen ist es schon etwas lange her, seit sie zuerst das Licht der Werkstatt erblickten. Es ist ihnen im Leben nichts geschenkt worden an Diensten, Wind und Wetter, und so musste reichlich Farbe herhalten, um die Falten und Risse ihrer Haut zu verdecken und ihr Alter so reizvoü wie möglich erscheinen zu lassen. Und während nun das letzte Licht des Tages langsam verglüht und unter rieselnden, Lichtreklamen sich wilde Zusammenballungen des Verkehrs an den Strassenkreuzungen bilden, ragen neben experimentierenden Radlern und den lächerlichen Charlatanem der Reklamewagen die Riesenformen von Autobussen und Lieferwagen als phantastische Staffage auf. Ihr Dasein ist nicht durch? kleinliche Fragen äusserer Schönheit beunruhigt. Fest und einfach, wie sie die Fabrik für das Leben schuf, erfüllen sie stumpfsinnig und lärmend die Funktion, die man von ihnen erwartet. Und ihre rücksichtslosen und boshaften Manieren passen zu ihrem verwahrlosten Aeusseren. Die alten Herren, deren Leben bald abgeschlossen sein wird, stehen in trüber Verein-, samung abseits. Resigniert warten sie an Halteplätzen und Bahnhöfen, alle sind alte Bekannte untereinander aus früheren, besseren Zeiten. Manche muten mit ihren barock geschwungenen Profillinien, die sich hinter winzigen Kühlern aufbäumen, wie komische Erinnerungen an längst vergangene Zeiten an, an denen die logische Unerbittlichkeit der Konstruktionen noch fehlte. Sie besitzen einen ausgesprochenen Korpsgeist, und wenn im Strudel der Stauungen hupend die überlauten Meinungen aufeinanderprallen, so nehmen sie leidenschaftlich Partei für ilires- Zeitbild. „Ich glaube mir ein neues Auto kaufen zu müssen." „Ist denn Dein alter Wagen entzwei gegangen? 4 * „Das nicht, aber ich kann ihn nicht weiter ab« bezahlen," gleichen — gegen : vermutete Uebergriffe von Vertretern anderer Gesellschaftsklassen. Aber sonst ist es das fatalistische Ausklingen eines arbeitsreichen Abstieges. Durch die verflüchtende und immer wieder verstärkende Konsistenz wogender Nebel aus Benzin und Oeldunst braust — eine Stunde vor Nacht — das Leben mit seinen betäubenden Stimmen bunt und unaufhörlich weiter... 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