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E_1928_Zeitung_Nr.092

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12 AUTOMOBIL-REVUE

12 AUTOMOBIL-REVUE 1928 —NO 92 luvis« _ _ „• saaB Anfrage 705. Haftpflicht für Gefälligkeitsfahrt. Ich beabsichtige demnächst mein Auto samt Chauffeur einer befreundeten Familie für eine grössere Heise ins Ausland zur Verfügung zu stellen und zwar gefälligkeitshalber, also unentgeltlich. Da immerhin zahlreiche Bergstrassen befahren werden, möchte ich gerne über meine Haftpflicht gegenüber der Familie, welche das Automobil benutzt, unterrichtet sein. Besteht eine solche Haftpflicht meinerseits und kann ich dieselbe durch eine schriftliche Vereinbarung mit dem Benutzer des Wagens abwälzen ? E. P. in B. Antwort: Art. 11 des Konkordates betr. den Verkehr mit Motorfahrzeugen, dem ausser Graubünden, Zug, Genf, Ob- und Nidwaiden alle Kantone beigetreten sind, schreibt vor. dass die Versicherung alle Unfälle decken muss, die das vom Eigentümer selbst oder einer anderen Person mit seiner Ermächtigung geführte Fahrzeug verursacht. Erfolgt bei der vorgesehenen Gefälligkeitsfahrt ein Unfall, so ist im Falle eines Verschuldens des Chauffeurs für dien entstandenen Schaden verantwortlich und haftbar. Eine Haftung des Dienstherrn kommt nur dann in Frage, wenn er nicht alle nach den Umständen gebotene Sorgfalt angewendet hat, um einen Schaden zu verhüten oder wenn der Schaden auch bei Anwendung dieser jSorgfalt eingetreten wäre, d.h. Sie würden nur dann haften, wenn Sie den Wagen durch eine Person fahren lassen würden, die z. B. keine Fahrbewilligung besitzt oder moralisch fachtechnisch zur Führung eines Automobiles nicht qualifiziert ist. Ausserdem haften Sie persönlich nur dann, wenn Ihnen selbst ein Verschulden nachgewiesen werden könnte, z. B. wenn das Automobil in sohlechtem Zustande und liederlich unterhalten ist, d. h. sich in einem Zustande befindet, der Ihnen als Eigentümer als nur bedingt fahrtüchtig erkennbar sein musste. dann nachher die Prüfung im Kanton Bern machen, dia ich Beruier bin? 2. Odex kann man beliebig in jedem Kanton die Prüfung machen, um eich nachher im Heimaftkanton au betätigen? 3, Gibt es verschiedene Arten Lemfabjrscih'Uleii, und wie hoch sind ungefähr die gewöhnlichen KUTSgelder? A. W. in L. Antwort: Die Fahrbewilliguing kann überall niaohgesiuüh't werden, d. h. es kann die Fahrprüfung, weiche die Grundlage sur Errbeikins der lFatobewüligunig ist, überiall gemacht wordein. Massgebend ist a'ber immer die Ermächtigung der zuständigen Behörde des Wotasiitzkaatones. Es ist nun nicht ohne •weiteres der Failil, dass in einem Kanton die in einem andern Kanton erworbene Fahibewüligung ohne neue Prüfung anerkannt wird. Die EUiständige Behörde, in der Regel das kamt. Automobilbureaai, entscheidet, ob der vorhandene Fahnauisweis als genügend anzuerkennen ist oder nacht. So werden z. B. im Kanton Bern Fahrer, die während eines JaJhres die Fahiiibewiliigiunis nicht erneuert haben, bei Wiedererneuerung derselben erneut einer Fahrprüfung, unter Umständen einer reduzierten, unterworfen. Dasselbe gilt Kantonen gegenüber, deren Fahrprüfung in Bern als au leicht betrachtet wird. Es ist selbstverständlich nicht das gleiche, irgendwo in einer Meinen Stadt ein Automobil zu fühlen als in einer' Stadt mit starkem Verkehr. Soviel uns bekannt, wird (heute die in Genf erworbene Faihiibewiiffigunig in Becrn anerkannt. AWas die Kosten für Fahrunterricht anbelangt, so beträgt das Kuirsgeld in Bern ca. Fr. 250.'—. In Genf -wird es sich auch ungefähr in diesem Rahmen b'&weßen. Wie baue ich mir selbst ein Kleinautomobil? Von Ing. Rieh. Hoffman. Leipzig, Verlag von Hermann Beyer, Leipzig. In der Bibliothek: «Wie baue ich mir selbst», die nun schon 231 Bände zählt und bei allen Eine Abwälzung der Haftpflicht auf die Mit-Bastlerfahrenden ist nicht möglich. in hohem Ansehen steht, erschien soeben * Anfrage 706. Erlangung der Fahrbewilligung. Ich möchte mich zu einem tüchtigen Ghauffeuir auisibülden lassen und frage Sie folgerndes an: 1. Zwecks besserer Aneignung der Sprache gehe ich in die firanzäsisafoeSchweiz; kann ich dort, z. B. in Genf, die Lemfaihribe'wililigung erlangen und BücBieMascBi aus der Feder des international bekannten Autofachmannes, Ing. Richard Hoffmann eine Anleitung zum Bau eines Kleinautomobils in Verbindung mit dem Bau eines 2 PS-Viertaktmotors nach Bd. 212/13 der gleichen Bibliothek. Die Möglichkeit, ein Kleinauto mit bescheidenen Mitteln und relativ geringen Kenntnissen zu erstellen wurde kürzlich bestätigt, indem ein Invalider Anton Eisenschink aus F. bei München aus zusammengesuchten Teilen einen solchen Kleinwagen erbaut hat, der sich durchaus bewähren soll. Voraussetzung für den Bau ist Handfertigkeit und Geschicklichkeit, Besitz einiger Werkzeuge, Lust und Liebe sowie Ausdauer. Um auch tech- Instandhaltung der wichtigsten Teile betreffs ihrer Betriebssicherheit. Er gibt ferner genau an, was der Käufer bei Anschaffung eines Automobils zu beachten hat. Die Garage als Quelle von Unfällen wird eingehend untersucht. Dem wichtigsten Kapitel aiber, der Fahrtechnik, rammt der Verfasser' vorgebildeten. Personen den Bauden meisten Platz ein, so dass seihst der routinier- nisch weniger ermöglichen zu können, erfolgt auf Wunsch jeden Erbauers eine Ueberwachung der Einzelteilbeschaffung durch den Verfasser der Broschüre. Jeder Antragsteller erhält auf die Dauer eines Jahres ein sogenanntes Bauteilkonto, in welches alle Teile bei Bezug eingetragen werden. Damit wird die Beschaffung einzelner, nicht zueinander passender Teile verunmöglicht. Die Broschüre bechreibt nun anhand von vier grossen und zahlreichen kleinen Einzolzeichnungen in anschaulicher Weise die Bearbeitung der einzelnen Teile, wobei die Masse und die Bezugsquellen für spez. Teile immer angegeben sind und auch auf verschiedene Eventualitäten Rücksicht genommen wird. Die Beschreibung ist leichtfasslich genug gehalten, dass auch Bastler mit verhältnismässig geringen technischen Kenntnissen sich an die Herstellung dieses Kleinautos wagen dürfen. lt. Kontakt zwischen der Fabrikations- und Handels- dieser bedeutenden amerikanischen Verhütung von Autounfällen. (Von der Kon-organisatiostruktion eines betriebssicheren Automob Es bis zurUnternehmung herzustellen. Fahrteohnik.) Von Ingenieur Viktor Kopp. 130 Das amerikanische Stammhaus, das sich erst Seiten mit 14 zum Teil farbigen Tafeln. Preis in seit wenigen Jahren dem Export nach Europa zuwandte, nalnn die Gelegenheit am Pariser Salon 1 Leinen geb. Um. 6.—. Verlag Richard Gairl Schmidt & Co., Berlin W. 62, Lutherstr. 14. wahr, um die Organisation des Vertreternetzes, das Ein Buch, das man mit aufrichtiger Freude begxüisst — nicht nur voim Standpunkt des Anfänlegen. Der Verwaltungsratspräsident der Peeriess- nunmehr ganz Europa umspannt, endgültig festzugers, sondern erst recht von dem des Fachmannes Werke, welcher das Bankett präsidierte, konnte und langjährigen tFiaihreim Jeder Autofahrer sollte neben den Spitzen der europäischen Verkaufsabteilung eine ansehnliche Zahl von Vertretern be- sich das Büchlein zulegen und sich die Erfahrungen und Fingerzeige zur Verhütung von Unfällen zunutze machen. Kein anderes Verkehrsmittel steht so im allgemeinen Brennpunkt des Interesses wie das Motorfahrzeug. Mit der stark zunehmenden Zahl neu in den Verkehr kommender Motorwagen wächst auch, die Zahl junger, an Erfahrungen armer Fahrer. Ständig wächst die Unfallziffer. Darum sollte jeder durch Lesen dieses Buches daau beitragen, diese Unfälle zu verhüten, denn jeder, auch der älteste Fahrer, findet darin wertvolle Anregung und Warnung. Der Veirfasser geht eingehend, auf alle Teile des Wagens ein und gibt Ratschläge zur Prüfung und teste Fahrer noch viel Anregendes findet. Auszüge aus den Verkehrsibesümimunigen von Deutschland, Oesteirrcich, Tscheohoislovaikei lind der Schweiz nebst den jeweiligen Warnungstafeln — farbige Wiedergabe — vervollständigen das schmucke, kleine Buch. Juristen, Verkoha-sfachleuten, Autoliga und Vcrkehrswacht, sowie allen Fahrern und Autobesitzcm sei das Werk aufs wärmste empfohlen. mjm n n Bim«B«.M55fltB*H«e> Das Peerless-Bankeit am Salon in Paris. Wie wir erst nachträglich erfahren, versammelten sich auch die Vertreter sowie die Geschäftsloitung der Marke Peerless zu einem Bankett im Ghatam-Hotol, um bei dieser Gelegenheit einen möglichst engen grüssen, welche insgesamt 28 europäische Staaten repräsentierten. Bei diesem Anlasse gab der Chef des Hauses bekannt, dass in Antwerpen ein umfangreiches Depot an Wagen aller Modelle sowie ein vollständiges Lager an Ersatzteilen eingerichtet worden ist. Auf diese Weise wird es allen Ver-* tretern möglich sein, Nachfragen aus ihrem Kundenkreise nach bestimmten Wagentypen oder Ersatzteilen innert wenigen Tagen prompt zu erledigen. Damit tritt auch diese Automobilmarke in die Reihen derjenigen amerikanischen Unternehmungen ein, welche ihren festen Willen zur permanenten! Niederlassung in Europa durch eine wertvolle Ergänzung des Kundendienstes dokumentieren. Z. DIE AUTOMATISCHE ZYLINDERSCHLEIFMASÜHINE Autokühlep % auf Wunsch mih 1 Motorhauben-Decken. macht sich in jeder Werkstatt in kurzer Zeit bezahlt la. REFERENZEN Unverbindliche Offerte durch t ZIEGLER & de., WINTERTHUR Vertreter von Mayer & Schmidt Schleifmaschinen und Schmirgelwerke A.- 0. Offenbach a.Main AUTO - SATTLEREI MUUEU&MARTI Tel.Bw.2106 ß E R N Eigerplate 13 Bei Anfragen bitten wir um Angabe der Wagenlype Heizen Sie Ihr Auto mit dem Apparat «TERMAUTO», überall in jedem geschlossenen Auto anzubringen, unter Ausnutzung der Auspuffgase. Augenblickliche, reichliche und hygienische Erwärmung. Starker, nicht Taumversperrender, schön vernickelter Apparat von unbeschränkter Lebensdauer, ohne Unterhaltungskosten. Praktisch und hochelegant, ganz leicht anzubringen. Verlangen Sie sofort Prosp. vom ausschliessl. Konzessionär für die Schweiz: Astral, Rodi-Fiesso (Tessin). 37764 für Personen- u. Lastwagen fabriziert als Spezialität in nur erstklassiger Ausführung Union A.-G. 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WO 02 — 1028 AUTOMOBIL-REVUE 13 Die Automobilfähre Konstanz-Meerslmrg Bürgermeister Dipl. Ing. F. Arnold. I. Der Dichter Wilhelm Schäfer tat vor einiger Zeit einmal den Ausspruch: «Die Stadt Konstanz ist geographisch betrachtet eine Unmöglichkeit.» Im Süden durch die Grenze von ihrem natürlichen wirtschaftlichen und geographischen Hinterland abgeschnitten, im Osten und Westen der See und die Grenze, im Norden die Halbinsel des Bodanrück, ein stark bewaldeter und sehr wenig bevölkerter Höhenzug, der sich zwischen Ueberlingersee und Untersee nach Süden vorschiebt. Auf der Ostseite des Sees ein dicht bevölkertes Gebiet, der Linzgau, der aber wegen der ver- Jiältnis-mässig schlechten Verkehrsverbindung mit Konstanz als Zufuhrgebiet für die Lebensmittel und als Absatzgebiet für die Waren der Konstanzer Geschäfte bisher wenig in Betracht kam. Es verkehren wohl eine Anzahl Dampfer zwischen der Ostseite des Sees und Konstanz, es ist auch möglich, aus dem Salemertal um den Bodensee herum mit der Eisenbahn nach Konstanz zu gelangen. Diese Verkehrsmöglichkeiten sind aber vom Standpunkt des modernen Verkehrs aus betrachtet völlig unzureichend, da insbesondere die Warenversorgung des flachen Landes von gewissen wirtschaftlichen Zentren aus immer mehr mittels Kraftwagen bewerkstelligt wird. Von diesen Segnungen der Kultur konnte Konstanz nichts verspüren, da der Kraftwagen nicht über den See, sondern nur um den See herum, bei einem Umweg von rund 65 Kilometer um das Ostufer gelangen konnte. Dass bei einem derartigen Umweg von vornherein die Wirtschaftlichkeit dieser Warentransportc in Frage gestellt war, ist klar. Der Fremdenverkehr, der von Osten und Norden her an den See strömt, prallt an den wäre zweifellos zwischen Konstanz und Meersburg schon längst ein Strasse gebaut worden, die die kürzeste Verbindung von der Schweiz über Konstanz-Meersburg nach Stuttgart-Ulm-Augsburg usw. darstellt. Konstanz hätte dann mit einem Schlag ein wirtschaftliches Hinterland von grösster Bedeutung. Da nun aber der See vorhanden ist, so mussten Mittel erdacht werden, um diesen Umweg zu vermeiden, dem Konstanzer Handel und Gewerbe ein Absatzgebiet zu schaffen, die Zufuhrmöglichkeit für die Nahrungsmittelversorgung der Könstanzer Bevölkerung zu verbessern und zu verbilligen, und den grossen Fremdenstrom möglichst über Konstanz zu leiten. Diesem Zweck soll die nun demnächst in Betrieb zu nehmende Kraftwagenfähre Konstanz-Meersburg dienen. Bei Inangriffnahme dieses Projektes zeigte sich sehr bald, dass eine Reihe wichtiger Fragen bei der Durchführung zu beachten waren. Es mussten auf beiden Seiten des Ufers Hafenanlagen geschaffen werden, die den am häufigsten auftretenden Stürmen trotzen und dem Fährschiff die nötige Sicherheit geben können. Es musste eine bequeme und sichere Be- und Ausladörnöglichkeit der Fahrzeuge geschaffen werden, die sich den wechselnden Wasserständen des Bodensees, welche zwischen etwa 2.60 im Mittel über Konstanzer Pegel im Winter, gegenüber 4.70 im Mittel bei 5.50 bei Hochwasser im Sommer schwanken, anpasst. Das Fährschiff selbst musste, abgesehen von einer entsprechenden Qrösse, so eingerichtet werden, dass es den höchsten Grad der Sicherheit gegen Sturm, der Steuerfähigkeit und Fortbewegungsmöglichkeit, sowie der Ladefähigkeit östlichen Ufern auf und kommt dort im allgemeinen zum Stillstand. Von Süden oder Tiefgang möglichst gering zu wählen ist, besitzt. Dabei war zu beachten, dass der Westen her gilt das gleiche für die Konstanzer Seite. Der grosse Durchgangsverkehr, Seiten sonst sehr erhebliche Baggerarbeiten weil bei den flachen Ufern auf beiden d. h. der Verkehr von weit her, wählt seinen notwendig geworden wäreni Weg von vornherein so, dass er den Bodensee nur an seinen südöstlichen und nord- Problem das, auf welche Weise die Autos, Bei den Hafenanlagen war das wichtigste westlichen Ausläufern berührt. Die grösste Fuhrwerke usw. bei den wechselnden Wasserständen auf das Fährschiff gelangen kön- Stadt am Bodensee wurde bisher nur von den Kraftwagen benützt, die die direkte Absicht nen. Zu diesem Zweck wurde vom Ufer aus hatten, Konstanz aufzusuchen. Der grosse eine Ladebrücke gebaut, welche an ihrem Strom der fremden Autos floss in grösserer wasserseitigen Widerlager mit einem Hubwerk versehen ist, welches es gestattet, dfe Entfernung von Konstanz vorbei. Wäre der Bodensee nicht vorhanden, so Brücke hoch oder tief zu stellen. Von diesem festen TeH der Brücke geht eine bewegliche! blosse Sandstriche und selbst diejenigen Klappe hinüber zum Fährschiff. Die Länge Strassen, die nach europäischem Begriffe Anspruch auf eine solche Benennung, erheben der Brücke musste nun mit Rücksicht auf die wechselnden Wasserstände so gewählt werden, dass beim niedersten Wasserstand, wo tem Zustande. Die Nachfrage richtet sich da- können, befinden sich gewöhnlich in schlech- die Brücke am steilsten war, die Steigung her vornehmlich nach solchen Wagen, welche den besondern Wegverhältnissen Rech- noch eine derartige war, dass Fahrzeuge sie leicht überwinden können. nung tragen. Vorderhand beherrschen die Dass die beiderseitigen Hafenanlagen mit amerikanischen Typen diesen Markt, doch den nötigen Aufstellungsplätzen für die melden sich auch von anderer Seite massgebende Konkurrenten. Kraftwagen, Schutzinseln für die Fussgänger u. dgl. versehen sind, versteht sich von selbst. Da Westaustralien ein relativ junges Land Für die Leser dieser Zeitung wird wohl aber und die Kaufkraft von dessen Bewohner, die am meisten die Bauart des Schiffes mit sei- sich hauptsächlich aus Farmern rekrutieren, nen Einrichtungen Interesse finden. In der Tat ist dieses Schiff ausserordentlich interessant in seinen Einzelheiten. Bei der äusseren Gestalt des Schiffes ging man von der Erwägung aus, dass beim Anlegen auf der Westseite, z. B. in Staad, sämtlicne Kraftwagen und Fuhrwerke, die in der Längsachse das Schiff befahren, so stehen, dass sie, wenn sie nicht kehren wollen, auf dem Schiff auf der andern Seite, nämlich auf der Ostseite, in Meersburg wieder in der Längsachse des Schiffes dasselbe verlassen sollen. Ein Drehen der Fahrzeuge auf dem Schiff war unmöglich, weil sonst zu viel Platz verloren gegangen wäre und namentlich bei Lastwagen mit Anhängern ein Wenden der Fahrzeuge sehr umständlich gewesen wäre. Es ergab sich daraus, dass eine Form des Grundrisses, welche nicht, wie bei den normalen Schiffstypen, nur zu der Längsachse symetrisch ist, sondern auch zur Querachse. Die wirtschaftliche Aufgabe des Autos in Westaustralien. Die unablässige Erschliessung neuer Gebietsteile von Westaustralien für landwirtschaftliche Zwecke ruft gebieterisch nach einer intensiven Einfuhr von Motorfahrzeugen. Nicht nur ist es den Eisenbahnen unmöglich, mit den Landansiedlungen Schritt zu halten, sondern aus rein ökonomischen Erwägungen wird der Bau von neuen Schienenwegen in diesen ausgedehnten, sehr spärlich bevölkerten Gebieten verhindert. Das Auto ist daher berufen, in geradezu idealer Weise eine Lücke auszufüllen. Die wirtschaftliche Entwicklung Westaustraliens, die unzweifelhaft andauert, wird daher stark vom Auto beeinflusst. Das Vordringen desselben wird zwar noch sehr durch die primitiven Strassenverhältnisse aufgehalten. Viele Verkehrswege in diesen Gegenden sind nichts anderes als ziemlich limitiert ist, werden in erster Linie Luxuswagen mittlerer Preislage und leichte Lastwagen verlangt. Daneben (prädominieren allgemein und sehr wahrscheinlich auch in Zukunft die offenen Wagen, da das Klima ausserordentlich angenehm ist. Amerikanische Fabrikanten bemühen sich indessen und zwar mit wachsendem Erfolge, die Vorzügeder geschlossenen Wagen zu demonstrieren. Als Mittelpunkt der Verkaufsstellen kommt ausschliesslich Perth, die Hauptstadt Westaustraliens, in Betracht. Doch hat die gewaltige Ausdehnung dieses Staates den Verkäufer vor gewissermassen einzigartige Probleme gestellt, indem es vorkommt, dass die Unteragenturen bis zu 1200 Meilen weit entfernt sind. Man sucht diese Schwierigkeiten durch ein weitverzweigtes Netz von Verkaufsstellen zu lösen. Daneben ist der Automobilhandel in Westaustralien, eine weitere Eigenheit, gewissermassen ein Saisongeschäft, indem die Kaufkraft der Farmer auf den Zeitpunkt der Ablieferung der Wolle und des Getreides beschränkt ist. Da diese beiden Haupteinnahmequellen in den letzten Jahren günstig waren, hat sich der Ankauf von Motorfahrzeugen beträchtlich verstärkt, wobei die Automobilverkäufer durch Gewährung von Zahlungserleichterungen das Ihrige zur Belebung des Automobilliandcls beigetragen haben. Wir sehen also, dass das Automobil und dessen Verbreitung auf das engste mit dem wirtschaftlichen Aufschwünge von Westaustralieu verbunden ist. Dieser Erkenntnis kann sich die Regierung nicht verschliessen. Sie trachtet denn auch, dem Bedürfnis nach neuen, bessern Verkehrswegen Rechnung zu tragen und hat für die nächsten zehn Jahre ein Strassenbauprogramm von 7,000,000 englischen Pfund, d. h. 175,000,000 Franken angenommen. JK. ür Lastwagen Luftkammerreifen Warum sich denn auf Pneus versteifen? Es gibt noch andre, bess're Reifen, Hast kein Flicken, keinen Jammer, Mit der luftgefüllten Kammer, Fährst so weich mit deinem Wagen Als wäre er von Pneus getragen, Ohne Flicken fährst du weich Zweimal um das Erdenreich. ist für das richtige Funktionieren von Anlasser und Beleuchtung von großer Wichtigkeit. Unsere Fabrikate sind von bester Konstruktion und für Höchstleistungen bekannt * Verlangen Sie Preisliste. Sorgfältige Reparatur aller Systeme slafßisn-Fabrik Auskunft gibt linX ZBGIRE.I, ZÜRICH 6 Lindenbachstrasse 6 als Vertreter von Tatsache ist... Der Diebstahl der Automobile ist künftighin ausgeschlossen, dank dem Erscheinen des ANTIVOL für Autos u. Häuser Jeder verkaufte- Apparat ist von einer unentgeltlichen Diebstahlversicherung von Fr. 5000.— begleitet. Prospekte und Auskünfte durch Le Dogue Antivo! S. Ä., Lausanne 5, Qrand ChSne 5 — Tüchtige Vertreter werden gesucht. Vertreter für Basel: Paul Clasa, Elektro-Ingenieur, Spalenring, Basel. 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