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E_1928_Zeitung_Nr.092

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1W0 92 — 1Q2R An Hand einer Unmenge von Lichtbildern aus allen Teilen Deutschlands konnten sich die Zuhörer (von der Zweckmässigkeit, aber auch von der überraschend grossen Verbreitung dieser Radfahrwege überzeugen. Die Strassenbauer haben sich bei der Anlage solcher Wege recht erfinderisch gezeigt. Jede Möglichkeit, für Radfahrer einen Sonderstreifen zu schaffen, ist ausgenützt worden. Laufgräben rwurden zugedeckt, in Parkanlagen schmale Rasenstreifen dafür herangezogen, ehemalige Reitwege dazu benützt, breite Bürgersteige unterteilt, sogar auf Brücken zwischen den Brückenbogen fand man immer noch einen 1,20 m breiten Streifen,' um dem Radfahrer eine eigene Bahn zuweisen zu können. Hauptsächlich durch die reichen Waldgegenden iziehen sich kilometerlang die Fahrradwege, _ die jeden Terrainvorteil ausnützen und den Touristen ermöglichen, frei und von allem übrigen Verkehr unbeschwert die Naturschönheiten des Landes zu gemessen und zu bereisen. Auch die Lüneburgerheide, ein fast wegloses, weites Gelände, wurde dem Radler durch etwa 150 km Radfahrwege erschlossen. Die Städte gehen immer mehr dazu über, in ihrem Weichbild ein zusammenhängendes Netz solcher Wege anzulegen. Mit der Trennung von Wohnort und Arbeitsstätte hat auch die Bedeutung des Rades als billiges und populäres Verkehrsmittel •wieder zugenommen. Gerade auch die Verkehrspolizei, der die Unzulänglichkeit der gemeinsamen Fahrbahn für Motorfahrzeuge und Velofahrer dauernd zum Bewusstsein kommt, ist ein eifriger Förderer der von den Radfahrern vertretenen Forderung. Allein Berlin verfügt heute schon über rund 500 km Radfahrwege, die ein gefahrloses Befahren sowohl der Stadt, deren Umgebung, als auch ein direktes Umfahren des Stadtinnern auf separaten Wegen ermöglicht. Zahlreiche bedeutende Städte wie Magdeburg, Dresden, Nürnberg, um nur einige KU zitieren, wetteifern in der Anlage solcher Streifen für die Velofahrer. Sogar einzelne Länder haben schon Bestimmungen aufgestellt, wonach ein gewisser Prozentsatz der für Strassenbau zur Verfügung stehenden Mittel dauernd für den Bau und Unterhalt solcher Radfahrwege reserviert bleiben. Die Vereine für Radfahrwege haben zum Teil aber auch aus eigenen Mitteln eigene Verkehrsrouten geschaffen, die allerdings dann nur den Mitgliedern zur Benützung offen stehen. Für die den Radfahrern reservierten Wege ist in Deutschland bereits ein einheitliches Verkehrszeichen eingeführt worden, so dass jeder Strassenbenützer auf gröseere Distanz schon über die Bestimmung der betreffenden Fahrstreifen genau orientiert ist. Zahlreiche Bilder aus Holland, das 6000 km Radfahrwege aufweist, sowie aus den nordischen Staaten ergänzten das Referat. Die angeführten technischen Details über Bau der Wege etc. sind hier weniger von Bedeutung, ebenso die vielen Statistiken, welche den Zuwachs an Radfahrern in deutschen Städten dokumentieren sollten. Wichtig für uns bleibt einzig die Feststellung, dass das Ausland fast ausnahmslos die eminente Bedeutung der P.adfahrwege für den gesamten Verkehr richtig er- ;?