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E_1928_Zeitung_Nr.095

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eugt dem vorzeitigen

eugt dem vorzeitigen Abnützen des Steuergestänges, dem Auslaufen der Buchsen und Achsen vor. ANTI-SHIMMY behebt den Shimmy. Wie Sie Stossfänger zum Schütze Ihres Wagens anbringen, schützt ANTI-SHIMMY gegen das Schlagen der Steuerung — davon können Sie sich gründlich auf schlechter Strasse überzeugen. Löcher und Steine auf schlechter Strasse bewirken immer ein einseitiges Schlagen vom Rad auf das Steuergestänge und das Steuerrad. ANTI-SHIMMY fängt diesen Stoss auf, schützt die Achsenschenkel und Spurstange und verschont Sie vom überaus lästigen Schlagen des Steuerrades. ANTI-SHIMMY lässt sich auf jedem Wagen montieren, spart Ihnen all die •Unannehmlichkeiten des widerlichen Schwankens der Vorderräder und die dadurch bedingte anormale Abnützung Ihrer Reifen. ANTI-SHIMMY erschwert das Steuern nicht, gibt aber dem Wagen besseren Halt auf der Strasse. Schaffen Sie den einfachen Apparat an — es lohnt sich Ihnen lOfach wieder. Lassen Sie ANTI-SHIMMY durch Ihren Garagisten montieren, oder geben Sie uns mit den Angaben über Ihren Wagen (Marke, Modell, Jahrgang, HP, Gewicht, Form und Länge der Steüerschenkel und Spurstange) Ihre Adresse an. Modell für Personenwagen Fr. 15.— per Paar Modell für Lastwagen Fr. 20.— per Paar Amerikanisches Telephon 348 Verlangen Sie Auskunft und Prospekte bei: »pritsevertabren U. DiUler. Prompte Bedienung - Massige Preise • Tel. 4203 Ecke Polarstr.-Badstr. 16 O.MEZGER Nähe Bahnhof Telephon 22 Technikumstrasse 67 Telephon 105 Automobilisten habt acht i GOSO-MOP CONTINENTAL A.-G., Bern Amthausgasse 16. — Telephon Bollwerk 37.94. Ostschweiz nerlsau Empfehlenswerte

AUTO UND RADIO sich zwar ein bisschen kühl vor dem Apparat, aber die im Zeppelin haben vielleicht auch nicht wärmer. Fast 4 Uhr wird es, bis ich höre, dass das Luftschiff Basel überflog. Da geht es nicht mehr anders. Ich wohne zwar ein bisschen weit vom Schuss, 830 Meter hoch am Fuss des Säntis, aber vielleicht älfigun im I MM Warum ich eigentlich diese Fahrt unternommen habe?... Anlässlich einer Geschäftsreise nach Chicago traf ich dort den Leiter einer bekannten Motorradfabrik. Er klagte mir, dass gegen seine Marke eine äusserst empfindliche Propaganda getrieben werde. «Warum wollen Sie nicht der Sache die Spitze abbrechen, indem Sie einige Maschinen im August durch das Todestal schicken», warf ich ein. «Sie wissen, dass dies der heisseste Fleck der Erde ist, und wenn es uns gelingt, im heissesten Monat des Jahres diese Stelle auf Motorrädern zu durchqueren, so dürfte dies wohl ein schlagender Beweis sein, dass Ihre Maschinen jeder Ueberhitzung trotzen.» Als ich damals leichtherzig die Bemerkung machte, so war dies einer momentanen Eingebung folgend, vielleicht unbedacht Hätte 1 ich gewusst, welche schrecklichen Momente mir und meinem Reisekameraden bevorständen, so hätte mich nicht alles Geld der Welt veranlasst, die Fahrt zu wagen. Der Leiter Difüate in und ausssr Hause (I igen, R der Fabrik aber fand die Idee ausgezeichnet. Ich wusste wohl, dass die Fahrt mit einigen Schwierigkeiten und Unbequemlichkeiten verknüpft sein würde, aber da ich eine langjährige Uebung in Wüstendurchquerungen hatte, so griff ich die Idee mit Enthusiasmus auf. Während meiner Rückkehr nach Kalifornien war meine grösste Sorge die, einen geeigneten Begleiter für die Fahrt durch das Todestal zu finden. Diese Sorge wurde von mir genommen in dem Momente, da ich Wells Bennett kennen lernte. Bennett ist einige Jahre älter als ich, aber ich glaube, ich hätte die ganze Welt durchschweifen können, ohne einen Menschen zu finden, der geeigneter für eine solche verrückte Aventure gewesen wäre als Bennett. Er war Jahre lang professioneller Motorrenner und hielt nicht weniger als ein Dutzend der bedeutendsten Rennrekorde. Bevor wir uns auf die Reise begeben, sind noch einige Erläuterungen über den Ort der Gibt es zwei Dinge auf dem Gebiet der Technik, die sich besser ergänzen ? Dazu beide in der Hand eines Laien? Beweis: Die Ankunft des Zeppelin. Ein Glück, dass er da ist und dass man wieder die Nacht im Bett und nicht mehr vor reicht es doch. Schnell wecke ich meine dem Radioapparat zubringen muss. Auch am Frau. In die Kleider so schnell es nur geht. Tag wird die Arbeit kaum gefördert, wenn Die rechte Hand führt den Rasierapparat, man dauernd auf die Uhr sieht» um alle 60 die linke drückt die Zahnpasta auf die Bürste. Minuten pünktlich am Radio zu sitzen. Die Krawatte wird ein bisschen weniger elegant gebunden als sonst. Was fehlt noch Schon in der Nacht vom 30. auf 31. Oktober wurde die Nachtruhe stark gekürzt, denn land, der Schweiz. Freipass und die deutsche alles? Triptyk für Oesterreich und Deutsch- die letzte Meldung um 24 Uhr 50 durfte man Steuerfreikarte. Sind die Decken schon, im nicht versäumen. Um 7 Uhr 15 am andern Auto? Wo ist das Zeissglas? Sind ein paar Morgen ging es schon wieder los und den deutsche Mark im Haus, im Falle wir Geld Tag über gab allein München 13 Mal oder brauchen? Schon hat meine Frau in aller noch öfters Meldungen über den Stand des Eile auf der Hochwattplatte einen Kaffee gebraut. Der Motor läuft auch schon. Mantel, Luftschiffes. Ganz schlimm wurde die Spannung am AbendL Kommt er oder kommt er Kappe, los. nicht? Nachts um 1 Uhr fallen mir die Augen am Apparat zu. Es geht doch nicht ohne Schon sind wir in St. Gallen. Die Verkehrsschutzleute schlafen noch und man darf et- Bett, trotzdem Frankfurt und Stuttgart «Nachtbetrieb» einrichten u. die ganze; Nacht was schneller fahren als sonst. Ausserhalb durch Schallplatten spielen lassen. Auch der der Stadt wird es ungemütlich. Langsam westdeutsche Sender klagt, dass er unmöglich alle Wünsche berücksichtigen könne. dass man kaum vom Platz kommt. Durch die kommen wir in den Nebel, der so dick ist, Eben habe sogar jemand aus Königsberg telephoniert (was das Gespräch gekostet haben hen und dabei eilt es doch so! Also weg mit Scheibe kann man überhaupt nicht mehr se- mag?), man möchte doch einmal die und die der Scheibe. Jetzt wird es erst recht feucht Platt© spielen lassen. Das Luftschiff hat und ungemütlich. In Rorschach ist auf einmal der Nebel fort: Staad, Rheineck, St. Mar- Tours :überflogen. Bis nach Dijon halte ich noch aus. Dann geht es nicht mehr. Wenigstens zwei Stunden muss einmal wieder gesche Zollbeamte wirft nur einen Blick auf grethen. Alles schläft noch. Der schweizerischlafen werden. Den Wecker stelle ich auf den Freipass. Er weiss, dass es eilt, wenn 2 Uhr 50 in der Nacht. Nichts Gewisses weiss wir den Zeppelin noch erreichen wollen. Der man! Grammophon-Konzert, wo man die Oesterreicher macht ein bisschen mehr Umstände, aber in zwei Minuten ist auch das Kondensatoren hindreht! Im Pijama sitzt es überstanden. Höchst, Fussach, Hardt, Bregenz. Schon begegnen uns ein paar frühe Kirchgänger. Es ist Allerheiligen. Noch immer dunkel. Auch die Formalitäten beim Austritt aus Oesterreich sind schnell erledigt. Der Herr Finanzer hat nichts gehört, dass der Zeppelin schon gelandet wäre. 20 Meter weiter. Das deutsche Zollamt. Schnell einen Stempel. Der Beamte glaubt, die Landung Tonuollendetste Instrumente hätte schon gestern abend stattgefunden. Da in relativ massiger Preislage weiss es mein Radioapparat denn doch besser. Auch Lindau schläft noch. Weshalb die vielen unnützen Kurven hinter Lindau? Endlich wird die Strasse gerade. Dafür um so RANSPECK I TIIDinu schlechter. Es kommen aber auch gute Strekken. ""Sogar Bahnübergänge. Natürlich geschlossen. Dicht vor Friedrichshafen. Der Barrierenwärter wird schnell interviewt. Eben sei er gelandet! Ist das nicht zum Haareausreissen? Haben wir darum,nicht immer die Konkordatsvorschriften eingehalten, um im letzten Augenblick noch zu spät zu kommen? Nun, der Mann kann nichts dazu und hätte sicherlich einen freundlicheren Blick für seine unrichtige Auskunft verdient. Zum Flugfeld wollen wir aber doch. Endlich können wir die Bahnlinie überschreiten. Die Strassen von Friedrichshafen sind fast verstopft mit Autos. Endlich vor der Werft. Zum Fragen haben wir keine Zeit. Kein Platz, um das Auto hinstellen zu können. Ein Verkehrsschutzmann winkt dem andern. Nimmt denn das kein Ende? Wo sind bloss die Hunderte und Hunderte von Handlung unerlässlich. Das Todestal findet sich auf jeder guten Karte Kaliforniens. Es ist etwa 100 Meilen lang und von einer Breite von 10—18 Meilen. Eingschlossen von gigantischen Felsenhängen, welche mehr als 1100 Fuss aufsteigen, liegt jeder Zoll des Talbodans unter dem Meeresspiegel. Es ist in der Tat an seinem tiefsten Punkte 280 Fuss unter dem Meeresniveau und stellt eine der schrecklichsten Wüsten unserer Erdoberfläche dar. Mit Ausnahme einer einzigen Oase, Furnace- Creek genannt, ist das Todestal absolut unbewohnt und unbewohnbar für jedes mensch- | liehe Wesen. Seine schätzungsweise durchschnittliche jährliche Regenmenge beträgt weniger als 3 / 10 Zoll und im Sommer glüht es unter Temperaturen bis zu 145 Grad Fahrenheit im Schatten. Es ist weiterhin zu berücksichtigen, dass ausser dieser entsetzlichen Hitze auf dem Tal eine starke, negative Pression lastet — denn das Todestal ist der tiefste Punkt der Erdoberfläche auf der westlichen Erdkugel- und mit Ausnahme des Toten Meeres überhaupt die bisher bekannte tiefste Einsenkung der Erde. Seinen — den Verkältnissen entsprechenden — Namen leitet das Tal von der Zeit des kalifornischen Goldfiebers in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts her, als eine Gruppe von Goldsuchern sich auf der Durchwanderung, durch die grosse amerikanische Wüste dort hinein verirrte. Sie zogen durch die Schluchten der Funeral Mountains, welche das Tal an der östlichen Seite begrenzen, hinein und fanden nicht den Ausweg durch die Panamintkette im Westen. Auf der Suche ehe nach Wasser kamen von den ursprünglich 63 Personen zählenden Goldgräbergruppe alle elendiglich vor Durst und Hitze um bis auf drei. Seit jener Zeit sind, obgleich es bekannt ist, dass das Tal dem Menschen keine Lebensmöglichkeit bietet, Unzählige dort hineingewandert auf der Suche nach den märchenhaften Mineralschätzen, welche dort lagern sollen. Kein Jahr vergeht, dass das Todestal nicht seine Opfer fordert. Die Sucht nach dem Golde zieht sie hinein; Hitze, Durst, Automobilen hergekommen? Endlich! Ein Plätzchen. Klein, aber es genügt. Heraus und im Laufschritt zur Werft. Noch ist es nicht recht hell. Fast sind 1 wir an der Werft, beinahe atemlos. Da, was saust da über uns? Hurra! Der Zeppelin! Ein wunderbarer Anblick! Ein majestätisches Werk! Dieses ruhige Dahingleiten! Also doch nicht zu spät! Was ich nicht zu hoffen gewagt hätte : Man darf sogar das Gelände der Werft betreten. Es kostet allerdings eine Mark Ein- i- i . wenige Minuten nach sieben Uta berührt die Gondel dicht vor una den Boden . . , Auto und Menge in gewaltigem Gedränge . . 1 tritt, aber gerne bezahlen wir unsere zwei Mark. Stolz ist das Luftschiff wieder verschwunden. Wir erwischen noch einen guten Platz, direkt hinter dem Seil der Absperrung. Nach einer Weile erscheint das Schiff wieder, überfliegt das Feld um wieder im Nebel unsichtbar zu werden. Inzwischen ist die Menschenmasse recht gross geworden. Die maschinell, rasch und korrekt durch M iBii-iiwiii-Bii um im zuverlässiges Personal. Konkurrenz- L. ¥. ö. „lIlLllUrUL , LUI lull lose Ausführung. Billigste Berechnung. Börsenstr. 10 (2 Lift) Tel. Uto 22.14 der blendende Sand, bodenlose Salzsümpfe und sprudelnde Quellen von klarem Wasser, welch© mit den tödlichen Salzen des Arsens und der Cynamide gesättigt sind, sind die Opfer des Schreckenstales. Unsere Fahrt von Los Angeles nach Barstow, dem letzten zivilisierten Punkte, den wir berührten, eine Strecke vor 180 Meilen, war eine ereignislose Spazierfahrt. Hinter Barstow fingen die wirklichen Beschwerden der Wüste an. Um uns dem Eingang des Tales zu nähern, hatten wir bei sorgfältig erwogenen Plänen 300 Meilen durch die Wüste zurückzulegen. Das entsprach einer Reise von vier Tagen, bei einer Temperatur von rund 120 Grad, während welcher Zeit wir mit keinem Auge ein menschliches Wesen zu Gesichte bekamen. Wege gab's nicht. Wir steuerten einfach quer durch die Wüste, durch ausgetrocknete Seebecken, über Hügel und Täler hinweg. Unsere Fahrt führte uns von einem Wasserloch zum andern, unsere Vorräte an Wasser, Nahrungsmitteln und Brennmaterial führten wir im Sidecar mit uns, der zweckentsprechend eingerichtet an meinem Motorrad angehängt war. Schliesslich erreichten wir die Borax- Mine von Ryan, welche am Fusse der Funeral Mountains, 18 Meilen vom Eingang, liegt und den Endpunkt einer Schmalspurbahn darstellt, welche diese Mine mit der zivilisierten Welt verbindet. (Fortsetzung folgt.)