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E_1928_Zeitung_Nr.095

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Am Abend sprach noch Dr.

Am Abend sprach noch Dr. Eckener zu uns • . . Absperrungsmannschaften, sind der Menge gegenüber fast machtlos. Plötzlich erscheint der Zeppelin neuerdings. Wesentlich tiefer. Es ist fast 7 Uhr. Man sieht ihm an, nun wird's ihm ernst mit dem Landen. Zwei Taue fallen aus dem vordem Teil des Schiffes. Langsam wird es niedergezogen und wenige Minuten nach 7 Uhr berührt die Gondel dicht vor uns den Boden. Besser hätten wir's nicht treffen können. Unbeschreiblich ist der Jubel der Menge. Musik spielt. Böller krachen. Blumen werden in die Gondel gereicht. Längst ist die Kette der Absperrung durchbrochen. Man befindet sich direkt unter dem Luftschiff. Langsam wird es gedreht und 15 Minuten später ist es in der "grössen Halle sicher untergebracht. Geräuschlos schliessen sich die riesigen Tore. Es war eine Kunst, das Auto wieder zu finden. Wir fahren zum nächsten Cafe und warten eine halbe Stunde vergeblich. Der Zeppelin kam, aber der Kaffee nicht. Länger wollten wir nicht warten. Aber wir holten es dann in Lindau nach! Zu Mittag haben wir wieder zu Haus gegessen, am Abend am Radio noch die verschiedenen Reden von Dr. Eckener, dem Stadtschultheissen von Friedrichshafen usw. usw. gehört und gerade wollten wir zu Bett gehen, müde von all dem Erlebten, da rief Stuttgart noch: Wir haben noch eine kleine, nette Ueberraschung 'für unsere Hörer. Nanu? Was jetzt noch? Richtig! Das hat noch gefehlt! Clarence Terhune, der «Lausbub aus Amerika», der blinde Passagier muss uns am Mikrophon noch sagen, dass er sich freut, in dem Luftschiff nach Deutschland gekommen zu sein und dass er allen Rundfunkhörern die besten Grüsse sage. Nochmals meine besten Grüsse, meine Damen und Herren! Wer will jetzt noch behaupten, dass Radio tuid Auto nicht zwei wundervolle Dinge sind und dass sie sich geradezu unbezahlbar ergänzen können? R. Der Mann schläft zu lange. Am Vormittag eines Herbsttages bemerkte ein patrouillierender Motorradpolizist in einem gedeckten, etwas düsteren, jedoch sehr belebten Strassenviadukt eines entlegenen Neuyorker Stadtteiles ein elegantes, halbgeschlossenes Automobil, dessen Fahrer,, über das Lenkrad geneigt war und wahrscheinlich durch einen Maschinendefekt gezwungen war, an dieser ungewöhnlichen Stelle haltzumachen. Sich mit diesem Auto näher zu beschäftigen hatte der Polizist erst Veranlassung, als er, von seiner Tour zurückkehrend, dieses ein zweites Mal passierte und den Fahrer in der gleichen Stellung eines anscheinend schlafenden Mannes antraf. Der nähere Augenschein belehrte ihn, dass nicht ein Schlafender, sondern ein Toter am Volant sass und offenbar das Opfer eines Verbrechens geworden war. Eine stark geschwärzte Einschusswunde an der rechten Schläfe liess auf einen Mord schliessen. Das Verbrechen konnte nur wenige Stunden zurückliegen, da der Körper des Ermordeten noch warm war. Die Persönlichkeit des Ermordeten sollte durch die bei ihm vorgefundenen Papiere bald festgestellt werden. Es war der Ingenieur Judson H. Pratt, der an diesem Tage im Auftrage seiner Firma, einer grossen Bauunternehmung, Lohngelder im Betrage von rund 5000 Dollar von seinem Bureau in der 51. Strasse zu einem am East River gelegenen Neubau zu überbringen hatte. Das Geld wurde bei ihm nicht vorgefunden und somit ein Raubmord festgestellt. Rätselhaft war es, dass das Auto mit dem Ermordeten in dem erwähnten Viadukt, der nicht weniger als 16 Kilometer von dem Neubau entfernt war, aufgefunden wurde. Die Vermutung, dass der Ermordete aus eigenen Stücken diese entlegene Gegend aufgesucht hätte, war aus verschiedenen Gründen unbedingt von der Hand zu weisen. Es blieb also nur die Möglichkeit offen, dass er von den Mördern mit vorgehaltener Waffe gezwungen worden war, in den Viadukt zu fahren, wo das Verbrechen dann begangen wurde, oder dass der Mord an einer andern Stelle verübt und der Wagen mit dem Leichnam nachträglich an den Fundort gebracht worden sei, was deshalb weniger Wahrscheinlichkeit für sich hatte, da es sich um einen halboffenen Wagen handelte, mit dem der Transport eines Toten durch die verkehrsreichen Strassen Neuyorks nicht so leicht zu bewerkstelligen', war. Jedenfalls war es den Detektiven klar, dass es sich nicht um einen der gewöhnlichen «Hold-up»-Ueberfälle professioneller Verbrecher handelte und eher Personen in Betracht kamen, die mit dem ermordeten Ingenieur bereits früher in persönlicher Berührung gestanden hatten. Die nähere Untersuchung des Autos und des Toten brachte gar keine Anhaltspunkte, nicht einmal Fingerabdrücke zutage. Schön 1 wollte man diese als aussichtslos aufgeben, als man bemerkte, dass an dem durch die AU I OiVlULSlL-KtVUt DER TOTE IM AUTO . . . EINE NEW-YORKER SENSATION von Dr. J. J. DEGRAZIA, NEW-YORK tödliche Kugel durchlöcherten Strohhut des Ermordeten die Masche des Hutbandes fehlte, welche anscheinend durch den Schuss losgerissen woren war. Man konnte diese Masche im Wagen nicht finden, ebenso blieb auch ein genaues Absuchen des Viaduktes ergebnislos. Die Wahrscheinlichkeit spracht nun dafür, dass das Verbrechen nicht im Viadukt begangen und die Hutmasche vielleicht auf dem Tatorte zurückgeblieben sei. Die Masche auf der endlosen Strasse. Die Nachricht von dem Verbrechen erregte in Neuyork ausserordentliches Aufsehen. Nicht nur, dass das Mysteriöse des Falles das Publikum lebhaft interessierte, man fühlte sich durch die Kühnheit dieser immer häufiger werdenden Ueberfälle auf Ueberbringer von Kassengeldern beunruhigt und glaubte schon diesen Fall wieder zu zahlreichen ungesühnt gebliebenen Verbrechen rechnen zu können. Die Neuyorker Zeitungen brachten bald genaue Abbildungen des Autos des Ermordeten. Man hoffte, dass aus dem Kreise des Publikums belangreiche Nachrichten einlaufen würden und täuschte sich in dieser Erwartung nicht. Denn von einer in der 52. Strasse wohnenden Frau kam die telephonische Nachricht, dass sie den Wagen in der Nähe ihres Hauses und den später Ermordeten in Gesellschaft eines eleganten jungen Mannes gesehen zu haben meinte. Dieser Spur ging nun die Polizei nach und machte sich an die keineswegs leichte Aufgabe, die 52. Strasse, die ungefähr drei Kilometer lan§ ist, nach der erwähnten Hutmasche abzusi* chen. Dieses fast aussichtslose Beginnen führte durch Zufall und Beharrlichkeit der Suchenden doch zu einem Erfolg. Vor dem Hause Nr. 412 der 52. Strasse wurde die Hutmaschc aufgefunden und damit der Tatort des Verbrechens festgestellt. Der « Scheich » war im Auto. Man hatte ferner in Erfahrung gebracht, dass der ermordete Ingenieur bei seinen Geldtransporten regelmässig von einem Polizisten namens Daniel Graham begleitet wurde. Dieser hatte sich gerade am Tage des Verbrechens bei seiner Behörde krank gemeldet und war ausser Dienst geblieben. Man hatte noch nicht Zeit gehabt, diesen Polizisten zu vernehmen, als zwei Knaben die überraschende und in ihren Folgen für die Polizei so kompromittierende Nachricht brachten, dass sie in dem Auto des Ermordeten, als es in der 52. Strasse hielt, den « Scheik » gesehen und bemerkt hätten, wie er dem zweiten Passagier den Strohhut zurechtgerückt habe. Der « Scheich » war nun niemand anderes als der erwähnte Polizist Daniel Graham, der in der 52. Strasse, wo er seinen Standplatz hatte, sehr bekannt und besonders bei den Kindern beliebt war. Sein einnehmendes Aeussere und seine Don-Juan-Allüren hatten ihm den Spitznamen «Scheik» eingetragen. Nun bot die gänzliche Aufklärung des Verbrechens keine Schwierigkeiten mehr. Der Polizist als Mörder. Der unglaubliche Verdacht, dass ein Hüter des Gesetzes zu einem Mörder herabgesunken sei, wurde durch die Einvernahme Grahams vollauf bestätigt. Er leugnete zwar anfänglich die Teilnahme an dem Verbrochen, wurde jedoch durch ein erdrückendes Beweismaterial überführt. Vor allem wurde in Erfahrung gebracht, dass tr sich am Tage der Mordtat zwar dienstlich krank gemeldet, an Pratt, mit dem er näher bekannt war, telcphoniert hatte, dass er wie immer bei seinem Geldtransport als Ucberwachungsorgan fungieren, jedoch diesmal mit ihm erst auf dem Wege zusammentreffen werde. In der 52, Strasse musste er dann die Mordtat begangen und mit dem in den Sitz gelehnten Leichnam bis zum erwähnten Viadukt gefahren sein, Dort hatte er das Geld an sich genommen, den Wagen verlassen und war dann zu seiner Braut geeilt, der er ein Geschenk von 700 Dollar machte. Ein Streiflicht auf die Nebeneinkommen der New-Yorker Polizisten gibt seine in allen hiesigen Zeitungen wiedergegebene Aeusserung, dass er einen Bierwagen aufgehalten und Lösegeld bekommen hätte. Damit wollte er seiner Braut gegenüber den Besitz einer grösseren Geldsumme rechtfertigen. Darauf hatte er nichts Eiligeres zu tun, als in einem Automobilgeschäft am Broadway für 1350 Dollar einen Wagen zu kaufen und entschied sich hierbei für genau denselben Typ, den der Ermordete gefahren hatte. Am Abend besuchte er dann mit Freunden, denen er von einer reichen Erbschaft erzählte, Coney Island, den New-Yorker Prater, und warf dort das Geld mit vollen Händen hinaus. Nach einer durchschwärmten Nacht kehrte er mit seinem neuen Auto und fünf Champagnerflaschen wieder in das Haus seiner Eltern heim, wo ihn bereits die Detektive und die Handschellen erwarteten. Der elektrische Stuhl war ihm nunmehr sicher. Die verdächtige Eskorte. Daniel Graham stand im 28. Lebensjahre und war bisher drei Jahre im Dienste der New-Yorker Polizei tätig. Sein dienstliches Verhalten hatte noch niemals Veranlassung zur Klage gegeben. Die Triebfeder seines Handelns war wohl nur in einer kriminellen Veranlagung, kaum in äusseren Motiven, wie materieller Not, gelegen. Denn die New-Yorker Polizisten sind im allgemeinen recht gut bezahlt und verfügen über ein Mindesteinkommen von 2 000 Dollar jährlich. So kompromittierend dieses Verbrechen für die Polizei ist, so darf es wohl nur als Ausnahmefall gewertet werden, der keine weiteren Schlüsse auf eine allgemeine Korruption der ungemein tapferen und tüchtigen New- Yorker Polizeitruppe zulässt. Nur eine Zeitungsnachricht gibt zu denken: die beiden Knaben, die die für die Aufklärung des Ver- RESTAURANT CATC TRITZ :: ZÜRICH 8 FRÖHLICHSTR. 37 / DUFOURSTR. Spezialitäten: Wildpret / Güggeli / Qualitätsweine / Sep. Speiseraum Tea-Room / Zivile Preise. / Telephon Limmat 3856' Fritas Buchi. wenn ihm seine Fraa die &equeme, saubere rJsa""Tricotwasche bereit gelegt hat. In keiner anderen fühlt er sich so wohl, keine andere findet er so praktisch. Weich und mollig ist das Gewebe, welches den Körper frei und ungehindert läßt. Erfahrung von Jahrzehnten und fortschreitende Verbesserung der Fabrikation kommt jedem „lsa"-Wäsche stück zugute. Sie bekommen „lsa" in jedem besseren Spezialgeschäft D5RTRlC0TfTl|T 50RGFflLT HERGE5TEUJ CH roS'Smim Rrrmisiu Pie verehrlichen Loser werden gebeten, bei Bedarf die hier vertretenen Firmen zu berücksichtigen und bei Bestellungen, Anfragen etc. sich ausdrücklich auf die Automobil-Revue beziehen zu wollen. Hotel FALKEN, Küsnacht (Zeh.) 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T- 1928 ÄUTOMOBIL-REVIJE 15 brechens entscheidende Mitteilung machten, mussten nach Verlassen der Polizeistation, um sie vor Ueberfällen zu schützen, eskortiert MEYER KAUFT EIN AUTO VON FRANK SMETANA Frau Meier hatte es endlich durchgesetzt, Üass ein Auto angeschafft werden sollte. Mit ;«ihm» war sie in ein grosses Autogeschäft gegangen, wo sie sich Autos vorlegen zu lassen gedachten, wie in Warenhäusern Handschuhe oder Zigarettenetuis. Der Verkäufer, ein eleganter und freundlicher Herr, fragte nach Meiers Wünschen. «Ich will ein Auto», sagte Meier mit sehr lauter Stimme, «für sechs Personen, mit Notsitz, Koffer, Richtungszeiger und Schikanen.» «Einen offenen oder geschlossenen Wagen?» .«Eine — wie heisst das? Ein Garambolet.» «Cabriolet. Einen kleinen Wagen meinen der Herr, oder so etwas — eine Limousine?» «Ja, das ist es, eine Simuline!» «Es ist einer meiner besten Wagen. Mit allen Schikanen, die Sie sich wünschen können : Vierradbremse, Wechselgetriebe, Kardanwelle, Bescüileunigungspumpe.» «Wo ist der Anzünder?» Der Verkäufer öffnete die Wagentür und zeigte auf das elektrische Schaltbrett : «Bitte, neuestes ModelU» «Da kann man also die Importen anzünden?» «Ach so — dieser Wagen hat keinen Zi- Sarreiianzünder, wäre aber eine Kleinigkeit.» Frau Meier wauidte sich dazwischen : «Ist [Waschgelegenheit im Auto?» Der Verkäufer Vächelte : «Bedaure, Madame, ja diesem Wa}?en nicht!» Nasenrümpfend «vandte sich Meier einem andern Wagen zu. Der Verkäufer beeilte sich, die Türe zu öffnen, «Hier findein Sie den elektrischen Zjgarrenanzünder, der Wagen hat auch Heizung — bitte, überzeugen Sie sich selbst!» Meier bückte sich : «Wo ist die Fussbrenise? Die darf doclj nicht fehlen!» Man zeigte ihm die Fassbremse. ;«Wie ist das mit dem Gas? Woher bezieht das? Kann man das vom Gasautomaten g Meier wurde aufgeklärt Er fragte nach len Kurzen, dem Tempo, der Hupe, dem Rückspiegel. Nach einer zweistündigen Unterhaltung sagte Meier v: «Wir haben noch gar nicht aber den Preis gesprochen. Was kostet denn diese Simuline?»- «Zwölftausend Franken!» Meier war starr : «Für so ein kleines Auto, wo bloss sechs Pe/sonen hineinsehen?» Der Verkäufer lächelte korrekt: «Wir könicti Ihnen auch andere Wagen zeigen und werden. Unwillkürlich fragt man sich, von welcher Seite den beiden Jungen denn hätt Gefahr drohen können? vorführen', wenn Ihnen der Preis nicht zusagt.» «Zeigen Sie! Das Teuerste muss nicht immer das Beste sein!» Der Händler schritt mit Herrn und Frau Meier durch das grosse Verkaufslager. «Sehen Sie, sehr eleganter Wagen — siebentausend!» «Die Farbe gefällt mir nicht», meinte Frau Meier. «Wie ist es denn mit diesem lila Wagen?» «Fünftausendzweihundert, Madame, ausgezeichneter Gang, leichte Beweglichkeit, wird sehr viel gekauft.» Meier schlenkerte die Beine : «Haben Sie weitere Auswahl?» «Aber gern, Herr Meier, hier haben Sie ein Standardmodell. Fliessarbeit. Kostet ab Fabrik viertausenddreihundert, einer der besten und billigsten Serienwagen. Zwei Jahre Garantie.» «Wo ist der Zigarrenanzünder?» «Ja, bei diesem Wagen fehlen diese kleinen Luxusdinge. Wir können Ihnen aber jeden Wunsch prompt erfüllen. Wir haben eine eigene Werkstatt und bauen selbst die kompliziertesten Dinge in kurzer Zeit.» «So. Aber das Aussehen — wie nennt man das?» «Die Karosserie?» «Ja, die Karotterie da gefällt mir nicht. Kann man nicht eine andere Form hab.cn?» «Wenn Sie Ihre Wünsche äussern, dann lässt sich alles machen, Herr Meier. Woran dachten Sie zum Beispiel?» «So was wie dort hinten! Da würden die Fussgänger Augen machen!» «Diese Tropfenlimousine? Ja, die lässt sich aber nicht bei jedem Wagen verwenden, dazu gehört das entsprechende Fahrgestell.» «Das sieht man doch nicht!» meckerte Meier. Seine Frau öffnete die Wagentür : «Womit sind die Sitze bespannt?» «Das ist ein guter, haltbarer Cordstoff, Madame.» Meier gab seiner Meinung ungeniert Ausdruck : «Hm! Haben Sie nichts in Gobelin?» Frau Meier war anderer Ansicht: «Gobelin, was du nur immer mit deinen Gobelins hast! Unsere Speisezimmerstühle sind damit bezogen — das Auto ist doch kein Speisezimmer! Wenn du schon etwas Apartes haben willst, dann kann es unter allen Umständen nur eins sein — Schlangenhaut!» Der Verkäufer nickte: «Madame haben recht, wir können auch Schlangenhaut nehmen, nur würde sich der Preis dann...» «Ah, das ist ein Wagen!» sagte Herr Meier, den beflissenen Verkäufer unterbrechend. «Viersitzer, Serienmodell, stabil, leichte Machination, präzis gearbeitet, sehr empfehlenswert. Dreitausendachthundert.» Frau Meier wandte sich zu einem hübschen kleinen, lachsfarbenen Zweisitzer. «Oh, der ist hübsch. Sieh', Jakob, wie Interim er ist!» «Rassiger Sportwagen, hat vorige Woche beim Arlberg den grossen Preis bekommen — zweitausendsiebenhundert», rasselte die Stimme des Verkäufers. «Teuer, teuer, wo nicht einmal ein Zigarrenanzünder dabei ist!» «Wenn Sie einen einfachen Zweisitzer haben wollen — der Verkäufer legte die ganze Betonung auf das Wort « einfach» — bitte, hier sind Serienwagen zu dreitausend, zweitausendvierhundert, zweitausendeinhundert, und dieser ganz kleine Wagen, den Sie allerdings nicht so strapazieren können wie diesen reizenden Sportwagen, der kostet nur eintausendneunhundert!» Herr Meier schüttelte missmutig den Kopf: «Haben Sie keine billigeren Wagen?» Der Verkäufer sah ihn an und gab ihm dann eine Karte, die er einem Regal entnahm: «Vielleicht bemühen sich der Herr in unsere Zweigfirma, da werden Sie zweifellos noch Passagier: Den wagen solltest Du etwas mo- So fehlt z. B. eino Windschutzscheibe. billigere Wagen finden!» Oeffnete die Türdernisieren. und verbeugte sich. Patriarchalischer Fahrer: Die Scheibe nützt ja Herr Meier nahm die Karte und las: doch nicht viel, ich fahre ja meist mit Rückenwind! (Passing Show)« «Alteisenhandlung, Hintere Grabenstrasse 7 a, Eingang durch den Hof. An- und Verkauf gebrauchter und gebrauchsfähiger Wagen. Von Franken 100.— an. Seltene Gelegenheit.» Ein verkleideter Bandit? Von einem unheimlichen Abenteuer erzählen die «Basler Nachrichten» aus einem Basel benachbarten Juradörfchen, wo es einem Automobilisten passiert sei. Eintönig ratterte der Motor, und die Scheinwerfer des Autos sprangen gespenstig von einem Baum zum andern, als plötzlich eine alte Frau inmitten der Strasse stand und, mit ihrem Armkörbchen winkend, den Automobilisten zum Anhalten bewog. Kaum hatte dieser den Wagen zum Stehen gebracht und den Schlag geöffnet, als die Alte mit heiserer Stimme um Mitfahrt bat. Zuvorkommend entsprach der Fahrer dem Wunsche und bat die Frau, neben ihm Platz zu nehmen. Wie gross war jedoch seine Verblüffung, als er entdeckte, wie der «Frau» beim Einsteigen unter dem langen Rock Männerhosen hervorschauten. Er schützte ,vor, dass er infolge des kalten Wetters den Wagen nicht anfahren könne. «Es bleibt nichts anderes übrig,» meinte der Automobilist, «Ihr steigt aus und helft hinten stossen. •» Gesagt getan. Und während der gefährliche Bursche hinten mit Leibeskräften sich gegen den Wagen stemmte, gab der Automobilist von seinem Sitz aus Vollgas und jagte davon. Neben ihm stand das Armkörbchen der « Alten», das ausser gefährlichen Instrumenten gleich eine Pistole enthielt. HUMOR « Du siehst recht elend aus ! » «Ich habe mir vor vier Jahren ein Auto gekauft.» « ! ? ! » «Und heute muss ich die letzte Rate bezahlen !» Jim: « Warum gabst du denn dem Garagenwärter so viel Trinkgeld ? » Will: « Hast du denn nicht gesehen, was er mir für einen Wagen gegeben hat ? » Verständnisvoller Verkäufer: Ich echliesso nun die Türe, damit Sie auch noch das unfehlbare Funktionieren sämtlicher Vorhänge ausprobieren können. (London Opinion). « Der Huber hat dreihundert Franken Gchalt und allein sein Auto kostet ihn im Monat, 1 das weiss ich ganz genau, dreihundertfünfzig !J Nun möchte ich bloss wissen : woher nimmt! der Huber die fünfzig Franken ?» Als so um das Jahr 1910 die ersten Automobile durch Wien fuhren, sagte ein Mann angesichts eines solchen neumodischen Gefährts : « Wird sich eh net lang halten ! » Kleidsame Roben in den neuesten Farben, gut verarbeitet, einfach in der Linie, doch hübsch in der Wirkung, in wirklich grosser Auswahl. Besuchen Sie uns! 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