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E_1928_Zeitung_Nr.095

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So wird man den Teil einer Londoner Strasse um 1600 sehen können, worin den Passanten noch durch Fackeln und Windlichter der Weg erleuchtet wird. Daneben das moderne Strasseneck des Grossverkehrs mit dem vielstöckigen Bureauhaus. Der Präsident des Museums hat sich nach Europa begeben, um iür dieses Museum be- ;timmte Ausstellungsstücke zu erwerben. Si non e vero, e ben trovato. Einer der jüngeren Prinzen des schwedischen Königshauses, Prinz Olaf, der sich auf iner Weltreise befindet, ist kürzlich in New- York eingetroffen und hat, um die Riesenstadt wirklich kennen zu lernen, nicht verabsäumt, auch das berühmte Luxusrestaurant Brown zu besuchen, das für alle Snobs die höchste Seligkeit bedeutet. Das Lokal ist trotz der unerhörten Preise, die man dort für ein Abendessn verlangt, immer überfüllt, da Brown es nicht verabsäumte, der Oeffentichkeit mitzuteilen, dass sein Personal einzig in der Welt dastehe: der Oberkellner ist ein garantiert echter Graf aus reichsunmittelbarem Geschlecht, die anderen Kollegen mindestens baltische Barone, die Bardamen lauter russische Hocharistokratinnen und was dergleichen Hochstapeleien mehr sind, die aber in* Amerika noch immer ihre Wirkung zu üben scheinen. Wie nun der schwedische Prinz mit seinen Begleitern kommt, spähen sie vergeblich nach einem Tisch aus, an dem sie sich niederlassen können. Nicht ein Sessel ist frei! Da geht also, da Prinz Olaf durchaus bleiben will, einer der Herren aus der Begleitung auf den Geschäftsführer zu, stellt sich ihm vor und sagt, aus der Entfernung auf den Prinzen deutend: «Der Herr dort ist der Prinz Olaf von Schweden, vielleicht finden Sie doch einen Platz für ihn?» Worauf der Geschäftsführer antwortet: «Bcdaure lebhaft, ich bin augenblicklich mit meinem Personal komplett.. - Wer isst am meisten Brot? An der Spitze der brotessenden Nationen stehen mit etwa V/2 Pfund pro Kopf und Tag die Bulgaren; dann folgen die Franzosen, die Australier und die Kanadier. Während diese Völker 270 bis 273 Kilogramm pro Jahr verbrauchen, essen die Belgier nur 210 Kilogramm, die Argentinier 190 Kilogramm, die Engländer 160 und die Schweizer und Nordamerikaner 150 Kilogramm pro Person und Jahr. Nach einem grossen Abstand kommen Deutschland mit 95 Kilogramm und Russland mit 60 Kilogramm. Die. Reihenfolge ist aber nicht gleichzeitig die Reihenfolge der betreffenden Länder als Getreidebauer. Russland bringt ebensoviel Korn hervor wie Kanada und Australien, verbraucht aber sehr viel weniger Brot. Der Rang, den das Brot in der Ernährung der verschiedenen Vlöker einnimmt, ist hauptsächlich ein Ergebnis der Gewohnheit, wie auch ein Anzeichen der Höhe der Lebenshaltung. Seit dem Krieg hat der Verbrauch von Brot in der Welt stark zugenommen, insbesondere in Asien, wo sein Genuss neben dem Reis vorher ganz unbedeutend war. Ein Riesenstaudamm in Indien. Am 28. Oktober wurde durch den Gouverneur von Bombay, Sir Lesly Wilson, in Blagar, 32 Meilen von Poona, der grösste Staudamm der Welt eröffnet, der im Laufe von 15 Jahren mit einem Kostenaufwand von 1250 000 Pfund errichtet worden ist. Durch den Staudamm, der eine Meile lang ist, wird ein 14 Quadratmeilen grosser See geschaffen. Seine Wassermengen werden, wie man hofft, die immer wieder auftretenden Hungersnöte der Provinz unmöglich machen, die im Laufe des letzten Jahrhunderts mehreren hunderttausend Menschen das Leben und der Regierung viele Millionen Pfund gekostet haben. Man glaubt, dass man mit Hilfe der neuen riesigen Bewässerungsanlagen weitere 800000 Acres Land unter den Pflug nehmen kann und sich der Wert der landwirtschaftlichen Erträgnisse der Provinz um 4 200 000 Pfund jährlich heben werde. Die Anlage neuer riesiger Zuckerrohrplantagen ist geplant. Wenn Konfuzius seinen Geburtstag feiert. Dr. Tschen, Gründer der « Confucian Association», Präsident einer Universität in Peking und einer der Führer der Intellektuellen in China, hält sich gegenwärtig in Europa auf, um einer Religionskonfer-enz in Genua beizuwohnen. Er benutzte die Gelegenheit, um den Geburtstag des Konfuzius in Europa zu feiern. Er empfing seine Gäste in einem grossen Saal. Er hatte einen schwarzweissen langen Seidenmantel an und sein Haar in chinesischer V/eise frisiert. Im Empfangssaal hingen viele Gemälde und Pergamente mit Abbildungen aus dem Leben des chinesischen Philosophen. Die Gedenkfeier nahm einen sehr feierlichen und zeremoniellen Verlauf. Dr. Tschen kniete auf dem Boden vor einem Porträt des Konfuzius, dann verneigte er sich neunmal nach vorne, wobei seine Stirne den Teppich berührte. Das Menü des Banketts, das nach der Erinnerungsfeier abgehalten, wurde, war jedoch vollkommen europäisch. Dr. Tschen und seine Gäste tranken weissen Wein. « Es ist in China Gewohnheit», sagte Dr. Tschen, «dass, wenn jemand den Geburtstag seiner Eltern oder seines Lehrmeisters feiert, alle Freunde eingeladen werden, der Feierlichkeit beizuwohnen. Und um wie viel grosser ist Konfuzius im Vergleich mit Eltern und Lehrmeistern '.», Ein «internationaler» Bürger. Auf der «Andalusia», einem englischen Dampfer, wurde jüngst ein Kind geboren, dessen Vater ein Grieche und dessen Mutter eine Französin ist. Die Geburt geschah zwei Stunden vor Erreichung von Buenos-Aires. Da der Dampfer die britische Flagge trug, kommen nicht weniger als fünf Länder als Geburtsland des kleinen Erdenbürgers in Frage: Argentinien, Frankreich, Griechenland, England und Spanien, der Ausgangsort des Dampfers. Der neue Gesellschaftstanz. «Slip» heisst der neue Gesllschaftstanz. In schnellem Foxtrottempo werden die Bewegungen ausgeführt, und zwar zweimal mit dem linken, zweimal mit dem rechten Fuss. Ein einfaches Schleifen, Schlürfen — wie der Name sagt, von vorn nach hinten, und zwar auf der ganzen Sohle. So, als ob jemand mit den Fassen den Boden bleicht. Der Dreh liegt im richtigen Durchdrücken des Kniegelenks. Zwischen den Slipschritten macht man vier Onestepschritte. Sehr einfach. Dazu hat ein Dichtertrio einen neuen Schlager herausgebracht: «Ach Liebling, tu es doch, tanze doch den Slip mit mir». Sehr amüsant, nicht wahr ? auch getanzt wird.., Kinderspielplätze in Schnellzügen. Ob er aber Die amerikanische North-Western Eisenbahn stellt für ihre transkontinentalen Schnellzüge Waggons~ein, die als Kinderzimmer eingerichtet sind. Die Waggons enthalten Spielgerät, das von Kindergärtnerinnen verwaltet wird. Die Einrichtung dient den alleinreisenden Kindern und gibt auch den Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder während der Fahrt in Obhut zu geben. Der Elefant ist los! Am vergangenen Sonntag konnte das Publikum in Bordeaux, das sich im dortigen Zirkus drängte, zweimal die Sensation eines wildgewordenen Elephanten erleben. Das Tier warf den Wächter ab, der dank seiner Behendigkeit dem Grimm der Bestie zu entrinnen vermochte, und wandte sich dann gegen die Leute, die ihm damit den Weg versperren wollten, dass sie ihm Stühle und andere Gegenstände vor die Füsse warfen. Die entsetzten Zuschauer rannten dem Ausgang zu, wobei natürlich jeder dem andern zuvorkommen wollte. Schliesslich war es dem Personal des Zirkus und der Polizei möglich, das Tier wegzuführen, und das Pubiikum kehrte in den Zuschauerraum zurück. Aber was nicht glückte, das war die endgültige Beschwichtigung des Ruhestörers, denn der Elefant wollte sich um keinen Preis in den Stall bringen lassen und er riss sich zum zweiten Male los. Jetzt machte er sich daran, seine Kräfte an den Pflöcken zu messen, die das Zirkuszelt trugen, und so kamen die Besucher, die sich von ihrem Schrecken kaum erholt hatten, neuerdings in Gefahr. In unglaublich kurzer Zeit war der Zirkus leer; vom Publikum sprartgen viele vom Zuschauergerüst herunter und zogen sich dabei leichtere Verletzungen zu. Zehn Minuten später gelang es dann, den Elephanten sicher in seinem Stall zu verwahren. Wie verlautet, soll er im Zirkus nicht mehr verwendet, sondern wahrscheinlich abgetan werden. Dass im Verlaufe der zweimaligen Panik etliche Handtäschchen, Schirme, ja auch Pelze und Mäntel abhanden kamen, ist weiter nicht verwunderlich. Bettler im Auto. In Amerika rollen über die ausgezeichneten Landstrassen nicht nur die Autos der einfachen Leute des niederen Mittelstandes, sondern auch die der Bettler. Woher sie ihre alten Kästen haben, bleibt dunkel, vielleicht kaufen sie sie aus vierter Hand, oder ziehen

AUTOMOBIL-KEVUE BflHNHOFSTR.62 / ZÜRICH sie aus den Haufen stehengelassener Automobile hervor, die sich jetzt im Weichbild jeder amerikanischen Stadt finden. Sie fahren von Stadt zu Stadt, erbetteln Nahrung und Geld, .um leben und ein paar Gallonen «Gasolin» kaufen zu können. Die Auto-Bettler sind so zahlreich geworden, dass sie ein ernsthaftes soziales Problem bilden. Die Psychologen behaupten, wie eine deutsche Zeitung zu melden weiss, dass die dem Amerikaner eigene Neigung zur Bewegung und Tätigkeit auf den sonst nüchternen und anständigen Arbeiter eine verhängnisvolle Wirkung ausübt und ihn nach Verkauf seiner Habe zielund planlös in die Welt hinausfahren lässt. Wenn dann das Geld zu Ende ist und die Bettelei begonnen hat, findet er es unmöglich, wieder auf die mühsamere Art des Erwerbs zurückzukommen. Interessanter noch als der Zug der Bettler ist die schier endlose Prozession der «Erholungsreisenden». Viel Geld ist nicht dazu nötig — mancher Farmer, der weniger als 4000 Mark Einkommen im- Jahr hat, begibt sich kurz nach der Aussaat und vor der Ernte auf die Reise. Viele verachten das feste Dach über ihrem Haupt. Sie leben in Zelten, die sie entweder mitschleppen oder in einem sogenannten