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E_1928_Zeitung_Nr.098

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CREDIT ANK A. G. AUKlVn

CREDIT ANK A. G. AUKlVn Tel. ita31.93 GENF: Rue Gengral DufourH Telephon Stand 13.31 BASEL: Bruderholzstrasse 12 Telephon Sairan 13.00 VERDOPPELN Sie Ihre Umsätze! Bearbeiten Sie alle Interessenten, die wohl ein Auto benötigen, jedoch die Mittel der Anschaffung ihrem aufstrebenden Geschäft nicht entziehen können. Offerieren Sie solchen Vorwärtsstrebenden Ratenzahlungen (bis auf 18 Monate erstreckt). Finanzieren Sie dieses Geschäft, indem Sie es dadurch zum Bargeschäft werden lassen durch die AUTO-CREDIT-BANK i Wieder ein Urteil über AUTOMOBTl -REVUE Um den Weltrekord. Die Monate Februar, März und April sind für den Austrag der Automobilweltrekorde in Daytona Beach die eigentliche Saison. Der berühmte amerikanische Banc d'Essay entpricht im übrigen Teil des Jahres nicht den Ansprüchen, die von Weltrekordfahrern gestellt werden. Darin ist der eigentliche rund zu suchen, weshalb alle Rekordangriffe )is jetzt in diesen Zeitabschnitt gefallen sind. Vorderansicht des « Goldenen Pfeiles », des neuen Wellrekordwagens von Major Seerave. aus jenem Gebiete mit in sein Flugzeug, das auf seine Widerstandskraft in bezug auf die Pneus sorgfältig analysiert werden soll. 92S — TSrn 9J Campbell ins Meer abgestürzt? Einem in Punta Peseadores nach London edrahteten Berichte zufolge mussten Malcolm Cajnpbell und Fliegerleutnant Don im Riffgebiet in der Nähe des Meeres eine Notlandung vornehmen, wobei das Flugzeug ins Wasser geriet. Den beiden Insassen gelang s, ans Land zu schwimmen. Sie Hessen das Flugzeug zurück und erreichten nach einem Marsch von 16 Meilen einen spanischen Militärposten. Segrave. Wie wir unlängst in Nr. 83 berichteten, rüstet auch der alte Konkurrent Campbells, Major H. O. D. Segrave, sich zum Kampfe um den Weltrekord. Auch Segrave zählt bekanntlich zu den Auserlesenen, die sich des zeitlichen Besitzes des Weltrekordes rühmen können. Wir haben schon anlässlich unseres ersten Berichtes eine Schilderung vom phantastischen Rennwagen Segraves gegeben. Wir sind heute in der Lage, nähere Details verraten zu können und bringen gleichzeitig unseren Lesern zwei interessante Ansichten des « Goldenen Pfeiles », wie Major Segrave seinen neuen Rekordteufel getauft hat. Campbell ist der erste, der diesen Usus zu durchbrechen beabsichtigt. Der englische Rennfahrer bester Klasse — sein Name steht in unzähligen ZwölfzylindermotoT, wobei die Zylinder in- drei Segraves Rennwagen hat einen 900-PS-Napier- Rennberichten — ist bekanntlich eifrig auf der Gruppen zu je vieren im Winiel von 60 Grad Suche nach einer neuen Rekordstrecke und, gegeneinander stehen. Als Vorbild für die Konstruktion der Maschine diente jene, mit der der im wie wir berichteten, zu diesem Zwecke letzter Tage mit seinem Privatflugzeug Blue Bird Coupe Schneider ausgerüstet war, und der etwa Jahre 1927 siegreich gewesene Hydroplan der nach. Südalgerien geflogen, um in der Sahara 450 Stundenkilometer erzielte. Interessant ist- bei eine Rennbahn zu finden. Schon in Dänemark dem Motor, dass die Bohrung grösser ist als der Hub, nämlich 140 gegen 130 mm. Der Zylinderinba.lt beträgt 24 Liter, das Gewicht dos Motors glaubte der Ex-Weltrekordinhaber seinerzeit einen geeigneten Küstenstreifen gefunden zu riuid 500 ig. haben, erhielt jedoch vom dänischen Justizminister einen abschlägigen Bescheid. sondere Aufmerksamkeit auf die Durchbildung der Abgesehen vom Motor wurde natnrgemäss be- Bremsen und des FabrzeugTumpfes gelenkt. Um Den eingetroffenen Meldungen zufolge soll ein Tempo von vier Meilen oder 63^ km pro Minute s Campbell tatsächlich gelungen sein, im Sülen von Taoürirt ein topfebenes Band von gxösserung des Luftwiderstandes Anlass geben zu erzielen, muss jedes kleinste Detail, das zur Ver- 50 km Länge ausfindig zu machen. Nach könnte, durchdacht und eventuell abgeändert werden. Ist die höchste Schnelligkeit erreicht, so muss irklärungen von Campbell soll diese « Piste » der Wagen auf nicht allzu grosse Distanz wieder für die geplanten Rekordversuche äusserst geeignet sein. Campbell nahm drei Kisten Sand mir die Bremsen stehen unter Höchstbelastung, zum Stillstand gebracht werden können. Aber nicht sondern dies ist fast bei jedem Bestandteil dieses Fahrzeuges der Fall. Man denke an die Pneus, die bei den etwa 2300 Umdrehungen, die ßie bei voller Fahrt in der Minute machen, geradezu immensen. Fliehferaftwirkungen ausgesetzt sind. Die meisten Bauteile des Wagens wurden denn auch von Spezialingemeuren unter strengster Geheimhaltung vollständig neu entworfen und dem Sonderzweck angepasst. Fahrersitz und Steuerung wurden zentral angeordnet, um durch Symmetrie die Gleicihsrewiehtsverhätafese des Wagens zu erhöhen. Eine eigene Anordnung ist vorgesehen, um Flattern und Tanzen der Vorderräder vorzubeugen. Von der ungewöhnlichen Aufmachung des Rekordbrechers .bekommt man einen guten Begriff, wr.un man sich vor Augen hält, dass der erste der drei Gän«?e des Getriebes bereits auf 130 km, der zweite auf 270 und d

A. C. S. A.C.S. SEKTION BERN. Mitteilungen der Rechtsauskunftsstelle. Das Warnen vor Autofallen. In der letzten Zeit hat das Bundesgericht neuerdings entschieden, dass das Warnen vor Autofallen strafbar sei. Dio beiden in diesen Beziehungen bis heute gefällten Entscheide des Bundesgerichts stützen sich auf dio Gesetzgebung der Kantono Aargau und Zürich. EÖ ist nicht daran zu zweifeln, dass bei der heute noch beim Bundesgericht herrschenden Verständnislosigkcit für die Entwicklung des Automobilwesens auch im Kanton Bern irgendein Gosetzesartikel herbeigezogen würde, gestützt auf welchen das Warnen vor Polizeikontrollen strafbar erklärt würde, falls diese Frage — was zu erwarten ist — auch einmal im Kanton Bern akut werden sollte. Diese Stellungnahme des Bundesgerichts hat •weit über unsere Grenzen hinaus Nachhall gefunden. So hat z. B. in letzter Zeit eine führende englische Tageszeitung auf diese in der Schweiz herrechende Praxis hingewiesen. Es ist dies ein erneuter Beweis dafür, wie sehr im Auslande unsere Auto-Gerichts- und Bussenpraxis aufmerksam verfolgt wird und wie wir uns durch das namentlich im Kanton Bern herrschende Verfahren wirtschaftlich selbst ins eigene Fleisch schneiden. Dio englische Zeitung hat allerdings nicht unterlassen, mit Recht beizufügen, dass der Automobilist wohl lieber eine Busse wegen unerlaubten Warnens auf sich A.C.S. SEKTION THURGAU. Werte Clubmitglioder! Es gilt, die letzte Nummer des Jahresprogramms 1928 zur Ausführung zu bringen. Der Vorstand hat deshalb beschlossen, diesen letzten Anlass in Form eines Herrenabends durchzuführen. Im Vordergründe steht eine Filmvorführung unseres Herrn Präsidenten Dr. med. J. Rietmann, welcher das Jahr hindurch die automobilsportlichen Ereignisse der Sektion sowie aparte Neuigkeiten kurbelte. Diese Begebenheiten auf der Leinwand zu sehen ist allein schon ein Genuss. Um jedem Mitglied für Herz und Gemüt das Beste zu bieten, hat der Vorstand sich darauf geeinigt, dass der ganze Abend sich im Sinno eines ungezwungenen, urwüchsigen Durcheinanders bewegen solle. Gesanglich-humoristische, theatralische und zauberkünstlerische Darbietungen wechseln ab in bunter Reihenfolge. Zur Erlangung der für diesen Abend notwendigen Stimmung' wird eingangs der Versammlung ein währschaftes Dezembermahl präsentiert. Kanu man da « Nein » sagen ? Ausgeschlossen 1 Also Erscheinen ist die Parole. Legen Sie des Alltags Sorgen beiseite und reservieren Sie den 1. Dezember unfehlbar für den A. C. S. Sie werden os sicher nicht bereuen. Donken Sie an die unvergesslieho Maskenballstimmung in Arbon, dann ist Ihr Entschluss zu kommen leicht gefasst, und diese Stimmung wird, wenn auch in etwas anderer Form, den « Kronen »-Saal in Weinfelden am 1. Dezember beherrschen. — Beginn abends 7 Uhr. AUTOSEKTION WALDSTATTE DES T.C.S. Katerbummel. Hatte schon der offizielle Teil des Jahresfostes den Veranstaltern vollen Erfolg gebracht, so galt dies noch viel mehr vom Katerbummel. Mindestens 800 Personen strebten an jenem Sonntagnachmittag aus der Leuchtenstadt gegen die « Länder » zu, die einen zu Wasser, die meistern zu Land. Ein ungewohnter Anblick zeigte sich beim Eintritt in das « freie > Land Mdwalden. Oede und verlassen war jetzt der grosse Platz vor der Zwingburg, wo Nidwaldens Landvogt in freundeidgenössischer Gesinnung von den « fremden F. » den Eingangszoll abzunehmen pflegte, und weinend und trauernd blickten die entthronten Vöglinnen den nunmehr ohne Halt durchfahrenden Autos nach, nicht ohne Wehmut an die vergangenen schönen Tage zurückdenkend. « Sie transit gloria mundi !» Dass übrigens seit jenem denkwürdigen 1. Novemher 1928, an dem diese unglückliche Schranke gefallen, der Verkehr eino starko Zunahme erfahren hat und damit eine fühlbare Besserung im wirtschaftlichen Leben eingetreten ist, kann man im ganzen Lande hören. So fanden sich im grossen Saal des Hotels < Krone » in Buochs mehr als 300 Touring-Clübler ein, und da unser Mitglied H. Odermatt fürsorglicherweise für eine rassige Ländlermusik und auch für Speis und Trank trefflich gesorgt hatte, stellte sich wieder innert kürzester Zeit Hochbetrieb ein, während drauRsen auf dem Dorfplatz 45 Wagen getreulich warteten. Dass heute in Buochs ausser der Kilbi noch etwas anderes los war, konnte der letzte Knochen merken. Im Saale drinnen vergingen die Stunden wie Augenblicke, um so mehr als sich feurigo Tänzo und fröhliche Darbietungen in rascher Folge ablösten; es sei nur erinnert an die Produktionen in Poesie und Prosa -von Papa Dreyer, H. Uug und H. Vonarhurg sowie an den Zithervortrag von Frl. BäcMer, selbstverständlich ohne unsern bewährten und nimmermügen Conferencier H. G, Genhardt zu vergessen. So mussto man denn nach Einbruch der Dunkelheit definitiv an den Heimweg denken, und mehr oder woniger auf dem gleichen Wege, wie man gekommen, zog man wieder dem heimatlichen Seegestade entgegen, aber meist im Zickzack, indem es da und dort noch einen unvorhergesehenen Zwischenhalt gab. So ging man auseinander im frohen Bewusslsein, wieder einige schöne Stunden im Kreise des T. G. S. verbracht zu haben, und mit dem festen Vorsatz: Nächstes Mal komme ich wieder und nehme noch meine Freunde mit! — — Nachdem im Kanton Bern schon vor längerer Zeit neue Vorschriften betreffend die Automobilbeleuchtung erlassen wurden und nun auch im Kanton Luzern begründete Aussichten für eine analoge Aenderung bestehen, wird auf Veranlassung der Sektion Waldstätte des Touring-Club der Schweiz Freitag, den 23. November 1928 im grossen Saal des Hotels «Monopol» in Luzern Hr. Ing. Guanter von Zürich einen Lichtbildervortrag halten über das Thema « Das Abblendproblem In der Automobilbeleuchtung ». Der Vortrag ist einerseits eine Ergänzung zu dem jetzt stattfindenden Motorenkurs, andererseits kennt jeder Automobilist zur Genüge dio Gefahren, die aus der Unzulänglichkeit der meisten Abhlendungsarten entstehen, und wird daher geroc dio Gelegenheit benützen, sich an Hand einer eingehenden Besprechung und von Demonstrationen ein Bild machen über den praktischen Wert der verschiedenen Systeme. Teilnehmer des Motorenkursos, Clubmilglieder sowie Freunde der Sektion und weitero Interessenten sind hierzu freundlichst eingeladen. Eintritt frei. Dr. R.-Z. AUTOSEKTION GRAUBÜNDEN DES T.C.S. Einladung zur Generalversammlung auf Sonntag, den 2. Dezember 1928, punkt 13 Uhr, im Hotel « Drei Könige », Chur. — Geschäfte: 1. Genehmigung des Protokolls. 2. Entgegennahme des Jahresberichtes. 3. Abnahme des llechnungs- und Revisorcuberichts 4. Antrag dos Vorstandes auf Statutenrevision und Erweiterung: des Vorstandes. 5. Wahl des Vorstandes und der Rechuungsrevisoren. 6. Umfrage. Der Vorstand bittet um pünktliches und vollzähliges Erscheinen. CHAUFFEUR-CLUB RHEINTAL. Dio diesjährige Hauptversammlung findet Sonntag, den 25. November, nachmittags 13 Uhr, im Gasthaus zum « Ochsen » in Widnau statt. Nach Erledigung der Traktanden ist ein gemütliches Beisammensein mit Ueberraschungen vorgesehen. Die Mitglieder wer den ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. „400" Bunte Chronik Zwangswelse AutomobiUIaftpüichversicherung. Der Allgemeine Deutsche Auto- nimmt als wegen zu raschen Fahrens. Ich bin persönlich auch dieser Auffassung und mit mir wohl mobil-Club beantragt in Gemeinschaft mit alle Automobilisten. Dr. R. v. Stürler. Advokat. seiner Versicherungsgruppe beim Reichsverkehrsministerium die Einführung der goüt du public pour les nouvelles ff I N*est-ce pas une preuve eclatante du zwangsweisen Automobil-Haftpflichtversicherung durch Reichsgesetz. Er begründet seinen Antrag damit, dass der Versicherungszwang sowohl im Interesse der Motorfahrzeughalter wie des Publikums liege und den Versichern die Möglichkeit zur Vergrösserung der Geschäftsbasis gebe. Die Versicherung soll zulässig sein bei allen beaufsich- T. C. S. tigten Versicherungsunternehmungen. Den Versichern soll die Tariffreiheit erhalten bleiben. Der Allgemeine Deutsche Automobil- Club erbat vor der Einführung des Versicherungszwangs niveaus. eine Senkung des Prämien- -ei- Preisausschreiben zur Bekämpfung des Strassenlärmes. Wir haben seinerzeit be rcits auf das vom Berliner Stadtrat auf Anregung des Vereins deutscher Ingenieure erlassene Preisausschreiben zur Bekämpfung des Strassenlärmes hingewiesen. Den Behörden schien die Frage mit Recht derart wichtig, dass sie die ursprünglichen Bedingungen wesentlich erweitert haben, um eine möglichst.. ;grosse Beteiligung zu erreichen. So wurde das zur Verfügung stehende Preisr geld von 800 Mark auf 2500 Mark erhöht und die Eingabefrist um einige Monate, auf den 1. April 1929, verlängert. Wir sind übrigens gerne bereit,, event. schweizerischen Interessenten nähere Angaben über das Preisausschreiben zugehen zu lassen. z. Eine internationsfle Automobüausstellung in Kairo. Der Kalender der kommenden internationalen Automobilausstellungen ist um ein Novum bereichert worden. Der königliche ägyptische Automobil-Club hat beschlosssen, in der Zeit zwischen 23. Januar und 6. Februar 1929 in Kairo eine Motorfahrzeugausstellung mit internationaler Beteiligung durchzuführen. Angeregt wurde der Beschluss wohl durch die Absicht der französischen Automobilindustrie, im kommenden Jahr zur Propagierung ihrer Produkte in Aegypten eine Sonderausstellung der französischen Wagen zu veranstalten. z. Ein neues britisches Ford-Unternehmen für Europa. Es scheint, dass Henry Ford im Begriffe steht, alle seine Fabrik- und Werkstätten- Betriebe, sowie seine gesamte Verkaufsorganisation in Europa, Afrika und KÜeinasi«n an eine neu zu gründende britische Aktiengesellschaft, Ford Motor Company Ltd. mit einem Kapital von sieben Millionen Lstr. zu übertragen. Dabei soll zum ersten Mal dem Publikum Gelegenheit geboten werden, 40 Prozent des Kapitals zu zeichnen, d. h. sich aktiv am Unternehmen zu beteiligen. Der Sitz der Gesellschaft wird in London errichtet. Eine neue Riesenfabrik in Dagenham, die jährlich 200,000 Personen- und Lastwagen-Automobile herstellen wird, also so viel, wie die gesamte gegenwärtige britische Automobilproduktion zusammengenommen, ist bereits in Angriff genommen. Die neuen Produktionsanlagen werden einen Investitionswert von fünf Millionen Livre Sterling darstellen. Ford rechnet mit einem jährlichen Export nach den genannten Absatzgebieten im Werte von 20 Millionen Lstr. Die Fabrik in Manchester, die gegenwärtig 40,000 Ford- Wagen im Jahre produziert, wird später, sobald die Dagenham-Fabrik im Betrieb ist, nur noch als Reparaturwerkstätte weiterbetrieben. Die sich in Cork (Südirland) befindende Fabrik soll zum Hauptzentrum der Ford'schen Traktoren-Fabrikation gemacht werden. Die Anlagen in Detroit werden gänzlich nach Cork übertragen, wo nächstes Jahr bereits 30,000 Traktoren werden sollen. AUTOMOBIL-REVUE produziert -t. ff a re