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E_1928_Zeitung_Nr.097

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etrieb mitzugeben, aus denen er sich nach Gutfinden Nutzen ziehen kann. Schon die Inbetriebnahme verdient eine besondere Aufmerksamkeit. Es ist ohne weiteres klar, dass eine zweckmässig geheizte Garage* ein viel leichteres Inbetriebsetzen des Wagens garantiert. Jederzeit kann das Auto aus der warmen Garage herausgenommen und ohne Verzug in Betrieb gesetzt werden. Bewegung abgebremst werden. Eine Vorwarnung des Motors zur Leichtflüssigmachung des Oels ist ebenfalls notwendig, da die Oelpumpe das starrflüssige Pel nur in ungenügendem Masse oder überhaupt nicht weiterbefördern kann. Die Folge davo.* sind wiederum Schäden am Motor, besonders in Lagern, die möglicherweise dem Heisslaufen ausgesetzt sind. Der pfiffige Automobilist verwendet im Winter aus guten Gründen dünnflüssiges Oel * (sogenanntes Winteröl) * oder ein qualitativ hochstehendes Oel *, das sich für den Winter und für den Sommer gut verwenden lässt. Auch der Batterie * muss eine besondere Sorgfalt zugedacht werden- Eine Mehrzahl der Automobile ist heute mit einem Anlassmotor versehen, der seine elektrische Energie von der Batterie erhält. Aus obenerwähnten Gründen erfordert das Anlassen im Winter bedeutend mehr Strom, als im Sommer. Wer sich auf das Anlassen mit der Handkurbel gut versteht und vielleicht gerade friert, wird ^ÄUTOMOBTL-PFVUC 1923 — zündung Vorschub zu leisten. Glücklich ist aber der Automobilist, der einen elektrischen Heizapparat * besitzt, sei es nun für die Garage oder für den Motor oder auch für den Kühler. Dieser Heizapparat muss, sobald der Fahrer in die Garage kommt, ganz nahe an den Motor oder an den Kühler herangestellt werden. Hat er dann alle weitern Vorbereitungen getroffen, so beginnt er erst mit dem Ankurbeln oder Anlassen. Der Motor saugt sich dann die heisse Luft seiner Umgebung, die durch den Apparat * erzeugt wurde, an. Das Gasgemisch lässt sich leichter entzünden und beschleunigt damit das Ingangsetzen. Die Ansaugleitung lässt sich auch durch einen elektrischen Flansch *, der mühelos montiert werden kann, rasch erwärmen. Ist die Witterung nicht gerade sonderlich kalt oder die Garage leicht erwärmt, so kann man an Stelle der Vorwärmung das berühmte Einspritzen von Benzin durch die Kompressionshähne oder die Zündkerzenöffnung verwenden. Sind keine Kompressionshähne am Als neueste Errungenschaft der Autotechnik nehmen wir Vergaser mit Startvorrichtungen *, die speziell bei strengem Winterbetrieb sehr nützliche Dienste leisten. Die Batterie, die heute bei den meisten AUH tomobilen vorhanden ist, lässt sich leicht für das rasche Ingangsetzen des Motors verwenden, indem man die Ansaugleitung oder den Vergaser mit einer Vorwärmevorrichtnns* Eine kleine Garageheizung, die mit geringen Unkosten eingerichtet werden kann. Wie fiberwindet man die Schwierigkelten des Ingangsetzens ? Bleibt der Wagen lange im Freien an der kalten oder nassen Luft stehen oder kommt er aus einer ungeheizten Qarage, so sind sämtliche Metallteile bis ins Motorinnere kalt geworden. Das Benzin wird bei der Vergasung, da auch die Ansaugleitung kalt ist, bedeutend schlechter vernebelt. Das Gasgemisch ist zu benzinreich und zeigt Tendenz, den Zylinder mit einer allzu nassen Mischung zu übersättigen. Es besteht daher die Notwendigkeit, den Motor, ehe man denselben in Gang setzt, auf irgend eine Art genügend zu erwärmen. Eine Anzahl gut brauchbarer Hilfsmittel sind dabei imstande, vorzügliche Dienste zu leisten. Bei ungeheizten Garagen ist es üblich, alles Wasser aus dem Kühler abzulassen und beim Ingangsetzen denselben mit warmem Wasser anzufüllen. Verwendet man dazu heisses Wasser, gehe man allmählich vor und giesse die ersten paar Liter langsam in die Kühler- Öffnung und wartet hierauf eine Minute, bis sich die Wärme im Motorinnern verteilt hat. Emo Ejnspritzkerze mit zweipoligen Elektroden und Elektrodenhohlrohr. Die nächsten Liter kann man dann rascher hineingiessen und schliesslich ohne Verzug den ganzen Kühler auffüllen. Ein allzu rasches Hineingiessen kann dem Kühler und Motorinnern Schaden zufügen. Das Schmieröl im Innern des Motors ist durch die Abkühlung starrflüssig geworden und neigt zum Verkleben, so dass die Kolben in den Zylindern, alle Lager, sowie die schnellbewegten Teile durch das Oel in ihrer Links: Heizung des Kühlwassers durch einen elektrischen Heizapparat; rechta: ein kleiner Elektromotor dien der Zerstäubung des Benzins in der Ansaugleitung. Der Elektromotor a saugt Benzin aus der Benzinleitung b und befördert denselben in die Ansaugleitung c. sich den Spass leisten, den Motor von Hand anzukurbeln, selbst auf die Gefahr hin, fünf oder zehn Minuten der Prozedur widmen zu müssen. Ausser einer Ersparnis an Strom und einer Schonung seiner Batterie wird er die Befriedigung einer Leibesübung geniessen. Vielfach ist auch ein kräftiger Arm nicht rasch genug imstande, den Motor in Betrieb zu setzen. Dann stehen Mittel zur Verfügung, die Spannung der Batterie zu erhöhen (Spannungserhöher *), damit diese für das Ingangsetzen des Anlassmotors einen kräftigen und wannen Strom zu liefern vermag. Spezielle Starterbatterien* sind sehr zweckmässig. Es bestehen noch weitere Mittel, den Motor für ein rasches Ingangsetzen vorzuwärmen. Früher viel gebräuchlich war die Ueberdeckung der Ansaugleitung mit einem heissen Tuch während dem Ankurbeln oder Anlassen. Es ist aber ohne weiteres verständlich, dass die Verwendung von heissem Kühlwasser eher imstande ist, eine gleichmässige Wärme über den ganzen Motor zu verteilen. Ein kleiner Trick besteht darin, dass man die Zündkerzen rasch herausschraubt, in das Innere ein wenig Benzin giesst und dasselbe anzündet, damit sich die Elektroden erwärmen. Die erhitzten Zündkerzen werden unverzüglich wieder eingeschraubt und der Motor blitzschnell angeworfen. Die Hitze, die von den Elektroden der Zündkerzen ins Innere ausstrahlt, vermag das Gasluftgemisch leicht zu erwärmen, und einer raschen Ent- Motor vorhanden, kann man besondere Zündkerzen mit Einspritzvorrichtungen * (Einspritzzündkerzen) benützen oder man lässt an der Ansaugleitung durch einen Fachmann einen kleinen Einspritzhahn * anbringen, der das Einspritzen sehr vereinfacht, weil man statt vier oder sechs Kompressionshahnen nur einen einzigen Hahnen bedienen muss. Zum Einspritzen sind nur geringe Quantitäten zu verwenden, damit das Schmieröl nicht zu stark verdünnt wird. Das Benzin könnte durch die Kolbenringe in das Kurbelgehäuse hinunter gelangen und dort auch eine schädliche Verflüssigung des Oeles bewirken. Eine ganze Serie von praktischen Einspritzvorrichtungen \ die das Benzin aus dem Schwimmergehäuse oder aus dem Vakuumförderer oder aus der Benzinleitung oder endlich aus einem kleinen Benzinbehälter entnehmen und eine kleine Menge vollkommen zerstäubt in die Ansaugleitung einspritzen. Diese Apparate sind in der Regel so konstruiert, dass sie vom Führersitz aus mühelos betätigt werden können. Aehnlich sind die mechanischen und elektrischen Schwimmertupfer * und die Starterklappen* (in oder vor der Oeffnung der Vergaser) zu betätigen. Beide Apparate bewirken, dass der Brennstoff, der in etwas reichlichem Masse aus den Düsen austritt, auf seinem Wege in der Ansaugleitung bereits stärker vergast wird. Die Ingangsetzung kann erleichtert werden, indem man etwas Benzin im unterteil der (abgeschraubten) Kerze verbrennt und damit dio Elektroden erhitzt. versieht. Diese Apparate verbrauchen sehr wenig Strom. Einfach und klug ist der Trick, in der Lufteinlassöffnung des Vergasers eine kleine Glühbirne anzubringen, um die Luft, die der Vergaser ansaugt, durch die Ausstrahlungen der Birne leicht zu erwärmen. Hie und da, aber doch selten, legen einzelne Automobil* fahrer ein heisses Tuch über den Vergaser. Die Vorwärmung des Brennstoffes* ist bei schwervergasenden Brennstoffen immer zu empfehlen. Wir denken dabei an die elektrischen Heizvorrichtungen*, die bei Motorl.istwagen, welche mit Schwerbenzin betrieben werden. Der Vergaser muss dabei neu einreguliert werden, denn der Brennstoff dehnt sich durch die Wärmung aus und wird leichter. Ausnahmsweise fülle man eine Flasche mit ein paar Dezilitern Benzin, stelle dieselbe einige Minuten in heisses Wasser und giesse den Inhalt in das Schwimmergehäuse ein. Per Motor wird durch diese einfache Prozedur Vom Führersitz aus betätigter elektrischer Schwimmertupfer. leichter anspringen und sich im Gange hafr ten, wenn das kalte Benzin nachfolgt. Wir raten von einer speziellen Einregulierung des Vergasers für den Winterbot -U-B entschieden ab. Sobald die normale Betriebs^ temperatur wieder erreicht ist, erweist -sich' Stehe Seite 12 usw.. Handel und Industrie. «Gott verdamm Ihn!» sagte Mike mit Ueberzeugung und beschloss, sich noch ein wenig umzusehen, vielleicht kam er durch Zufall auf eine Spur des Flüchtlings. Er ging ein Stück auf dem schmalen Landweg weiter und bog in einen Seitenpfad. Nach einer Weile blieb er horchend stehen — er hatte ein Geräusch wie von laufenden Schritten gehört. Zwei Sekunden danach stiess er einen Freudenschrei aus, denn wer da laufend um die Biegung kam, war Mr. Cherry! Als dieser ihn bemerkte, blieb er stehen und atmete laut. Er warf einen verzweifelten Blick umher und sah, er sass fest in der Falle. Er warf einen Blick auf Mike und es rieselte ihm kalt den Rücken hinab. -«Nun schön, schön, schön!» sagte Mike glücklich. «Welch frohes Wiedersehen! Das hätte ich gar nicht zu hoffen Grosser Gott!» rief er aus, als jetzt Mr. Hicks gemächlich auf seinem Fahrrad herbeikam und nun abstieg. Bei Mikes Anblick verklärte sich das Gesicht des Wirtes. «Alle Wetter!» rief er. «Wer hätte gedacht, Sie hier zu sehen, Sir! Das freut mich aber wirklich. Ich war schon etwas unruhig wegen Ihrem Auto, weil Sie nicht zurückgekommen sind, und ich vergass, Sie um Ihren Namen zu fragen. Ich wusste nicht recht, was ich tun sollte. Aber davon später. Erst habe ich ein Geschäft mit diesem dreckigen Schwindler zu erledigen, wenn Sie mich entschuldigen wollen.» Mike sah ihn erstaunt an. «Sie? Was hat er Ihnen getan?» «Reingelegt hat er mich ordentlich, Sir. Hat mir einen falschen Fünfer angehängt. Ich will ihn grad lernen, es nicht wieder zu tun.» Mike trat eilig vor und hob die Hand; er sprach in bittendem Ton. «Ich verstehe, Mr. Hicks, aber Sie würden mir einen Gefallen erweisen, wenn Sie zurücktreten würden. Dieser Herr ist unter meinem Namen herumgegangen und hat gestohlen. Auch habe ich ihm diese Beule und die Nase und das Knie zu verdanken- Ich fühle mich ihm verpflichtet und bleibe nicht gern etwas schuldig. Nachher können Sie ihn haben, wenn noch etwas übrig ist.» Der Wirt starrte ihn an. «Was? Unter Ihrem Namen ist er herumgegangen? Hol mich der Kuckuck. Ein netter Baron, was?» «Er ist kein Baron.» «Wie? Ja, ist er nicht Sir Mi — dasheisst, sind Sie etwa Sir Michael?» «Jawohl.» Mr. Hicks pfiff laut und verständnisvoll, dann seufzte er wie einer, der höhere Rechte anerkennen muss. «Ja, dann nehmen Sie ihn, Sir! Das seh' ich ein, dass Sie mehr Recht auf ihn haben, als Ich. Aber es ist recht hart. — Oho, dageblieben!» Denn Mr. Cherry war wieder unruhig geworden. Niemand hört gern über sich verhandeln wie über einen leblosen Gegenstand abstossender Art, und dieses Bieten sozusagen um seinen Leichnam schien ihm äusserst gefühltos. Nach und nach war er ein wenig abgerückt und nun sprang er plötzlich zur Seite und wollte noch einen Versuch machen, zu entkommen. Aber das Schicksal wollte es anders. Mr. Hicks rechter Arm streckte sich wie ein Teleskop und seine rechte Hand erwischte ihn beim Kragen und riss ihn so kräftig zurück, dass seine Füsse den Grund verloren, sein Kragen das Knöpfchen und er selbst den Atem. Er setzte sich heftig auf den Boden und blieb ruhig sitzen, es war nichts mehr zu machen offenbar. «Sie bleiben da,» riet ihm Mr. Hicks ernstlich, «bis dieser Gentleman und ich über Sie beschlossen haben. Dann werden wir —» Er brach ab und folgte Mr. Cherrys Blick, der an ihm vorbei die Strasse hinabschaute. Dort kamen zwei Männer in Uniform auf grossen, flachen Füssen heranmarschiert: ein grosser, starker, erhitzter Konstabier und ein grösserer, stärkerer, erhitzterer Sergeant. Auf ihren Gesichtern stand Neugierde und jetzt blieben sie bei der kleinen Gruppe stehen. «Hallo!», sagte der Sergeant und blickte alle drei scharf an. «Was tun Sie mit diesem Burschen?» Der Wirt, der in vertrauensvollen Stunden einen gelegentlichen Zusammenstoss mit der Polizei in der schönen, alten, stürmischen Zeit zugab, hustete ein wenig und schwieg bescheiden. «Dieer Bursche», erwiderte Mike, «hat sich gesetzt, weil er seine Kraft überschätzt hat.» Der scharfe Blick haftete auf ihm. «Ha!» sagte der Sergeant. «Wir brauchen Sie nicht — was gibt's?», wandte er sich an den Konstabier, der ihn angestossen hatteund nun auf den nachdenklich dasitzenden Mr. Cherry zeigte. «Seinen Hals», sagte er. «Schauen Sie nur!» «Ha!», sagte der Sergeant abermals. Er bückte sich mühsam — denn er war wirklich sehr dick — und betrachtete Mr. Cherrys Hals, von dem, infolge Mr. Hicks' gewaltigem Handgriff vorhin, mehr als sonst in der guten Gesellschaft üblich ist, sichtbar war und damit ein Muttermat in der Form eines «S», ! «Das ist aber komisch», sagte, der Sergeant, zog ein Notizbuch aus der Tasche und las darin halblaut: «Dreissig Jahre — gross — dunkle Augen und Haare — sieht aus wie ein Gentleman — Muttermal in der Form eines S auf der Rückseite des Halses. •« Stimmt alles.» Der durchdringende Blick! wandte sich wieder Mike zu. Ist der Mann ein Freund von Ihnen?» «Nichts weniger als das.» «Kennen Sie ihn schon lange?» «Nicht lange, aber lange genug. Eigentlich 1 zu lange.» «Hm. Also auf diesen Mann stimmt genau die Beschreibung von einem gewissen Cherry — George Cherry — die wir eben bekommen haben und der wegen Betrug und Her J auslocken von Geld unter falschen Vorspiegelungen gesucht wird. Sehr komischer Zufall, wirklich! He, Sie! Dageblieben wird!» (Fortsetzung folgt)

N°97 - die Einstellungsveränderung als unvorteilhitt. Die normale Vergasereinstellung garantiert immer einen wirtschaftlichen Betrieb. Allerdings gibt es spezielle Vergasermarken*, bei denen eine Einstellung iür den Winterbetrieb vorgesehen ist, vor allem zum Ankurbeln bei abgekühltem Motor. Diesbezügliche Anweisungen sorgen aber für einen zweckmässigen Betrieb. Wer sich aber verleiten lässt, die Leerlauf- oder die Hauptdüse im Winter auf mehr Benzin einzustellen, wird mit einem höhern Verbrauch zu rechnen haben. Dieser Mehrverbrauch ist vom wirtschaftlichen Standpunkt aus unnötig. Ein guter und moderner Normalvergaser* wird auch im Winter bessere Dienste leisten, als ein alter Typ, der nicht mehr auf der Höhe der Technik steht. Für ihn, der Glieder und Hände zur raschen und sicheren Bedienung des Wagens warm haben muss, hat der Elektriker heizbare Schuhe und Handschuhe* geschaffen, ja selbst das Volant mit einer elektrischen Heizung zu „versehen gewusst. Besonders zu empfehlen *• sind die Gummistiefel *, da durch deren Sohlen das Gefühl für den Druck auf die Pedaje, dank ihrer Elastizität, erhaHen bleibt. Di© einschlägig© Industrie hat aber noch weitere Schutzmitte! geschaffen, die Winterfahrten zu einem wahren Genüsse machen: Pelzgefütterte Lederkappen und Jacken, Stiefel, mollige Fusssäcke *. Elektrische Teppiche *, und elektrische Heizkissen* usw. verwan- AUTOMOBIL-REVUE des Wasserablassens genügt heute dem Automobilisten nicht mehr, abgesehen von der Zeitverschwendung und der Gefahr, das Ablassen des Wassers einmal zu vergessen. Wer über geringe technische Kenntnisse verfügt, weiss, dass das Wasser durch das Gefrieren zu Eis wird und sich gleichzeitig ausdehnt, wodurch im Zylinderblock und Kühler Risse entstehen. Die Frostrisse im Motor oder im Kühler gehören zu den unangenehmsten Beschädigungen und führen nicht selten zur Unbrauchbarwerdung des Motors. Einzelne Motoren haben Stellen in der Kühlwasserleitung, die man vom Wasser schwer- Elektrisch eeiheiater Flansch für die Ansaugleitung. Kälteschutz für Lenker und Insassen. Die Zeiten, da man den Wagen bei Winterbeginn in der Garage aufbockte, um ihn erst wieder hervorzunehmen, wenn der Frühling Ins Land zog, sind wohl endgültig vorbei. Der Wagenbautechniker, der Elektriker und der Ausstattungsschneider haben dem feind- Bchen Begriff «Kälte» den Garaus gemacht. Die den Markt beherrschende Limousine hat diese Aufgabe wesentlich erleichtert. Vergaser mit StartdrHappe, die durch Bowdenzug vom Führerstand aus betätigt wird. dein den Waigen in einen veritablen fahrbaren Salon. Eine wunderbare Wärmequelle verschafft natürlich die eigentliche Heizung* des Fahrzeuges, sei es auf elektrischem Wege, sei es durch die heissen Auspuffgase. Letztere Art der Heizung ist die meistgebräuchlichste, während die Heizung durch das warme Kühlwasser auch vorkommt. Die Wagenheizung* ist nun allerdings das idealste, das man sich in dieser Hinsicht vorstellen kann. Es gibt eine ganze Reihe Firmen *, die den Einbau von Heizungen * in ein Fahrzeug mit der Erfahrung des Routinier besorgen. Die Wagenheizung wird nicht nur bei einer Limousine oder einer Allwetterkarosserie angewandt, sondern auch erfolgreich bei einem offenen Wagen. Für das Wohlbefinden Schwäaranertupfer durch Bowdenzug betätigt. der Insassen ist eine Wärmequelle für Füsse und Beine bekanntlich grundlegend. Wer warme Füsse hat, hat nach einem altbewährten Spruch einen warmen Körper. Auch die Lenkradheizung* vermag in gleichem Masse das Führen und den Aufenthalt im Innern angenehm zu gestalten. Eine wichtige Rolle spielt bei der Heizung eines geschlossenen Wagens die Ventilation, weil für die Ableitung der verbrauchten Luft ins Freie gesorgt werden muss, da der Luftwechsel die schnelle Erwärmung des Wageninnern fördert. Also ausgerüstet, in Leder und Pelze gehüllt, könnte man mit einem Wagen selbst die Arktis durchstreifen! Kälteschutz unterwegs für die Maschine. Hat man durch besondere Massnahmen den Wagen in Gang gebracht, so ist den Gefahren des Winters noch nicht genügend Trotz geboten, denn bei frostigem Wetter stellen sich starke Hindernisse entgegen* Das früher allein gebräuchliche System links: KühJerdeake mit aufrollibarer Vorderwand. Besondere Typen können nach oben und nach unten aufgerollt •werden. Rechts': Vom Führersitz aus durch Drahteug verstellbare einfache Kühlerabdeekirng. Vom Führersitz an« duxcih Bowdenzug versteLübaro wagrechte Kühlerjalousien. Die senkrechten Kühlerjalousien halben eine noch grössere Verbreitung gefunden. lieh befreien kann. Auf jeden Fall empfiehlt es sich, beim Wasserablassen den Motor int Leerlauf so lange weiterlaufen zu lassen, bis sich das zurückgebliebene Wasser in Form von Dampf aus dem Kühler verflüchtigt. Es ist auch eine Tatsache, dass durch das tägliche Erneuern des Kühlwassers viel Kesselstein, hie und da Schmutz, im Kühlsystem abgelagert wird. Regen, Schnee und destilliertes Wasser sind allerdings frei von Kalk« Kesselstein besitzt die unangenehme Eigen* schaft, nach und nach die Wasserzirkulatioa durch Verstopfung des Kühlers und durch Anlagerung im Wassermantel zu unterbinden. Zur Vermeidung des Wasserablassens. bestehen besondere Frostschutzmittel *. Der Automobilist kann dem Kühlwasser Spiritus, Alkohol oder Glyzerin in chemisch reinem * Zustande beifügen. Je nach de« Kältegraden oder der Witterung kann er die einzelnen Lösungen verstärken oder schwächer halten und wird der Gefrierpunkt sich nach unten oder nach oben verschieben. Sowohl Spiritus als auch Alkohol verdampfen in •vorwännung 8es Brennstoffes durch eine die im Scfowimmergehäuse des Vergasers angeordnet •wird. Dem Besitzer eines offenen Wagens ist es bei einer Allwetterkarosserie* mit einigen Griffen möglich, seinen Wagen in einen geschlossenen zu verwandeln. Der Karosseriekonstrukteur* versteht es, mit seiner präzisen Kunst vermittels der praktischen Kristallglasfenster * und allen Schikanen seiner Erfahrung die prächtigste Pseudo-Limousine zu erstellen oder andere, der Limousine ebenbürtige Karosserieaufsätze einzubauen. Der Sportler wird sich auch durch die Dezemberwinde nicht abhalten lasseni seine Ueberlandfahrten im offenen Wagen zu unternehmen; die Pelz- und Lederbekleidung * und eine genügende Anzahl wundervoll warmer, dichter Decken * schützen ihn gegen die Unbill der Witterung. Natürlich ist es von besonderer Wichtigkeit, dass der Fahrer bei der Wahl der Kleidung praktisch vorgeht. Vorwärmen der Hauptluft beim Eintritt in den Vergaser durch, eine Glühbirne. Sin Acht-Zylinder in Linie zum Preise eines Sechs-Zylinder Aarau Exklmiver 'er neue Import für die Schweiz t Y\C EN CE l\ M E ß ICA1NE. S.A. Basel GENF Bern Luzern St Gallen Zürich Ein KühlwasseTregler, der auch bei jrroseer 'Kali« eine günstige Betriebstemperatur sichert und leiohi eingebaut werden kann. der Wärme und müssen daher von Zeit zu Zeit erneuert werden. Bei einer Kälte bis zu 5 Grad unter Null beträgt der Zusatz 10 Pro-, zent Spiritus oder 8 Prozent Glyzerin. Bei grösserer Kälte beträgt die Verstärkung: Bei 10 Grad Celsius unter Null zirka 15 Prozent Spiritus oder 12 Prozent Glyzerin, bei 15 Grad, 20 bzw. 15, bei 20 Grad 25 Prozent Spiritus oder 20 Prozent Glyzerin usw. Was sich täglich an Spiritus resp. Alkohol durch Verdampfung verflüchtigt, ist durch Nachgiessen von Spiritus allein bzw. Alkohol allein zu ersetzen. Diese Operationen sind aber immer zeitraubend, so dass für den praktischen Betrieb die Kühlwasser-Gefrierschutzmittel * zu empfehlen sind, bei denen das Kälte* Schutzmittel sich nicht verflüchtigt. Die Kühlung des Motors nach dem Pumpensystem oder Thermosyphon-System ist bei den meisten Wagen für den Sommer berechnet. Besondere Vorrichtungen * haben daher im Winter eventuelle Nachteile einer zu starken Kühlung auszuschalten. Die sogenannten Kühlerschutzhüllen * und Kühlerjalousien * und die Motorhaubendecken * sind wertvolle Mittel, die Wärme im Motor zurückzuhalten oder den Kältezustrom von aussen her abzuschneiden. Es ist wesentlich für einen sparsamen Betrieb, dass sich die Wärme des Kühlwassers stets auf der optimalen Betriebs- * Siehe Seite 12 usw., Handel und Industrie,